Connect with us

Apps & Mobile Entwicklung

Apples Assistent mit grundlegendem Umbau


Es ist bereits bekannt, dass Google den iPhone-Hersteller technisch unterstützen wird. Nun zeichnen sich erste konkrete Konsequenzen für die Zukunft von Siri ab. Ein aktueller Bericht beschreibt den neuen Weg – mit weitreichenden Folgen.

Seit Jahren gilt Siri als eine der größten Schwächen in der Apple-Welt. Der Sprachassistent reagiert häufig unzuverlässig, missversteht Anfragen oder liefert unpräzise Antworten. Nicht selten verweist Siri Nutzer lediglich auf Suchergebnisse im Web oder ignoriert Eingaben vollständig. Im Vergleich zu modernen KI-Chatbots wirkt Apples Lösung dadurch technisch überholt und hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung zu einem wiederkehrenden Ziel von Spott entwickelt. Nun deutet jedoch vieles darauf hin, dass Apple dieses Kapitel beenden will.

Bereits vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Apple künftig auf die KI-Grundlagen von Google zurückgreift. Nun liefert ein Bericht von Bloomberg weitere Details. Laut Apple-Experte Mark Gurman steht Siri vor einem tiefgreifenden Neustart. Der bisher bekannte Sprachassistent soll in seiner aktuellen Form langfristig keine Rolle mehr spielen.

Ein neuer Assistent ersetzt Siri schrittweise

Intern arbeitet Apple demnach an einem neuen KI-Assistenten mit dem Codenamen „Campos“. Technisch orientiert sich dieser an konversationsfähigen Systemen, wie sie inzwischen von mehreren Anbietern etabliert wurden. Für Nutzer ändert sich zunächst wenig an der Bedienung. Der Assistent kann weiterhin per Seitentaste oder Sprachbefehl auf iPhone, iPad und Mac aktiviert werden.

Die eigentlichen Veränderungen finden unter der Oberfläche statt. Das bisherige Siri-Interface soll vollständig ersetzt werden. Stattdessen plant Apple eine tiefgreifende Integration des neuen Assistenten direkt in die Betriebssysteme. Auch macOS soll von dieser Umstellung profitieren, indem der Assistent systemweit verfügbar ist und kontextbezogen agieren kann.

Apple plant laut Gurman, den neuen Assistenten erstmals im Rahmen der Entwicklerkonferenz im Juni vorzustellen. Die Veröffentlichung erfolgt später zusammen mit den regulären Software-Updates im Herbst.

Mehr Kontext, mehr Verständnis – aber nicht sofort

Kurzfristig sollten Nutzer jedoch keine grundlegenden Neuerungen erwarten. Das für das Frühjahr geplante iOS 26.4 bringt lediglich begrenzte Verbesserungen. Dazu zählen unter anderem eine erweiterte Analyse von Bildschirminhalten, ein verbesserter Zugriff auf persönliche Informationen sowie eine optimierte Websuche. Der große Umbruch kommt aber erst mit iOS 27.

Bemerkenswert ist dabei, dass Apple in diesem Jahr offenbar auf größere Funktionssprünge verzichtet. Laut Gurman liegt der Schwerpunkt der kommenden Systemversionen auf Performance, Stabilität und Fehlerkorrekturen. Der neue Assistent ist dabei die Ausnahme und steht im Fokus der Neuheiten.

Was der neue KI-Assistent leisten soll

Im Mittelpunkt der Neuausrichtung steht die Fähigkeit, echte Dialoge zu führen. Nutzer sollen nicht nur einzelne Befehle absetzen, sondern komplexe Anfragen formulieren, Rückfragen stellen und Unterhaltungen führen können. Apple testet intern zwar eine eigenständige App für den Assistenten, diese soll jedoch nicht für Endnutzer verfügbar sein. Stattdessen ist der Assistent tief in die Betriebssystem integriert, ähnlich wie es heute bereits bei Siri der Fall ist.

Der neue Assistent soll in der Lage sein, Inhalte im Web zu recherchieren, von euch hochgeladene Dateien zu analysieren sowie neue Inhalte zu erstellen, darunter Bilder und Texte. Gleichzeitig erhält er Zugriff auf persönliche Daten wie Nachrichten, Kalender, Musikbibliotheken oder lokal gespeicherte Dateien. Dadurch soll er in der Lage sein, deutlich präzisere und kontextbezogene Antworten zu liefern.

Ein entscheidender Unterschied zu Drittanbieter-Lösungen bleibt jedoch: Apples Assistent soll weiterhin tiefgreifende Systemfunktionen ausführen können. Dazu zählen unter anderem das Tätigen von Anrufen, das Setzen von Timern oder das Öffnen der Kamera. Darüber hinaus kann der Assistent Inhalte der aktuell geöffneten App analysieren und auf dieser Basis konkrete Hilfestellungen leisten.

Die enge Verzahnung mit bestehenden Apps eröffnet zusätzliche Möglichkeiten. So können Nutzer beispielsweise Fotos anhand einer Beschreibung suchen und anschließend bearbeiten lassen oder E-Mails verfassen, die automatisch Informationen aus dem Kalender berücksichtigen. Auch die Kombination mehrerer Apps innerhalb einer Anfrage ist vorgesehen.

Datenschutz als limitierender Faktor

Intern diskutiert Apple jedoch noch, wie weit der neue Assistent gehen darf. Ein zentrales Thema sind dabei die Erinnerungen. Moderne KI-Chatbots speichern frühere Unterhaltungen, um Antworten langfristig zu personalisieren. Apple erwägt laut Gurman, diese Funktion bewusst stark einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten. Als Begründung wird der Schutz der Privatsphäre genannt.

Laut dem Bericht von Bloomberg soll der neue Assistent Apples Designsprache folgen. Im Hintergrund arbeitet jedoch eine angepasste Variante von Googles KI-Technologie. Unklar bleibt bislang, ob Nutzer Zugriff auf ein Archiv früherer Unterhaltungen erhalten. Ohne eine separate App könnte das Wiederfinden älterer Inhalte, etwa generierter Bilder oder Dokumente, erschwert werden.

Ausblick auf den Herbst

Die neuen Betriebssystemversionen für iPhone, iPad und Mac werden derzeit für September 2026 erwartet. Erste Testversionen dürften bereits im Juni erscheinen. Spätestens dann wird sich zeigen, ob Apple mit dem Neustart von Siri tatsächlich den Anschluss an die Konkurrenz findet oder ob der Assistent weiterhin hinter den Erwartungen zurückbleibt.



Source link

Apps & Mobile Entwicklung

Video-Kodierung: Handbrake 1.11.0 erhält neue Hardware- und Format-Unter­stützung


Video-Kodierung: Handbrake 1.11.0 erhält neue Hardware- und Format-Unter­stützung

Bild: Handbrake

Mit Handbrake 1.11.0 haben die Entwickler die Hardware-Unterstützung der bekannten Software zum Umwandeln von Video-Dateien deutlich erweitert. Gleiches gilt für die ohnehin schon große Palette an unterstützten Formaten. Auch an die obligatorischen Fehlerbehebungen wurde gedacht.

Bei Handbrake handelt es sich um eine Anwendung, mit der Video-Dateien umgewandelt werden können. Dabei vereinfachen Voreinstellungen wie Einstellungsprofile die Arbeit, in denen festgelegt werden kann, zu welchen Endgeräten oder Streaming-Plattformen die erstellten Dateien kompatibel sein sollen. Das Programm unterstützt eine Vielzahl von Formaten wie H.264 (x264), H.265 (x265), AV1, MPEG-4 ASP (FFmpeg) oder Theora/VP3.

Das Tool kann sowohl über eine grafische Oberfläche als auch direkt per Kommandozeile angesprochen werden. Die freie und kostenlose Software wird unter den Bedingungen der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht. Eine Alternative stellt unter anderem StaxRip dar.

Neue Hardware und Formate

Mit der neuen Version haben die Entwickler unter anderem 4K-Voreinstellung für AV1 VCN 2160p von Grafikkarten der 9000-Serie von AMD hinzugefügt, womit die Anwendung auch diese direkt für das Umwandeln von Video-Dateien nutzen kann und nicht mehr primär die CPU verwenden muss. Der Vorteil liegt in einer deutlich schnelleren Kodierung. Gleichzeitig weisen die Entwickler darauf hin, dass die Ausgabemaße auf AMD-GPU-Hardware der 7000-Serie falsch sein können, wobei es sich wohl eher um ein AMD-Problem handelt, das von der Software nicht behoben werden kann.

Noch mehr Neuerungen finden sich bei den unterstützten Formaten: So enthält die Anwendung nun auch einen DNxHR- sowie einen ProRes-Encoder, ebenso wurde ein AMD-VCN-AV1-10-Bit-Encoder integriert. Weiterhin wurden Video-Streams im AV1-Format so optimiert, dass diese auf Apple-Software nun einfacher durchsucht werden können. Auch ist mit der neuen Version ein direktes Muxing von FFV1 im MP4-Container erlaubt. Im Audio-Bereich wird nun die PCM-Codierung und Pass-Through unterstützt. Ebenso wurden Voreinstellungen für die Archivierung mit FFV1, FLAC und PCM hinzugefügt.

Darüber hinaus wurden 15 Bibliotheken für diverse Formate und Kodierungen auf den neusten Stand gebracht.

Auch zahlreiche Fehler behoben

Unter Linux wird nun der GtkFileLauncher zum Öffnen von Dateien in Sandbox-Anwendungen verwendet, zudem wurde die Anzeige der Dateigrößen verbessert und die Überprüfung des Speicherplatzes korrigiert. Bei macOS werden hingegen ab sofort Dateinamen-Bezeichnungen in der Warteschlange genau wie im Finder in der Mitte abgeschnitten. Unter Windows setzt die Anwendung nun Microsoft .NET Desktop Runtime 10.0.x voraus, .NET 8 ist hingegen nicht mehr erforderlich. Die Unterstützung für Intel HyperEncode wurde zudem entfernt, da die Funktion upstream laut den Entwicklern veraltet ist.

Eine Auflistung aller Neuerungen und Änderungen bieten die ausführlichen Release Notes.

Ab sofort verfügbar

Handbrake 1.11.0 ist ab sofort auf der Projektseite auf GitHub zur Verfügung. Alternativ kann die Anwendung zur Video-Kodierung wie gewohnt auch bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden.

Downloads

  • HandBrake

    4,7 Sterne

    HandBrake ist eine kostenlose Software für die Transkodierung von Videodateien und DVDs.

    • Version 1.11.0 Deutsch
    • Version 1.9.2, Linux Deutsch
    • +2 weitere



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

OEM-SSD aus China: YMTC PC550 bietet PCIe 5.0 in zwei Formaten


OEM-SSD aus China: YMTC PC550 bietet PCIe 5.0 in zwei Formaten

Bild: YMTC

Der chinesische NAND-Flash-Hersteller YMTC präsentiert die erste PCIe-5.0-SSD unter eigener Flagge. Die YMTC PC550 SSD nutzt TLC-NAND und einen 4-Kanal-Controller für maximal 10.500 MB/s. Zuvor hat der Hersteller bereits Modelle mit PCIe 5.0 unter der Consumer-Marke Zhitai vertrieben.

Inzwischen hat sich YMTC erfolgreich als NAND-Flash-Hersteller und SSD-Anbieter etabliert, einige Produkte haben auch ihren Weg in den westlichen Markt geschafft. Ob das auch für die YMTC PC550 gelten wird, bleibt abzuwarten. Da hier nicht die für Endkunden bestimmte Marke Zhitai genutzt wird, ist zumindest ein Einsatz direkt bei OEMs denkbar. Geworben wird, wie so oft, mit der Eignung für „AI PCs“. Die erste SSD mit PCIe 5.0 von YMTC ist es aber nicht, denn zum Beispiel die bereits Ende 2024 vorgestellte Zhitai TiPro9000 liefert bis zu 14.000 MB/s über PCIe 5.0.

Die YMTC PC550 im Detail

In den Formfaktoren M.2 2280 und M.2 2242 bietet die SSD-Serie YMTC PC550 Speicherkapazitäten von 512 GB, 1 TB oder 2 TB. Die Speicherchips stammen selbstverständlich von YMTC und gehören zum Typ X4-9070. Dabei handelt es sich um den aktuellen 3D-TLC-NAND mit Xtacking 4.0, der laut Berichten 267 Layer besitzt.

YMTC PC550 SSD mit PCIe 5.0 (Bild: YMTC)

Der Controller wird auf der Produktseite nicht klar benannt. Es soll sich aber um ein Modell mit vier Speicherkanälen und Unterstützung für NVMe 2.0 handeln. Ein dedizierter DRAM-Cache kommt nicht zum Einsatz, worauf die Funktion HMB (Host Memory Buffer) hinweist.

Das Maximum von PCIe 5.0 x4 holt die YMTC PC550 lange nicht heraus, denn höchstens 10.500 MB/s sollen lesend und bis zu 10.000 MB/s schreibend erzielt werden. Diese Werte gelten für das 2-TB-Modell, die kleineren sind etwas langsamer. Auch die 1,3 Millionen IOPS zählen nicht zur Spitzenleistung der SSD-Generation mit PCIe 5.0.

Dafür soll die SSD mit weniger als 6 Watt im aktiven Betrieb vergleichsweise sparsam agieren, obgleich moderne Flaggschiffe mit Phison-E28-Controller auch über 14 GB/s bei nur 6,5 Watt schaffen. Die Total Bytes Written liegen bei 300 TB, 600 TB und 1.200 TB und damit auf dem typischen Niveau für SSDs mit TLC-Speicher.

Bald auch in PCs für Europa und USA?

Aufgrund der andauernden Speicher-Knappheit erwägen westliche OEMs laut Berichten den Einsatz von chinesischen Produkten. Hier könnte eine SSD wie die YMTC PC550 also durchaus Abnehmer abseits des Heimatlandes finden.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Japan Display (JDI): USA sollen moderne Display-Fabrik für 13 Mrd. Dollar erhalten


Japan Display (JDI): USA sollen moderne Display-Fabrik für 13 Mrd. Dollar erhalten

Bild: JDI

Quellen von Reuters bestätigen einen Bericht aus Asien vom Wochenende. Demnach planen Japan und die USA gemeinsam mit dem Hersteller Japan Display die Errichtung einer großen Display-Fabrik in den USA. Das gesamte Projekt soll 13 Milliarden US-Dollar Investitionen umfassen.

Einstimmige Berichte über neue Display-Fabrik

Zunächst hatte Nikkei Asia am Sonntag darüber berichtet, dass die japanische Regierung an Japan Display herangetreten sei, um mit diesem Hersteller gemeinsam eine moderne Display-Fabrik in den USA zu errichten. Das genannte Volumen von 13 Milliarden US-Dollar für die Fabrik würde dann aus einem 550 Milliarden US-Dollar schweren Investitionspaket des Landes Japan kommen, heißt es weiter.

Am heutigen Montag bestätigte die Nachrichtenagentur Reuters die mutmaßlichen Pläne unter Berufung auf zwei anonyme Quellen. Der Aktienkurs von Japan Display Inc. (JDI) hat sich gegenüber dem vergangenen Freitag mehr als verdoppelt.

USA wollen unabhängiger von China werden

Mit der neuen Display-Fabrik wollen die USA die heimische Fertigung stärken, um künftig unabhängiger von China zu sein. Beim Einsatz der chinesischen Displays beim US-Militär sei man besorgt.

Laut dem Marktforschungsunternehmen Counterpoint besaß China im Jahr 2023 bereits einen Anteil von 68 Prozent am weltweiten Display-Markt. Die Prognose lautet, dass dieser Anteil bis 2028 auf 75 Prozent ansteigen könne.

Neue Chance für JDI

Japan Display war 2012 aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Display-Sparten von Hitachi, Sony und Toshiba entstanden und zählte einst zu den führenden Anbietern von LCDs. Unter anderem belieferte JDI den Großkunden Apple mit LC-Displays für iPhones. Doch nachdem Apple von LCD- zu OLED-Technik gewechselt hatte und zusätzlich die chinesischen LCD-Hersteller dank niedrigerer Preise immer stärker wurden, geriet JDI ins Straucheln. Seitdem kämpfte das Unternehmen mit Verlusten und musste 2023 sogar Insolvenz anmelden.

Zuletzt habe sich JDI auf Fahrzeug-Displays konzentriert und die Produktion von OLED-Panels für die Apple Watch eingestellt. Die japanische Regierung habe zwischenzeitlich mehr als 460 Milliarden Yen (rund 2,9 Mrd. US-Dollar) in JDI investiert, sei im vergangenen Jahr aber mit einem Verlust von einem Drittel der Summer ausgestiegen.

Letztlich könnte JDI mit der erneuten Hilfe von Japan und nun den USA wieder einen Aufwind erfahren.

eLEAP für Auto-Displays

Auf technischer Seite hatte JDI in den letzten Jahren mit seiner effizienten OLED-Technik eLEAP für Aufsehen gesorgt. Sowohl LG als auch Samsung sollen diese Technik in Augenschein genommen haben. Bisher ist aber nichts über etwaige Lizenzgeschäfte bekannt. JDI selbst hatte im Dezember 2024 ein 80 cm breites eLEAP-Display für Fahrzeuge vorgestellt (PDF), das mit 6.480 × 880 Pixeln auflöst und eine Leuchtkraft von 1.000 cd/m² bei nur 14 Watt Leistungsaufnahme erreichen soll.



Source link

Weiterlesen

Beliebt