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Digital Business & Startups

+++ HealthTech – nyra.health +++ Plato +++ SparePartsNow +++ SouthwestX +++ L-Booster +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ STARTUPLAND: Sales Rewards Those Who Stay +++ Auch nyra.health profitiert vom HealthTech-Boom +++ StartupsToWatch: Plato +++ SparePartsNow expandiert in die USA +++ Factory SouthwestX startet L-Booster +++

+++ HealthTech – nyra.health +++ Plato +++ SparePartsNow +++ SouthwestX +++ L-Booster +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Mittwoch, 25. Februar).

#STARTUPLAND: Noch 21 Tage!

If you live and breathe startups – this is your event.

+++ Am 18. März findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere dritte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

Live im STARTUPLAND: Rebecca Göckel (NOMOO)

+++ Das Kölner Unternehmen NOMOO, 2018 von Rebecca Göckel und Jan Grabow gegründet, setzt auf kuhmilchfreies Eis. Das Sortiment der Jungfirma umfasst neben Bechereis auch Stieleis in über 15 verschiedenen Sorten. Das Team vertreibt NOMOO in mehr als 3.000 Supermärkten in der DACH-Region sowie auch im Außer-Haus-Geschäft – darunter Gastronomie und Tankstellen und nicht zuletzt  über den eigenen Onlineshop. Zuletzt erwirtschaftete das Team einen Umsatz im mittleren einstelligen Millionenbereich. Dabei wuchs das Unternehmen, das 15 Mitarbeitende beschäftigt, pro Jahr um 40 % und somit deutlich stärker als der restliche Eismarkt. Ihr Thema im STARTUPLAND: Sales Rewards Those Who Stay.

#STARTUPTICKER

HealthTech nyra.health
+++ Der HealthTech-Boom in der DACH-Region geht munter weiter! Das Wiener E-Health-Startup nyra health sammelte gerade weitere 20 Millionen Euro ein – unter anderem von Armira Growth, Wellington Partners und Crane Venture Partners. Die Jungfirma setzt auf KI-gestützte Therapielösungen für Patient:innen mit neurologischen Erkrankungen. Zum Unternehmen gehören die Therapiesoftware myReha und das klinische Managementsystem nyra insights. Zu den vielen (jungen und älteren) Health-Startups, die uns zuletzt aufgefallen sind, gehören zudem Circle Health, Ficus, Gardia, hellomed, Mirantus Health und Recare. Mehr über HealthTech

Plato
+++ StartupsToWatch: Plato. Das Berliner Startup, 2024 von Benedikt Nolte, Matthias Heinrich und Oliver Birch gegründet, positioniert als „KI-Betriebssystem für den Großhandel“. Konkret unterstützt die Jungfirma „Großhändler dabei, ihre Daten zu nutzen und Prozesse zu automatisieren, um Umsätze um bis zu 15% zu steigern, ohne zusätzliches Personal aufzubauen“. Der milliardenschwere Londoner Geldgeber Atomico, der Berliner Geldgeber Cherry Ventures, Discovery Ventures und D11Z.Ventures investierten zuletzt 14,5 Millionen US-Dollar in die Jungfirma. Cherry Ventures und Business Angels investierten zuvor zudem bereits – samt staatlicher Unterstützung durch das BMWi – 6,5 Millionen US-Dollar in Plato.  „Großhändler suchen dringend nach branchenspezifischer KI-Software, um operative Herausforderungen zu lösen – und genau diese Lösung ist Plato“, ist sich Andreas Helbig, Partner bei Atomico, sicher. Gerade das Investment von Atomico legt die Meßlatte bei Plato nun extrem hoch. Zu den heißen Startups aus deutschen Landen, die vom Top-Geldgeber unterstützt werden, gehören Andercore, DeepL (Unicorn), deeploi, Mondoo, Omio (Unicorn), Scoutbee, Vaayu und Vay. Mehr über Plato

SparePartsNow 
+++ Expansion! Das Münchner Startup SparePartsNow, eine „B2B-Plattform für industrielle Ersatzteile“ drängt in die USA.  „Europäische Top-Brands werden auf der Plattform in den USA zu Preisen angeboten, die teilweise zwischen 20 und 50 % unter dem bisherigen US-Marktniveau liegen“, teilt das Team mit. Das Unternehmen rechnet deswegen „mit einer hohen Nachfrage im US-Markt“. Nach dem Start in die USA steht der Markteintritt im „südostasiatischen Markt“ auf der Agenda. SparePartsNow, 2021 in Aachen gegründet, sammelte in den vergangenen Jahren rund 17 Millionen Euro ein – insbesondere von branchennahen Geldgebern. Mehr über SparePartsNow

L-Booster
+++ Kohle ohne Anteilsabgabe! Die Startup Factory SouthwestX (Saarland, Rheinland-Pfalz) startet mit L-Booster ein „Wachstumsprogramm für technologieorientierte Startups in der frühen Marktphase“. Ausgewählte Teams erhalten dabei „25.000 Equity-Free Capital sowie eine strukturierte dreimonatige Skalierungsbegleitung“. Das Programm, das durch die Unternehmerfamilie Loose und ihr L-Family Office finanziert wird, plant zwei Durchgänge pro Jahr. Als ersten Team kommt Ideastream.io aus Saarbrücken in den Genuss von L-Booster. Nun sucht das L-Booster-Team weitere „DeepTech-Startups und KI-basierte Geschäftsmodelle mit disruptivem Potenzial“. Mehr über SouthwestX

Vestio
+++ Die Jungfirma Vestio tritt an, um die Stilberatung zu digitalisieren. Hinter der „Fashion-Tech-App für Männer“ stecken Klarsolar-Gründer Bastian Arend, der sein Startup zuletzt an E.ON verkauft hat, und Menswear Influencer Justus Hansen. Mehr über Vestio

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ HealthTech nyra.health sammelt 20 Millionen ein +++ KI-Startup VoiceLine erhält 10 Millionen +++ Rapidata bekommt 8,5 Millionen +++ Einklang streicht 2,2 Millionen ein +++ DHDL: Andenkraft, admark.ai und eezee. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

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5 neue Startups: Linq Photonics, Nexus Politics, Vakanzio, reltix, Food be Good


#Brandneu

Es ist wieder Zeit für neue Startups! Hier einige ganz frische Firmen, die jeder kennen sollte. Heute stellen wir diese Jungunternehmen vor: Linq Photonics, Nexus Politics, Vakanzio, reltix und Food be Good

5 neue Startups: Linq Photonics, Nexus Politics, Vakanzio, reltix, Food be Good

deutsche-startups.de präsentiert heute wieder einmal einige junge Startups, die zuletzt, also in den vergangenen Wochen und Monaten, an den Start gegangen sind, sowie Firmen, die vor Kurzem aus dem Stealth-Mode erwacht sind. Übrigens: Noch mehr neue Startups gibt es in unserem Newsletter Startup-Radar.

Linq Photonics
Die Heidelberger Firma Linq Photonics möchte das Quantencomputing durch hochpräzise, integrierte photonische Steuerungssysteme revolutionieren. „Our innovative photonic solutions are poised to accelerate the business potential of quantum computing, propelling organizations into a new era of computational capabilities“, so das Team der Gründer:innen Jade Robinson, Rasmus Bankwitz und Julius Römer.

Nexus Politics
Nexus Politics aus München, von Magnus Strobel und Christoph Waffler an den Start gebracht, bietet ein Betriebssystem für digitale Demokratie, um politischer Unzufriedenheit durch integrierte Beteiligungs- und Governance-Tools zu begegnen. „Nexus Politics verbindet Bürger direkt mit ihren Politikern, um lokale Probleme gemeinsam zu erkennen und zu lösen“, so das Startup.

Vakanzio
Hinter Vakanzio aus Kaufbeuren von Fabian Warmdt und Sascha Lang auf die Beine gestellt, steckt ein „intelligenter Co-Pilot für Ihre Recruiting-Akquise“. Die datengetriebene Vertriebsplattform findet für Recruiting-Agenturen, Personalberater und Headhunter gezielt „die Unternehmen, die jetzt einstellen – und die richtigen Ansprechpartner dazu“.

reltix
Das Startup reltix aus Düsseldorf hat sich vorgenommen, das Thema „Hausverwaltung neu zu denken“. „Intelligente Abläufe im Hintergrund, feste Ansprechpartner vor Ort und ein intuitives Eigentümer?Portal. So wird die Verwaltung Ihrer Immobilien sorgenfrei und wertsteigernd zugleich“, lautet es auf der Seite des von Andreas Plakinger, Léon Bamesreiter und Jan Horstmann gegründeten Unternehmens.

Food be Good
Bei Food Be Good aus Frankfurt an der Oder, von Alice Warkentin ins Leben gerufen, geht es mit Hilfe eines innovativen Abonnement-Modells um die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung in öffentlichen Kantinen. “Unsere Mission ist es, dafür zu sorgen, dass unverkaufte Mahlzeiten an Studierende verteilt werden, anstatt weggeworfen zu werden”, erklärt das Startup

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

WELCOME TO STARTUPLAND


SAVE THE DATE: Bereits am 18. März findet unsere dritte STARTUPLAND statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über Startupland

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Customer-Support-ROI: Warum Ticket-Automatisierung allein nicht ausreicht


Im Jahr 2026 stehen viele Führungskräfte vor einem echten Paradox: Die klassischen Kennzahlen im Customer Support erreichen Höchststände – und dennoch bleibt der Zusammenhang mit messbarem wirtschaftlichem Nutzen oft unklar.

Das Problem liegt nicht darin, dass gängige Automatisierungsansätze grundsätzlich nicht funktionieren. Vielmehr reicht es nicht aus, lediglich Tickets zu automatisieren, wenn Customer Support tatsächlich einen belastbaren ROI liefern soll. Der wahre Wert von Support liegt heute nicht mehr in der massenhaften Bearbeitung von Anfragen, sondern darin, Probleme frühzeitig zu verhindern, bevor sie sich zu messbaren wirtschaftlichen Verlusten entwickeln.

Warum sich Support-ROI 2026 schwerer belegen lässt

Moderne Support-Organisationen entwickeln sich zunehmend hin zu hybriden Modellen, in denen KI und menschliche Agents zusammenarbeiten. Eine Gartner-Umfrage zeigt: 95 % der Customer-Service-Verantwortlichen planen, auch künftig menschliche Agents parallel zu KI einzusetzen. Hybride Setups sind damit längst auf dem Weg zum Standard.

In der Praxis übernehmen KI-Systeme heute Routineanfragen, während Menschen komplexe oder kritische Fälle bearbeiten. Mit dieser veränderten Arbeitslogik verlieren klassische Kennzahlen wie Kosten pro Ticket, durchschnittliche Bearbeitungszeit oder Automatisierungsquote an Aussagekraft. In manchen Fällen verschleiern sie den tatsächlichen Wert von Support sogar.

Das führt dazu, dass Führungsteams häufig Folgendes beobachten:

  • steigende Automatisierungsquoten bei stagnierenden Einsparungen
  • verbesserte CSAT-Werte ohne klaren finanziellen Effekt
  • starke CX- und Effizienzkennzahlen, die sich dennoch nicht in unternehmerische Ergebnisse übersetzen lassen

Support ist nicht weniger wertvoll geworden. Doch durch den Einsatz von KI sind die Erwartungen gestiegen – und lineares Denken in einzelnen Metriken reicht nicht mehr aus, um den tatsächlichen Beitrag von Support zu bewerten.

Wo sich Customer-Support-ROI tatsächlich zeigt

Der ROI von Customer Support zeigt sich nur selten als „direkt generierter Umsatz“. Stattdessen wird er sichtbar in vermiedenen Verlusten und reduzierten Risiken. Konkret äußert sich das in Veränderungen im Kundenverhalten, etwa durch:

  • weniger Rückerstattungen
  • geringere Eskalationen
  • einen Rückgang öffentlicher Beschwerden
  • sinkendes Abwanderungsrisiko
  • höheres Vertrauen an entscheidenden Punkten der Customer Journey

Diese Signale entstehen nicht über Nacht. Sie bauen sich über Zeit auf – und werden deshalb in Budgetdiskussionen häufig unterschätzt.

In einem unserer Kundenprojekte (Details aufgrund einer NDA anonymisiert) wurde der Customer Support über einen Zeitraum von zwölf Monaten vollständig neu aufgebaut. Ziel war nicht allein eine schnellere Reaktionszeit, sondern eine frühere und konsistentere Problemlösung entlang der gesamten Customer Journey. Die Ergebnisse waren eindeutig:

  • Rückerstattungsquote von 40 % auf 4 % gesenkt
  • CSAT-Anstieg von 50 auf 95
  • NPS-Steigerung von 32 auf 80
  • Verbesserung der Trustpilot-Bewertung von 3,0 auf 4,7
  • Erhöhung der Chargeback-Erfolgsquote von 5 % auf 90 % durch ein dediziertes Billing-Team im Support

Keine dieser Kennzahlen für sich genommen „beweist“ ROI. In ihrer Gesamtheit zeigen sie jedoch, wie Support begann, Ergebnisse zu beeinflussen, die in klassischen CX-Dashboards kaum sichtbar sind: Rückerstattungen gingen zurück, weil Probleme frühzeitig gelöst wurden; öffentliche Bewertungen verbesserten sich, weil weniger Kunden an ihre Belastungsgrenze kamen; Loyalität wuchs, weil Support von Schadensbegrenzung zu echter Bedürfnislösung überging.

Darüber hinaus begann das Team, Kundenanfragen systematisch zu analysieren, um Muster und frühe Reibungspunkte zu identifizieren. Dadurch wurden Abweichungen zwischen angenommener Customer Journey und tatsächlichem Kundenerlebnis sichtbar. Für das Management entstand so eine deutlich belastbarere Grundlage für strategische Entscheidungen. Diese Erkenntnisse führten zu neuen Services, die sich am realen Kundenverhalten orientierten – und damit Wachstum und Umsatz beschleunigten.

So zeigt sich Support-ROI in der Praxis: nicht als einzelne Kennzahl, sondern als Zusammenspiel aus vermiedenen Verlusten, gestärktem Vertrauen und datenbasierten Entscheidungen.

Wie hybrider Support die Wirtschaftlichkeit verändert

Über Jahre hinweg galt Automatisierung als vermeintliche „Wunderlösung“ zur Kostensenkung. Die Logik war simpel: geringere Supportkosten führen automatisch zu höherem ROI. In der Realität ist der Zusammenhang komplexer. Niedrigere Kosten bedeuten nicht automatisch höhere Erträge – insbesondere dann nicht, wenn Automatisierung genau die Mechanismen entfernt, die Verluste verhindern.

Wird Support ausschließlich auf Effizienz optimiert, verschwinden ungelöste Probleme nicht. Sie verlagern sich: in Rückerstattungen, Chargebacks, Abwanderung und öffentliche Beschwerden. Einsparungen tauchen in einer Zeile der GuV auf, während sich der Schaden still im restlichen Unternehmen summiert. Hybrider Support kann diese Gleichung verändern – aber nur, wenn er bewusst gestaltet wird.

Wenn KI im Support richtig eingesetzt wird:

  • lassen sich bis zu 85 % der Anfragen automatisiert bearbeiten
  • liegt der CSAT rund 15 % höher als in nicht-hybriden Setups
  • führt KI echte Aktionen aus (Rückerstattungen, Kündigungen, Account-Änderungen) statt nur standardisierte Antworten zu versenden

In abonnementbasierten Geschäftsmodellen beginnen wir beispielsweise stets mit einer Analyse eingehender Anfragen, um zu verstehen, welche Aktionen sich sicher vollständig automatisieren lassen. Rund 50 % der Kündigungsanfragen sind in der Regel unkompliziert und risikoarm – und damit gut für eine End-to-End-Automatisierung geeignet.

Die verbleibenden Fälle unterscheiden sich deutlich. Etwa ein Viertel der Kündigungsanfragen stammt von frustrierten oder emotional belasteten Kunden. Diese Interaktionen bergen das höchste Risiko für Abwanderung. In gut konzipierten hybriden Setups übernimmt Automatisierung hier die Rolle eines Co-Piloten: Sie kennzeichnet risikoreiche Fälle, eskaliert sie an menschliche Agents und liefert Kontext – während Tonfall, Urteilsvermögen und finale Entscheidungen bewusst beim Menschen bleiben.

Der wirtschaftliche Effekt entsteht dabei nicht durch den Ersatz von Menschen, sondern durch den gezielten Einsatz menschlicher Aufmerksamkeit genau in den Momenten, die Vertrauen und Loyalität tatsächlich entscheiden.

Warum hybrider ROI klassische Messlogik sprengt

In Projekten, in denen First-Level-KI sinnvoll eingeführt wird, sinken die Supportkosten innerhalb eines Jahres typischerweise um 15 bis 25 %, abhängig vom Geschäftsmodell. Gleichzeitig verbessern sich häufig die Erlebniskennzahlen. Diese Kombination ist jedoch kein Selbstläufer – sie entsteht nur dann, wenn Automatisierung Probleme wirklich löst und nicht lediglich verlagert.

Der Haken: Hybrider Support macht ROI schwerer messbar. Klassische ROI-Modelle gehen davon aus, dass Wertschöpfung klar getrennt erfolgt. In Wirklichkeit entsteht der größte Effekt genau dort, wo KI und Menschen zusammenarbeiten: Probleme werden verhindert, Kundenbeziehungen stabilisiert und Loyalität geschützt.

Finanzteams sehen deshalb oft Verbesserungen, können sie aber in bestehenden Scorecards nicht abbilden. Während sich das operative Modell weiterentwickelt hat, ist die Logik der Messung stehen geblieben.

Was Führungskräfte tatsächlich messen sollten

2026 müssen Unternehmen von Aktivitätsmetriken zu Wirkungssignalen wechseln. Ein praxisnaher Ansatz besteht darin, Ergebnisse auf drei Ebenen zu verfolgen:

  1. Finanzielle Risiken und Leckagen: Rückerstattungsquoten, Chargeback-Erfolgsraten, Dispute-Volumen, wiederkehrende Zahlungsprobleme.
  2. Vertrauens- und Reibungssignale: öffentliche Bewertungen, Eskalationstrends, Wiederholungskontakte, Kundenstimmung.
  3. Bindungsindikatoren: Abwanderungsrisikosegmente, Kündigungsmuster und Retention-Ergebnisse (auch wenn die exakte Umsatzzuordnung später erfolgt).

Diese Signale machen Wert früher sichtbar als klassische Umsatzberichte. Sie zeigen, ob Support Verluste verhindert – und genau dort beginnt ROI in der Regel.

Wie sich Support-Budgets rechnen

Support-Budgets scheitern, wenn sie ausschließlich an Ticketvolumen und Headcount ausgerichtet sind. Ein gesünderer Ansatz beginnt mit einer anderen Frage: Wo kostet schlechter Support unser Unternehmen am meisten Geld?

Teams, die echten ROI aus Support erzielen, investieren typischerweise in drei Bereiche:

  1. Präventionsfähigkeit
    Support übernimmt Zahlungs- und Abrechnungsthemen, steuert risikoreiche Fälle und etabliert Feedback-Loops zur Ursachenanalyse.
  2. Automatisierung mit Fokus auf Lösung
    First-Level-KI erledigt risikoarme Aufgaben vollständig, statt Anfragen lediglich weiterzureichen.
  3. Menschliches Urteilsvermögen dort, wo es zählt
    Menschen bearbeiten Hochrisiko-Kündigungen, Eskalationen, emotional sensible Fälle und betreuen besonders wertvolle Kunden.

In diesem Moment hört Support auf, ein Kostenpunkt zu sein, und wird zu einem strategischen Hebel, der Umsatz schützt, Risiken reduziert und mit dem Unternehmen skaliert.

Fazit

2026 entsteht der tatsächliche ROI von Customer Support vor allem dadurch, dass vermeidbare Probleme gar nicht erst zu Umsatzverlusten werden.

Automatisierung ist entscheidend – aber nur dann, wenn sie Probleme tatsächlich löst. Und menschliches Urteilsvermögen sollte gezielt dort eingesetzt werden, wo es Retention, Loyalität und Vertrauen wirklich beeinflusst.

Für Führungskräfte, die sich auf Ergebnisse statt auf Aktivitätskennzahlen konzentrieren, ist Support kein Cost Center mehr. Er ist das, was er schon heute sein sollte: ein Hebel zum Schutz von Umsatz, zur Reduktion von Risiken und zur Nutzung von Kundenverhalten als Grundlage für fundierte unternehmerische Entscheidungen.

Über die Autorin
Nataliia Onyshkevych ist CEO von EverHelp und verfügt über fast zehn Jahre praktische Erfahrung im operativen Customer Support – von der Tätigkeit als Support-Agentin bis hin zur Führungsposition. Sie arbeitet mit wachsenden Unternehmen aus serviceorientierten Branchen, darunter SaaS und E-Commerce, und unterstützt sie dabei, ihren Customer Support zu skalieren und gleichzeitig Qualität in einem KI-gestützten Umfeld sicherzustellen. Ihre Beiträge sind unter anderem im Forbes Business Council, bei CallCenterProfi und CustomerThink erschienen.

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Digital Business & Startups

nyra.health sammelt 20 Millionen ein – VoiceLine erhält 10 Millionen – Rapidata bekommt 8,5 Millionen


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ HealthTech nyra.health sammelt 20 Millionen ein +++ KI-Startup VoiceLine erhält 10 Millionen +++ Rapidata bekommt 8,5 Millionen +++ Einklang streicht 2,2 Millionen ein +++ DHDL: Andenkraft, admark.ai und eezee +++

nyra.health sammelt 20 Millionen ein – VoiceLine erhält 10 Millionen – Rapidata bekommt 8,5 Millionen

Im #DealMonitor für den 24. Februar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere zweite STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: STARTUPLAND 2026 findet bereits am 18. März statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

nyra.health
+++ Die Münchner Investmentholding Armira Growth, Wellington Partners, Crane Venture Partners und EVER Pharma investieren 20 Millionen Euro in nyra health. Das Wiener E-Health-Startup, 2020 von Philipp Schöllauf, Mario Zusag und Moritz Schöllauf gegründet, setzt auf KI-gestützte Therapielösungen für Patient:innen mit neurologischen Erkrankungen. Zum Unternehmen gehören die Therapiesoftware myReha und das klinische Managementsystem nyra insights. Zuvor flossen bereits 7 Millionen in das HealthTech – unter anderem von Wellington Partners. Das frische Kapital soll in die „internationale Expansion, Produktentwicklung und den Ausbau der KI-basierten Plattform“ fließen. Mehr über nyra.health

VoiceLine
+++ Alstin Capital, Peak, Scalehouse Capital, Venture Stars und NAP investieren 10 Millionen Euro in VoiceLine. Das Münchner Unternehmen, 2020 von Nicolas Höflinger und Sebastian Maurischat gegründet, entwickelt eine „Voice-AI-Plattform für Enterprise-Frontline-Teams in Vertrieb, Service und
operativen Bereichen“. Mit dem frischen Kapital möchte das Unternehmen „seine KI-Plattform weiter skalieren, die internationale Expansion vorantreiben und das Wachstum in weiteren Außendienst-intensiven Branchen wie Pharma, Medtech, Food & Beverage, Versicherungen und Finanzdienstleistungen beschleunigen“.Venture Stars, Scalehouse Capital und Co. investierten zuletzt 2,4 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt flossen nun bereits rund 15 Millionen in das Startup. Mehr über VoiceLine

Rapidata
+++ Canaan Partners, IA Ventures, Acequia Capital und BlueYard Capital investieren 8,5 Millionen US-Dollar in Rapidata. Das Startup aus Zürich, 2023 von Jason Corkill, Marian Kannwischer, Luca Strebel und Mads Kuhlmann-Jørgensen gegründet, setzt auf eine Plattform für menschliches Feedback, um das Training von KI-Modellen zu beschleunigen. „We use the intelligence of the masses to label your dataset. This enables us to rapidly and cost effectively label large datasets“, heißt es zum Konzept. BlueYard Capital, Acequia Capital und Business Angels investierten zuvor bereits 1,5 Millionen Schweizer Franken in die Jungfirma. Mehr über Rapidata

Einklang 
+++ Der Berliner Frühphasengeldgeber Vireo Ventures, der Leipziger Frühphasen-Investor SIVentures, Saxovent, Angel Invest, Heimatboost und DNA Ventures investieren 2,2 Millionen Euro in Einklang. Das Kölner Startup, 2025 von Lucas Jonas, Paul Ziche, José Neri und Jonathan Schulte gegründet, positioniert sich als „Energy-as-a-Service-Anbieter für den deutschen Mittelstand“. Das Team möchte Gewerbe- und Industriekunden dabei helfen, „Strom automatisch zu beziehen, wenn er kostengünstig und erneuerbar verfügbar ist“. Vireo hält nun 13 % an Einklang. Mehr über Einklang

Straion
+++ Der griechische Seed-Investor Marathon Venture Capital investiert 1,1 Millionen Euro in Straionsiehe Brutkasten. Beim Startup aus Linz, von Katrin Freihofner, Lukas Holzer und Fabian Friedl gegründet, handelt es sich um eine KI-gestützte Plattform, die Softwareteams dabei hilft, technische Entscheidungen systematisch, nachvollziehbar und regelkonform zu treffen. Mehr über Straion

DIE HÖHLE DER LÖWEN

Andenkraft
+++ Beauty-Löwin Judith Williams und Startup-Löwe Frank Thelen investieren in der neunzehnten Staffel der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ 80.000 Euro in Andenkraft und sichert sich dabei 35 % am Unternehmen. Das Startup aus Oldenburg setzt auf „funktionale Superfoods direkt aus Lateinamerika“.

admark.ai
+++ Sales-Löwe Carsten Maschmeyer investiert in der neunzehnten Staffel der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ 200.000 Euro in admark.ai und sichert sich dabei 25,1 % am Unternehmen. Das Startup aus Schwarzenbek setzt auf eine KI-gestützte Plattform für datenbasiertes Social-Media-Marketing. Der Deal platzte nach der Show.

eezee
+++ Regal-Löwe Ralf Dümmel investiert in der neunzehnten Staffel der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ 100.000 Euro in eezee und sichert sich dabei 10 % am Unternehmen. Das Startup aus March-Hugstetten kümmert sich um perfekt gezogene Silikonfugen.

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