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Künstliche Intelligenz

c’t 3003: Meine Linux-Probleme als Anfänger


Linux ist schnell, kostenlos, Open Source, aber manchmal leider auch verwirrend — zumindest am Anfang. c’t 3003 zeigt, wie sich erste Einstiegshürden überwinden lassen.

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(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guck mal hier, das bin ich, wie die Stimmen in meinem Kopf immer lauter werden und sagen: „Benutz Linux, Linux ist geil, Linux nervt mich mit Werbung.“ Ok, geil, aber welche der unendlich vielen Linux-Varianten soll ich denn jetzt überhaupt nehmen? Und hä, wie installiere ich jetzt hier überhaupt Programme? Mit der Kommandozeile? Muss man das unbedingt?

Also Linux ist halt auch einfach anders als Windows oder macOS und das kann beim Umstieg eine echte Mauer sein, über die man erstmal kraxeln muss. In diesem Video zeige ich euch als absoluter Linux-Anfänger mal kurz und knapp, was die für mich größten Hürden beim Umstieg auf Linux waren und wie ich die dann überwunden habe. Denn so schlimm ist das alles gar nicht und vor allem macht Linux auch richtig viel Spaß. Und sicher und kostenlos und so weiter und so fort. Ihr checkt, bleibt dran.

Liebe Hackerinnen, liebe Internet-Surfer, herzlich willkommen hier bei…

Auch wenn wir und viele von euch Linux feiern, statistisch gesehen benutzen es nur extrem wenig Menschen. Zumindest am privaten Desktop. Und woran das liegt, ja, das kann mehrere Gründe haben. Allen voran werden beispielsweise Consumer-Laptops so gut wie immer mit vorinstalliertem Windows ausgeliefert. Und MacBooks ja sowieso mit macOS. Und die, ich sag mal, Otto-Normal-Menschen denken da auch gar nicht weiter drüber nach und sind einfach okay damit.

Da ihr aber auf dieses Video geklickt habt, ist die Chance hoch, dass ihr euch wahrscheinlich intensiver mit Computern beschäftigt und vielleicht auch beispielsweise von Windows genervt seid. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hab auf jeden Fall schon länger dieses Flüstern im Ohr, was mir sagt, dass ich Linux benutzen soll. Und das wird halt irgendwie immer lauter.

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Denn Linux hat super viele Vorteile. Es ist kostenlos und komplett Open Source. Man hat die Kontrolle über seine eigenen Daten und muss sich nicht von zum Beispiel Microsoft abschnorcheln lassen. Es ist ressourcenschonend und läuft auf älterer Hardware noch schön schnell. Und wenn man will, kann man das ganze System so umbasteln, wie es einem gefällt. Auch optisch. Da hatten wir ja neulich schon mal ein Video drüber gemacht. Gerne mal abchecken. Und Keno findet zum Beispiel, dass kein Betriebssystem so gut aussieht wie Linux mit GNOME. Was GNOME ist, erkläre ich später noch.

Okay, okay. Aber Vorteile hin oder her: Man kann es nicht anders sagen. Wenn man von Windows oder macOS kommt, ist der Umstieg auf Linux erstmal gewöhnungsbedürftig. Und mir sind dabei so ganz allgemeine Sachen aufgefallen, die jetzt nicht unbedingt was mit einer Distribution zu tun haben.

Also hier kommen jetzt die Sachen, die mich als kompletter Linux-Noob beim Umstieg wirklich am meisten verwirrt haben. Und ganz kurz als Disclaimer: Es gibt natürlich noch weitaus mehr Dinge, die einem den Umstieg erschweren können. Besonders, wenn man noch am System irgendwas anpassen will. Aber hier sind jetzt erstmal die vier Hürden, die mir besonders schwer gefallen sind. Falls wir noch mehr solcher Linux-Videos machen sollen, dann schreibt doch mal in die Kommentare, welche Sachen euch bei Linux abschrecken.

Folgendes Szenario: Windows hat mich mal wieder an den Rand der Verzweiflung gebracht und es reicht. Ich habe keinen Bock mehr. Ich probiere jetzt Linux aus. Dann jetzt einfach mal Linux bei Google eingeben und ja. Also welches davon soll ich denn jetzt nehmen? Linux Mint, Red Hat, Ubuntu und was zum Geier ist eigentlich GNOME? Und da sind wir direkt bei Hürde Nummer 1: Distributionsverwirrung.

Also das Ding ist, es gibt quasi unendlich viele verschiedene Distributionen, also ganz viele verschiedene Geschmacksrichtungen von Linux. Aber welche davon sollte man denn jetzt nehmen? Aber erstmal: Was heißt das eigentlich alles? Hier einmal kurz drei wichtige Begriffe, die man als Anfänger nicht unbedingt auf dem Schirm hat.

Es gibt einmal den Linux-Kernel. Das ist der Betriebssystemkern und die grundlegende Schnittstelle zwischen Software und Hardware. Also die unterste Schicht des Betriebssystems, auf dem alle Linux-Distributionen basieren.

Eine Distribution ist eine Sammlung von Software, die dann quasi den kompletten Betriebssystem-Oberbau bildet. Das Ganze nennt man auch Userland. Also sowas wie die grafische Oberfläche, Anwendungen, Paketmanager und so weiter.

Auch noch ein wichtiger Begriff: Desktop-Environments. Ein Desktop-Environment ist eine Sammlung von Tools, die zusammen eine komplette Benutzeroberfläche bilden, mit der man das Betriebssystem bedienen kann. Dazu gehört dann sowas wie der Fenster- und Filemanager, das Startmenü, die Taskleiste, das Screenshot-Tool und so weiter. Davon gibt es viele verschiedene und man kann oft unabhängig von der Distribution auswählen, welches man gerne benutzen möchte.

Aber eins nach dem anderen: Wie finde ich jetzt die für mich am besten geeignete Distribution? Also ich hätte hier auf jeden Fall zwei konkrete Vorschläge, die sich für mich als Anfänger gut angefühlt haben und von denen wir hier im 3003-Team auch Fans sind. Zu denen komme ich aber gleich.

Erstmal: Was sind denn überhaupt wichtige Aspekte, in denen sich Distributionen so unterscheiden? Die für mich wichtigsten Kriterien sind einmal, in welchen Abständen geupdatet wird, also ob da ständig neue Updates reinkommen oder nur so halbjährlich oder jährlich, ob das Teil einsteigerfreundlich ist, ob es auf alter und neuer Hardware schnell läuft und für mich am allerwichtigsten der Look & Feel, weil das Ganze soll mir ja auch Spaß machen.

Unsere zwei Empfehlungen erfüllen übrigens alle diese Anforderungen. Falls man sich selbst ein bisschen schlaumachen will, haben die Kollegen von c’t sich glücklicherweise schon was echt Praktisches dafür ausgedacht. Das hier ist ein Linux-Fahrplan. Da sind einige der beliebtesten Distributionen als U-Bahn-Linien aufgezeichnet, die jeweils an verschiedenen Haltestellen halten, die für verschiedene Eigenschaften stehen. Also ob die für schwache Computer geeignet sind, welchen Look die von Haus aus haben, ob die sich für Gaming eignen und in welchen Abständen geupdatet wird. Schaut da doch gerne mal rein, Link ist in der Beschreibung.

Aber jetzt zu unseren Empfehlungen. Empfehlung Nummer 1 ist einmal das sehr anfängerfreundliche Linux Mint, was auf Ubuntu basiert. Das läuft auch auf alter Hardware noch schön schnell und bekommt halbjährlich Updates. Standardmäßig läuft da das Desktop-Environment Cinnamon, mit dem man sich direkt gut zurechtfinden sollte, besonders wenn man von Windows kommt. Also mit so einer stinknormalen Taskleiste hier unten und Startmenü und so weiter.

Was auch super easy ist, ist das Installieren von Programmen. Denn Linux Mint hat einen eigenen, ja, ich nenne ihn mal App Store namens Anwendungsverwaltung eingebaut. Da kann man entspannt Programme suchen und installieren. Alles ohne Kommandozeile. Da findet man auch nicht nur Open-Source-Kram wie zum Beispiel Spotify oder Steam. Alles schön kuratiert, mit Bewertungen und so weiter. Richtig nice.

Also Linux Mint ist auf jeden Fall ein sehr simpler Einstieg in die Welt von Linux, lässt sich ähnlich wie Windows bedienen, man muss so gut wie nie mit einer Kommandozeile rumhantieren und kann vieles in einer grafischen Oberfläche bedienen. Und ja, das Ding läuft einfach.

Aber vielleicht geht es euch ja wie mir und ihr wollt Linux auch schon so ein bisschen erleben einfach. Also nicht alles im Easy Mode, genau wie bei Windows, sondern halt Linux richtig benutzen. Also neue Sachen lernen und ja, einfach irgendwie Spaß damit haben.

Da wäre auf jeden Fall CachyOS eine Option. Das ist auch die Distribution, mit der ich am meisten Erfahrung gesammelt habe und die mir und auch Keno aktuell am besten gefällt. Über die hatten wir auch schon ein komplettes Video gemacht. CachyOS basiert auf Arch Linux und bekommt im Gegensatz zu Linux Mint regelmäßig kleinere Updates statt nur jedes halbe Jahr. Dadurch ist man immer auf dem neuesten Stand, es könnte aber auch potenziell was kaputt gepatcht werden, also das sollte man vielleicht im Hinterkopf haben. Und falls ihr euch fragt: Hä, ist Arch Linux nicht bekannt als total frickelig und wenig anfängerfreundlich? Ja, für die Grundversion, also Vanilla Arch, stimmt das auch. Das besteht nur aus dem Nötigsten wie Treiber, Paketmanager und so weiter. Alles weitere müsste man sich manuell dazu installieren.

Bei Arch-Ablegern, auch Derivate genannt, wie CachyOS hat das halt schon jemand gemacht. Und ja, auch CachyOS funktioniert out of the box intuitiv und ohne großes Kommandozeilengefricke. Beispielsweise lassen sich hier in diesem Onboarding-Fenster mit einem Klick alle Sachen installieren, die man fürs Gaming braucht. Da sind dann so Sachen wie Proton und Steam dabei. Sehr praktisch. CachyOS hat auch einen Package-Installer. Das ist eine Liste an Software, wo man sich sowas wie Firefox installieren kann. Das Ding ist aber nicht ganz so hübsch wie bei Linux Mint, hat keine Screenshots oder Bewertungen und so, läuft aber auch komplett ohne Kommandozeile. Was man hier nicht findet, muss man mit einem Paketmanager über die Kommandozeile installieren. Dazu gleich mehr.

Okay, Distribution ist ausgewählt. Also ISO runterladen, auf einen USB-Stick flashen und installieren. Das hatten wir schon in ganz vielen anderen Videos Schritt für Schritt erklärt, deswegen lasse ich das hier mal weg, pack euch aber einen Link in die Beschreibung mit Timestamp.

Eine Sache ist aber dabei wichtig: Bei der Installation von CachyOS und auch bei vielen anderen Distributionen wird gefragt, welches Desktop-Environment man installieren will. Wir erinnern uns, das Desktop-Environment ist quasi der komplette Look and Feel vom Desktop. Hier empfehlen wir ganz klar entweder KDE Plasma oder GNOME für den Anfang. Die verhalten sich nämlich beide relativ ähnlich wie Windows oder macOS. Bitte nicht ausrasten, ich finde, die verhalten sich ähnlich. Also KDE eher wie Windows 10 und GNOME eher wie macOS. Ich benutze gern GNOME, weil das einfach ein bisschen besonderer ist als KDE. Aber keine Angst, das ist auch echt easy zu bedienen. Und falls man Linux Mint installiert, ist da eh standardmäßig erstmal Cinnamon drauf, was sich auch sehr wie Windows anfühlt.

Okay, das Ding ist installiert, in diesem Fall CachyOS, und hier ist direkt Firefox am Start. Damit kann man sich erstmal überall einloggen und hier gibt es auch so ein Willkommensfenster, wo ich direkt so Kram für Spiele installieren kann. Das ist schon nice. Die Taskleiste checkt man auch direkt, hier sind schon installierte Programme und hier komme ich in den Filemanager. Ich kann hier meine Dateien ablegen, alles easy. Ich glaube, ich mache mir mal ein bisschen Musik dabei an. Ich lade mal eben Spotify runter. Also bei Google einfach Spotify, Linux suchen und ja, was zum Geier ist das hier? Das ist Hürde Nummer 2: Software installieren.

Also die für mich größte Verwirrung beim Umstieg auf Linux war die Frage: Wie installiere ich jetzt hier mein Zeug? Denn für die meiste Software gibt es keine ausführbare Installationsdatei wie bei macOS oder Windows. Also nichts, was man einfach runterladen und dann doppelklicken kann. Ihr könnt dafür wie gesagt den in die Distribution eingebauten grafischen App Store verwenden, aber ihr könnt auch, und das ist eigentlich der Standardweg, einen Paketmanager über die Kommandozeile benutzen.

Ja gut, aber was zum Geier ist ein Paketmanager? Paketmanager sind Programme, mit denen man Software installieren, updaten und auch wieder deinstallieren kann. Alles auf der Kommandozeile. Das klingt jetzt erstmal kompliziert, ist es aber gar nicht eigentlich. Ganz im Gegenteil: Das ist, wenn man sich erstmal ein bisschen dran gewöhnt hat, viel praktischer als mit irgendwelchen .exe-Dateien rumzuhantieren. Je nach Distribution unterscheiden sich die Paketmanager etwas, funktionieren aber bis auf leicht abgeänderte Befehle oft sehr ähnlich. Bei Linux Mint und auch bei Ubuntu und allen sogenannten Debian-Derivaten heißt der vorinstallierte Paketmanager „apt“, bei Fedora DNF und bei CachyOS bzw. allen Arch-Linuxen „pacman“. Mit denen lädt man Pakete, also auch Programme und deren Abhängigkeiten, aus offiziellen Datenbanken, auch Repositories genannt, von beispielsweise Arch Linux herunter. Das sind Datenbanken an essentiellen und beliebten Programmen, die von den Distributionen betrieben und gepflegt werden.

Also mal als Beispiel. Um Spotify zu installieren, öffnet man die Konsole und tippt hier unter CachyOS folgendes ein: sudo pacman -S spotify-launcher. Dann installiert pacman Spotify mit allen benötigten Abhängigkeiten komplett vollautomatisch. Das war’s, mehr muss man nicht machen. So installiert man Pakete über diesen Paketmanager.

Mal kurz zur Erklärung, was das alles heißt: sudo steht hier quasi für „als Admin ausführen“. Danach kommt der Name vom Paketmanager, in dem Fall pacman, dann der Befehl fürs Installieren, -S, das kommt von „Synchronisieren“, und dann der Name vom Paket. Hier sieht man auch ganz gut, warum das Ding „pacman“ heißt. Das ist halt wie vom Spiel, also hier mit den kleinen Punkten da.

Okay, aber woher weiß ich, was ich genau eintippen muss für das Programm, was ich runterladen bzw. installieren will? Dass man „spotify-launcher“ eingeben muss statt einfach nur Spotify, checkt man ja nicht unbedingt direkt. Einmal könnte man sudo pacman -Ss spotify eingeben, das ist quasi eine Suche, und es werden Pakete mit Spotify im Namen aufgelistet. Da steht dann aber auch manchmal sehr viel, und das kann auch schon irgendwie verwirrend sein.

Man kann aber auch auf dieser Seite hier direkt bei Arch im Repository suchen. Also wenn ich mir beispielsweise den Signal-Messenger-Client installieren will, dann tippe ich hier einfach Signal ein und ah, hier steht „signal-desktop“. Also zum Installieren einfach wieder in der Konsole das hier eingeben: sudo pacman -s signal-desktop und boom, ist installiert.

Genauso einfach ist es, Sachen zu updaten. Dafür muss man statt -S -Syu und dann wieder den Namen des Programms eingeben. Also in diesem Fall sudo pacman -Syu spotify-launcher. Dann wird das Programm und alles, was dazu gehört, einfach geupdatet.

Viel praktischer ist es aber, wenn man nur sudo pacman -Syu benutzt, also ohne Paketnamen. Dann wird nämlich die komplette Distribution und damit auch alle mit pacman installierten Pakete auf einmal geupdatet. Mega praktisch. Also quasi ein Befehl, um einfach mal fast alles zu updaten.

Bei anderen Paketmanagern wie „apt“, was ja bei Linux Mint vorinstalliert ist, sind die Befehle ein bisschen anders, aber bis auf die unterschiedliche Syntax funktioniert das eigentlich gleich. Nur als Beispiel: Um unter Linux Mint per Paketmanager Spotify zu installieren, muss man sudo apt-get install spotify-client eingeben. Aber ja, bei Linux Mint findet man halt schon sehr, sehr viel Software in diesem vorhandenen App Store. Aber mit Kommandozeilen macht das schon irgendwie ein bisschen mehr Spaß, finde ich.

Aber was ist, wenn es das Programm, was ich suche, nicht im offiziellen Arch-Repository gibt? Es gibt nämlich auch noch weitere Pakete und Datenbanken, wie beispielsweise das Arch User Repository, kurz AUR. Die Pakete daraus kann man aber nicht einfach wie eben beschrieben mit pacman installieren, sondern dafür braucht man andere Programme. Und weil das AUR user-generiert ist, also da potenziell auch Malware zu finden ist, lassen wir das hier jetzt erstmal weg.

Falls wir aber mehr solcher Linux-Anfänger-Videos machen sollten, wäre das auf jeden Fall ein Teil davon. Schreibt gerne mal in die Kommentare, ob ihr euch das wünscht.

Okay, weiter geht’s. Ich habe die Bedienung vom Desktop grob verstanden, ist ja eigentlich auch alles easy, und habe mir meine Grundbedürfnisse an Programmen installiert. Aber was ist denn mit Gaming? Geht das einfach?

Ja, das ist Hürde Nummer 3: Gaming. Das ist schon fast gar keine Hürde mehr, denn das ist in den letzten Jahren alles viel einfacher geworden. Dickes Dankeschön an Valve an der Stelle. Trotzdem wollte ich das hier mal erwähnen, weil ich mir vorm Umstieg Gaming unter Linux immer sehr krampfig vorgestellt habe. Ist es aber wirklich gar nicht.

Die zwei wichtigsten Punkte hier sind einmal der Grafikkartentreiber und Proton bzw. Wine bzw. eine Kompatibilitätsschicht. Falls ihr eine AMD-Karte habt, ist das super, also für Linux-Gaming. Denn AMD-Treiber sind Open Source und normalerweise stecken die schon fest im Linux-Kernel. Nvidia-Treiber sind mittlerweile zum Teil auch Open Source und werden bei CachyOS direkt mit installiert, sind halt nicht standardmäßig im Kernel integriert. Alles andere, was man braucht, bekommt man unter CachyOS auch super einfach. Einfach nur in diesem Begrüßungsprogramm, was bei CachyOS standardmäßig startet, auf „Apps & Tweaks“ und dann auf „Install Gaming Package“ klicken. Dann installiert CachyOS vollautomatisch wichtige Pakete wie Proton und auch direkt Steam.

Bei Linux Mint ist das fast genauso: Da einfach über „System Settings“ „Driver Manager“ den empfohlenen Nvidia-Treiber installieren, fertig. Steam kann man dann einfach über den Software-Manager, also diesen App Store, runterladen. Und das war’s dann eigentlich auch schon.

Man kann jetzt einfach Steam-Spiele runterladen und das meiste läuft out of the box richtig gut, teilweise mit gleichen, wenn nicht sogar mehr FPS wie bei Windows. Das Einzige, was weiterhin nicht auf Linux läuft, sind Multiplayer-Spiele mit Anti-Cheat-Software, die tief ins System eingreifen. Also sowas wie Valorant, League of Legends, Fortnite und so weiter. Da gibt’s bisher leider irgendwie noch keine Möglichkeit, das ohne Probleme auf Linux zum Laufen zu bringen.

Hürde Nummer 3,5: Linux-Research. Okay, das ist jetzt nur so eine halbe Hürde, aber sagen wir mal, man hat ein Problem oder will irgendwas wissen und geht dafür ins Internet. Ja, und was man da findet, kann für Anfänger echt ein Albtraum sein.

Unendlich viele Foren, Reddit-Beiträge und Wikis, die meistens von Leuten geschrieben werden, die so deep im Thema drin sind, dass man als Anfänger wirklich mal so gar nichts checkt. Also ich will damit auf keinen Fall der Linux-Community vorwerfen, dass die nicht hilfsbereit sind. Im Gegenteil: Die Antworten auf einfache Fragen sind zum Teil super ausführlich und wenn man sich ein bisschen besser auskennt, dann helfen die auch bestimmt. Aber wenn man als Anfänger sowas hier liest, ja, puh, keine Ahnung.

Mal als Beispiel: Hier fragt jemand: „Hey, ich würde gerne die proprietären AMD-Treiber installieren und die ROCm-Software benutzen. Wie mache ich das? P. S., ich bin kein Linux-Experte, also bitte, bitte nicht sauer sein, wenn ich die Frage naiv gestellt habe.“ Und als Antwort kommt nur: „Es wurde schon erklärt“, mit einem Link aufs Wiki. Und ja, da steht dann auch was zur ROCm-Software, aber da jetzt als Anfänger rauszulesen, was wirklich zu tun ist, ist einfach ultra schwer.

Aber davon braucht man sich heutzutage nicht mehr abschrecken lassen, weil es gibt ja LLMs. Okay, also dass man sich mit KI Fragen beantworten lassen kann, ist jetzt keine große Erkenntnis, aber dadurch, dass man sich Schritt für Schritt jederzeit helfen lassen kann, ist der Umstieg auf Linux gerade so einfach wie noch nie, wie ich finde. Das wollte ich zumindest nicht unerwähnt lassen. Aber ganz wichtig: Nicht einfach die Befehle copy-pasten, sondern versucht nachzuvollziehen, was da passiert ist, sonst lernt man ja auch nichts.

Also Software ist installiert, die Bedienung und Gaming läuft auch super, alles ist schön schnell. Es gibt aber leider noch einen gigantischen Elefanten im Raum, der für viele, auch für mich, den Hauptgrund ausmacht, warum man nicht zu 100 % auf Linux umsteigen will. Und das ist Hürde Nummer 4: Software-Verfügbarkeit.

Daran kommt man leider noch nicht wirklich vorbei. Viele Programme, die teilweise auch für die Arbeit wichtig sind, gibt es auf Linux einfach nicht, beziehungsweise wenn, dann nur über sehr krampfige Umwege. Besonders die Desktop-Versionen der Office-Produkte, also so Sachen wie Word, Teams, Excel und die Adobe Suite mit Premiere, After Effects, Photoshop usw., schmerzen da echt besonders, denn die brauchen viele zum Arbeiten.

Es gibt so Sachen wie Winboat, damit kann man Windows-Apps zum Laufen bringen, haben wir auch schon ein Video zu gemacht. Das Ganze ist aber noch nicht so richtig ausgereift und vor allem nicht anfängerfreundlich. Manche Sachen wie die Office-Apps laufen auch ganz gut im Browser. Ist nicht ganz so schön, aber man kann sie zumindest verwenden. Bei Adobe-Programmen wie Premiere, da geht das nicht, da muss man sich Alternativen suchen.

Und von denen gibt es eine Menge, auch echt gute. Die jetzt aber alle aufzuzählen, würde ein bisschen den Rahmen sprengen. Viel besser wäre es doch, wenn wir ein ganz eigenes Video zu Linux-Alternativen von gängigen Windows-Programmen machen. Oder bitte in die Kommentare schreiben, falls ihr sowas gerne sehen wollt.

Tschüss!

c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


(sahe)



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Künstliche Intelligenz

USA: Taiwan soll 40 Prozent all seiner Chips in den USA produzieren


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Taiwanische Chiphersteller sollen Hunderte Milliarden US-Dollar in den USA investieren. Auf mögliche Rahmenbedingungen haben sich die Regierungen beider Länder jüngst geeinigt. Taiwan spielt mit, um hohe Zölle abzuwenden und die Gunst der USA zu wahren. Dabei geht es auch um die eigene Sicherheit, da sich China weiterhin Taiwan einverleiben will und die USA bisher Schutz zusagten.

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Es soll um bis zu 500 Milliarden US-Dollar gehen. 250 Milliarden sollen durch direkte Investitionen taiwanischer Firmen in die USA fließen: Laut einer Übersicht des US-Handelsministeriums geht es darum, „Produktions- und Innovationskapazitäten in den Bereichen Halbleiter, Energie und künstliche Intelligenz aufzubauen und zu erweitern.“

Die bereits investierten 100 Milliarden US-Dollar des weltweit führenden Chipauftragsfertigers TSMC zählen schon zu den 250 Milliarden. Für die Summe hat TSMC erste Halbleiterwerke in Arizona gebaut. Weitere sind bereits geplant.

Die zweite Hälfte der 500 Milliarden soll durch taiwanische Kredite an taiwanische Firmen fließen, die dafür in den USA ausbauen.

Mit dem Deal wendet Taiwan vor allem eine massive Erhöhung der Zölle ab. US-Handelsminister Howard Lutnick droht ansonsten mit 100-prozentigen Zöllen, die insbesondere US-Hersteller wie AMD, Apple, Nvidia und Qualcomm treffen würden. Sie alle lassen ihre Prozessoren, GPUs und Beschleunigerchips von TSMC herstellen. Die Zahl nannte Lutnick in einem Interview mit dem Sender CNBC.

Im Bestfall reduzieren die USA die Zölle für Taiwan. Ursprünglich verhängte die Trump-Regierung 32 Prozent auf die meisten Produkte und reduzierte sie dann auf 20 Prozent. Nun sollen die Zölle größtenteils auf 15 Prozent sinken, mit 0-Prozent-Ausnahmen auf manche Produktkategorien: „Generika, deren generische Inhaltsstoffe, Flugzeugkomponenten und nicht verfügbare natürliche Ressourcen“.

Bei Chips sollen sich Zollausnahmen an die US-Kapazität richten: TSMC und andere Chipauftragsfertiger dürfen laut den Rahmenbedingungen die 2,5-fache Menge an Chips zollfrei importieren, die sie in den USA selbst herstellen.

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Die USA zielen damit auf eine massive Erhöhung der US-Kapazität ab. Laut Lutnick soll Taiwan künftig 40 Prozent all seiner Chips in den USA herstellen und dort auch notwendige Lieferketten aufbauen. Von „gigantischen Halbleiter-Industrieparks in den USA“ spricht er.

Die Forderungen sind allerdings kaum umzusetzen: Die Halbleiterwerke und Lieferketten sollen noch während Trumps Amtszeit fertiggestellt werden. Das wären regulär etwas mehr als drei Jahre. Dafür müsste umgehend der Bau zahlreicher Halbleiterwerke beginnen, die dann auch zügig die Serienproduktion hochfahren müssten.

Aussagen von taiwanischer Seite machen allerdings auch deutlich, dass diese Ziele offenbar nicht abgesprochen sind. Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin sagte gegenüber taiwanischen Medien, dass bis zum Jahr 2036 ein US-Anteil von 20 Prozent ausschließlich fortschrittlicher Chips realistisch seien. Damit sind Fertigungsprozesse ab der 5-Nanometer-Generation gemeint.

Schon 2025 zeigten sich die USA als wenig zuverlässiger Partner. Trump sicherte etwa wiederholt Zollausnahmen zu, wenn Firmen in den USA ausbauen. Trotz TSMCs 100 Milliarden US-Dollar kamen dann trotzdem Zölle.

Im Falle von Nvidia verwechselte Trump den Wert von neu hergestellten US-Produkten mit Investitionen in die Produktionskapazität. Nvidia kündigte an, mit Partnern KI-Server in den USA bauen zu wollen. Deren Wert sollte über vier Jahre angesammelt bei 500 Milliarden US-Dollar landen. Trump feierte das als Bereitstellung von 500 Milliarden US-Dollar.

In aktuellen Zeiten ist es daher ratsam abzuwarten, welche Summen wirklich ankommen. Umso mehr, da der Deal von taiwanischer Seite noch gar nicht durch ist. Laut der Nachrichtenagentur Reuters muss ihn das Parlament noch absegnen.

Das ist keine Selbstverständlichkeit, da die regierende Demokratische Fortschrittspartei (DPP) keine Mehrheit im Parlament hat. Teile der Opposition klagten bereits über eine Aushöhlung der heimischen Chipindustrie unter dem Handelsabkommen.


(mma)



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Künstliche Intelligenz

KI-Update: Apples KI-Bindung an Google und OpenAIs Verzicht, X will Grok sperren


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Apple bindet Siri künftig an Googles Gemini-KI. Die Entscheidung überrascht, denn Apple entwickelt normalerweise seine Technologien selbst. Trotz jahrelanger Arbeit an KI-Systemen und Siris Existenz seit 2011 schaffte es der Konzern offenbar nicht, ein konkurrenzfähiges Sprachmodell zu bauen. Apple betont, ein angepasstes, datenschutzfreundliches Gemini auf eigenen Servern laufen zu lassen.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Die Abhängigkeit von Google wirft Fragen auf. Während Apple mit Hardware und Diensten Geld verdient, verdient Google hauptsächlich mit Werbung. Viele Nutzer wählen Apple gerade deshalb, um Google-Technik zu meiden.

OpenAI verzichtete im Herbst bewusst auf eine exklusive Partnerschaft mit Apple. Das berichtete ein Insider der Financial Times. Stattdessen plant das Unternehmen, eigene KI-Geräte zu entwickeln, um große Tech-Konzerne zu überholen.

Die Entscheidung hat Folgen. Apple integriert nun Googles Gemini tief in sein Betriebssystem. ChatGPT bleibt auf dem iPhone verfügbar, dient aber nur noch als optionale Ausweichlösung für komplexere Anfragen. Laut The Information brachte der bestehende Deal mit Apple OpenAI kaum zusätzlichen Traffic. Die neue Gemini-Integration übernimmt nun die alltägliche Nutzerinteraktion mit Siri.

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Elon Musks Chatbot Grok erhält eine technische Sperre. Nutzer konnten mit Grok anzügliche Bilder beliebiger Personen erstellen lassen. X und xAI reagieren nun: Eine Sperre soll verhindern, dass Bilder realer Personen in Bikinis oder Dessous generiert werden. Außerdem steht die Bildgenerierung nur noch zahlenden Nutzern zur Verfügung.

Die Sperre funktioniert offenbar noch nicht richtig. Einen Tag nach der Ankündigung konnte ein Nutzer immer noch ein Bild des britischen Premierministers im Bikini erstellen lassen. X spricht in einer offiziellen Mitteilung von einer Null-Toleranz-Strategie gegen nicht einvernehmliche Nacktbilder. Bei sexueller Ausbeutung von Kindern sollen Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet werden. Der Druck von außen wächst: Malaysia sperrte Grok temporär, Kalifornien ermittelt, und die EU-Kommission droht mit dem Digital Services Act.

Kalifornien hat am Mittwoch eine offizielle Untersuchung zur Verbreitung sexuell expliziten, durch Grok generierten Materials eingeleitet. Damit ist der US-Bundesstaat die erste offizielle Stelle der USA, die sich mit den sexualisierten KI-Bildern von Frauen und Kindern auf X beschäftigt.

Eine 24-stündige Analyse ergab, dass X-Nutzer jede Stunde tausende öffentlich zugängliche sexualisierte Deepfakes erstellten. Elon Musk zeigte sich überrascht und erklärte, ihm seien keine Nacktbilder von Minderjährigen bekannt, die von Grok generiert wurden. Gouverneur Gavin Newsom sieht dies anders. Er forderte den kalifornischen Generalstaatsanwalt auf, unverzüglich gegen das Unternehmen zu ermitteln und xAI zur Rechenschaft zu ziehen.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Der US-Investor Blackstone plant ein Rechenzentrum im westfälischen Lippetal. Das Unternehmen unterschrieb einen Kaufvertrag für ein Grundstück in einem Industriegebiet. Finanzkreisen zufolge beläuft sich die Projektgröße auf etwa vier Milliarden Euro. Mit einer Fertigstellung wird erst in den frühen 2030er Jahren gerechnet.

In trockenen Tüchern ist das Vorhaben noch nicht. Der Vertrag tritt erst in Kraft, wenn bestimmte Konditionen erfüllt sind. Das Rechenzentrum soll für Cloud-Dienste und KI-Anwendungen genutzt werden. Sollte das Projekt umgesetzt werden, wäre es eine der größten Rechenzentrum-Investitionen in Deutschland. Microsoft investiert bereits mehrere Milliarden Euro für zwei Standorte im Rheinischen Revier. Die Schwarz-Gruppe kündigte im vergangenen Jahr eine Elf-Milliarden-Euro-Investition in Lübbenau an.

China sieht sich in der KI-Entwicklung gegenüber den USA im Rückstand. Das liegt auch daran, dass die USA den Export führender Nvidia-Chips der Blackwell-Serie verbieten. Präsident Trump hat nun die Ausfuhr der Nvidia-H200-Chips unter bestimmten Bedingungen erlaubt, doch Peking hat seine Zöllner angewiesen, diese gar nicht erst ins Land zu lassen. Das berichtet Reuters.

Vor fünf Wochen kündigte Trump an, die Exportverbote im Austausch gegen eine 25-prozentige Strafsteuer fallen zu lassen, zumindest für die H200-Chips. Nvidia könnte viel Geld damit verdienen, bis zu zwei Millionen solcher Chips könnten nach China verkauft werden. Doch bisher ist die offizielle Haltung in China, dass man sich nicht mit KI-Chips zweiter Klasse abgeben möchte und stattdessen lieber eigene Produkte verwendet.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will den KI-Chatbot Grok in die kürzlich initiierte KI-Plattform des US-Verteidigungsministeriums implementieren. Das kündigte Hegseth während einer Rede am Montag bei Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX in Texas an.

Alle geeigneten Daten aus den IT-Systemen des Militärs sollen für die KI-Nutzung verfügbar gemacht werden, auch die aus Geheimdienst-Datenbanken. Hegseth sprach von einem verantwortungsvollen Umgang mit KI. Die Modelle müssten faktisch korrekt und missionsrelevant arbeiten, dabei aber frei von ideologischen Einschränkungen sein. Man lehne KI-Modelle ab, die es nicht erlauben würden, Kriege zu führen. Die KI des Pentagon werde nicht „woke“ sein, so Hegseth.

Mehr als zwei Monate nach dem Ausschluss israelischer Gästefans bei einem Fußballspiel der Europa League in England hat der zuständige Polizeichef eingestanden, dass eine fehlerhafte Risikoanalyse auf einer KI-Halluzination beruhte. In der Analyse wurde auf ein Spiel verwiesen, das es nie gegeben hat. Der Verweis kam von Microsofts Copilot.

Das Spiel Aston Villa gegen Maccabi Tel Aviv fand Anfang November statt. Damals wurden den Gästefans aus Israel der Zutritt verweigert, mit Verweis auf Sorge vor Auseinandersetzungen und Protesten. Die Entscheidung sorgte für heftige Kritik bis zum Premierminister. Der Polizeichef aus Birmingham gestand erst nach mehrfacher Befragung im Parlament ein, dass Microsoft Copilot die fehlerhafte Information geliefert hatte.

OpenAI hat mit ChatGPT Translate einen eigenen Übersetzungsdienst für mehr als 50 Sprachen veröffentlicht. Die Übersetzungen können an unterschiedliche Zielgruppen angepasst werden. Dafür stehen vier Schaltfelder bereit: für eine flüssigere Übersetzung, für eine Formulierung in sachlichem, geschäftlichem Stil, sowie für Kinder oder für ein akademisches Publikum. Eine Eingabe führt dann zum eigentlichen KI-Chatbot, mit einem entsprechend vorformulierten Prompt.

Im Desktop-Modus auf dem PC ermöglicht der OpenAI-Übersetzer ausschließlich Übersetzungen von Texteingaben. Im Browser auf Mobilgeräten kann auch das Mikrofon für Spracheingaben genutzt werden. ChatGPT wird bereits seit der Einführung von vielen Menschen auch für Übersetzungen genutzt. Mit ChatGPT Translate unterstreicht OpenAI die Bedeutung dieser Funktion.

Google veröffentlicht mit TranslateGemma mehrere neue Übersetzungsmodelle. Diese unterstützen 55 Sprachen und sind in drei Größen verfügbar. Die Verbesserungen zeigen sich insbesondere bei ressourcenarmen Sprachen. Bei der Übersetzung von Englisch nach Isländisch sinkt der Fehlerwert um mehr als 30 Prozent, bei Englisch nach Swahili um rund 25 Prozent.

Die drei Varianten richten sich an unterschiedliche Hardware. Das kleinste Modell mit vier Milliarden Parametern ist für mobile Geräte optimiert. Das zwölf Milliarden Parameter große Modell soll auf Consumer-Laptops laufen. Das größte Modell mit 27 Milliarden Parametern ist für Cloud-Server gedacht. Die Modelle sind auf Kaggle und Hugging Face verfügbar.

Die Musik-Plattform Bandcamp hat eine klare Antwort auf den Umgang mit KI-generierten Inhalten gefunden: KI-generierte Musik wird ausgeschlossen. Auf der beliebten Plattform können Musiker ihre Musik veröffentlichen. Zum Thema KI schreibt Bandcamp nun: Musik, die vollständig oder zu einem wesentlichen Teil mit KI erzeugt worden ist, ist auf Bandcamp nicht erlaubt.

Bandcamp will, dass Musiker weiter Musik machen und Fans darauf vertrauen können, dass die Musik, die sie auf Bandcamp finden, von Menschen geschaffen wurde.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Wikipedia hat mehrere große KI-Unternehmen als zahlende Partner gewonnen. Amazon, Meta, Microsoft, Mistral AI und Perplexity sind dem Partnerprogramm Wikimedia Enterprise beigetreten. Zuvor waren bereits Google und Ecosia Partner. Die Firmen nutzen die Schnittstellen von Wikimedia Enterprise, um Wikipedia-Inhalte in ihre Produkte einzubinden.

Wikipedia gilt als einer der hochwertigsten Datensätze für das Training großer Sprachmodelle. Die Inhalte speisen auch die Antworten von Chatbots, Suchmaschinen und Sprachassistenten. Bereits Ende Oktober beklagte Wikipedia einen Besucherschwund durch KI-Systeme bei gleichzeitigem Abgreifen der Inhalte durch KI-Crawler. Die KI-Systeme spielen Wikipedia-Inhalte aus, ohne Nutzer auf die Webseite zu bringen. Die Organisation forderte daraufhin öffentlich die großen KI-Unternehmen dazu auf, die angebotene Programmierschnittstelle zu nutzen und Lizenzen zu zahlen.


(mali)



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Neue PC-Spiele im Februar 2026: „Resident Evil Requiem“


Im Februar warten unter anderem Highlights wie das Survival-Horrorspiel „Resident Evil Requiem“ darauf, gezockt zu werden. Außerdem erscheinen das Metroidvania „Emberbane“ und der knallbunte FPS „High On Life 2“.

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Emberbane erscheint am 24.02.2026. (Bild:

Hamlet Games

)

Das Entwicklerstudio „Team Ninja“ schickt am 6. Februar 2026 mit „Nioh 3“ den langersehnten, neusten Teil der beliebten Samurai-Action-RPG-Reihe ins Rennen. „Nioh 3“ wird, genau wie seine Vorgänger, gerne dem „Soulslike“-Genre zugeordnet, hebt sich in dieser (guten) Gesellschaft aber vor allem durch das besondere Setting ab, das sich irgendwo zwischen japanischer Mythologie und düsterer Fantasy-Welt bewegt. Gemeinsam mit anderen Soulsgames hat „Nioh 3“ den anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad, der insbesondere im Kampf gegen die zahlreichen Bosse mit ihren einzigartigen Mustern und Fähigkeiten spürbar ist.

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Trailer zu „Nioh 3“

In „Nioh 3“ erlaubt das Kampfsystem Spielern einen nahtlosen Wechsel zwischen Samurai- und Ninja-Stil, sodass sich die Stärken beider Stile im Kampf kombinieren lassen. Für beide Kampfstile stehen zahlreiche Waffen, darunter Katana, Tonfa, Odachi, Glefe und Eisenklauen, zur Verfügung. „Nioh 3“ spielt im Japan des frühen 17. Jahrhunderts und lässt Spieler die Kontrolle über die Hauptfigur Tokugawa Takechiyo übernehmen, dessen Ernennung zum nächsten Shogun bevorsteht. Dies gefällt Takechiyos jüngerem Bruder, Tokugawa Kunimatsu, überhaupt nicht, was zu einem dramatischen Konflikt zwischen den beiden führt und die Welt in eine finstere Ära stürzt.

Am 27. Februar 2026 kehrt die wohl beliebteste Horror-Spielereihe mit „Resident Evil Requiem“ auf den PC und die aktuelle Konsolengeneration zurück. „Resident Evil Requiem“ ist der 9. Hauptteil der „Resident Evil“-Reihe aus dem Hause Capcom und das neueste RE-Spiel von mittlerweile rund 30 Titeln, zu denen auch einige Spin-offs und Remakes gehören. Das Survival-Horrorspiel schickt Spieler in der Rolle zweier Hauptfiguren in die Stadt zurück, die dank des diabolischen Pharma-Riesen Umbrella zum Ursprungsort allen Übels wurde. Die clevere Kriminalanalytikerin Grace Ashcroft und der ikonische DSO-Agent Leon S. Kennedy erleben jeweils ihre ganz eigene Horrorstory in Raccoon City, die nicht nur unterschiedliche Handlungsvarianten, sondern auch verschiedene Gameplay-Stile bietet.

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Trailer zu „Resident Evil Requiem“

Grace hat sich seit dem Tod ihrer Mutter zurückgezogen und widmet sich vollständig ihrer Arbeit. Eines Tages beschließt sie, den mysteriösen Todesumständen in einem Hotel in Racoon City auf den Grund zu gehen. Leon hingegen kehrt während seiner Ermittlungen in einer Reihe von Todesfällen nach RC zurück und hofft, dort Fortschritte machen zu können. „Resident Evil Requiem“ hat wie immer düstere Action, haarsträubende Gruselpassagen, allerlei Rätsel sowie das allseits beliebte Ressourcen- und Inventar-Management im Gepäck. Spieler haben zudem die Möglichkeit, „Resident Evil Requiem“ in der Ego- oder Third-Person-Perspektive zu spielen.

Mit „High On Life 2“ wird am 13. Februar 2026 die intergalaktische Geschichte aus dem Jahr 2022 fortgesetzt. „High On Life 2“ ist eine Mischung aus hyperaktivem, knallbuntem First-Person-Shooter und humorvollem Action-Adventure, die in einer chaotischen Sci-Fi-Welt stattfindet. Der erste Teil des Spiels war unter anderem auch wegen des außergewöhnlichen Gunplays so beliebt, das sich vor allem durch das außerirdische Design und Tatsache auszeichnet, dass jede Waffe in „High On Life“ lebendig ist. Diese Mechanik hat es auch in den zweiten Teil geschafft und somit auch die prominente Synchronisation der Waffen.

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Trailer zu „High On Life 2“

Lieh im ersten Teil des Spiels noch Justin Roiland (Sprecher von Rick & Morty) der Hauptwaffe seine Stimme, so löst ihn nun unter anderem der britische Schauspieler und Synchronsprecher Ralph Ineson (u.a. Harry Potter, Game of Thrones) ab, der nicht zuletzt für seine tiefe Stimme bekannt ist. „High On Life 2“ setzt die Handlung nach den Ereignissen des ersten Teils fort. Spieler übernehmen erneut die Rolle des Protagonisten, der in „High On Life“ die Menschheit gerettet hat und zu einem berühmten Kopfgeldjäger wurde. In „High On Life 2“ gilt es dem bösen Pharmakonzern abermals die Stirn zu bieten, da dieser es auf Lizzie, die Schwester des Spielercharakters, abgesehen hat.

Diese und weitere PC-Spiele-Neuerscheinungen im Februar haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Titel Genre Plattform Datum
Pax Autocratica Roguelite-FPS Windows 02.02.
Tearscape Soulslike Windows 02.02.
The 18th Attic Horror Windows 02.02.
Norse: Oath of Blood Runden-Taktik Windows, PS5, Xbox Series 03.02.
Unemployment Simulator 2018 Pixel-Art-Survival Windows, Mac 03.02.
Car Service Together Simulation Windows 04.02.
Master of Piece Roguelite Windows, Mac 04.02.
Dragon Quest VII Reimagined JRPG Windows, PS5, Xbox Series, Switch 05.02.
Menace CRPG Windows 05.02.
PUBG: Blindspot Multiplayer-Shooter Windows 05.02.
My Hero Academia: All’s Justice 3D-Fighter Windows 06.02.
Nioh 3 Action-RPG Windows, PS5 06.02.
Underboard Roguelike Windows 06.02.
Mewgenics Roguelike-Taktik Windows 10.02.
Yakuza Kiwami 3 & Dark Ties Action-Adventure Windows, PS4, PS5, Xbox Series, Switch 11.02.
Romeo Is A Dead Man Action-Adventure Windows, PS5, Xbox Series 11.02.
Disciples: Domination Strategie-RPG Windows, Mac, PS5, Xbox Series 12.02.
ChromaGun 2: Dye Hard SciFi-Rätsel Windows, Mac, Linux, PS4, Xbox One, Switch 12.02.
RIDE 6 Rennspiel Windows, PS5, Xbox Series 12.02.
Reanimal Horror-Adevnture Windows, PS5, Xbox Series, Switch 13.02.
High On Life 2 Action-Adventure Windows, PS5, Xbox Series 13.02.
Astrobotanica Survival-Craft Windows 16.02.
Weeny Wise Koop-Abenteuer Windows 18.02.
Star Trek: Voyager – Across the Unknown Survival-Strategie Windows 18.02.
Styx: Blades of Greed Schleich-Abenteuer Windows, PS5, Xbox Series 19.02.
Dead in Antares Survival-Management Windows 19.02.
Emberbane Metroidvania Windows, Mac, Linux 24.02.
Fall of an Empire Globalstrategie Windows 26.02.
Tales of Berseria Remastered JRPG Windows 27.02.
Untamed Kingdom Survival Windows 27.02.
Resident Evil Requiem Survival-Horror Windows, PS5, Xbox Series 27.02.

Die folgende Galerie zeigt die Spiele-Highlights für den PC aus dem Januar 2026:

Auch im laufenden Monat stehen noch einige Spielveröffentlichungen aus. Eine Übersicht der Januar-Releases zeigt die folgende Galerie:


Adaptory erscheint am 26.01.2026. (Bild:

indie.io

)

Siehe dazu auch:


(sem)



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