Künstliche Intelligenz
KI-Kameras vor dem Abgrund und löchrige Cloud – die Fotonews der Woche 9/26
Wenn eine Technologie plötzlich für viele Menschen zugänglich wird, wittern Manager das große Geld. Aktuell sind die Zauberwörter in den Chefetagen der Fotobranche ganz offensichtlich „Generative KI“. Doch während die Tech-Bros in ihren kalifornischen oder asiatischen Konferenzräumen klatschen, braut sich an der Basis ein gewaltiger Sturm zusammen.
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(Bild: heise )
Der Fluch der KI-Kamera
Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der erste Mainstream-Kamerahersteller generative KI direkt in seine Gehäuse presst. Doch wie ein aktueller und sehr pointierter Kommentar bei PetaPixel warnt: Wer das als Erster macht, wird es bitter bereuen. Die Vorboten dieses Desasters sind bereits da. Nehmen wir Caira (früher bekannt als Alice Camera): Deren Integration von Googles „Nano Banana“ in eine Micro-Four-Thirds-Kamera erntete in der Community eine Mischung aus Ekel und Verachtung. Die Angst, dass eine ganze Generation nur noch „gefälschte Erinnerungen“ produziert, sitzt tief.
Auch Profoto musste kürzlich lernen, dass man Fotografen nicht ungefragt KI als die „Zukunft der Beleuchtung“ verkaufen kann, ohne einen massiven Shitstorm zu ernten. Ein treffender Instagram-Kommentar fasste die Stimmung der Fotografen zusammen: „Der Wald schrumpfte, aber die Bäume stimmten weiter für die Axt. Denn die Axt war schlau und überzeugte die Bäume, dass sie einer von ihnen sei, weil ihr Stiel aus Holz war.“ Die Arroganz der Hersteller, die glauben, sie wüssten es besser als ihre eigene zahlende Kundschaft, könnte sich bald rächen. Echte Fotografen hassen es, wenn ihr Handwerk durch Algorithmen entwertet wird.
Wenn die KI-Firma deine Fotos mit der ganzen Welt teilt
Dass das blinde Vertrauen in den KI-Hype nicht nur künstlerisch, sondern auch sicherheitstechnisch ein Albtraum sein kann, zeigt ein massiver Daten-Leak. Die Android-App „Video AI Art Generator & Maker“, die mit cineastischen KI-Makeovers für Fotos und Videos lockte, hat mal eben 1,5 Millionen nutzergenerierte Bilder und über 385.000 Videos ins offene Netz geblasen.
Wie die Sicherheitsforscher von Cybernews herausfanden, lag das Problem bei einem völlig falsch konfigurierten Google Cloud Storage Bucket. Keine Authentifizierung, kein Passwort – einfach ein offener Container mit 12 Terabyte an sensiblen Daten, darunter auch Millionen von KI-generierten Dateien. Die App, die dem türkischen Unternehmen Codeway Dijital Hizmetler zugeschrieben wird, ist ein klassisches Beispiel für „Move fast and break things“. Um das Produkt schnell auf den Markt zu werfen, wurden grundlegende Sicherheitsvorkehrungen ignoriert. Erschreckend: Laut den Forschern weisen rund 72 Prozent der analysierten KI-Apps im Google Play Store ähnliche Schwachstellen auf. Wer also sein Gesicht von einer billigen KI-App aufhübschen lässt, sollte sich nicht wundern, wenn das Originalbild bald eine eigene Karriere im Darknet startet. Übrigens: Smartphone-Hersteller nutzen schon seit vielen Jahren KI, um Bilder ab Werk aufzuhübschen
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KI und die Fotokarriere 2026
Trotz aller Widerstände und Sicherheitslücken: Die Technologie ist da und sie verändert die Branche rasant. Wie DIY Photography in dieser Woche treffend analysiert, baut KI im Jahr 2026 die Karrieren von Fotografen massiv um. Die Frage ist längst nicht mehr, ob die Algorithmen kommen, sondern wie wir als Fotografen damit umgehen, ohne unsere Seele (und die Daten unserer Kunden) an den erstbesten Cloud-Server zu verkaufen.
Vielleicht ist der beste Weg, sich als Fotograf im Jahr 2026 zu positionieren, genau jener: echte Bilder, echtes Licht und Festplatten, die nicht ungeschützt im Internet hängen. In diesem Sinne: Gut Licht und sichere Passwörter!
Podcast-Empfehlung
Vom klobigen Nerd-Gadget zum stylischen Accessoire: Smarte Brillen wie die neue Ray-Ban Meta erobern unseren Alltag und versprechen die nahtlose Verbindung von Mode und Technik. Ein Fingertipp genügt, um den perfekten Urlaubsmoment freihändig festzuhalten, das Konzert aus der Ego-Perspektive zu filmen oder sich Straßenschilder übersetzen zu lassen. Doch wie gut ist die fotografische Qualität der unauffälligen Mini-Kameras wirklich – und können sie das Smartphone ersetzen? Gleichzeitig wirft die Technik drängende Fragen auf: Wo verläuft die schmale Grenze zwischen praktischem Lifestyle-Tool und rechtlich heikler Spionagekamera?
In der aktuellen Folge des c’t Fotografie-Podcasts „Click Boom Flash“ nimmt Redakteur Nico Jurran die aktuelle Generation der Smartglasses kritisch unter die Lupe. Erfahren Sie, für wen sich die Anschaffung fotografisch lohnt, warum die Brillen in manchen Ländern sogar den Zoll auf den Plan rufen und ob die tragbaren Kameras bald endgültig den Massenmarkt erobern.
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(tho)
Künstliche Intelligenz
Elektro-SUVs und Hybride im Vergleich: Das kosten BMW iX3 und Mercedes-Benz GLC
Die Zulassungsstatistik ist eindeutig: Im Prestige-Duell der Premium-Mittelklasse-SUVs hat Mercedes-Benz seinen Mitbewerber BMW klar abgehängt. Mit dem neuen iX3 wollen die Münchener das Blatt aber wenden. Das markentypisch sportlich getrimmte Elektro-SUV trifft auf den ebenfalls rein elektrisch angetriebenen GLC EQ, der eine auf Komfort und Gediegenheit orientierte Kundschaft ansprechen soll. Einiges dürfte aber von den Unterhaltskosten abhängen, die wir für beide Elektroautos und die weiterhin erhältlichen Plug-in-Hybride analysiert haben.
In den vergangenen Jahren war das Ergebnis zumindest in Deutschland eindeutig: Zwischen 2020 und 2025 konnte Mercedes fast 207.000 Erstzulassungen für den GLC verzeichnen, bei BMW reichte es für rund 153.000. Ob sich daran etwas ändert, dürfte auch von der Preisgestaltung abhängen. Die Mitte April 2026 einzigen beiden erhältlichen Varianten schlagen mit 70.900 Euro (BMW iX3 50 xDrive) und 71.281 Euro (Mercedes-Benz GLC 400 4Matic) zu Buche. Auch wenn Mercedes den ersten Nachlass schon im Konfigurator einräumt: Das ist viel Geld für SUVs der 4,8-Meter-Klasse, allerdings handelt es sich auch um die – vorläufigen – Topvarianten. Mit dem iX3 40 hat BMW für 63.400 Euro hat BMW bereits eine günstigere Konfiguration konkret angekündigt, bei Mercedes fehlt eine solche noch.

- BMW bietet Wartungspakete an, die vor finanziellen Überraschungen bewahren können. Ob sie sich lohnen, hängt vom Einzelfall ab.
- Beim Wertverlust gibt es keinen klaren Gewinner, die beiden Elektro-SUVs landen nicht immer vorn.
- Ist Leasing eine Option, lässt sich damit im Fall zweier Plug-in-Hybride unter Umständen viel Geld sparen.
Entsprechend beschränken wir uns im Kostenvergleich auf die Topmodelle der beiden Elektroautos. Ihnen stellen wir insgesamt drei Plug-in-Hybride (PHEV) gegenüber: den BMW X3 30e xDrive (66.900 Euro) sowie die beiden Mercedes-SUVs GLC 300 e (68.889,10 Euro) und GLC 300 de (70.436,10 Euro). Die Besonderheit des 300 de: Mercedes bietet mit ihm weiterhin einen PHEV an, in dem ein Dieselmotor als Verbrenner dient. Ein Konzept, von dem sich andere Hersteller, die das jemals anboten, wieder verabschiedet haben und das Auswirkungen auf die Unterhaltskosten hat. Für diese greifen wir unter anderem auf die Ausgaben für Kfz-Versicherung und -steuern, Wartung und Verschleiß, Fahrenergie sowie den Wertverlust zurück. Als Ausgangspunkt dienen dabei vier Szenarien mit drei und fünf Jahren Laufzeit sowie 10.000 und 15.000 km pro Jahr.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Elektro-SUVs und Hybride im Vergleich: Das kosten BMW iX3 und Mercedes-Benz GLC“.
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Durch Werbung: AfD-Abgeordnete machten mit Bundestagsreden bei YouTube Kasse
Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (CSU) kritisiert die offenbar wieder eingestellte Praxis von AfD-Bundestagsabgeordneten, mit der Veröffentlichung von Bundestagsreden bei YouTube Werbeeinnahmen zu generieren. „Als Vorsitzende der Rechtsstellungskommission und Abgeordnete halte ich es für problematisch und unzulässig, wenn Abgeordnete mit der Veröffentlichung von Plenarreden auf Social-Media-Kanälen Einnahmen aus Werbung erzielen“, sagte sie der Welt und dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Mit der Abgeordnetenentschädigung seien alle mandatsbezogenen Tätigkeiten abdeckt. Dies habe der Gesetzgeber auch so geregelt.
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Lindholz fügte hinzu: „Aus meiner Sicht ist es vollkommen klar, dass für Plenarreden keine zusätzlichen Einkünfte erzielt werden dürfen. Dieser Auffassung, die die Fraktionen teilen, hat sich auch die AfD angeschlossen und wird in Zukunft keine Monetarisierung von Social-Media-Beiträgen mit parlamentarischem Bezug vornehmen.“
AfD verfolgt Praxis nicht weiter
Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Stephan Brandner, hatte nach einer Sitzung der Rechtstellungskommission des Bundestags-Ältestenrates eine Stellungnahme abgegeben, die dem RND (Paywall) vorliegt. Darin heißt es, die AfD-Bundestagsfraktion schließe sich „aus Gründen der Praktikabilität der Auffassung an, dass eine Monetarisierung von Beiträgen mit parlamentarischem Bezug durch Mitglieder des Bundestages auf Social-Media-Kanälen nicht erfolgt. Die bisherigen Fälle unserer Fraktion sind nach unserer Einschätzung inzwischen sämtlich erledigt; eine Monetarisierung findet in keinem Falle (mehr) statt.“
Aus AfD-Kreisen hieß es laut RND, es habe sich nur um „zwei oder drei“ Abgeordnete gehandelt, darunter Brandner selbst. Die Beträge seien von den Abgeordneten zurückerstattet worden. Der Welt sagte ein Sprecher der AfD-Fraktion: „Der Fraktion waren entsprechende Praktiken nicht bekannt, da die Verantwortung für die Veröffentlichung von Videos auf den Kanälen der Abgeordneten nicht in der Zuständigkeit der Fraktion liegt. Die AfD-Fraktion rät ihren Mitgliedern, politische Videos nicht zu monetarisieren.“
Geld an Bundestagsverwaltung gezahlt
Brandner selbst kündigte in der Zeitung Junge Freiheit an, sämtliche Einnahmen, die er mit seinem YouTube-Account verdiente, an die Bundestagsverwaltung zurückzuzahlen. Die Monetarisierung seines Accounts habe 2024 begonnen. Insgesamt geht es Medium zufolge um rund 15.000 Euro. „Den konkreten Betrag hatte ich als Rücklage für Rechtsstreitigkeiten zur Verteidigung der Meinungsfreiheit vorgesehen. Meine Kosten in dem Zusammenhang gehen in den hohen fünfstelligen Bereich“, betonte Brandner.
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Brandner sagte, nachdem er die Einkünfte der Bundestagsverwaltung gemeldet habe, möglicherweise verspätet, habe die Bundestagsverwaltung nach der genauen Bezeichnung der Tätigkeit gefragt und anschließend mögliche Verstöße gegen das Abgeordnetengesetz zur Sprache gebracht. Das habe er zum Anlass genommen, den Sachverhalt in der Rechtsstellungskommission des Parlaments nach seiner Erinnerung zweimal zu thematisieren. Rückblickend sagte Brandner, „die Zweifel, die ich nun nachträglich habe, hätten bereits vorher bei mir vorhanden sein sollen“.
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(afl)
Künstliche Intelligenz
Autark im Ernstfall: Kurbelgeneratoren als Alternative zum Kurbelradio
Ergibt es wirklich Sinn, für den Fall eines Stromausfalls ein Kurbelradio zu kaufen, oder ist der Muskelkater im Krisenfall vergebens? Zwar empfiehlt der Bund, ein vom Stromnetz unabhängiges Radio für den Krisenfall bereitzuhalten, doch in unserem Vergleichstest von sieben aktuellen Notfallradios erwiesen sich die kleinen, ausklappbaren Kurbeln größtenteils als enttäuschend schwach. Das Drehen war bereits nach wenigen Minuten sehr anstrengend und lieferte oft nur Strom für weit weniger als eine Stunde UKW-Betrieb.
Bei Online-Händlern gibt es vielversprechende Alternativen: Die dort erhältlichen Kurbelgeneratoren (teils mit eingebauter Powerbank) sind oft etwas größer und versprechen stabile Kurbeln, die statt eines Krampfs im Arm ordentlich Leistung liefern. Wer ein entladenes Radio über USB anschließt, kann es deutlich länger wieder zum Leben erwecken – so zumindest die Idee. In diesem Artikel überprüfen wir, ob die Kombination aus einem Kurbelgenerator und einem handelsüblichen, kleinen Radio im Ernstfall wirklich stundenlangen Empfang ermöglicht.
- Taugen Kurbelradios im Stromausfall wirklich – oder gibt es bessere Lösungen als die mühsamen Mini-Kurbeln?
- Wir prüfen, ob größere Handkurbelgeneratoren ein entladenes Radio länger und zuverlässiger mit Strom versorgen können.
- Der Test vergleicht drei Geräte in unterschiedlichen Größen und Preisklassen und bewertet auch Zusatzfunktionen wie die einer Nottaschenlampe.
Es treten an: die Powerbank „Captok Portable Generator 22.5 Ah“, das winzige „Babominimer USB Handkurbel Ladegerät“ ohne eigenen Akku sowie das „Hand Cranked Power Supply XY-201L-1“ mit einem 15-Ah-Akku. Im Test untersuchen wir außerdem die übrigen Fähigkeiten der „Kurbelkisten“, darunter die gemessene Akku-Kapazität und ihre Tauglichkeit als Nottaschenlampe.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Autark im Ernstfall: Kurbelgeneratoren als Alternative zum Kurbelradio“.
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