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Künstliche Intelligenz

Leitfaden für Unternehmen: Der Weg in die souveräne Cloud


Mit zunehmend komplexeren Cloud-Modellen kommt immer häufiger eine zentrale Frage auf: Wer hat die tatsächliche Kontrolle über Daten und Systeme und wie können Unternehmen gewährleisten, dass ihre Daten sicher und geschützt bleiben? Hier gewinnt der Begriff Souveränität in der Cloud an Bedeutung.

Dieser Artikel liefert einen strukturierten Leitfaden für den Weg in die souveräne Cloud.

  • Cloud-Souveränität umfasst vier Bereiche: Daten-, wirtschaftliche, technische und politische Souveränität. Unternehmen sollten alle vier Aspekte bereits bei der Anbieterwahl berücksichtigen.
  • Eine vierphasige Cloud Transformation Roadmap von Vision und Strategie über Planung und Architekturdesign bis hin zum Governance-Framework und zu Überlegungen zum langfristigen Betrieb strukturiert den Weg in die souveräne Cloud.
  • Eine Exitstrategie als Teil einer Strategie für eine souveräne Cloud definiert, wie sich Daten und Systeme ohne Kontrollverlust zu einem anderen Anbieter migrieren lassen – besonders wichtig für regulierte Branchen wie Gesundheitswesen und Finanzsektor.
  • Das Angebot souveräner Cloud-Lösungen wächst, die Anbieter unterscheiden sich aber deutlich im Souveränitätsniveau.




Sebastian Tappe arbeitet bei Rewion als Bereichsleiter Cloud und begleitet Unternehmen kompetent als Trusted Advisor auf ihrem Weg in die Cloud.

Der Begriff Souveränität ist weit gefasst und lässt sich unterschiedlich auslegen. Im Cloud-Kontext geht es in erster Linie darum, dass Organisationen konstante Kontrolle über und transparente Einsicht in ihre Daten, Systeme und Infrastrukturen behalten. In einer zunehmend globalen und komplexen Cloud-Landschaft ist es für Unternehmen besonders entscheidend, auf Datenhoheit, offene Standards und Transparenz zu achten. Oft wird die Cloud-Souveränität in vier einzelne Teilbereiche unterteilt, die das Fundament für eine souveräne Nutzung von Cloud-Diensten bilden.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Leitfaden für Unternehmen: Der Weg in die souveräne Cloud“.
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Nie wieder Daten verlieren | c’t 3003


Backups sind das langweiligste Pflichtthema überhaupt – bis sie einmal wirklich gebraucht werden. c’t 3003 zeigt, wie ein vollautomatisches Backup-Setup für den Homeserver in drei Schritten entsteht: Docker-Volumes konsistent sichern, deduplizierte Snapshots mit Restic oder Kopia anlegen und eine verschlüsselte Offsite-Kopie per Rclone in die Cloud schieben. Vier Tools, ein System, das wirklich funktioniert und nachts von alleine läuft.

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(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guckt mal hier: Mein Homeserver macht das gerade vollautomatisch. Backups. Von allem. Keine Benachrichtigungen, kein manueller Trigger. Ich liege im Bett und trotzdem werden gerade alle meine Daten gesichert. Nextcloud, Fotos, Dokumente, Docker-Container, wirklich alles. Und wenn heute Nacht mein Haus abbrennt, ein Blitz einschlägt oder ich morgen früh auf die falsche Mail klicke und mir Ransomware einfange, ich verliere nichts. Nicht eine einzige Datei.

Und ich sage euch ganz ehrlich: Vor ein paar Monaten hätte ich das nicht sagen können. Ich hatte zwar irgendwas, das ich Backup genannt habe, aber es war halbgar, ungetestet und im Ernstfall wäre ich damit aufgeschmissen gewesen. Ich habe mich dann einmal wirklich intensiv damit beschäftigt, alles neu aufgebaut und das Ergebnis ist so gut, dass ich es euch in diesem Video zeigen will.

Weil Backups kein langweiliges Pflichtthema sind, Backups sind der Unterschied zwischen „Mist, alles weg“ und „Kein Problem, in ein paar Minuten ist alles wieder da“. Und genau dieses System läuft danach komplett von alleine, das bauen wir heute zusammen auf. Also, bleibt dran.

Liebe Hackerinnen, liebe Internet-Surfer, herzlich willkommen hier bei …

So, bevor wir loslegen, ganz kurz die Ausgangslage: Wenn ihr einen Homeserver betreibt, egal ob das ein fettes NAS ist, ein kleiner Mini-PC oder ein Raspberry Pi, dann sammelt sich da mit der Zeit einfach unfassbar viel an. Bei mir läuft da zum Beispiel Nextcloud, meine Fotobibliothek mit Immich, ein Paperless-NGX für meine ganzen Dokumente, ein paar Datenbanken, Smart-Home-Kram. Ich glaube, ich habe da aktuell so ein Dutzend Docker-Container am Start und die wollen genauso wie der ganze andere Kram richtig gesichert werden. Und auch wenn ihr RAID auf eurem NAS verwendet, das ist halt kein Backup.

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Was wir stattdessen wollen, ist die gute alte 3-2-1-Regel. Also drei Kopien eurer Daten auf zwei verschiedenen Medien und eine davon außer Haus. Und genau daran hangeln wir uns jetzt entlang. Wir bauen das in drei Schritten. Schritt 1, wir sichern die Basis, also alle eure Docker-Container. Schritt 2, wir bauen das richtig fette, deduplizierte Backup. Und Schritt 3, wir schaffen eine verschlüsselte Kopie davon aus dem Haus in die Cloud oder auf einen kleinen Raspi, der bei euren Eltern steht. Vier Tools, drei Schritte und am Ende schlaft ihr deutlich besser.

Das gilt übrigens genauso für euren Desktop-Rechner. Egal, ob Windows, macOS oder Linux, Restic und Kopia laufen auf allen drei Systemen nativ. Ihr könnt also eure Desktop-Daten mit denselben Tools und in dieselben Repositories sichern, die wir gleich aufbauen.

Fangen wir ganz unten an, beim Fundament. Wenn euer Homeserver mit Docker-Containern läuft, und das tun ja die meisten, dann liegen die ganzen wichtigen Daten eurer Container in sogenannten Volumes. Also die Datenbank von eurer Nextcloud, die Konfiguration von eurem Smart Home, die Einstellungen von 20 verschiedenen Diensten. Und die lassen sich einfach mit einem Tool sichern: docker-volume-backup. Das ist ein winziger Docker-Container, der gesellt sich einfach zu eurem bestehenden Setup dazu und sichert im Hintergrund eure Volumes weg.

Es gibt für die meisten Homeserver bzw. NAS-Systeme auch spezielle Lösungen. Also hier zum Beispiel für mein Unraid-System kann ich einfach AppData Backup aus dem App Store installieren und habe dann direkt hier grafisch alle wichtigen Einstellungen. docker-volume-backup funktioniert aber halt auf allen Homeservern, ist also eine Universal-Lösung und das Schöne: Ihr konfiguriert das komplett über eure docker-compose-Datei, also genau da, wo ihr eh alle eure anderen Docker-Container definiert habt. Ihr legt einen neuen Service an, nennen wir ihn Backup, gebt ihm das Image offen/docker-volume-backup und dann mountet ihr da einfach alle Volumes rein, die gesichert werden sollen.

Den Zeitplan macht ihr über einen ganz normalen Cron-Ausdruck. Ihr schreibt also in eure Config die Zeile BACKUP_CRON_EXPRESSION und als Wert den Cron-Ausdruck für 3 Uhr nachts, also eine 0, eine 3 und dann dreimal ein Sternchen. Und zack, läuft euer Backup jede Nacht um drei. Da seid ihr eh im Bett wahrscheinlich, da ist auf dem Server nichts los, perfekt.

Und jetzt kommt der Teil, der das Tool richtig clever macht und der euch vor einem ganz fiesen Anfängerfehler bewahrt. Stichwort: Datenkonsistenz. Stellt euch vor, docker-volume-backup fängt an, eure Nextcloud-Datenbank zu sichern und mittendrin schreibt die Datenbank gerade neue Daten rein. Was ihr dann sichert, ist so ein halbgarer Zwischenzustand, im Fachjargon ein „inconsistent backup“. Und das fällt euch halt erst auf, wenn ihr es wiederherstellen wollt und die Datenbank sich weigert zu starten.

docker-volume-backup löst das ganz elegant. Ihr packt einfach an den Container, der gesichert werden soll, ein kleines Label dran. Das heißt docker-volume-backup.stop-during-backup und ihr setzt das auf true. Und dann stoppt das Tool genau diesen Container kurz vor dem Backup, sichert in Ruhe das Volume und startet ihn danach automatisch wieder. Damit das funktioniert, müsst ihr dem Backup-Container noch den Docker-Socket reinreichen, also die Datei docker.sock, und zwar so, wie es ist.

Kleiner Hinweis für alle, die das besonders sauber machen wollen: Docker-Socket-Zugriff bedeutet im Prinzip Root-Zugriff auf den Host. Wer das einschränken will, der schaut sich mal Tecnativas docker-socket-proxy an, der lässt nur die API-Endpunkte durch, die das Backup-Tool auch wirklich braucht. Die paar Sekunden Downtime mitten in der Nacht kriegt eh keiner mit und dafür habt ihr dann garantiert saubere Daten.

Aber falls ihr eine Datenbank gar nicht stoppen wollt, geht das auch eleganter. docker-volume-backup kann nämlich auch Befehle ausführen, bevor das Backup losgeht. Ihr könnt also zum Beispiel sagen: „Mach mir kurz einen sauberen MySQL-Dump“ und sichert dann diesen Dump statt der rohen Datenbank-Dateien. Beide Wege führen zum Ziel.

Bleibt die Frage, wohin schreibt das Ding die Backups? Und da ist das Tool angenehm flexibel. Standardmäßig packt es eure Volumes in eine tar.gz-Archiv-Datei, also schön komprimiert, das kann lokal in einen Ordner gehen, auf ein Netzwerklaufwerk per NFS oder SMB oder, und das ist ziemlich nice, direkt in einen S3-kompatiblen Cloud-Speicher. Es kann sogar WebDAV, Dropbox oder Google Drive. Und alte Backups räumt es auf Wunsch auch gleich selbst, damit euch nicht nach drei Monaten die Platte überläuft. Dafür gibt es die Retention-Einstellung. Wer mag, lässt das Archiv direkt vom Tool auch per GPG verschlüsseln. Die ganze Dokumentation zu dem Tool verlinke ich euch unten in der Beschreibung.

Hier holen wir uns ein Backup, das richtig was kann. Bisher haben wir die Docker-Volumes gesichert, jetzt sichern wir wirklich alle Daten, die auf unserem Homeserver oder NAS gespeichert sind. Und bevor ich euch die zwei Tools gleich zeige, müssen wir ganz kurz über zwei Zauberwörter reden. Weil die beide Werkzeuge erst so genial machen: Deduplizierung und Snapshots.

Fangen wir mit Deduplizierung an. Stumpfe Backups wie unser tar.gz-Archiv von eben sichern jeden Tag alles komplett neu. Auch die 50.000 Fotos, die sich seit gestern kein Stück verändert haben. Also voll der Quatsch. Deduplizierung dreht das um. Die Tools zerlegen eure Daten in kleine Blöcke und speichern jeden einzigartigen Block nur ein einziges Mal. Wenn sich morgen nur eine einzige Datei ändert, landet auch nur dieser eine geänderte Block im Backup. Das spart viel Zeit und Speicherplatz.

Und dann Snapshots. Jedes Mal, wenn so ein Backup läuft, entsteht ein Snapshot, also ein eingefrorener Zustand eurer Daten zu genau diesem Zeitpunkt. Das Geniale: Weil dedupliziert wird, kostet euch jeder weitere Snapshot fast nichts extra, ihr könnt also problemlos hunderte Snapshots aufheben und jederzeit in der Zeit zurückreisen. Wie sah dieser Ordner am 3. März aus? Ein Befehl später seid ihr da.

So, und genau dieses Prinzip beherrschen unsere zwei Kandidaten für Schritt 2. Es ist im Kern dasselbe Konzept, nur die Verpackung ist komplett unterschiedlich. Fangen wir mit dem Tool an für die Terminal-Fraktion, Restic. Restic ist ein reines Kommandozeilen-Tool. Kein Fenster, keine Buttons, keine Klickibunti-Oberfläche, nur ihr und die Shell. Restic arbeitet mit einem sogenannten Repository. Das ist einfach der Ort, an dem eure Backups liegen. Das kann ein Ordner auf eurem NAS sein, eine zweite Festplatte, ein SFTP-Server oder S3. Ziemlich egal. Ihr legt das einmal an mit dem Befehl restic, dann der Pfad zum Repository und dahinter das Wort init.

Und jetzt kommt der wichtigste Punkt überhaupt und der Grund, warum ich Restic so mag: Restic verschlüsselt. Immer. Von Haus aus, es gibt gar keine Option, das Backup unverschlüsselt anzulegen. Beim Anlegen vergebt ihr ein Passwort und ab dann ist jedes einzelne Byte in eurem Repository mit AES-256 verschlüsselt. Das gilt zurzeit sogar noch als quantensicher. Das heißt, selbst wenn euch jemand die ganze Backup-Platte klaut oder euer Cloud-Anbieter gehackt wird, eure Daten sind dann nichts als Datenmüll für die. Riesig wichtig, gerade beim Homeserver finde ich.

Ein Backup zu machen ist dann schon fast langweilig einfach. Ihr tippt restic, den Pfad zum Repository, dann das Wort backup und dahinter die Ordner, die gesichert werden sollen. Beim ersten Mal dauert das, klar, da muss alles einmal durch, aber jeder weitere Lauf ist dann ziemlich schnell, weil Restic eben nur noch die Änderungen abgleicht. Eure ganzen Sicherungsstände seht ihr mit dem Befehl restic snapshots. Das ist eine schöne Liste mit Datum und Uhrzeit.

Und jetzt das Feature, das ich richtig feiere: Ihr gebt restic mount ein plus einen Ordner, in den gemountet werden soll. Und Restic hängt euch sein komplettes Repository als ganz normales Verzeichnis ins System ein. Ihr klickt euch da durch wie auf einem Netzlaufwerk: ein Ordner pro Snapshot, sucht euch die Datei von vor drei Wochen raus und zieht sie einfach raus. Kein kompliziertes Restore-Kommando, nichts, einfach Copy-Paste aus der Vergangenheit.

Restic ist also schnell, sicher, schlank und plattformunabhängig und Open Source. Der einzige Haken: Es ist und bleibt halt Kommandozeile. Ihr müsst euch das selber per Cron-Job oder mit einem kleinen Skript automatisieren und ihr müsst euch in der Shell wohlfühlen. Und genau für alle, die das nicht tun, kommt jetzt die Alternative:

Kopia ist technisch quasi der gleiche Schlag Tool wie Restic: clientseitige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit AES-256, Deduplizierung, dazu von Haus aus Komprimierung mit modernen Algorithmen wie zstd, Open Source. Aber, und das ist der ganze Witz, Kopia bringt eine richtige grafische Oberfläche mit, die KopiaUI. Und das fühlt sich einfach komplett anders an. Statt restic init zu tippen, klickt ihr hier im Fenster auf Repository erstellen und wählt aus einer langen Liste euer Speicherziel aus. Und diese Liste ist lang. Lokaler Ordner, ein Netzlaufwerk, SFTP, Google Drive, AWS S3, Backblaze B2 und so weiter. Ihr vergebt euer Passwort, fertig ist das Repository. Wenn ihr ein lokales Backup machen möchtet, dann müsst ihr beim Erstellen des Containers die Backup-Festplatte direkt angeben.

Backups laufen in Kopia über sogenannte Policies, also Regeln, und auch die klickt ihr euch einfach zusammen. Ihr sagt, sichere mir diesen Ordner und stellt mit ein paar Schiebereglern und Dropdowns ein, wann das passieren soll und wie viele Snapshots aufgehoben werden. Das ist exakt die Aufbewahrungslogik, die wir bei Restic mühsam als forget-Befehl eintippen mussten, nur eben als Häkchen.

Was ich an Kopia außerdem mag: die Ignore-Regeln. Es gibt ja immer Kram, den ihr nicht mitsichern wollt, irgendwelche Cache-Ordner, temporäre Dateien, dieser ganze Krempel. In Kopia legt ihr dafür ganz simpel Ausschlussmuster fest. Das hält euer Backup schön schlank und das Wiederherstellen genauso entspannt. Ihr klickt in der Oberfläche auf einen Snapshot, browst durch euren Ordner wie im normalen Dateimanager und holt euch raus, was ihr braucht. Die Zeitreise von Restic, nur eben mit der Maus.

Also die ganz ehrliche Einordnung zwischen den beiden: Eigentlich können beide praktisch das Gleiche und beide sind wirklich gut. Restic ist mein Tool, wenn ich Dinge sauber skripten und automatisieren will und eh schon im Terminal lebe. Kopia ist das Tool, das ich jedem empfehle, der einen Homeserver hat, aber kein Kommandozeilen-Nerd ist. Oder der das einfach in einer schicken Oberfläche im Blick behalten will. Nehmt das, womit ihr euch wohlfühlt.

Das Szenario, das wir jetzt abdecken, ist das unangenehmste von allen. Euer Haus brennt ab oder es wird eingebrochen und der ganze Server ist weg. In dem Fall sind ja alle Kopien, die brav nebeneinander zu Hause lagen, gleichzeitig futsch. Deshalb braucht eine davon einen anderen Ort. Und anderer Ort heißt für die meisten von uns die Cloud. Oder eben die Wohnung von euren Eltern, Freunden oder so.

Und das Tool dafür heißt Rclone. Rclone wird gerne als rsync für Cloud-Speicher beschrieben und das trifft es ziemlich gut. Es ist ein Kommandozeilenprogramm, dessen einziger Job es ist, Dateien zwischen eurem Rechner und über 70 verschiedenen Cloud-Anbietern hin- und herzuschaufeln. Backblaze B2, AWS S3, Wasabi, OneDrive, Dropbox, Google Drive, Mega, pCloud, eine andere Nextcloud, ganz normales WebDAV. Die Liste ist absurd lang.

Und ganz wichtig, damit ihr die Rolle von Rclone richtig versteht, Rclone ist nicht euer Backup-Tool. Rclone ist ein Logistik-Dienstleister. Das eigentliche Backup haben wir schon, das hat Restic oder Kopia in Schritt 2 gebaut. Rclones Job ist es, genau dieses fertige Backup zu nehmen und quasi aus dem Haus zu schaffen. Es ist quasi der Paketdienst für eure Daten. Eingerichtet wird das mit dem Befehl rclone config, das ist ein interaktiver Assistent, der euch Schritt für Schritt durch die Verbindung zu eurem Cloud-Anbieter führt.

Und jetzt der Punkt, der Rclone für den Homeserver so wertvoll macht und bei dem ihr unbedingt aufpassen müsst. Wenn ihr ein Backup zu irgendeinem Cloud-Anbieter schiebt, dann liegen eure Daten ab dann auf einem fremden Server. Also wollt ihr die verschlüsseln. Rclone hat dafür das Crypt-Remote. Damit legt ihr quasi eine Verschlüsselungsschicht über euren Cloud-Speicher. Ihr richtet euer Cloud-Ziel ein, in dem Fall hier habe ich mal meinen Google Drive verbunden, und dann packt ihr ein Crypt-Remote oben drauf. Ab dann verschlüsselt Rclone jede Datei lokal auf eurem Server, also schon bevor sie das Haus verlässt und erst die fertig verschlüsselten Brocken gehen hoch. Es verschlüsselt auf Wunsch sogar die Dateinamen und die Ordnerstrukturen mit. Beim Cloud-Anbieter liegt dann nur noch unlesbarer Datensalat. Das heißt aber auch, dass ihr euer Crypt-Passwort wirklich gut sichern müsst, denn ohne gibt es keinen Zugriff auf das Backup mehr.

Der eigentliche Upload ist dann fast schon unspektakulär. Ein einziger Befehl reicht aus: rclone sync, dann euer lokaler Backup-Ordner und dahinter euer Crypt-Ziel in der Cloud. Und Rclone gleicht dann euren lokalen Backup-Ordner mit der Cloud ab. Wieder gilt: Es überträgt nur, was sich geändert hat. Es ist extrem bandbreiteneffizient und falls eure Leitungen beim Upload nicht in die Knie gehen sollen, drosselt ihr das einfach mit der Option bwlimit, zum Beispiel auf 10 MB pro Sekunde. Den Befehl packt ihr wieder in einen nächtlichen Cron-Job und ab dann passiert das komplett von alleine.

So, jetzt haben wir alles. Aber ganz wichtig, testet das auch mal produktiv. Also probiert unbedingt mal eine Datei oder einen Docker-Container aus eurem Backup wieder in euer Produktivsystem einzuspielen, weil ein Backup, das ihr nicht ab und zu auch mal ausprobiert, ist irgendwie auch mehr Hoffnung als Sicherheit. Also zieht alle paar Monate mal eine Datei aus eurem Restic-Mount und spielt einmal einen Docker-Container aus dem Volume-Backup zurück. Das dauert 10 Minuten und ihr wisst, dass euer System wirklich funktioniert.

Und jetzt würde mich wirklich interessieren, wie sichert ihr euren Kram? Haben wir was übersehen? Seid ihr Team Restic, knallhart auf der Kommandozeile oder Team Kopia mit der schönen Oberfläche? Oder macht ihr noch gar nichts und habt jetzt beim Zuschauen so ein leicht flaues Gefühl im Magen bekommen? Auch völlig okay. Schreibt es einfach in die Kommentare und wenn ihr ein Backup-Setup habt, an das wir hier gar nicht gedacht haben, immer her damit.

Wenn euch das Video geholfen hat, dann lasst gerne ein Abo da, hört auch mal bei unserem Podcast rein, macht eure Backups, testet euren Restore und habt noch einen schönen Resttag. Tschüss!

c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


(rum)



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Quantenphysik liefert erstmals perfekte, zertifizierbare Zufallszahlen


„Gott würfelt nicht“ ist wohl eines der berühmtesten Zitate von Albert Einstein. Mit diesem Ausspruch drückte er seinerzeit seinen Missmut gegenüber der noch jungen Quantenphysik aus. Diese sagte vorher, dass das Ergebnis von Quantenexperimenten intrinsisch zufällig sei. Absurd, meinte Einstein, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass die Physik zufällige Elemente enthielt.


Andreas Wallraff und Renato Renner

Andreas Wallraff und Renato Renner

Andreas Wallraff und Renato Renner (v.l.n.r.) neben der 30 Meter langen Verbindung zwischen zwei Quantenchips. Mit dem Experiment erzeugten ETH-Forschende erstmals zertifiziert perfekte Zufallszahlen.

(Bild: Kilian Kessler / ETH Zürich)

In der Tat ist echter Zufall extrem selten. Dies ist ein großes Ärgernis für die Kryptografie und Security, da Verschlüsselungsalgorithmen häufig auf Zufallszahlen beruhen. Wer sich bereits mit Zufallszahlengeneratoren befasst hat, weiß, dass diese meist komplexe Methoden nutzen, um nur scheinbar zufällige Zahlen zu erzeugen. Doch Algorithmen befolgen Regeln und diese sind, definitionsgemäß, nicht zufällig. Für einige Anwendungen mag dies reichen, für andere, wie die Verschlüsselung sensibler Daten, nicht.

Ein Forschungsteam der ETH Zürich um Renato Renner und Andreas Wallraff konnte nun einen Meilenstein demonstrieren. In seinen Quantenexperimenten erzeugte das Team erstmals perfekte, zertifizierbare Zufallszahlen mithilfe einer Methode namens Zufallsverstärkung. Die Methode könnte die digitale Sicherheit massiv erhöhen und die Forschenden bezeichnen ihr Experiment als Demonstration eines Quantenvorteils, da sie ein Ergebnis erzielen konnten, das mit herkömmlichen Methoden nicht möglich wäre. Die Ergebnisse erschienen im Fachmagazin Nature.


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Top 10: Das beste Headset für Büro & Homeoffice – Poly vor Jabra & Logitech


Im Büro oder Homeoffice sollen Bluetooth-Headsets die Arbeit durch guten Sound und praktische Funktionen unterstützen. Wir zeigen die zehn besten Exemplare.

Für die Arbeit im Büro und im Homeoffice sind Bluetooth-Headsets ideal. Egal, ob für ein Telefonat mit einem Kunden oder für das nächste Teams-Meeting – ein Headset erleichtert die Online-Kommunikation. Die Wahl des richtigen Modells hängt dabei nicht nur von der Soundqualität der Lautsprecher und der Aufnahmequalität des Mikrofons ab. Tragekomfort und Funktionsumfang spielen eine ebenso große Rolle.

Wer nur an einem Meeting pro Tag teilnimmt und sonst wenig telefoniert, dürfte mit den meisten Headsets problemlos zurechtkommen. Telefoniert man jedoch viel, sollte das Headset auch nach längerer Zeit noch bequem auf dem Kopf sitzen. Funktionen wie ANC, die gleichzeitige Verbindung von Smartphone und PC sowie die Trageerkennung über Sensoren im Headset können den Arbeitsalltag zudem bereichern und erleichtern. Ein ausdauernder Akku oder die Möglichkeit des Schnellladens sind bei Vielnutzung ebenfalls ungemein wichtig.

In unserer Bestenliste zeigen wir die zehn besten Bluetooth-Headsets und erklären, worauf es bei einem guten Bluetooth-Headset ankommt.

Welches ist das beste Bluetooth-Headset?

Unser Testsieger ist das Poly Voyager Focus 2 UC für 136 Euro. Es überzeugt mit einer Mischung aus gutem Sound, nützlichem Zubehör und einer hervorragenden Verarbeitung. Praktische Funktionen wie das sowohl links als auch rechts verwendbare Mikrofon oder die Trageerkennung machen es zudem flexibel einsetzbar.

Als Technologiesieger geht das Jabra Evolve 3 85 ab 359 Euro hervor. Das äußerst hochwertige und bequeme Headset besticht durch sein verstecktes Mikrofon, Top-ANC und einen astreinen Klang. Dank der App passt man den Sound und die Funktionen auf die eigenen Arbeitsanforderungen an.

Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Jlab Epic Work für 100 Euro. Es bringt bis zu 90 Stunden Akkuleistung, ANC, solide Soundqualität und eine Ladestation mit, die auch als USB-Hub verwendet werden kann.

KURZÜBERSICHT

Das Poly Voyager Focus 2 UC für 136 Euro besticht durch eine hervorragende Verarbeitung und einen guten Klang. Nützliche Features wie der Tragesensor und das auf beiden Seiten verwendbare Mikrofon machen aus dem mit ANC ausgestatteten Headset einen flexiblen Begleiter fürs Büro.

VORTEILE

  • solider Klang
  • Verarbeitung top
  • Mikrofon sowohl links als auch rechts nutzbar
  • Tragesensor praktisch

NACHTEILE

  • Mikrofonqualität lässt etwas zu Wünschen übrig
  • keine Equalizer oder andere Soundanpassungen

Ab 359 Euro bietet das Jabra Evolve 3 85 ein hochwertiges Design, bequeme Polster, eine Fülle an Funktionen und einen ausgezeichneten Sound. Auch das Mikrofon überzeugt durch eine verhältnismäßig klare Aufzeichnung der Stimme.

VORTEILE

  • hochwertig
  • guter Klang
  • adaptives ANC
  • kompakter Formfaktor

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • Equalizer-Presets nur via Smartphone-App

Das Jlab Epic Work für 100 Euro bietet eine hervorragende Akkulaufzeit, guten Klang und eine performante Geräuschunterdrückung für das Mikrofon. Mit ANC und einer inkludierten Ladestation wird es so zum kompetenten Begleiter im Arbeitsalltag.

VORTEILE

  • gute Soundqualität
  • top Akkulaufzeit
  • Ladestation kann als USB-Hub fungieren
  • solide Sprachqualität

NACHTEILE

  • keine gleichzeitige Verbindung via Dongle und Bluetooth möglich
  • Mikrofon könnte etwas lauter sein
  • On-Ear-Design für uns unbequem bei längerem Tragen

Ratgeber

Welches Headset hat den besten Klang?

Im beruflichen Einsatz zählt beim Klang vor allem eines: Das Gegenüber muss in Telefonaten und Videokonferenzen klar und verständlich zu hören sein. Während das mit allen Headsets möglich ist, die wir im Rahmen dieser Bestenliste getestet haben, sticht besonders unser Technologiesieger Jabra Evolve 3 85 mit seinem erstaunlich guten Sound hervor. Er überzeugt sogar beim Musikhören und Videoschauen durchweg und kann dank Equalizer per App weiter angepasst werden.

Bei der Sprachqualität des Mikrofons überzeugen ebenfalls die beiden Jabra-Evolve-3-Modelle am meisten. Sie zeichnen unsere Stimme trotz des Verzichts auf einen dedizierten Mikrofonarm ohne Rauschen klar und verständlich auf. Auch das Jlab Epic Work, unser Preis-Leistungs-Sieger, liefert eine solide Sprachqualität ab. Wichtig ist hier auch immer eine brauchbare Geräuschunterdrückung. Gerade in belebten Großraumbüros kann es gerne mal etwas lauter werden und im Gespräch mit dem Kunden nicht nur stören, sondern auch unprofessionell wirken.

Was macht ein gutes Headset für Büro und Homeoffice aus?

Neben Klang- und Sprachqualität ist vor allem auch der Tragekomfort wichtig. Je nach Job trägt man das Headset mehrere Stunden am Stück und möchte nicht alle paar Minuten die Kopfhörer verschieben, um unangenehme Druckstellen zu vermeiden. Neben weichen Polstern tragen auch das Gewicht, die Klemmstärke des Kopfbands und eine höhenverstellbare Halterung zum Tragekomfort bei. Lassen sich die Ohrmuscheln vollständig nach innen rotieren, kann man das Headset auch bequem um den Hals tragen.

Funktionen wie ANC (Active Noise Cancelling), Sidetone und Hearthrough können für die Arbeit unglaublich praktisch sein, spiegeln sich aber auch im Preis wider. Mit ANC blendet man Hintergrundgeräusche aus, was vor allem in Konzentrationsphasen hilfreich ist. Das Feature wirkt sich allerdings auch stärker auf den Akkuverbrauch aus.

Ladestationen versorgen das Headset nicht nur mit Strom, sondern bieten auch eine Möglichkeit, es nach getaner Arbeit zu verstauen.

Hearthrough ist vor allem bei Over-Ear-Kopfhörern nützlich, da man deutlich besser die Außengeräusche wahrnimmt. So kann man sich mit Kollegen unterhalten, ohne das Headset abnehmen zu müssen. Sidetone spielt hingegen die eigene Stimme beim Sprechen über die Kopfhörer ab, wodurch man ein besseres Gefühl für die eigene Lautstärke bekommt.

Vieltelefonierer sollten zudem auf einen starken Akku Wert legen oder ein Headset wählen, das man auch per Kabel am PC verwenden kann. Nützliches Zubehör wie Ladestationen sind hilfreich, wenn man das Headset beispielsweise über die Nacht aufladen möchte. Manche Headsets unterstützen auch Schnellladen, wodurch bereits wenige Minuten Ladezeit mehrere Stunden Akkulaufzeit ermöglichen.

Was ist der Unterschied zwischen Headset und Headphone?

Als Headphones bezeichnet man Kopfhörer, die primär dem Medienkonsum dienen. Sie sind entweder als In-Ear- oder Earbud-Variante ausgeführt oder werden als On-Ear- und Over-Ear-Modelle über ein Kopfband verbunden auf dem Kopf getragen. Headsets ergänzen dieses Konzept um ein integriertes Mikrofon und eignen sich dadurch auch für die Online-Kommunikation im beruflichen wie privaten Umfeld. Bei den meisten Modellen sitzt das Mikrofon an einem fest verbauten oder abnehmbaren Arm.

Manchmal fest verbaut, manchmal abnehmbar und manchmal im Gehäuse versteckt: Mikrofone machen Headphones zu Headsets.

Sowohl Headphones als auch Headsets kommen entweder mit On-Ear- oder Over-Ear-Polstern. On-Ear-Polster liegen dabei auf dem Ohr, während Over-Ear-Polster das Ohr umschließen. Wir bevorzugen die Over-Ear-Variante, da sie vor allem bei längerem Tragen für uns deutlich bequemer ist. Der Nachteil: Sie schirmen Außengeräusche viel stärker ab, was für die Arbeit nicht immer von Vorteil ist.

Eine Sonderrolle nehmen monaurale Headsets ein. Sie verfügen nur über eine einzige Ohrmuschel. Viele gängige Stereo-Headsets gibt es häufig in einer zusätzlichen Ausführung als monaurale Variante.

Plantronics Blackwire C5210

Der Vorteil eines monauralen Headsets: Man bekommt die Umgebung besser mit, falls man beispielsweise im Büro oder zu Hause im Homeoffice ansprechbar sein will. Zudem dürfte die Mono-Variante für viele deutlich angenehmer zu tragen sein bei sehr langen Telefonkonferenzen. Dieser Vorteil kann aber schnell zum Nachteil werden, denn man bekommt viel von der äußeren Geräuschkulisse mit. Musikhören nur mit einer Ohrmuschel macht auch keinen Spaß ohne Stereo-Sound. Ein monaurales Headset bietet sich vorwiegend für Personen an, die nebenbei mit anderen Kollegen oder Familienmitgliedern interagieren müssen – sei es zu Hause oder in einem Großraumbüro. Wer mehr Ruhe bei einer Videokonferenz will, sollte zu einem Stereo-Headset greifen.

In-Ear-Kopfhörer oder auch Earbuds zeichnen sich hingegen dadurch aus, dass man sie im Ohr trägt. Der Treiber führt den Schall direkt in den Gehörkanal hinein. Zwar verfügen sie heutzutage ebenfalls über Mikrofone, doch durch den größeren Abstand zum Mund nehmen diese auch deutlich mehr Umgebungsgeräusche auf – für den Büroeinsatz ist das nicht immer ideal. Die besten günstigen In-Ear-Kopfhörer zeigen wir in unserer Bestenliste.

Kann man ein Headset an jedes Telefon anschließen?

Für die Verbindung mit einem Bluetooth-Headset muss das Endgerät natürlich ebenfalls über Bluetooth verfügen. Moderne Laptops und Smartphones sind dazu normalerweise immer in der Lage. Je nach Headset liefert der Hersteller zudem auch einen USB-Funk oder USB-Bluetooth-Dongle mit. Der bietet nicht nur eine stabilere Verbindung als rein über Bluetooth, sondern ermöglicht so auch älteren Computern, sich mit dem Headset zu verbinden.

Bluetooth-Dongle des Poly Voyager Focus 2 UC

Manche Headsets unterstützen die zeitgleiche Verbindung mit zwei oder mehreren Geräten, Multipoint genannt. Dadurch kann das Headset am Smartphone und parallel am PC genutzt werden. So lassen sich etwa Anrufe auf dem Smartphone über das Headset annehmen, während man weiterhin mit dem PC verbunden bleibt. Moderne Headsets unterstützen teilweise auch Google Fast Pair, wodurch die Einrichtung mit dem Android-Smartphone auf nur einen Klick reduziert wird.

Welches ist das beste Headset zum Zocken?

Die Anforderungen an ein Gaming-Headset sind deutlich höher als an ein reguläres Business-Headset. Während Bluetooth für den Einsatz im Büro ausreicht, ist die Latenz vieler Bluetooth-Verbindungen für anspruchsvolle Spiele häufig zu hoch, weswegen hier auf eine 2,4-GHz-Funkverbindung gesetzt wird. Auch die verminderte Sound- und Sprachqualität, die Bluetooth im Vergleich zur Funk- oder Kabelverbindung mit sich bringt, ist hier ein Ausschlusskriterium. Gerade für kompetitive Online-Spiele ist ein klarer und verzögerungsfreier Sound essenziell, um etwa Schritte der Gegner oder andere Soundeffekte orten und registrieren zu können.

Razer Blackshark V3 Pro

Fazit

Bluetooth-Headsets für Büro und Homeoffice müssen mehr leisten als nur guten Klang und eine solide Sprachübertragung: Sie sollten auch nach mehreren Stunden noch bequem sitzen. Zusatzfunktionen wie ANC, Equalizer, Trageerkennung oder eine mitgelieferte Ladestation sind nicht für jeden ein Muss, machen den Arbeitsalltag aber merklich angenehmer.

Auch hier gilt: Wer mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt einen größeren Funktionsumfang, mehr Komfort und eine bessere Qualität. Unser Testsieger ist das Poly Voyager Focus 2 UC, der Technologiesieger ist hingegen das Jabra Evolve 3 85. Als Preis-Leistungs-Sieger hat sich das Jlab Epic Work herausgestellt.

BESTENLISTE

Poly Voyager Focus 2 UC im Test: Top-Headset mit ANC, Bluetooth und Tragesensor

Noise Cancelling, Tragesensor und Ladestation: Das Poly Voyager Focus 2 UC will im Büro überzeugen. Ob es das schafft, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • solider Klang
  • Verarbeitung top
  • Mikrofon sowohl links als auch rechts nutzbar
  • Tragesensor praktisch

NACHTEILE

  • Mikrofonqualität lässt etwas zu Wünschen übrig
  • keine Equalizer oder andere Soundanpassungen

Noise Cancelling, Tragesensor und Ladestation: Das Poly Voyager Focus 2 UC will im Büro überzeugen. Ob es das schafft, zeigt unser Test.

Das Poly Voyager Focus 2 UC bietet einen hochwertigen Look und bringt zudem einige nützliche Funktionen, die den Arbeitsalltag bereichern können. Dazu gehört der Tragesensor, der erkennt, wenn das Gerät auf- oder abgesetzt wird, und daraufhin etwa die Musik stoppt oder das Mikrofon stumm schaltet. Auch ANC hat der Kopfhörer mit an Bord. Wie sich das Headset im Alltag schlägt, verraten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Unser Testgerät kommt zusammen mit einer Ladestation mit USB-C-Anschluss, einem USB-C-Bluetooth-Dongle samt USB-A-Adapter, einem USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel und einer praktischen Tragetasche, um das Headset zu verstauen. Eine Kurzanleitung ist ebenfalls inkludiert.

Design

Optisch orientiert sich das Poly Voyager Focus 2 UC am traditionellen Office-Headset-Look: schlankes Kopfband, On-Ear-Kunstleder-Polster und hochklappbares Boom-Mikrofon. Das Kopfband ist aus Metall, der Rest besteht aus Kunststoff. Die Polsterung für den Kopf ist elastisch und lässt immer Platz zwischen Metall und Schädel.

Das schlanke Design spiegelt sich auch im Gewicht wider: gerade einmal 175 g bringt das Headset auf die Waage. Farblich hält man es ebenfalls professionell – diverse Schwarz- und Grautöne zieren den Kopfhörer. Akzente werden durch das rote Schaumstoffpolster gesetzt, das unter dem schwarzen Kunstleder durchblitzt. Die Verarbeitung ist durchweg solide. Trotz des großen Kunststoffanteils fühlt sich das Poly Voyager Focus 2 UC wertig an. Das metallene Kopfband macht es zudem deutlich robuster.

Ausstattung

Das Poly Voyager Focus 2 UC unterstützt die Verbindung via Bluetooth 5.1 mit Multipoint, dem inkludierten Bluetooth-USB-C-Dongle und per Kabel. Die Verbindung über den Dongle bleibt während unseres Tests auf 120 m² durchgehend stabil und auch das Pairing mit unserem Google Pixel 7 klappt anstandslos. Im Idealfall verwendet man immer den Dongle, um eine bessere Verbindung mit höherer Soundqualität zu gewährleisten.

Das Headset kommt mit einer USB-C-Ladestation. Die dient allerdings nur zum Aufladen – einen integrierten Bluetooth-Receiver oder einen Anschluss für den Dongle gibt es nicht. Zum Laden setzt man das Voyager Focus 2 UC einfach auf den 5-Pin-Anschluss der Station.

Die Bedienelemente befinden sich allesamt an der linken Ohrmuschel. Der Power-Schalter dient gleichzeitig auch zum Bluetooth-Pairing. Ist das Headset eingeschaltet, zieht man diesen ein Stück weiter nach oben, bis es blau zu leuchten beginnt. Ein weiterer Schalter wechselt zwischen den drei verschiedenen ANC-Stufen (0, 1 und 2). Die Stummschalttaste für das Mikrofon befindet sich direkt am Mikrofonarm, durch Hochklappen des Arms stellt man es alternativ auch stumm.

Als sehr unpraktisch erweisen sich hingegen die Buttons für Microsoft Teams und Anrufe/Voice-Assistant. Diese sind seitlich im Kopfhörer eingelassen, komplett flach und geben kaum haptisches Feedback beim Drücken. Etwas besser sind da die Lautstärkeregler-Tasten, die ebenfalls außen am linken Kopfhörer eingelassen sind.

Das ANC ist in Ordnung, es kommen aufgrund der On-Ear-Kopfhörer aber noch Geräusche durch, da sie das Ohr eben nicht ganz umschließen. Wer hier vollständig ausblendendes Noise Cancelling erwartet, wird enttäuscht. Für den Büroalltag oder auch im Homeoffice sollte es aber ausreichen. Eine Hearthrough-Funktion, wie sie das Jabra Evolve 3 bietet, gibt es nicht.

Für das Poly Voyager Focus 2 UC stehen zwei Versionen bereit: eine speziell für Microsoft-Teams zertifizierte (2-M UC) und eine Universal-Communications-Variante (nur 2 UC). Beide Versionen sind technisch auf dem gleichen Stand. Die MS-Teams-Variante kommt mit dediziertem Teams-Button und ein paar zusätzlichen Komfortfunktionen, etwa sich Teams-Benachrichtigungen per Knopfdruck über das Headset am PC anzeigen zu lassen.

Die 32-mm-Treiber arbeiten im Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hz, das Mikrofon im Bereich 100 bis 6800 Hz. Es ist zudem mit Geräuschunterdrückung ausgestattet und lässt sich sowohl nach vorne als auch nach hinten drehen, wodurch man das Mikrofon links oder rechts tragen kann. Setzt man das Headset dann verkehrt herum auf, passt es die Ausrichtung der Lautsprecher (links wird zu rechts und rechts zu links) automatisch an.

Software

Für die Konfiguration der Peripherie steht die App Poly Studio parat. Diese gibt es sowohl für den PC als auch für Android und iOS und bietet diverse Optionen für die Steuerung und das Verhalten des Headsets. Equalizer oder anderweitige Soundanpassungen gibt es nicht – schade. Standardmäßig ist HD Voice aktiviert, was die Stimmqualität des Mikrofons verbessern soll, dafür aber auch mehr Strom verbraucht.

Den Sidetone, also die Wiedergabe der eigenen Stimme über die Lautsprecher des Headsets, kann man zwar reduzieren, aber nicht komplett ausstellen. Weitere Einstellungsmöglichkeiten betreffen größtenteils die Benachrichtigungstöne bei Anrufen am Smartphone oder PC und bei einem zweiten eingehenden Anruf.

Für den Tragesensor legt man fest, was passieren soll, wenn man das Headset abnimmt oder aufsetzt – ihn ganz ausstellen ist ebenfalls möglich. Nimmt man es während eines aktiven Anrufs vom Kopf, kann man beispielsweise festlegen, ob das Mikrofon stumm geschaltet oder der Sound auf das Smartphone übertragen werden soll. Hört man Musik, kann man diese automatisch durch Abnehmen des Headsets pausieren lassen. Praktisch ist die Funktion, Anrufe automatisch durch Aufsetzen der Peripherie anzunehmen. Die Sensoren erkennen während unseres Tests relativ präzise, ob wir das Gerät auf oder absetzen.

Um das Gehör zu schützen, kann man ein Lautstärkelimit bei entweder 80 oder 85 dB(A) aktivieren, über das die Lautsprecher nicht hinausgehen können. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, aktiviert zudem noch die Anti-Erschrecken-Funktion. Diese soll verhindern, dass die Lautstärke plötzlich stark hochschießen kann und vermeidet so einen Schock für das Gehör.

Soundqualität

Der Klang des Poly Voyager Focus 2 UC macht im Büroalltag eine gute Figur. Gesprächspartner in Meetings versteht man problemlos und auch zum Musikhören nebenbei bietet der 32-mm-Treiber genügend Dynamik. Für die bestmögliche Soundqualität sollte man das Headset aber direkt per USB mit dem PC verbinden, da diese via Bluetooth dann doch einbüßt. Selbiges gilt auch für das Boom-Mikrofon des Voyager Focus 2 UC.

Die Performance des Mikros ist lediglich in Ordnung. Man versteht uns zwar problemlos, die Stimme kommt allerdings etwas dumpf und verwaschen beim Gegenüber an. Die integrierte Geräuschunterdrückung macht hingegen einen ziemlich guten Job und sollte vor allem in geschäftigen Büros ein Segen sein.

Tragekomfort

Wer wie wir On-Ear-Polster nicht lange auf den Ohren tragen kann, weil sie unangenehme Druckstellen erzeugen, der wird mit dem Poly Voyager Focus 2 UC keine Freude haben. Der Kunstlederüberzug fühlt sich angenehm auf der Haut an, staut aber etwas die Wärme, was vor allem in den heißen Sommermonaten unangenehm werden könnte.

Das elastische Kopfbandpolster ist hingegen ausgesprochen bequem und bietet genügend Abstand zum Metallband darüber. Die Klemmstärke ist gut austariert und sorgt dafür, dass das Headset sicher auf dem Kopf sitzt. Dank der Markierungen auf der Außenseite der Kopfhörerhalterung lässt sich das Headset präzise und gleichmäßig in der Größe verstellen. Die Ohrmuscheln können komplett nach Innen und Außen gedreht und das Headset somit problemlos um den Hals getragen werden.

Akkuleistung

Der Akku des Headsets kommt auf gut 16 Stunden Betriebsdauer mit aktiviertem ANC und 19 Stunden ohne. Hat man zusätzlich noch HD-Audio aktiviert, wirkt sich das noch einmal auf die Laufzeit aus. Wer auf der Arbeit hauptsächlich am Telefonieren ist, der wird das Headset am Ende des Arbeitstages zur Sicherheit ans Ladegerät hängen müssen. Wer täglich nur gelegentlich damit telefoniert, etwa in einzelnen Meetings, wird damit auch problemlos mehrere Tage zurechtkommen.

Preis

Das Poly Voyager Focus 2 UC gibt es für knapp 143 Euro in der Microsoft-Teams-Variante mit Ladestation. Die UC-Version mit Ladestation ist mit knapp 136 Euro aktuell sogar teurer. Aktuell sind die Modelle ohne Ladestation nur wenige Euro günstiger.

Fazit

Mit dem Poly Voyager Focus 2 UC bekommt man ein kompetentes Headset, das mit seiner einwandfreien Verarbeitung, einem guten Klang und praktischen Zusatzfunktionen wie dem Tragesensor oder dem beidseitig einsetzbaren Mikrofon glänzt.

Letzteres erledigt zwar seinen Job, enttäuscht aber insgesamt bei der Soundqualität. Man bleibt zwar problemlos verständlich, klingt aber alles andere als kristallklar. Fehlende Soundoptimierungen, beispielsweise per Equalizer, trüben den Gesamteindruck ebenfalls etwas.

Trotzdem ist das Headset für den Büroalltag gut ausgestattet und dank seiner Flexibilität für die meisten eine gute Wahl.

Jabra Evolve 3 85 im Test: Bequemes Headset der Superlative mit ANC & Top-Sound

Das Jabra Evolve 3 85 ist nicht nur bequem, sondern auch mit Funktionen wie ANC, Trageerkennung und Geräuschunterdrückung ausgestattet.

VORTEILE

  • hochwertig
  • guter Klang
  • adaptives ANC
  • kompakter Formfaktor

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • Equalizer-Presets nur via Smartphone-App

Das Jabra Evolve 3 85 ist nicht nur bequem, sondern auch mit Funktionen wie ANC, Trageerkennung und Geräuschunterdrückung ausgestattet.

Das Jabra Evolve 3 85 bietet auf dem Papier fast alles, was man sich bei einem Headset fürs Büro wünschen kann. Neben einem hochwertigen Look, bequemen Polstern und einer Vielzahl an Funktionen wie ANC liefert es hervorragenden Klang und ein integriertes Mikrofon. Wie sich das teure Premium-Headset im Alltag schlägt, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Je nachdem, für welches Paket des Evolve 3 85 man sich entscheidet, kommt es mit unterschiedlicher Ausstattung. Grundsätzlich ist aber immer eine Tragetasche für das Headset, ein USB-Adapter, ein USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel und ein 3,5‑mm-Klinkenkabel enthalten. Unterschiede im Lieferumfang bestehen hauptsächlich im Anschluss des USB-Adapters, diesen gibt es entweder mit USB-C oder USB-A. Außerdem wird das Headset auch mit einer USB-C-Ladestation angeboten.

Design

Das 220 g schwere Business-Headset wirkt direkt beim ersten Auspacken äußerst hochwertig. Farblich zwischen Onyx und Anthrazit angesiedelt, bringt es eine exzellente Verarbeitung mit sich. Die Ohrmuscheln und das Kopfband bestehen aus Kunststoff mit mattem Finish, die Halterungen der Ohrmuscheln sind aus Metall. Letztere lassen sich zum besseren Verstauen des Headsets einklappen. Die Polster des Over-Ear-Kopfhörers sind mit Stoff bezogen.

Bedienelemente gibt es an beiden Ohrmuscheln. Links befinden sich der Power-Schalter, der gleichzeitig auch für das Bluetooth-Pairing dient, sowie ein Button, um zwischen ANC und dem Hearthrough-Modus zu wechseln. Rechts versammeln sich Stummschalttaste, Play/Pause-Button sowie Lautstärketasten. Beim Modell mit Microsoft-Teams-Zertifizierung gibt es zudem noch den Teams-Button, der außen an der Ohrmuschel sitzt.

Ausstattung

Das Headset verbindet sich entweder über den inkludierten Adapter oder direkt mit einem kompatiblen Endgerät via Bluetooth 5.3 und unterstützt Google Fast Pair. Zwei Verbindungen gleichzeitig sind möglich. Möchte man die Software des Evolve 3 85 am PC nutzen, kommt man um den mitgelieferten Adapter jedoch nicht herum. Den sollte man, wenn möglich, immer verwenden, da er eine größere Reichweite, stabilere Verbindung und eine bessere Soundqualität bietet. Während unseres Tests ist die Verbindung per Adapter auf einer Fläche von 120 m² durchgehend stabil.

Das Jabra Evolve 3 85 verfügt über adaptives ANC, welches Außengeräusche relativ gut ausblendet. Alternativ wechselt man zum Hearthrough-Modus, bei dem die Mikrofone des Headsets die Außengeräusche aufnehmen und über die Kopfhörer abspielen. Das ist dann praktisch, wenn man mit Kollegen im selben Raum sprechen möchte, ohne dabei das Headset abzunehmen. Das Evolve 3 85 erkennt zudem, ob man es gerade trägt. Setzt man es vom Kopf ab, pausiert es automatisch die Musik am Endgerät oder schaltet das Mikrofon stumm.

Für das Office-Headset stehen zwei Varianten zur Verfügung: eine für Microsoft Teams zertifizierte Version und eine universelle Unified-Communications-Version (UC). Der Hauptunterschied der beiden Varianten besteht darin, dass die MS-Teams-Version diverse Plug-and-play-Funktionen für die App mitbringt. So wählt Teams etwa immer automatisch das Headset als Wiedergabegerät aus.

Außerdem verfügt die Teams-Version des Headsets, gekennzeichnet durch das Kürzel „MS“ im Produktnamen, über einen dedizierten Teams-Button. Drückt man diesen, rückt die Anwendung automatisch in den Vordergrund. Zwei LEDs an der rechten Ohrmuschel leuchten zudem lila auf, wenn das Programm auf dem PC geöffnet ist. Wer auf diese Funktionen nicht angewiesen ist oder Teams generell nicht verwendet, kann bedenkenlos zur normalerweise günstigeren UC-Variante greifen, da die Headsets im Hinblick auf Technik und Sound ansonsten identisch sind.

Die für Microsoft Teams zertifizierte Version des Headsets ist mit einem dedizierten Teams-Button ausgestattet.

Die Treiber des Headsets messen 32 mm und arbeiten im Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz – unterstützt werden die Audio-Codecs SBC, AAC und LC3. Neben ANC und Hearthrough spielen die Lautsprecher optional auch Sidetone ab. Dadurch hört man beim Sprechen die eigene Stimme besser und bekommt ein Gefühl dafür, wie laut man gerade ist.

Insgesamt sechs Mikrofone sind im Evolve 3 85 verbaut, die im Frequenzbereich 10 bis 20.000 Hz arbeiten. Praktischerweise sind sie im Inneren der Ohrmuscheln verbaut, wodurch ein abstehender Mikrofonarm entfällt. Das macht das Headset optisch ein wenig alltagstauglicher und eliminiert durch den fehlenden Arm des Mikrofons ein potenzielles Verschleißteil. Für die Tonaufnahme kommt eine aktive Geräuschunterdrückung zum Einsatz, damit Hintergrundgeräusche so gut es geht ausgeblendet werden.

Software

Für das Evolve 3 85 stehen zwei Apps zur Verfügung: eine für den Desktop-PC und eine für das Smartphone oder Tablet. Sie sind vom Umfang her beinahe identisch, mit dem Unterschied, dass man die unterschiedlichen Equalizer nur per Smartphone-App wechseln kann. Warum diese nicht in der Desktop-App Jabra Direct zur Auswahl stehen, ist uns ein Rätsel. In dieser gibt es nur einen übergreifenden Equalizer, den man anpassen kann.

Jabra Direct bietet jedoch vielfältige Einstellungsmöglichkeiten für das Headset, um es an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Etwa die Lautstärke des Sidetones, wie stark die Umgebungsgeräusche via Hearthrough über das Headset abgespielt werden oder das Hinzuschalten von Raumklang für die Medienwiedergabe oder während eines Anrufs.

Die Smartphone-App Jabra Plus bietet einen leicht abgespeckten Funktionsumfang. Einstellungen zu ANC, Hearthrough und Sidetone sind aber auch hier präsent, Raumklang lässt sich hierüber allerdings nur für Medien hinzufügen. Die Bedienung per Smartphone funktioniert problemlos, die Verknüpfung via Google Fast Pair gelingt sofort.

Jabra Plus wartet zudem mit sechs Equalizer-Presets auf, zwischen denen man jederzeit wechseln kann. Jedes Preset kann bearbeitet und separat mit neuem Namen abgespeichert werden. Zusätzlich gibt es die Option, den Sound der Gesprächspartner in Bezug auf Höhenklang und Bass zu verstärken.

Soundqualität

Der Klang des Jabra Evolve 3 85 besticht mit einem verhältnismäßig satten Bass, ohne dabei zu übersteuern, und klaren Mitten. Stimmen, egal ob im Call oder beim Musikhören, bilden die 32-mm-Treiber gut verständlich ab. Auch bei den Höhen kann das Business-Headset überzeugen und gibt Instrumente sauber und detailreich wieder. Mit den Equalizern schärft man den Sound bei Bedarf zusätzlich etwas.

Die Aufnahmequalität des Headsets kann sich ebenfalls hören lassen: Trotz fehlenden Boom-Mikrofons fängt es die Stimme verständlich ein und ist hervorragend darin, wirklich nur dann aufzunehmen, wenn man spricht. Auch die Geräuschunterdrückung macht eine gute Figur und reduziert Hintergrundgeräusche merkbar. Allerdings büßt bei besonders lauten Hintergrundgeräuschen die Sprachqualität merklich ein. Zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten für das Mikrofon gibt es zum Testzeitpunkt nicht.

Tragekomfort

Die Jabra Evolve 3 85 sind schlicht und ergreifend bequem. Das geringe Gewicht, gepaart mit den weichen, stoffbezogenen Polstern und einer für uns exzellenten Klemmstärke, rufen auch nach mehreren Stunden auf dem Kopf keinerlei Ermüdungserscheinungen hervor. Die Ohrmuscheln sind relativ schmal, weswegen diese bei Menschen mit größeren Ohren auf selbige drücken könnten. Aufgrund des kompakten Formfaktors der Ohrpolster wird es nach längerem Tragen darunter etwas warm, was im Sommer bei längeren Meetings unangenehm werden kann. Zum Testzeitpunkt im Winter halten wir es aber problemlos aus.

Die Ohrmuscheln lassen sich komplett nach innen drehen und das Headset so bequem um den Hals tragen, wenn man es gerade nicht benötigt. Leider rasten die Halterungen der Ohrmuscheln beim Verstellen der Größe weder ein noch haben sie Markierungen, weswegen man hier mit Augenmaß angleichen muss.

Akkuleistung

Jabra verspricht bis zu 25 Stunden reine Sprechzeit und bis zu 120 Stunden Musikhören mit einer Ladung. Mit dauerhaft aktiviertem ANC, täglichem Teams-Meeting und gelegentlichem Musikhören nebenbei attestiert uns die App nach etwa drei Arbeitstagen noch 77 Prozent Akkuladung. Wir kommen so mit einer Ladung also problemlos durch die Arbeitswoche. Dank Schnellladung kann es in 10 Minuten bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit aufladen. Außerdem unterstützt das Headset kabelloses Laden via Qi.

Preis

Das Jabra Evolve 3 85 (USB-C) in der MS-Teams-Variante kostet derzeit knapp 372 Euro. Inklusive Ladepad kostet es etwa 407 Euro. In unserem Widget sind zusätzlich zu den MS-Teams-Versionen des Headsets noch die UC-Pendants aufgelistet:

Fazit

Das Jabra Evolve 3 85 bringt so ziemlich alles mit, was ein gutes Headset fürs Büro ausmacht. Es ist bequem, bietet einen guten Klang und das im Kopfhörer integrierte Mikrofon nimmt die Stimme sauber auf. Zudem machen ANC, Hearthrough und Sidetone es super praktikabel für den Einsatz in Mehrpersonenbüros. Per Apps schneidet man das Headset weiter auf die eigenen Bedürfnisse zu. Zusätzliche Quality-of-Life-Funktionen wie die automatische Trageerkennung runden das Gesamtpaket ab.

Demgegenüber steht der unglaublich hohe Preis von knapp 381 Euro, den man für diese Fülle an Funktionen, Qualität und Komfort zahlen muss. Wer dazu bereit ist, bekommt ein extrem kompetentes Headset, das die tägliche Arbeit im Büro bereichert. Viele der Funktionen sind aber nicht zwangsweise ein Must-have, weswegen der Griff zu deutlich günstigeren Alternativen für die meisten hier mehr Sinn ergibt.

Jlab-Kopfhörer Epic Work im Test: Headset fürs Homeoffice mit ANC & Ladestation

Das Headset Jlab Epic Work kommt mit einer praktischen Ladestation. ANC soll zudem für störfreies Arbeiten sorgen.

VORTEILE

  • gute Soundqualität
  • top Akkulaufzeit
  • Ladestation kann als USB-Hub fungieren
  • solide Sprachqualität

NACHTEILE

  • keine gleichzeitige Verbindung via Dongle und Bluetooth möglich
  • Mikrofon könnte etwas lauter sein
  • On-Ear-Design für uns unbequem bei längerem Tragen

Das Headset Jlab Epic Work kommt mit einer praktischen Ladestation. ANC soll zudem für störfreies Arbeiten sorgen.

Mit dem Epic Work bietet Jlab ein Office-Headset, das sowohl per Dongle als auch direkt per Bluetooth verbindet. Die inkludierte Ladestation ermöglicht komfortables Laden und Aufbewahren des Headsets, wenn es gerade nicht gebraucht wird. Mit hybridem ANC ausgestattet, filtert es zudem Störgeräusche aus der Umgebung heraus. Wie es um die Soundqualität und den Tragekomfort der On-Ear-Kopfhörer beschert ist, verraten wir im Test. Das Testgerät stellte uns der Hersteller zur Verfügung.

Lieferumfang

Zusammen mit dem Business-Headset bekommt man eine Kurzanleitung, eine Ladestation, ein 2,4-GHz-Funkdongle (USB-C) sowie ein USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel.

Design

Das Jlab Epic Work kommt im schwarz-grauen Look daher und wirkt relativ hochwertig. Das liegt unter anderem am Einsatz von Kunstleder für die Ohrpolster und beim Kopfband. Die metallenen, größenverstellbaren Kopfhörerarme machen das Business-Headset zudem äußerst robust.

Die Bedienelemente des Headsets befinden sich allesamt an der rechten Ohrmuschel. Neben einem Power-Button, der auch Funktionen wie Pause/Play übernimmt, gibt es noch zwei Lautstärke-Buttons. Ein weiterer Knopf versteckt sich außen an der Ohrmuschel. Mit ihm wechselt man zwischen den ANC-Modi oder schaltet ANC ganz aus.

Generell ist die Verarbeitung des Headsets sehr solide. Die Knöpfe sind nicht wackelig und lassen sich hervorragend drücken. Mikrofon und USB-C-Port befinden sich ebenfalls an der rechten Ohrmuschel. Ersteres klappt man zum Sprechen aus. Ist es hochgeklappt, schaltet es automatisch stumm.

Ausstattung

Das 128 g schwere Business-Headset unterstützt sowohl Bluetooth 5.3 (inklusive Google Fast Pair und Multipoint) als auch eine Verbindung via des inkludierten USB-C-Dongles. An Reichweite und Verbindungsstärke des Dongles gibt es nichts auszusetzen, hier haben wir im Homeoffice auf 120 m² von überall stabilen Empfang. Praktisch ist zudem, dass man das Headset auch direkt per USB-C-Kabel am PC verwenden kann, wodurch es gleichzeitig geladen wird.

Nervig ist jedoch, dass die Dongle-Verbindung immer die Bluetooth-Verbindung überschreibt. Um das Jlab Epic Work per Bluetooth zu nutzen, muss vorher also das Dock (falls der Dongle dort steckt) oder der Dongle direkt vom PC entfernt werden. Das wäre nur halb so schlimm, wenn es die App für das Office-Headset auch für den PC gäbe. Zum Testzeitpunkt steht sie jedoch ausschließlich im Google Play Store und im App-Store zur Verfügung.

Das Headset ist mit einem dynamischen 40-mm-Treiber pro Ohrmuschel ausgestattet, der in einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz arbeitet. Mit hybridem ANC ausgestattet, filtert das Headset wahlweise bis zu 30 dB laute Außengeräusche heraus. Das klappt größtenteils gut, ist aufgrund der On-Ear-Ohrpolster aber nicht zu 100 Prozent perfekt. Zudem kommt ab etwa 70 Prozent ANC-Stärke ein White-Noise-Rauschen hinzu, das den ein oder anderen eventuell stören könnte.

Mit dem Be-Aware-Modus lassen die Mikrofone an den Ohrmuscheln Außengeräusche absichtlich durch, was natürlich im Büro praktisch ist, uns aber zu sehr während der Arbeit abgelenkt hat. Das lag primär daran, dass Geräusche wie die Lüfter des PCs deutlich intensiver am Ohr ankamen, als sie es ohne Headset auf dem Kopf tun würden. Über die App konfiguriert man wahlweise aber auch, wie sensibel die Mikrofone die Außengeräusche aufnehmen.

Das Boom-Mikrofon des Jlab Epic Work hat einen ausklappbaren Arm. Ist er vollständig hochgeklappt, schaltet das Mikro automatisch stumm. Es lässt sich zwar vertikal positionieren, wie man möchte, horizontal geht das aber leider nicht.

Software

Mit der App Jlab konfiguriert man das Epic Work im Hinblick auf Sound und Bedienung des Office-Headsets. Die Steuerung ist simpel, die Menüs sind übersichtlich gestaltet. Erklärungsbedürftige Einstellungen wie die Burn-In-Funktion haben zudem Tooltips mit einer Erläuterung.

Für den Sound stehen drei Equalizer-Profile zur Verfügung, aufgeteilt in Voice, Music und Custom. Letzteres kann dabei nach eigenem Gutdünken konfiguriert werden. Auch das ANC und den Be-Aware-Modus passt man über die App an. Der Schieberegler bewegt sich jedoch nur in Schritten, wodurch eine Feinjustierung schwer ist. Für das Mikrofon gibt es leider keine dedizierten Klangeinstellungen. Zur Entspannung zwischendurch gibt es eine Auswahl an Hintergrundgeräuschen wie Regen, Wellen, Vögelzwitschern und Co., die man jederzeit über die App abspielen kann.

Nebst Soundeinstellungen kann man auch die Buttons konfigurieren und ihnen so andere Funktionen zuweisen. Unterteilt wird hier zwischen regulärer Steuerung und der Bedienung während eines Anrufs. Mit der Safe-Hearing-Funktion begrenzt man derweil die Headset-Lautstärke auf 85 dB oder maximal 95 dB, unabhängig davon, ob sie am PC lauter eingestellt ist. Das soll Hörschäden entgegenwirken.

Super nervig ist, wie bereits angerissen, dass man die Einstellungen am Headset immer nur per Smartphone-App vornehmen kann und dafür jedes Mal den Dongle vom PC nehmen muss. Nur so kann das Headset die Bluetooth-Verbindung aufbauen. Wer das Headset generell nur via Bluetooth am PC verwendet, wird damit jedoch wenig Probleme haben.

Soundqualität

Die Treiber des Jlab Epic Work lassen Gesprächspartner in Online-Meetings und Calls klar und verständlich erklingen. Wir haben zu keiner Zeit Probleme, unser Gegenüber zu verstehen. Die Lautsprecher übersteuern zudem nicht. Mit dem auf Sprache optimierten Equalizer schärft man den Ton noch zusätzlich etwas, wenn gewünscht. Für die Arbeit im Büro sind sie optimal und auch für den gelegentlichen Medienkonsum, etwa während der Mittagspause, liefern sie einen passablen Sound.

Das Mikrofon überzeugt dank ziemlich starker und präziser Hintergrundgeräuschunterdrückung, was insbesondere in einem Mehrpersonenbüro von Vorteil sein dürfte. Die Möglichkeit, die Geräuschunterdrückung per App anzupassen, besteht leider nicht. Die Lautstärke des Mikrofons ist für uns ein klein wenig zu niedrig. Hier würde es helfen, wenn man das Mikrofon näher zum Mund bewegen könnte.

Tragekomfort

Die Ohrpolster der Jlab Epic Work mit Kunstleder-Überzug umschließen die Ohren nicht, sondern liegen direkt auf ihnen. Das führt bei uns nach etwas längerem Tragen zu unangenehmen Druckstellen, die sich zwar durch leichtes Justieren der Ohrmuscheln kurzfristig beheben lassen, aber nie ganz weggehen. Hat man empfindliche Ohren, ist hier der Griff zu Ohr-umschließenden Kopfhörern sinnvoller. Für kürzere Calls und Meetings ist das kein Problem, mehrere Stunden oder gar einen ganzen Tag am Stück können wir die Jlab Epic Work so aber nicht tragen.

Das Kopfband bietet für uns hingegen eine optimale Polsterung über den gesamten Kopf hinweg, auch über einen längeren Zeitraum. Es ist zudem sehr elastisch und bietet so auch größeren Köpfen ausreichend Platz, ohne eine spürbar starke Spannung zu erzeugen.

Die Ohrmuscheln lassen sich komplett nach außen drehen, wodurch man das Business-Headset auch bequem um den Hals tragen kann, wenn man es gerade nicht benötigt und auf der Docking-Station nicht zum Laden parken möchte.

Akkuleistung

Der 600-mAh-Akku soll für bis zu 90 Stunden Akkulaufzeit ohne und 60 Stunden Spielzeit mit aktiviertem ANC sorgen. Wir verwenden die Jlab Epic Work während unseres Testzeitraums mit aktivem ANC und halten die Angaben nach mehreren Tagen im Einsatz für plausibel. Eine Fünftage-Arbeitswoche schafft man mit einer Akkuladung so problemlos. Zudem kann man das Headset im Notfall jederzeit einfach per Kabel an den PC anschließen und kabelgebunden weiterverwenden, während es zeitgleich lädt.

Preis

Die Jlab Epic Work gibt es im offiziellen Amazon-Store für 100 Euro.

Fazit

Das Jlab Epic Work bietet neben einer guten Verarbeitung und einer praktischen Ladestation einen ansprechenden Sound, der vor allem in Online-Meetings und Calls überzeugt. Das Mikrofon könnte zwar etwas lauter sein, besticht dafür aber mit einer astreinen Geräuschunterdrückung und einer soliden Sprachqualität. Die ANC-Funktion ist zwar praktisch, wird auf höherer Stufe aber von Rauschen begleitet.

Die Ladestation inklusive Dongle ist zwar an sich sehr nützlich – die Tatsache, dass man nicht gleichzeitig mit dem Dongle und per Bluetooth verbunden sein kann, frustriert aber. In unserem Fall drücken die Ohrpolster bei längerem Tragen aufgrund des On-Ear-Designs des Headsets unbequem auf die Ohren. Wer hier Over-Ear-Headsets gewohnt ist, könnte ebenfalls Probleme bekommen.

Unterm Strich liefern die Jlab Epic Work aber eine gute Performance ab, die an manchen Stellen Verbesserungspotenzial hat. Wer auf der Suche nach einem gut verarbeiteten und robusten Office-Headset mit praktischen Funktionen ist, bekommt hier schlussendlich viel geboten.

Jabra Evolve 3 75 im Test: Leichtes Headset fürs Büro mit verstecktem Mikrofon

Das kompakte Headset Jabra Evolve 3 75 kommt mit verstecktem Mikrofon, ANC und hervorragendem Sound.

VORTEILE

  • tolle Soundqualität
  • gut verständliches Mikrofon
  • vielfältige Einstellungsmöglichkeiten
  • adaptives ANC & Geräuschunterdrückung fürs Mikro

NACHTEILE

  • teuer
  • schwache Klemmstärke
  • On-Ear-Polster unbequem bei längerem Tragen

Das kompakte Headset Jabra Evolve 3 75 kommt mit verstecktem Mikrofon, ANC und hervorragendem Sound.

Headsets fürs Büro sollten sowohl guten Klang liefern, als auch bequem zu tragen sein. Mit dem Evolve 3 75 bringt Hersteller Jabra eine günstigere Alternative zum Flaggschiff Evolve 3 85. Die beiden Headsets unterscheiden sich dabei nur leicht im Hinblick auf Technik und Funktionsumfang.

Adaptives ANC, Sidetone sowie das versteckte Mikrofon gibt es auch hier. Hauptsächlich der Formfaktor, die verwendeten Materialien und ein etwas schwächerer Akku machen den Preisunterschied. Ob das günstigere Modell ebenso im Alltag überzeugen kann, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Unser Testgerät kommt in der USB-A-Variante mit Charging-Pad – eine USB-C-Variante wird ebenfalls zum Kauf angeboten. Das bedeutet, dass in unserem Fall sowohl der Bluetooth-Receiver einen USB-A-Anschluss hat als auch das Charging-Pad. Das Verbindungskabel ist allerdings USB-C-zu-USB-C. Zusätzlich liegt noch ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. Praktisch ist die inkludierte Filz-Tragetasche, in der man das Headset platzsparend unterwegs mitnehmen kann.

Design

Optisch unterscheidet sich das Evolve 3 75 kaum vom Evolve 3 85 (Testbericht). Es ist etwas kompakter und wiegt etwa 180 g. Das ist rund 40 g leichter als der große Bruder, farblich bleibt man sich aber treu. Schwarz und Grau dominieren auch hier das Gehäuse der Headsets. Das Kopfband setzt sich aus Kunststoff und Edelstahl zusammen. Die verstellbaren Schiebearme sind aus Kunststoff, während die Scharniere aus Edelstahl und die Verbindungselemente aus Aluminium bestehen. Das matte Finish verleiht dem Headset einen hochwertigen Look.

Einen Unterschied stellen die Ohrmuscheln dar. Diese sind hier On-Ear und deutlich kleiner. Für die Polster verwendet Jabra aber ebenfalls einen Stoffüberzug. Die Anordnung der Buttons sowie des USB-C-Ports bleibt identisch. Insgesamt fühlt sich das Jabra Evolve 3 75 etwas weniger robust an als das teurere 85, bei der Verarbeitung gibt es aber grundsätzlich nichts zu beanstanden. Es wirkt rundum sauber verbaut, ohne offensichtliche Schönheitsfehler.

Ausstattung

Das Jabra Evolve 3 75 verbindet sich via inkludiertem Bluetooth-Adapter mit dem PC oder wahlweise direkt über Bluetooth 5.3. Es unterstützt zudem Google Fast Pair. Für die beste Verbindungs- und Klangqualität empfiehlt sich immer der Weg über den Adapter. Auch beim 75 bleibt die Verbindung in unserem Test auf bis zu 120 m² Bürofläche stabil.

Für das Evolve 3 75 gibt es ebenfalls eine speziell für Microsoft Teams zertifizierte Version (MS) sowie eine Universal-Communications-Variante (UC). Entscheidet man sich für das MS-Teams-Headset, richtet Teams es automatisch für die App als Audiogerät ein. Außerdem ist es mit einem dedizierten Teams-Button ausgestattet, der das Programm am PC in den Vordergrund ruft. Die LEDs an der rechten Ohrmuschel signalisieren obendrein noch, wenn MS Teams gerade aktiv ist. Ansonsten sind beide Varianten technisch identisch.

Dank ANC blendet das Headset Außengeräusche relativ gut aus. Durch den Wechsel auf den Hearthrough-Modus nehmen die insgesamt sechs Mikrofone der Peripherie die Außengeräusche hingegen auf. Das hat den Zweck, dass man die Kopfhörer nicht abnehmen muss, um sich etwa kurz mit dem Arbeitskollegen zu unterhalten. Im Vergleich zu den Over-Ear-Ohrmuscheln des Evolve 3 85 bekommt man hier auch ohne aktiven Hearthrough-Modus Außengeräusche etwas mehr mit.

Die Trageerkennung finden wir nach wie vor toll: Setzt man das Headset ab, pausiert es automatisch Musik und Youtube-Video oder stellt das Mikrofon stumm. Wer das nicht benötigt, stellt es problemlos über die App aus.

Als Lautsprecher dient ein 32-mm-Treiber mit Frequenzen von 20 bis 20.000 Hz. Unterstützt werden die Audiocodecs AAC, SBC und LC3. Beim Mikrofon verzichtet Jabra auf das traditionelle Boom-Mikro und verbaut es stattdessen im Inneren des Kopfhörers. Wer möchte, schaltet sich Sidetone hinzu, wodurch die eigene Stimme über die Lautsprecher abgespielt wird. So bekommt man ein besseres Gefühl für die tatsächliche Lautstärke der eigenen Stimme, etwa in Meetings.

Software

Für das Evolve 3 75 steht ebenfalls das Doppelpack bestehend aus der Smartphone-App Jabra Plus und der Desktop-App Jabra Direct bereit. Einstellungsmöglichkeiten sind beinahe identisch, die Anpassungen der Equalizer gehen aber nach wie vor nur über die Smartphone-App.

Generelle Einstellungen zum Verhalten des Headsets wie der bevorzugte Soundmodus (ANC, Hearthrough oder ganz aus), das Hinzuschalten vom Sidetone oder das Aktivieren von Raumklang lassen sich ganz einfach managen. Die Equalizer-Profile passt man bei Bedarf manuell an und speichert zusätzlich neue ab. Dafür muss das Headset logischerweise aber mit dem Smartphone verbunden sein.

Wie das Headset Audiobenachrichtigungen wiedergeben soll (per Stimme oder als Ton) und wie es sich bei Anrufen verhalten soll, stellt man ebenfalls ein. So kann etwa der Klang des Anrufers mit mehr Bass unterlegt oder ein Anruf automatisch vom Headset abgelehnt werden, wenn man sich bereits in einem Call befindet.

Die Apps bieten eine Menge an Möglichkeiten, das Headset zu individualisieren und den eigenen Arbeitsbedingungen anzupassen.

Soundqualität

Auch beim Jabra Evolve 3 75 überzeugt uns der Klang mit einem guten Bass und klaren Mitten. Bei einem Büro-Headset sollten natürlich vor allem Gesprächspartner klar und verständlich abgebildet werden und genau das erreichen die 32-mm-Treiber der Peripherie. Musikhören macht mit den Evolve 3 75 ebenfalls Spaß. Instrumente und Gesang klingen top über die Lautsprecher. Mit etwas Nachschärfen im Equalizer lässt sich der Sound zudem weiter an die eigenen Präferenzen anpassen.

Das Mikrofon leistet hervorragende Arbeit und präsentiert die eigene Stimme überraschend klar und verständlich – trotz fehlendem Boom-Arm. Die Geräuschunterdrückung zeigt sich ebenfalls solide, führt bei lauten Hintergrundgeräuschen aber erwartungsgemäß zu einer verminderten Audioqualität. Gerade für den Einsatz in größeren Büros ist das Filtern von Hintergrundgeräuschen aber unglaublich nützlich. Das Mikrofon ist außerdem ziemlich gut darin, nur beim Sprechen aufzuzeichnen.

Tragekomfort

On-Ear-Ohrmuscheln sind für uns normalerweise bereits nach kurzer Zeit auf dem Kopf äußerst unangenehm. Dabei bildet leider auch das Jabra Evolve 3 75 nicht die Ausnahme. Die Polster sind zwar ausgesprochen weich und drücken dadurch nicht unmittelbar nach dem Aufsetzen auf das Ohr, nach etwa 30 Minuten entstehen für uns jedoch unangenehme Druckstellen. Das Kopfbandpolster stellt sich erneut als ausgesprochen bequem heraus und bleibt durchgehend bequem.

Uns fällt sofort die relativ schwache Klemmstärke des Headsets auf. Bereits bei leichtem nach unten Beugen des Kopfs verlieren die Ohrmuscheln etwas an Halt. Sie rutschen so zwar nicht vom Kopf, das Gefühl hat in unserem Fall aber dann doch abgelenkt.

Die größenverstellbare Ohrmuschel-Halterung des Jabra Evolve 3 75 lässt sich an zwei Scharnieren einklappen, wodurch man das Headset platzsparend verstauen kann. Die Ohrmuscheln sind zudem in der Lage, vollständig nach innen zu drehen. So trägt sich das Headset auch bequem um den Hals.

Akkuleistung

Der Akku des Evolve 3 75 ist etwas schwachbrüstiger als der des teureren 85. 22 anstatt 25 Stunden reine Gesprächszeit pro Ladung prognostiziert Jabra diesem, während 110 anstatt 120 Stunden Musikhören möglich sein sollen. In unserem Test zeichnet sich auch hier ab, wer das Headset während der Arbeit hauptsächlich für gelegentliche Calls am Tag verwendet und zwischendurch zum Musikhören aufhat, kommt mit dem 75 problemlos durch die Arbeitswoche. Dauertelefonierer werden wie beim Evolve 3 85 nicht umhinkommen, das Headset alle zwei Tage an den Strom zu hängen. Eine vollständige Aufladung nimmt etwa drei Stunden in Anspruch.

Dank des Schnellladens bekommt man bereits mit 10 Minuten am Kabel bis zu 10 Stunden Laufzeit zurück. Das Headset unterstützt zudem Qi-Ladung. Praktisch ist zudem, dass der Akku des Headsets austauschbar ist.

Preis

Das Jabra Evolve 3 75 MS inklusive Ladepad kostet derzeit knapp 294 Euro (USB-A). Die UC-Version mit Ladepad (USB-C) schlägt ebenfalls mit knapp 294 Euro zu Buche. Möchte man nur das Headset ohne Ladepad, dann zahlt man für die MS-Version (USB-C) etwa 260 Euro und für die UC-Version (USB-C) derzeit 259 Euro.

Fazit

Das Jabra Evolve 3 75 stellt die günstigere Variante des Evolve 3 85 dar, wartet aber mit fast allen Funktionen des teureren Modells auf. Das Ohrmuscheldesign ist kleiner und On-Ear statt des bequemeren Over-Ear. Beim Sound des Lautsprechers und des Mikrofons hat man aber nicht gegeizt. Hier gibt es den gleichen überzeugenden Klang, den auch das weitaus teurere Modell liefert, und auch Funktionen wie ANC, Hearthrough und Sidetone sind mit am Start.

Für 269 Euro spart man zwar etwas im Vergleich zum Evolve 3 85, der Unterschied in Bezug auf den Tragekomfort macht sich für uns aber definitiv bemerkbar. Wer das Headset nur für kurze Zeiträume auf dem Kopf hat, dürfte kein Problem damit haben. Uns haben die fehlende Klemmstärke und die unbequemen On-Ear-Ohrmuscheln aber definitiv gestört.

Jlab Jbuds Work Wireless im Test: Bluetooth-Headset ab 80 Euro überzeugt

Klingt gut, sitzt bequem und hält ewig durch: Die Jlab JBuds Work Wireless zeigen im Test, dass ein gutes Office-Headset nicht teuer sein muss.

VORTEILE

  • preiswert
  • gute Soundqualität
  • überzeugende Sprachqualität des Mikrofons
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • ohne ANC
  • kein Betrieb mit Kabel möglich
  • versehentliches Stummschalten oder Auflegen
  • ohne Software

Klingt gut, sitzt bequem und hält ewig durch: Die Jlab JBuds Work Wireless zeigen im Test, dass ein gutes Office-Headset nicht teuer sein muss.

Seit Jahren leisten uns die JBuds Work von Jlab für 80 Euro im Büro Gesellschaft, ohne zu nerven. Das Over-Ear-Headset koppelt per Bluetooth ohne Dongle, klingt sauber und überträgt Sprache klar. Praktisch ist die abnehmbare Ohrmuschel, mit der aus dem Stereo-Kopfhörer im Handumdrehen ein monaurales Headset wird. Der Akku hält lange – ist er aber leer, schaut man in die Röhre, denn per Kabel lässt sich das Headset nicht betreiben. Auf ANC verzichtet Jlab ebenfalls. Wie sich der günstige Alleskönner sonst im Alltag schlägt, zeigt unser Test.

Design & Lieferumfang

Die JBuds Work sind als Over-Ear-Kopfhörer konzipiert. Die Ohrmuscheln umschließen also das ganze Ohr, wie man es von Gaming-Headsets kennt, während die meisten Office-Headsets dagegen auf eine On-Ear-Bauweise setzen. Eine Besonderheit ist die abnehmbare Ohrmuschel: Mit einem Handgriff wird aus dem Stereo-Kopfhörer ein monaurales Headset. Praktisch, wenn man während eines Calls die Türklingel nicht überhören möchte, weil gerade eine dringende Lieferung erwartet wird.

Die Verarbeitung ist schlicht gehalten, wirkt aber dennoch hochwertig und sauber. An den Ohrmuscheln gibt es ein Kunststoffgehäuse, die Bügel sind gepolstert und der Schlitten der Ohrhörer ist aus Metall. Die Membran im Inneren der Hörer ist in hellem Blau gehalten und mit einer Markierung für Links (L) und Rechts (R) versehen.

Das Mikrofon ist einklappbar und sitzt an der rechten Ohrmuschel. Dort befinden sich auch Lautstärkeregler und Power-Button. Geladen wird über das beiliegende USB-C-Kabel. Vorsicht ist beim Logo auf der rechten Ohrmuschel geboten: Es ist gleichzeitig ein Button und stellt das Headset stumm. Drückt man versehentlich darauf, leuchtet das Mikrofon rot auf. Übersieht man das im Eifer des Gefechts, hören die anderen einen plötzlich nicht mehr – und man schimpft wieder einmal auf Teams, obwohl man selbst der Schuldige ist.

Ausstattung

Die Verbindung erfolgt direkt über Bluetooth und ohne Dongle. Das hat den Vorteil, dass man den Dongle nicht verlieren kann – dafür ist aber eine Optimierung per Software am Windows-PC oder Mac nicht vorgesehen. Die Kopplung funktioniert auf Anhieb. Dafür hält man den Ein-/Ausschalter des ausgeschalteten Headsets etwa drei bis vier Sekunden gedrückt – Vorsicht: Nicht gleich loslassen, wenn es sich einschaltet, was von einem Ton begleitet wird.

Achtung: Klappt man das Mikrofon während eines Anrufs ein, wird der Anruf automatisch beendet. Klappt man es auf, nimmt man umgekehrt einen Anruf entgegen. Stummgeschaltet wird per Druck aufs Logo, wie eingangs erwähnt. Eine Anschlussmöglichkeit für ein Klinkenkabel gibt es nicht, der Betrieb ist nur per Akku und rein kabellos möglich. Auf ANC verzichtet Jlab ebenfalls.

Es gibt weder eine PC-Software, noch eine App für mobile Endgeräte. Das macht die Handhabung zwar einfach, Anpassungen für Hörprofile oder Equalizer sind so aber nicht möglich.

Soundqualität

Überzeugend ist die Soundqualität der Treiber. Gespräche versteht man klar und deutlich, und auch zum Musikhören eignen sich die JBuds Work hervorragend. Durch die Over-Ear-Bauform schotten die Kopfhörer den Nutzer gut ab – dafür bekommt man allerdings weniger vom Arbeitsumfeld mit.

Die Sprachqualität des Mikrofons ist ebenfalls gut, die Kollegen hatten nie Grund zur Klage. Das war bei deutlich teureren Headsets schon anders. Hier leisten die JBuds Work einen erstaunlich guten Job.

Tragekomfort

Der Kopfhörer sitzt bequem und ist mit 170 g auch nicht besonders schwer für ein Over-Ear-Headset. Selbst bei längeren Calls stört er nicht auf dem Kopf, der Druck auf den Ohren bleibt minimal. Das macht ihn im Alltag zu einer wirklich bequemen Option. Auch bei höheren Temperaturen schwitzt man nicht übermäßig.

Akku

Der Hersteller gibt eine üppige Laufzeit von bis zu 60 Stunden an. In der Praxis reicht es uns, das Headset trotz täglicher Nutzung ein- bis zweimal im Monat zu laden. Einzige echte Schwachstelle: Ist der Akku leer, lässt sich der Kopfhörer nicht per Kabel weiterbetreiben. Man muss also warten, bis er innerhalb von rund drei Stunden wieder gemächlich vollgeladen ist. Immerhin holt man sich mit zehn Minuten an der Steckdose schon einige Stunden Nutzung zurück.

Preis

Die Jlab JBuds Work kosten derzeit rund 80 Euro bei Amazon. Das ist ein fairer Preis für ein Office-Headset in Anbetracht des guten Klangs. Die UVP liegt bei 90 Euro. Es gibt nur eine Variante in Schwarz.

Fazit

Die Jlab JBuds Work Wireless zeigen, wie gut minimalistische Over-Ear-Kopfhörer sein können. Der Tragekomfort ist hoch, die Sound- und Mikrofonqualität sind für den Preis erstaunlich gut, die Akkulaufzeit überzeugt. Praktisch ist die abnehmbare Ohrmuschel, mit der sich das Headset im Handumdrehen monaural nutzen lässt – ideal, wenn man vom Drumherum etwas mitbekommen möchte. Denn die passive Abschottung ist auch ohne ANC gut.

Extras gibt es kaum: ohne Dongle, ohne Software, ohne Equalizer. Zwei kleine Fallstricke bleiben: Das Logo der rechten Ohrmuschel dient gleichzeitig als Mute-Button und wird im Eifer des Gefechts gerne mal versehentlich gedrückt. Und klappt man das Mikrofon hoch, beendet das Headset den Anruf direkt – andere Geräte lösen damit nur die Stummschaltung aus.

Headset Dell WL3024 im Test: Bluetooth 5.3, AAC & schicke Stoff-Optik

Das Dell WL3024 sieht dank Stoffüberzug nicht nur schick aus, sondern weiß auch in Sachen Klang- und Aufnahmequalität zu überzeugen.

VORTEILE

  • gute Soundqualität
  • solide Geräuschunterdrückung des Mikrofons
  • schickes Design

NACHTEILE

  • Soundaussetzer bei Youtube-Videos, wenn per BT & Dongle verbunden
  • Headset rutscht sehr leicht vom Kopf
  • Mikrofonarm nicht biegbar

Das Dell WL3024 sieht dank Stoffüberzug nicht nur schick aus, sondern weiß auch in Sachen Klang- und Aufnahmequalität zu überzeugen.

Mit Bluetooth 5.3 und USB-Dongle ausgestattet, ist das Dell WL3024 als Headset flexibel im Arbeitsalltag einsetzbar. Dank Multipoint-Unterstützung kann es mit zwei Geräten gleichzeitig verbunden sein. Mit Geräuschunterdrückung im Mikrofon ist es zudem in der Lage, Umgebungsgeräusche im Büroalltag herauszufiltern. Wie es sich im Einsatz schlägt, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Das Bluetooth-Headset kommt mit USB-C-zu-USB-C-Ladekabel, USB-C-Dongle und USB-A-Adapter, einem Quick-Start-Guide sowie Sicherheitsinformationen. Eine Stofftasche zur Aufbewahrung ist ebenfalls dabei. Diese hat praktischerweise ein kleineres Täschchen auf der Innenseite eingenäht, um Kabel, Dongle und Adapter sicher zu verstauen.

Design

Das Dell WL3024 ist businesstypisch anthrazitfarben und zum Großteil aus Kunststoff. Optisch stechen die zur Hälfte mit Stoff bezogenen Hörmuscheln hervor, die dem Gehäuse eine rauere Textur verleihen. Die Buttons am Headset sind ebenfalls untypisch aus weichem Gummi, bedienen sich aber genauso gut wie die Pendants aus härterem Kunststoff.

Auf die Waage bringt das On-Ear-Headset etwa 182 g und trägt sich damit angenehm leicht auf dem Kopf. Die Ohrpolster haben den typischen Kunstlederbezug und auch das Kopfbügelpolster trägt Faux-Leder. Der USB-C-Port zum Laden des Geräts befindet sich an der rechten Hörmuschel. Er dient auch ausschließlich zum Laden, eine direkte Verbindung mit dem PC per Kabel ist hier nicht möglich.

Das Dell WL3024 macht einen robusten Eindruck. Beim Auf- und Absetzen des Headsets knarzt nichts oder wackelt im Inneren des Gehäuses.

Ausstattung

Für die Verbindung steht dem Dell WL3024 entweder Bluetooth 5.3 oder der USB-C-Dongle zur Verfügung. Während Meetings bleibt die Verbindung im Büro per Dongle durchweg bestehen und gut. Aufgefallen ist uns, dass es bei gleichzeitiger Verbindung mit dem Smartphone via Bluetooth (Multipoint-Unterstützung) beim Abspielen von Youtube-Videos regelmäßig zu kurzen Sound-Aussetzern kam. Verwenden wir das Headset per Dongle ohne gleichzeitige Verbindung zum Handy, gibt es diese nicht. Calls bleiben davon aber zum Glück unbetroffen.

Sechs Buttons verteilen sich auf die beiden Hörmuscheln und bieten Lautstärkeregelung der Kopfhörer, Stummschaltung des Mikrofons, Aufrufen von Microsoft Teams sowie Ein- und Ausschalten des Headsets und Bluetooth-Pairings. Zwischen den beiden Lautstärkebuttons befindet sich zudem ein Pause/Play-Knopf, der auch dazu dient, Anrufe anzunehmen. Er ist mit zwei Noppen texturiert, um das Trio an Buttons auseinanderhalten zu können.

Nimmt man an einem Teams-Meeting teil oder führt gerade einen Call, aktivieren sich rote LEDs seitlich an den Ohrmuscheln, um zu signalisieren, dass man gerade beschäftigt ist. Zusätzlich leuchtet auch die LED des Dongles, sofern man ihn verwendet, rot.

Das Dell WL3024 ist mit dynamischen 28-mm-Treibern ausgestattet, die im Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hz arbeiten. Das ausklappbare Mikrofon hält sich indes im Bereich 100 bis 14.000 Hz auf. Man kann den Mikrofonarm nicht verbiegen, um ihn besser zu positionieren. Das führt unweigerlich dazu, dass man automatisch die Ohrmuschel verschiebt, um es näher an den Mund zu bringen. Das sorgt dafür, dass der linke Kopfhörer nur noch zum Teil auf dem Ohr liegt und ansonsten frei in der Luft steht. Immerhin lässt sich das Mikrofon in beiden Richtungen vollständig ausklappen und somit links als auch rechts verwenden.

Software

Für Android und iOS steht die Dell-Audio-App zur Verfügung, mit der man den Sound und einzelne Funktionen des Headsets anpassen kann. Über die App updatet man zudem auch die Firmware des Business-Headsets.

Insgesamt fünf Equalizer-Presets bietet die App, eines davon kann man selbst anpassen und abspeichern. Die anderen dienen etwa dazu, den Bass oder die Sprache hervorzuheben. Für das Mikrofon lässt sich die Geräuschunterdrückung deaktivieren sowie Sidetone über einen Schieberegler hinzuschalten.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten betreffen bestimmte Funktionen wie das Annehmen von Anrufen durch Ausklappen des Mikrofons, das Ein- und Ausschalten des Busy-Lights oder das Anpassen des automatischen Ausschaltens des Headsets bei Inaktivität. Die App ist dabei übersichtlich gestaltet und unkompliziert zu navigieren.

Soundqualität

In Meetings und Calls überzeugt das Dell WL3024 mit einer soliden Soundwiedergabe. Die Stimmen der Kollegen bildet der 28-mm-Treiber klar und verständlich ab, und auch beim Musikhören liefern die Lautsprecher einen überraschend klaren und sauberen Sound ab. Klangliche Wunder braucht man hier zwar nicht zu erwarten, zum gelegentlichen Musikhören während der Arbeit kann man sie aber getrost verwenden.

Das Mikrofon überzeugt ebenfalls mit einer soliden Aufnahmequalität und einer guten Geräuschunterdrückung. Gegenübersitzende sprechende Kollegen filtert das Mikrofon in unserem Fall gekonnt heraus, ohne dabei die eigene Sprachqualität zu sehr zu beeinflussen. Wir mussten das Mikrofon allerdings näher an den Mund führen, da es sonst Schwierigkeiten hatte, unsere Stimme einzufangen. Hier wäre ein biegbarer Mikrofonarm sinnvoll gewesen.

Tragekomfort

Die On-Ear-Polster sind wie immer Geschmackssache. In unserem Fall erzeugen sie wie alle anderen On-Ear-Headsets nach gut 15 Minuten unangenehme Druckstellen auf den Ohren. Wer empfindliche Ohren hat, sollte hier besser zu Over-Ear-Kopfhörern greifen, da sie das Ohr umschließen.

Das Kopfbügelpolster erweist sich hingegen als ausgesprochen bequem und federt den Bügel prima ab. Trotz einer für uns soliden Klemmstärke des Bügels rutscht das Headset extrem leicht vom Kopf. Bereits leichtes nach vorn Beugen des Kopfs sorgt dafür, dass das Dell WL3024 beginnt, vom Kopf zu gleiten. Die größenverstellbare ausziehbare Halterung hat keinerlei Markierungen oder haptisches Feedback durch Einrasten, was dabei helfen würde, beide Seiten gleichmäßig einzustellen. Beide Ohrmuscheln lassen sich komplett nach innen drehen, wodurch man das Business-Headset auch bequem um den Hals tragen kann

Akku

Mit dem 500-mAh-Akku des Dell WL3024 schafft das Headset etwa 25 Stunden reine Sprechzeit und bis zu 41 Stunden reines Musikhören. Wer das Gerät also nur gelegentlich für einzelne Meetings verwendet, kommt mit einer Ladung problemlos durch die Woche. Eine volle Aufladung dauert etwa zwei Stunden.

Preis

Die UVP des Dell WL3024 liegt bei 147 Euro. Aktuell gibt es das Headset für 99 Euro.

Fazit

Mit dem Dell WL3024 bekommt man ein solides Business-Headset, verpackt in einem schicken Design, das im Hinblick auf Audioqualität und Sprachaufnahme überzeugt. Die Geräuschunterdrückung des Mikrofons filtert kompetent im Hintergrund sprechende Kollegen heraus, ohne dabei die Stimmqualität zu sehr zu beeinträchtigen. Besonders in Büros mit mehreren Kollegen ist das praktisch.

Neben den On-Ear-Polstern, die nicht für jeden geeignet sind, rutscht das Headset zudem bereits bei leichtem nach vorn Beugen vom Kopf. Bei gleichzeitiger Verwendung von Bluetooth und Dongle kommt es beim Abspielen von Youtube-Videos zudem zu Sound-Aussetzern, Meetings und Anrufe sind davon aber nicht betroffen. Der rigide Mikrofonarm sorgt indes dafür, dass man die Ohrmuschel ein Stück weit nach innen drehen muss, um das Mikrofon näher an den Mund zu führen.

Wer damit leben kann, bekommt hier trotz alledem ein grundsolides Headset, das beim Einsatz auf der Arbeit überzeugt.

Jabra Evolve2 65 im Test: Gutes und leichtes Headset mit Bluetooth & Dongle

Klarer Klang, leichtes Design, langer Akku: Wir haben das Office-Headset Jabra Evolve2 65 jahrelang im Alltag genutzt – und auch Schwächen entdeckt.

VORTEILE

  • ausgewogener und kräftiger Sound
  • klare Tonqualität am Mikrofon
  • leicht und bequem

NACHTEILE

  • wirkt filigran und wenig hochwertig
  • unpraktisches Mikrofon
  • kein ANC

Klarer Klang, leichtes Design, langer Akku: Wir haben das Office-Headset Jabra Evolve2 65 jahrelang im Alltag genutzt – und auch Schwächen entdeckt.

Das Jabra Evolve2 65 ist seit vielen Jahren im Handel – auch in unserer Redaktion leistet es bereits seit geraumer Zeit als drahtloses Headset gute Dienste bei Teams-Calls sowie bei der Arbeit im Homeoffice und Büro. Das Office-Headset überzeugt mit klarem Klang, zumindest im Dongle-Betrieb, sowie einem leichten und bequemen Tragekomfort. Günstig ist es allerdings nicht. Höchste Zeit also, unsere Erfahrungen in einem ausführlichen Testbericht zusammenzufassen.

Lieferumfang

Das von uns getestete Modell ist für Microsoft Teams zertifiziert und kommt in einer schlichten Filztasche. Dazu legt Jabra ein USB-C-auf-USB-A-Ladekabel sowie den passenden Funk-Dongle (Jabra Link 380) für den USB-A-Anschluss bei. Wer ein modernes Notebook ohne USB-A-Port nutzt, sollte beim Kauf auf die alternativ erhältliche USB-C-Variante des Dongles achten.

Das Evolve2 65 ist zudem in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich: wahlweise mit kabelloser Ladestation (Charging Stand) oder mit einer Schutztasche aus Neopren. Auch bei der Zertifizierung hat man die Wahl – zwischen der MS-Teams-Version und einer UC-Variante (Unified Communications) für andere Plattformen wie Zoom oder Google Meet.

Die mitgelieferte Filztasche macht optisch einiges her, bietet dem filigranen Headset in der Notebook- oder Rucksacktasche jedoch nur bedingt Schutz. Hier wäre ein stabileres Hardcase die bessere Wahl gewesen. An der Tasche gibt es eine Aussparung, wo man den Dongle hineinschieben kann – eine Lösung mit Reißverschluss wäre uns hier aber lieber gewesen.

Design

Das Evolve2 65 ist ein On-Ear-Headset und angenehm leicht. Praktisch: Jabra markiert die Polster der Ohrmuscheln deutlich mit „L“ und „R“, sodass das richtige Aufsetzen sofort gelingt.

Alle Bedienelemente sitzen auf der rechten Ohrmuschel. Am unteren Rand findet sich der Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten sowie für den Bluetooth-Modus. Weiter oben folgen drei Tasten für Lautstärke und Wiedergabe, in der Mitte der Ohrmuschel thront der dedizierte MS-Teams-Button. Geladen wird der Akku per USB-C.

Auch das Mikrofon sitzt rechts – eine ungewöhnliche Wahl, denn es lässt sich nur nach vorn herunterklappen und nicht um 360 Grad drehen. Linkshänder oder Nutzer, die das Mikrofon lieber auf der anderen Seite hätten, schauen in die Röhre.

Die Verarbeitung ist sauber, das Gerät besteht aber komplett aus Kunststoff. Für ein Headset dieser Preisklasse wirkt das Gehäuse zu billig und leider auch fragil. Beim Transport in der Tasche hatten wir stets ein mulmiges Gefühl, auch wenn nie etwas passiert ist. Hinzu kommt ein hörbares Klappern im Bereich über den Ohrmuscheln, das es bei einem Office-Headset dieser Preisklasse einfach nicht geben darf.

Ausstattung

Das Jabra Evolve2 65 koppelt sich auf zwei Wegen: per Bluetooth 5.0 oder über den mitgelieferten USB-Dongle. Wir empfehlen klar den Dongle. Er liefert den besseren Klang und ermöglicht Firmware-Updates sowie feinere Klanganpassungen über die Jabra-Software. Per Bluetooth lassen sich bis zu acht Geräte koppeln – praktisch beim Wechsel zwischen Notebook, Smartphone und Tablet.

Auf eine Trageerkennung und aktive Geräuschunterdrückung (ANC) verzichtet Jabra bedauerlicherweise. Gerade das fehlende Noise Cancelling ist in dieser Preisklasse ein Kritikpunkt – wer im Großraumbüro Ruhe sucht, sollte das wissen. Im Inneren arbeitet je ein 40-mm-Dynamiktreiber pro Seite. Die Lautsprecher decken 20 Hz bis 20 kHz ab, das Mikrofon 100 Hz bis 8 kHz. Die Empfindlichkeit liegt bei 117 dB.

Bei der von uns getesteten MS-Teams-Variante gibt es einen dedizierten Teams-Button: Per Tastendruck tritt man Meetings bei, holt das Fenster in den Vordergrund, ruft Benachrichtigungen ab oder hebt die virtuelle Hand. Das spart im Alltag manchen Griff zur Maus.

Dazu kommt das seitliche Busylight: Die rote LED zeigt Kollegen, dass der Träger gerade nicht gestört werden möchte. In der Teams-Variante blinkt sie zusätzlich bei neuen Nachrichten und Anrufen.

Software

Für das Feintuning bietet Jabra zwei Wege: die Desktop-Software Jabra Direct und die Smartphone-App Jabra Sound+, die sich dank Google Fast Pair blitzschnell koppelt. Beide ergänzen sich gut und decken die wichtigsten Funktionen ab. Klang, Geräte-Funktionen und Firmware-Updates lassen sich am Rechner wie auch mobil bequem verwalten.

Insgesamt eine lobenswerte Software-Lösung: Die umfassenden Einstellungsmöglichkeiten lassen kaum Wünsche offen, und Jabra liefert auch Jahre nach Marktstart noch regelmäßig Firmware-Updates – ein echter Pluspunkt in einer Branche, in der viele Hersteller ihre Geräte schnell vergessen.

Soundqualität

Der Klang überzeugt auf ganzer Linie: Die Höhen sind ausgewogen, der Bass kräftig – damit eignet sich das Evolve2 65 auch gut zum Musikhören. Die Abschottung nach außen fällt allerdings überschaubar aus, was am lockeren Sitz und der On-Ear-Bauweise liegt. Im Großraumbüro bleibt die Umgebung deutlich hörbar.

Das Mikrofon hebt sich klar von der Konkurrenz ab. Gesprächspartner loben die saubere Sprachqualität, selbst leises Sprechen wird zuverlässig übertragen. Nur sporadisch kommt es zu kleinen Aussetzern, die im Alltag aber kaum auffallen. Berührt man den Bügel, entstehen störende Reibegeräusche – hier sollte man die Finger besser fernhalten.

Wichtig zu wissen: Ohne Dongle, also direkt per Bluetooth, sinkt die Mikrofonqualität spürbar, und auch Umgebungsgeräusche dringen deutlicher durch. Wer in Calls professionell klingen will, sollte daher stets den mitgelieferten USB-Adapter nutzen.

Tragekomfort

Das Jabra Evolve2 65 sitzt angenehm bequem – auch über längere Zeit. Hauptgrund ist das geringe Gewicht von rund 176 Gramm. Hinzu kommt der gut gepolsterte Metallbügel, der auch nach mehreren Stunden für einen entspannten Sitz sorgt – ein klarer Pluspunkt im Office-Alltag.

Bei längerem Tragen drückt das Headset zwar leicht an den Ohren, hielt sich in unserem Test aber im Rahmen. Auch das Schwitzen unter den Polstern blieb halbwegs in Grenzen – länger als zwei Stunden am Stück hatten wir es jedoch selten auf. Wer den ganzen Tag damit arbeitet, sollte gelegentliche Pausen einplanen.

Insgesamt sitzt das Headset eher locker. Außengeräusche dringen dadurch deutlich durch – das kann praktisch sein, wenn man für Kollegen ansprechbar bleiben will, im hektischen Großraumbüro aber auch stören. Wer Ruhe sucht, ist mit einem Over-Ear-Modell mit ANC besser bedient.

Jabra Evolve2 65

Akku

Die Akkulaufzeit kann sich sehen lassen – auch wenn größere Over-Ear-Headsets hier deutlich länger durchhalten. Jabra gibt rund 37 Stunden an, was sich mit unseren Erfahrungen weitgehend deckt. Bei ein bis zwei Calls pro Tag mussten wir das Gerät nur etwa alle zwei Wochen ans Ladekabel hängen.

Bei jedem Einschalten meldet eine Stimme den Akkustand – allerdings in teils holpriger Übersetzung („Batterie hoch“). Das ist verschmerzbar. Praktischer ist da schon, dass sich das Headset auch während des Ladens am USB-Kabel weiter nutzen lässt. Eine vollständige Aufladung dauert rund 90 Minuten.

Preis

Zum Marktstart vor knapp fünf Jahren war die UVP von 250 Euro für das kunststofflastige Headset ziemlich happig. Mittlerweile ist der Preis deutlich gefallen: Die Microsoft-zertifizierte Variante mit USB-A-Dongle gibt es für knapp 136 Euro, mit USB-C-Dongle ab 140 Euro. Wer die optionale Ladestation dazu möchte, zahlt 160 Euro (USB-A) oder 188 Euro (USB-C). Die universell einsetzbare UC-Variante startet bei rund 136 Euro.

Technisch sind beide Versionen identisch und funktionieren grundsätzlich mit jeder Software. Die MS-Variante bietet jedoch die direkte Teams-Integration samt dedizierter Taste für Benachrichtigungen, während die UC-Variante für Plattformen wie Zoom oder Webex zertifiziert ist.

Fazit

Das Jabra Evolve2 65 hat sich nicht ohne Grund über Jahre als Klassiker im Office-Bereich etabliert. Im Praxistest überzeugt das Headset mit klarem Klang, hervorragender Sprachqualität und einer Akkulaufzeit, die selbst Vielnutzer entspannt durch zwei Wochen Homeoffice trägt. Hinzu kommen die durchdachte Software, regelmäßige Firmware-Updates auch Jahre nach Marktstart sowie nützliche Extras wie der dedizierte Teams-Button und das Busylight.

Doch bei aller Liebe zum Konzept: Das fast vollständig aus Kunststoff gefertigte Gehäuse wirkt für diese Preisklasse zu billig und auch fragil – das Klappern über den Ohrmuscheln passt nicht zu einem Premium-Office-Headset. Ebenso vermissen wir schmerzlich aktives Noise Cancelling und eine Trageerkennung. Im hektischen Großraumbüro stößt das locker sitzende On-Ear-Modell schnell an seine Grenzen.

Das Jabra Evolve2 65 bleibt ein solides Office-Headset mit klaren Stärken bei Klang, Mikrofon und Software – ideal für Homeoffice-Nutzer mit überschaubarer Geräuschkulisse und regelmäßigen Teams-Calls. Dank der mittlerweile deutlich gesunkenen Straßenpreise geht der Kurs heute in Ordnung – anders als zum Marktstart, als die UVP für das kunststofflastige Headset reichlich überzogen wirkte.

Jlab Go Work 2 Wireless im Test: Office-Headset mit Noise-Cancelling fürs Mikro

Das Office-Headset Jlab Go Work 2 Wireless ist kompakt, leicht und mit praktischer Geräuschunterdrückung für das Mikrofon ausgestattet.

VORTEILE

  • gute Geräuschunterdrückung des Mikrofons
  • solider Klang
  • leicht & kompakt
  • Verbindung via BT, USB-C-Dongle und Kabel

NACHTEILE

  • On-Ear-Polster werden schnell unbequem
  • wiederkehrendes Fiepen im linken Kopfhörer
  • Gehäuse wirkt nicht sonderlich robust

Das Office-Headset Jlab Go Work 2 Wireless ist kompakt, leicht und mit praktischer Geräuschunterdrückung für das Mikrofon ausgestattet.

Das Jlab Go Work 2 Wireless stellt eine günstigere Alternative zum Jlab Epic Work dar. Ohne ANC, dafür mit ähnlich gutem Sound und Mikrofon. Auch hier unterdrückt das Noise-Cancelling störende Hintergrundgeräusche des Mikrofons. Gerade in einem belebten Büro ist das von Vorteil. Wie das Headset insgesamt abschneidet, verraten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Das Jlab Go Work 2nd Gen Wireless kommt zusammen mit einem blauen USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel, einem USB-C-Dongle sowie einer Kurzanleitung. Ein USB-Adapter für ältere PCs ohne USB-C-Ports ist nicht inkludiert und muss separat dazu gekauft werden. Wir haben privat sehr gute Erfahrungen mit den Adaptern von Ugreen gemacht, die im Dreierpack derzeit knapp 6 Euro kosten.

Design

Mit etwa 170 g ist das Jlab Go Work ausgesprochen leicht. Das Gewicht spiegelt sich auch im schlanken Design des Office-Headsets wider. Die Schienen des größenverstellbaren Kopfbands sind aus Metall, während der Rest des grafitfarbenen Gehäuses aus Plastik ist. Kopf- und Ohrpolster tragen einen ebenfalls grauen Kunstlederüberzug und komplettieren so den seriösen Business-Look.

Die Bedienelemente befinden sich, wie beim Jlab Epic Work (Testbericht), an der rechten Ohrmuschel. Neben dem Power-Button sind dort auch die Lautstärke-Tasten sowie ein USB-C-Port. Anders als das Epic Work hat das Go Work 2nd Gen eine dedizierte Stummschalttaste für das Mikrofon. Diese befindet sich außen an der rechten Ohrmuschel und ist hinter dem Jlab-Logo versteckt. Aktiviert man die Stummschaltung so, leuchtet begleitend dazu eine rote LED am Mikrofon

Die Verarbeitung des Office-Headsets ist durchwachsen. Die Nähte des Kunstlederüberzugs am Kopfband liegen eng an, abstehende Fäden gibt es nicht. Schönheitsfehler am Plastik sowie aggressive Spaltmaße sucht man ebenfalls vergebens. Allerdings hinterlassen die Gelenke der Kopfhörer einen recht fragilen Eindruck und quietschen beim Drehen teilweise ordentlich. Die Stummschalttaste bedient sich zudem etwas schwammig und verhakt manchmal.

Ausstattung

Das Jlab Go Work 2 Wireless ist dank Bluetooth (5.3 inklusive Multipoint), des USB-C-Dongles sowie der Kabelverbindung relativ flexibel einsetzbar. Wie beim Jlab Epic Work ist auch hier keine gleichzeitige Verbindung zum Dongle und via Bluetooth möglich. Das nervt, da sämtliche Einstellungen ausschließlich über eine Smartphone-App laufen. Verwendet man das Headset hauptsächlich über den Dongle, muss man ihn also jedes Mal vorher vom PC entfernen, bevor eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone entstehen kann. Das macht einen Wechsel des Equalizers oder andere Soundanpassungen aufwendiger.

Positiv ist hingegen die Verbindungsqualität via des Dongles: Im Homeoffice empfangen wir auf 120 m² von überall ein klares, ununterbrochenes Signal. Per Bluetooth bricht die Verbindung erwartungsgemäß nach etwa 10 Metern ab. Für die Kabelverbindung zum PC muss das Headset vorher ausgeschaltet werden, danach wird es aber sofort erkannt und taucht bei unserem Computer mit Windows 11 in der Geräteliste auf. Offiziell unterstützt das Jlab Go Work 2 Wireless sowohl Windows-PCs als auch Macs.

Der dynamische Treiber des Headsets misst 40 mm und arbeitet im Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz. Das Mikrofon mit Geräuschunterdrückungsfunktion ist fest verbaut und lässt sich vertikal bewegen. Die Intensität der Geräuschunterdrückung stellt man per App ein.

Software

Die Jlab-App gibt es für Android und iOS. Sie bietet Zugriff auf diverse Soundeinstellungen sowie die Anpassung der Button-Steuerung am Headset.

Im Vergleich zum Jlab Epic Work stehen hier nur zwei anstatt drei Equalizer-Presets (Voice und Music) zur Auswahl, dafür kann man beide individuell anpassen. Beim Epic Work muss man dafür das dritte Profil (Custom) verwenden. Die Intensität des Mikrofon-ENC (Environmental Noise Cancelling) passt man per Schieberegler an. Standardmäßig ist es auf die höchste Stufe (lauter Hintergrund) eingestellt.

Etwas verwirrend sind die von den Equalizern losgelösten Modi Movie und Music, von denen immer einer aktiviert ist. Die App erklärt nicht, was ein Wechsel zwischen den Modi bewirkt und inwiefern sie Auswirkungen auf den Sound haben. Ein Blick auf die Produktseite des Herstellers verrät aber, dass die Modi unterschiedlich hohe Latenzen haben: Music mehr als 200 ms und Movie unter 200 ms.

Die Button-Steuerung außerhalb und während eines Anrufs lässt sich auch beim Jlab Go Work 2 Wireless neu belegen. Insgesamt gibt es vier verschiedene Aktionen (einmal, zweimal, dreimal und langes Drücken), auf denen Funktionen wie Pause/Play oder das Wechseln der EQs liegen. Die Liste der möglichen Befehle ist überschaubar. Wer mag, kann sich etwa den AI-Assistant durch Drücken der Taste aufrufen.

Die Lautstärken-Begrenzung, das Burn-In-Tool sowie der Player für angenehme Hintergrundgeräusche stehen auch für das Go Work 2 Wireless zur Verfügung.

Soundqualität

Beim Sound überzeugen die Jlab Go Work 2 Wireless: Während Video- und Voice-Calls via Teams bilden die 40-mm-Treiber die Stimmen der Gesprächspartner klar und verständlich ab, unterstützt durch den Voice-EQ. Für den Arbeitseinsatz bieten sie so vollkommen ausreichenden Sound, ohne zu übersteuern.

Was den reinen Medienkonsum angeht, braucht man hier logischerweise keine Wunder zu erwarten. Der Ton ist passabel, um nebenher Musik zu hören oder ein Youtube-Video laufen zu lassen, ein immersives Klangerlebnis bieten die Jlab Go Work 2 aber nicht. Für Videocalls sollte man zudem den Movie-Modus aktivieren, da es sonst zu stark asynchronem Bild und Ton kommt.

Leider kommt es während unseres Tests immer wieder zu einem störenden Fiepen im linken Kopfhörer. Der Ton ist zwar leise, aber dennoch durchdringend. Er verschwindet nach einer gewissen Zeit auch wieder. Da wir mit den Epic Work von Jlab überhaupt keine Probleme hatten, gehen wir hier eher von einem Montagsmodell aus.

Das Mikrofon liefert eine überwiegend solide Tonqualität, neigt aber dazu, in manchen Situationen leicht zu rauschen. Das ENC kann Geräusche ziemlich gut unterdrücken, je lauter die Hintergrundgeräusche jedoch sind, desto mehr leidet die Sprachqualität. Tippen auf einer mechanischen Tastatur wurde komplett ausgeblendet, ohne große Qualitätseinbußen. Wohingegen ein Youtube-Video, das über Desktop-Lautsprecher abgespielt wurde, die Sprachqualität ordentlich nach unten drückte.

Tragekomfort

Wie auch beim Jlab Epic Work verwendet das Go Work 2 Wireless On-Ear-Polster. Diese sind für uns nach etwa 30 Minuten auf den Ohren genauso unbequem wie beim teureren Modell. Da Kopfform, Ohrform und Empfindlichkeit von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind, ist das natürlich ein sehr subjektiver Eindruck. Generell empfiehlt es sich aber, Kopfhörer – wenn möglich – vorher einmal probezutragen. Das Kopfbandpolster bietet hingegen auch über längere Zeit ausreichend Federung und erzeugt keine Druckstellen.

Die Kunstlederüberzüge könnten im Sommer für schwitzige Ohren sorgen, während des Testzeitraums im Winter ist es uns aber auch nach längerer Zeit auf den Ohren nicht unangenehm warm darunter. Praktisch ist hingegen das höhenverstellbare Kopfband, da es stufenweise einrastet und so auf beiden Seiten eine einfache und gleichmäßige Anpassung ermöglicht. Möchte man das Office-Headset zwischendurch mal absetzen, ermöglichen die drehbaren Ohrmuscheln, es komfortabel um den Hals zu tragen.

Akkuleistung

Mit einer Ladung des 500-mAh-Akkus kommt man gut durch die Arbeitswoche und lädt dank Kabelverbindung im Notfall einfach nebenher auf, während man das Office-Headset verwendet. Erwartungsgemäß beansprucht die Nutzung via 2,4-GHz-Funkdongle den Akku deutlich mehr, als es die Bluetooth-Verbindung tut. Aber selbst per Funk reicht die Ladung problemlos aus, wenn man nicht gerade den ganzen Tag damit telefoniert.

Preis

Das Jlab Go Work 2 Wireless hat eine UVP von 60 Euro. Auf Amazon kostet es aktuell jedoch 50 Euro.

Fazit

Das Jlab Go Work 2 Wireless bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie das fast doppelt so teure Jlab Epic Work. Während die Soundqualität der Lautsprecher und des Mikrofons auch hier überzeugt, empfinden wir auch hier die On-Ear-Polster auf Dauer einfach als unbequem. Den günstigeren Preis bemerkt man leider auch in der Verarbeitung und Ausstattung. Das Headset fühlt sich recht fragil an, zudem kommt bei uns ein helles, gelegentliches Fiepen im linken Kopfhörer hinzu.

Praktisch sind hingegen die flexiblen Verbindungsmöglichkeiten sowie die gute Geräuschunterdrückung des Mikrofons. Für den täglichen Einsatz im Büro sind sie prinzipiell gut ausgestattet, mehr als 30 Minuten am Stück können wir sie aufgrund der für uns unbequemen On-Ear-Polster aber nicht aufsetzen. Wer damit jedoch kein Problem hat und nicht so viel für ein Office-Headset ausgeben möchte, bekommt hier im Endeffekt dennoch einen guten Funktionsumfang.

Logitech Zone Vibe Wireless im Test: leichtes Bluetooth-Headset mit gutem Klang

Das Logitech Zone Vibe Wireless ist nicht nur angenehm leicht, sondern liefert auch eine gute Sound- und Aufnahmequalität.

VORTEILE

  • guter Klang
  • solide Aufnahmequalität
  • angenehm leicht

NACHTEILE

  • Gehäuse wirkt sehr billig und fragil
  • Mikrofon recht leise
  • Akku mit maximal 20 Stunden recht schwach

Das Logitech Zone Vibe Wireless ist nicht nur angenehm leicht, sondern liefert auch eine gute Sound- und Aufnahmequalität.

Over-Ear-Polster sind bei Business-Headsets eher die Ausnahme. Umso erfreulicher, dass das Logitech Zone Vibe Wireless mit genau diesen ausgestattet ist und sich so auch über mehrere Stunden hinweg bequem auf dem Kopf trägt. Wie das Headset den Arbeitsalltag meistert und wo es schwächelt, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Das Zone Vibe Wireless kommt mit USB-C-Dongle, USB-A-Adapter, USB-C-Ladekabel und einer Stofftasche zum Verstauen von Headset und Zubehör. Warnhinweise liegen bei, eine Anleitung fehlt jedoch. Diese muss man sich aus dem Internet herunterladen (PDF).

Design

Unser Testgerät trägt seriöses Graphitgrau und besteht vollständig aus Kunststoff. Mit Rose und Off-White stehen zwei weitere Farbvarianten zur Verfügung. Das Eigengewicht von etwa 185 g fällt, im positiven Sinne, auf dem Kopf so gut wie gar nicht auf. Als Over-Ear-Headset ist es mit stoffbezogenen Ohrpolstern ausgestattet, die die Ohren umschließen. Ein Kopfbügelpolster gibt es nicht, lediglich ein dünner Stoffbezug umhüllt den Bügel.

Das Mikrofon klappt nach vorn aus, lässt sich aber nicht näher zum Mund biegen. Direkt am Mikrofonarm liegt auch eine Mute-Taste, die Positionierung ist aber super ungünstig gewählt. Beim Berühren des Mikrofonarms, um die Taste zu erfühlen, nimmt das Mikro ein lautes Rauschen auf und auch das anschließende Betätigen der Stummschalt-Taste wird mit aufgenommen. Zum Glück stellt sich das Mikrofon auch stumm, wenn man den Arm hochklappt. Das sieht nicht nur eleganter aus, sondern wird auch nicht von störendem Rauschen begleitet.

Insgesamt befinden sich fünf Bedienelemente an den beiden Hörmuscheln. Auf der rechten Seite liegt der Play/Pause-Button, während links Call- sowie Lautstärke-Buttons liegen. Unmittelbar neben dem USB-C-Port befindet sich zudem der Power-und-Bluetooth-Schalter.

Nimmt man das Headset in die Hand, hat man nicht das Gefühl, ein Gerät mit einer UVP von 140 Euro in der Hand zu halten. Es klappert, wackelt und fühlt sich an, als würde es bei der kleinsten Erschütterung kaputtgehen.

Ausstattung

An Bord des Zone Vibe Wireless ist Bluetooth 5.2 sowie Multipoint, wodurch man zwei Geräte gleichzeitig mit dem Headset verbinden kann und insgesamt acht Geräte gespeichert werden können. Die Verbindung bleibt sowohl via Bluetooth als auch per Dongle stabil. Audio aus zwei Quellen gleichzeitig kann das Zone Vibe Wireless nicht abspielen. Startet man etwa einen Song vom Smartphone aus, während auf dem PC ein Youtube-Video läuft, pausiert das Youtube-Video automatisch. Eine Verbindung ausschließlich über das USB-C-Kabel ist nicht möglich, man kann damit nur das Headset laden.

Für das Zone Vibe Wireless stehen eine UC-Version und eine für Microsoft Teams zertifizierte Version zur Verfügung. Der Unterschied zwischen den beiden Modellen ist, dass bei der MS-Teams-Version das Headset automatisch von Teams erkannt und für die Audioquellen des Programms eingerichtet wird. Außerdem hat der Call-Button ein zusätzliches MS-Teams-Symbol, da man mit ihm auch das Programm aufrufen kann. Diese Funktion unterstützt auch die UC-Version, dann nur ohne extra Teams-Symbol.

Die Treiber des Headsets sind 40 mm groß und dynamisch. Sie arbeiten im Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hz. Zwei omnidirektionale MEMS-Mikrofone sind im Mikrofonarm verbaut, deren Frequenzbereich bei 100 bis 8000 Hz liegt. Sie haben zudem eine Geräuschunterdrückung integriert.

Software

Die App Logi Tune gibt es sowohl für Android und iOS als auch für Windows und macOS. Sie bietet Equalizer-Presets, Einstellungen zum Sidetone und der Mikrofonlautstärke, sowie zu generellen Headset-Funktionen. Auch die Firmware aktualisiert man via der App.

Für den Fünfband-Equalizer gibt es vier verschiedene vorkonfigurierte Presets mit Namen wie Podcast, Bass Boost und Volume Boost sowie ein weiteres Custom-Preset. In diesem kann man eigene Anpassungen abspeichern.

Die restlichen Einstellungsmöglichkeiten sind spärlich: Man kann dem Headset einen neuen Namen geben, den Sleep-Timer anpassen, die Mute-Funktion durch Hochklappen deaktivieren und die Sprache des Zone Vibe Wireless ändern. Zur Auswahl stehen Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch. Stören einen die Stimmbenachrichtigungen des Headsets, kann man auch zu Tönen wechseln.

Super nervig ist, dass die App automatisch aus der Taskbar verschwindet, wenn man aus dem Fenster rausklickt. Man muss dann jedes Mal das Icon im Systemtray klicken, um das Programm wieder zu öffnen.

Soundqualität

Das Zone Vibe Wireless liefert einen durchaus guten und vor allem sauberen Klang. In Meetings bedeuteut das, dass wir die Kollegen kristallklar über die dynamischen 40-mm-Treiber verstehen. Hier wird nichts verschluckt oder wirkt verwaschen.

Auch Musikhören oder Videos streamen kann man, für ein Business-Headset, mit dem Zone Vibe Wireless recht gut. Sound auf High-End-Niveau darf man hier selbstverständlich nicht erwarten, der Bass ist hier aber ganz angenehm und nicht übertrieben aufgedreht. Wer mehr will, kann sich am Bass-Boost-Preset bedienen oder ein eigenes einrichten.

Das Mikrofon nimmt unsere Stimme überwiegend rauschfrei auf. Sie wirkt klar, wenngleich für unseren Geschmack ein Ticken zu leise. Die Geräuschunterdrückung ist in Ordnung, aber nicht überragend gut. Tippen auf einer mechanischen Tastatur bekommt sie zwar minimal leiser, aber nicht komplett ausgeblendet. Eine im Hintergrund laufende mobile Klimaanlage hören wir hingegen kaum noch. Immerhin wird die Stimmqualität bei der Geräuschunterdrückung wenig komprimiert. Man kann das Feature allerdings nicht deaktivieren.

Tragekomfort

Die Over-Ear-Polster liegen angenehm am Kopf an und das auch über mehrere Stunden hinweg. Trotz sommerlicher Temperaturen geraten wir darunter währenddessen nicht ins Schwitzen. Überraschenderweise sorgt das fehlende Kopfbügelpolster, wie eingangs von uns vermutet, nicht für unangenehme Druckstellen.

Das Gestell ist größenverstellbar, es fehlen aber Markierungen, um es unkompliziert gleichmäßig für beide Seiten einzustellen. Die Hörmuscheln lassen sich nicht nach Innen oder Außen drehen. Uns hat das in dem Fall allerdings nicht gestört, da wir das Headset problemlos über Stunden auf dem Kopf tragen konnten.

Akku

Der Akku des Zone Vibe Wireless kommt auf bis zu 20 Stunden Hörzeit und 18 Stunden Gesprächszeit. Das ist im Vergleich mit anderen Headsets etwas schwach. Konkurrenzmodelle kommen hier gerne mal auf die doppelte Hörzeit. Geladen wird per USB-C, um die zwei Stunden dauert es, bis der Akku voll ist. Wie viele moderne Headsets unterstützt das Zone Vibe Wireless auch Schnellladen. Hier bekommt man für fünf Minuten am Strom eine Stunde Einsatzdauer.

Preis

Die UVP des Logitech Zone Vibe Wireless liegt bei 140 Euro. Aktuell gibt es die Teams-Variante bereits für etwa 101 Euro. Die UC-Version bekommt man derweil ab etwa 103 Euro. Andere Farbvarianten haben wir in folgendem Widget gesammelt:

Fazit

Das Zone Vibe Wireless klingt echt gut und auch die Stimme nimmt es sauber auf. Für eine UVP von 140 Euro fühlt sich das Headset aber einfach nicht hochwertig an. Das Gehäuse klappert und wirkt äußerst fragil. Mit dem reinen Kunststoffgehäuse geht aber immerhin das geringe Gewicht einher, was wiederum auf den Tragekomfort einzahlt. Auch beim Akku liegt das Headset hier mit maximal 20 Stunden im Einsatz hinter vielen Konkurrenzmodellen.

Das ist echt schade, denn da, wo es drauf ankommt, nämlich bei der Audio- und Aufnahmequalität kann es überzeugen. Das Gesamtpaket liefern andere zu einem ähnlichen Preis aber besser ab.

Logitech Zone Wireless 2 ES im Test: On-Ear-Headset mit Multipoint & ANC

Das On-Ear-Headset Logitech Zone Wireless 2 ES bietet adaptives ANC, die Verbindung via Bluetooth 5.3 sowie Multipoint mit bis zu zwei Geräten gleichzeitig.

VORTEILE

  • einfache Einrichtung
  • App bietet nützliche Einstellungen
  • Multipoint-Verbindung zu zwei Geräten gleichzeitig

NACHTEILE

  • Sidetone funktioniert nicht
  • teuer
  • Mikrofonqualität nur mittelmäßig
  • schwaches ANC
  • braucht nach Stummschaltung etwas, bis das Mikrofon reagiert

Das On-Ear-Headset Logitech Zone Wireless 2 ES bietet adaptives ANC, die Verbindung via Bluetooth 5.3 sowie Multipoint mit bis zu zwei Geräten gleichzeitig.

Als Office-Headset mit On-Ear-Polstern ist das Logitech Zone Wireless 2 ES mit allerlei Features ausgestattet, die den täglichen Einsatz im Büro unterstützen sollen. Adaptives ANC, um Umgebungsgeräusche herauszufiltern, Multipoint-Unterstützung, um mit zwei Geräten zur gleichen Zeit verbunden zu sein, sowie diverse Einstellungsmöglichkeiten per App, um die Klangqualität den eigenen Bedürfnissen anpassen zu können. Wie sich das Headset im Büro schlägt, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Das Logitech Zone Wireless 2 ES gibt es in zwei Varianten: eine reguläre und eine mit dem Zusatz for Business. In der for Business Version ist zusätzlich ein USB-C-Dongle samt USB-A-Adapter inkludiert, wodurch die Verbindungsmöglichkeiten erweitert werden. Ansonsten liegen beiden Headset-Varianten ein USB-C-zu-USB-C-Kabel zum Laden sowie eine Aufbewahrungstasche aus Filz bei.

Design

Das Headset gibt es in den Farben Graphit, Weiß und Pink, das Gehäuse ist vollständig aus Kunststoff. Das ist für den Preis etwas schade. Mit etwa 212 g Eigengewicht und einem relativ kompakten Formfaktor lässt es sich platzsparend auf dem Schreibtisch verstauen. Für unterwegs nimmt man die mitgelieferte Filztasche.

Die On-Ear-Ohrpolster haben einen Kunstleder-Überzug, für den Kopfbügel hat sich Logitech nach eigenen Aussagen von Gaming-Headsets inspirieren lassen und verwendet ein elastisches Band, das an zwei Noppen links und rechts am Bügel aufgehängt ist. Sowohl Ohrpolster als auch Kopfband kann man abnehmen. Bedienelemente gibt es an beiden Hörmuscheln, das Mikrofon befindet sich an der linken Hörmuschel. Praktisch ist, dass man das Headset um 270 Grad drehen kann und es somit egal ist, wie herum man das Zone Wireless 2 ES aufsetzt.

Die Verarbeitung ist gut, allerdings fühlt sich das Headset recht flimsig und dementsprechend leider nicht sehr wertig an. Trotz alledem klappert nichts oder wackelt lose im Inneren und auch die Buttons lassen sich sicher bedienen. Sie liegen dabei so, dass man sie beim Auf- und Absetzen nicht aus Versehen betätigt. Für die Lautstärkeregelung kommt anstatt eines Rads eine Wippe zum Einsatz. Ansonsten bietet das Zone Wireless 2 ES nebst Power-Schalter noch einen Button, um Anrufe entgegenzunehmen, einen Teams-Button, der die App in den Vordergrund ruft, sowie einen ANC-Button.

Ausstattung

Für die Verbindung steht Bluetooth 5.3 und je nach Modell auch der USB-C-Dongle zur Verfügung. Dieser ist dann hilfreich, wenn man in größeren Büros arbeitet bei denen viele gleichzeitige Bluetooth-Verbindungen bestehen. So lassen sich Verbindungs- und Qualitätseinbrüche durch eine Überlastung des Netzes vermeiden. Das Zone Wireless 2 ES unterstützt zudem Multipoint und kann sich mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden. Allerdings ist es nicht in der Lage, Audio von beiden Endgeräten gleichzeitig abzuspielen.

Das (adaptive) ANC enttäuscht: Egal, ob Tastaturgetippe oder ein einige Meter entferntes Gespräch von Kollegen aus dem Flur – Geräusche kommen fast unverändert am Gehör an. Das ist nicht zuletzt auch den On-Ear-Ohrpolstern geschuldet, da sie das Ohr nicht umschließen und somit deutlich mehr Geräusche durchlassen.

Dynamische 40-mm-Treiber liefern den Sound in einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz. Die Mikrofone im ausklappbaren Arm arbeiten derweil im Bereich 100 bis 8000 Hz. Anstelle einer LED am Mikrofon, die bei Stummschaltung rot leuchtet, übernimmt den Job die LED am Dongle.

Software

Die Logi-Tune-App gibt es für Android und iOS sowie für Windows-PCs und MacOS. Sie bietet unter anderem Equalizer-Einstellungen für die Lautsprecher und das Mikrofon, auch die Lautstärke des Mikrofons lässt sich mit ihr anpassen. Für den Sound stehen fünf EQ-Presets zur Verfügung, die man alle individuell anpassen kann. Beim Mikrofon wählt man zwischen drei Presets die sich allerdings nicht anpassen lassen. Sie sollen die Stimme heller oder tiefer färben.

Erfreulich ist die Auswahl an unterschiedlichen ANC-Stufen. Wer sich nicht auf das adaptive, also das von selbst anpassende Noise Cancelling verlassen möchte, kann manuell zwischen niedrig und hoch wählen oder es ganz ausstellen. Auch einen Transparenz-Modus gibt es per App. Hierbei nehmen die Mikrofone am Headset die Außengeräusche bewusst auf und spielen sie über die Lautsprecher ab. Das klingt, egal bei welchem Headset, furchtbar. Es ist aber durchaus nützlich, wenn man etwa die Klingel nicht überhören möchte.

Außergewöhnlich ist die Möglichkeit, dass man akkuschonendes Laden einstellen kann. Dabei hört das Headset bei 80 Prozent Akkukapazität auf, um die Lebensdauer zu verlängern. Selbst, wenn der Akku irgendwann den Geist aufgeben sollte, kann man diesen austauschen.

Rein theoretisch gibt es auch einen Sidetone für das Mikrofon, dabei wird die eigene Stimme über die Kopfhörer beim Sprechen abgespielt. Das hilft dabei, die eigene Lautstärke bewusst wahrzunehmen. Allerdings funktioniert das Feature während des Tests nicht. Egal, wie wir den Schieberegler einstellen oder wie oft wir Headset und App neu starten – unsere Stimme wird nicht über die Kopfhörer wiedergegeben.

Soundqualität

Bei der Klangqualität gibt es für ein Business-Headset nichts auszusetzen. Gesprächspartner kommen gut verständlich bei uns an, per Equalizer optimiert man bei Bedarf noch einmal oder wählt direkt das Podcast-Preset aus. Beim Musikhören versumpft der Sound etwas und klingt verwaschen, für die Beschallung im Hintergrund, etwa während der Mittagspause ist das ausreichend.

Das Mikrofon liefert eine enttäuschende Performance ab: Kollegen attestieren uns eine rauschige und dumpfe Sprachqualität. Man ist zwar problemlos verständlich, wirklich klar klingt man aber nicht. Die Geräuschunterdrückung des Mikrofons kann man nicht anpassen. Bei etwas lauteren Kollegen im gleichen Büro kommen Stimmfetzen beim Mikrofon während des Meetings durch. Wer Doppelungen vermeiden möchte, klappt es besser hoch oder klickt auf den Stummschalt-Button der Software. Etwas nervig ist, dass das Mikrofon aus dem Stummschalten heraus ein bis zwei Sekunden braucht, bis es wieder anfängt, aufzunehmen.

Tragekomfort

On-Ear-Polster sind für uns nach wie vor, unabhängig vom Headset, auf Dauer einfach unbequem und erzeugen bereits nach etwa 15 Minuten unangenehme Druckstellen auf den Ohren. Wer damit kein Problem hat, bekommt hier die für On-Ear-Headsets typische, etwas lasche Polsterstärke. Das elastische Band unter dem Kopfbügel ist hingegen deutlich bequemer und verhindert Druckstellen auch bei längerem Tragen.

Das Headset ist größenverstellbar, sichtbare Markierungen fehlen aber, weswegen das gleichmäßige Anpassen beider Seiten nach Augenmaß erfolgen muss. Hier hätten wir uns kleine Einkerbungen oder aufgedruckte Striche gewünscht.

Akku

Mit aktiviertem ANC hält der Akku bis zu 25 Stunden pro Ladung durch, ohne ANC sind es bis zu 48 Stunden. Die Angaben können wir im Rahmen unseres Tests bestätigen. Das gilt allerdings für die volle Ladung. Wer den Akku schont und nur bis 80 Prozent lädt, hat dementsprechend weniger Einsatzzeit.

Geladen wird per inkludiertem USB-C-Kabel. Dank des Schnellladens bekommt man mit fünf Minuten am Strom bereits Kapazität für eine Stunde im Einsatz.

Preis

Das Logitech Zone Wireless 2 ES gibt es ab 143 Euro. Die Version mit inkludiertem USB-C-Dongle fängt bei 152 Euro an. Alle Farbvarianten beider Versionen haben wir in folgendem Widget zusammengetragen:

Fazit

Eigentlich bringt das Logitech Zone Wireless 2 ES auf dem Papier alles mit, was ein vernünftiges Business-Headset liefern sollte: eine unkomplizierte Einrichtung, die Verbindung via Bluetooth 5.3 oder wahlweise per USB-C-Dongle, inklusive Multipoint-Unterstützung sowie adaptives ANC mit Transparenzmodus. Leider enttäuscht das Headset in vielerlei Hinsicht. Den Sidetone haben wir bei unseren Testgeräten partout nicht aktivieren können, die Mikrofonqualität enttäuscht für den Preis von aktuell 145 Euro und auch das ANC filtert die Umgebungsgeräusche im Büro kaum heraus.

Unter diesen Umständen und zu diesem Preis fällt es schwer, eine Kaufempfehlung auszusprechen, da es günstigere Modelle mit einem ähnlichen Funktionsumfang gibt.



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