Connect with us

Digital Business & Startups

In den ersten fünf Jahren als Gründer war Kranksein für mich ein absolutes No-Go Krankheitsdebatte vs. Hustle-Culture: Beides ist falsch


Während in der öffentlichen Debatte über Krankmeldungen diskutiert wird, arbeiten viele Gründer dauerhaft am Limit – ohne Pause, ohne Auszeit. Mawave-CEO Jason Modemann erklärt, wie er persönlich damit umgeht.

In den ersten fünf Jahren als Gründer war Kranksein für mich ein absolutes No-Go Krankheitsdebatte vs. Hustle-Culture: Beides ist falsch

Mawave-Gründer Jason Modemann schreibt bei Gründerszene über seinen Alltag als Unternehmer.
Mawave / Logo: Gründerszene

Während Bundeskanzler Friedrich Merz darüber diskutiert, ob die Deutschen zu oft krank sind, sieht die Realität bei vielen Gründern ganz anders aus: Die meisten melden sich nie krank. Sie arbeiten permanent am Limit. Hustle ist sowas wie ein Leistungsnachweis. Jason Modemann, CEO von Mawave, erzählt, wie er damit umgeht.

In meiner gesamten Karriere war ich wahrscheinlich keine zehn Tage offiziell krankgemeldet. Und selbst an diesen Tagen habe ich meistens zumindest kurz das Handy in die Hand genommen oder ein paar Mails beantwortet. Wirklich „off“ war ich so gut wie nie.

„Wem wollte ich etwas beweisen?“

Vor allem in den ersten fünf Jahren als Gründer war krank sein für mich ein absolutes No-Go. Ich hatte dieses Gefühl: Wenn ich einen Tag ausfalle, bleibt alles stehen. Wenn ich nicht da bin, verlieren wir Momentum, Wachstum, Kontrolle. Rückblickend denke ich mir: Wem wolltest du da eigentlich etwas beweisen?

Lest auch

Wer sein Team ins Office zwingt, hat Führung nicht verstanden

Denn die Wahrheit ist: Die Welt geht nicht unter, wenn man mal ein oder zwei Tage nicht arbeitet. Ein gesundes Unternehmen hält das aus. Wenn es das nicht tut, liegt das Problem nicht an einem Krankheitstag.

Glücklicherweise bin ich selten wirklich krank im medizinischen Sinne. Aber ich merke alle drei, vier Monate sehr deutlich: Jetzt brauche ich einen Cut. Meine Konzentration wird zäher, die Geduld wird kürzer, die Energie weniger.

Bewusst eine Auszeit nehmen

Früher hätte ich solche Anzeichen ignoriert und abgetan. Heute nehme ich das ernst. Das heißt zwar trotzdem nicht, dass ich mich zwei Wochen abmelde und ins Bett lege. Aber ich nehme mich bewusst einen Tag raus: manchmal einfach Spa, manchmal einfach nur etwas Ruhe. Aber zumindest keine Anrufe, keine Mails, kein Slack. Erstaunlicherweise reicht das oft, um zu rechargen und wieder bei 100 Prozent zu sein.

Lest auch

Habe ich ein Recht auf ein Sabbatical? – Alles, was ihr über die Job-Auszeit wissen müsst

Was sich bei mir verändert hat, ist nicht meine Belastbarkeit, sondern mein Mindset. Lange Zeit habe ich Krankheit als Schwäche gesehen. Inzwischen sehe ich sie als Signal, um Verantwortung zu übernehmen. Genau darin liegt für mich der Unterschied.

Warum beide Seiten falsch liegen – und worauf es ankommt

Denn Hustlen heißt: Immer weitermachen, egal was der Körper sagt. Verantwortung heißt: Etwas dafür tun, langfristig leistungsfähig zu bleiben.

Die Hustle-Kultur ist meiner Meinung nach deshalb genauso problematisch wie die Krankheitsdebatte. Denn beide denken in Extremen. Die eine Seite sagt: Ihr fehlt zu oft. Die andere sagt: Du darfst nie fehlen.

Im Grunde genommen messen aber beide Leistung falsch. Denn am Ende geht es nicht darum, wie viele Krankheitstage man (nicht) hat, sondern konstant zu liefern – ohne sich selbst zu verbrennen. Und dafür braucht es vor allem eines: sich selbst ehrlich zu führen.

Jason Modemann ist Gründer und Geschäftsführer von der Social Media Agentur Mawave Marketing. Mit 27 Jahren führt er 150 Mitarbeiter. Zu Mawaves Kunden zählen unter anderem Red Bull, Nike und Lidl. Zudem ist er Autor des Buches „Always hungry, never greedy.“

Lest auch

7 Tage ohne alles: Wie mich das Fasten aus dem Burnout brachte





Source link

Digital Business & Startups

5 neue Startups: Noxon, Janus, B2B Hero, PlayAce, Finto


#Brandneu

Erneut bereichern vielversprechende Neugründungen die Startup-Szene. Im Folgenden stellen wir diese junge Unternehmen vor: Noxon, Janus, B2B Hero, PlayAce und Finto.

5 neue Startups: Noxon, Janus, B2B Hero, PlayAce, Finto

Frische Ideen, neue Firmen: deutsche-startups.de präsentiert heute wieder junge Startups, die kürzlich gegründet wurden oder gerade ihren Stealth-Mode beendet haben. Wer noch mehr Neugründungen entdecken möchte, sollte unseren Newsletter Startup-Radar abonnieren.

Noxon
Das MedTech Noxon aus München setzt auf nicht-invasive Neuro- und Muskeltechnologien. „Ziel ist es, evidenzbasierte, digitale Versorgungskonzepte in den klinischen und häuslichen Alltag zu integrieren“, teilt das Team der Gründer:innen Marius Neugschwender, Maria Neugschwender und Ka Hou Leong mit.

Janus
Hinter Janus aus Hamburg, von Newton Davis, Philipp Tessmann und Tammo Depping angeschoben, steckt eine „Finanzplattform für die globale Speditionsbranche“. „Janus brings pricing, operations, invoicing, and finance into one system, so freight forwarders can move faster, get paid sooner, and operate without friction across borders“, erklärt das Startup.

B2B Hero
B2B Hero aus Braunschweig, von Philipp Dymke und Tim Brathärig ins Leben gerufen, möchte sich als „KI-gestützte Vertriebsplattform“ etablieren. Zum Konzept schreibt das Team: „B2B Hero findet für Sie passende Firmen und Entscheider, liefert geprüfte Kontaktdaten und startet automatisierte E-Mail-Kampagnen – alles an einem Ort.“

PlayAce
Bei PlayAce aus Nordhorn, von Paul Artjomow, Benedikt Maximilian Speidel und Jonas van Aans an den Start gebracht, handelt es sich um eine „All-in-One-Plattform für Tennisspieler und Tennisvereine“. „Wir digitalisieren den gesamten Tennisalltag: von Platzbuchungen, Mannschaftsverwaltung bis zu Eventmanagment – alles auf einer Plattform“, heißt es.

Finto
Die Jungfirma Finto aus Bad Mergentheim bietet eine „KI-Plattform für Rechnungswesen“. Das von Jonas Morgner, Lorenz Neuner und Linus Boehm an den Start gebrachte Startup deckt dabei Themen wie Rechnungserfassung, Rechnungsprüfung und Kontenzuweisung ab. 

Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

800 Startups will die Factory bauen, bisher sind es 10 – wie soll das klappen?


800 Startups will die Factory bauen, bisher sind es 10 – wie soll das klappen?

Bevor Udo Schloemer 2011 die Factory gründete, verdiente er sein Geld mit Immobilien.
Factory Berlin

800 Startups in zwei Jahren – das ist der Plan von Udo Schloemer für die Factory in Berlin. Wer eine Idee hat, kann sie dort einreichen. Wenn sie überzeugt, baut die Factory gleich mit. Aus einem Co-Working-Space, in dem einst SoundCloud und Gorillas saßen, soll jetzt eine Startup-Maschine werden.





Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

+++ Quandoo +++ Aleph Alpha +++ Cohere +++ Ames Foundation +++ KlavierLoft +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Millionengrab Quandoo stellt den Betrieb ein +++ Aleph Alpha und Cohere sollen fusionieren +++ Ames Foundation legt Habitat-Fonds (6 Millionen) auf +++ KlavierLoft: Aus dem Kinderzimmer zum Millionen-Umsatz +++

+++ Quandoo +++ Aleph Alpha +++ Cohere +++ Ames Foundation +++ KlavierLoft +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 14. März).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

Quandoo
+++ Ende! Aus! Vorbei! Die 2012 gegründete Berliner Restaurant-Reservierungsplattform Quandoo stellt Ende September ihren Betrieb ein. Ende 2026 geht der Dienst dann komplett vom Netz. Das Unternehmen spricht dabei von einer „geschäftlichen Entscheidung“. Dies sei eine globale Entscheidung, die alle Länder betreffe, in denen Quandoo seine Dienste anbiete, teilt das Team weiter mit. Ein Blick auf die Zahlen, zeigt das ganze Dilemma bei Quandoo. Die Reservierungsplattform, die seit 2015 zu Recruit Holdings gehört, erwirtschaftete über Jahre hinweg massive Verluste. 2024 lag der Jahresfehlbetrag bei 23,8 Millionen Euro (Vorjahr: 22,3 Millionen). Für 2025 und 2026 plante Quandoo die Verluste deutlich zu verringern. Insgesamt kostete der Aufbau von Quandoo bis Ende 2023 bereits mehr als 260 Millionen. Das Rohergebnis des Unternehmen sank 2024 auf 7,3 Millionen Euro (Vorjahr: 12 Millionen). Das japanische Unternehmen Recruit Holdings hatte Quandoo einst für beachtliche 198,6 Millionen übernommen. Quadoo war somit immer ein erfolgreicher Exit, aber nie ein erfolgreiches Unternehmen. Eigentlich erstaunlich, dass Recruit Holdings so lange an Quandoo festgehalten hat. Mehr über Quandoo

Aleph Alpha
+++ Gemeinsam statt einsam! Die einstige KI-Hoffnung Aleph Alpha und das kanadische KI-Unternehmen Cohere verhandeln wohl über eine Fusion – berichtet das Handelsblatt. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) soll den Deal dabei „maßgeblich vorangetrieben haben“. (Handelsblatt)  Mehr über Aleph Alpha

Ames Foundation
+++ Investments in Wildtier- und Naturschutz! Die gemeinnützige Ames Foundation, die von zahlreichen bekannten Gründerinnen und Gründern unterstützt wird, legt einen 6 Millionen Euro schweren Habitat-Fonds auf. Der gewinnorientierte Fonds investiert insbesondere in Ökotourismus in Afrika. „Das erste Geld aus dem Fonds floss in den Kauf einer Ökotourismus-Lodge am Strand im südafrikanischen Mkambati-Reservat“, heißt es im Handelsblatt. (Handelsblatt)

KlavierLoft
+++ Lesenswert! Brutkasten berichtet ausführlich über das Wiener Startup KlavierLoft, bei dem sich alles um Klaviere dreht. „KlavierLoft-Gründer Benjamin Mujadzic setzte in jungen Jahren auf leistbare Instrumente, eignete sich sein Know-how selbst an und baute Schritt für Schritt ein Geschäft auf, das heute in die USA und nach Asien liefert“, heißt es im Bericht. (Brutkasten)

Startups To Watch
+++ In der millionenschweren Startup-Welt tummeln sich viele aufstrebende (junge) Unternehmen, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Dazu gehören Startups wie blue activity, eternal.ag, Tower, ISPTech und Logistikbude. Mehr in Startups To Watch

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Pixel Photonics erhält 13,5 Millionen +++ ToolSense sammelt zweistellige Millionensumme ein +++ Conxai bekommt 5 Millionen +++ Blocks erhält 6 Millionen +++ smartvillage streicht Millionensumme ein +++ Meinhaus Digital erhält Millionensumme. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



Source link

Weiterlesen

Beliebt