Apps & Mobile Entwicklung
8BitDo Ultimate 2C Wireless Controller im Test
Der Ultimate 2C Wireless ist im Netz und in der ComputerBase-Community ein heiß gehandelter Controller-Tipp. Kaum mehr als die Hälfte des Xbox-Standardpads kostet das Modell von 8BitDo und ist sogar besser ausgestattet. Was taugt der Community-Tipp wirklich? Wir haben es im Test herausgefunden.
Halber Preis, doppelte Qualität suggeriert das Datenblatt des Ultimate 2C im Vergleich zum Standard-Xbox-Controller. Das ist eine starke Ansage: Hall-Effekt-Sticks, ein geringeres Gewicht, ein integrierter Akku und Zusatztasten, all das geht über den fast doppelt so teuren Xbox-Controller hinaus. Dennoch: Ganz so klar wie ein Feature-Vergleich die Sache scheinen lässt, wird sie nicht. Den genauen Blick liefert der Test.
- Zusatztasten & HE-Sticks
- Geringes Gewicht
- Taktile Bumper-Tasten
- Schwergängige Menütasten
- D-Pad etwas schwammig
Der Ultimate 2C im Überblick
Als Basis des Ultimate 2C dient das Xbox-Layout mit diagonalen Thumbsticks, das an zwei Stellen erweitert wird. An der Front sitzen zwei weitere Bumper-Buttons, darüber hinaus werden Menü- und Ansicht-Taste nach oben gesetzt, um Platz für zwei weitere Tasten zu schaffen.
Die erste davon dient der (Neu-)Programmierung der Tasten. Es bleibt der einzige Weg, denn beim 2C kann die Software von 8BitDo lediglich die Firmware aktualisieren. Eine bequeme Konfiguration über eine visuelle Oberfläche ist teureren Modellen vorbehalten.
Die andere Zusatztaste aktiviert den Turbo-Modus. Er sorgt dafür, dass entsprechend eingestellte ABXY-Tasten oder die Bumper immer oder nach Druck schnell aufeinanderfolgende, einzelne Signale senden. So wird ein „Dauerfeuer“ simuliert, das unter anderem in Arcade-Spielen beim „Button-Mashing“ helfen soll. Wie der Controller erkannt wird, lässt sich ebenfalls einstellen. „Home“ und „X“ oder „B“ wechseln zwischen dem gängigen Xinput– und dem älteren Dinput-Modus.
Haltbare Technik
Dafür kann der Ultimate 2C technisch punkten. Einfache Rubberdome-Technik erfasst zwar Tastendrücke, Trigger und Sticks setzen allerdings auf Hall-Effekt-Technik von Gulikit, die sich mit Upgrade-Modulen für den JoyCon-Controller der Switch einen Namen gemacht haben.
Bewegungen werden bei dieser Technik von Sensoren erfasst, die Veränderungen eines Magnetfeldes messen. Aufgrund des kontaktfreien Aufbaus soll der bei Potentiometern typische, durch mechanischen Verschleiß bedingte Stick-Drift der Vergangenheit angehören.
Wer mag, kann für direkte und unmittelbare Eingaben die Totzone der Joysticks abschalten. Um diesen „Raw-Input“-Modus zu nutzen, der selbst minimale Stick-Bewegungen sofort in Bewegung übersetzt, müssen Plus- und Minus-Tasten für fünf Sekunden gedrückt werden. Auch diese Tastenkombination muss recherchiert werden, das demnach klar ungenügende Handbuch schweigt sich darüber aus. Anti-Friction-Ringe sollen darüber hinaus Abrieb beim Bewegen der Sticks minimieren und so einen dauerhaft gleichmäßigen, geschmeidigen Widerstand bei Bewegungen gewährleisten.
Die Abtastrate liegt sowohl per Kabel als auch im kabellosen Betrieb mit dem beigelegten Dongle bei 1.000 Hz. Gemäß Herstellerangaben erreicht der 2C dabei mit einem integrierten 480-mAh-Akku eine Laufzeit von 19 Stunden, mit Bluetooth-Verbindung – und damit geringerer Abtastrate – sind es 32 Stunden.
Varianten, Preis und Zubehör
Äußerlich wird es bunt. Den 2C gibt es in Türkis, Violett, Orange und Grün, dazu in Braun, Blaubeere und transparentem Schwarz mit grünen Tasten, das ein wenig an ein altes Xbox-Design erinnert. 8BitDo ruft für alle Versionen im eigenen Webshop ungefähr 32 US-Dollar inklusive Versand und geschätzten Steuern auf. Alternativ verkauft das Unternehmen seine Controller auch komfortabler über einen Amazon-Webshop* zu Preisen zwischen 32 und 33 Euro. Dort kostet die transparent-schwarze und eigentlich universellste Farbvariante sogar nur rund 30 Euro*.
Weiteres Zubehör gibt es für das Basismodell nicht. Die Plattformauswahl hängt zudem vom Modell ab. Der einfache 2C kann mit dem PC sowie auf Android-Geräten betrieben werden. Daneben bietet 8BitDo eine Variante für die Nintendo Switch (2) an. Sie verfügt zusätzlich über ein Gyroskop, kommt aber nur auf eine Laufzeit von 15 Stunden und kann ausschließlich über Bluetooth betrieben werden. Das umreißt zugleich die Plattformen, denn mit einer Xbox kann sich keiner der 2C-Controller verbinden.
Praxistest: Er irritiert!
Vom ersten Griff an irritiert der Controller. In der Regel, und das ist ebenfalls irritierend, positiv: Für 30 Euro gibt es eine ganze Menge und wenig zu klagen. Dass man wenig einstellen kann, vermag nicht im Mindesten zu stören. Alles Wichtige ist dabei, das Konzept funktioniert.
Bedienung
Im Erstkontakt irritiert die Form, denn das normale, den Händen bekannte Xbox-Pad läuft spitzer zu. Es lässt dadurch gerade bei längeren Spielesitzungen etwas bequemer halten und aufgrund des flacheren Winkels zu den Schultertasten ein wenig angenehmer bedienen. Ergonomisch erscheint die Sache klar; Arme und Handgelenke bilden in flacherer Haltung eine bessere Linie. Dass die Form des 2C noch nicht allerbest ausfällt, ist sich auch der Hersteller bewusst. Die kommende dritte Generation des Pads soll genau dort ansetzen.
Irritierend sind weitere Dinge: Trigger und Sticks fühlen sich gut an und erlauben präzise Betätigung, die vier Schultertasten klicken klar und knackig – im Feedback qualifizieren sie sich als klares Upgrade(!) zu Microsofts Referenzprodukt. Das Gewicht schlägt in die gleiche Kerbe. Der Unterschied zu anderen Pads fällt erheblich aus und liegt in einem Bereich, der sehr komfortabel ist. Beides macht einen ziemlichen Unterhaltungsfaktor beim Bedienen aus. Ja, die Klicks sind hörbar, aber auch deutlich – ein Zack-Zack-Boom mit den Schultertasten.
Durchgehend halten kann der Controller den Eindruck nicht, akustisch etwa, denn die Schultertasten klicken gut hörbar. Leise ist das Pad nicht, zumindest nicht mehr dezent. Das Geräuschniveau stört zwar noch nicht, der Controller zeigt im Ohr aber durchaus eine gewisse Präsenz, während andere Produkte beim Spielen unauffällig in den Hintergrund treten. Es ist, wenn man leise mag, noch okay, aber etwas, das vom ersten Klick an auffällt.
Das darf besser werden
Ganz ausbalanciert scheint der 2C aber nicht und das liegt ausgerechnet an einer bereits optimierten Stelle. Das bereits überarbeitete „clicky“ Steuerkreuz könnte deutlicher klicken. Betätigungen werden unscharf rückgemeldet, Klicks wirken verwaschen oder gedämpft, in seltenen Fällen waren sie schwer wahrnehmbar. Weg von Trockenübungen und im Spiel betätigt fällt das weniger ins Gewicht, die vier Richtungen lassen sich ordentlich genug treffen. Bei diagonaler Betätigung vergrößert sich der Abstand, sie fallen dem 2C schwerer. Ein Referenz-Pad präsentiert sich insgesamt homogener, wenn auch in der Spitze nicht auf dem gleichen Niveau.
Anfreunden muss man sich auch mit den Menütasten. 8BitDo nutzt Taster mit sehr kurzem Hub, die festeren Druck verlangen. Die Abdeckung der Menütasten schafft es jedoch nur auf einen Millimeter Höhe; zusammen mit der kleinen Oberfläche reduziert sich der Bedienkomfort etwas. Ein positives Detail: Plus- und Minus-Taste führt der Hersteller extrem flach aus. Dass sie daher nicht ganz so einfach zu betätigen sind, ist sinnvolles Design, da sie nur der Konfiguration des Controllers dienen – und das möchte man nicht versehentlich tun.
Ob das auch für die Mischung von Feedback-Arten so ist, sei dahingestellt. Anders als teurere Controller geben alle Tasten-Gruppen unterschiedliche Rückmeldungen. Sie ähneln sich lediglich, aber nur in gröberer Näherung. Die beste Nachricht daran: Nichts davon ist ein fundamentaler Fehltritt oder ein absolut grottiger Bereich, der große Kompromisse aufzwingt. Es ist vielmehr ein Jammern auf hohem Niveau und sicherlich auch entkoppelt vom Preis.
Fazit
Halber Preis, doppelte Qualität suggeriert das Datenblatt des Ultimate 2C. Das ist eine starke Ansage: Hall-Effekt-Sticks, ein geringeres Gewicht, ein integrierter Akku und Zusatztasten, all das geht über den fast doppelt so teuren Xbox-Controller hinaus. Dennoch: Ganz so klar wie ein Feature-Vergleich die Sache scheinen lässt, wird sie nicht.
Für 30 Euro ist der Ultimate 2C für den PC definitiv ein toller und ohne Einschränkungen nutzbarer „Essentials“-Controller, der sinnvolle Technik mit meist guter Ausführung kombiniert. Es ist alles da, was man normalerweise braucht, gute Sticks und angenehm klickende Front-Buttons überzeugen. Für 30 Euro braucht es keine lange Denkerpose: Das ist ein richtig gutes Gerät, das zufriedenstellt. Von großen Kompromissen zum Sparkurs kann hier kaum eine Rede sein.
Er ist aber auch kein Wunderwerk. Man kocht mit Wasser, der Rest schafft es nicht ganz auf das gleiche Niveau. Das ist letztlich die kleine Lücke, in die das Xbox-Pad noch passt. Es ist, über die Xbox-Kompatibilität hinaus, homogener abgestimmt und durch die Schultertasten insgesamt leiser, und erscheint besser geformt.
Nur: Am PC kostet alleine der Microsoft-Dongle so viel wie das gesamte 8BitDo-Produkt, der Controller selbst fast doppelt so viel. Ist es das wert? Eigentlich nicht. Wer wenig oder nur ab und zu mit dem Pad spielt oder nicht viel Geld ausgeben möchte, bekommt ein wirklich tolles Produkt, Kaufempfehlung, Ende.
Ergonomie entscheidet aber auch über Freud und Leid. Wer richtig viel, besonders lange oder mit großen Händen spielt, ist mit der normalen Xbox-Form vielleicht besser bedient, wenn auch eher nicht mit einem Xbox-Controller. Er ist dann aber auch in der Regel in einer anderen Preisklasse unterwegs und gibt etwas mehr Geld aus.
- Zusatztasten & HE-Sticks
- Geringes Gewicht
- Taktile Bumper-Tasten
- Schwergängige Menütasten
- D-Pad etwas schwammig
ComputerBase hat den Ultimate 2C Wireless für diesen Test auf eigene Kosten im freien Handel erworben.
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AMD Ryzen AI Max+ 400: Das neue Halo-Produkt mit 192 GByte RAM ist offiziell

Zum Start der AMD-Dev-Box „Ryzen AI Halo“ im Juni kündigt der Konzern direkt den Refresh ab Q3 an: 192 GByte RAM halten bei der Max-400-Serie Einzug, womit AMD zuletzt bereits genannte inoffizielle Gerüchte bestätigt. Damit lassen sich dann ab dem dritten Quartal 160 GByte als VRAM festlegen und für AI nutzen.
Im Fokus des heutigen Tages steht eigentlich die neue Entwickler-Plattform direkt von AMD. Da diese aber schon zur CES 2026 enthüllt wurde, geht es eigentlich hier und heute nur noch um den Termin und den Preis: ab Juni für 3.999 US-Dollar.
Inbegriffen ist Strix Halo im Vollausbau und eine 2 TByte große SSD, flankiert von AMD-Software unter Windows oder Linux. Dabei lässt sich AMD inspirieren und führt auch eigene Playbooks ein – das Vorgehen kennt man von Nvidias DGX Spark (Test).
AMD Strix Halo bekommt seinen Refresh
AMDs Produktpalette im Jahr 2026 besteht zum großen Teil aus Refreshes und Rebrands. Aus Ryzen AI Max 300 wird Ryzen AI Max 400 und aus Strix Halo wird Gorgon Halo. Unterschiede zu den Vorgängern sucht man bei allen mit der Lupe. Immerhin wird Gorgon Halo dank eines späteren Erscheinens ab dem dritten Quartal dieses Jahres 50 Prozent mehr Speicher spendiert. Angaben zum Speichertakt gibt es heute noch nicht, von 192 GByte Speicher insgesamt lassen sich dann aber 160 GByte als VRAM deklarieren, erklärt AMD.
Die geplanten Modelle der Familie Ryzen AI Max 400 bringen ansonsten lediglich teilweise 100 MHz mehr Takt für die CPU und GPU mit. Das reicht immerhin, um in Benchmarks ganz oben zu stehen, wenn auch nur mit einem geringen Vorsprung von drei oder vier Prozent. Partner wie Asus, Lenovo und HP sollen entsprechende Systeme ab dem dritten Quartal veröffentlichen, die Dev-Box wechsel ebenfalls zeitnah.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von AMD unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Nur für Menschen: W Social startet am 17. Juni in die Public Beta
Ein soziales Netzwerk ganz ohne Bots und unabhängig von den USA will W Social sein. Die Plattform, die nur als echte Personen verifizierte User erlaubt, startet am 17. Juni in die Beta. Wer mitmachen möchte, kann sich bereits jetzt auf eine Warteliste setzen lassen und einen Usernamen sichern.
W Social ist neben Eurosky eine der europäischen Alternativen zu US-Plattformen wie X. Unabhängig von den USA werden die Daten auf europäischen Servern gehostet und auch für den Betrieb gilt europäisches Recht.
Eine weitere Parallele zu Eurosky ist die technische Basis mit dem Authenticated Transfer Protocol (AT Protocol oder atproto). Der offene Standard wurde vom gemeinnützigen Unternehmen hinter dem Kurznachrichtendienst Bluesky entwickelt. Bluesky selbst will auch eine Alternative zu X sein, wird aber in den USA gehostet.
Über die Website von W Social kann ein Beta-Zugang beantragt werden.
Das macht W Social besonders
Damit Künstliche Intelligenz und Bots keine Chance haben, erlaubt W Social ausschließlich echte Menschen als User. Dafür müssen sich diese aber als solche identifizieren. Das geschieht über die Mobile-App W Identitiy, die für Android wie auch iOS angeboten wird. Mit der App wird ein Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) gescannt und die Verifizierung direkt auf dem eigenen Gerät durchgeführt, so das Versprechen.
Ihre Identitätsdaten werden ausschließlich auf Ihrem eigenen Gerät gespeichert – es sei denn, Sie entscheiden sich dazu, bestimmte Teile davon freizugeben.
Anonym oder mit echtem Namen
Ein verifizierter Anwender kann sich entscheiden, ob er mit seinem echten Namen auf W Social auftreten will oder anonym mit einem beliebigen Nutzernamen bleibt.
Der Zugriff auf das W Social-Konto wird über eine Liste zugelassener Geräte gesteuert. Geht ein Gerät verloren, kann es vom jeweiligen Konto getrennt werden. Für erneuten Zugriff auf das Konto wird dann eine neue Verifizierung auf einem anderen Gerät nötig.
Wer steht hinter W Social?
Hinter der neuen Plattform steht die in Schweden eingetragene Kapitalgesellschaft W Social AB. Gegründet wurde diese von einem Team aus Investoren und Unternehmern. Als CEO fungiert die Mitgründerin Anna Zeiter, die früher als Vizepräsidentin bei eBay tätig war. Zum Beirat zählen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Darunter befinden sich beispielsweise der ehemalige Finanzminister Schwedens wie auch Deutschlands einstiger Vizekanzler Philipp Rösler. Auch Sicherheitsexperten der NATO zählen dazu.
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E-Mail-Client Thunderbird 151: Update verbessert OAuth-Authentifizierung

Neben Firefox 151 hat Mozilla auch Thunderbird 151 veröffentlicht. Die neue Version des quelloffenen E-Mail-Clients erweitert unter anderem die OAuth-Anmeldung um zusätzliche Funktionen. Darüber hinaus beseitigt das Update wie gewohnt diverse Fehler sowie zahlreiche Sicherheitslücken.
Vereinfachte Nutzung von OAuth
So lässt sich in Thunderbird 151 nun bei aktivierter Thundermail-OAuth-Anmeldung das jeweilige Konto künftig automatisch einrichten. Zusätzlich können Anwender die OAuth-Anbieterangaben für EWS-Konten nun auch überschreiben. Bei OAuth handelt es sich um ein modernes, Token-basiertes Authentifizierungsverfahren. Statt das reguläre Passwort direkt zu übertragen, autorisiert der Nutzer bei diesem Thunderbird einmalig über die Website des jeweiligen E-Mail-Anbieters. Der Zugriff erfolgt anschließend über einen sicheren digitalen Schlüssel. Dadurch soll die Sicherheit gesteigert werden, weil das eigentliche E-Mail-Passwort nicht mehr in Thunderbird gespeichert werden muss.
An vielen Stellen Neuerungen und Änderungen
Auch zahlreiche kleinere Anpassungen und Fehlerkorrekturen haben die Entwickler an der Anwendung vorgenommen. So wird der öffentliche OpenPGP-Schlüssel in ausschließlich signierten Nachrichten nun standardmäßig nicht mehr angehängt. Zudem führt Thunderbird ab sofort bei jedem Start wieder eine Anwendungsprüfung durch.
In älteren Versionen konnte Mozilla unter bestimmten Umständen beim Start, bei der Verarbeitung von Nachrichten-Headern oder beim Empfang neuer eingehender Nachrichten abstürzen. Dieses Verhalten soll mit Thunderbird 151 nicht mehr auftreten. Ebenso soll das Abbrechen beim Verfassen eines Newsgroup-Beitrags wieder wie vorgesehen funktionieren.
Außerdem konnten weitergeleitete MIME-E-Mails mit fehlerhaftem Format einen leeren Nachrichtenkörper sowie einen zusätzlichen Anhang enthalten. Zudem blieben Multipart-/Related-Anhänge beim Bearbeiten oder Weiterleiten bislang nicht erhalten. Auch diese Probleme sollen mit der neuen Version behoben worden sein.
Die ausführlichen Release Notes listen zahlreiche weitere Änderungen und Neuerungen auf.
Fast 30 Sicherheitslücken geschlossen
Neben den funktionalen Änderungen haben die Entwickler auch zahlreiche Sicherheitsprobleme behoben. Laut den Security Notes schließt Thunderbird 151 insgesamt 29 Schwachstellen, von denen vier mit einem hohen Risiko eingestuft wurden. Die Sicherheitslücken reichen von möglichen Ausbrüchen aus der Sandbox über fehlerhafte Grenzprüfungen bis hin zu Zugriffen auf bereits freigegebene Speicherbereiche und Integer Overflows. Ein zeitnahes Update auf Thunderbird 151 wird daher dringend empfohlen.
Auch Version mit verlängertem Support erhält Update
Neben dem normalen Thunderbird-Versionszweig hat auch die ESR-Version mit verlängertem Support ein Update erhalten. Wie für diesen Zweig üblich bringt Thunderbird 140.11 keine neuen Funktionen, sondern ausschließlich Fehlerbehebungen mit sich. Im aktuellen Fall beschränken sich diese allerdings ausschließlich auf Sicherheitskorrekturen. Laut den Security Notes wurden dabei 20 Schwachstellen behoben, von denen Mozilla sechs als besonders kritisch einstuft. Auch hier sollte schnellstmöglich aktualisiert werden.
Ab sofort verfügbar
Thunderbird 150 sowie Thunderbird 140.11.0 ESR stehen ab sofort auf der Website von Mozilla zum Download bereit. Weiterhin lässt sich die Aktualisierung über die Update-Funktion im E-Mail-Client selbst anstoßen, wobei die meisten Anwender mittlerweile auch eine Benachrichtigung über die neue Version erhalten haben dürften. Wie gewohnt kann der quelloffene E-Mail-Client auch bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden. Android-Nutzer greifen hingegen wie immer zum Play Store von Google oder zu F-Droid.
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