Digital Business & Startups
Es hat zu sehr gejuckt
conmeet aus Borken, 2023 von Leandro Ananias, Lennart Eckerlein und Seriengründer Benedikt Kisner (netgo group) gegründet bringt sich als „cloud-native All-in-One-Plattform für prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen“ in Stellung.
Der junge KI-Investor May Ventures und das Gründerteam investierten kürzlich 1,3 Millionen Euro in das Unternehmen. „May Ventures wollte mich ursprünglich als Investor in ihren Fonds ansprechen. Beim Kennenlernen habe ich ihnen dann aber von meinem neuen Startup erzählt und conmeet präsentiert. Das hat die beiden so überzeugt, dass sie unbedingt in conmeet investieren wollten“, erzählt Seriengründer Kisner.
Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der conmeet-Macher sein neues Unternehmen einmal ganz ausführlich vor.
Wie würdest Du Deiner Großmutter conmeet erklären?
Stell dir vor, du hast ein Handwerksunternehmen mit 50 Leuten und zehn Baustellen gleichzeitig. Früher hat der Chef dafür viele verschiedene Programme genutzt: Eines für die Kundendaten, eines um zu sehen wo welcher Mitarbeiter arbeitet, wieder ein anderes für die Rechnungen. Ständig muss man die gleichen Sachen mehrfach eingeben und trotzdem weiß man oft nicht genau, ob man bei einem Projekt gerade Geld verdient oder verliert. conmeet ist wie ein großes Notizbuch, in dem alles drinsteht – aber eben digital und intelligent. Einmal eingetragen, können alle damit arbeiten. Und das Besondere: Das Programm nutzt künstliche Intelligenz und hilft automatisch bei vielen Aufgaben, die früher viel Zeit gekostet haben. Die KI lernt mit und macht Vorschläge, erkennt Muster und automatisiert wiederkehrende Abläufe. So haben die Leute mehr Zeit für die eigentliche Arbeit und der Chef hat alles im Blick.
Wie genau funktioniert Euer Geschäftsmodell?
Unser Geschäftsmodell basiert auf mehreren Säulen: Erstens zahlen Kunden eine monatliche Lizenzgebühr pro Nutzer für die Kernplattform. Zweitens bieten wir Add-on-Module für spezialisierte Funktionen wie Live-Banking-Integration oder AI Agents, die zusätzliche Geschäftsprozesse automatisieren. Kunden können so genau die Funktionalität buchen, die sie brauchen. Das Schöne daran: Wir wachsen mit unseren Kunden. Wenn ein Unternehmen von 20 auf 80 Mitarbeiter wächst, skaliert conmeet einfach mit. Und wenn die Kunden erfolgreicher werden und mehr Komplexität managen müssen, buchen sie weitere Add-ons hinzu. Das ist unser Upselling-Ansatz. Ein wichtiger Aspekt ist auch unser Ökosystem-Ansatz: Wenn ein Hauptunternehmer seine Subunternehmer auf die Plattform bringt, entstehen Netzwerkeffekte. Die Zusammenarbeit wird für alle einfacher – gemeinsame Bautagebücher, strukturiertes Mängelmanagement, direkter Dokumentenaustausch. Das erhöht den Wert der Plattform für alle Beteiligten und macht einen Wechsel zu einem anderen System unattraktiv. Zusätzlich bauen wir gerade eine eLearning-Plattform auf, über die wir unsere Kunden kontinuierlich schulen und befähigen, das volle Potenzial eines modernen ERP-Systems auszuschöpfen. Wir haben conmeet so gebaut, dass Implementierung und Schulung mit sehr geringem Aufwand möglich sind. Das senkt die Einstiegshürde erheblich und führt zu schnellerer Produktivität. Diese Art von System und der Umfang der Lösung führen zu einer extrem hohen Kundenbindung. Je mehr Prozesse ein Unternehmen in conmeet abbildet, je mehr Partner eingebunden sind, desto wertvoller wird die Plattform – und desto unwahrscheinlicher wird ein Wechsel.
Wie ist die Idee zu conmeet entstanden?
Das war tatsächlich eine Kombination aus mehreren Faktoren, die zusammengekommen sind. Erstens hatte ich schon immer den Wunsch, ein komplettes ERP-System zu bauen. Ich war überzeugt, dass man es deutlich besser machen kann als die existierenden Lösungen – moderner, intelligenter, benutzerfreundlicher. Zweitens hatte ich schon immer einen Fuß im Bau- und Handwerkssektor. Diese Branche kenne ich gut und hatte immer wieder gesehen, mit welchen Software-Problemen Unternehmen kämpfen. Drittens habe ich nach meinem Ausstieg bei der netgo group diverse Beratungsjobs gemacht, vor allem in der Organisationsentwicklung von Handwerksunternehmen. Da wurde mir noch klarer, wo die wirklichen Pain Points liegen. Und dann kam der entscheidende Moment: Ich habe Leandro und Lennart bei „Borken pitcht“ kennengelernt. Die beiden hatten damals eine Idee für ein Projektmanagement-Tool für kleine Handwerksunternehmen. Wir sind ins Gespräch gekommen, und ich war sofort begeistert von ihrer Power und ihrem Know-how – Leandro mit seiner technischen Brillanz und Lennart mit seiner echten Handwerks-DNA. Wir haben dann angefangen, gemeinsam zu überlegen. Und daraus ist conmeet entstanden – kein einfaches Projektmanagement-Tool, sondern ein System für Unternehmen im Handwerk und Bau, womit man auch die komplexen Anforderungen größerer, prozessorientierter Unternehmen perfekt meistern kann.
Vor conmeet hast Du bereits die netgo group aufgebaut und verkauft. Was reizt Dich daran, nun wieder ein Startup hochzuziehen?
Ehrlich gesagt hatte ich meiner Frau versprochen, sehr lange nichts zu machen. Aber es ging einfach nicht. Es hat zu sehr gejuckt. Was mich bei conmeet wirklich reizt, ist die Kombination: Wir haben ein echtes Problem identifiziert, das Tausende Unternehmen täglich nervt. Wir haben heute technologische Möglichkeiten mit Cloud und AI, die vor zehn Jahren noch undenkbar waren. Und ich habe wieder ein Team, mit dem ich von Tag eins an auf Augenhöhe arbeiten kann – Leandro und Lennart sind echte Experten in ihren Bereichen. Bei der netgo group habe ich unglaublich viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Jetzt die Chance zu haben, es nochmal zu machen – aber mit diesem Wissen, diesem Team und dieser Vision – das ist schon extrem spannend.
Ist beim erneuten Gründen wirklich alles einfacher als beim ersten Mal?
Jein. Manches ist einfacher, manches aber auch nicht. Einfacher ist definitiv: Ich weiß, worauf es ankommt. Ich kenne die Phasen, die ein Unternehmen durchläuft. Ich kann bestimmte Stolpersteine von vornherein umschiffen – zum Beispiel die richtigen Leute zur richtigen Zeit einstellen. Vor allem aber weiß ich jetzt, wie man richtig schnell, gesund und effektiv skalieren kann und dabei den Cash Burn gering hält. Das ist ein riesiger Vorteil. Schwieriger war zunächst die Umstellung: Nach einem Unternehmen mit über 1.300 Mitarbeitern wieder mit einem kleinen, fokussierten Team zu arbeiten – das war erst einmal seltsam. Du machst plötzlich wieder Dinge selbst, die du jahrelang delegiert hattest. Aber genau das macht es auch reizvoll: Ich kann diesmal viel bewusster Entscheidungen treffen. Nicht aus Bauchgefühl, sondern aus Erfahrung.
Welche Erfahrungen aus der netgo group fließen in conmeet ein?
Drei Dinge vor allem: Erstens: Produktfokus. Bei netgo hatten wir ein anderes Geschäftsmodell mit verschiedenen Geschäftsbereichen. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, mit einer Firma wirklich fokussiert auf die Lösung und Bearbeitung eines klar definierten Marktes zu gehen. Wir konzentrieren uns auf prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen – das ist unser Kern. Aber wir denken das Ökosystem von Anfang an größer: Architekten, Facility-Management-Unternehmen, Generalunternehmer und Dienstleister werden Teil der Plattform. Unsere Vision ist es, den gesamten Prozess von der Planung über den Bau bis zum Betrieb der Immobilie dauerhaft mit conmeet zu managen. Fokus bedeutet für uns nicht Begrenzung, sondern die richtige Reihenfolge. Zweitens: Die technologische Basis richtig bauen. Wir haben nicht nur auf cloud-native gesetzt, sondern auch wahnsinnig viel Zeit und Energie in die Grundlagen gesteckt. Dadurch haben wir ein System entwickelt, das uns von der Basis her noch enorme Entwicklungs- und Skalierungsmöglichkeiten bietet. Wir können bereits heute Unternehmensgruppen mit zentralen Stammdaten, intercompany-Verrechnung und komplexen Hierarchien bedienen – Features, die normalerweise nur Enterprise-Systeme haben. Und gleichzeitig haben wir die Flexibilität, schnell neue Ökosystem-Partner zu integrieren. Drittens: Das richtige Team zur richtigen Zeit. Mit Leandro für die Technik und Lennart für die Branche haben wir von Tag eins an Top-Experten in ihren Bereichen. Das beschleunigt alles enorm. Und ganz pragmatisch: Ich kenne die Herausforderungen beim Aufbau von Vertrieb, beim Skalieren von Prozessen, beim Recruiting. Das spart uns wahrscheinlich zwei, drei Jahre Lernkurve.
Welches Projekt steht demnächst ganz oben auf eurer Agenda?
Zwei Dinge parallel: Erstens bauen wir gerade unser Go-to-Market richtig aus. Wir haben erste Kunden live, die sehr zufrieden sind – jetzt geht es darum, das systematisch zu skalieren. Vertrieb und Marketing werden in den nächsten Monaten massiv verstärkt. Zweitens treiben wir unsere AI-Capabilities weiter voran. Wir haben bereits intelligente Automatisierung in der Plattform, aber da ist noch viel mehr möglich. Unser Ziel ist es, dass conmeet zunehmend selbst mitdenkt – von der vorausschauenden Materialbestellung bis zur automatischen Projektkalkulation. Und mittelfristig: Unser Ökosystem-Ansatz. Wenn Hauptunternehmer, Subunternehmer und Partner nahtlos zusammenarbeiten können, entstehen Netzwerkeffekte, die für alle einen riesigen Mehrwert schaffen. Das geht über reine Bau- und Handwerksunternehmen hinaus – wir wollen Schritt für Schritt auch Architekten, Facility-Management-Dienstleister und weitere Akteure der Immobilien-Wertschöpfungskette einbinden.
Ihr konntet bereits Investorengelder einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Geldgebern in Kontakt gekommen?
Das war tatsächlich eine lustige Wendung. May Ventures wollte mich ursprünglich als Investor in ihren Fonds ansprechen. Beim Kennenlernen habe ich ihnen dann aber von meinem neuen Startup erzählt und conmeet präsentiert. Das hat die beiden so überzeugt, dass sie unbedingt in conmeet investieren wollten. Maximilian und Dominik haben mich im Austausch total überzeugt. Ihr Verständnis für den Markt, ihre strategische Denkweise, ihr sympathisches Auftreten und der ehrliche und direkte Austausch – das hat einfach gepasst. Und nach meiner Private-Equity-Erfahrung reizt mich jetzt total der VC-Weg. Mit May haben wir einen tollen Investor für die Pre-Seed-Phase gefunden – nicht nur finanziell, sondern auch als strategischer Partner, der die Herausforderungen von frühen Wachstumsphasen genau kennt. Was sicher auch geholfen hat: Durch den Exit bei netgo hatte ich einen Track Record. Das schafft Vertrauen. Und dass wir Gründer selbst substanziell investiert haben, zeigt, wie sehr wir an conmeet glauben.
Wo steht conmeet in einem Jahr?
Wir geben jetzt richtig Gas beim Go-to-Market. Wir holen uns gerade richtig gute und erfahrene neue Kolleginnen und Kollegen an Bord, die den Markt und die Branche kennen. Das wird sich stark in der Anzahl aktiver Kunden widerspiegeln. Wir werden eine signifikante Rolle im Markt spielen und eine hohe Bekanntheit haben. Auf der Produktseite werden AI Agenten fest im System etabliert sein. Nicht nur einzelne Features, sondern echte Agenten, die unseren Kunden enorme Einsparungen im gesamten Backoffice und bei der Steuerung aller Prozesse liefern. Und wir werden die ersten Netzwerkeffekte in unserem Ökosystem sehen. Wenn Hauptunternehmer anfangen, ihre Subunternehmer auf die Plattform zu ziehen, wird es richtig interessant. Langfristig – das ist unsere Vision – wird conmeet die zentrale Plattform für die gesamte Immobilien-Wertschöpfungskette. Aber erstmal fokussieren wir uns auf das, was wir am besten können: prozessorientierten Bau- und Handwerksunternehmen echten Mehrwert liefern.
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Foto (oben): conmeet
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Aus für Neosfer: Commerzbank schließt ihren Startup-Investor
Die Commerzbank schließt ihren Frühphaseninvestor Neosfer Ende Juni, wie Gründerszene erfahren hat. Die Venture-Einheit der Großbank mit Sitz in Frankfurt investierte vor allem in Fintechs und sollte neue Technologien sowie innovative Geschäftsmodelle in den Konzern bringen. Das erklärte Ziel: Lösungen entwickeln, die der Commerzbank und ihren Kunden einen digitalen Mehrwert bieten. Jetzt endet dieses Kapitel.
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„Investor schlief im Pitch ein“: Gründer teilen ihre schlimmsten VC-Erlebnisse
Wer heute im Silicon Valley Geld einsammelt, könnte morgen öffentlich mit seinen Investoren abrechnen. Genau das tun zumindest derzeit mehrere amerikanische Tech-Gründer – und sorgen damit für Unruhe in der Startup-Szene.
Auslöser der Debatte ist Greg Isenberg, Moderator des ‚The Startup Ideas Podcast‘. Auf X schilderte er vergangene Woche seine Erfahrungen bei der Suche nach 15 Millionen Dollar frischem Kapital für eine Serie-A-Runde – und löste damit eine Welle von Kritik an Risikokapitalgebern aus.
„12 Leute im Meeting. Einer der GPs ist komplett eingeschlafen. 30 Minuten lang tief und fest. Niemand hat es bemerkt. Alle haben einfach weitergemacht“, schrieb Isenberg und bezog sich dabei auf einen namentlich nicht genannten General Partner.
Isenberg habe seine Präsentation fortgesetzt und die Folien einem Investor gezeigt, den er als „bewusstlosen Mann in einem Herman-Miller-Stuhl“ bezeichnete. „Das ist Risikokapital“, schrieb er dazu auf X.
Andere Zeiten, andere Sitten
Aus Sicht von Travis Kalanick hat sich die Welt des Venture Capitals in den vergangenen Jahren grundlegend verändert – früher seien Pitch-Gespräche deutlich informeller abgelaufen, antwortete der Uber-Gründer auf den Post Isenbergs.
Kalanick erinnert sich an ein Fundraising-Meeting im Jahr 2001, das nicht in einem Konferenzraum, sondern in einem geparkten Lexus stattfand. Während der Gründer auf dem Beifahrersitz saß, habe der Investor seinen Laptop übernommen.
Der Investor habe den Rechner demnach „gepackt“, ihn „auf seinen dicken Bauch“ gelegt, gegen das Lenkrad gedrückt und selbst begonnen, durch die Präsentation zu klicken, erzählt Kalanick. „2001 lief das Fundraising ganz anders.“
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„Was wäre, wenn du sie alle entlässt?“
Dieser Austausch verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Nischen-Community bereits erfolgreicher Millionärs- und Milliardärsgründer, die ständig online sind. Und weitere Gründer und CEOs mischten sich ein.
Cloudflare-CEO Matthew Prince erinnert sich daran, dass ein Partner von Sequoia Cloudflare abgelehnt habe, weil „er nicht glaubte, dass eine Frau ein Unternehmen für Sicherheitsinfrastruktur leiten könne“.
Prince verrät außerdem, dass er sich auch einmal mit Khosla Ventures getroffen habe, um über eine Investition in die Serie-C-Finanzierungsrunde von Cloudflare zu sprechen. Vinod Khosla, der legendäre Tech-Investor und Namensgeber der Firma, lud Prince und seine Mitgründer zum Abendessen ein, so Prince.
Gegen Ende des Gesprächs habe sich Khosla vorgebeugt und gesagt: „Ich bin von dir beeindruckt, von den anderen nicht so sehr. Was wäre, wenn du sie entlässt und ich dir all ihre Aktien gebe?“
Prince sagte, er sei so geschockt gewesen, dass er nie wieder mit Khosla gesprochen habe.
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VCs verteidigen sich in X-Beiträgen
Auf den Beitrag von Prince reagierten weitere Gründer und teilten ihre eigenen Erfahrungen mit Investor Vinod Khosla. Die Diskussion gewann schnell an Dynamik – so sehr, dass Khosla einen Großteil seines Samstags damit verbrachte, öffentlich Stellung zu beziehen. In mehr als einem Dutzend Beiträgen auf X reagierte er auf die Vorwürfe.
Teilweise wies er die geschilderten Vorfälle zurück und forderte Belege. In den meisten Beiträgen wiederholte er jedoch vor allem eine Botschaft: Ehrlichkeit sei die beste Strategie.
„Ich liege oft falsch, gebe aber immer ehrliche Meinungen ab. Manche finden das hart, aber heuchlerische Höflichkeit schadet Gründern“, schrieb er in einem Beitrag. „Brutale Ehrlichkeit gibt die Chance, sie zu bewerten und die Meinung anzunehmen oder abzulehnen. Großartige Gründer entscheiden sich für Ehrlichkeit. Es macht keinen Spaß, brutale Ehrlichkeit anzubieten.“
Auf eine Anfrage von uns nach einer Stellungnahme reagierte Khosla nicht.
Andere Branchenvertreter stellten sich hinter Vinod Khosla. So verwies der Frühphaseninvestor und Gründer Blake Byers auf Khoslas außergewöhnliche Karriere. Noch bevor er zu einem der einflussreichsten Risikokapitalgeber im Silicon Valley wurde, war Khosla Mitgründer von Sun Microsystems, einem der prägenden Technologieunternehmen der frühen Computerindustrie. „Er ist einer der aufrichtigsten Risikokapitalgeber, die es je gab“, schrieb Byers.
„Aha! Ihr Vater war ein Versager!“
In die Reihe ungewöhnlicher Investorengespräche reiht sich auch der Angel-Investor und Robotik-Experte Mark Cummins ein. Bei einem Pitch-Gespräch mit einem Partner einer französischen Venture-Capital-Firma ging es zunächst nicht um sein Unternehmen, sondern um die Karrieren seiner Eltern.„‚Was hat Ihr Vater gemacht?‘, fragte mich der Partner mit starkem französischen Akzent“, schrieb Cummins auf X.
Als er erklärte, sein Vater habe eine Ausbildung zum theoretischen Physiker absolviert, bevor er in die Wirtschaft wechselte, habe der Investor geantwortet: „Aha! Ihr Vater war ein Versager!“ Als Cummins anschließend erzählte, seine Mutter sei Biochemikerin gewesen und später Lehrerin geworden, folgte laut seiner Schilderung die nächste Bemerkung: „Auch eine Versagerin!“
Cummins versuchte daraufhin, das Gespräch zurück auf sein Unternehmen zu lenken. „Ich habe hundert Mitarbeiter und wir brauchen Finanzmittel. ‚Möchten Sie etwas über mein Unternehmen erfahren?‘“
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Kinder und erfolgreich Gründen? Laut einem VC ein No Go
Auch Claire Vo teilte eine Erfahrung, die ihr aus Gesprächen mit Investoren besonders in Erinnerung geblieben ist. Die Gründerin von ChatPRD berichtet, dass sie während eines Pitches einmal von einem Investor unterbrochen wurde. Dieser habe ihr gesagt, er sei froh, dass sie nicht versuche, gleichzeitig Kinder zu bekommen und ein Unternehmen aufzubauen.
„Ich liebe es, eine albtraumhafte VC-Geschichte zu erzählen!“, schrieb Vo.
Später reagierte sie auch auf die Debatte um Vinod Khosla. Einen seiner Beiträge, in dem er sich gegen die Vorwürfe verteidigte, verwandelte sie nach eigenen Angaben in einen „Pop-Punk-Kracher“.
Digital Business & Startups
Galvany sammelt 10 Millionen ein
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+++ #DealMonitor +++ Wärmepumpen-Startup Galvany sammelt 10 Millionen ein +++ Handwerker-Startup Tawo erhält 4,5 Millionen +++ Manuel Ortlechner investiert in SportsTech Zone14 +++

Im #DealMonitor für den 8. Juni werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
Galvany
+++ Der niederländische EnergyTech-Investor SET Ventures und der Berliner ClimateTech-Geldgeber AENU investieren im Rahmen einer Seed-Investmentrunde 10 Milionen Euro in Galvany. Das Startup aus Berlin, 2022 von Raik Belka gegründet, kümmert sich Installation, Betrieb und Optimierung von Wärmepumpen. „Im Zentrum steht KI-gestütztes Energiemanagement, das Lastprofile in Echtzeit orchestriert und dynamische Stromtarife in messbare Endkundenersparnis übersetzt“, heißt es zum Konzept. 2025 erwirtschaftete das junge Unternehmen 20,1 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr: 2,8 Millionen). Unter dem Strich stand dabei ein „positives EBIT“. Für 2026 peilt das Team (90 Mitarbeitende) rund 60 Millionen an. Das frische Kapital soll unter anderem in den „Ausbau der Partnerstrukturen mit Installationsbetrieben“ fließen. SET Ventures hält nun 18,1 % am Unternehmen. AENU ist mit 17,2 % an Bord. Mehr über Galvany
Tawo
+++ Die Unternehmensgruppe Centrotec, die sich um nachhaltige Gebäudetechnik kümmert, das Unternehmen Leadership Datacenter (Rechenzentren), OBI SQUARED Venture Capital, die Handwerksgruppe HPM, H2 Ventures (Michael Haufler, Andreas Haufler) und weitere Business Angels investieren 4,5 Millionen Euro (darüber 500.000 Euro Fremdkapital) in Tawo. Beim Berliner Startup, von Daniel Broecker und Simon Probst angeschoben (beide ehemals Enpal), dreht sich alles um Elektroinstallation und Anlagenbau. In der Selbstbeschreibung heißt es: “Tawo liefert Handwerksqualität mit digitalen Prozessen – für saubere Dokumentation, weniger Reibung und mehr Termintreue.” Centrotec hält nun rund 8,8 % an Tawo. Mehr über Tawo
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+++ Der Ex-Austria-Wien-Kapitän Manuel Ortlechner investiert in Zone14 – siehe auch Brutkasten. Das Wiener SportsTech, 2021 gegründet, bietet „Videoanalaysen wie aus der Champions League für alle Vereine“. Damit möchte das Team der Gründer Tobias Gahleitner, Lukas Grömer und Simon Schmiderer Coaches helfen, „sich ohne großen Aufwand auf ihre Kernkompetenzen zu besinnen – ihre Mannschaften zu verbessern und kreative Lösungen und Taktiken zu finden“. Mehr über Zone14
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
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