Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Powerbank im Test – Testsieger Anker für 24 Euro
Powerbanks gibt es von 10 bis 200 W und 5000 bis 27.000 mAh. Wir haben über 30 Modelle getestet und zeigen die besten Geräte aller Preisklassen.
Akkus in Handys halten, egal wie groß, nie lang genug. Eine praktische Lösung für mehr Akkulaufzeit unterwegs sind deshalb Powerbanks. Die mobilen Ladestationen, meist selbst nicht mehr als eine dicke Batterie, haben es sogar zu einer musikalischen Liebeserklärung der Band Deichkind geschafft, die im Song Powerbank „dieses Ding mehr als ihr Girlfriend“ lieben.
Im Jahr 2026 ist eine Powerbank aber nicht mehr nur der Retter eines Smartphones in der Not, sondern deutlich vielseitiger. Von günstig bis richtig stark ist alles dabei. Wir zeigen, welche Powerbanks über alle Preisbereiche hinweg die besten sind.
Welche ist die beste Powerbank?
Kapazität und Ausgangsspannung
Die wichtigste Kenngröße der Powerbank ist wahrscheinlich: „Wie groß ist sie?“ Das bezieht sich auf zwei Punkte, die Kapazität sowie die eigentliche Größe der mobilen Batterie. Beides hängt zusammen. Je mehr Kapazität, desto mehr – oder größere – Zellen gibt es, womit die Powerbank „größer“ wird. Natürlich gibt es auch kompaktere Varianten, irgendwann stößt man aber an physikalische Grenzen.
Die Kapazität geben Hersteller meistens in Milliamperestunden (mAh) an, einfach, weil 10.000 mAh deutlich eindrucksvoller aussehen als 10 Amperestunden (Ah). Bei Handy-Akkus ist es ebenso, insofern ist das kein großes Problem. Wer eine besonders handliche Powerbank haben will, dem reichen auch Kapazitäten unter 5000 mAh. Die Modelle sind deutlich kompakter und leichter als Powerbanks über 10.000 mAh. Allerdings schafft man damit je nach Akkugröße des Handys maximal einen Ladevorgang oder weniger.
Bei der Kapazität ist zudem zu beachten, dass es für die Mitnahme im Flugzeug Auflagen gibt. So dürfen Powerbanks im Handgepäck eine maximale Kapazität von 100 Wattstunden haben. Überwiegend wird die Kapazität nur plakativ in Milliamperestunden (mAh) angegeben und nicht in Wattstunden (Wh). Mehr zu der Problematik erklärt der Artikel der Kollegen von heise tipps+tricks.
Neben der Kapazität ist die Ausgangsleistung (angegeben in Watt) an den einzelnen Anschlüssen wichtig. Dabei sollte man etwas aufpassen, gerade bei günstigen Produkten schaffen die Ports die Nennleistung nicht jeweils, sondern nur gemeinsam. Je geringer die Leistung, desto länger dauert das Laden. Sind die Geräte besonders stromhungrig, kann es vorkommen, dass sie gar nicht laden. Das betrifft vorwiegend Notebooks oder Tablets, die eine höhere Ladeleistung benötigen; bei Laptops sind es meist 90 oder 100 Watt. Die Leistung in Watt ergibt sich aus der Spannung (Volt; kurz: V) multipliziert mit der Stromstärke (Ampere; kurz: A).
Unser Tipp: Für Smartphones sollte man Geräte mit mindestens 18 Watt pro Port nehmen. Wer Notebooks laden möchte, sollte prüfen, wie viel Ladeleistung der Computer benötigt.
Anschlüsse: USB-C, Micro-USB oder USB-A?
Welcher USB-Anschluss am wichtigsten ist, hängt davon ab, welche Geräte man anschließen möchte. Mittlerweile nutzen die allermeisten Geräte einen USB-C-Anschluss, es gibt aber auch für USB-A-Einsatzzwecke – je nachdem, welche Kabel man hat. Gerade wenn man neben einem Android-Handy mit USB-C auch ein iPhone mit Lightning-Anschluss verwenden will.
Der Micro-USB-Anschluss spielt inzwischen eine untergeordnete Rolle; wenn er vorhanden ist, dient er vorwiegend nur zum Laden der Powerbank. USB-C ist hier die bessere Lösung, da der Standard mittlerweile auch von der EU vorgeschrieben ist. Er ist universell und selbst Laptops nutzen immer mehr diesen Port.
Schneller Laden mit Quick Charge oder USB-PD?
Neben den kleinen und günstigen Powerbanks gibt es inzwischen auch deutlich größere, die nicht nur viel Kapazität, sondern auch viel Leistung haben. Manche Modelle geben über 100 Watt aus und eignen sich damit auch für den Betrieb von Laptops. Denn diese benötigen häufig 90 Watt oder mehr, wie unser Lenovo Yoga Pro 7 2023. Aber auch für den Einsatz von mobilen Lötkolben benötigt man einiges an Leistung, eine Steckdose aber nicht zwingend. Hier kann ebenfalls eine Powerbank mit viel Leistung zum Einsatz kommen.
Höherwertige Powerbanks unterstützen neben den normalen Ladevorgängen oft Techniken wie Qualcomm Quick Charge und USB Power Delivery (USB-PD). Beide Techniken müssen von Powerbank und Verbraucher unterstützt werden. Wenn nicht, dann fällt die Powerbank auf den normalen Lademodus per USB zurück.
Quick Charge ist eine Technik von Qualcomm, die Akkus der Smartphones und Tablets mit passendem Chipsatz schneller wieder aufladen möchte. In kurzer Zeit gelangt möglichst viel Energie in den Smartphone-Akku. Sprich, wer sein Handy 10 bis 15 Minuten anschließt, sollte danach für ein paar Stunden Saft haben. Aktuell ist die Version Quick Charge 4.0, sie stammt von 2017. Version 5 ist angekündigt, die meisten Powerbanks verwenden aber ohnehin nur Version 3.0 von 2015. In unserem Test lud eine entsprechende Powerbank mit QC 3.0 den Akku eines Smartphones in 35 Minuten von 0 auf 80 Prozent. Quick Charge 2.0 benötigte damals 70 Minuten. Die einzelnen Versionen sind abwärtskompatibel.
USB Power Delivery (USB-PD) ist besonders spannend. Das Protokoll kann die Spannung zwischen 5 Volt und bis zu 20 Volt regeln, bei bis zu 5 Ampere kommt man so auf eine Ladeleistung von strammen 100 Watt. Damit kann man nicht nur Smartphones laden, sondern auch Notebooks. USB-PD ist außerdem stark genug, um Endgeräte zu betreiben und oft Teil von USB-C-Hubs (Bestenliste). Vorsicht ist dann aber bei der Auswahl des Ladekabels geboten. Dieses benötigt einen speziellen Chip, der Powerbank und Verbraucher miteinander kommunizieren lässt. Unser Tipp: Einfach ein Thunderbolt-3-Kabel oder besser nutzen, dort gehört USB-PD fest zur Spezifikation. Mehr dazu erklären wir im Artikel 10 Ladekabel mit USB-C bis 100 Watt im Test: Gute Kabel kosten unter 10 Euro.
Empfehlung: Wer ein Smartphone mit Quick Charge hat, sollte in jedem Fall auf die passende Funktion in der Powerbank achten. Das Feature hilft meist auch beim Laden der Powerbank, sodass der externe Akku zügig wieder voll ist. USB-PD ist dann hilfreich, wenn man neben Smartphones auch Laptops laden möchte – dank USB-C ist das ja inzwischen problemlos möglich. Natürlich sollte auch das Netzteil PD wieder aufladen können. Entsprechend flotte Ladegeräte zeigen wir in der Top 10: USB-C-Ladegeräte ab 65 Watt für Tablet & Laptop.
Testverfahren: So testen wir Powerbanks
Zur Ermittlung der nutzbaren Kapazität verwenden wir das Messgerät F-nirsi FNB58, das uns Banggood zur Verfügung gestellt hat, und hängen es zwischen Powerbank und unsere elektronische Last. An dieser können wir wiederum präzise die zu entnehmende Leistung einstellen und damit etwa den Überlastschutz testen.
Für die Ermittlung der Effizienz, also der tatsächlich nutzbaren Kapazität, laden wir die Powerbank zunächst vollständig, um sie danach einmal gänzlich zu entleeren. Das Messgerät trackt dabei, wie viel Wh wir herausbekommen haben. Weiterhin können wir die Betriebsdaten über das integrierte LCD auslesen. Weiterhin sieht man, auf welche Schnellladetechnik sich die Geräte geeinigt haben – und über den integrierten PD-Listener, welche Ladestufen (5 V, 9 V etc.) und ob PPS angeboten wird.
Seinen eigenen Energiebedarf stillt das Messgerät über das angeschlossene USB-C-Kabel. Eine Dokumentation gibt es nicht.
Wireless Charging: Nützliche Spielerei
Bei Powerbanks ist der allerdings eingeschränkt. Qi ist alles andere als effizient. Die meisten Powerbanks liefern zudem nicht mehr als 5 Watt, Funktionen wie Quick Charge gibt es kabellos, aber nicht herstellerübergreifend. Dafür ist das Feature mittlerweile selbst in günstigen mobilen Akkus enthalten. Das belegt unser Artikel Induktive Energieübertragung: Qi-Powerbanks ab 10 Euro im Vergleich.
Wir finden: Für Smartphones ist Qi in der Powerbank ein nettes Feature, wenn das Handy den Standard unterstützt. Wenn möglich, sollte man aber per Kabel laden – das ist effizienter und schneller.
Kompakte Powerbanks: Klein muss nicht schlecht sein
Die meisten gezeigten Powerbanks sind ziemlich groß. Das macht sie unpraktisch für Hosen- oder Handtaschen. Kleine, mobile Geräte müssen nicht schlecht sein, man macht aber häufig Abstriche bei der Kapazität, kann also weniger aufladen.
Wir raten: Eine kleine Powerbank, die man dabei hat, ist im Zweifel hilfreicher als ein großer externer Akku, der daheim liegt. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Powerbank zwischen 3000 mAh und 5000 mAh liefert und idealerweise gleich mit USB-C kommt. Dann bekommt man bereits für unter 10 Euro kompakte Geräte, wie von Hama, Varta und Xlayer. Alle liegen zwischen 2000 und 5000 mAh und reichen aus, wenn das Handy unterwegs nicht die Grätsche machen soll.
Starthilfe: Auto starten per Powerbank
Winter, Kälte, leere Batterie – kein Problem, wenn man die passende Powerbank hat. Tatsächlich gibt es Modelle, die nicht nur das Handy laden, sondern auch als Starthilfe für das Auto dienen. Im Paket liegt nicht nur ein USB-Kabel, sondern auch spezielle Klammern für die Autobatterie.
Der einzige Haken: Es muss genügend Saft in der Powerbank sein (was sie über eine LED-Anzeige signalisiert). Liegt die Powerbank mit Starthilfe ungenutzt im Kofferraum oder unter dem Sitz, geht der Akku mit der Zeit leider kaputt. Entsprechend sollte man das Gerät idealerweise als Powerbank nutzen und regelmäßig laden.
Unser Tipp: Ganz ehrlich, warum nicht? Die Powerbanks mit Starthilfefunktion sind zwar groß, aber sie haben genügend Kapazität, um Smartphones mehrmals komplett zu laden. Die Kosten sind erträglich.
Notstrom: Powerbanks mit USV-Funktion
Auch die kleinen Powerbank-Akkus gibt es mit Notstromfunktion, die dank geringer Verzögerung schnell von Netzbetrieb auf Inselbetrieb umstellt. Bei Powerstations kannten wir dieses Feature schon länger, doch tatsächlich gibt es auch Powerbanks. Freilich kann man damit im Gegensatz zu den großen Akkus nicht den ganzen Hausstrom kurzzeitig übernehmen oder die Stromzufuhr am PC bei Stromausfall überbrücken. Doch kleinere Geräte, wie ein Router, lassen sich so für eine gewisse Zeit weiter betreiben.
Solarzellen für Powerbanks
Die Idee ist auf den ersten Blick genial: Einfach eine Solarzelle auf die Powerbank und man hat immer Strom. In der Praxis ist man dann aber enttäuscht. Die Solarzellen sind zu klein und nicht wirklich effizient. Gerade auch Solar-Powerbanks mit im Gehäuse integrierten Solarzellen sind reichlich sinnbefreit, hier lädt man kaum etwas nach.
Geräte dieser Art zeigt der Artikel Überall Strom mit Photovoltaik: Solar-Rucksäcke, Powerbanks & mehr. Nach knapp 50 Stunden in der Sonne (also fast einer Woche, abhängig vom Wetter) waren die Geräte zu 100 und zu 75 Prozent voll, wirklich praktikabel ist das aber nicht. Mit Solarzellen kann man das Grundrauschen abfangen und die Powerbanks zumindest etwas laden, aber wirklich voll bekommt man sie nur schwer.
Fazit
Jeder sollte eine Powerbank im Rucksack oder der Tasche dabeihaben. Die Akkus bei Smartphones werden zwar größer, der Stromhunger aber auch. Die nächste Akkurevolution ist gefühlt zwar „immer nur ein paar Jahre“ entfernt, bis dahin helfen Powerbanks, die Lücke bis zur nächsten Steckdose zu überbrücken.
Am besten abgeschnitten hat in unserem Test die Anker Zolo 20k, die nicht nur günstig, sondern auch richtig gut und effizient ist. Im Jahr 2025 waren einzelne Chargen zwar von einem Rückruf betroffen, jetzt ist sie aber wieder für 24 Euro erhältlich. Sie hat nicht die denkbar höchste Kapazität, die höchste Ausgangsleistung oder andere Superlative, war aber im Praxistest herausragend gut. Ein gutes Gesamtpaket zum fairen Preis gibt es auch bei der Ugreen Nexode 12.000 mAh. Zum Preis von 40 Euro liefert sie bereits starke 100 Watt.
Wichtige Features sind die Kapazität und die Leistung pro Port. Es hilft zudem, wenn der Ausgang der Powerbank das gleiche Format hat wie der Eingang am Smartphone – ein Adapter von USB-A auf USB-C bringt unnötige Verluste oder stoppt im Zweifel Features wie Quick Charge oder USB-PD.
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Tech-Konzerne zahlen für Wikipedia-Inhalte
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(mali)
Künstliche Intelligenz
Neue PC-Spiele im Februar 2026: „Resident Evil Requiem“
Im Februar warten unter anderem Highlights wie das Survival-Horrorspiel „Resident Evil Requiem“ darauf, gezockt zu werden. Außerdem erscheinen das Metroidvania „Emberbane“ und der knallbunte FPS „High On Life 2“.
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Hamlet Games
)
Nioh 3
Das Entwicklerstudio „Team Ninja“ schickt am 6. Februar 2026 mit „Nioh 3“ den langersehnten, neusten Teil der beliebten Samurai-Action-RPG-Reihe ins Rennen. „Nioh 3“ wird, genau wie seine Vorgänger, gerne dem „Soulslike“-Genre zugeordnet, hebt sich in dieser (guten) Gesellschaft aber vor allem durch das besondere Setting ab, das sich irgendwo zwischen japanischer Mythologie und düsterer Fantasy-Welt bewegt. Gemeinsam mit anderen Soulsgames hat „Nioh 3“ den anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad, der insbesondere im Kampf gegen die zahlreichen Bosse mit ihren einzigartigen Mustern und Fähigkeiten spürbar ist.
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Trailer zu „Nioh 3“
In „Nioh 3“ erlaubt das Kampfsystem Spielern einen nahtlosen Wechsel zwischen Samurai- und Ninja-Stil, sodass sich die Stärken beider Stile im Kampf kombinieren lassen. Für beide Kampfstile stehen zahlreiche Waffen, darunter Katana, Tonfa, Odachi, Glefe und Eisenklauen, zur Verfügung. „Nioh 3“ spielt im Japan des frühen 17. Jahrhunderts und lässt Spieler die Kontrolle über die Hauptfigur Tokugawa Takechiyo übernehmen, dessen Ernennung zum nächsten Shogun bevorsteht. Dies gefällt Takechiyos jüngerem Bruder, Tokugawa Kunimatsu, überhaupt nicht, was zu einem dramatischen Konflikt zwischen den beiden führt und die Welt in eine finstere Ära stürzt.
Resident Evil Requiem
Am 27. Februar 2026 kehrt die wohl beliebteste Horror-Spielereihe mit „Resident Evil Requiem“ auf den PC und die aktuelle Konsolengeneration zurück. „Resident Evil Requiem“ ist der 9. Hauptteil der „Resident Evil“-Reihe aus dem Hause Capcom und das neueste RE-Spiel von mittlerweile rund 30 Titeln, zu denen auch einige Spin-offs und Remakes gehören. Das Survival-Horrorspiel schickt Spieler in der Rolle zweier Hauptfiguren in die Stadt zurück, die dank des diabolischen Pharma-Riesen Umbrella zum Ursprungsort allen Übels wurde. Die clevere Kriminalanalytikerin Grace Ashcroft und der ikonische DSO-Agent Leon S. Kennedy erleben jeweils ihre ganz eigene Horrorstory in Raccoon City, die nicht nur unterschiedliche Handlungsvarianten, sondern auch verschiedene Gameplay-Stile bietet.
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Trailer zu „Resident Evil Requiem“
Grace hat sich seit dem Tod ihrer Mutter zurückgezogen und widmet sich vollständig ihrer Arbeit. Eines Tages beschließt sie, den mysteriösen Todesumständen in einem Hotel in Racoon City auf den Grund zu gehen. Leon hingegen kehrt während seiner Ermittlungen in einer Reihe von Todesfällen nach RC zurück und hofft, dort Fortschritte machen zu können. „Resident Evil Requiem“ hat wie immer düstere Action, haarsträubende Gruselpassagen, allerlei Rätsel sowie das allseits beliebte Ressourcen- und Inventar-Management im Gepäck. Spieler haben zudem die Möglichkeit, „Resident Evil Requiem“ in der Ego- oder Third-Person-Perspektive zu spielen.
High On Life 2
Mit „High On Life 2“ wird am 13. Februar 2026 die intergalaktische Geschichte aus dem Jahr 2022 fortgesetzt. „High On Life 2“ ist eine Mischung aus hyperaktivem, knallbuntem First-Person-Shooter und humorvollem Action-Adventure, die in einer chaotischen Sci-Fi-Welt stattfindet. Der erste Teil des Spiels war unter anderem auch wegen des außergewöhnlichen Gunplays so beliebt, das sich vor allem durch das außerirdische Design und Tatsache auszeichnet, dass jede Waffe in „High On Life“ lebendig ist. Diese Mechanik hat es auch in den zweiten Teil geschafft und somit auch die prominente Synchronisation der Waffen.
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Trailer zu „High On Life 2“
Lieh im ersten Teil des Spiels noch Justin Roiland (Sprecher von Rick & Morty) der Hauptwaffe seine Stimme, so löst ihn nun unter anderem der britische Schauspieler und Synchronsprecher Ralph Ineson (u.a. Harry Potter, Game of Thrones) ab, der nicht zuletzt für seine tiefe Stimme bekannt ist. „High On Life 2“ setzt die Handlung nach den Ereignissen des ersten Teils fort. Spieler übernehmen erneut die Rolle des Protagonisten, der in „High On Life“ die Menschheit gerettet hat und zu einem berühmten Kopfgeldjäger wurde. In „High On Life 2“ gilt es dem bösen Pharmakonzern abermals die Stirn zu bieten, da dieser es auf Lizzie, die Schwester des Spielercharakters, abgesehen hat.
Diese und weitere PC-Spiele-Neuerscheinungen im Februar haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Tabelle: Alle Neuerscheinungen im Überblick
| Titel | Genre | Plattform | Datum |
| Pax Autocratica | Roguelite-FPS | Windows | 02.02. |
| Tearscape | Soulslike | Windows | 02.02. |
| The 18th Attic | Horror | Windows | 02.02. |
| Norse: Oath of Blood | Runden-Taktik | Windows, PS5, Xbox Series | 03.02. |
| Unemployment Simulator 2018 | Pixel-Art-Survival | Windows, Mac | 03.02. |
| Car Service Together | Simulation | Windows | 04.02. |
| Master of Piece | Roguelite | Windows, Mac | 04.02. |
| Dragon Quest VII Reimagined | JRPG | Windows, PS5, Xbox Series, Switch | 05.02. |
| Menace | CRPG | Windows | 05.02. |
| PUBG: Blindspot | Multiplayer-Shooter | Windows | 05.02. |
| My Hero Academia: All’s Justice | 3D-Fighter | Windows | 06.02. |
| Nioh 3 | Action-RPG | Windows, PS5 | 06.02. |
| Underboard | Roguelike | Windows | 06.02. |
| Mewgenics | Roguelike-Taktik | Windows | 10.02. |
| Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties | Action-Adventure | Windows, PS4, PS5, Xbox Series, Switch | 11.02. |
| Romeo Is A Dead Man | Action-Adventure | Windows, PS5, Xbox Series | 11.02. |
| Disciples: Domination | Strategie-RPG | Windows, Mac, PS5, Xbox Series | 12.02. |
| ChromaGun 2: Dye Hard | SciFi-Rätsel | Windows, Mac, Linux, PS4, Xbox One, Switch | 12.02. |
| RIDE 6 | Rennspiel | Windows, PS5, Xbox Series | 12.02. |
| Reanimal | Horror-Adevnture | Windows, PS5, Xbox Series, Switch | 13.02. |
| High On Life 2 | Action-Adventure | Windows, PS5, Xbox Series | 13.02. |
| Astrobotanica | Survival-Craft | Windows | 16.02. |
| Weeny Wise | Koop-Abenteuer | Windows | 18.02. |
| Star Trek: Voyager – Across the Unknown | Survival-Strategie | Windows | 18.02. |
| Styx: Blades of Greed | Schleich-Abenteuer | Windows, PS5, Xbox Series | 19.02. |
| Dead in Antares | Survival-Management | Windows | 19.02. |
| Emberbane | Metroidvania | Windows, Mac, Linux | 24.02. |
| Fall of an Empire | Globalstrategie | Windows | 26.02. |
| Tales of Berseria Remastered | JRPG | Windows | 27.02. |
| Untamed Kingdom | Survival | Windows | 27.02. |
| Resident Evil Requiem | Survival-Horror | Windows, PS5, Xbox Series | 27.02. |
Die folgende Galerie zeigt die Spiele-Highlights für den PC aus dem Januar 2026:
Bilderstrecke: Die Highlights im Januar
Auch im laufenden Monat stehen noch einige Spielveröffentlichungen aus. Eine Übersicht der Januar-Releases zeigt die folgende Galerie:

indie.io
)
Siehe dazu auch:
(sem)
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c’t 3003: Meine Linux-Probleme als Anfänger
Linux ist schnell, kostenlos, Open Source, aber manchmal leider auch verwirrend — zumindest am Anfang. c’t 3003 zeigt, wie sich erste Einstiegshürden überwinden lassen.
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Transkript des Videos
(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)
Guck mal hier, das bin ich, wie die Stimmen in meinem Kopf immer lauter werden und sagen: „Benutz Linux, Linux ist geil, Linux nervt mich mit Werbung.“ Ok, geil, aber welche der unendlich vielen Linux-Varianten soll ich denn jetzt überhaupt nehmen? Und hä, wie installiere ich jetzt hier überhaupt Programme? Mit der Kommandozeile? Muss man das unbedingt?
Also Linux ist halt auch einfach anders als Windows oder macOS und das kann beim Umstieg eine echte Mauer sein, über die man erstmal kraxeln muss. In diesem Video zeige ich euch als absoluter Linux-Anfänger mal kurz und knapp, was die für mich größten Hürden beim Umstieg auf Linux waren und wie ich die dann überwunden habe. Denn so schlimm ist das alles gar nicht und vor allem macht Linux auch richtig viel Spaß. Und sicher und kostenlos und so weiter und so fort. Ihr checkt, bleibt dran.
Liebe Hackerinnen, liebe Internet-Surfer, herzlich willkommen hier bei…
Auch wenn wir und viele von euch Linux feiern, statistisch gesehen benutzen es nur extrem wenig Menschen. Zumindest am privaten Desktop. Und woran das liegt, ja, das kann mehrere Gründe haben. Allen voran werden beispielsweise Consumer-Laptops so gut wie immer mit vorinstalliertem Windows ausgeliefert. Und MacBooks ja sowieso mit macOS. Und die, ich sag mal, Otto-Normal-Menschen denken da auch gar nicht weiter drüber nach und sind einfach okay damit.
Da ihr aber auf dieses Video geklickt habt, ist die Chance hoch, dass ihr euch wahrscheinlich intensiver mit Computern beschäftigt und vielleicht auch beispielsweise von Windows genervt seid. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hab auf jeden Fall schon länger dieses Flüstern im Ohr, was mir sagt, dass ich Linux benutzen soll. Und das wird halt irgendwie immer lauter.
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Denn Linux hat super viele Vorteile. Es ist kostenlos und komplett Open Source. Man hat die Kontrolle über seine eigenen Daten und muss sich nicht von zum Beispiel Microsoft abschnorcheln lassen. Es ist ressourcenschonend und läuft auf älterer Hardware noch schön schnell. Und wenn man will, kann man das ganze System so umbasteln, wie es einem gefällt. Auch optisch. Da hatten wir ja neulich schon mal ein Video drüber gemacht. Gerne mal abchecken. Und Keno findet zum Beispiel, dass kein Betriebssystem so gut aussieht wie Linux mit GNOME. Was GNOME ist, erkläre ich später noch.
Okay, okay. Aber Vorteile hin oder her: Man kann es nicht anders sagen. Wenn man von Windows oder macOS kommt, ist der Umstieg auf Linux erstmal gewöhnungsbedürftig. Und mir sind dabei so ganz allgemeine Sachen aufgefallen, die jetzt nicht unbedingt was mit einer Distribution zu tun haben.
Also hier kommen jetzt die Sachen, die mich als kompletter Linux-Noob beim Umstieg wirklich am meisten verwirrt haben. Und ganz kurz als Disclaimer: Es gibt natürlich noch weitaus mehr Dinge, die einem den Umstieg erschweren können. Besonders, wenn man noch am System irgendwas anpassen will. Aber hier sind jetzt erstmal die vier Hürden, die mir besonders schwer gefallen sind. Falls wir noch mehr solcher Linux-Videos machen sollen, dann schreibt doch mal in die Kommentare, welche Sachen euch bei Linux abschrecken.
Folgendes Szenario: Windows hat mich mal wieder an den Rand der Verzweiflung gebracht und es reicht. Ich habe keinen Bock mehr. Ich probiere jetzt Linux aus. Dann jetzt einfach mal Linux bei Google eingeben und ja. Also welches davon soll ich denn jetzt nehmen? Linux Mint, Red Hat, Ubuntu und was zum Geier ist eigentlich GNOME? Und da sind wir direkt bei Hürde Nummer 1: Distributionsverwirrung.
Also das Ding ist, es gibt quasi unendlich viele verschiedene Distributionen, also ganz viele verschiedene Geschmacksrichtungen von Linux. Aber welche davon sollte man denn jetzt nehmen? Aber erstmal: Was heißt das eigentlich alles? Hier einmal kurz drei wichtige Begriffe, die man als Anfänger nicht unbedingt auf dem Schirm hat.
Es gibt einmal den Linux-Kernel. Das ist der Betriebssystemkern und die grundlegende Schnittstelle zwischen Software und Hardware. Also die unterste Schicht des Betriebssystems, auf dem alle Linux-Distributionen basieren.
Eine Distribution ist eine Sammlung von Software, die dann quasi den kompletten Betriebssystem-Oberbau bildet. Das Ganze nennt man auch Userland. Also sowas wie die grafische Oberfläche, Anwendungen, Paketmanager und so weiter.
Auch noch ein wichtiger Begriff: Desktop-Environments. Ein Desktop-Environment ist eine Sammlung von Tools, die zusammen eine komplette Benutzeroberfläche bilden, mit der man das Betriebssystem bedienen kann. Dazu gehört dann sowas wie der Fenster- und Filemanager, das Startmenü, die Taskleiste, das Screenshot-Tool und so weiter. Davon gibt es viele verschiedene und man kann oft unabhängig von der Distribution auswählen, welches man gerne benutzen möchte.
Aber eins nach dem anderen: Wie finde ich jetzt die für mich am besten geeignete Distribution? Also ich hätte hier auf jeden Fall zwei konkrete Vorschläge, die sich für mich als Anfänger gut angefühlt haben und von denen wir hier im 3003-Team auch Fans sind. Zu denen komme ich aber gleich.
Erstmal: Was sind denn überhaupt wichtige Aspekte, in denen sich Distributionen so unterscheiden? Die für mich wichtigsten Kriterien sind einmal, in welchen Abständen geupdatet wird, also ob da ständig neue Updates reinkommen oder nur so halbjährlich oder jährlich, ob das Teil einsteigerfreundlich ist, ob es auf alter und neuer Hardware schnell läuft und für mich am allerwichtigsten der Look & Feel, weil das Ganze soll mir ja auch Spaß machen.
Unsere zwei Empfehlungen erfüllen übrigens alle diese Anforderungen. Falls man sich selbst ein bisschen schlaumachen will, haben die Kollegen von c’t sich glücklicherweise schon was echt Praktisches dafür ausgedacht. Das hier ist ein Linux-Fahrplan. Da sind einige der beliebtesten Distributionen als U-Bahn-Linien aufgezeichnet, die jeweils an verschiedenen Haltestellen halten, die für verschiedene Eigenschaften stehen. Also ob die für schwache Computer geeignet sind, welchen Look die von Haus aus haben, ob die sich für Gaming eignen und in welchen Abständen geupdatet wird. Schaut da doch gerne mal rein, Link ist in der Beschreibung.
Aber jetzt zu unseren Empfehlungen. Empfehlung Nummer 1 ist einmal das sehr anfängerfreundliche Linux Mint, was auf Ubuntu basiert. Das läuft auch auf alter Hardware noch schön schnell und bekommt halbjährlich Updates. Standardmäßig läuft da das Desktop-Environment Cinnamon, mit dem man sich direkt gut zurechtfinden sollte, besonders wenn man von Windows kommt. Also mit so einer stinknormalen Taskleiste hier unten und Startmenü und so weiter.
Was auch super easy ist, ist das Installieren von Programmen. Denn Linux Mint hat einen eigenen, ja, ich nenne ihn mal App Store namens Anwendungsverwaltung eingebaut. Da kann man entspannt Programme suchen und installieren. Alles ohne Kommandozeile. Da findet man auch nicht nur Open-Source-Kram wie zum Beispiel Spotify oder Steam. Alles schön kuratiert, mit Bewertungen und so weiter. Richtig nice.
Also Linux Mint ist auf jeden Fall ein sehr simpler Einstieg in die Welt von Linux, lässt sich ähnlich wie Windows bedienen, man muss so gut wie nie mit einer Kommandozeile rumhantieren und kann vieles in einer grafischen Oberfläche bedienen. Und ja, das Ding läuft einfach.
Aber vielleicht geht es euch ja wie mir und ihr wollt Linux auch schon so ein bisschen erleben einfach. Also nicht alles im Easy Mode, genau wie bei Windows, sondern halt Linux richtig benutzen. Also neue Sachen lernen und ja, einfach irgendwie Spaß damit haben.
Da wäre auf jeden Fall CachyOS eine Option. Das ist auch die Distribution, mit der ich am meisten Erfahrung gesammelt habe und die mir und auch Keno aktuell am besten gefällt. Über die hatten wir auch schon ein komplettes Video gemacht. CachyOS basiert auf Arch Linux und bekommt im Gegensatz zu Linux Mint regelmäßig kleinere Updates statt nur jedes halbe Jahr. Dadurch ist man immer auf dem neuesten Stand, es könnte aber auch potenziell was kaputt gepatcht werden, also das sollte man vielleicht im Hinterkopf haben. Und falls ihr euch fragt: Hä, ist Arch Linux nicht bekannt als total frickelig und wenig anfängerfreundlich? Ja, für die Grundversion, also Vanilla Arch, stimmt das auch. Das besteht nur aus dem Nötigsten wie Treiber, Paketmanager und so weiter. Alles weitere müsste man sich manuell dazu installieren.
Bei Arch-Ablegern, auch Derivate genannt, wie CachyOS hat das halt schon jemand gemacht. Und ja, auch CachyOS funktioniert out of the box intuitiv und ohne großes Kommandozeilengefricke. Beispielsweise lassen sich hier in diesem Onboarding-Fenster mit einem Klick alle Sachen installieren, die man fürs Gaming braucht. Da sind dann so Sachen wie Proton und Steam dabei. Sehr praktisch. CachyOS hat auch einen Package-Installer. Das ist eine Liste an Software, wo man sich sowas wie Firefox installieren kann. Das Ding ist aber nicht ganz so hübsch wie bei Linux Mint, hat keine Screenshots oder Bewertungen und so, läuft aber auch komplett ohne Kommandozeile. Was man hier nicht findet, muss man mit einem Paketmanager über die Kommandozeile installieren. Dazu gleich mehr.
Okay, Distribution ist ausgewählt. Also ISO runterladen, auf einen USB-Stick flashen und installieren. Das hatten wir schon in ganz vielen anderen Videos Schritt für Schritt erklärt, deswegen lasse ich das hier mal weg, pack euch aber einen Link in die Beschreibung mit Timestamp.
Eine Sache ist aber dabei wichtig: Bei der Installation von CachyOS und auch bei vielen anderen Distributionen wird gefragt, welches Desktop-Environment man installieren will. Wir erinnern uns, das Desktop-Environment ist quasi der komplette Look and Feel vom Desktop. Hier empfehlen wir ganz klar entweder KDE Plasma oder GNOME für den Anfang. Die verhalten sich nämlich beide relativ ähnlich wie Windows oder macOS. Bitte nicht ausrasten, ich finde, die verhalten sich ähnlich. Also KDE eher wie Windows 10 und GNOME eher wie macOS. Ich benutze gern GNOME, weil das einfach ein bisschen besonderer ist als KDE. Aber keine Angst, das ist auch echt easy zu bedienen. Und falls man Linux Mint installiert, ist da eh standardmäßig erstmal Cinnamon drauf, was sich auch sehr wie Windows anfühlt.
Okay, das Ding ist installiert, in diesem Fall CachyOS, und hier ist direkt Firefox am Start. Damit kann man sich erstmal überall einloggen und hier gibt es auch so ein Willkommensfenster, wo ich direkt so Kram für Spiele installieren kann. Das ist schon nice. Die Taskleiste checkt man auch direkt, hier sind schon installierte Programme und hier komme ich in den Filemanager. Ich kann hier meine Dateien ablegen, alles easy. Ich glaube, ich mache mir mal ein bisschen Musik dabei an. Ich lade mal eben Spotify runter. Also bei Google einfach Spotify, Linux suchen und ja, was zum Geier ist das hier? Das ist Hürde Nummer 2: Software installieren.
Also die für mich größte Verwirrung beim Umstieg auf Linux war die Frage: Wie installiere ich jetzt hier mein Zeug? Denn für die meiste Software gibt es keine ausführbare Installationsdatei wie bei macOS oder Windows. Also nichts, was man einfach runterladen und dann doppelklicken kann. Ihr könnt dafür wie gesagt den in die Distribution eingebauten grafischen App Store verwenden, aber ihr könnt auch, und das ist eigentlich der Standardweg, einen Paketmanager über die Kommandozeile benutzen.
Ja gut, aber was zum Geier ist ein Paketmanager? Paketmanager sind Programme, mit denen man Software installieren, updaten und auch wieder deinstallieren kann. Alles auf der Kommandozeile. Das klingt jetzt erstmal kompliziert, ist es aber gar nicht eigentlich. Ganz im Gegenteil: Das ist, wenn man sich erstmal ein bisschen dran gewöhnt hat, viel praktischer als mit irgendwelchen .exe-Dateien rumzuhantieren. Je nach Distribution unterscheiden sich die Paketmanager etwas, funktionieren aber bis auf leicht abgeänderte Befehle oft sehr ähnlich. Bei Linux Mint und auch bei Ubuntu und allen sogenannten Debian-Derivaten heißt der vorinstallierte Paketmanager „apt“, bei Fedora DNF und bei CachyOS bzw. allen Arch-Linuxen „pacman“. Mit denen lädt man Pakete, also auch Programme und deren Abhängigkeiten, aus offiziellen Datenbanken, auch Repositories genannt, von beispielsweise Arch Linux herunter. Das sind Datenbanken an essentiellen und beliebten Programmen, die von den Distributionen betrieben und gepflegt werden.
Also mal als Beispiel. Um Spotify zu installieren, öffnet man die Konsole und tippt hier unter CachyOS folgendes ein: sudo pacman -S spotify-launcher. Dann installiert pacman Spotify mit allen benötigten Abhängigkeiten komplett vollautomatisch. Das war’s, mehr muss man nicht machen. So installiert man Pakete über diesen Paketmanager.
Mal kurz zur Erklärung, was das alles heißt: sudo steht hier quasi für „als Admin ausführen“. Danach kommt der Name vom Paketmanager, in dem Fall pacman, dann der Befehl fürs Installieren, -S, das kommt von „Synchronisieren“, und dann der Name vom Paket. Hier sieht man auch ganz gut, warum das Ding „pacman“ heißt. Das ist halt wie vom Spiel, also hier mit den kleinen Punkten da.
Okay, aber woher weiß ich, was ich genau eintippen muss für das Programm, was ich runterladen bzw. installieren will? Dass man „spotify-launcher“ eingeben muss statt einfach nur Spotify, checkt man ja nicht unbedingt direkt. Einmal könnte man sudo pacman -Ss spotify eingeben, das ist quasi eine Suche, und es werden Pakete mit Spotify im Namen aufgelistet. Da steht dann aber auch manchmal sehr viel, und das kann auch schon irgendwie verwirrend sein.
Man kann aber auch auf dieser Seite hier direkt bei Arch im Repository suchen. Also wenn ich mir beispielsweise den Signal-Messenger-Client installieren will, dann tippe ich hier einfach Signal ein und ah, hier steht „signal-desktop“. Also zum Installieren einfach wieder in der Konsole das hier eingeben: sudo pacman -s signal-desktop und boom, ist installiert.
Genauso einfach ist es, Sachen zu updaten. Dafür muss man statt -S -Syu und dann wieder den Namen des Programms eingeben. Also in diesem Fall sudo pacman -Syu spotify-launcher. Dann wird das Programm und alles, was dazu gehört, einfach geupdatet.
Viel praktischer ist es aber, wenn man nur sudo pacman -Syu benutzt, also ohne Paketnamen. Dann wird nämlich die komplette Distribution und damit auch alle mit pacman installierten Pakete auf einmal geupdatet. Mega praktisch. Also quasi ein Befehl, um einfach mal fast alles zu updaten.
Bei anderen Paketmanagern wie „apt“, was ja bei Linux Mint vorinstalliert ist, sind die Befehle ein bisschen anders, aber bis auf die unterschiedliche Syntax funktioniert das eigentlich gleich. Nur als Beispiel: Um unter Linux Mint per Paketmanager Spotify zu installieren, muss man sudo apt-get install spotify-client eingeben. Aber ja, bei Linux Mint findet man halt schon sehr, sehr viel Software in diesem vorhandenen App Store. Aber mit Kommandozeilen macht das schon irgendwie ein bisschen mehr Spaß, finde ich.
Aber was ist, wenn es das Programm, was ich suche, nicht im offiziellen Arch-Repository gibt? Es gibt nämlich auch noch weitere Pakete und Datenbanken, wie beispielsweise das Arch User Repository, kurz AUR. Die Pakete daraus kann man aber nicht einfach wie eben beschrieben mit pacman installieren, sondern dafür braucht man andere Programme. Und weil das AUR user-generiert ist, also da potenziell auch Malware zu finden ist, lassen wir das hier jetzt erstmal weg.
Falls wir aber mehr solcher Linux-Anfänger-Videos machen sollten, wäre das auf jeden Fall ein Teil davon. Schreibt gerne mal in die Kommentare, ob ihr euch das wünscht.
Okay, weiter geht’s. Ich habe die Bedienung vom Desktop grob verstanden, ist ja eigentlich auch alles easy, und habe mir meine Grundbedürfnisse an Programmen installiert. Aber was ist denn mit Gaming? Geht das einfach?
Ja, das ist Hürde Nummer 3: Gaming. Das ist schon fast gar keine Hürde mehr, denn das ist in den letzten Jahren alles viel einfacher geworden. Dickes Dankeschön an Valve an der Stelle. Trotzdem wollte ich das hier mal erwähnen, weil ich mir vorm Umstieg Gaming unter Linux immer sehr krampfig vorgestellt habe. Ist es aber wirklich gar nicht.
Die zwei wichtigsten Punkte hier sind einmal der Grafikkartentreiber und Proton bzw. Wine bzw. eine Kompatibilitätsschicht. Falls ihr eine AMD-Karte habt, ist das super, also für Linux-Gaming. Denn AMD-Treiber sind Open Source und normalerweise stecken die schon fest im Linux-Kernel. Nvidia-Treiber sind mittlerweile zum Teil auch Open Source und werden bei CachyOS direkt mit installiert, sind halt nicht standardmäßig im Kernel integriert. Alles andere, was man braucht, bekommt man unter CachyOS auch super einfach. Einfach nur in diesem Begrüßungsprogramm, was bei CachyOS standardmäßig startet, auf „Apps & Tweaks“ und dann auf „Install Gaming Package“ klicken. Dann installiert CachyOS vollautomatisch wichtige Pakete wie Proton und auch direkt Steam.
Bei Linux Mint ist das fast genauso: Da einfach über „System Settings“ „Driver Manager“ den empfohlenen Nvidia-Treiber installieren, fertig. Steam kann man dann einfach über den Software-Manager, also diesen App Store, runterladen. Und das war’s dann eigentlich auch schon.
Man kann jetzt einfach Steam-Spiele runterladen und das meiste läuft out of the box richtig gut, teilweise mit gleichen, wenn nicht sogar mehr FPS wie bei Windows. Das Einzige, was weiterhin nicht auf Linux läuft, sind Multiplayer-Spiele mit Anti-Cheat-Software, die tief ins System eingreifen. Also sowas wie Valorant, League of Legends, Fortnite und so weiter. Da gibt’s bisher leider irgendwie noch keine Möglichkeit, das ohne Probleme auf Linux zum Laufen zu bringen.
Hürde Nummer 3,5: Linux-Research. Okay, das ist jetzt nur so eine halbe Hürde, aber sagen wir mal, man hat ein Problem oder will irgendwas wissen und geht dafür ins Internet. Ja, und was man da findet, kann für Anfänger echt ein Albtraum sein.
Unendlich viele Foren, Reddit-Beiträge und Wikis, die meistens von Leuten geschrieben werden, die so deep im Thema drin sind, dass man als Anfänger wirklich mal so gar nichts checkt. Also ich will damit auf keinen Fall der Linux-Community vorwerfen, dass die nicht hilfsbereit sind. Im Gegenteil: Die Antworten auf einfache Fragen sind zum Teil super ausführlich und wenn man sich ein bisschen besser auskennt, dann helfen die auch bestimmt. Aber wenn man als Anfänger sowas hier liest, ja, puh, keine Ahnung.
Mal als Beispiel: Hier fragt jemand: „Hey, ich würde gerne die proprietären AMD-Treiber installieren und die ROCm-Software benutzen. Wie mache ich das? P. S., ich bin kein Linux-Experte, also bitte, bitte nicht sauer sein, wenn ich die Frage naiv gestellt habe.“ Und als Antwort kommt nur: „Es wurde schon erklärt“, mit einem Link aufs Wiki. Und ja, da steht dann auch was zur ROCm-Software, aber da jetzt als Anfänger rauszulesen, was wirklich zu tun ist, ist einfach ultra schwer.
Aber davon braucht man sich heutzutage nicht mehr abschrecken lassen, weil es gibt ja LLMs. Okay, also dass man sich mit KI Fragen beantworten lassen kann, ist jetzt keine große Erkenntnis, aber dadurch, dass man sich Schritt für Schritt jederzeit helfen lassen kann, ist der Umstieg auf Linux gerade so einfach wie noch nie, wie ich finde. Das wollte ich zumindest nicht unerwähnt lassen. Aber ganz wichtig: Nicht einfach die Befehle copy-pasten, sondern versucht nachzuvollziehen, was da passiert ist, sonst lernt man ja auch nichts.
Also Software ist installiert, die Bedienung und Gaming läuft auch super, alles ist schön schnell. Es gibt aber leider noch einen gigantischen Elefanten im Raum, der für viele, auch für mich, den Hauptgrund ausmacht, warum man nicht zu 100 % auf Linux umsteigen will. Und das ist Hürde Nummer 4: Software-Verfügbarkeit.
Daran kommt man leider noch nicht wirklich vorbei. Viele Programme, die teilweise auch für die Arbeit wichtig sind, gibt es auf Linux einfach nicht, beziehungsweise wenn, dann nur über sehr krampfige Umwege. Besonders die Desktop-Versionen der Office-Produkte, also so Sachen wie Word, Teams, Excel und die Adobe Suite mit Premiere, After Effects, Photoshop usw., schmerzen da echt besonders, denn die brauchen viele zum Arbeiten.
Es gibt so Sachen wie Winboat, damit kann man Windows-Apps zum Laufen bringen, haben wir auch schon ein Video zu gemacht. Das Ganze ist aber noch nicht so richtig ausgereift und vor allem nicht anfängerfreundlich. Manche Sachen wie die Office-Apps laufen auch ganz gut im Browser. Ist nicht ganz so schön, aber man kann sie zumindest verwenden. Bei Adobe-Programmen wie Premiere, da geht das nicht, da muss man sich Alternativen suchen.
Und von denen gibt es eine Menge, auch echt gute. Die jetzt aber alle aufzuzählen, würde ein bisschen den Rahmen sprengen. Viel besser wäre es doch, wenn wir ein ganz eigenes Video zu Linux-Alternativen von gängigen Windows-Programmen machen. Oder bitte in die Kommentare schreiben, falls ihr sowas gerne sehen wollt.
Tschüss!
c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.
(sahe)
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