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1600 Euro netto – nach vier Jahren Startup
In unserer Reihe zeigen Gründerinnen und Gründer, wann sie sich ihr erstes Gehalt ausgezahlt haben, wie hoch es war – und warum sie genau diesen Zeitpunkt ausgewählt haben. Hier erzählt: Julian Plange, Mitgründer von Seatback, einem technischen Dienstleister für die Branche digitale Außenwerbung im öffentlichen Raum (DOOH).
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Elon Musks KI-Startup xAI ist ein Geldgrab
Wie viel Geld verdient Elon Musk mit seinen Firmen? Belastbare Zahlen gibt es nur von Tesla. Und nun beendet er die Produktion zweier Modelle.
Tesla stellt die Produktion des Model S und des Model X ein. Offiziell benötigt Tesla den Platz in der Fabrik für Optimus, den humanoiden Roboter. Inoffiziell sagt dieser Schritt etwas anderes: Die alten Geschichten tragen nicht mehr und Musk gehen die Ideen im Autosegment aus.
Zwar ist Tesla mit dem Model 3 und Y längst Massenhersteller, doch die dringend benötigten neuen Modelle sind nicht in Sicht. Für die Börse aber braucht es mehr als solide Autos. Es braucht Visionen. Und genau die sollen jetzt Roboter und Autonomie liefern.
Doch diese Visionen funktionieren bislang vor allem als Erzählung und nicht in der Realität. Elon Musk musste zuletzt selbst einräumen, dass der Optimus-Roboter in Teslas Fabriken noch keine „nützliche Arbeit“ verrichtet.
Das ist bemerkenswert, weil der Roboter seit Monaten als nächste industrielle Revolution verkauft wird. Früher konnte Musk auf reale Produkte verweisen, heute spricht er über Roboter, die noch nicht arbeiten.
Das alte Geschäftsmodell ist Vergangenheit
Das ist mehr als ein Entwicklungsproblem. Es ist ein Rollenwechsel. Tesla wird nicht mehr als Autobauer geführt, sondern als Zukunftswette. Die Produktion von Fahrzeugen wird geopfert, um Raum für neue Narrative zu schaffen. Autonomie statt Absatz. Roboter statt Rendite. Wer das kritisch sieht, bekommt schnell den alten Musk-Reflex zu hören: Man müsse nur Geduld haben. Doch Geduld ist kein Geschäftsmodell.
Noch deutlicher wird das bei xAI, Musks KI-Firma. Sie ist das klassische Versprechen unserer Zeit: künstliche Intelligenz als neue universelle Infrastruktur. Nur: xAI veröffentlicht keine regulären Jahresberichte, ist nicht börsennotiert und lebt von Finanzierungsrunden und Visionen. Medienberichte sprechen von hohen Verlusten und einem enormen Cashburn von bis zu 1 Milliarde Dollar pro Monat. Das klingt nach viel, liegt aber im Rahmen dessen, was andere AI-Unternehmen an Geld verbrennen.
Das Problem von xAI ist bisher allerdings, dass es wenig genutzt wird und höchstens von sich reden macht, wenn User sexualisierte Bilder von Prominenten erstellen. xAI wirkt daher weniger als ein Unternehmen und mehr wie eine Wette mit sehr hohem Einsatz. Und das in einem äußerst kompetitiven Umfeld, in dem Investoren langsam nervös werden und Ergebnisse verlangen.
xAI ist ein Geldgrab
Dass xAI nun unter SpaceX gezogen wird, ist deshalb kein strategischer Geniestreich, sondern ein Schutzmechanismus. Das Imperium wächst nicht mehr durch Produkte, sondern durch Zusammenlegung. Wenn sich einzelne Teile nicht selbst tragen, werden sie in größere Konstrukte integriert. Nicht Marktlogik stabilisiert das System, sondern eine Neustrukturierung, die Investoren beruhigen soll.
So verändert sich auch Musks Rolle. Er war erfolgreich, solange seine Firmen sichtbar Dinge bauten: Autos, Raketen oder Batterien. Heute verkauft er Versprechungen. Tesla wird zur Plattform für Autonomie, auch wenn die Technik der Autos noch längst nicht so weit ist. Optimus wird zur Projektionsfläche für industrielle Fantasien und xAI zum passenden AI-Begleiter, der viel verspricht, aber nichts kann.
Das ist der gefährliche Moment für jeden Unternehmer mit Mythos: Wenn Produkte nicht mehr im Zentrum stehen, sondern Erzählungen. Wenn Bilanz durch Vision ersetzt wird. Wenn Stilllegung als Zukunft verkauft wird. Das Imperium von Elon Musk bröckelt nicht, weil es scheitert, sondern weil es nur noch um die Verwaltung von Krediten geht.
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Ich liebe dich. Wollen wir ein Startup gründen?
Ein Startup gemeinsam mit dem Partner zu gründen klingt romantisch – ist aber auch ein enormer Stresstest. In der deutschen Szene gibt es bekannte Gründerpaare, etwa hinter dem Food-Startup 3Bears aus München oder dem Gewürz-Startup Ankerkraut. Doch ist es wirklich klug, Liebe und Business zu vermischen?
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Meine Mitarbeiter essen um 20 Uhr im Büro zu Abend – und das ist gut so
Im Podcast 20VC verrät der Legora-CEO, welche Frage er seinen Bewerbern immer stellt und was die Antwort über Mentalität und Einstellung aussagt.
Wer sich bei diesem Stockholmer Startup bewirbt, muss sich auf eine spannende Zeit einlassen, sagt sein CEO: In einer Folge des Podcasts The Twenty Minute VC (20VC) von Harry Stebbings, verrät Max Junestrand, CEO des 2 Milliarden Dollar schweren Legal-AI-Startups Legora, eine Interviewfrage, die er Bewerbern stellt, um ihre kulturelle Eignung zu beurteilen.
„Ich führe immer noch mit allen Bewerbern Vorstellungsgespräche und stelle ihnen ziemlich brutale Fragen wie: ‚Warum nehmen Sie einen so schwierigen Job an? Sie könnten auch woanders arbeiten‘“, sagte Junestrand.
Das schwedische Startup konkurriert mit dem in San Francisco ansässigen Unternehmen Harvey, das einen Wert von 8 Milliarden Dollar hat.
Das Ziel: Langfristig denken
„Ich versuche, Missionare zu schaffen, keine Söldner“, sagte Junestrand und bezog sich dabei auf eine Analogie, die der Risikokapitalgeber John Doerr von Kleiner Perkins vor Jahren geprägt hatte. „Und ich denke, das ist uns erfolgreich gelungen.“
Damals erklärte Doerr, dass Söldner für sich selbst arbeiten und Unternehmen gründen, um sie zu verkaufen, während Missionare sich darauf konzentrieren, für ein Team zu arbeiten und langfristig zu denken.
Hustler-Mentalität
Der CEO von Legora, der das Startup 2023 mitbegründet hat, sagte, er suche nach Menschen mit „roher Entschlossenheit“, denen es nichts ausmacht, lange zu arbeiten. Er sagte, seine Mitarbeiter würden um 20 Uhr im Büro zu Abend essen, und das Unternehmen habe an Silvester Verträge unterzeichnet.
Beim Weihnachtsessen des Unternehmens gab es Glühwein – und KPIs. „Wir hatten das große Umsatz-Dashboard vor uns stehen, und alle schauten es sich an, weil jeder Schwung haben will”, sagte er.
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Legora hat 300 Mitarbeiter und plant, die Größe des Teams in der ersten Hälfte 2026 zu verdoppeln. Ein Vertreter von Legora erklärte gegenüber Business Insider, dass sich die Mitarbeiterzahl des Unternehmens in den letzten sechs Monaten verdoppelt habe.
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