Künstliche Intelligenz
Mit ChatGPT erstellte Passwörter sind nicht sicher
Auf den ersten Blick mag es als sinnvolle Idee erscheinen, KI-Chatbots mit der Erstellung von sicheren Passwörtern zu beauftragen. Doch das dürfte sich schnell als gefährlicher Irrtum herausstellen, wie Sicherheitsforscher warnen.
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KI mit eingebauter Schwachstelle
Entsprechenden Tests der Firma Irregular zufolge lassen sich die per KI erstellten Passwörter nämlich leicht knacken – und das, obwohl sie für Laien durchaus sicher aussehen. Das Problem: Große Sprachmodelle (LLM), auf denen ChatGPT, Gemini oder Claude basieren, haben in diesem Zusammenhang eine eingebaute Schwachstelle.
Denn diese KI-Systeme sind darauf optimiert, vorhersehbare und plausible Ergebnisse zu generieren. Das sei mit einer sicheren Passworterzeugung nicht kompatibel, warnen die Experten. Oder einfacher gesagt: LLMs können keinen echten Zufall, da sie Zeichenfolgen anhand von Wahrscheinlichkeiten und den integrierten Trainingsdaten ausgeben.
Zeichenfolgen an vorhersehbaren Stellen
Dabei erzeugen die KI-Chatbots zwar Passwörter, die aussehen wie sichere Zeichenfolgen mit Sonderzeichen und Zahlen. Allerdings würden diese oft an identischen und damit vorhersehbaren Stellen platziert, so die Experten. Ein kryptografisch sicheres Passwort habe eine Entropie von rund 98 Bit. Die KI-generierten Passwörter haben in den Tests dagegen nur rund 27 Bit erreicht. Das bedeute, dass Hacker die KI-Passwörter per Brute-Force-Attacke selbst mit normalen Computern innerhalb von Stunden statt Jahrzehnten knacken könnten.
Getestet haben die Sicherheitsforscher Anthropics Claude Opus 4.6, OpenAIs GPT-5.2 und Googles Gemini 3 Flash. Bei allen drei KI-Systemen hätten sich feste Strukturen gezeigt, etwa identische Anfänge und nur geringe Variationen bei der Zeichenauswahl.
Muster in Open-Source-Code
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Den Forschern zufolge ist das Problem längst nicht mehr theoretisch, sondern habe längst seinen Niederschlag in der Softwareentwicklung gefunden. So seien die identifizierten Muster in Open-Source-Code auf GitHub gefunden worden. Das sogenannte Vibe-Coding könne dadurch zum gefährlichen Einfallstor für Cyberangriffe werden.
Experten raten daher zur Nutzung von Passwort-Managern, die auf kryptografisch sichere Pseudozufallszahlengeneratoren setzen. Einige KI-Anbieter haben derweil schon auf die potenzielle Gefahr reagiert. Gemini etwa zeigt Warnhinweise an, dass die von der KI erstellten Passwörter nicht für echte Konten genutzt werden sollten.
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Aber: Forscher der ETH Zürich und der Università della Svizzera italiana haben herausgefunden, dass einige beliebte Passwort-Manager mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen haben. Die betroffenen Hersteller arbeiten eigenen Angaben zufolge nach schon an der Behebung der identifizierten Schwachstellen.
Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)
Künstliche Intelligenz
Euro-Apps: Diese bewährten iPhone-Anwendungen aus der EU sollten Sie kennen
Das iPhone stattet Apple mit einer langen Liste an guten Apps aus, die den Bedarf vieler Kunden locker abdecken. Dadurch fällt schnell unter den Tisch, dass es spannende Alternativen gibt – auch von Entwicklerteams, die in Europa ansässig sind. Wir haben uns Alternativen zu den zentralen Apple-Apps genau angesehen und besonders interessanteste Kandidaten zusammengestellt. Dabei ging es neben dem Firmensitz der Entwickler primär um die Funktionalität, regelmäßige Updates und ob sich die Software auf dem iPhone bewährt. Eine möglichst nutzer- wie augenfreundliche Bedienoberfläche zählte ebenfalls zu den Auswahlkriterien.
In Europa entwickelte Apps versprechen mitunter besseren Datenschutz sowie DSGVO-Konformität, umfahren aber nicht zwangsläufig sämtliche US-Dienste. Die Grenzen sind nämlich fließend: Viele Apps integrieren SDKs von Drittanbietern, die Daten in die USA übermitteln, und sei es nur für Absturzberichte. Auch im Backend bei Supportsystemen und Newslettern sind US-Anbieter gängig, für die in Apps immer häufiger anzutreffenden KI-Funktionen gilt das ohnehin. Wir haben das – soweit in den Datenschutzerklärungen der Anbieter aufgeschlüsselt – jeweils vermerkt.
Browser
Der norwegische Browser Vivaldi hebt sich mit einer Tableiste – auch in der Hochkantansicht – und einem integrierten Werbeblocker von Safari ab. Adress- und Tableiste finden wahlweise am unteren oder oberen Bildschirmrand ihren Platz. Zudem gibt es praktische Schnelleingaben, um etwa direkt durch Tippen des Buchstabens „w“ im Anschluss die Wikipedia zu durchsuchen; so etwas muss man in Apples Browser erst per Extension nachrüsten. Vivaldi unterstützt Handoff, um die gerade auf dem iPhone betrachtete Seite direkt am Mac im Standardbrowser aufzurufen. Eine Integration von KI-Funktionen lehnt der Hersteller bislang bewusst ab.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Euro-Apps: Diese bewährten iPhone-Anwendungen aus der EU sollten Sie kennen“.
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Künstliche Intelligenz
Wettlauf um Superrechner: Deutschland startet Quantencomputer-Wettbewerb
Die technologische Souveränität Deutschlands soll künftig auch auf atomarer Ebene gesichert werden. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat dazu die offizielle Förderrichtlinie für die „Quantum Computing Competition“ (QCC) veröffentlicht. Der Wettbewerb ist Teil der Hightech-Agenda der Bundesregierung. Sein Ziel: Bis 2030 sollen mindestens zwei neue Quantencomputer zur Verfügung stehen, die sich auf europäischem Spitzenniveau bewegen. Im Fokus steht die industriegeführte Spitzenforschung. Adressiert werden vor allem Start-ups und etablierte Firmen, um die Lücke zwischen theoretischer Exzellenz und praktischer Anwendung zu schließen.
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Schlüsseltechnologie Quantencomputer
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) begründet die Auslobung der QCC mit der Tragweite der Technologie, die weit über reine Rechenleistung hinausgehe. Quantencomputer gelten als Schlüsseltechnologie und versprechen Durchbrüche in Feldern, die für herkömmliche Supercomputer bislang kaum erreichbar sind. So könnten solche Systeme laut Bär die Entwicklung von Medikamenten beschleunigen oder komplexe Verkehrsströme in Echtzeit steuern. Vielversprechend für die Tech-Branche sei der erwartete Synergieeffekt mit Künstlicher Intelligenz: Neue Ansätze beim maschinellen Lernen könnten durch die Quantentechnologie einen erheblichen Leistungsschub für KI-Modelle erfahren.
„Für unsere Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität müssen wir international vorne dabei sein“, erläutert Bär. Sie ist überzeugt: Mit der QCC „sind wir auf dem Weg zum Top-Quantentechnologieland“. Gemeinsam mit deutschen Quanten-Unternehmen werde der Bund den entscheidenden Schritt machen. Der Fokus liegt dabei nicht mehr nur auf der Grundlagenforschung, sondern auf dem Etablieren messbarer Erfolgsparameter für technologisch exzellente Hardware made in Germany.
Technologieoffener Wettbewerb
Der Wettbewerb ist technologieoffen gestaltet und setzt auf Vielfalt statt auf eine frühzeitige Festlegung. Gefördert werden Projekte in den drei derzeit am weitesten fortgeschrittenen Technologieplattformen: Supraleiter, neutrale Atome sowie Ionenfallen. Damit deckt das Ministerium ein breites Spektrum ab, um die jeweils spezifischen Vorteile der unterschiedlichen physikalischen Ansätze zu nutzen. Ein Schwerpunkt der Förderung liegt auf dem Überwinden der größten Hürde der aktuellen Hardware-Generation: der Fehleranfälligkeit. Geschaffen werden sollen die technischen Voraussetzungen für fehlerkorrigiertes Quantencomputing und gleichzeitig Pilotlinien für die Produktion.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt und wird über einen Projektträger abgewickelt. Interessenten müssen zunächst Projektskizzen bis zum 11. Mai einreichen, bevor in einer zweiten Phase die förmlichen Förderanträge folgen. Die Fördersummen liegen zwischen 20 und 55 Millionen pro Firma beziehungsweise Verbundprojekt. Mit diesem Vorgehen will das BMFTR sicherstellen, dass Deutschland den Anschluss an die Weltspitze hält und seine Position als Standort für Quantentechnologien festigt.
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Künstliche Intelligenz
Vorsicht beim Bücherverkauf: Rentner verlieren hohe Summen an Betrüger
Ein Ehepaar aus Frankfurt (Oder) hat viel Geld verloren. Im aktuellen Fall wollte das Paar seine Büchersammlung verkaufen. Daraufhin meldete eine angebliche Vermittlungsfirma aus Düsseldorf und erklärte, einen Käufer gefunden zu haben. Für die Abwicklung des Verkaufs sei jedoch zunächst eine Digitalisierung der Sammlung nötig. Die Kosten dafür sollte das Ehepaar zunächst selbst tragen und später zurückerhalten.
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Die Betrüger konnten die beiden Rentner so zur Zahlung einer größeren Geldsumme bewegen. Danach war die angebliche Vermittlungsfirma nicht mehr erreichbar. Die Kriminalpolizei ermittelt. Zuvor hatte der Tagesspiegel über den Vorfall berichtet.
Betrugsmasche ist kein Einzelfall
Nach Angaben der Polizei häufen sich ähnliche Fälle seit längerer Zeit. So sei es im März in der Uckermark zu einem vergleichbaren Betrug gekommen. Dort habe ein 61-Jähriger für den angeblichen Verkauf seiner Bücher sogar einen Kredit aufgenommen und anschließend einen fünfstelligen Betrag überwiesen.
Die Täter geben sich häufig als seriöse Vermittler aus und versprechen hohe Verkaufspreise für alte Bücher. Teilweise nähmen sie auch persönlich Kontakt zu den Betroffenen auf, hieß es. Die Polizei empfiehlt, bei hohen Gewinn- oder Verkaufserlösen skeptisch zu bleiben.
(mho)
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