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Der neue Standard für digitale Käufe


Mit der Vorstellung des Universal Commerce Protocol (UCP) hat Google das Zeitalter des Agentic Commerce offiziell eingeläutet und einen neuen Standard geschaffen, der das Potenzial hat, die Customer Journey nachhaltig zu verändern. Was das für Deinen Shop bedeutet und wie Du Dich am besten darauf vorbereitest, zeige ich Dir in diesem Beitrag.

Eine KI-Roboterhand nimmt eine Kreditkarte aus einer menschlichen Hand entgegen und symbolisiert durch Künstliche Intelligenz betriebenen E-Commerce.Der neue Standard für digitale Käufe

Das Universal Commerce Protocol von Google schafft erstmals einen offenen Standard, mit dem KI-Agenten Produkte verstehen, vergleichen und im Auftrag der Nutzer*innen direkt kaufen können – ganz ohne klassische Shop-Besuche. Für Händler und Marketer wird damit die Qualität der eigenen, strukturierten Produktdaten zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Sichtbarkeit, Vertrauen und Umsatz.

Was ist das Universal Commerce Protocol?

Relativ überraschend und quasi „über Nacht“ hat Google Anfang Januar 2026 auf der NRF in New York das Universal Commerce Protocol vorgestellt. Der in Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Shopify, Etsy, Wayfair und Walmart entwickelte offene Standard soll die Kommunikation zwischen KI-Agenten und Websites vereinfachen, vereinheitlichen und standardisieren. Mithilfe des UCP können Nutzer*innen mit hoher Kaufabsicht künftig direkt über einen KI-Agenten einen Kauf ausführen, ohne dabei mit der Website der Verkäufer*innen in Kontakt zu treten.

Das UCP gleicht dabei einem USB-C-Anschluss: USB-C hat einen Standard dafür geschaffen, wie man elektronische Geräte verbindet. Das Universal Commerce Protocol schafft diesen Standard für KI-Applikationen.

Nach aktuellem Stand wird UCP zunächst im Google AI-Mode und in Gemini verfügbar sein.

Eine Beschreibung, wie sich UCP (Universal Commerce Protocol) in die bestehenden Systeme einfügt und Verbindungen zwischen diesen herstellt. Eine Beschreibung, wie sich UCP (Universal Commerce Protocol) in die bestehenden Systeme einfügt und Verbindungen zwischen diesen herstellt.

Das Universal Commerce Protocol schafft einen einheitlichen Standard für Agenten, Kund*innen und Unternehmen. Damit können die verschiedenen Schritte der Customer Journey – wie Warenkorb und Kauf, aber auch Kundeninformationen, Mitgliedschaften oder Rabatte – maschinenlesbar an KI-Agenten übergeben werden.

Warum führt Google das Universal Commerce Protocol ein?

Die Veröffentlichung des Universal Commerce Protocol hat enorme Sprengkraft für den gesamten Markt: Während OpenAI oder Perplexity regelmäßig mit neuen Shopping-Funktionen für Aufmerksamkeit gesorgt haben, geht Google nun einen völlig anderen Weg. Das Unternehmen standardisiert den Prozess und schafft eine übergreifende technische und strukturelle Grundlage. Damit entkoppelt Google den traditionellen Kaufprozess von seinem bisherigen Standard: Der Kauf muss nicht mehr auf der Website der Verkäufer*innen stattfinden, da UCP dem KI-Agenten alle relevanten Daten in strukturierter Form zur Verfügung stellt. Der Abschluss kann somit direkt im Interface des Agenten stattfinden.

Kein Wunder also, dass Alphabet und Google CEO Sundar Pichai das Universal Commerce Protocol höchstpersönlich auf der NRF in New York vorgestellt hat. Das Protokoll zahlt voll auf Googles Wunsch ein, Nutzer*innen im eigenen Ökosystem zu halten. Wenn ich als Kund*in nicht mehr zwischen verschiedenen Systemen hin- und herspringen muss, sondern alles aus einer Hand bekomme, verbessert dies mein Kauferlebnis.

Mit der Vorgabe eines neuen Standards greift Google seine direkten KI-Konkurrenten OpenAI, Perplexity und Co. unmittelbar an und versucht, den KI-Markt zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Aber auch Marktplätze wie Amazon, die weitgehend austauschbare Produkte ohne Differenzierung anbieten, stehen mit UCP im Fokus von Google.

Was bewirkt die Einführung des Universal Commerce Protocol für Dich als Händler*in?

UCP eröffnet neue Chancen, schafft aber auch neue Abhängigkeiten. Entscheidend wird, wie gut Deine Produktdaten maschinenlesbar bereitgestellt werden.

Chancen: Sichtbarkeit und Umsatz über strukturierte Produktdaten

Die Einführung des Universal Commerce Protocol bietet Dir vor allem dann enorme Chancen, wenn Du bereits strukturierte, maschinenlesbare Daten zur Verfügung stellst oder stellen kannst. In diesem Fall eröffnest Du Dir den Zugang zu kaufbereiten Nutzer*innen, denen Dein Angebot über KI-Agenten vorgeschlagen wird und die den Kauf direkt ausführen können. Die Auswahl der Produkte erfolgt dabei maschinell: KI-Agenten bewerten automatisiert und faktisch, welches Produkt am besten passt und dem User angezeigt wird.

Risiken: Wer keine Datenqualität liefert, verliert Reichweite und Performance

Gleichzeitig stellt genau dies aber auch eine enorme Gefahr dar: Wenn Dein Shop keine strukturierten Daten bereitstellt, werden Deine Produkte von KI-Agenten entweder nicht gefunden oder als nicht relevant eingestuft. Dann tauchst Du in den Kaufkonversationen potenzieller Käufer*innen nicht auf und verlierst Sichtbarkeit dort, wo Entscheidungen künftig häufiger fallen.

Da sich gleichzeitig ein Teil des verfügbaren Traffics von der klassischen (Google)-Suche hin zu KI-Agenten verschiebt, verliert Dein Performance Marketing ebenfalls an Wirkung. Du verlierst sowohl die mögliche neue Kundschaft über KI-Agenten als auch Deine traditionelle Zielgruppe.

Im Zuge dieses Paradigmenwechsels verändern sich auch die von Dir erhobenen Daten: Wenn Kaufprozesse in Zukunft teilweise nicht mehr in Deinen Onlineshop stattfinden, ergeben sich für Dich neue Fragestellungen:

  • Wie ordnest Du KI-Agenten in Deine Customer Journey ein?
  • Welche KPIs sind für Deinen Shop überhaupt noch relevant?
  • Wie hältst Du Deine Produktdaten aktuell und strukturiert?
  • Wie abhängig möchtest Du Dich von großen Plattformen machen?
  • Wie gehst Du damit um, dass Plattformen Dir bestimmte Daten nicht zur Verfügung stellen?

Wie immer gilt auch hier: First Mover tragen zwar die Last der Entwicklungs- und Pionierarbeit, haben langfristig aber einen Wissensvorsprung gegenüber dem Wettbewerb und sind meist resilienter gegenüber kommenden Herausforderungen.

Ein Mensch, der sich rein emotional für den Kauf einer Tasche entscheidet. Ein Agent, der rein datenbasiert eine Kaufentscheidung trifft. Ein Mensch, der sich rein emotional für den Kauf einer Tasche entscheidet. Ein Agent, der rein datenbasiert eine Kaufentscheidung trifft.

Ein Mensch trifft Entscheidungen emotional, ein Agent datenbasiert.

Was kannst Du bereits jetzt tun, um von der Einführung des Universal Commerce Protocol zu profitieren?

Spätestens nach dem vorherigen Absatz sollte Dir klar sein, dass Produktdaten im KI-Zeitalter das neue Gold sind. Dabei gilt: Je höher die Datenqualität, desto wahrscheinlicher ist eine Conversion in Deinem Shop. Und jetzt kommt der Clou: Wahrscheinlich hast Du bereits einen zentralen Ort, an dem Du Google strukturierte Produktdaten übergibst: Dein Merchant Center.

Voraussetzung für die Teilnahme am Universal Commerce Protocol: Du musst ein aktives Merchant-Center-Konto haben und dort kaufbare Produkte zur Verfügung stellen.

Anstatt für jede mögliche KI-Schnittstelle eine eigene Lösung zu entwickeln, implementierst Du das UCP und stellst Deine Produktdaten über das Merchant Center bereit. Zu den zwingend notwendigen Attributen, die Du via UCP strukturiert zur Verfügung stellen musst, zählen unter anderem:

  • Artikelbezeichnung
  • Preise (regulärer Preis, Sale-Preis)
  • Verfügbarkeit
  • Varianten
  • Bilder

Außerdem wird Google weitere Attribute einführen, die zur Erhöhung der Datenqualität beitragen können:

  • Q&A-Listen (vermutlich über einen separaten Link)
  • Feature-Listen (vermutlich über einen separaten Link)
  • Formen
  • Geschmacksrichtung
  • Themen
  • Ersatzteile
  • Ähnliche Produkte

Was muss Dein Shop jetzt können?

Neben der Bereitstellung strukturierter Produktdaten im Merchant Center benötigt Dein Shop eine API-Schnittstelle. Über diese können Informationen zum Warenkorb, zum Checkout-Prozess und zum Status der Bestellung abgewickelt werden. Alle KI-Agenten kommunizieren ausschließlich über API-Schnittstellen mit Deinem Shop.

Zudem benötigst Du einen Zahlungsdienstleister, der sichere Tokenisierung anbietet und von Google unterstützt wird. In seiner Pressemitteilung hat Google unter anderem Visa, AMEX, Mastercard, Adyen und Stripe genannt, weitere werden sicher folgen.

Abschließend muss auch Dein Bestellprozess für KI-Agenten les- und verarbeitbar sein. Du musst strukturierte Daten zu Lieferoptionen, Gutscheinen und Rabatten sowie zur Mehrwertsteuerberechnung bereitstellen.

Wir können Dir helfen!

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Strategische Risiken: Kontrolle, Marke und Sicherheit

Wie bei allen Neuerungen bringt auch das Universal Commerce Protocol offene Fragen mit sich, vor allem dort, wo Händler*innen bislang die Kontrolle hatten:

  • Markenwahrnehmung: Wenn Käufe stärker in KI-Interfaces stattfinden, wie präsent bleibt Deine Marke und braucht es wieder mehr klassisches Branding?
  • Plattform-Abhängigkeit: Wie viel Kontrolle möchtest Du als Shop-Betreiber*in an Plattformen wie Google abgeben?
  • Transparenz & Auswahlkriterien: Nach welchen Kriterien entscheidet die KI, welche Produkte empfohlen und angezeigt werden? Und wie nachvollziehbar ist das für Händler*innen?

Das Dilemma ist real: Entweder lässt Du Dich auf UCP ein und verlierst damit zumindest in Teilen den Einfluss auf die Customer Journey. Oder Du entscheidest Dich gegen die Nutzung des Universal Commerce Protocol und verlierst diesen Traffic komplett.

Zusätzlich bleibt ein technisches Risiko: KI-Systeme können anfällig für Angriffe wie zum Beispiel Prompt Injections sein. Dabei werden potenziell schädliche Anweisungen in die dahinterliegenden KI-Modelle versteckt. Stell Dir vor, ein KI-Agent geht plötzlich ohne Freigabe des Users mit den hinterlegten Kreditkartendaten shoppen. Umso wichtiger sind daher klare Sicherheitsmechanismen (z. B. Validierungen, Freigaben und Limits), bevor Agenten Transaktionen auslösen.

Fazit: UCP verändert den Kaufprozess – Die Pflege Deines Merchant Center wird zur Pflicht

Google hat mit dem Universal Commerce Protocol den Startschuss für „echtes“ Agentic Commerce gegeben. Ob sich der Standard durchsetzt und wie die Konkurrenz auf UCP reagiert, muss die Zukunft zeigen. Der Trend, Teile des E-Commerce an die Künstliche Intelligenz abzugeben, wird sich aber nicht aufhalten lassen.

Gleichzeitig wird das Universal Commerce Protocol nicht über Nacht Deinen Shop ersetzen. Aktuell ist das neue Protokoll nur in den USA verfügbar, in Europa können wir die Entwicklung vorerst nur beobachten.

Trotzdem gilt für Dich als Shop-Besitzer*in aktuell umso mehr: Wer seine Merchant-Center-Daten vernachlässigt, optimiert weiter für Klicks – während andere bereits für Käufe optimieren.

Sprich uns gern an, wenn Du Hilfe bei der Optimierung Deiner Produktdaten benötigst. Diese sind übrigens nicht nur für SEA relevant, sondern auch für SEO – sie sind ein entscheidender Baustein, um ins Product Grid zu kommen. Lies dazu mehr im Blogpost meiner Kollegin Luisa zu Product Grid SEO.

 

Bildnachweis: Titelbild: universal_commerce_title/stock.adobe.com; Bild 2: universal-commerce-protocol/developers.google.com; Bild 3: mensch-vs-agent/Stefan Huß, ChatGPT



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Instagram testet Pay-Abo mit Story Insights und Follower Checks


Instagram setzt bei dem neuen Bezahlabo unter anderem auf Insight Features, die es so bisher nicht gab. Genau darüber soll Instagram Plus für User attraktiv werden. Hinweise darauf gab es bereits im Januar. Der App-Forscher Alessandro Paluzzi entdeckte entsprechende Entwicklungen im Code. Demnach arbeitet Instagram seit Anfang des Jahres daran, dass Nutzer:innen Stories anonym schauen können und zudem sehen, wer ihnen nicht zurückfolgt sowie Zielgruppen deutlich granularer zu steuern vermögen. Auch unbegrenzte Zielgruppenlisten standen schon früh im Raum. Der jetzt aufgetauchte Screenshot zu Instagram Plus deutet darauf hin, dass genau diese Interaktions- und Insight-Funktionen tatsächlich Teil eines neuen Premiumabos werden könnten.


Diese Features könnten bald kosten:
Meta prüft Pay-Abo für wichtigste Apps


Sehen, wer deine Story schaut und nicht folgt – aber nur mit Abo

Mit Instagram Plus stellt Instagram mehr kreative Tools, zusätzliche KI-Unterstützung und ganz neue Einblicksfunktionen in Aussicht. Laut Screenshot gehören dazu mehrere Zielgruppen für Stories, Rewatch Insights, eine Suchfunktion in Viewer-Listen, Story Previews, verlängerte Laufzeiten, Super Hearts und das Pushen von Stories. Vor allem die Insights dazu, wer eigene Inhalte sieht und wer zurückfolgt, dürften für viele Nutzer:innen besonders spannend sein. Fragen wie „Wer folgt zurück?“ sind für viele Nutzer:innen emotional aufgeladen, weil sie Aufschluss über Nähe, Reichweite und gegenseitige Aufmerksamkeit geben. Genau solche Einblicke waren bisher nur mit viel Aufwand über Umwege oder externe Tools zugänglich und könnten für viele ein starker Anreiz sein, ein Bezahlabo abzuschließen. Die neuen Abos laufen getrennt von Meta Verified. Während sich Verified vor allem an Creator und Unternehmen richtet, setzen die neuen Funktionen bei emotionalen Nutzungsmotiven vieler User an.

Von den neuen Abos verspricht sich Meta planbare Einnahmen und eine stärkere Verankerung im Ökosystem. Wer für Funktionen zahlt, nutzt Plattformen in der Regel intensiver – und verlässt sie weniger schnell. Gleichzeitig wächst die Kritik an einem solchen Pay-Abo. Der Threads Account reblmedia bezeichnet das Modell als elitär und sieht darin das Potenzial, das bisher offene System zu kippen. Aktuell wird Instagram Plus nur in ausgewählten Märkten getestet und steht Nutzer:innen in Deutschland derzeit noch nicht zur Verfügung.





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Grok übersetzt und empfiehlt fremdsprachige Inhalte jetzt global


Automatische Übersetzungen sind zwar nicht neu. Die Kombination aus Übersetzung, Empfehlung und algorithmischer Priorisierung in Echtzeit dagegen schon. Internationale Perspektiven zugänglich zu machen, kann wertvoll sein. Auf X könnte genau diese Kombination jedoch bestehende Probleme in neuer Form verstärken.


X lässt dich Artikel zusammenfassen und plant Algorithmus-Update


Von nationaler Debatte zum globalen Push

Auf Social Media performen polarisierende Inhalte überdurchschnittlich gut. Auf X zeigt sich das besonders deutlich. Elon Musk selbst sorgte 2025 beispielsweise damit für Kritik, weil er die AfD – auch auf X – offen unterstützte, etwa mit Posts wie „Nur die AfD kann Deutschland retten“ und durch Gespräche mit Parteichefin Alice Weidel auf der Plattform. Solche Interventionen verschaffen einzelnen politischen Positionen enorme Reichweite und Sichtbarkeit. Analysen des Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society (HIIG) legen nahe, dass Musk durch seine eigene Präsenz und Interaktionen die Aufmerksamkeit für die AfD auf X deutlich erhöht hat.

Grafik zeigt den starken Anstieg der Follower-Zahlen und Post Views von Alice Weidel auf X im Zeitraum Dezember 2024 bis Januar 2025 im Zusammenhang mit Interaktionen von Elon Musk.
Die Auswertung zeigt die Entwicklung von Follower-Zahlen und Post Views im Kontext von Musks Interaktionen mit AfD-Inhalten auf X, © Alexander von Humboldt Institute for Internet and Society (HIIG)

Im untersuchten Zeitraum von Anfang Dezember 2024 bis Ende Januar 2025 stieg die Zahl der X Follower von Alice Weidel von rund 500.000 auf über 900.000. Gleichzeitig stiegen die Views einzelner Posts von wenigen Hunderttausend auf teils über zehn Millionen. Vergleichbare Effekte waren bei anderen politischen Accounts nicht zu beobachten.

Wenn durch automatische Übersetzung nun auch die Sprachbarriere wegfällt, können genau solche Inhalte noch schneller international zirkulieren – unabhängig davon, in welchem politischen oder kulturellen Kontext sie ursprünglich entstanden sind.

X macht aus Übersetzung ein Machtinstrument

Grok übersetzt jetzt nicht mehr nur fremdsprachige Inhalte, sondern spielt sie aktiv aus. Nutzer:innen sehen damit Inhalte, die sie ohne Übersetzung nie erreicht hätten. Übersetzung wird so Teil des Ranking-Systems und verändert, wie Content verteilt wird. Internationale Inhalte erweitern den Feed, ohne dass neue Creator gewonnen werden müssen. Bestehender Content wird über Sprachgrenzen hinweg neu distribuiert und erreicht zusätzliche Zielgruppen. Gleichzeitig kann die Verweildauer steigen, weil der Feed dichter wird und mehr relevante Inhalte enthält.

Für X ist das strategisch sinnvoll. Die Plattform kämpfte zeitweise mit stagnierendem Wachstum in westlichen Märkten und steht unter Druck, neue Erlös- und Wachstumsquellen zu erschließen. Dass Werbegelder zuletzt weggebrochen sind und sogar eine Klage gegen große Advertiser scheiterte, zeigt, wie angespannt die Situation ist.

Für Nutzer:innen bringt das Update zwar mehr Perspektiven in den Feed, gleichzeitig aber auch mehr Brüche im Kontext. Inhalte aus unterschiedlichen Ländern und Debattenräumen treffen direkt aufeinander, oft ohne den jeweiligen kulturellen oder politischen Hintergrund. Genau hier entsteht ein weiteres Risiko. Ironie, Nuancen oder kulturelle Codes lassen sich nicht immer präzise übertragen, wodurch Inhalte gerade bei sensiblen Themen schnell zugespitzt oder verzerrt wirken können.

Ob Groks neue Fähigkeiten zu mehr Verständnis führen oder eher neue Missverständnisse verstärken, hängt mit Blick auf all diese Faktoren davon ab, wie präzise Übersetzung und Empfehlung ineinandergreifen – und welche Signale X im Ranking priorisiert.


Sie wollten nicht mehr werben:
X-Klage gegen Advertiser gescheitert





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Auf die Hütte, fertig, los: Deutsche Telekom: Das ist die Kampagne mit Thomas Müller zur WM


Knapp zweieinhalb Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bringt sich die Deutsche Telekom mit einer großen Marketingkampagne rund um MagentaTV in Stellung. Zentraler Baustein: das Versprechen, alle 104 WM-Spiele zu übertragen. 44 davon zeigt der Anbieter exklusiv. Star der Kampagne ist Thomas Müller.

Der 36-jährige Weltmeister von 2014 tritt dabei doppelt auf – als Experte im MagentaTV-Team und als Gesicht der neuen Werbekampagne „Wir holen die WM nach Hause“. Der Startschuss fällt am 30. März über TV- und Onlinekanäle, flankiert von Print, Out of Home und Maßnahmen im Handel.

Für Neukunden bietet die Telekom ein Lockangebot: MagentaTV Smart lässt sich bis 30. April sechs Monate lang kostenfrei buchen, anschließend reduziert sich der Preis auf sieben Euro im Monat, ab dem 25. Monat gelten regulär elf Euro. Parallel spielt das Kundenbindungsprogramm „Magenta Moments“ eine Rolle. Hier sollen während der WM zusätzliche Vorteile und Gewinnspiele bereitstehen – etwa Datenpässe für Reisen in die WM-Gastgeberländer USA, Kanada und Mexiko.

Der neue Spot verlegt das WM-Erlebnis in eine Berghütte. Müller möchte dort ungestört Spiele schauen, bis sich herumsprechen soll, dass MagentaTV installiert wurde. Daraufhin trudeln Fans aus verschiedenen Ländern ein. Die Idee: Gemeinschaftsgefühl rund ums Zuschauen – ein Motiv, das die Telekom über alle Phasen hinweg nutzt.

„Wir holen das große Turniergefühl erneut direkt ins Wohnzimmer – dorthin, wo Fans gemeinsam mitfiebern, jubeln und mit ihren Teams leiden. Genau dieses besondere Wir-Gefühl wollen wir erlebbar machen“, sagt TV-Chef Arnim Butzen.

„Mit unserer Kampagne verdeutlichen wir die einzigartige Faszination einer WM. Dabei geht es um mehr als nur Fußball: Es geht um Gemeinschaft, Emotionen und diese besonderen Momente, die Menschen über Grenzen hinweg verbinden“, meint Sven Grümer, Leiter Media und Launch- & Lifecycle-Management bei der Telekom Deutschland.

Zusammen mit Thomas Müller schaffen wir eine Plattform, die über alle Kanäle hinweg funktioniert und die Vorfreude auf das Turnier konsequent aufbaut.

Annabelle Jenisch

Für die Konzeption und Kreation der Kampagne steht 0171, Hamburg. Das neu gegründete Agenturmodell von Omnicom und Telekom bündelt Marketing- und Kommunikationsaktivitäten für das Unternehmen in Deutschland. Mit einem integrierten Ansatz setzen Telekom und 0171 nun ihre erste Arbeit in Szene.

„Zusammen mit Thomas Müller schaffen wir eine Plattform, die über alle Kanäle hinweg funktioniert und die Vorfreude auf das Turnier konsequent aufbaut“, sagt Annabelle Jenisch, CEO von 0171.

Magenta TV

Telekom engagiert Jürgen Klopp als TV-Experte für die Fußball-WM

Der Telekom gelingt der nächste namhafte Transfer für ihre WM-Übertragungen im kommenden Jahr. Der frühere Top-Trainer Jürgen Klopp mit Erfahrung als Experte verstärkt das Team von MagentaTV.

Als offizieller Medienpartner der FIFA WM 2026 in Deutschland produziert MagentaTV ein eigenes Programm rund um das Turnier. Moderiert wird es von Laura Wontorra und Johannes B. Kerner. Neben Müller gehören Mats Hummels, Tabea Kemme und Jürgen Klopp zum Expertenteam.

Übertragungen kommen aus Studios in New York und Ismaning, Wolff Fuss und weitere Kommentatoren berichten aus den Stadien. Die Telekom kündigt zudem barrierefreie Elemente wie Audiodeskription und KI-gestützte Untertitel an.



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