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Telekom und Nvidia: Deutschlands erste KI-Fabrik mit 10.000 GPUs ist online

Die Telekom hat heute ihre erstmals im Sommer 2025 in Aussicht gestellte KI-Fabrik mit rund 10.000 Nvidia-GPUs der Blackwell-Generation in Betrieb genommen. Die AI-Kapazität in Deutschland soll damit auf einen Schlag um 50 Prozent gesteigert werden. Das Rechenzentrum am Münchener Tucherpark hat bereits mehrere Kunden.
Erstmals zu hören war von der KI-Fabrik durch Nvidia-CEO Jensen Huang im Rahmen der GTC Paris im Juni 2025. Kurz darauf folgten weitere Details, bevor man sich schließlich im November letzten Jahres auf einen Start Anfang 2026 festlegte. Für diese Ankündigung (und ein wenig Marketing) war Jensen Huang sogar nach Berlin gereist.
Betrieb vollständig mit erneuerbaren Energien
Heute ist der Startschuss gefallen, Deutschland hat eine erste KI-Fabrik. Für das Datacenter wurde ein ehemaliges Rechenzentrum der Hypovereinsbank im Tucherpark im Münchener Stadtteil Schwabing-Freimann gewählt. Der Standort mit einer Fläche von etwa 10.700 m² musste entkernt und grundlegend modernisiert werden, etwa mit einer leistungsstarken Glasfaseranbindung.
Das Rechenzentrum wird vollständig aus erneuerbaren Energien betrieben. Es sei auf höchste Energieeffizienz ausgelegt. Die Abwärme werde in Zukunft das gesamte Quartier Tucherpark mit Wärme versorgen. Ein modernes Kühlkonzept setzt auf Kühlung des Rechenzentrums durch Wasser des nahegelegenen Eisbaches. Den Energiebedarf bezifferte Telekom-CEO Timotheus Höttges im November auf 12 Megawatt. Die Telekom betreibt und least derzeit insgesamt 184 Rechenzentren mit einem Energiebedarf von 390 MW.
Nvidia DGX B200 und RTX Pro Server für insgesamt 0,5 ExaFLOPS
Gekühlt werden 10.000 GPUs der Blackwell-Generation, genauer gesagt eine Mischung aus Nvidia DGX B200 und RTX Pro Server. DGX B200 ist die weniger dicht gepackte, luftgekühlte x86-Plattform von Nvidia, bei der sich ein Node aus zwei Xeon Platinum 8570 und acht Nvidia B200 für insgesamt 16 GPU-Dies zusammensetzt. Bis zu 72 PFLOPS für das Training und 144 PFLOPS für das Inferencing stellt eines dieser Systeme bei einem Energiebedarf von bis zu 14,3 kW zur Verfügung. Bei den RTX Pro Servern handelt es sich um luftgekühlte Systeme mit acht RTX Pro 6000 Blackwell Server Edition via PCIe. Die Telekom gibt die Gesamtrechenleistung mit bis zu 0,5 ExaFLOPS an. Damit könnten alle 450 Millionen EU-Bürger gleichzeitig einen KI-Assistenten nutzen.
Daten sollen vollständig in Deutschland verbleiben
Geschaffen werden soll eine digitale Infrastruktur für öffentliche Einrichtungen und innere Sicherheit. Die physische Infrastruktur stellt die Telekom, involviert war auch der Datacenter-Partner Polarise. SAP steuert die eigene Business Technology Platform und Anwendungen bei. Von einem „Deutschland-Stack“ und deutscher KI-Souveränität war zur Ankündigung in Berlin die Rede. Auf diesem Stack sollen künftig alle digitalen Lösungen für die genannten Zielgruppen entwickelt werden. Während die Technologie aus den USA und Deutschland stammt, soll der Betrieb nur in deutscher und europäischer Hand liegen. Die Daten sollen vollständig in Deutschland verbleiben.
Telekom vermeldet ein Drittel Auslastung zum Start
Die KI-Fabrik sei mit den bisherigen Kunden bereits über ein Drittel ausgelastet, sagte die Telekom heute. Im B2B-Sektor sind das Siemens, Agile Robots, Wandelbots, PhysicsX und EY. Mit Quantum Systems ist zudem ein deutscher Hersteller von zivilen und militärischen Überwachungsdrohnen vertreten. Und im B2C-Segment schafft die Telekom mit dem Datacenter neue Inferencing-Kapazitäten für den AI-Anbieter Perplexity. Die KI-Fabrik steht ab sofort Kunden aus Industrie, Start-ups, Forschung und öffentlichem Sektor zur Verfügung. Unternehmen können Rechenleistung und Plattformdienste flexibel nach Bedarf buchen – von Pilotprojekten bis hin zu unternehmenskritischen Produktionssystemen.
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Tablet-Markt 2025: Apple weit vor Samsung, Lenovo gestärkt auf Platz 3

In den Jahren 2021, 2022 und 2023 kämpfte der Tablet-Markt mit einem Rückgang, konnte sich im Jahr 2024 jedoch erholen. Und im Jahr 2025 ging es abermals aufwärts: Weltweit wurden 162 Millionen Einheiten verkauft, was einem Wachstum von 9,8 Prozent entspricht.
Das entspricht dem Wachstum des Marktes im 4. Quartal, in dem mit 43,8 Millionen Tablets etwas mehr als ein Viertel des Jahresabsatzes erzielt wurde.
Das 4. Quartal 2025 im Detail
Unangefochten an der Spitze des Tablet-Marktes stand im 4. Quartal Apple. Der Konzern konnte im vierten Quartal 2024 sowohl bei den absoluten Absatzzahlen als auch dem Marktanteil zulegen konnten. 19,6 Millionen Einheiten der iPad-Familie konnte Apple im vierten Quartal absetzen und damit einen Marktanteil von 44,9 Prozent für sich verbuchen.
Samsung behauptet Platz zwei mit 6,4 Millionen Einheiten und einem Marktanteil von 14,7 Prozent, musste gegenüber dem vierten Quartal 2024 jedoch Federn lassen. 2024 setzte Samsung noch 7,1 Millionen Einheiten ab und erreichte einen Marktanteil von 17,8 Prozent. Der Gewinner des Jahresvergleiches ist Lenovo: Der chinesische Hersteller konnte 3,865 Millionen Einheiten absetzen und sich mit 8,8 Prozent hinter Samsung einen eindeutigeren 3. Platz als im vergangenen Jahr sichern. Damals lagen Huawei und Xiaomi nicht weit dahinter. Beide konnten ebenfalls im 4. Quartal 2025 wachsen, aber nicht so stark.
Wachstum in der ganzen Welt*
Getrieben wurde das Wachstum des Tablet-Marktes laut Omdia durch ein starkes Wachstum in Mittel- und Osteuropa gefolgt vom asiatischen und pazifischen Raum. In diesen Regionen verzeichneten die Märkte jeweils zweistelliges Wachstum, während die Nachfrage in Nordamerika nicht mithalten konnte.
Ausblick auf das Jahr 2026
Für 2026 wird erwartet, dass der Tablet-Markt im Zuge der aktuellen Speicherkrise unter einen zunehmenden Druck gerät. Bei Smartphones deuten sich bereits signifikante Preissteigerungen an, die auch auf den Tablet-Markt überschwappen könnten – mit negativen Entwicklungen auf die ausgelieferte Stückzahl; ob auch auf den Umsatz, bleibt abzuwarten.
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Diese Crime-Serie überrascht » nextpit
Ein falscher Handgriff, ein übersehener Hinweis und plötzlich kippt die Hierarchie. Diese Serie erzählt davon, wie jemand aus dem Hintergrund ins Zentrum rückt und dabei ein ganzes System durcheinanderbringt.
Stellt Euch vor, Ihr wischt nachts Böden und stolpert dabei über einen Fehler, den ausgebildete Ermittler übersehen haben. Genau an diesem Punkt setzt High Potential an. Die Serie nimmt Euch mit in den Polizeialltag von Los Angeles, dreht aber die Perspektive konsequent um.
Eine Hauptfigur, die in keine Schublade passt
Im Zentrum steht Morgan Gillory, gespielt von Kaitlin Olson. Alleinerziehende Mutter, Reinigungskraft und hochintelligent. Ihr IQ liegt jenseits der Skala, ihre Beobachtungsgabe ist messerscharf. Was andere mühsam zusammensetzen, erkennt sie in Sekunden.
Als Morgan während einer Nachtschicht einen Ermittlungsfehler korrigiert, ist klar: Das bleibt nicht folgenlos. Statt Ärger bekommt sie einen ungewöhnlichen Platz im Morddezernat. Als beratende Zivilkraft soll sie helfen und bringt dabei mit ihrer assoziativen Denkweise das eingespielte Regelwerk gehörig ins Wanken.
Crime trifft Comedy – ohne Slapstick
High Potential folgt grundsätzlich bekannten US-Crime-Strukturen. Es gibt Mordfälle, Verhöre und Ermittlungsroutinen. Doch die Serie lebt davon, diese Muster immer wieder aufzubrechen. Morgans Gedankensprünge fühlen sich an wie Abkürzungen durch ein Labyrinth, während das restliche Team noch den Lageplan studiert. Der Humor bleibt dabei trocken und punktgenau. Statt lauter Gags setzt die Serie auf Situationskomik und Reibung. Morgan ignoriert Hierarchien, stellt unbequeme Fragen und trifft Schlussfolgerungen, bevor andere überhaupt angekommen sind. Genau daraus entsteht der Reiz. Das kommt vor allem bei Kritikern auf Rotten Tomatoes überraschend gut an. Die Serie sicherte sich eine Bewertung von stolzen 98 Prozent. Auch das Publikum zeigt sich mit einer Wertung von 78 Prozent angetan von dem ungewöhnlichen Mix.
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Staffel 2: Mehr Tiefe, weniger Showeffekt
Wenn Ihr nicht über Staffel 2 gespoilert werden möchtet, bevor Ihr Staffel 1 gesehen habt, auch wenn es nur leichte Spoiler sind, solltet Ihr diesen Absatz lieber überspringen. Denn in der zweiten Staffel ist Morgan längst kein Zufallsexperiment mehr. Sie ist Teil des Teams, wenn auch weiterhin umstritten. Die Fälle werden komplexer, moralisch grauer und persönlicher. Nicht jedes Problem lässt sich logisch lösen, nicht jede Wahrheit klar benennen.
Gleichzeitig rückt Morgans Vergangenheit stärker in den Fokus. Alte Entscheidungen und familiäre Brüche holen sie ein und beeinflussen ihre Arbeit. Die Serie verschiebt den Schwerpunkt: weniger Wow-Momente durch Hochbegabung, dafür mehr psychologische Tiefe und Teamdynamik.
Warum sich der Blick lohnt
High Potential basiert auf der französischen Erfolgsserie HPI – Haut Potentiel Intellectuel, wurde für die US-Version aber bewusst entschlackt. Statt Exzentrik um der Exzentrik willen bekommt Ihr eine Figur, die verletzlich, scharf und unbequem zugleich ist. Aktuell stehen Euch auf Disney+ zwei Staffeln zur Verfügung. Wenn Ihr Crime-Serien mögt, die vertraute Wege gehen und sie dann elegant verlassen, ist High Potential genau die richtige Überraschung.
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Western Digital (WD): Zwei neue Techniken für HDDs mit 1,2 GB/s
Während Festplatten immer mehr Terabyte speichern können, stagniert die Leistung nahezu oder nimmt pro Terabyte sogar ab. Das will Western Digital (WD) bald ändern. Durch die Kombination von „High Bandwidth Drive“ und „Dual Pivot“ soll sich der Durchsatz von 300 MB/s auf 1,2 GB/s vervierfachen.
High Bandwidth Drive Technology (HBDT)
Die erste neue Technik nennt WD High Bandwidth Drive Technology (HBDT). Das Prinzip klingt zunächst einfach: Statt wie bisher nur auf eine Datenspur (Track) der Magnetscheiben zuzugreifen, sollen künftig zwei davon gleichzeitig gelesen und geschrieben werden. Dadurch wird der Durchsatz verdoppelt, wie der Hersteller mit einem Vorserienmodell demonstriert hat. Während die herkömmliche HDD etwa 274 MB/s erreicht, sind es bei dem HBDT-Modell 554 MB/s, womit bereits am Limit der SATA-Schnittstelle gekratzt wird.
Für die Zukunft wird erwogen, sogar bis zu acht Tracks simultan zu nutzen, wodurch die Leistung noch höher ausfallen würde.
Im Unternehmensblog und in Videos wird die im Rahmen des Investor Day vorgestellte Technik genauer beschrieben. Der Schlüssel dahinter ist der sogenannte Triple-Stage-Actuator, mit dem die Lese/Schreib-Köpfe der Festplatten präziser als zuvor über den rotierenden Magnetscheiben platziert werden können. Bildlich gesprochen stellen die drei Aktoren nun einen Arm mit Schulter (Actuator), Ellenbogen (Milli-Actuator) und Handgelenk dar. Letzteres ist der besonders fein arbeitende Micro-Actuator, der auch den weiteren Weg der ePMR-Festplatten ebnen soll.
Die Spuren können damit präziser und schneller angesteuert werden, erklärt WD. Dies ermögliche nun „die gleichzeitige, genaue Positionierung der Köpfe über mehrere Spuren“ hinweg. Allerdings müssen diese „paarweise“ direkt nebeneinander liegen. Der Durchsatz skaliere mit der Anzahl der aktiven Köpfe und Spuren. Während sich die sequenziellen Transferraten bei zwei Spuren verdoppeln, seien die Zugewinne bei wahlfreien Zugriffen sehr variabel, was allein daran liegt, dass Daten eben nicht immer auf nebeneinander liegenden Spuren platziert sind. Im schlechtesten Fall gebe es dann bei kleinen Dateien gar keine Leistungssteigerung und im besten Fall das bis zu 1,7-Fache bei größeren Dateien.
Dual Pivot Technology (DPT)
Mit Dual Pivot (übersetzt doppelter Drehpunkt) greift WD den Ansatz der Dual-Actuator-Technik auf, die zuerst Seagate und später auch WD zwischenzeitlich eingeführt hatten. Es kommen also zwei „Arme“ mit Köpfen zum Einsatz, wodurch die Leistung erhöht werden kann. Doch da diese bisher übereinander gestapelt waren, musste aus Platzgründen auf Magnetscheiben verzichtet werden. Daher nahm die Speicherkapazität ab. Dies sei der Hauptgrund dafür, dass diese Technik bisher erfolglos geblieben sei. Es habe sich wirtschaftlich schlicht nicht rentiert, argumentiert WD.
Beim neuen Ansatz Dual Pivot sitzen die beiden Aktoren nicht übereinander, sondern gegenüberliegend auf gleicher Ebene neben den Scheiben. Die zusätzlichen Kosten für den zweiten Aktor bleiben zwar bestehen, doch können wieder mehr Scheiben eingesetzt werden, da vertikal genügend Platz vorhanden ist. Wenn die Köpfe an einem Aktor nur die Oberseite der Scheiben ansteuern, während der andere die Unterseite übernimmt, ließe sich zudem der Abstand zwischen den Scheiben weiter verringern, um noch mehr von diesen unterzubringen. Das wird als Beispiel angeführt, könnte aber den beschriebenen Weg zu 14 Plattern in einem 3,5″-Gehäuse ebnen, den WD einschlagen will.
Die unabhängig voneinander agierenden Aktoren sorgen für höheren Durchsatz und mehr IOPS.
Kombiniert für vierfachen Durchsatz
Die eingangs erwähnte Steigerung der Datentransferrate von bisher maximal 300 MB/s auf 1.200 MB/s oder 1,2 GB/s soll durch eine Kombination aus HBDT mit zwei Spuren und der Dual-Pivot-Technik erreicht werden. Damit soll sichergestellt werden, dass kommende HDDs der 100-TB-Klasse beim Durchsatz pro Terabyte das gleiche Niveau wie derzeitige 26-TB-HDDs erreichen.
Für die ferne Zukunft ist Achtspur-HBDT mit Dual Pivot angedacht, was 4,8 GB/s ermöglichen würde, so die Prognose von WD. Dann könnten solche HDDs sogar mit mancher SSD beim Durchsatz mithalten. Die erheblich geringeren Zugriffszeiten beim NAND-Flash-Speicher wären damit aber nicht zu erreichen.
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