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Künstliche Intelligenz

Microsoft macht Passkeys zum Standard in Entra ID


Microsoft macht Passkeys zur Standard-Anmeldemethode in Entra ID. Ab dem 1. September 2026 führt das Unternehmen die Änderung schrittweise ein: Nutzer, die sich bislang per SMS oder Sprachanruf authentifizieren, werden dann automatisch für Passkeys freigeschaltet und bei der nächsten MFA-Anmeldung zur Registrierung aufgefordert. Microsoft empfiehlt Unternehmen, möglichst früh auf Passkeys oder andere Phishing-resistente Verfahren umzusteigen.

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Passkeys sind kryptografische Anmeldeschlüssel, die Passwörter ersetzen. Statt eines Kennworts authentifizieren sich Nutzer zum Beispiel per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN. Die Technik basiert auf den FIDO2- und WebAuthn-Standards und gilt als deutlich widerstandsfähiger gegen Phishing. Entra ID – früher Azure Active Directory – ist Microsofts Cloud-Dienst für Identitäts- und Zugriffsverwaltung.

Parallel baut Microsoft die Unterstützung für gerätegebundene und synchronisierte Passkeys aus und erweitert die Verwaltungsfunktionen für Administratoren. So sollen sich passwortlose Anmeldungen einfacher einführen und per Richtlinie steuern lassen.

Hintergrund ist nach Angaben des Unternehmens die wachsende Bedrohung durch KI-gestützte Phishing-Angriffe. Laut Microsoft erreichen solche Kampagnen Klickraten von bis zu 54 Prozent, während herkömmliche Phishing-Angriffe bei rund 12 Prozent liegen.

Im nächsten Schritt stellt Microsoft den eigenen SMS- und Sprachdienst für die Mehrfaktor-Authentifizierung ein. Ab dem 1. Februar 2027 werden diese Verfahren in Entra ID nicht mehr nativ angeboten. Unternehmen, die sie weiterhin benötigen, müssen dafür auf eigene Kosten einen Drittanbieter über den Microsoft Security Store einbinden.


(fo)



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Künstliche Intelligenz

Vorsicht, Kunde: Wenn smarte Geräte plötzlich dumm werden


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Smarte Lautsprecher, Fernseher, Staubsauger oder Wearables: Viele Alltagsgeräte sind heute auf Cloud-Dienste und regelmäßige Updates angewiesen. Fällt dieser digitale Unterbau weg, entfallen mitunter wesentliche Gerätefunktionen und die teuer erworbene Hardware verliert stark an Wert oder wird zu Elektroschrott.

Verbraucher sind dem aber nicht schutzlos ausgeliefert. Seit einer Gesetzesänderung gibt es klare Regeln für die Bereitstellung digitaler Dienste und deren Aktualisierung. Entscheidend ist aber auch, was beim Kauf vereinbart wurde.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

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Wer von einer Abschaltung betroffen ist, sollte sich zunächst an den Händler wenden. Er ist in der Regel der Vertragspartner und damit für Gewährleistungsansprüche zuständig. Eine zusätzliche Anfrage beim Hersteller kann trotzdem sinnvoll sein, etwa um zu klären, ob ein Dienst tatsächlich dauerhaft eingestellt wird oder nur vorübergehend ausfällt.

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) unterscheidet seit einer Reform ausdrücklich zwischen klassischen Waren und sogenannten Waren mit digitalen Elementen, also Geräten, die auf Software, Apps oder Cloud-Dienste angewiesen sind. Die relevanten Regelungen finden sich in den Paragrafen 475a bis 475e BGB. Danach gilt als Grundsatz eine dauerhafte Bereitstellungspflicht für digitale Inhalte.

Sofern vertraglich nichts anderes vereinbart ist, müssen digitale Dienste mindestens zwei Jahre ab Lieferung des Geräts funktionieren und Updates bereitgestellt werden, die auch die Sicherheit des Geräts gewährleisten. Da viele Geräte über mehrere Jahre im Handel erhältlich sind, ergibt sich für Hersteller und Händler in der Praxis jedoch ein deutlich längerer Support-Zeitraum, in dem sie die digitalen Dienste aufrechterhalten und beispielsweise Sicherheitsupdates anbieten müssen. Stellt ein Hersteller ein Produkt über mehrere Jahre her und verkauft es, muss er die Dienste für das zuletzt verkaufte Gerät noch zwei weitere Jahre aufrechterhalten. Kunden, die ein solches Gerät früh im Produktzyklus kaufen, profitieren also von einem längeren Support-Zeitraum.

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Damit ist allerdings nicht automatisch garantiert, dass jedes vernetzte Produkt über seine gesamte technische Lebensdauer sämtliche Cloud-Funktionen behält. Verbraucher sollten auf etwaige Klauseln in den Verkaufsbedingungen achten, denn Händler dürfen kürzere Bereitstellungszeiträume vertraglich vereinbaren. Gerade bei Schnäppchen oder Restpostenkäufen sollten Kunden sorgfältig prüfen, wie lange das Produkt bereits auf dem Markt ist, wie lange der Anbieter Updates zusagt und ob sich das Gerät ohne Cloud-Anbindung noch sinnvoll offline etwa mit anderer Hardware nutzen lässt.

Für bestimmte Gerätekategorien gelten über das BGB hinaus spezifische europäische Vorgaben. So schreibt die EU-Ökodesign-Verordnung für Smartphones und Tablets vor, dass Hersteller diese mindestens fünf Jahre nach dem Ende des Inverkehrbringens mit Updates versorgen müssen. Bei Smart-TVs sind es acht Jahre. Die Hersteller müssen die Zeiträume auf dem EU-Energielabel ausweisen und Verbraucher können sich darauf im Falle eines Falles berufen.

Hält der Hersteller seine Zusage nicht ein, kann sich der Käufer eines Geräts auf die vertraglich vereinbarte Bereitstellungspflicht berufen – sogar dann, wenn der Hersteller insolvent wird. Denn Vertragspartner ist rechtlich stets der Händler, nicht der Hersteller. Kann der Händler die vereinbarte Leistung nicht mehr erbringen, weil der Hersteller die Dienste eingestellt hat und keine Alternative möglich ist, spricht das BGB von der Unmöglichkeit der Leistung (§ 275 BGB). In diesem Fall haben Verbraucher Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufvertrags.



Die Hersteller von Smart-TVs müssen laut Ökodesign-Richtline noch mindestens acht Jahre lang nach Inverkehrbringen des letzten Exemplars eines bestimmten Produktmodells Firmware und Sicherheitsupdates für dieses Modell bereitstellen.

(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)

Funktioniert ein digitaler Dienst nicht mehr, obwohl der Hersteller die Bereitstellung noch schuldet, handelt es sich um einen Sachmangel. Der erste Schritt ist stets die schriftliche Beschwerde beim Händler, denn nur gegen ihn bestehen direkte rechtliche Ansprüche. Parallel dazu kann es sinnvoll sein, beim Hersteller nachzufragen, ob die Abschaltung tatsächlich endgültig ist oder ob technische Alternativen angeboten werden.

Im Rahmen der Gewährleistung haben Kunden zunächst das Recht auf Nacherfüllung, also auf Reparatur oder Ersatz. Bei abgeschalteten Cloud-Diensten ist die Nacherfüllung in der Regel sinnlos, wenn ein Ersatzgerät denselben Mangel hätte. In diesem Fall steht Verbrauchern der Rücktritt vom Kaufvertrag nach § 323 BGB offen: Das Gerät wird zurückgegeben, der Kaufpreis erstattet.

Technisch versierte Nutzer können zudem prüfen, ob es von der Community entwickelte alternative Software oder Workarounds gibt, mit denen sich die verlorenen Funktionen auch nach dem offiziellen Support-Ende erhalten lassen. Bei sicherheitskritischen Anwendungen wie Bezahlfunktionen per Smartwatch raten wir davon jedoch dringend ab.

In der aktuellen Folge des c’t-Verbraucherschutz-Podcast Vorsicht, Kunde! besprechen wir, wie Verbraucher ihre Rechte effektiv durchsetzen, falls der Hersteller smarte Funktionen einfach abschaltet.

Hier können Sie den c’t-Artikel zu dem im Podcast behandelten Streitfall nachlesen:

  • Der Fall Werner K.: Bose kastriert teure Lautsprecher

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(uk)





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Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500 im Test: stark an Hang und Kante


LiDAR, Allrad und ein eigener Randmähteller machen den Luba Mini 2 AWD 1500 vielseitig. Schwächen bleiben bei Schnittbreite, Randhöhe und Preis.

Der Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500 hebt sich deutlich vom kleineren 1000er-Modell ab – nicht nur in der Flächenleistung, sondern vor allem technisch. Während der 1000er auf NetRTK mit drei Kameras setzt, kombiniert der 1500er 360-Grad-LiDAR mit zwei Kameras. Der große Vorteil: Eine separate RTK-Antenne entfällt, und die Navigation fällt selbst unter Bäumen, entlang von Mauern oder in engen Passagen spürbar zuverlässiger aus als bei einer rein satellitenbasierten Positionierung. Neu hinzugekommen ist zudem eine zweite Randmähscheibe. Bewährt bleiben dagegen das kompakte Format und der Allradantrieb – Eigenschaften, die den Luba besonders für unebene, steile oder verwinkelte Gärten attraktiv machen.

Der Hersteller legt das Modell für Rasenflächen bis 1500 Quadratmeter aus – trotz des kleinen Chassis. Ob diese Rechnung aufgeht und wie sich das kleine Vierrad-Modell im Alltag schlägt, haben wir im Test überprüft.

Design und Verarbeitung

Optisch bleibt der Luba Mini 2 AWD 1500 der bisherigen Designsprache von Mammotion treu. Das flache Chassis, die vier weit außenstehenden Räder und die weiße Kunststoffverkleidung erinnern eher an ein kleines Geländefahrzeug oder einen Rennwagen als an einen klassischen Mähroboter. Wirklich klein ist das Modell trotz des Namens allerdings nicht. Mammotion nennt Abmessungen von rund 58 × 46 × 29 Zentimetern, das Gewicht beträgt stolze 17,2 Kilogramm. Damit lässt er sich noch tragen, angenehm leicht ist er aber nicht. Außerdem wirkt sich hohes Gewicht schnell auf die Grasnarbe aus – spätestens bei tiefem Rasen in Frühling oder Herbst.

Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500: LiDAR-Mähroboter mit Allradantrieb, 20 cm Schnittbreite und extra Mähscheibe für den Rand

Im Unterschied zum Luba Mini 2 AWD 1000 verfügt die Variante für 1500 Quadratmeter über einen oben sitzenden LiDAR-Sensor. Anders als beim nicht mehr erhältlichem Vorgänger Luba Mini AWD LiDAR arbeitet das neue Modell allerdings nicht mit einem Festkörper-LiDAR, sondern einem 360°-LiDAR. Der halbkugelförmige und von einem Metallkäfig geschützte Sensor ist ganz oben auf dem Mäher positioniert. Er erfasst die Umgebung rund um den Roboter. Die grundsätzliche Verarbeitung hinterlässt einen soliden Eindruck. Wie bei seinen Geschwistermodellen der Luba-Reihe machen aber auch hier die vorderen Schutzbleche über den Rädern Probleme, wenn der Roboter unter Büsche fahren soll – mehr dazu später. Das Gehäuse ist nach IPX6 geschützt.

Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500: Für eine präzise Navigation sorgt das 360°-LiDAR, das oben auf dem Gehäuse sitzt.

Auch beim Luba Mini 2 AWD gilt dem Namenszusatz AWD (All Wheel Drive) entsprechend: Alle vier Räder werden angetrieben. Das hilft nicht nur an Steigungen, von denen der Roboter laut Mammotion bis zu 80 Prozent oder 38,6 Grad bewältigt. Der Allradantrieb erhöht auch die Traktion auf unebenen Übergängen, in kleinen Mulden und schlecht befestigten Verbindungswegen. Auf einem ebenen Rechteckrasen bringt der aufwendige Allradantrieb hingegen wenig Mehrwert. Auch kleinere Hindernisse überwindet der Luba Mini 2 AWD 1500. Mammotion nennt für ihn eine vertikale Überfahrhöhe von bis zu 45 Millimetern. Eine 3,6 Zentimeter hohe Dachlatte überfuhr er im Test zwar, allerdings nur mit abgeschalteter Hinderniserkennung.

Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500: LiDAR-Mähroboter mit Allradantrieb, 20 cm Schnittbreite und extra Mähscheibe für den Rand

Aufgesetzt hat er dabei nicht – und das, obwohl sich unter dem Chassis eine weitere Besonderheit der zweiten Generation befindet: eine zusätzliche seitliche Mähscheibe mit 12 Zentimetern Durchmesser. Sie soll näher an Rasenkanten schneiden und ist fest auf 50 Millimeter Schnitthöhe eingestellt. Gegenüber dem ersten Luba Mini AWD 1500, der nur eine zentrale Mähscheibe besaß, ist das eine klare funktionale Erweiterung. Die zentrale Hauptscheibe besitzt wie zuvor eine Arbeitsbreite von 20 Zentimetern. Ihre Schnitthöhe lässt sich per App zwischen 20 und 65 Millimetern einstellen.

Inbetriebnahme und App

Der grundsätzliche Installationsaufwand ist deutlich geringer als bei einem Mähroboter mit Begrenzungskabel. Auch eine klassische RTK-Basisstation muss für den Luba Mini 2 AWD 1500 nicht montiert, ausgerichtet und mit freier Sicht zum Himmel platziert werden. Benötigt werden im Wesentlichen die Ladestation, eine Stromversorgung und die Mammotion-App. Anschließend wird die zu mähende Fläche digital erfasst.

Wenn eine Rasenfläche klar abgegrenzt ist, bringt die automatische Kartierung brauchbare Ergebnisse. Die manuelle Kartierung sollte man dennoch bevorzugen, weil damit präzisere Karten erzeugt werden können.

Für die erste Karte sollte der Roboter manuell entlang der Grundstücksgrenze geführt werden. Dabei dient das Smartphone im Querformat als Fernsteuerung mit zwei virtuellen Buttons. Die Steuerung ist damit einwandfrei dosierbar, sodass der Roboter millimetergenau gefahren werden kann. Mammotion bietet inzwischen alternativ eine automatische Kartierung an, die Karte lässt sich anschließend bearbeiten. Wie immer funktioniert das aber nur bei Gärten mit klaren Begrenzungen durch gut sichtbare Randsteine, Zäune oder Mäuerchen wirklich gut. Wir bevorzugen daher den manuellen Anlernvorgang, zumal Nutzer dem Roboter dann auch beibringen können, unter Büschen zu mähen. Bei der automatischen Kartierung hält der Roboter zu in die Mähfläche hängende Zweige Abstand.

Die Kartenfunktionen wurden seit der Markteinführung mehrfach erweitert. Mammotion hat etwa die Genauigkeit automatisch erfasster Grenzen verbessert und später eine Funktion zum gezielten Neuzeichnen einzelner Kartenabschnitte ergänzt. Inzwischen lassen sich außerdem getrennte Rasenflächen erfassen, selbst wenn der Roboter auf dem Weg dorthin kurz über ein nicht befahrbares Hindernis wie eine Stufe getragen werden muss. Auch während der manuellen Kartierung aufgezeichnete Wege lassen sich mittlerweile korrigieren. Über die Mammotion-App können Aufgaben geplant, gestartet, pausiert und beendet werden. Auch der Gerätestatus lässt sich aus der Ferne abrufen. Eine Liveansicht der Kameras ist ebenfalls möglich.

Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500: Die Mammotion-App zeigt auch den Livestream der Kamera.

Bis zu 20 getrennte Mähzonen können angelegt und dazwischen Verbindungswege definiert werden. Hindernisse wie Beete, Bäume, Teiche oder Spielbereiche können zusätzlich als feste oder temporäre Sperrzonen eingetragen werden. Für die Grenzen solcher Sperrzonen stehen inzwischen eigene Einstellungen für das Randmähen zur Verfügung. Die App bietet darüber hinaus Zeitpläne, unterschiedliche Mähaufgaben, die Einstellung der Schnitthöhe und die Wahl verschiedener Fahrmuster. So kann der Roboter parallel verlaufende Bahnen mähen und seine Ausrichtung innerhalb der Fläche automatisch zur Verminderung von Fahrspuren verändern. Praktisch ist die automatische Nutzung der effektivsten Mährichtung, bei der der Roboter selbst entscheidet, wie er die Bahnen setzt. Auch dekorative Muster lassen sich anlegen, auch wenn es sich dabei eher um eine Spielerei handelt.

Praktisch ist DropMow. Dabei wird der Luba in einem Bereich abgesetzt, den er einmalig bearbeiten soll. Dafür muss nicht zwingend eine dauerhafte Karte gespeichert werden. Das kann bei einer nur gelegentlich gemähten Nebenfläche sinnvoll sein. Dank Firmware-Update fährt der Roboter bei DropMow inzwischen außerdem zwei Runden entlang des Randes.

Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500: Die Mammotion-App bietet sehr viele nützliche Einstellungsmöglichkeiten.

Die Vielzahl der Einstellmöglichkeiten ist zugleich Stärke und Schwäche. Wer nur eine rechteckige Rasenfläche automatisch mähen lassen möchte, wird einen beträchtlichen Teil davon nie benötigen. Die App verlangt entsprechend etwas Einarbeitung.

Zur Kommunikation stehen WLAN, Bluetooth und 4G zur Verfügung. Mammotion liefert das 4G-Modul mit drei Jahren Datennutzung. Damit lassen sich Status und Aufgaben auch aus der Ferne kontrollieren. Für Home Assistant gibt es derzeit keine offizielle Integration von Mammotion. Es existiert jedoch ein aktiv entwickeltes Community-Projekt, das über HACS installiert werden kann. Unterstützt werden unter anderem Start, Stopp, Pause, Rückkehr zur Ladestation, Akkustand, Betriebsstatus und das Starten vorhandener Mähaufgaben. Der Entwickler kennzeichnet die Integration ausdrücklich als noch nicht abgeschlossen und es wird ein zweiter, ebenfalls kostenfreier Mammotion-Account benötigt.

Mit einer Community-Integration lässt sich der Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500 auch unter Home Assistant steuern.

Navigation und Hindernisvermeidung

Beim Luba Mini 2 AWD 1500 ist die Navigation eine der wichtigsten Neuerungen. Der Vorgänger kombinierte NetRTK mit mehreren Kameras. Das neue Modell nutzt einen LiDAR-Sensor mit 360-Grad-Sicht zusammen mit zwei Kameras. Mammotion nennt für den LiDAR eine Reichweite von ungefähr 60 Metern und eine Erfassung von 200.000 Messpunkten pro Sekunde. Damit sind theoretisch Flächen von fast 120 × 120 Meter mähbar, sofern am Rand Orientierungspunkte zu finden sind.

Bei der Navigation schneidet der Luba Mini 2 AWD 1500 sehr gut ab. Besonders in engen Bereichen fährt er exakt und sauber. Auch bei schmalen Verbindungswegen und beim Wechsel über befestigte Abschnitte arbeitet die Navigation präzise. Engstellen von 70 cm passierte das Testgerät problemlos. Der praktische Vorteil von LiDAR zeigt sich primär dort, wo Satellitennavigation ungünstige Bedingungen vorfindet. Große Baumkronen, nahe Hauswände und schmale Korridore sind für einen Sensor, der seine Umgebung direkt vermisst, grundsätzlich weniger problematisch als für ein System, das für seine präzise Position stark auf Satellitensignale angewiesen ist. Genau für solche komplexeren Gärten ist die 1500er Variante interessant.

Das Kamerasystem des 1500er-Modells hilft hauptsächlich bei der Einordnung von Hindernissen. Mammotion spricht von mehr als 300 erkennbaren stationären oder beweglichen Objekten. Im Test arbeitete die Hindernisvermeidung insgesamt zuverlässig und schnell und gehört klar zu den Stärken des Roboters. Kleine Gegenstände und ungewöhnliche Formen bleiben trotzdem eine Herausforderung für jeden Mähroboter. Entsprechend sollten diese nicht in der Dämmerung oder bei Nacht fahren, da die kamerabasierte Hinderniserkennung mangels Licht dann zwangsläufig weiter verschlechtert wird.

Mähleistung im Alltag

Beim eigentlichen Mähen arbeitet der Luba Mini 2 AWD 1500 systematisch in geordneten Bahnen. Im Alltag entsteht ein gleichmäßiges Schnittbild. Das Gras wird sauber gekürzt und die Bahnen liegen ordentlich parallel nebeneinander. Die zentrale Mähscheibe lässt sich zwischen 20 und 65 Millimetern einstellen. Die Arbeitsbreite beträgt auf der Fläche allerdings nur 20 Zentimeter. Für einen Roboter, der nominell bis zu 1500 Quadratmeter bearbeiten soll, ist das nicht viel und er benötigt für die gleiche Fläche doppelt so lange wie seine größeren Geschwister der Luba-3-Reihe mit 40-cm-Schnittbreite.

Auch die kompakten Minis kämpfen mit ihrem vergleichsweise hohen Eigengewicht. Auf festem, dichtem Rasen halten sich die Spuren zwar in Grenzen, und im Sommer sind daraus keine nennenswerten Schäden an der Grasnarbe zu befürchten. Anders sieht es jedoch in den feuchteren Jahreszeiten aus: Bei anhaltendem Regen im Frühjahr oder Herbst kann der Allradantrieb in Kombination mit dem hohen Gewicht problematisch werden – vor allem in engen Wendemanövern oder an Rasenkanten, wo die Grasnarbe dann leichter aufgerissen wird – erst recht im steilen Gelände.

Und ein weiteres Problem gibt es beim Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500. Wie auch seine Geschwistermodelle der Luba-Reihe verfügt er über Schutzbleche über den Vorderrädern. Schickt man den Roboter regelmäßig unter Büsche, klemmen sich immer mal wieder Zweige zwischen Chassis und Schutzblech ein. Das führt im Extremfall dazu, dass der Roboter nicht mehr unter den Büschen hervorkommt, weil er sich durch die Vorwärtsfahrt vorn an den Ästen anhebt. Das erkennt er anhand seiner Lagesensoren und stoppt die Fahrt.

Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500: Die Mammotion-App bietet Zeitpläne, detaillierte Mähprotokolle und viele nützliche Einstellungsmöglichkeiten.

Auf freiem Rasen hinterlässt der Mini keine Spuren, und auch in verwinkelten Gärten macht er eine gute Figur. Zwischen Beeten, durch enge Passagen oder auf kleinen Flächen braucht er weniger Wenderaum als die großen Lubas. Sein Pluspunkt: die separate Randmähscheibe auf der rechten Seite – ein Feature, das die großen Modelle nicht haben. Sie rückt die Schnittkante näher an Begrenzungen heran; Mammotion gibt hier 5 bis 5,5 Zentimeter Abstand zur Wand an, was im Test weitgehend bestätigt werden konnte. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber zentralen Mähwerken. Doch ganz rund läuft es auch bei den Minis nicht: In Ecken und an bestimmten Hindernissen bleiben Grasreste stehen, die perfektionistische Gartenbesitzer theoretisch per Hand korrigieren müssten. Zudem ärgert die starre Schnitthöhe der Seitenmähscheibe – sie ist fest auf 50 Millimeter eingestellt. Wer das Hauptmähwerk niedriger wählt, muss entlang der Kante zwangsläufig mit einem störenden Höhenversatz leben.

Damit die Randmähscheibe zufriedenstellend arbeiten kann, muss der Luba natürlich möglichst nahe an den Rand fahren. Wenn Büsche in die Rasenfläche ragen, tut er dies standardmäßig jedoch nicht, weil bei aktivierter Hinderniserkennung diese umfahren werden. Mit dem Ergebnis, dass Rasen unter Ästen und Büschen nicht gemäht wird. Damit ihm das gelingt, deaktiviert man entweder die Hinderniserkennung oder konfiguriert den entsprechenden Bereich unter Kartenbearbeitung – Erstellen mit „Hindernisfreie Zone“. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, eine zusätzliche Aufgabe einzurichten, bei der der Luba nur den Rand bei ausgeschalteter Hinderniserkennung mäht, während beim normalen Mähvorgang diese aus Sicherheitsgründen eingeschaltet bleibt. Die Einstellung ist in der App etwas versteckt und findet sich unter Mähmuster – Nur Perimeter.

Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500: Den Akku können Anwender selbst tauschen.

Akku und Mähgeschwindigkeit

Im Luba Mini 2 AWD 1500 steckt ein austauschbarer Akku mit 131,76 Wh (6,1 Ah x 21,6 V). Mammotion gibt eine maximale Mähfläche von bis zu 500 Quadratmetern pro Ladung an, die angegebene Betriebsdauer liegt bei 150 Minuten. Für eine vollständige Ladung werden ebenfalls etwa 150 Minuten genannt. Gegenüber dem ursprünglichen Luba Mini AWD 1500 hat Mammotion die offiziellen Leistungsdaten damit deutlich verbessert. Für den Vorgänger wurden 350 Quadratmeter pro Ladung und 200 Minuten Ladezeit genannt. Beim neuen Modell steigt die angegebene Flächenleistung also, während die Ladepause kürzer ausfällt.

Im Alltag schafft der Roboter je nach Garten und eingestellter Geschwindigkeit eher 350 bis 400 m² mit einer Akkuladung und benötigt dafür etwa zwei bis 2,5 Stunden. Danach lädt er nach, wobei die Ladedauer von der anschließend noch zu mähenden Fläche abhängig ist. Die angegebenen 1500 Quadratmeter sind an einem Tag grundsätzlich machbar, erfordern aber mehrere Ladepausen und eine vergleichsweise einfache Rasengeometrie.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500 beträgt in Deutschland 1899 Euro. Mammotion selbst bietet das Modell derzeit bereits reduziert für 1599 Euro an. Mit dem Code MAMMOTIONDE50, den man an der Kasse eingibt, spart man 50 Euro. Ein Ersatzakku kostet 219 Euro.

Fazit

Der Mammotion Luba Mini 2 AWD 1500 ist primär für Gärten interessant, bei denen ein einfacher Mähroboter wegen steiler Steigung oder dichtem Baumbewuchs an seine (RTK)-Grenzen kommt. Der Allradantrieb sorgt für viel Traktion auf Steigungen und unebenem Untergrund. Die Navigation funktioniert dank LiDAR ohne separate RTK-Antenne und ist sehr präzise. Die Dualkamera ergänzt das System dabei erfolgreich bei der Hinderniserkennung und positiv wirkt sich beim ohnehin guten Schnittbild zudem das zusätzliche Randschnittwerk aus. Diese Kombination aus Beweglichkeit und weitgehend störungsfreier Navigation samt toller App ist die größte Stärke des Modells.

Wegen der eher schmalen Schnittbreite ist der Luba Mini 2 AWD 1500 aber besser auf kleinen und mittleren als auf sehr großen Grundstücken aufgehoben – er benötigt einfach spürbar länger für die Fläche als etwa ein Luba 3 1500 (Testbericht). Außerdem ist der Preis im Vergleich zur Konkurrenz eher hoch angesetzt. Der Mini 2 1500 lohnt sich daher in erster Linie, wenn seine Fähigkeiten auch wirklich gefordert werden. Ansonsten gibt es günstigere, wenn auch nicht unbedingt bessere Alternativen.



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Digitale Obsessionen: „Fiasko“ seziert die Online-Gegenwart


Seine Figuren formulieren ihre Einsamkeit als gesellschaftliche Anklage: Ein junger Mann inszeniert sich als Frauenversteher, um nach mehreren Zurückweisungen („lieber bloß Freunde“) schließlich seine sexuelle Erfolglosigkeit wütend den Frauen anzulasten („Der Feminist“). Eine unglücklich Verliebte steigert sich in zerstörerische Obsession („Pics“), ein schwuler Mann plagt sich mit sexuell-sadistischen Fantasien („Ahegao“), und ein Erfolgshungriger zieht seine Partnerin in seinen Optimierungswahn hinein („Unsere Zukunft wird dope“).

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Die Figuren in Tulathimuttes jetzt auf Deutsch erschienen Buch sind durchgängig einsam, selbstbezogen und überzeugt davon, dass ihnen die Welt etwas schuldet. Wiederkehrende Motive wie die Incel- oder Nice-Guy-Szene formen über die einzelnen Erzählungen hinweg eine düstere Gesellschaft im Digitalzeitalter. Dabei geht es um die Abgründe der Online-Verlierer, aber auch um die der sich moralisch überhebenden Beobachter.

Die eigentliche Kunst in „Fiasko“ liegt in der Beweglichkeit der Sprache. Präzise bildet Tulathimutte den Ton von Dating-Apps, Gruppenchats, Reddit-Posts und ideologischen Online-Debatten nach.

Als etwa der Streit in einer Chatgruppe eskaliert, schreibt eine der Frauen: „nur gute vibes in diesem space hier pls, ich spiel ja hier nicht gern die mimose aber dieser konflikt ist nicht so geil für meine psyche tbh“. Oder wenn der Selbstoptimierer seine Freundin gaslightet: „Alles, was ich sage und tue, ist ja SO schlimm, und ich hab noch NIE irgendwas Gutes für dich getan und du hattest im Leben noch NIE unrecht, ICH bin schuld, dass du den ganzen Tag auf der Poperze sitzt und Däumchen drehst, Gott, was bin ich nur für ein Opp.“

„Fiasko“ ist nicht für jede Stimmung und jedes Publikum geeignet: Die sexuellen Fantasien und Erniedrigungen können abstoßend wirken. Doch gerade diese Übertreibungen sind eminent für den satirischen Charakter. Das Buch zwingt, zwischen Abscheu, Schadenfreude und Mitgefühl zu wechseln.


(mho)



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