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Diese drei Gründer bauen fliegende Rettungswagen – doch dabei soll es nicht bleiben

Das Startup Erc System baut an Fluggeräten, die senkrecht starten und landen können – ähnlich wie Lilium und Volocopter. 2031 plant es eine Zulassung.
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Wir haben uns sehr früh auf einen klaren Produktfokus festgelegt
#Interview
In den vergangenen Jahren flossen bereits rund 15 Millionen in Sinpex. „In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Wachstum deutlich beschleunigt. Sowohl das Team als auch das Geschäft haben sich spürbar weiterentwickelt“, sagt Gründer Camillo Werdich.

Das Münchner FinTech Sinpex, 2019 von Camillo Werdich und Jannik Metzner gegründet, bietet „automatisierte Identifikations- und Compliance-Lösungen im B2B-Umfeld“. Der französische Investor BlackFin Capital Partners und Altinvestoren wie ACE Ventures und TX Ventures investierten zuletzt 10 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt flossen nun bereits 15 Millionen in Sinpex.
Das frische Kapital „soll das Wachstum von Sinpex weiter beschleunigen, die Position als führende KYB Automatisierungsplattform in Europa festigen und die Expansion in andere EU-Märkte wie Frankreich und die Niederlande vorantreiben“.
Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Sinpex-Gründer Camillo Werdich einmal ganz ausführlich über den Stand der Dinge in seinem Unternehmen.
Wie würdest Du Deiner Großmutter Sinpex erklären?
Wir sorgen dafür, dass Banken neue Geschäftskunden reibungslos annehmen können und trotzdem alle gesetzlichen Vorgaben einhalten. Unsere Software hilft, die nötigen Prüfungen im Hintergrund zuverlässig zu erledigen. Dadurch läuft alles schneller und sicherer für den Geschäftskunden und die Bank bzw. den Zahlungsdienstleister.
War dies von Anfang an Euer Konzept?
Das zentrale Problem war uns von Anfang an klar. Wie sich dieses jedoch in eine Software übersetzen lässt, die für eine breite Vielzahl geldwäscherechtlich verpflichteter Unternehmen funktioniert, hat sich erst im Laufe der Zeit herauskristallisiert. In den ersten Jahren lag unser Fokus daher auf einzelnen Teilprozessen, etwa der Vereinfachung von Onboarding- oder Informationsextraktions-Prüfungen. Heute decken wir den gesamten KYB- und KYC-Lifecycle ab. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und kontinuierliches Feedback hat sich das Produkt über die Jahre deutlich weiterentwickelt und adressiert das Problem inzwischen ganzheitlich.
Wie hat sich Sinpex seit der Gründung entwickelt?
In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Wachstum deutlich beschleunigt. Sowohl das Team als auch das Geschäft haben sich spürbar weiterentwickelt: Die Mitarbeiterzahl hat sich mehr als verdoppelt, der Umsatz nahezu verdreifacht. Heute arbeiten wir mit namhaften Finanzinstituten in mehreren europäischen Märkten zusammen. Parallel dazu haben wir unsere Technologie kontinuierlich ausgebaut und die Plattform weiter skaliert. Aktuell beschäftigt Sinpex knapp 40 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz im siebenstelligen Bereich.
Zuletzt konntet Ihr Millionen einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Investor:innen in Kontakt gekommen?
Ein Großteil der Gespräche entstand über bestehende Kontakte und Empfehlungen aus dem Markt. Mit BlackFin standen wir bereits seit längerer Zeit im Austausch. Im Sommer 2025 kamen dann mehrere Faktoren zusammen: ein starkes realisiertes Wachstum unsererseits, eine regulatorische Entwicklung klar in Richtung unserer Software-Lösung sowie das Interesse unserer Bestandsinvestoren ACE Ventures und TX Ventures, ihr Engagement auszubauen. Daraufhin haben wir gezielt mit einer kleinen Gruppe ausgewählter Investoren gesprochen und dann rasch Interesse und mehrere Term Sheets erhalten. Letztlich fiel unsere Entscheidung auf BlackFin, den größten europäischen Investor im Bereich Financial Services. Ausschlaggebend waren das tiefe Verständnis für die regulatorische Problemstellung, die Erfahrung mit vergleichbaren Scale-ups sowie der klare strategische Fit für unsere Vision. Die Investoren überzeugt haben am Ende wahrscheinlich unsere Produkt- und Marktreife und die Readiness, das positive Kundenfeedback und nicht zuletzt das gesamte Sinpex Team.
Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?
In einer frühen Phase hat unser damaliger CTO das Unternehmen verlassen, ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als wir aktiv Kapital aufnehmen mussten. Das hat uns operativ und strategisch stark zurückgeworfen. Rückblickend war das eine der schwierigsten Phasen, weil wir Produktentwicklung, Teamstabilität und Finanzierung gleichzeitig neu ordnen mussten.
Und wo hat Ihr bisher alles richtig gemacht?
Drei Faktoren waren dabei entscheidend. Erstens haben wir uns sehr früh auf einen klaren Produktfokus festgelegt und stets offen und transparent mit unseren Kunden kommuniziert. Gerade in einem Markt, der häufig von überzogenen Versprechen geprägt ist, wurde diese Ehrlichkeit zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal. Zweitens ist es uns gelungen, ein sehr erfahrenes Team aufzubauen. Insbesondere Philipp Eska, Jan Puzicha und Werner Krahle haben für Sinpex einen entscheidenden Unterschied gemacht, nachdem mein damaliger Co-Founder ausgeschieden war. Sie haben operativ mit angepackt und unser Produkt für Wachstum vorbereitet. Drittens – und strategisch vielleicht am wichtigsten – haben wir von Beginn an auf den „Goldstandard“ im Bereich KYB gesetzt. Dabei haben wir uns bewusst gegen sekundäre Datenquellen und Datenbanken entschieden, auf die viele Anbieter zurückgreifen. Solche Abkürzungen rächen sich oft später, wenn Datenqualität oder regulatorische Anforderungen nicht mehr ausreichen. Diesen Qualitätsanspruch haben wir sowohl in der Produktentwicklung als auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden verfolgt. Genau dieser Ansatz unterscheidet uns heute fundamental im Markt.
Welchen generellen Tipp gibst Du anderen Gründer:innen mit auf den Weg?
Krisen gehören heute zwangsläufig dazu, entscheidend ist der Umgang damit. Wichtig ist, Herausforderungen nicht zu verdrängen, sondern bewusst anzunehmen, Probleme früh offen anzusprechen und Prioritäten klar zu setzen. Gerade in Phasen, in denen es sehr eng wird, darf man den Mut nicht verlieren. Langfristig zahlt sich Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, durch schwierige Phasen hindurchzugehen, mehr aus als jeder schnelle Erfolg.
Wo steht Sinpex in einem Jahr?
In einem Jahr wollen wir in weiteren europäischen Ländern fest etabliert sein, so wie wir es heute in Deutschland sind. Parallel dazu werden wir unser Team weiter ausbauen und unsere Plattform technologisch kontinuierlich weiterentwickeln, um allen Anforderungen aus der neuen EU AML Verordnung umgesetzt zu haben, damit unsere Kunden sich damit nicht rumschlagen müssen. Ziel ist es, Sinpex als festen Referenzstandard für KYB-Automatisierung in Europa zu etablieren.
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Foto (oben): Sinpex
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Die nächsten Milliardenfirmen kommen nicht aus dem Silicon Valley
Drei erfahrene Risikokapitalgeber, die als Partner des singapurischen 800-Milliarden-Staatsfonds GIC an einigen der wichtigsten Tech-Erfolge des vergangenen Jahrzehnts beteiligt waren, machen jetzt ihr eigenes Ding. Ihr Ziel: die nächste Generation globaler Tech-Konzerne mit aufzubauen – diesmal jenseits der klassischen Silicon-Valley-Logik.
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5 neue Startups: FiNiTRY, vivanta, NextGen Innovators, lovinn, Gamifikator
#Brandneu
Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier einige ganz frische Firmen, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Jungunternehmen vor: FiNiTRY, vivanta, NextGen Innovators, lovinn und Gamifikator.

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten, an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die vor Kurzem aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.
FiNiTRY
Die All-in-One-Finanzplattform FiNiTRY, von Dominik Fuchs und Lars Richter in Kehl gegründet, möchte Menschen dabei unterstützen, „ihre Finanzen zu verstehen, zu strukturieren und im Alltag sauber umzusetzen“. Dafür führt das Startup finanzielle Bildung, persönliche Beratung und digitale Tools in einem System zusammen.
vivanta
Das Berliner PropTech vivanta positioniert sich als digitale Hausverwaltung. „Automatisierte Workflows, zentrale Datenstrukturen, direkte Erreichbarkeit und vollständige Transparenz bilden die Grundlage der Plattform“, teilt das Team der Gründer:innen Florentin Braunewell und Katharina John zur Idee mit.
NextGen Innovators
NextGen Innovators aus Bad Segeberg, von Sarah Kübler und Sebastian Niemann an den Start gebracht, denkt das „Media for Equity Modell gänzlich neu“, indem die Jungfirma „die erfolgreichsten deutschen Stars, Influencer:innen und Creators mit den vielversprechendsten Startups zusammen bringt“. „Mit NextGen Innovators gewinnen Startups Reichweite, Creator werden Mitinvestoren“, lautet es.
lovinn
Hinter lovinn aus Kirchseeon, von Ilias Pappas und Lucas Rothbauer ins Leben gerufen steckt eine Dating-App, die Dating „neu denken“ möchte. „Bei lovinn lernst du Menschen kennen, bevor du sie siehst. Persönlichkeit kommt zuerst. Gespräche auch“, heißt es vom Team zum Konzept.
Gamifikator
Bei Gamifikator aus München, von Malte Harenberg auf die Beine gestellt, handelt es sich um eine gamifizierte Selbstentwicklungs-Plattform, „die persönliches Wachstum in ein fortlaufendes Rollenspiel mit Erfahrungspunkten, Levels, Archetypen und spannenden Story Quests verwandelt“.
Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!
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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
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