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Uber kauft Blacklane – deutsche-startups.de


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Uber kauft Blacklane +++ AlphaPet Ventures kauft Cpro Food +++ Main Capital Partners übernimmt Gingco +++ Nature Robots erhält 4 Millionen +++ deeplify sammelt 2 Millionen ein +++ Summiteer investiert in cuisyn +++

Uber kauft Blacklane

Im #DealMonitor für den 30. März werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

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MERGERS & ACQUISITIONS

Uber – Blacklane
+++ Der US-Fahrdienstvermittler Uber kauft den Berliner Chauffeurdienst Blacklane. „Together Blacklane and Uber – and their respective guests and partners – will benefit from each other’s expertise. Blacklane’s luxury service and specialist knowledge, combined with Uber’s global scale and technology, will deliver a powerful platform for growth“, teilen die Unternehmen zur Übernahme mit. Durch den Zukauf möchte Uber vor allem ins margenstärkere Premiumsegment vorstoßen. „Uber is the right partner for Blacklane. We have each reshaped our respective categories, and we are united in our ambition to be best-in-class“, sagt Blacklane-Gründer Jens Wohltorf zum Exit. Einen Kaufpreis nennen die Unternehmen nicht. Der Verkaufsbetrag soll laut Handelsblatt aber „ungefähr der Unternehmensbewertung, die bei rund einer halben Milliarde Dollar liegt“ entsprechen. Blacklane, 2011 gegründet, konzentriert sich auf Chauffeur-Dienste mit hochwertigen Fahrzeugen für Geschäftsreisende. Zu den Investoren des Grownups, das zuletzt 240 Millionen Euro Umsatz erzielte, gehören unter anderem der saudi-arabische Mobility-Investor Tasaru Mobility Investments, Gargash Group, AlFahim, Alstin Capital rund um Carsten Maschmeyer und RI Digital. Der deutsche Autobauer Mercedes Benz hielt zuletzt 28,5 % an Blacklane. Alstin ist derzeit noch mit 12,7 % an Bord. AlFahim hält 10,4 % am Unternehmen. In den vergangenen Jahren flossen mehr als 150 Millionen in Blacklane. 2023 wirtschaftete das Unternehmen profitabel. Mehr über Blacklane

AlphaPet VenturesCpro Food
+++ Das Münchner Tiernahrungsunternehmen AlphaPet Ventures übernimmt das belgische Unternehmen Cpro Food, eine sognannte Premium-Marke für Hunde- und Katzennahrung. „Die Akquisition wurde durch eine Kombination aus Eigen- und Fremdkapital finanziert. Patria Investments übernahm die Rolle des Lead-Investors der Finanzierungsrunde, mit einem signifikanten Beitrag von Venture Stars und der Unterstützung bestehender AlphaPet-Gesellschafter“, heißt es in einer Presseaussendung. Die Fremdfinanzierung wurde von CVC bereitgestellt. Die Übernahme von Cpro Food ist die fünfte Akquisitionen in sechs Jahren, die das AlphaPet Ventures (2016 aus der Fusion von pets Premium und ePetWorld entstanden), getätigt hat. Mehr über AlphaPet Ventures

Main Capital PartnersGingco
+++  Der niederländische Private-Equity-Investor Main Capital Partners übernimmt die Mehrheit am 1999 gegründeten Unternehmen Gingco (Braunschweig), das auf Softwarelösungen für Enterprise Ressource Management setzt. Derzeit betreut das Unternehmen „rund 200 Kunden aus dem Enterprise-Segment und der öffentlichen Verwaltung“. Künftig soll das Team insbesondere in die „KI-getriebene Produktentwicklung investieren“. Main Capital Partners hält zudem Ausschau nach „Add-on-Akquisitionen“. Mehr über Gingco

INVESTMENTS

Nature Robots
+++ Der deutsch-dänische Kapitalgeber Climentum Capital, Bayern Kapital und Planetary Impact Ventures (Dänemark) investieren 4 Millionen Euro in Nature Robots. Das Robotik-Startup aus Osnabrück, 2022 von  Sebastian Pütz, Sven Lake und Malte Kleine Piening gegründet, möchte „die regenerative und ökologische Landwirtschaft durch KI und Robotik in Einklang mit Natur und Mensch“ bringen. Konkret entwickelt das Unternehmen „autonome Roboter für die regenerative Landwirtschaft“. Das frische Kapital soll insbesondere in „den Teamaufbau und einen zusätzlichen Standort in München“ fließen. Mehr über Nature Robots

deeplify
+++ Der Heilbronner Frühphasen-Investor D11Z.Ventures, Vanagon Ventures, EWOR und Business Angels investieren 2 Millionen Euro in deeplify. Das Startup aus Bochum, 2023 von Jan Löwer und Tim Schwabe gegründet, setzt auf die Ki-basierte „industrielle Inspektionen und Asset-Integrity-Management“. Konkret geht es dabei etwa um die Inspektion von Gaspipelines. Mehr über deeplify

cuisyn
+++ Summiteer, die Beteiligungsgesellschaft des Serienunternehmers Sven Schulz, investiert in cuisyn. Das Unternehmen aus Frankfurt am Main, ein Ableger der blueworld.group (Seriengründer Rigbert Fischer), setzt auf eine Buy-&-Build-Strategie in der Gastronomie, Catering und Hotelbranche. Das Team möchte nicht weniger als „die erfolgreichste Gastro-Gruppe in Deutschland und Europa aufbauen“. Das frische Kapital soll die Expansion von cuisyn „deutlich beschleunigen“. Summiteer hält nun 26.1 % an cuisyn. Mehr über cuisyn

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Foto (oben): azrael74



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Das Ende klassischer Abteilungen: Hier arbeiten Entwickler in allen Teams


CEO Mati Staniszewski erklärt, warum künftig jeder im Unternehmen „vibe-coden“ werde und welche Aufgaben Ingenieure haben.

Das Ende klassischer Abteilungen: Hier arbeiten Entwickler in allen Teams

Mati Staniszewski sagt, dass ein Ingenieur in jedem Team die Kompetenz steigern kann.
Big Event Media/Getty Images for HumanX Conference

Es gibt eine Sache, die es braucht, bevor man alles programmieren kann: einen Ingenieur, der einem zeigt, wie es geht. Bei einem Vortrag bei Sequoia Capital sagte Mati Staniszewski, CEO von ElevenLabs, dass er jedem nicht-technischen Team innerhalb des Sprach-KI-Startups einen Ingenieur hinzufügt.

„Unser Personalteam, unser Go-to-Market-Team und unser Rechtsteam werden jeweils einen Ingenieur in ihren Reihen haben, der dabei hilft, Automatisierungen zu entwickeln und die Fähigkeiten der übrigen Mitarbeiter zu verbessern“, sagte er. „Das ist in letzter Zeit sehr hilfreich, da jeder viel mit Vibe-Coding arbeiten und programmieren wird.“

Ganze Teams bauen eigene KI-Tools

Staniszewski, der ElevenLabs im Jahr 2022 mitbegründet hat, sagte, dass nicht-technische Teams im gesamten Unternehmen bereits Tools entwickeln. „Man kann damit einfach unglaublich viel erreichen. Sei es beim Scraping im Bereich Personalbeschaffung und -rekrutierung oder bei der Analyse dessen, was in der Vergangenheit funktioniert hat, um in Zukunft Verbesserungen vorzunehmen.“

Das Unternehmen „hat kürzlich ein Bewertungssystem für die Go-to-Market- oder Vertriebsmitarbeiter eingeführt.“ Das Bewertungssystem habe viele Verhandlungen mit dem Vertriebsteam erspart.

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Im Februar gab ElevenLabs bekannt, dass es in einer Serie-D-Finanzierungsrunde 500 Millionen US-Dollar eingesammelt hat, wodurch sich die Bewertung auf 11 Milliarden US-Dollar erhöhte. Das in London gegründete Startup beschäftigte laut Investor Andreessen Horowitz im November rund 350 Mitarbeiter.

End-to-End-Verantwortung

Das Unternehmen scheint einem zunehmend beliebten Organisationsmodell zu folgen, bei dem von den Teams erwartet wird, dass sie mehr Eigenverantwortung übernehmen und selbstständig arbeiten. Das bedeutet, dass die Entwicklerteams für alles verantwortlich sind – vom Produktdesign bis zur Vermarktung ihrer Entwicklungen. Gleichzeitig wird von nicht-technischen Teams erwartet, dass sie ihre eigenen Tools zur Verbesserung der Arbeitsabläufe entwickeln.

Die Mitarbeiter von ElevenLabs sind in etwa 20 Mikro-Teams mit jeweils fünf bis zehn Personen aufgeteilt, sagte Staniszewski in einem Interview im September. Jedes dieser Teams ist für einen Produktbereich zuständig, wie beispielsweise eine Studio-Schnittstelle oder Sprachassistenten, um schnell voranzukommen.

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„Man sieht ein Problem – und löst es“

Führungskräfte bei KI-Coding-Startups, darunter Cognition und das von General Catalyst unterstützte Kilo, erklärten gegenüber Business Insider, dass sie Eigenverantwortung als unverzichtbar für aktuelle und potenzielle Mitarbeiter betrachten. „Man sieht ein Problem, löst das Problem“, sagte Emily Cohen, die bei Cognition für Personal und Betrieb zuständig ist. „Wir sind nicht das klassische Unternehmen, das einfach sagt: ‚Oh, nun, das ist die Aufgabe dieses Teams.‘“

 





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Wie viel verdient Brad Pitt im neuen Werbeclip von Trade Republic?


Trade Republic holt Hollywood-Star Brad Pitt für den neuen Werbespot. Der Schauspieler sagt darin kein einziges Wort. Warum?

Wie viel verdient Brad Pitt im neuen Werbeclip von Trade Republic?

Brad Pitt – sitzt, schaut gut aus und sagt: nichts. Während andere arbeiten, arbeitet hier vor allem seine Bekanntheit.
Trade Republic

Brad Pitt sitzt in einem dunklen Raum. Er sagt kein Wort. Er schaut nur in die Kamera. Dann eine Stimme aus dem Off: „Kostenloses Konto mit Karte. Zwei Prozent Zinsen. Investieren ab einem Euro.“ Zum Schluss erscheint nur ein Satz: „Was bietet deine Bank?“ Mehr passiert im neuen Werbespot von Trade Republic nicht. Und genau das dürfte ziemlich teuer gewesen sein.

Warum ausgerechnet Brad Pitt?

Trade Republic setzt bei der Kampagne bewusst auf Aufmerksamkeit durch Bekanntheit. „Es ging uns gar nicht darum, dass unser Markenbotschafter die Vorteile unseres Produkts bewirbt, sondern jemanden zu haben, der durch seine Prominenz Aufmerksamkeit generiert“, heißt es auf Gründerszene-Anfrage von Trade Republic. Der Hollywood-Star als Statussymbol und nicht als Erklärer von Tagesgeld.

Wichtig sei außerdem gewesen, „jemanden zu haben, der nicht jede zweite Woche für eine andere Marke sein Gesicht hergibt.“ Der Drehort war in Los Angeles, die Vorbereitung hat zwei Tage vor Ort beansprucht, der eigentliche Dreh dauerte dann nur einen Tag. 

Hoher einstelliger Millionenbetrag für Brad Pitt nicht unrealistisch

Anett Sass

Professorin für Medien- und Bewegtbildmanagement an der Hochschule Fresenius

Ganz neu ist das Spiel mit bekannten Gesichtern für Trade Republic nicht. In der Vergangenheit setzte das Unternehmen bereits auf Promis, wie den Rapper Luciano, Entertainer Bruce Darnell oder Schauspieler Sky du Mont. Mit Brad Pitt hebt Trade Republic die Messlatte jetzt auf ein neues Level.

Millionen für Schweigen?

Was bekommt man eigentlich dafür, wenn man Brad Pitt einfach nur hinsetzt? Eine konkrete Zahl gibt es von Trade Republic nicht.

Anett Sass, Professorin für Medien- und Bewegtbildmanagement an der Hochschule Fresenius und Mitgründerin der Agentur Professionistas, sagt zu Gründerszene: „Dass Brad Pitt in dem Spot nichts sagt, ist vermutlich der teuerste Teil der Kampagne. Trade Republic kauft damit weniger einen Schauspieler als sofort internationale Aufmerksamkeit. Für europaweite Kampagnen mit globalen Stars wird in der Branche aber oft über hohe einstellige Millionenbeträge gesprochen.“

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Zum Vergleich: Rund um George Clooney und Nespresso kursieren über Jahre Schätzungen von etwa 40 Millionen Dollar, erklärt die Expertin. Und Stars wie Messi, LeBron James oder Ronaldo verdienen mit Werbung und Sponsoring längst hohe zweistellige Millionenbeträge pro Jahr. „Vor diesem Hintergrund wirken hohe einstellige Millionenbeträge für Brad Pitt nicht unrealistisch“, so Sass.

Die Logik hinter dem Nichts

Der Marketingexperte Simon Knittel, Managing Director von Jung von Matt Start, ordnet diese Kampagne folgendermaßen ein: „Ich finde den Spot sehr gelungen – und vor allem: Er funktioniert. Zur möglichen Gage ist es extrem schwer, eine seriöse Zahl zu nennen. Das hängt stark von den Buyouts ab, also davon, in welchen Ländern, auf welchen Kanälen und wie lange der Spot läuft. Bei einem Star wie Brad Pitt zahlt man nicht für die paar Sekunden vor der Kamera, sondern für seine globale Strahlkraft und die Aufmerksamkeit, die sein Name erzeugt. Unter normalen Umständen würde ich sagen: siebenstellig.“

Er muss nichts tun. Seine Präsenz reicht

Simon Knittel

Managing Director von Jung von Matt Start

Auch die Inszenierung sieht Knittel als bewussten Gegenentwurf zu klassischen Hochglanzkampagnen: Statt auf große Kulissen oder teure Inszenierungen zu setzen, reduziere der Spot alles radikal. Das Budget sei durch das Star-Testimonial zwar nicht kleiner, das Ergebnis aber ein anderes, und genau darin liege die Wirkung. Entscheidend sei dabei vor allem die Rolle von Brad Pitt selbst: Er werde nicht als „Normalo“ inszeniert, sondern bewusst als Superstar in den Mittelpunkt gestellt. „Er muss nichts erklären, nichts vorspielen, nicht einmal wirklich etwas tun. Seine Präsenz reicht.“





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