Premium-Limousine mit KI-Power: Der Xpeng P7+ kommt
Eine neue Limousine schickt sich an, das Feld von hinten aufzurollen. Xpeng bringt den Xpeng P7+ nach Deutschland und stattet ihn mit attraktiver Technik aus. Das neue E-Auto tritt in direkte Konkurrenz zum VW ID.7.
Ein neues E-Auto mischt die Oberklasse auf! Mit dem Xpeng P7+ bringt der chinesische Hersteller eine richtig schicke Fastback-Limousine nach Deutschland – und will damit ganz klar dem VW ID.7 Konkurrenz machen. Das neue E-Auto wurde auf der Brüssel Motor Show 2026 vorgestellt und ist das erste Modell der Marke, das offiziell als „KI-definiertes Fahrzeug“ gilt. Ab April 2026 steht der Stromer bei uns auf der Straße, konfigurieren könnt Ihr ihn aber schon jetzt bequem online.
Schick, schnell, smart: Technik trifft Design
Der P7+ setzt auf sportliche Eleganz und richtig starke Technik. Besonders spannend: Die 800-Volt-Architektur sorgt für ultraschnelles Laden – bis zu 446 kW Ladeleistung sind drin (max. 350 kW in der Basisversion). So ist der Akku in rund 12 Minuten von 10 auf 80 Prozent voll. Je nach Version schafft das Modell bis zu 530 Kilometer Reichweite nach WLTP. Realistisch dürft Ihr aber auf der Autobahn mit etwa 400 bis 450 Kilometern rechnen.
Beim Antrieb habt ihr die Wahl zwischen drei Varianten:
Von 0 auf 100 km/h geht’s – je nach Modell – in 6,9 bis 4,3 Sekunden. Schluss ist bei 200 km/h.
KI im Cockpit und Platz im Kofferraum
Herzstück des neuen P7+ ist der Turing AI Chip von Xpeng. Der sorgt mit seiner Rechenpower für smarte Assistenzsysteme, sicherere Fahrten und ein intelligentes Cockpit-Erlebnis. Auch praktisch: Der Kofferraum fasst 573 Liter, die sich auf bis zu 1.931 Liter erweitern lassen – da passt das ganze Urlaubsgepäck locker rein.
Modern und schlicht: das Cockpit des Xpeng P7+. Bildquelle: Xpeng
Produktion in Europa – für Europa
Ein echtes Plus für uns: Der Xpeng P7+ wird direkt in Europa gebaut – genauer gesagt bei Magna Steyr in Graz. Das bedeutet kürzere Lieferzeiten und einfacheren Service. Xpeng verfolgt mit dem P7+ konsequent seine „Aus Europa für Europa“-Strategie, die mit den Modellen G6 (Fahrbericht) und G9 (Fahrbericht) begonnen hat. Außerdem hat das junge Unternehmen 2025 ein F&E-Zentrum in München eröffnet – weitere neue E-Auto-Modelle sollen bald folgen.
Preis, Ausstattungen und Marktstart
Und was kostet der neue Xpeng P7+? Los geht’s bei 46.600 Euro für die Basisversion mit Heckantrieb und 19-Zoll-Felgen. Wer maximale Power will, greift zum AWD Performance – ab 53.600 Euro inklusive 20-Zoll-Felgen. Eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung (bis 1,5 Tonnen Zugkraft sind garantiert) gibt’s optional für 1.190 Euro. Die ersten Auslieferungen starten im April 2026.
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PlayStation 5 Pro: PSSR 2 („FSR 4“) soll im ersten Quartal erscheinen
Bild: Sony
Sonys AI-Upscaling war erst wenige Monate auf der PlayStation 5 Pro verfügbar, als AMD mit FSR 4 ein deutlich besseres Ergebnis abgeliefert hat. Die damit erzielten Qualitätsfortschritte hatten Sony überrascht, auch für die PlayStation wurde ein Update angekündigt. Neue Gerüchte besagen, dass es noch im 1. Quartal erscheint.
PSSR 2 soll im ersten Quartal PSSR auf der PS5 Pro ersetzen
Dabei handelt es sich um ein Gerücht und nicht um eine offizielle Information von Sony. Notebookcheck ist auf einen Post vom japanischen Leaker Gust_FAN auf der Plattform X aufmerksam geworden, der bereits zuvor korrekte Informationen über die PlayStation 5 verbreitet hat. Demnach ist es also durchaus möglich, dass der Leak den Tatsachen entspricht.
Irgendwann zwischen Januar und März soll PSSR 2 exklusiv für die PlayStation 5 Pro erscheinen. Dass etwas Ähnliches wie FSR 4 auf der PlayStation 5 Pro erscheinen wird, war bereits seit längerer Zeit offiziell, denn Sony selbst hat darüber gesprochen.
„FSR 4“ ohne RDNA 4
Eine komplette Kopie von FSR 4 ist dagegen nicht möglich. Nicht nur, weil Sony ohne größere Verhandlungen ohnehin nicht AMDs Technologie benutzen könnte. Sondern auch, weil FSR 4 beziehungsweise FSR Upscaling AI, so heißt FSR 4 Super Resolution seit dem Redstone-Update (Test) offiziell, das Datenformat FP8 voraussetzt, die PlayStation 5 Pro aber trotz Verbesserungen bezüglich AI-Fertigkeiten gegenüber der originalen PlayStation 5 nur INT8 unterstützt. Das ist genau dieselbe Situation wie bei Desktop-Grafikkarten: RDNA 2 unterstützt keine „AI-Formate“ (PS5 ähnlich) und RDNA 3 unterstützt INT8 (PS5 Pro). FP4 kann dagegen nur RDNA 4.
Ein ähnliches, aber nicht dasselbe Ergebnis wie bei FSR 4
Darum soll es sich bei PSSR 2 um ein ähnliches, aber eben nicht dasselbe Verfahren wie bei FSR 4 handeln – mit einem potenziell schlechteren Endergebnis. Dennoch soll nicht nur die Bildqualität mit PSSR 2 sichtbar gegenüber dem originalen PSSR steigern, darüber hinaus soll auch die Performance besser sein. Das ist durchaus möglich, denn PSSR kostet eine ordentliche Portion Leistung, was sich sicherlich verbessern lässt. Der Leak spricht gerade von Verbesserungen in Spielen, die bei 70 bis 80 FPS „festhängen“. Das ist jedoch auffallend spezifisch, theoretisch sollen alle Spiele davon profitieren.
Sony selbst hat bereits gesagt, dass sich PSSR 2 nicht so einfach auf PSSR-Spiele umsetzen lässt, hier müssen die Entwickler selbst ran und die neue Technik integrieren. Damit unterscheidet sich PSSR 2 von FSR 4, wo AMD in der Vergangenheit Vorbereitungen getroffen hat, sodass sich Spiele mit mindestens FSR 3.1 mittels Treiber-Schalter auf FSR 4 umwandeln lassen. Die Integration von PSSR 2 soll aber einfacher sein als bei PSSR, Sony will laut Leak auch neue Debugging-Tools mitliefern.
Kommt FSR 4 für RDNA 3 noch?
Dass AMD mit Sony ein besseres Upscaling auf RDNA-3-Grafik möglich macht, nährt abermals Hoffnungen, dass es „FSR 4“ auch noch für RDNA-3-Grafikkarten und iGPUs geben wird. Die Tatsache, dass diese Architektur auch in brandaktuellen Systemen noch zum Einsatz kommt (z.B. ROG Xbox Ally X (Test), bald Valve Steam Machine 2.0), wird als weiterer Anlass gesehen.
Parkscheibe richtig eingestellt? Selbst dann drohen 40 Euro Strafe
Auch wenn die Parkscheibe ordnungsgemäß eingestellt wurde, können dennoch Bußgelder in Höhe von 20 und 40 Euro fällig werden. Schuld daran ist nicht etwa ein Fehlverhalten des Fahrers, sondern einfach eine falsche Parkscheibe.
Was eine Parkscheibe ist, dürfte allgemein bekannt sein – ebenso ihr grundlegender Zweck. Im Normalfall genügt es, die Uhrzeit auf die nächste halbe Stunde nach der Ankunft einzustellen, um den Vorschriften zu entsprechen. Eigentlich eine simple Angelegenheit. Dennoch kann selbst bei korrekter Handhabung ein Verwarnungsgeld drohen. Das passiert immer dann, wenn die verwendete Parkscheibe nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht.
Parkscheiben: So und nur so
Wer im Internet nach Parkscheiben sucht, stößt schnell auf eine enorme Auswahl an Designs, Farben und Formen. Zwar sind blau-weiße Modelle am weitesten verbreitet, doch auch Varianten in anderen Farbtönen werden angeboten. Genau darin liegt jedoch das Problem: Nach Auffassung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) kann allein die falsche Optik ein Bußgeld nach sich ziehen. Dabei ist vielen Autofahrern nicht bewusst, dass Aussehen und Maße der Parkscheibe eindeutig vorgeschrieben sind.
Die verbindlichen Vorgaben sind in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) festgehalten, genauer gesagt in der Anlage 3 zur StVO. Dort zeigt Abbildung 11 eine Parkscheibe in Blau und Weiß mit einer Höhe von 150 Millimetern sowie einer Breite von 110 Millimetern. Abweichungen von diesen Maßen oder Farben machen das Hilfsmittel rechtlich unzulässig.
Darüber hinaus schreibt der Bußgeldkatalog, dass die Anzeige ausschließlich volle und halbe Stunden zeigen darf. Auch Schrift und Ziffern müssen der Norm DIN 1415 entsprechen. Ob die Parkscheibe aus Kunststoff oder Pappe besteht, spielt hingegen keine Rolle. Gleiches gilt für zusätzliche Funktionen wie einen integrierten Eiskratzer.
In der Praxis kann das Verwarnungsgeld variieren. Die Strafen beginnen bei 20 Euro für bis zu 30 Minuten und erhöhen sich schrittweise auf bis zu 40 Euro bei einer Parkdauer von mehr als drei Stunden.
Ist eine digitale Parkscheibe zulässig?
Elektronische Parkscheiben (wie diese für rund 20 Euro) bilden in Deutschland eine erlaubte Ausnahme von den klassischen Regelungen. Allerdings unterliegen auch sie klar definierten Anforderungen. So muss sich die digitale Anzeige beim Abstellen des Fahrzeugs automatisch auf die nächste halbe Stunde einstellen. Wichtig dabei: Die angezeigte Zeit darf anschließend nicht weiterlaufen oder sich verändern.
Zusätzlich sind weitere Details vorgeschrieben. Auf der Vorderseite muss das blau-weiße Verkehrszeichen für Parken (Zeichen 314) zu sehen sein. Oberhalb des Displays hat der Hinweis „Ankunftszeit“ zu stehen. Außerdem ist eine 24-Stunden-Anzeige Pflicht, wobei die Ziffernhöhe mehr als zwei Zentimeter betragen muss. Nur wenn all diese Kriterien erfüllt sind, ist die elektronische Parkscheibe im Straßenverkehr zulässig.
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Nach dem „Anti-Melt-Kabel“ von Cybenetics (Test), einem potenziell günstigen Produkt, steht mit dem Thermal Grizzly WireView Pro II das nächste Werkzeug im Test, das Grafikkarten für stolze 120 Euro vor Schäden am 12V-2×6-Stromstecker schützen soll. Wie das in der Praxis funktioniert, klärt der Test.
Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
Der 12V-2×6-Stromstecker sorgt immer wieder für Schäden an Grafikkarten. Vor allem die teuren Modelle mit gleichzeitig sehr hoher Leistungsaufnahme wie GeForce RTX 5090 und GeForce RTX 4090 sind davon betroffen. Ganz gleich welche Grafikkarte im Rechner steckt, welches Netzteil verbaut ist, welches Kabel als Verbindung genutzt wird und wie fest das Kabel in den Stecker gedrückt wird: Die 12V-2×6-Verbindung kann unbemerkt kritisch werden. Und kritisch bedeutet dann leider oft schmorende Stecker, beschädigte Grafikkarten und je nachdem auch ein beschädigtes Netzteil.
Das in dieser Woche bereits getestete Anti-Melt-Kabel von Cybenetics (Test) ist ein sehr guter, breit kompatibler und potenziell recht kostengünstiger Schutz vor Schäden an der eigenen Hardware. Doch ob es jemals in den Verkauf gehen wird, ist aktuell noch unklar.
Einen Schritt weiter ist dagegen Thermal Grizzly mit dem WireView Pro II. Das Produkt unterscheidet sich zwar deutlich vom Anti-Melt-Kabel und ist mit einem Preis von 120 Euro auch nicht günstig, schützt die Hardware aber genauso effektiv – und bietet noch weitere Funktionen. Die Kehrseite der Medaille: die Kompatibilität ist etwas eingeschränkt.
Die Unterschiede zwischen beiden Produkten fangen bereits beim Formfaktor an. Denn das WireView Pro II ist kein einfaches Kabel, sondern eine kleine Elektronik-Box, die auf den 12V-2×6-Stromstecker der Grafikkarte gesetzt wird. Das Netzteilkabel wird ebenso an das Gerät angeschlossen und damit gibt es eine direkte Verbindung.
Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
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Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
Viel Luxus mit Display, aber nicht immer kompatibel
Die Bauweise der Thermal-Grizzly-Lösung hat ihre Vor- und Nachteile. Ein Problem zum Beispiel ist, dass das Gerät nicht mit jeder Grafikkarte kompatibel ist. Ist der Stromstecker zu tief oder schräg auf dem PCB platziert, kollidiert das Gehäuse des WireView Pro II mit der Grafikkarte. Nvidias Founders Edition der RTX-5000-Modelle sind also nicht kompatibel. Dasselbe gilt für weitere 3D-Beschleuniger, vor allem Produkte von Asus (z.B. ROG Matrix), Gigabyte, MSI und Zotac sind betroffen.
Das klingt nun schlimmer als es ist, die meisten Grafikkarten passen. Aber eben nicht alle, was es vor dem Kauf zu bedenken gilt. Thermal Grizzly bietet eine umfassende Kompatibilitätsliste (PDF) an. Wer seine Grafikkarte nicht auf dieser Liste findet, soll sich vor dem Kauf an den Support wenden.
Auch beim CPU-Kühler muss ein wenig aufgepasst werden. Vor allem sehr große Kühler wie zum Beispiel der Noctua NH-D15 G2 können je nach Grafikkarte beziehungsweise Positionierung des Stromanschlusses den Einbau verhindern. Hier kann es hilfreich sein, einen Blick auf die Abmessungen des WireViews (PDF) zu werfen. Wer seine Grafikkarte dort noch nicht findet, soll den Support kontaktieren.
Darüber hinaus gibt es das WireView Pro II in zwei Konfigurationen beziehungsweise Richtungen: „Normal“ und „Reversed“. Je nach verbauter Richtung des Stromsteckers wird die N-Variante (Sense-Pins Richtung PCB) oder die R-Variante (Sense-Pins Richtung Grafikkarten-Lüfter) benötigt.
Den WireView Pro II gibt es „Normal“ und „Reverse“, je nachdem, wie die eigene Grafikkarte bestückt ist (Bild: Thermal Grizzly)
Mit kleinem Lüfter, der nicht immer läuft
Das sind die Nachteile des Designs des WireView Pro II, aber natürlich gibt es auch Vorteile. So hat das Gerät zum Beispiel einen kleinen Lüfter verbaut. Da die beiden Stromstecker von Grafikkarte und Netzteil auf engem Raum zusammengebaut sind, entsteht schnell eine große Hitze. Der im Durchmesser 30 mm große Lüfter soll die Temperaturen niedrig halten. Es gibt eine Lüftersteuerung, die die Lüftergeschwindigkeit im Bereich von 0 bis 100 Prozent regelt. Ab 51 Grad Celsius, gemessen in beiden Stromverbindungen (In und Out), dreht der Lüfter mit 10 Prozent und in 3-Grad-Schritten wird die Drehzahl dann um weitere 10 Prozent erhöht. 100 Prozent liegen ab 78 Grad an.
Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
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Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
Der Lüfter selbst ist bei jeder Drehzahl hörbar, wobei es zwischen 10 und 100 Prozent akustisch kaum einen Unterschied gibt. Der Geräuschpegel ist niedrig genug, sodass er im Spielebetrieb zumindest bei den meisten Grafikkarten-Modellen untergehen wird. Die gute Nachricht ist zudem, dass er erst bei einer gemessenen Temperatur von 51 Grad Celsius anspringt. Auf dem Windows-Desktop steht er also still, sodass das WireView Pro II dann lautlos ist.
Die Ansicht des Displays lässt sich konfigurieren
Der größte Vorteil der Bauweise des WireView Pro II ist aber ein anderer: Es gibt ein Display. Dieses bietet verschiedene Ansichten, die mittels eines kleinen Knopfes durchgeschaltet werden können. Die Ansichten geben dann verschiedene Informationen aus und bereiten alle Messdaten, die das Gerät bietet, optisch auf. Und das sind durchaus eine ganze Menge.
Die Hauptansicht zeigt gleich sämtliche Daten an, jedoch gehen manche Details verloren. Die aktuelle Leistungsaufnahme über den Stromstecker wird angezeigt, die höchste gemessene Temperatur an beiden Stromsteckern, den Status des Lüfters, die maximal erlaubte Leistungsaufnahme über das Stromkabel zur Grafikkarte und die Stromstärke über alle sechs Stromleitungen des Kabels. Letztere wird aber nur grob als Grafik ohne genauen Zahlenwert angezeigt.
Die zweite Ansicht beschränkt sich dann auf einige wenige Messwerte und hält es eher simpel, dafür aber deutlich übersichtlicher. Die restlichen Ansichten geben dann die Details wieder. Die Stromstärke aller Leitungen mitsamt genauen Messwerten kann protokolliert werden sowie die separaten Temperaturen beider Stromstecker (In und Out). Darüber hinaus können auf dem Bildschirm die Messwerte zweier optional anschließbarer Temperatursensoren dargestellt werden, die im Lieferumfang enthalten sind.
Die Display-Informationen des Thermal Grizzly WireView Pro II
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Die Display-Informationen des Thermal Grizzly WireView Pro II
Das Display selbst nutzt ein TFT-IPS-Panel und ist im Praxis-Einsatz gut ablesbar. Auch durch eine geschlossene Glas-Seitentür ist das Display gut zu entziffern. Die Helligkeit kann konfiguriert werden, genau zehn Helligkeitsstufen stehen zur Verfügung. Die höchste Stufe lässt auch den Betrieb bei Tageslicht problemlos zu. Was leider nicht geht, ist das Display völlig abzuschalten, es bleibt durchweg aktiv. Das kann unter Umständen stören, hier sollte Thermal Grizzly in Zukunft auch ein vollständiges Abschalten erlauben. Dies könnte vermutlich problemlos durch ein Firmware-Update ermöglicht werden. Das kann grundsätzlich über einen USB-Type-C-Anschluss durchgeführt werden und Update sind per se auch geplant.
Vielfältige Konfiguration per Display
Das Display erlaubt nicht nur die optische Darstellung sämtlicher Messdaten, auch die Optionen können darüber eingestellt werden. Und davon gibt es eine ganze Menge. Es können verschiedene Skalierungsstufen der Displaydarstellung gewählt werden. Sich maximal 10 Ampere darstellen zu lassen, ergibt zwar auf einer GeForce RTX 5090 Sinn, auf einer GeForce RTX 5070 aber kaum.
Nicht nur die optische Darstellung des Displays kann konfiguriert werden, sondern auch die Limits für die Schutzfunktionen: Ab welcher Stromstärke, Temperatur und Leistungsaufnahme gewarnt wird, ist konfigurierbar. Dasselbe gilt auch für eine manuell gesetzte Lüfterdrehzahl und nach wie vielen Sekunden Überschreitung der gesetzten Parameter Warnungen ausgegeben werden sollen. Genaue Details der Einstellmöglichkeiten finden sich in der folgenden Liste.
Die Einstellmöglichkeiten des WireView Pro II
Display-Skalierung mit 5 A, 10 A (Standard), 15 A, 20 A
Display-Leistungsaufnahme mit 300 Watt und 600 Watt (Standard)
Display-Temperaturquelle: Kabel-Eingang, Kabel-Ausgang, Extern 1 oder Extern 2
Lüftersteuerung: Auto (Standard), 0 bis 100 %
Stromstärke Limit pro Pin: 0,5 A bis 20 A, 10 A (Standard)
Total-Leistungsaufnahme Limit: 50 bis 1.550 Watt, 600 Watt (Standard)
Temperatur-Limit: 5 bis 125°C, 80°C (Standard)
Wartezeit Auto-Shutdown: 1 bis 250 Sekunden, 10 Sekunden (Standard)
Shutdown-Verhalten: lang oder kurz gedrückte Power-Taste
Display-Rotation: 0 oder 180°
Display-Helligkeit: 10 bis 100 %
Die Software zeigt Potenzial – ist aber noch nicht fertig
Der USB-Type-C-Anschluss beim WireView Pro II ist nicht nur für Firmware-Updates gedacht, darüber hinaus arbeitet Thermal Grizzly auch an einer Windows-Software. Die Betonung liegt dabei aber auf „arbeitet noch“, denn sie ist noch nicht fertig und macht auch noch Probleme. Sie ist aktuell noch nicht für den dauernden Einsatz geeignet, zeigt aber, in welche Richtung die Entwicklung läuft – und diese ist positiv.
Die Software kann schlussendlich dasselbe wie das Display des Gerätes, ist nur viel übersichtlicher und es muss nicht für jede Information auf den WireView Pro II geblickt werden. Auch hier gibt es eine Übersichtsseite, konfigurierbare Detailseiten und es lässt sich einstellen, mit welcher Geschwindigkeit protokolliert werden soll. Darüber hinaus lässt sich das WireView Pro II mitsamt sämtlicher Limits und Warnungen auch über das Tool konfigurieren.
Die unfertige Beta-Software des Thermal Grizzly WireView Pro II
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Die unfertige Beta-Software des Thermal Grizzly WireView Pro II
Protokollierung und Einstellmöglichkeiten wissen zu gefallen, die Software selbst wird aber noch ein paar Wochen oder Monate benötigen. So einiges funktioniert noch nicht richtig, angefangen von der Skalierung der Grafiken über eine Log-Funktion, die noch nicht funktioniert und eine andauernde GPU-Last von 10 bis 20 Prozent. Mehr als kurz ausprobieren, was es in Zukunft geben wird, ist das aktuell noch nicht. Immerhin, funktional geht einem außer der Log-Funktion der Daten nichts verloren. Mit dem Tool wird die Überwachung aber deutlich komfortabler werden.
Zusatzgarantie inklusive
Das WireView Pro II bietet mehr als nur die Überwachung der Grafikkarte. Denn Thermal Grizzly gewährt auch eine erweiterte Garantie: Falls WireView Pro II genutzt wird und die Grafikkarte dennoch einen Schaden am Stromstecker bekommt, kommt Thermal Grizzly für eine kostenlose Reparatur des Stromsteckers auf oder übernimmt notfalls den kompletten Austausch der Grafikkarte – was natürlich den Preis des Produktes nach oben treibt.
Aber Vorsicht: Dafür ist es notwendig, dass sämtliche Überwachungsparameter des Tools sowie Schutzfunktionen auf den Standard-Werten gelassen werden. Das Tool speichert diese Funktionen und Werte intern (auch ohne funktionierende Software-Log-Funktion) einmal pro Minute auf einem kleinen Speicher ab und wenn Thermal Grizzly bei einem Schadensfall erkennt, dass die Standardwerte gesetzt gewesen sind, gilt die Garantie.
Die Garantie gilt unabhängig von der Grafikkarten-Garantie für zwei Jahre nach dem ersten Einsatz des WireView Pro II. Genaue Details zu den Garantiebedingungen (PDF) finden sich bei Thermal Grizzly.
Das WireView Pro II in der Praxis
Im Praxiseinsatz zeigt sich das WireView Pro II von seiner einfachen Seite. Einfach das Netzteilkabel mit dem Gerät verbinden, dann das WireView Pro II auf die Grafikkarte setzen, fertig.
Die Installation
Einzig die Reihenfolge ist zu beachten, denn wer diese verdreht, übt auf den ohnehin empfindlichen Grafikkarten-Stromstecker einen seitlichen Druck aus, der potenziell zu Schäden führen kann. Erwähnenswert ist zudem, dass das WireView ziemlich fest auf den Grafikkarten-Stecker gedrückt werden muss. Hier ist es also wichtig, gerade auf das Gerät zu drücken, um laterale Lasten zu vermeiden. Alle weiteren Nutzerinteraktionen sind nur optional für einen guten Schutz, aber nicht notwendig.
Das Gerät ist dabei primär für eine GeForce RTX 5090 konfiguriert, sowohl was das Display als auch was die Schutzfunktionen angeht. Letztere können für andere Grafikkarten gleich gelassen werden – die maximalen Lasten für den Stecker sind bei diesen ja genauso hoch. Doch ist es sinnvoll, die optischen Einstellungen auf dem Display zu ändern. 10 Ampere sollten auf einer normal funktionierenden GeForce RTX 5070 zum Beispiel nie erreicht werden, auch wenn sie auf einer RTX 5090 normal sind. Mit einer sinnvolleren Skalierung lassen sich die Informationen dann besser ablesen.
Optional per Software auslesbar
Ebenso optional ist der Anschluss des USB-Type-C-Kabels. Dieses wird für Firmware-Updates und für die später finale Software benötigt, ist für den normalen Betrieb aber nicht notwendig. Auch die zwei im Lieferumfang enthaltenen Temperatursensoren sind optional. In dieselbe Kategorie gehört ein weiteres Kabel, das mit dem Power-Pin des Mainboards verbunden wird. Dieses wird benötigt, damit das WireView Pro II im Notfall den Rechner herunterfahren kann. Die Funktion ist natürlich praktisch, aber kein Must-Have. Denn die Warnungen gibt das WireView Pro II auch ohne diese aus. Es muss dann nur entsprechend schnell auch mit dem sofortigem Beenden der Lastphase und am besten dem sofortigen Abschalten des PCs manuell reagiert werden.
Im Notfall: Alarm und Notabschaltung
Im Notfall reagiert das WireView Pro II folgendermaßen: Wird eine durchgängige Überschreitung der maximal festgelegten Stromstärke oder Temperatur festgestellt, wird nach 14 Sekunden (der Wert lässt sich nicht abändern) ein piepender Alarm über einen auf dem Gerät verbauten Buzzer ausgegeben. Dieser ist sehr gut zu hören und auch unter einem Headset problemlos zu bemerken. Zugleich wird auch eine Warnmeldung auf dem Display ausgegeben.
Wer das WireView Pro II nicht mit dem Power-Pin auf dem Mainboard verbunden hat, muss nun selbst tätig werden und sollte schnellstmöglich die GPU-Last beenden und am besten zugleich den Rechner herunterfahren. Gibt es dagegen eine direkte Verbindung, dauert es zwölf Sekunden (bei eingestellten zehn Sekunden) bis das WireView Pro II selbstständig den Rechner ausschaltet. Wer will, kann optional auch konfigurieren, dass der Rechner nicht einfach ausgeschaltet wird (wie bei einem dauerhaft gedrückten Power-Schalter), sondern dass der Rechner normal herunterfährt (wie bei einem einmal gedrückten Power-Knopf). Windows muss dann aber entsprechend konfiguriert sein, sonst bleibt die Aktion ohne Reaktion.
Was das Tool auch kann, ist eine Warnung auszugeben, wenn die Stromstärke zweier Pins zu sehr voneinander abweicht. Zum Beispiel, wenn fünf Pins mit 9 Ampere arbeiten, der sechste aber nur mit 7 Ampere. Dann wird eine Warnung auf dem Display ausgegeben, die mittels des Schalters am WireView Pro II weggedrückt werden kann. Und auch sonst passiert nichts. Denn solange die generellen Stromstärke- oder Temperaturlimits nicht überschritten werden, ist so ein Ungleichgewicht nicht gefährlich, weswegen ein Warnton oder gar das Herunterfahren des Systems unnötig ist.
Aber so fällt eventuell schon früher auf, dass etwas mit dem Kabel oder dem Stecker nicht ganz korrekt ist. In dem Fall ist es ratsam, die Verbindungen noch einmal zu kontrollieren und alles erneut festzudrücken. Bleibt das Verhalten dann bestehen, ist kein sofortiger Ersatz nötig. Aber es sollte ein Auge drauf geworfen werden. Denn auch wenn es kein kritisches Problem gibt, gibt es durchaus ein Problem. Eines, das mit der Zeit schlimmer und dann zu einem kritischen Problem werden kann.
Zu starke Abweichungen sorgen für einen Hinweis
Fazit
Das Thermal Grizzly WireView Pro II ist die „Luxus-Variante“ zum Schutz der Grafikkarte vor Defekten am 12V-2×6-Stromstecker respektive -Kabelstrang.
Es gibt ein konfigurierbares Display, einen Lüfter, optionale zusätzliche Temperatursensoren, eine Software mit Konfigurations- und Protokollfunktion (nicht fertiggestellt) und die Möglichkeit, den Rechner bei Problemen automatisch ganz herunterzufahren. Und kommt es trotz des Einsatzes des WireView Pro II im Werkszustand zu einem Problem mit dem 12V-2×6-Stecker, übernimmt Thermal Grizzly im Rahmen einer Zusatzgarantie kostenlos die Reparatur oder, wenn nötig, den Ersatz (Details).
Das Thermal Grizzly WireView Pro II im Test
Das Gesamtpaket hat mit 120 Euro allerdings auch seinen Preis und im Vergleich zum „Anti-Melt-Kabel“ von Cybenetics (Test) büßt es auch Kompatibilität ein. Und natürlich ist es auch Geschmackssache, ob die eigene Grafikkarte dauerhaft damit bestückt sein soll.
Auf der Habenseite bekommt der Käufer eine Menge geboten und das Tool weiß, wenn es denn passt, in der Praxis zu überzeugen. Die Informationen sind vielfältig und auf dem Display einzusehen. Thermal Grizzly sollte aber auch schnellstmöglich die Software fertigstellen, damit der Blick auf das Display gar nicht erst notwendig ist.
Die Schutzfunktion hat sowohl bezüglich der akustischen Warnung als auch der Notabschaltung des PCs gut funktioniert. Der Ton ist prägnant, auch unter Kopfhörern fällt er sofort auf. Das Abschalten des PCs hat bei mehrmaligen Tests immer erfolgreich funktioniert, einzig die im Tool eingestellte Reaktionszeit wird nicht ganz eingehalten – aus 10 Sekunden werden so 12 Sekunden.
Nicht ganz optimal ist der kleine Lüfter, der bei einem neuen Produkt zwar nicht stört, aber abzuwarten bleibt, ob sich der Geräuschpegel nach Monaten der Nutzung ändert. Doch das wird sich erst zeigen müssen. Darüber hinaus wäre es schön, wenn sich das Display gänzlich abschalten lassen würde.
Vor dem Kauf muss zudem zwingend die Kompatibilitätsfrage geklärt werden: Es gibt WireView Pro II zwar in zwei Varianten für normal und um 180 Grad gedreht aufgelötete 12V-2×6-Buchsen, auf die gewinkelten Anschlüsse der aktuellen Founders Editions oder auf Buchsen, die vom Kühler deutlich überragt werden, passt WireView Pro II hingegen nicht.
Den WireView Pro II gibt es „Normal“ und „Reverse“, je nachdem, wie die eigene Grafikkarte bestückt ist (Bild: Thermal Grizzly)
Braucht es all die Features, das Display und auch die Garantie von Thermal Grizzly unbedingt für den sicheren Betrieb einer Grafikkarte mit dem 12V-2×6-Stecker? Sicherlich nicht, die Schutzfunktionen des Anti-Melt-Kabels (Test) sind genauso gut. Jedoch wird es letzteres im Handel vielleicht nie geben, das Grizzly WireView Pro II ist dagegen mit etwas Lieferzeit verfügbar – Vorbesteller der ersten Charge haben ihr Produkt dieser Tage bereits erhalten.
ComputerBase hat den WireView Pro II leihweise von Thermal Grizzly zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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