Künstliche Intelligenz
IT-Sicherheit: Roter Draht zwischen Peking und London
Zum Thema Unterwanderung von IT-Sicherheit tauschen sich fortan hochrangige Vertreter der Sicherheitsapparate der Volksrepublik China und des Vereinigten Königreichs aus. Dafür haben sie einen sogenannten Cyber Dialogue eingerichtet, als Basis für nicht öffentlichen Diskurs. Hintergrund sind laufende IT-Attacken und Spionagecoups.
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Offiziell ist von dem Cyber Dialogue keine Rede. Doch inoffiziell haben Eingeweihte dem Nachrichtendienst Bloomberg davon erzählt. Ziel sei, die Kommunikation zwischen den Sicherheitsverantwortlichen zu verbessern, damit sich diese insgeheim über Abwehrmaßnahmen austauschen können. Dass die Spione von ihren Verbrechen ablassen und sich fortan an geltendes Recht halten, erwartet niemand. Ziel sei vielmehr, Eskalationen zu vermeiden.
Es ist der erste Kommunikationsmechanismus dieser Art zwischen den beiden Staaten, und wahrscheinlich zwischen China und einem anderen Land überhaupt. Bislang seien einschlägige Kontaktaufnahmen oft schwierig gewesen. Der Austausch soll nun formalisiert auf hoher Ebene erfolgen. Parallel hat das Vereinigte Königreich am Donnerstag den Bau einer neuen, ungewöhnlich großen Botschaft Chinas in London genehmigt, samt geheimen Kammern zu geheimen Zwecken.
Chinesen machen ganze Arbeit
Seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren sucht der britische Premierminister Keir Starmer, die Beziehungen zu verbessern. Laufende, China zugeschriebene Angriffe auf britische Infrastruktur und Regierungs-IKT erschweren das. Welche Erfolge britische IT-Spione in China aufweisen können, ist nicht bekannt. Ende des Monats soll Starmer in Peking vorsprechen.
Im Oktober hat Bloomberg berichtet, dass chinesische Spione ein Jahrzehnt lang in als Geheimsache eingestuften britischen IT-Systemen mitgelesen haben. Zudem sei die Kompromittierung Kritischer Infrastruktur durch chinesische Angreifer wesentlich schlimmer, als die britischen Zuständigen bislang öffentlich zugegeben haben.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Nova Launcher: Neuer Besitzer äußert sich zur Zukunft
Der alternative Android-Launcher Nova gehört seit dem 20. Januar 2026 offiziell zum schwedischen Unternehmen Instabridge. Durch den Verkauf vom bisherigen Besitzer Branch, der die Entwicklung des Launchers weitgehend eingestellt hatte, wird dem Projekt offenbar ganz ohne den Gründer Kevin Barry neues Leben eingehaucht. Instabridge erklärt jetzt in einem Beitrag, was die Community erwarten kann.
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Instabridge betont die Vorzüge des Nova Launchers für Android-Smartphones: „Geschwindigkeit, Anpassungsmöglichkeiten und Benutzerkontrolle“. „Als wir sahen, wie sehr sich die Community noch immer dafür interessiert, war uns klar, dass Nova eine stabile Zukunft mit aktiver Wartung verdient“, erklärt der neue Besitzer.
Nova bleibt
Wie aus dem Beitrag hervorgeht, verfolgt Instabridge das „unmittelbare Ziel“, „Nova stabil und kompatibel mit modernem Android zu halten und aktiv zu pflegen“. Zudem sehe die Firma, dass Nova „eine starke Identität und eine Community“ habe, „die sich nach wie vor sehr engagiert“. Diese Community nehme man ernst.
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Instabridge sagt ferner, dass man Nova nicht über Nacht neu erfinden wolle. Stattdessen soll der Fokus bei der weiteren Entwicklung auf „Leistung und Anpassungsmöglichkeiten“ liegen. Zudem steht im Plan, Fehler zu beheben und mit Änderungen bei Android Schritt zu halten. Überdies will der neue Besitzer vor wichtigen Produktentscheidungen Community-Feedback einholen, etwa über Reddit, Play-Store-Bewertungen und E-Mails. Für Support-Anfragen soll „in Kürze“ ein Kontaktkanal bereitgestellt werden.
Nova Prime bleibt werbefrei
Um Nova am Leben zu erhalten und weiterzuentwickeln, sei ein gesundes Geschäftsmodell erforderlich, um „angemessen in Nova zu investieren“. Instabridge prüft derzeit verschiedene Optionen, darunter kostenpflichtige Tarife und integrierte Werbung.
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Das Unternehmen verspricht, dass die Bezahlversion Nova Prime werbefrei bleibe und die entsprechenden Funktionen für bestehende Prime-Nutzer verfügbar bleiben. „Andere Preisoptionen oder -stufen“ könnten aber folgen.
Weiter heißt es: Instabridge wolle „ein sauberes und schnelles Erlebnis bieten, störende Formate vermeiden und eine unkomplizierte Möglichkeit bereitstellen, um das Erlebnis werbefrei zu halten“.
Datenerhebung und Open Source
Die Datenerhebung will die Firma „auf ein Minimum“ beschränken und transparent machen. „Wir verkaufen keine personenbezogenen Daten“, heißt es.
Auch das Thema Open Source von Nova adressiert Instabridge in der Ankündigung, da dies ein Thema war, das Kevin Barry mit Branch diskutiert hatte. Überdies arbeitete Barry bis zu seinem Weggang daran, eine Open-Source-Version des Nova Launchers zu entwickeln.
Der neue Eigentümer prüfe „aktiv“ die Offenlegung. Die „verantwortungsvolle Open-Source-Veröffentlichung eines Produkts umfasst Lizenzierung, Sicherheit, Build-Tools, Beitrags-Workflow und Markenverwaltung“, so Instabridge. „Wir haben noch keine Entscheidung getroffen, werden diese aber transparent kommunizieren, sobald sie gefallen ist.“
(afl)
Künstliche Intelligenz
Disney+ für Meta Quest startet in Deutschland
Die offizielle Disney+-App für Meta Quest ging im Dezember in den USA an den Start und ist seit letzter Woche auch international erhältlich. Unterstützt werden Meta Quest 3, 3S und 2.
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Das Standard-Abo präsentiert Inhalte wie auf anderen Plattformen in maximal Full HD und 5.1-Surround-Sound, während das teurere Premium-Abo mit Ultra HD, HDR und Dolby Atmos aufwartet. Auf Meta Quest 3 und 3S kommen die visuellen Upgrades allerdings kaum zur Geltung, da die Auflösung der LCD-Bildschirme deutlich unter der eines 4K-Displays liegt und diese auch kein HDR unterstützen.
Das 3D-Audioformat Dolby Atmos unterstützt die Meta Quest seit dem System-Update 71. Während herkömmliche Surround-Konzepte den Ton festen Kanälen zuordnen, behandelt Atmos Klänge als einzelne „Objekte“, die sich frei im dreidimensionalen Raum bewegen können. Die VR-Brille erfasst dabei jede Kopfbewegung in Echtzeit, sodass die Klänge stets fest im Raum verortet bleiben und aus der korrekten Richtung wahrnehmbar sind.
Inhalte lassen sich mit beiden Abos auf das Gerät herunterladen und später offline anschauen, was sich etwa bei Reisen anbietet. Damit ist Disney+ nach Amazon Prime Video der zweite große Streamingdienst mit nativer Download-Funktion für Meta Quest. Das für den Quest-Browser optimierte Netflix lässt diese Möglichkeit vermissen. Sowohl Amazon Prime Video als auch Netflix sind zudem auf Full-HD-Darstellung limitiert.
Keine 3D-Filme
Dargestellt werden die Filme und Serien in der Passthrough-Ansicht auf einem virtuellen Display, das sich neben anderen Fenstern (Browser, 2D-Apps) nutzen lässt. Immersive Umgebungen, wie sie das App-Pendant auf Apple Vision Pro bietet, gibt es nicht.
Was im direkten Vergleich zur Apple Vision Pro ebenfalls fehlt, sind 3D-Inhalte. Allerdings sind diese in Deutschland aktuell ohnehin abgeschaltet. Warum das so ist, sagte Disney bislang nicht. Möglicherweise ist ein Patentstreit mit InterDigital für die Streichung dieser und anderen Funktionen wie Dolby Vision verantwortlich.
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Sollte dieser beigelegt werden, könnten eines Tages auch deutsche Quest-Nutzer in den Genuss von 3D-Filmen kommen: Im Quest Store schreiben die Entwickler der App, dass Disney+ auf Meta Quest in Zukunft um 3D-Funktionen erweitert werden soll. Da VR-Brillen hervorragende Abspielgeräte für 3D-Filme sind, liegt bis dahin viel Potenzial brach.
Metas nächste VR-Brille ist angeblich für 2027 geplant und wird Berichten zufolge stärker auf den Medienkonsum ausgelegt sein. Sie könnte somit die Apple Vision Pro über Displays verfügen, auf denen hochauflösende Inhalte wie die von Disney+ besser zur Geltung kommen.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Gartner: Firmen erwarten keinen sofortigen Nutzen von lokalen KI-Fähigkeiten
Der Markt für Desktop-PCs und Notebooks ist 2025 erheblich gewachsen. Zu diesem Ergebnis kommt der Marktforscher Gartner und untermauert damit die vorherigen Beobachtungen von IDC. Während sich die absoluten Zahlen aufgrund unterschiedlicher Zählweisen etwas unterscheiden, sind die relativen Zuwächse ähnlich. Gartner zählt in seiner Statistik alle Desktop-PCs und Notebooks mit Windows, macOS sowie ChromeOS.
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Gartner schätzt die Verkäufe auf 270 Millionen Geräte im gesamten Jahr 2025, ein Plus von 9,1 Prozent gegenüber 2024. Im vierten Quartal waren es demnach 71,5 Millionen, +9,3 Prozent verglichen mit dem vierten Quartal 2024. Zuletzt beobachtete Gartner allerdings einen Rückgang, trotz Rabattaktionen der Hersteller.
| PC- und Notebookverkäufe 2025 (in Millionen Einheiten, Quelle: Gartner) | |||||
| Hersteller | Verkäufe 2025 | Marktanteil 2025 | Verkäufe 2024 | Marktanteil 2024 | Wachstum |
| Lenovo | 73,567 | 27,2% | 62,542 | 25,3% | 17,6% |
| HP Inc. | 57,457 | 21,3% | 53,035 | 21,4% | 8,3% |
| Dell | 41,392 | 15,3% | 39,448 | 15,9% | 4,9% |
| Apple | 24,826 | 9,2% | 22,504 | 9,1% | 10,3% |
| ASUS | 18,512 | 6,9% | 17,351 | 7,0% | 6,7% |
| Acer | 16,963 | 6,3% | 16,927 | 6,8% | 0,2% |
| Andere | 37,501 | 13,9% | 35,839 | 14,5% | 4,6% |
| Gesamt | 270,218 | 100% | 247,646 | 100% | 9,1% |
Windows-10-Support, Zölle und KI
Für das Wachstum nennt der Marktforscher maßgeblich drei Gründe: der auslaufende Windows-10-Support, einhergehend mit hohen Kosten für erweiterte Security-Updates, Unsicherheit vor möglichen Zöllen sowie steigende Speicherpreise. Unternehmen sollen deswegen verstärkt aufgerüstet haben.
Künstliche Intelligenz spielt offenbar nur eine untergeordnete Rolle. „Die meisten KI-PC-Funktionen, wie lokale Inferenz, [haben] im Vergleich zu cloudbasierten KI-Lösungen noch keine signifikanten Produktivitätssteigerungen gebracht“, merkt Gartner an. „Daher führen viele Unternehmen Upgrades in erster Linie durch, um ihre Flotten zukunftssicher zu machen, und nicht, um einen unmittelbaren geschäftlichen Nutzen aus den KI-Fähigkeiten zu ziehen.“
Die Speicherkrise erwähnt der Marktbeobachter nur am Rande. IDC zeigte sich da in seinem Bericht alarmierter mit wahrscheinlichen Verkaufsrückgängen im Jahr 2026.
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(mma)
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