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Künstliche Intelligenz

Mittwoch: Milliarden-Investitionen in Ookla-Übernahme sowie Pinterest-Aktien


Accenture übernimmt mit Ookla einen Spezialisten für Netzwerkanalyse und -intelligenz, der vorrangig für seine Dienste Speedtest und Downdetector bekannt ist. Mit dem Kauf der Connectivity-Sparte des Medienhauses Ziff Davis setzt der IT-Dienstleister seine strategische Expansion fort und erweitert das eigene Portfolio. Noch keine Übernahme, aber eine stärkere Beteiligung ist, dass der Hedgefonds Elliott seinen Anteil an Pinterest vergrößert. Damit wird Elliott zum größten Aktionär der Online-Pinnwand. Pinterest will das Kapital für den milliardenschweren Rückkauf von Aktien verwenden, was diese sofort beflügelt. Derweil hat Google angekündigt, den eigenen Webbrowser ab September zweiwöchentlich durch neue Versionen zu aktualisieren. Chrome soll dadurch schneller Leistungsverbesserungen und neue Funktionen bekommen. Auch Fehler sollen damit zügiger behoben werden. Bislang gibt es alle vier Wochen neue Chrome-Versionen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Der IT-Dienstleister Accenture übernimmt Ookla, einen Spezialisten für Netzwerkanalyse und -intelligenz, und zahlt dafür dem US-amerikanischen Medienunternehmen Ziff Davis 1,2 Milliarden US-Dollar in bar. Ookla, mit Hauptsitz in Seattle, betreibt Marken wie Speedtest, Downdetector, Ekahau und RootMetrics und bietet Dienstleistungen wie Netzwerkoptimierung und Störungserkennung für Festnetz-, Mobilfunk- und WLAN-Netze an. Der weltweite 5G-Ausbau und die gestiegene Bandbreitennachfrage sorgten zuletzt für gute Geschäftszahlen. Ookla gehört zur Connectivity-Sparte von Ziff Davis, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 231 Millionen US-Dollar erwirtschaftete. Das entspricht etwa 16 Prozent des Gesamtumsatzes von Ziff Davis: Accenture übernimmt Netzwerkanalyse-Spezialisten Ookla in Milliarden-Deal.

Nicht ganz so viel lässt sich der aktivistische Investor Elliott den Kauf von Pinterest-Aktien kosten, nämlich nur eine Milliarde Dollar. Doch damit wird der Hedgefonds zum größten Aktionär der Social-Media-Plattform. Mit dem frischen Kapital soll nach Angaben von Pinterest ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar finanziert werden. Das entspricht fast einem Drittel der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Der schwächelnde Aktienkurs von Pinterest verzeichnete nach Bekanntwerden der Pläne starke Kursgewinne. Elliott hielt bereits eine 4,8-prozentige Beteiligung an Pinterest im Wert von gut 725 Millionen US-Dollar. Doch jetzt zahlt Investor Elliott eine Milliarde US-Dollar für Pinterest.

Kostenlos ist dagegen Chrome, aber trotzdem wird Google neue Versionen seines Webbrowsers ab September öfter herausgeben. Bislang erscheint Chrome alle vier Wochen in einer neuen Version, dieser Zyklus wird künftig auf zwei Wochen reduziert. Dadurch soll der Browser schneller neue Funktionen sowie Fehlerkorrekturen erhalten und auch die Leistung soll in kürzeren Abständen verbessert werden. Der neue Versionszyklus betrifft Chrome für PCs, Android sowie iOS und beginnt mit der Version 153 von Chrome, die für den 8. September 2026 geplant ist. Zunächst ausgenommen von diesem kürzeren Versionszyklus sind die Enterprise-Version von Chrome mit erweiterter Stabilität für den Einsatz in Unternehmen sowie Chromebooks: Google verkürzt Versionszyklus des Chrome-Browsers von vier auf zwei Wochen.

Amazon hat bestätigt, dass die Störungen bei der Cloud-Tochter AWS auf Drohneneinschläge zurückgehen. Gleich zwei verschiedene Rechenzentren in den Vereinigten Arabischen Emiraten seien direkt von Drohnen getroffen worden, teilte der Konzern mit. Eine weitere Anlage in Bahrain sei durch einen Drohneneinschlag in der Nähe beeinträchtigt worden. Die Treffer hätten „strukturelle Schäden“ zur Folge, zudem sei die Stromversorgung beeinträchtigt. Die Bekämpfung von Bränden habe teilweise Wasserschäden nach sich gezogen. Zwar arbeite man daran, die volle Verfügbarkeit der Technik schnellstmöglich wiederherzustellen, doch „angesichts der physischen Schäden“ wird die Reparatur dauern: Zwei AWS-Rechenzentren direkt von Drohnen getroffen.

Erfolgreicher Jungfernflug für Dart AE: Das Hyperschallflugzeug des australischen Luft- und Raumfahrtunternehmens Hypersonix Launch Systems hat seinen ersten Flug absolviert. Dabei erreichte Dart mehr als fünffache Schallgeschwindigkeit. Eine Trägerrakete brachte das Fluggerät in die obere Atmosphäre und setzte es dort aus. Dort startete Dart sein Scramjet-Triebwerk und flog dann aus eigener Kraft mit einer Geschwindigkeit von mehr als Mach 5 weiter, bevor das Fluggerät in den Atlantik stürzte. Das Besondere an Dart ist, dass sowohl das Fluggerät selbst als auch das Triebwerk mit 3D-Druckverfahren aufgebaut werden. Das Triebwerk ist wiederverwendbar und wird mit Wasserstoff betrieben: 3D-gedrucktes Fluggerät Dart fliegt Hyperschallgeschwindigkeit.

Auch noch wichtig:

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(fds)



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Durststrecke: Neue Desktop-Prozessoren kommen erst 2027


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Wer auf die nächste Desktop-Prozessorgeneration wartet, muss sich wahrscheinlich noch eine Weile gedulden. Auf der IT-Messe Computex sprechen alle Quellen hinter vorgehaltener Hand von Vorstellungen frühestens Anfang 2027. Am Veranstaltungsort Taipeh tummeln sich derzeit alle relevanten Hersteller für Mainboards, Kühler, Arbeitsspeicher und andere Komponenten.

Dieses Jahr ist demnach bestenfalls mit Teasern und Ankündigungen zu rechnen, von einem tatsächlichen Lieferstart gehen Hersteller aber nicht mehr aus. Das betrifft AMDs Zen 6 für Desktop-PCs (Codename Olympic Ridge) und Intels Core Ultra 400 alias Nova Lake-S. Ein geeigneter Vorstellungstermin wäre die Elektronikmesse CES im Januar 2027.

Sowohl AMD als auch Intel fokussieren ihre Produktionskapazität derzeit auf Serverprozessoren, da diese für KI-Server und -Rechenzentren besonders lukrativ sind. Beide Firmen maximieren so ihren Profit. Marktbeobachter berichteten bereits, dass AMD und Intel die Produktionskapazität von Desktop- und Notebook-CPUs reduziert haben, um mehr Servermodelle herzustellen.

Der Chipauftragsfertiger TSMC soll die Compute-Dies für Nova Lake und Zen 6 mit 2-Nanometer-Strukturen (N2 / N2P) herstellen. Die Fertigungskapazität in dieser Fertigungsgeneration ist zum Start allerdings umkämpft. AMD hat bisher nur den Serverableger Epyc Venice mit N2-Technik offiziell angekündigt, der noch 2026 erscheinen soll. Ebenso kommen die Instinct-Beschleuniger der MI400-Serie mit 2-nm-Strukturen. Apple dürfte dieses Jahr die A20-Mobilprozessoren zunächst für die iPhone-18-Pro-Modelle damit bringen.

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Insbesondere bei Intels Nova Lake zeigt sich die Industrie optimistisch, was die Leistung angeht. Intel könnte demnach die Lücke zu AMD schließen, insbesondere bei den Gaming-Topmodellen. Prozessoren mit einem „Big Last Level Cache“ (bLLC) sollen mit AMDs X3D-CPUs konkurrieren.

Die flottesten Nova-Lake-Prozessoren könnten es in sich haben: Die Gerüchteküche erwartet bis zu 52 CPU-Kerne, aufgeteilt auf 16 Performance-, 32 Effizienz- und vier Low-Power-Effizienzkerne. Hinzu kommen voraussichtlich bis zu 288 MByte bLLC. AMD könnte bei der nächsten Desktop-Generation auf 24 Performance-Kerne mit 48 Threads erhöhen.


(mma)



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Nanoleaf: Smart-Home-Leuchtenspezialist landet bei SwitchBot-Mutter


Großer Deal im Smart-Home-Geschäft: Die SwitchBot-Mutter OneRobotics mit Hauptsitz in Shenzhen übernimmt Nanoleaf mit Sitz in Shenzhen, Toronto und Paris. Die beiden Firmen sind insbesondere Nutzern der Heimautomatisierung bekannt: OneRobotics respektive SwitchBot unter anderem für seine Schalter und diverses weiteres Zubehör vom Sensor bis zum Staubsaugerroboter und Nanoleaf für seine zahlreichen Beleuchtungslösungen von der Einzelbirne bis zum Schaukasten. Allerdings entwickeln sich beide Firmen zunehmend in den Bereich Robotik und KI. So hatte OneRobotics kürzlich einen eigenen Haushaltsroboter präsentiert und ein Kuscheltier mit KI gezeigt. Nanoleaf kündigte ebenfalls einen entsprechenden „Pivot“ an und wollte sich auch in diesen Bereich begeben. Es blieb allerdings bislang nicht bei viel mehr als Ankündigungen.

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Der Aufkauf von Nanoleaf durch die SwitchBot-Mutter soll rund 40 Millionen US-Dollar gekostet haben, wie aus einer Mitteilung an die Börse Hongkong hervorgeht. Aus den veröffentlichten Zahlen ist bekannt, dass Nanoleaf 2025 einen Umsatz von 30,8 Millionen Dollar generiert hat, allerdings nach wie vor mit einem Minus operiert (rund 1,66 Millionen Dollar auf das Jahr gerechnet).

OneRobotics hätte Nanoleaf also zu einem günstigen Preis erworben, der gut das 1,3-fache des Umsatzes beträgt. Es ist unklar, ob sich Nanoleaf zum Verkauf gezwungen sah. OneRobotics war es zuletzt gelungen, an die Hongkonger Börse (HKEX) zu gehen, was dem Unternehmen viel neue Mittel in die Kasse gespült hat.

Es ist unklar, was der Deal für die Nanoleaf-Produkte bedeutet. Diese werden für Deutschland hauptsächlich über Amazon sowie über einen in Irland beheimateten Shop direkt verkauft. Kunden, die die Marke kennen, nervt unter anderem die verwirrende Rabattpolitik, teils dauert auch die Lieferung recht lange. Die Hardware an sich gilt aber als stabil, auch wenn etwa Konkurrenten wie Govee mit ähnlichen Features und günstigeren Preisen aufwarten. Wie bei chinesischen Marken oft üblich, sind die Apps von Nanoleaf aber wenig intuitiv – das gilt allerdings auch für die von SwitchBot.

Nanoleaf-Chef Gimmy Chu hatte aber zuletzt in Interviews betont, man wolle künftig stark auf Robotik und KI setzen, sowie auch den kosmetischen Bereich. Nanoleaf, das ursprünglich in Toronto gegründet war, hatte hier etwa eine Rotlichtherapie-Maske ins Programm aufgenommen. Die Marke ist wie erwähnt im Smart-Home-Geschäft bekannt, OneRobotics dürfte sie also nicht beerdigen wollen. Das Unternehmen war selbst durch ein Gadget bekannt geworden, das anfangs über Kickstarter vertrieben wurde: Einen kleinen Schalter, der vorhandene Bedienelemente in Wohnung und Büro betätigen kann – eigentlich eine sehr einfache Art Miniroboter. Später setzte OneRobotics dann auf ein wesentlich breiteres Angebot, behielt den Markennamen SwitchBot aber bei. Der Schalter trägt mittlerweile den etwas verwirrenden Namen SwitchBot Bot. Zuletzt erschien er in einer Variante mit Akku, zuvor musste man die Batterie regelmäßig tauschen.

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(bsc)



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iX-Workshop: Identitäten in Entra ID mit Conditional Access Policies schützen


Microsoft Entra ID ist das zentrale Identitäts- und Zugriffsmanagement vieler Unternehmen. Für Cyberkriminelle ist er ein bevorzugtes Angriffsziel, um die Identität von Benutzern und Geräten anzugreifen und so per Rechteausweitung an interne Daten zu gelangen.

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Im Workshop Zugriffskontrolle mit Zero Trust: Identitäten in Entra ID mit Conditional Access Policies absichern lernen Sie, wie Sie das Zero-Trust-Prinzip in Ihrer Microsoft-Umgebung erfolgreich umsetzen.

Sie beschäftigen sich mit Conditional Access Policies (CAP) als zentralem Steuerungsinstrument für Zugriffe in Microsoft 365 und Azure. Anhand konkreter Szenarien lernen Sie, wie CAPs funktionieren, welche Signale und Bedingungen eine Rolle spielen und wie sie sich von herkömmlichen Firewall-Regeln unterscheiden.

Mit diesem Know-how bauen Sie einen eigenen Richtliniensatz auf. Zunächst erarbeiten Sie einen eigenen Sicherheitsstandard auf Grundlage einer Multi-Faktor-Authentifizierung, die Sie danach um weitere Funktionen ergänzen, darunter den Tokenschutz und die Integration von Microsoft Defender for Cloud Apps. Anschließend blockieren Sie unsichere Authentifizierungsmethoden und testen die selbstentwickelten CAPs.

Juli
28.07.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 30. Jun. 2026
November
10.11.2026
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr
10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 13. Okt. 2026

Sie profitieren von der Erfahrung Ihres Trainers Tim Mittermeier, Head of Cybersecurity bei Corporate Trust. Als ehemaliger Penetrationstester und Experte für Cloud- und hybride Infrastrukturen zeigt er, wie Angreifer vorgehen – und wie sich Zero-Trust-Konzepte in der Praxis wirksam umsetzen lassen.

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Der Workshop richtet sich an Administratoren, IT-Sicherheitsverantwortliche und Entscheidungsträger, die Microsoft-Cloud-Umgebungen absichern und eine Zero-Trust-Strategie umsetzen möchten. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, um einen intensiven Austausch zu ermöglichen.


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(ilk)



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