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Wie KI-Bilder Marketing und Unternehmenskommunikation verändern


Künstliche Intelligenz verändert Art und Tempo, wie Unternehmen visuelle Inhalte entwickeln. Wo früher Fotoshootings, Models, Designspezialisten und aufwendige Nachbearbeitungen nötig waren, entstehen heute in Sekunden Bilder und Kampagnen per Textbefehl. Doch wer das Potenzial dieser Technologie nutzen will, braucht mehr als ein gutes Tool: Er braucht Tool-Know-how und eine klare Vorstellung von der gewünschten Bildwirkung.

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Was sind KI-Bilder

Ein KI-generiertes Bild ist ein Bild, das mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Hierfür analysiert die KI Millionen von Bilddaten, erkennt typische Strukturen, Lichtverhältnisse und Kompositionen und setzt dieses Wissen ein, um ein neues Motiv zu generieren.

Hinweise was KI-Bilder sind. Merkmale sind neben der Erstellung mit Hilfe einer KI, die Millionen von Bildern aus ihren Datenbanken analysiert auch typische Strukturen und Kompositionen.
Was sind KI-Bilder? Quelle: Erstellt vom Autor mit ChatGPT.

Was KI-Bilder leisten können

KI-generierte Bilder unterscheiden sich grundlegend von Stockfotos. Während lizenzfreie Bilder aus Datenbanken oft austauschbar und wenig spezifisch wirken, lassen sich KI-Bilder exakt auf Zielgruppen und Corporate Design abstimmen. Sie sind individualisierbar, anpassbar und nahezu grenzenlos einsetzbar – ob für Mock-ups, Produktpräsentationen oder Imagekampagnen.

Gerade im Marketing eröffnen KI-generierte Bilder neue Wege, Ideen schnell zu visualisieren und zu testen. Erste Entwürfe lassen sich kostengünstig entwickeln und testen, bevor sie in Produktion gehen. Alternative Varianten können ebenso schnell generiert und erneut getestet werden. Das spart Zeit und Kosten.

Fotografieren oder generieren: Authentizität verliert an Bedeutung

Noch gelten KI-Bilder oft als unnatürlich. Doch der Maßstab „authentisch“ verliert in der Bildkommunikation zunehmend an Relevanz. Schon heute ist kaum zu unterscheiden, ob ein Motiv fotografiert oder generiert wurde. Entscheidend bleibt allein die Wirkung auf die Zielgruppe. 

Ein gutes Bild im Marketing, ist ein Bild, das berührt, oder Interesse weckt – unabhängig davon, wie es entstanden ist. Für Unternehmen heißt das: Glaubwürdigkeit entsteht nicht mehr durch die Kamera, sondern durch Bilder, die zur Marke und zur Botschaft passen.

Wie gute KI-Bilder entstehen

Einfach gesagt: Ohne Wissen kein gutes Bild. Gerade Einsteiger machen den Fehler, mit einem einfachen Prompt zu starten und das Erstbeste Ergebnis zu akzeptieren. Professionelle Ergebnisse entstehen erst, wenn Sie wissen, 

  • welches Tool für welchen Zweck geeignet ist,
  • wie Sie präzise Prompts für Bilder formulieren,
  • und welche Fachbegriffe, Stile oder Techniken aus Fotografie oder Design Sie einbeziehen sollten.
Vier Schritte zum KI-Bild. Erst passendes KI-Programm auswählen. Dann genaue und detaillierte Eingaben vornehmen. Hier sind vor allem Stile, Techniken und das Fachwissen der Anwender entscheidend. Abschließend das Bild prüfen und bei Bedarf verfeinern und anpassen.
Schritt für Schritt zum KI-Bild. Quelle: Erstellt vom Autor mit ChatGPT.

Auch die Reihenfolge der Eingaben entscheidet über das Ergebnis: Was zuerst genannt wird, gewichtet die KI stärker. Widersprüche im Prompt – etwa zwischen Lichtstimmung und Farbton – führen schnell zu unklaren Bildern. Gute KI-Bilder entstehen, wenn jede Anweisung logisch aufeinander aufbaut und präzise formuliert ist.

Bild-Qualität und -Auflösung prüfen

KI-generierte Bilder sind in der Regel für den Bildschirm optimiert. Einfach generierte Bilder beispielsweise über ChatGPT müssen hinsichtlich Auflösung und Detailtreue überprüft werden. Einige Tools bieten bereits High-Resolution-Funktionen oder Up-Scaling-Optionen. Sinnvoller für Bilder in hoher Auflösung ist aber die Nutzung spezialisierter Tools wie Midjourney, Flux oder Leonardo AI, die qualitativ hochwertige Renderings und konsistente Ergebnisse liefern. 

Die technische Qualität von KI-Bildern lässt sich kontrollieren. Entscheidend im Marketing ist, ob das Bild die gewünschte Wirkung erzielt. Denn auch ein leicht unscharfes Motiv kann stark sein, wenn es Emotion oder Dynamik vermittelt.

Rechtliche Fragen bleiben offen

Grundsätzlich basieren KI-Modelle auf Trainingsdaten aus bestehenden Bildern. Theoretisch kann es dadurch zu Ähnlichkeiten kommen. In der Praxis ist das Risiko gering, wenn Prompts individuell und markenkonform formuliert werden. Dennoch sollten Unternehmen prüfen, ob ihre Motive Persönlichkeitsrechte oder Markenlogos berühren. Wie bei klassischen Fotos gilt: Verantwortung trägt der, der veröffentlicht.

Neue Rolle für Kreative

Für Beschäftigte in Fotografie, Design und Marketing verändert sich die Arbeit grundlegend. Der kreative Prozess der Bildgestaltung verschiebt sich von der Aufnahme zur Steuerung. Wer früher mit Kamera und Licht arbeitete, gestaltet heute über Sprache, Stilparameter und Komposition. Erfolgsentscheidend ist die Klarheit darüber, welches Bild sie wollen. 

Die Werkzeuge ändern sich, das Prinzip bleibt: Ein starkes Bild entsteht aus einer klaren Idee. Damit wächst auch die Verantwortung, die neuen Tools und Möglichkeiten bewusst einzusetzen und zu verstehen, wie KI Bilder generiert und was sie dafür an Information benötigt.

Fazit: Wissen, was wirkt

KI-Bildgenerierung ist eine Zäsur im Marketing. Ob für einzelne Visuals oder Kampagnen: Unternehmen, die ihre Teams frühzeitig qualifizieren, profitieren von Geschwindigkeit, Flexibilität und gestalterischer Freiheit. Doch die Qualität der Ergebnisse hängt nicht vom Tool ab, sondern vom Wissen derjenigen, die es bedienen. Wer versteht, wie KI funktioniert, kann mit ihr neue und sehr individuelle Bilder erschaffen, die nicht nur gut aussehen, sondern klar definierte Zwecke erfüllen.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Es besteht keine bezahlte Kooperation.



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Meta beerdigt seine Version des Metaverse


Gestern hat Meta es angekündigt. Die große VR-Zeit geht für das Unternehmen zu Ende. „Horizon Worlds“, das hauseigene VR-Netzwerk wird mehr oder weniger eingestellt beziehungsweise soll in Zukunft nur noch vom Smartphone aus nutzbar sein.

Diese Entscheidung hatte sich schon länger angekündigt. Bereits im Februar wurde die Business-Version „Horizons Workrooms“ eingestellt. Viele Mitarbeiter in diesem Bereich haben ihren Job bei Meta verloren.

Ist das Metaverse gescheitert?

Die Entscheidung von Meta, die VR-Unterstützung für Horizon Worlds zu beenden, wird in den Medien derzeit als Beweis für „Das Metaverse ist gescheitert“ gesehen. Aber das ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig, denn was hier scheitert, ist nicht die Idee digitaler Räume. Gescheitert ist vielmehr die konkrete Ausprägung, die Meta in den Markt drücken wollte. Und noch grundlegender: die Annahme, dass sich Verhalten allein durch technologische Möglichkeiten verändern lässt.

Horizon Worlds, und auch dessen Vorgänger waren von Beginn an Produkte, die mehr von ihrer Vision als von ihrem tatsächlichen Nutzen gelebt haben. Die Idee, Menschen in virtuellen Räumen zusammenzubringen, klingt – auch mit dem Blick auf die Corona-Zeit – zunächst plausibel. Bei genauerer Betrachtung bleibt jedoch die zentrale Frage unbeantwortet: Warum sollte jemand das tun oder wollen? Erfolgreiche Plattformen setzen sich nicht durch, weil sie technisch möglich sind, sondern weil sie ein konkretes Problem lösen oder ein bestehendes Bedürfnis deutlich besser bedienen als bisherige Alternativen. Genau das ist hier nicht passiert.

Stattdessen wurde von Meta ein Raum geschaffen, der erst durch Nutzung Bedeutung bekommen sollte. Nur lässt sich Nutzung nicht verordnen. Sie entsteht, wenn ein klarer Mehrwert vorhanden ist, und genau dieser fehlte. „Trefft euch in VR“ ist kein überzeugendes Angebot, sondern eine Einladung ohne Anlass.

Es wurde als ein Problem gelöst, welches gar nicht existierte. Und das mit einer Investition von über 50 Milliarden US-Dollar.

Hinzu kommt, dass Meta VR als logische Weiterentwicklung bestehender Social-Media-Nutzung gedacht hat. Für Nutzer*innen bedeutete dieser Schritt jedoch keinen Fortschritt, sondern einen Bruch. Während sich digitale Plattformen in den letzten Jahren immer stärker an den Alltag angepasst haben – schneller, einfacher, jederzeit verfügbar –, geht VR in die entgegengesetzte Richtung. Die Nutzung ist aufwendiger, weniger spontan und erfordert ein deutlich höheres Maß an Aufmerksamkeit und Commitment. Das mag für bestimmte Anwendungsfälle funktionieren. Für alltägliche Kommunikation oder beiläufige Interaktion ist es jedoch kaum sinnvoll.

Damit fehlte die Grundlage für das, was Plattformen eigentlich trägt: Verhalten. Netzwerkeffekte entstehen nicht durch Technologie, sondern durch wiederkehrende Nutzung und eben Vernetzung. Und diese entsteht nur dann, wenn der Einstieg niedrigschwellig ist und der Nutzen unmittelbar erfahrbar wird. Beides konnte Horizon Worlds und das ganze VR-Brillen-Universum nicht leisten. Entsprechend blieb die kritische Masse aus, die notwendig gewesen wäre, um die Plattform überhaupt erst relevant zu machen.

In diesem Kontext ist die Abkehr vom VR-Fokus keine technische Anpassung, sondern eine strategische Korrektur. Der Schritt hin zu mobilen Zugängen wirkt wie ein Versuch, das Produkt wieder näher an bestehendes Nutzungsverhalten heranzuführen. Gleichzeitig ist er ein stilles Eingeständnis: Reichweite und Zugänglichkeit sind entscheidender als Innovation.

Man kann deshalb schon sagen, dass die Metaverse-Strategie von Meta in dieser Form gescheitert ist. Nicht weil die Technologie „schlecht“ ist, sondern weil sie keinen Platz im Alltag der Menschen gefunden hat. Der erwartete Massenmarkt ist ausgeblieben. Sicher auch auf Grund des Preises für die Hardware.

Das bedeutet jedoch nicht, dass VR oder virtuelle Räume grundsätzlich keine Zukunft haben. Im Gegenteil: In klar umrissenen Kontexten – etwa im Gaming, in Simulationen oder im Training – entfaltet die Technologie durchaus ihren Wert. Entscheidend ist dabei, dass sie dort eingesetzt wird, wo sie einen konkreten funktionalen Vorteil bietet. Genau das unterscheidet spezialisierte Anwendungen von dem Versuch, eine neue universelle Plattform zu etablieren.

Der Metaverse-Fail ist ein strategisches Problem.

Interessant wird dieser Fall vor allem dann, wenn man ihn nicht isoliert betrachtet. Denn das zugrunde liegende Muster ist keineswegs auf Meta beschränkt. Es zeigt sich in abgeschwächter Form auch im Social-Media-Marketing vieler Unternehmen. Plattformen werden bespielt, weil sie existieren. Neue Technologien werden eingeführt, weil sie verfügbar sind. Formate werden produziert, ohne dass klar ist, welchen Beitrag sie tatsächlich leisten sollen.

Die zentrale Frage wird dabei oft übersprungen: Welches Verhalten wollen wir eigentlich beim Nutzer auslösen und warum sollte jemand dieses Verhalten zeigen?

Meta hat genau diesen Schritt ausgelassen. Allerdings in einer Dimension, die das Problem besonders sichtbar macht. Statt von bestehendem Verhalten auszugehen und dieses weiterzuentwickeln, wurde versucht, ein völlig neues Nutzungsverhalten top-down zu etablieren. Die Technologie stand am Anfang, nicht der konkrete Anwendungsfall.

Spannend wird jetzt zu verfolgen, welche der diversen AI-Implementierungen denselben Weg gehen werden. Was technologisch zwar möglich, aber aus Nutzersicht eher unnötig oder nutzlos ist.



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KI, GEO und Performance: Die wichtigsten Trends von der AllSocial Marketing Conference in München 2026


Sind wir im Social Media Marketing bereits übersättigt von Künstlicher Intelligenz? Auch auf der AllSocial Marketing Conference in München kam man an KI nicht vorbei. Doch ein kleiner Spoiler vorweg: Trotz aller Möglichkeiten rund um Automatisierung und GenAI‑gestützte Content-Produktion bleibt der Mensch der entscheidende Faktor. Denn auch wenn Bot-Netzwerke existieren – auf Social Media folgen, reagieren und interagieren nach wie vor echte Menschen miteinander.

Was zählt, sind zwei Hebel: kreativer, mutiger Content und eine Strategie, die Social Media nicht isoliert betrachtet, sondern als integralen Bestandteil der gesamten Markenkommunikation. Sonst bleiben sie nur ein weiterer Kanal ohne echte Wirkung.

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Sichtbarkeit entsteht durch Mut, nicht durch Hochglanz

Von der Strategie ist es nur ein kleiner Schritt zur Content-Kreation. Genau hier müssen sich Marken bewusst machen: Inhalte, die ausschließlich den Brand‑Safety‑Vorgaben und der Corporate Identity entsprechen, gehen in den Feeds der Nutzer*innen zunehmend unter. Die Konkurrenz durch Entertainment‑Formate ist schlicht zu groß. Marken, die bereit sind, mutiger zu werden, neue Formate auszuprobieren und sich stärker an der tatsächlichen Nutzungskultur der Plattformen zu orientieren, werden dafür belohnt – mit mehr Sichtbarkeit, Relevanz und echter Interaktion.

Foto von Philipp Lage auf der Bühne bei seinem Vortrag "Selbstversuch: 100 Posts in 7 Tagen – Wie viel Perfektionismus braucht Social Media?" auf der AllSocial Marketing Conference 2026.
Philipp Lage in seinem Vortrag „Selbstversuch: 100 Posts in 7 Tagen – Wie viel Perfektionismus braucht Social Media?“ auf der AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

Und manchmal beginnt alles mit einem Selbstversuch, wie Philipp Lage in seiner Keynote gezeigt hat. Seine Ausgangsfrage: Sind 100 Posts in 7 Tagen machbar? Das Ergebnis war eindeutig. Aufmerksamkeit entsteht durchs Machen, nicht durch Perfektion. Glattgeschliffener Content geht unter, während mutige, schnelle und authentische Inhalte sichtbar werden gerade weil sie nicht perfekt sind.

Community first: Nähe und klare Haltung

Für nachhaltigen Impact reichen gute Inhalte längst nicht mehr. Wer im Social Media Marketing wirklich erfolgreich sein will, muss aus Follower*innen eine Community formen. Wie das gelingen kann, zeigte Patrick Stecker.  Er hat rund um Deutschrap eine lebendige Social Community aufgebaut und demonstriert, wie konsequente Plattformnutzung, Nähe zur Zielgruppe und ein klares Verständnis für Nutzungskultur echte Bindung schaffen.

Dr. Juliane Howitz spricht vor Publikum auf der Bühne der AllSocial Marketing Conference in München zu ihrem Vortrag über die Performance von LinkedIn Unternehmensaccounts.
Dr. Juliane Howitz in ihrem Vortrag „Dein LinkedIn Unternehmensaccount performt nicht? Dann lass endlich die Menschen ran!“ auf der AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

Nähe zur Zielgruppe ist auch auf LinkedIn entscheidend, etwa im Recruiting und für Employer Branding. Doch wie Dr. Juliane Howitz in ihrer Keynote “Dein LinkedIn Unternehmensaccount performt nicht? Dann lass endlich die Menschen ran!” betonte, ist die Unternehmensseite dafür der schwächste Ort, aber ein wertvoller Hub für starke Personal Branding Profile.

Denn die organische Reichweite von Unternehmensseiten sinkt weiter. Sichtbarkeit entsteht heute über Menschen, nicht über Logos. Genau deshalb zeigte sie, wie Führungskräfte und Mitarbeitende gezielt eingebunden werden können, um Inhalte klug zu orchestrieren und LinkedIn wieder zum echten Multiplikator zu machen, denn Menschen sind der stärkste Algorithmus‑Booster.

Community Management braucht klare Regeln und vor allem Reaktion. Zu oft lassen Unternehmen Hate Speech und problematische Kommentare einfach stehen. Wie Vivian Pein zeigte, ist das ein Fehler: Provokationen und ironische Spitzen prägen die Tonalität einer Community, und wer als Marke überall mitreden will, ohne auf Kontext oder Haltung zu achten, riskiert Glaubwürdigkeit.

Performance entsteht im Duo: Organic trifft Paid

Organische Inhalte helfen beim Aufbau einer Community. Und doch stehen sie zunehmend unter Rechtfertigungsdruck, zu wenig für die Performance zu leisten. Paid Ads und Performance Inhalte sind dabei jedoch kein Widerspruch zu organischen Inhalten und sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.

So haben Jan Ritter und Tobias Krammer auf der Bühne ein äußerst unterhaltsames Battle zwischen Paid und Organic ausgetragen. Dabei haben sie einerseits gezeigt, was die Stärken und Schwächen der beiden Seiten sind und andererseits eine Potenzialmatrix eingeführt, mithilfe derer Brands einschätzen können, was am besten zu ihnen passt.

Jan Ritter und Tobias Krammer gemeinsam auf der Bühne in ihrem Vortrag “Das Battle des Jahres 2026: Owned vs. Paid — Wer gewinnt?” auf der AllSocial Marketing Conference 2026.
Jan Ritter und Tobias Krammer in ihrem Vortrag “Das Battle des Jahres 2026: Owned vs. Paid — Wer gewinnt?” auf der AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

Nützliche Hacks für Paid-Kampagnen lieferte ebenfalls Larissa Lammering in ihrer Keynote, die einen Überblick über Post‑Andromeda‑Ära gab und die Auswirkungen auf die Konzeption Meta Ads. Was wirklich zählt, sind smarte Creative‑Testing‑Logiken, präzises Audience‑Targeting und ein Fokus auf die KPIs, die wirklich relevant sind.

Doch einfach mal Creatives bauen und Ads schalten? So leicht geht es nicht für komplexe, erklärungsbedürftige Produkte. Mia-Malaika Lange und Daniel Levitan verdeutlichten dass erfolgreiches Advertising weit über den Werbeanzeigenmanager hinausgeht und auch mal den grundsätzlichen Marketing Ansatz hinterfragt. In dem Case von Barfer`s wurde eine intensive Recherche durchgeführt, um die Zielgruppe an die Hand zu nehmen und ihre kaufhinderlichen Bedenken aufzulösen.

Search und Growth: Warum SEO ohne Social Media Marketing nicht mehr funktioniert

Eine ähnliche Frage stellt sich für die gesamte Branche: Wie kann Social Media zu besseren Search‑Rankings und mehr Wachstum beitragen? Es lohnt sich, Social Media und SEO gemeinsam zu denken und auch hier sind die Auswirkungen von KI deutlich spürbar. War SEO für Social‑Teams früher eher ein Randthema, gehört die Optimierung von Inhalten für GenAI‑basierte Suche mit GEO inzwischen zum Pflichtprogramm. Besonders ein Netzwerk rückt dabei in den Fokus: Reddit.

Doch Marken dürfen nicht dem Irrtum erliegen, Reddit wie eine klassische Social Media Plattform zu behandeln. Hier gilt „Communities first“, wie Theresa Steinbauer in ihrer Keynote “Reddit: Das Forum on Steriods?” darlegte. Unternehmen müssen bereit sein, sich vollständig auf die Community‑Logiken einzulassen und Inhalte zu liefern, die echten Mehrwert bieten, statt Reddit als weiteren Absatzkanal zu betrachten.

Julia Weißbach auf der Bühne vor Publikum in ihrem Vortrag “Social meets SEO: Von Insights zu Impact im AI-Zeitalter” auf AllSocial Marketing Conference 2026.
Julia Weißbach in ihrem Vortrag “Social meets SEO: Von Insights zu Impact im AI-Zeitalter” auf AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

In ihrer Keynote „Social meets SEO“ zeigte Julia Weißbach auf der AllSocial Marketing Conference, wie stark Social Media und Suchmaschinenoptimierung heute bereits miteinander verzahnt sind und wie viel Potenzial noch in der Zusammenarbeit beider Disziplinen steckt. Mit viel Humor ließ sie dabei bewusst die klassische „Social Bubble“ platzen und machte deutlich, dass digitale Sichtbarkeit längst nicht mehr in getrennten Kanälen gedacht werden sollte. Stattdessen plädierte sie dafür, Silos aufzubrechen und Social- und SEO-Strategien besser miteinander zu verbinden.

Dazu hatte sie direkt konkrete Empfehlungen für die Praxis im Gepäck: Inhalte, die auf Social funktionieren, können Suchinteresse verstärken, während SEO-Daten wertvolle Impulse für Social-Content liefern. Wer beide Perspektiven zusammenführt, kann Reichweite und Sichtbarkeit deutlich nachhaltiger aufbauen. Die Botschaft: Die Zukunft des Online Marketings liegt weniger im Wettbewerb einzelner Disziplinen, sondern in ihrer intelligenten Zusammenarbeit.

Breaking the Silos!

KI, SEO, Performance Marketing und mehr: Social Media Marketing ist heute vielfältiger und anspruchsvoller denn je. Algorithmen und Feeds verändern sich rasant – und KI beschleunigt diese Dynamik zusätzlich. Das Bild auf AllSocial Marketing Conference in München war eindeutig. Marken können nur dann Schritt halten, wenn die einzelnen Marketingdisziplinen noch enger zusammenarbeiten.

Alex Schultz, CMO & VP, Analytics at Meta im Gespräch auf der AllSocial Marketing Conference 2026.
Alex Schultz, CMO & VP, Analytics at Meta im Gespräch auf der AllSocial Marketing Conference 2026. Quelle: Rising Media.

Beim Interview mit Alex Schultz stand dementsprechend als zentrale Botschaft im Mittelpunkt: Auch in einer Marketingwelt, die sich durch KI rasant verändert, bleiben die grundlegenden Prinzipien dieselben. Tools und Technologien entwickeln sich ständig weiter, doch nachhaltiges Wachstum basiert weiterhin auf sauberen Grundlagen, wie dem Fokus auf echten inkrementellen Effekt statt auf reine Post-Click-Korrelationen, sowie auf klugen strategischen Entscheidungen statt blindem Vertrauen in automatisierte Systeme.

KI kann die operative Umsetzung erleichtern und den „Floor“ an Qualität anheben, doch Wettbewerbsvorteile entstehen weiterhin durch bessere kreative Entscheidungen und durch einzigartige Daten, die Unternehmen in die Systeme einspeisen. Dies vom CMO von Meta zu hören, dürfte uns alle beruhigen, dass unsere Arbeit trotz AI noch gebraucht wird.

Das war unser Recap auf die AllSocial Marketing Conference in München. Sei beim nächsten mal auch dabei, wenn wieder die besten Speaker*innen aus der Social Media Welt auf der ASMC zusammenkommen!



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13 Social-Marketing-Aufgaben, die du in unter 30 Minuten erledigen kannst


Die Sonne kommt raus. Es wird Zeit für deinen Social-Media-Frühjahrsputz! Denn machen wir uns nichts vor: Unser Fokus liegt meistens nur auf dem Content, nicht aber auf dem ganzen Drumherum. Aber das ändern wir jetzt! Wir haben euch 13 Aufgaben aufgeschrieben, die ihr jetzt sofort und mit wenig Zeitaufwand umsetzen könnt:

  1. First Things first: Stimmen die Angaben im Info-Bereich deiner Profile noch? Gibt es Felder die du neu ausfüllen kannst?
  2. Hast du schon einmal über ein Update von Profilbild und Coverfoto nachgedacht?
  3. Entferne alle Administratoren von deinen Accounts und aus den Business-Managern, die dort nichts (mehr) zu suchen haben. Auch Fake-Accounts solltest du dringend entfernen. Und wenn du gerade dabei bist, überprüfe auch die Sicherheitseinstellungen für deinen Account.
  4. Verifiziere deinen Business-Manager, um die Accountsicherheit weiter zu erhöhen.
  5. Mache dir über den Einsatz von Nachrichten für Pages und Accounts Gedanken. Hast du eine Abwesenheitsnotiz und eine automatische Antwort für deine Accounts eingerichtet? Sind diese noch aktuell?
  6. Ist dein Konto oder Profil in der richtigen Kategorie gelistet, damit es schneller gefunden wird?
  7. Prüfe das Impressum deiner Facebook-Seite. Bei Facebook gibt es dafür ein eigenes Feld in den Einstellungen.
  8. Verbinde deine Facebook-Seite mit deinem Instagram-Konto, und verlinke auch Accounts auf anderen Netzwerken.
  9. Richte einen Call-to-Action Button für deine Accounts ein.
  10. Plane deine Social-Posts für die nächsten 7 Tage.

3 Bonus Aufgaben:

  1. Überlege dir, welches Unternehmensziel du in den nächsten sechs Monaten mit deiner Social-Media-Arbeit unterstützen möchtest.
  2. Überlege dir, wie viel Zeit du jede Woche für deine Social-Accounts einsetzen kannst. Vermerke dir diese als wiederkehrende Aufgabe im Kalender.
  3. Überlege dir, wie viel Budget (für Anzeigen und die Erstellung von Inhalten) du in den nächsten 6 Monaten für Social zur Verfügung hast. Stelle dir dafür einen groben Marketingplan auf.

Alles erledigt? Super! Dann kannst du dich jetzt für den Rest des Tages zurücklehnen!



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