Künstliche Intelligenz
IT-Arbeitsmarkt trübt sich weiter ein
Die Nachfrage am IT-Arbeitsmarkt hat weiter nachgelassen. Das geht aus dem Fachkräfte-Index des Personaldienstleisters Hays hervor, der der iX-Redaktion vorliegt. Die vom Anbieter erfassten Stellenausschreibungen für IT-Fachkräfte sind demnach im vierten Quartal 2025 auf rund 67.500 gesunken, womit sich der Abwärtstrend des Jahres fortsetzte. Im Vergleich zum vorigen Quartal liegt das Minus damit bei sieben Prozent, zum Vorjahresquartal sind es sogar minus 18 Prozent.
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Im Jahresvergleich wurde ungefähr ein Fünftel weniger ausgeschrieben. Von Werten deutlich über 100.000 Jobangeboten, wie sie Hays von 2022 bis Anfang 2024 verzeichnet hat, entfernt sich der Markt immer weiter. Das Minus zeigt sich abgesehen von leichten Zugewinnen bei Datenbank- und SAP-Entwicklern in praktisch allen von Hays erfassten IT-Jobs. So ist etwa die Zahl der Ausschreibungen für IT-Berater mit etwas über 9500 erstmals seit 2021 wieder in den vierstelligen Bereich gefallen.
ITler weniger betroffen als der Gesamtmarkt
Der Rückgang bei den IT-Jobs sei aber geringer als der Einbruch der Fachkräftenachfrage im Gesamtmarkt, stellt Hays fest. Demnach hat sich die Nachfrage im gesamten Jahr 2025 in nahezu allen Wirtschaftsbereichen weiter abgeschwächt. So brachte das vierte Quartal 2025 im Jahresvergleich ein Minus von 25 Prozent. Besonders deutlich falle der Rückgang in den industriellen und unternehmensnahen Dienstleistungsbranchen aus. Bei Ingenieuren sank die Zahl der Stellen im Quartalsvergleich um rund 11 Prozent, im Jahresvergleich sogar um fast ein Drittel (32,3 Prozent). Ähnlich stark brach die Nachfrage nach HR-Personal ein, mit einem Minus von 31,3 Prozent übers Jahr. Einbezogen werden laut Hays Stellenanzeigen der meistfrequentierten Online-Jobbörsen, von Tageszeitungen sowie dem Business-Netzwerk Xing.
Strukturell gesehen bleibe IT wegen Digitalisierung, KI-Einführung und Automatisierung auch im Jahr 2025 einer der Fachkräftebereiche mit der höchsten Nachfrage, ist man sich bei Hays sicher. Andreas Sauer, Bereichsleiter Technology bei Hays, führte dazu aus: „Unternehmen reduzieren zwar ihre Einstellungsvolumina, verzichten jedoch nicht auf kritische IT-Kompetenzen. Insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung, SAP, IT-Architektur, Automatisierung und KI/Data bleibt der Bedarf strukturell hoch. Digitale Transformation wird daher auch in konjunkturell angespannten Phasen nicht ausgesetzt, sondern nur selektiver und strategischer betrieben.“
Ob 2026 neue Impulse bringt, bleibt abzuwarten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sieht im Januar noch einen Arbeitsmarkt „ohne Kraft“ und auch keinen klaren Aufschwung angesichts der Verluste in der Industrie. Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent, wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts sagte. Im vergangenen Herbst hatte Reiche noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,3 Prozent gerechnet. 2025 gab es ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Apple holt Halide-Mitgründer Sebastiaan de With ins Design-Team
Apple hat einen bekannten unabhängigen App-Designer in sein Design-Team eingestellt. Sebastiaan de With ist Nutzern unter anderem als Mitbegründer von Lux, dem Herausgeber der iPhone-Kamera-App Halide bekannt. Bei Apple wirkt er künftig am Human Interface Design mit, teilte er in einem Post auf mehreren sozialen Netzwerken mit. Der aus den Niederlanden stammende de With kennt Apple bereits sehr gut, hat er doch für das Unternehmen früher schon einmal gearbeitet und dort an der iCloud bezeihungsweise MobileMe und den Wo-ist-Apps mitgewirkt.
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De With hatte sich bereits im Vorfeld der Vorstellung des neuen Liquid-Glass-Designs in einem Blogpost intensiv Gedanken über Apples Designausrichtung gemacht. Seine Vorstellungen gefielen vielen Kommentatoren besser als das tatsächlich vorgestellte neue Design von Apple, weshalb von einigen an seinen Wechsel zu Apple Hoffnungen geknüpft werden. Als auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2025 schließlich die Veränderungen in den Apple-Betriebssystemen vorgestellt wurden, bewertete er selbst diese in Posts überwiegend positiv.
Veränderungen in Apples Design-Team
Nicht gut war er hingegen auf den inzwischen zu Meta gewechselten Designchef Alan Dye zu sprechen. Als im Dezember dessen Weggang bekannt wurde, zählte de With zu den größten Kritikern seines Abschieds-Posts. Jüngst wurde bekannt, dass Hardware-Chef John Ternus angeblich neu für das Hard- und Software-Design verantwortlich zeichnet.
Mit der beruflichen Veränderung von de With verstummt zugleich eine viel beachtete Stimme, wenn es um die Bewertung der iPhone-Kameras geht. Seit Jahren meldete sich der passionierte Fotograf nach der Veröffentlichung neuer Geräte mit seitenlangen Rezensionen, die – gespickt mit zahlreichen Beispielfotos – einen fachkundigen Blick auf die Entwicklung der iPhone-Kameras gewährten. Zuletzt bewertete er das iPhone Air und das iPhone 17 Pro.
Halide wird fortgesetzt
Zumindest Nutzer der App Halide können aber wohl aufatmen. Entwickler und Lux-Mitbegründer Ben Sandofsky meldete sich nach Bekanntwerden des Wechsels von de With auf Reddit zu Wort. In einem Post erklärte er, dass eine öffentliche Vorschau von Halide Mark III veröffentlicht wurde und er sehr optimistisch in die Zukunft blicke. Beobachter wundern sich allerdings darüber, dass er de With mit keinem Wort erwähnt und die erste Veröffentlichung der App vor zehn Jahren für sich reklamiert. Nutzer merkten an, dass es um de With schon seit Oktober ruhig geworden sei.
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Lux gibt auch die Apps Spectre (für Langzeitbelichtungen), Kino (für Videos) und Orion (Nutzung des iPads als HDMI-Screen) heraus – auch diese Apps dürften wohl weiterentwickelt werden. Sandofsky betonte, dass die App-Entwicklung inzwischen sein Hauptberuf sei.
(mki)
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„Der nächste große Schritt“: GOG Galaxy soll offenbar auf Linux portiert werden
„Linux ist der nächste große Schritt“: Per Stellenausschreibung sucht GOG aktuell nach einem neuen Entwickler, der den Client GOG Galaxy auf Linux bringen soll. Bislang gibt es den Client des DRM-freien Spielestores nämlich nur unter Windows und macOS – um GOG auf Linux zu nutzen, sind noch unabhängige Clients notwendig.
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Das soll sich offenbar bald ändern. GOG wird in der Stellenausschreibung sehr konkret: „Wir suchen einen Senior Engineer, der dabei hilft, die Architektur, Tooling-Landschaft und Entwicklungsstandards von GOG Galaxy mit Linux von Anfang an fest im Blick zu gestalten“, heißt es darin. Die Aufgabe des Entwicklers wäre es, die Linux-Version von GOG Galaxy zu bauen und zu pflegen, heißt es weiterhin. Bislang hat GOG den offensichtlich geplanten Linux-Port von GOG Galaxy nicht offiziell angekündigt. Es ist unklar, wann er fertig sein soll. Zuerst hat GamingOnLinux über die Stellenausschreibung berichtet.
Es gibt Alternativen
Bislang kann man GOG Galaxy nicht direkt unter Linux-Systemen wie zum Beispiel auf Valves SteamOS nutzen. Stattdessen muss man andere Clients installieren, die die GOG-Bibliothek einbinden können. Dazu gehören MiniGalaxy, Lutris oder der Heroic Games Launcher.
GOG ist ein Store für DRM-freie Spiele, die über den Client GOG Galaxy verwaltet werden. Während bisherige Tools oft mit Funktionseinschränkungen einhergingen, dürfte ein Linux-Port von GOG Galaxy das komplette Feature-Set inklusive Achievements, Overlay und Store-Funktionalität bieten. Für das Installieren von Spielen ist der Client aber nicht notwendig: Weil GOG-Titel keinen Kopierschutz haben, kann man sie schlicht über einen Browser herunterladen und auf jedem beliebigen System installieren.
Neuer (alter) GOG-Besitzer
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Jüngst hat GOG den Besitzer gewechselt: Michał Kiciński hat der polnischen Spielefirma CD Projekt die Spieleplattform zu einem Preis von 90,7 Millionen Złoty abgekauft, was etwa 20,5 Millionen Euro entspricht. Kiciński hat sowohl GOG als auch CD Projekt mitgegründet. Er steigt durch den Deal zum alleinigen Besitzer von GOG auf. Spiele von CD Projekt sollen aber weiterhin bei GOG verfügbar bleiben. Auch künftige Titel sollen bei GOG erscheinen.
GOG wurde 2008 als „Good Old Games“ gegründet, um vor allem klassische Videospiele zu verkaufen. Ein Teil dieser Aufgabe bestand auch darin, diese Spiele auf dem Stand zu halten und für Kompatibilität mit modernen Systemen zu sorgen. Neben älteren Spielen führt GOG aber auch einige Neuerscheinungen – allen voran die Titel von CD Projekt. Aber auch einige Indie-Studios veröffentlichen ihre Titel direkt zum Release auf GOG. Insgesamt umfasst das Portfolio von GOG 11.000 Spiele.
(dahe)
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Fahrradmesse Eurobike schrumpft und setzt auf Neuanfang
Die Frankfurter Fahrradmesse Eurobike findet im laufenden Jahr in einem deutlich kleineren Rahmen statt. Im Westen des Frankfurter Messegeländes sollen für die 34. Ausgabe nur drei statt bislang fünf Hallen belegt werden, wie aus einer Mitteilung des Veranstalters Fairnamic hervorgeht. Schon zuvor war angekündigt worden, dass die Messe um einen Tag verkürzt wird. Sie findet nun vom 24. bis zum 27. Juni 2026 statt.
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Hintergrund ist ein Streit um die künftige Ausrichtung der größten deutschen Fahrradmesse, die einst in Friedrichshafen gegründet wurde. Nach vier Veranstaltungen in Frankfurt hatten der Zweirad-Industrieverband (ZIV) und die Vereinigung Zukunft Fahrrad die Zusammenarbeit aufgekündigt. Sie kritisierten fehlende Ordermöglichkeiten, hohe Standmieten und mangelnde politische Relevanz der Messe. Die Zahlen der Fachbesucher und des allgemeinen Publikums waren zuletzt rückläufig.
Bosch und ZEG fehlen
Wichtige Hersteller wie Bosch eBike Systems haben die Teilnahme für 2026 abgesagt. Schon 2025 fehlten große internationale Fahrrad- und Komponentenhersteller sowie Europas größtes Händlernetzwerk Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft (ZEG).
In der Zwischenzeit hat sich die Frankfurter Messegesellschaft stärker in dem Gemeinschaftsunternehmen mit der Messe Friedrichshafen engagiert. Der neu berufene Fairnamic-Geschäftsführer Philipp Ferger weist auf eine Wiederannäherung mit den Verbänden hin: „Die Gespräche in Brüssel haben gezeigt, dass es ein gemeinsames Interesse an einer starken, zukunftsfähigen Eurobike gibt. Die Eurobike 2026 ist dabei ein wichtiger Meilenstein, um gemeinsam die Grundlage für ein weiterentwickeltes Messekonzept ab 2027 zu legen.“
(dahe)
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