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Digital Business & Startups

Es hat zu sehr gejuckt


conmeet aus Borken, 2023 von Leandro Ananias, Lennart Eckerlein und Seriengründer Benedikt Kisner (netgo group) gegründet bringt sich als „cloud-native All-in-One-Plattform für prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen“ in Stellung.

Der junge KI-Investor May Ventures und das Gründerteam investierten kürzlich 1,3 Millionen Euro in das Unternehmen. „May Ventures wollte mich ursprünglich als Investor in ihren Fonds ansprechen. Beim Kennenlernen habe ich ihnen dann aber von meinem neuen Startup erzählt und conmeet präsentiert. Das hat die beiden so überzeugt, dass sie unbedingt in conmeet investieren wollten“, erzählt Seriengründer Kisner.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt der conmeet-Macher sein neues Unternehmen einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter conmeet erklären?
Stell dir vor, du hast ein Handwerksunternehmen mit 50 Leuten und zehn Baustellen gleichzeitig. Früher hat der Chef dafür viele verschiedene Programme genutzt: Eines für die Kundendaten, eines um zu sehen wo welcher Mitarbeiter arbeitet, wieder ein anderes für die Rechnungen. Ständig muss man die gleichen Sachen mehrfach eingeben und trotzdem weiß man oft nicht genau, ob man bei einem Projekt gerade Geld verdient oder verliert. conmeet ist wie ein großes Notizbuch, in dem alles drinsteht – aber eben digital und intelligent. Einmal eingetragen, können alle damit arbeiten. Und das Besondere: Das Programm nutzt künstliche Intelligenz und hilft automatisch bei vielen Aufgaben, die früher viel Zeit gekostet haben. Die KI lernt mit und macht Vorschläge, erkennt Muster und automatisiert wiederkehrende Abläufe. So haben die Leute mehr Zeit für die eigentliche Arbeit und der Chef hat alles im Blick.

Wie genau funktioniert Euer Geschäftsmodell?
Unser Geschäftsmodell basiert auf mehreren Säulen: Erstens zahlen Kunden eine monatliche Lizenzgebühr pro Nutzer für die Kernplattform. Zweitens bieten wir Add-on-Module für spezialisierte Funktionen wie Live-Banking-Integration oder AI Agents, die zusätzliche Geschäftsprozesse automatisieren. Kunden können so genau die Funktionalität buchen, die sie brauchen. Das Schöne daran: Wir wachsen mit unseren Kunden. Wenn ein Unternehmen von 20 auf 80 Mitarbeiter wächst, skaliert conmeet einfach mit. Und wenn die Kunden erfolgreicher werden und mehr Komplexität managen müssen, buchen sie weitere Add-ons hinzu. Das ist unser Upselling-Ansatz. Ein wichtiger Aspekt ist auch unser Ökosystem-Ansatz: Wenn ein Hauptunternehmer seine Subunternehmer auf die Plattform bringt, entstehen Netzwerkeffekte. Die Zusammenarbeit wird für alle einfacher – gemeinsame Bautagebücher, strukturiertes Mängelmanagement, direkter Dokumentenaustausch. Das erhöht den Wert der Plattform für alle Beteiligten und macht einen Wechsel zu einem anderen System unattraktiv. Zusätzlich bauen wir gerade eine eLearning-Plattform auf, über die wir unsere Kunden kontinuierlich schulen und befähigen, das volle Potenzial eines modernen ERP-Systems auszuschöpfen. Wir haben conmeet so gebaut, dass Implementierung und Schulung mit sehr geringem Aufwand möglich sind. Das senkt die Einstiegshürde erheblich und führt zu schnellerer Produktivität. Diese Art von System und der Umfang der Lösung führen zu einer extrem hohen Kundenbindung. Je mehr Prozesse ein Unternehmen in conmeet abbildet, je mehr Partner eingebunden sind, desto wertvoller wird die Plattform – und desto unwahrscheinlicher wird ein Wechsel.

Wie ist die Idee zu conmeet entstanden?
Das war tatsächlich eine Kombination aus mehreren Faktoren, die zusammengekommen sind. Erstens hatte ich schon immer den Wunsch, ein komplettes ERP-System zu bauen. Ich war überzeugt, dass man es deutlich besser machen kann als die existierenden Lösungen – moderner, intelligenter, benutzerfreundlicher. Zweitens hatte ich schon immer einen Fuß im Bau- und Handwerkssektor. Diese Branche kenne ich gut und hatte immer wieder gesehen, mit welchen Software-Problemen Unternehmen kämpfen. Drittens habe ich nach meinem Ausstieg bei der netgo group diverse Beratungsjobs gemacht, vor allem in der Organisationsentwicklung von Handwerksunternehmen. Da wurde mir noch klarer, wo die wirklichen Pain Points liegen. Und dann kam der entscheidende Moment: Ich habe Leandro und Lennart bei „Borken pitcht“ kennengelernt. Die beiden hatten damals eine Idee für ein Projektmanagement-Tool für kleine Handwerksunternehmen. Wir sind ins Gespräch gekommen, und ich war sofort begeistert von ihrer Power und ihrem Know-how – Leandro mit seiner technischen Brillanz und Lennart mit seiner echten Handwerks-DNA. Wir haben dann angefangen, gemeinsam zu überlegen. Und daraus ist conmeet entstanden – kein einfaches Projektmanagement-Tool, sondern ein System für Unternehmen im Handwerk und Bau, womit man auch die komplexen Anforderungen größerer, prozessorientierter Unternehmen perfekt meistern kann.

Vor conmeet hast Du bereits die netgo group aufgebaut und verkauft. Was reizt Dich daran, nun wieder ein Startup hochzuziehen?
Ehrlich gesagt hatte ich meiner Frau versprochen, sehr lange nichts zu machen. Aber es ging einfach nicht. Es hat zu sehr gejuckt. Was mich bei conmeet wirklich reizt, ist die Kombination: Wir haben ein echtes Problem identifiziert, das Tausende Unternehmen täglich nervt. Wir haben heute technologische Möglichkeiten mit Cloud und AI, die vor zehn Jahren noch undenkbar waren. Und ich habe wieder ein Team, mit dem ich von Tag eins an auf Augenhöhe arbeiten kann – Leandro und Lennart sind echte Experten in ihren Bereichen. Bei der netgo group habe ich unglaublich viel gelernt und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Jetzt die Chance zu haben, es nochmal zu machen – aber mit diesem Wissen, diesem Team und dieser Vision – das ist schon extrem spannend.

Ist beim erneuten Gründen wirklich alles einfacher als beim ersten Mal?
Jein. Manches ist einfacher, manches aber auch nicht. Einfacher ist definitiv: Ich weiß, worauf es ankommt. Ich kenne die Phasen, die ein Unternehmen durchläuft. Ich kann bestimmte Stolpersteine von vornherein umschiffen – zum Beispiel die richtigen Leute zur richtigen Zeit einstellen. Vor allem aber weiß ich jetzt, wie man richtig schnell, gesund und effektiv skalieren kann und dabei den Cash Burn gering hält. Das ist ein riesiger Vorteil. Schwieriger war zunächst die Umstellung: Nach einem Unternehmen mit über 1.300 Mitarbeitern wieder mit einem kleinen, fokussierten Team zu arbeiten – das war erst einmal seltsam. Du machst plötzlich wieder Dinge selbst, die du jahrelang delegiert hattest. Aber genau das macht es auch reizvoll: Ich kann diesmal viel bewusster Entscheidungen treffen. Nicht aus Bauchgefühl, sondern aus Erfahrung.

Welche Erfahrungen aus der netgo group fließen in conmeet ein?
Drei Dinge vor allem: Erstens: Produktfokus. Bei netgo hatten wir ein anderes Geschäftsmodell mit verschiedenen Geschäftsbereichen. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, mit einer Firma wirklich fokussiert auf die Lösung und Bearbeitung eines klar definierten Marktes zu gehen. Wir konzentrieren uns auf prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen – das ist unser Kern. Aber wir denken das Ökosystem von Anfang an größer: Architekten, Facility-Management-Unternehmen, Generalunternehmer und Dienstleister werden Teil der Plattform. Unsere Vision ist es, den gesamten Prozess von der Planung über den Bau bis zum Betrieb der Immobilie dauerhaft mit conmeet zu managen. Fokus bedeutet für uns nicht Begrenzung, sondern die richtige Reihenfolge. Zweitens: Die technologische Basis richtig bauen. Wir haben nicht nur auf cloud-native gesetzt, sondern auch wahnsinnig viel Zeit und Energie in die Grundlagen gesteckt. Dadurch haben wir ein System entwickelt, das uns von der Basis her noch enorme Entwicklungs- und Skalierungsmöglichkeiten bietet. Wir können bereits heute Unternehmensgruppen mit zentralen Stammdaten, intercompany-Verrechnung und komplexen Hierarchien bedienen – Features, die normalerweise nur Enterprise-Systeme haben. Und gleichzeitig haben wir die Flexibilität, schnell neue Ökosystem-Partner zu integrieren. Drittens: Das richtige Team zur richtigen Zeit. Mit Leandro für die Technik und Lennart für die Branche haben wir von Tag eins an Top-Experten in ihren Bereichen. Das beschleunigt alles enorm. Und ganz pragmatisch: Ich kenne die Herausforderungen beim Aufbau von Vertrieb, beim Skalieren von Prozessen, beim Recruiting. Das spart uns wahrscheinlich zwei, drei Jahre Lernkurve.

Welches Projekt steht demnächst ganz oben auf eurer Agenda?
Zwei Dinge parallel: Erstens bauen wir gerade unser Go-to-Market richtig aus. Wir haben erste Kunden live, die sehr zufrieden sind – jetzt geht es darum, das systematisch zu skalieren. Vertrieb und Marketing werden in den nächsten Monaten massiv verstärkt. Zweitens treiben wir unsere AI-Capabilities weiter voran. Wir haben bereits intelligente Automatisierung in der Plattform, aber da ist noch viel mehr möglich. Unser Ziel ist es, dass conmeet zunehmend selbst mitdenkt – von der vorausschauenden Materialbestellung bis zur automatischen Projektkalkulation. Und mittelfristig: Unser Ökosystem-Ansatz. Wenn Hauptunternehmer, Subunternehmer und Partner nahtlos zusammenarbeiten können, entstehen Netzwerkeffekte, die für alle einen riesigen Mehrwert schaffen. Das geht über reine Bau- und Handwerksunternehmen hinaus – wir wollen Schritt für Schritt auch Architekten, Facility-Management-Dienstleister und weitere Akteure der Immobilien-Wertschöpfungskette einbinden.

Ihr konntet bereits Investorengelder einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Geldgebern in Kontakt gekommen?
Das war tatsächlich eine lustige Wendung. May Ventures wollte mich ursprünglich als Investor in ihren Fonds ansprechen. Beim Kennenlernen habe ich ihnen dann aber von meinem neuen Startup erzählt und conmeet präsentiert. Das hat die beiden so überzeugt, dass sie unbedingt in conmeet investieren wollten. Maximilian und Dominik haben mich im Austausch total überzeugt. Ihr Verständnis für den Markt, ihre strategische Denkweise, ihr sympathisches Auftreten und der ehrliche und direkte Austausch – das hat einfach gepasst. Und nach meiner Private-Equity-Erfahrung reizt mich jetzt total der VC-Weg. Mit May haben wir einen tollen Investor für die Pre-Seed-Phase gefunden – nicht nur finanziell, sondern auch als strategischer Partner, der die Herausforderungen von frühen Wachstumsphasen genau kennt. Was sicher auch geholfen hat: Durch den Exit bei netgo hatte ich einen Track Record. Das schafft Vertrauen. Und dass wir Gründer selbst substanziell investiert haben, zeigt, wie sehr wir an conmeet glauben.

Wo steht conmeet in einem Jahr?
Wir geben jetzt richtig Gas beim Go-to-Market. Wir holen uns gerade richtig gute und erfahrene neue Kolleginnen und Kollegen an Bord, die den Markt und die Branche kennen. Das wird sich stark in der Anzahl aktiver Kunden widerspiegeln. Wir werden eine signifikante Rolle im Markt spielen und eine hohe Bekanntheit haben. Auf der Produktseite werden AI Agenten fest im System etabliert sein. Nicht nur einzelne Features, sondern echte Agenten, die unseren Kunden enorme Einsparungen im gesamten Backoffice und bei der Steuerung aller Prozesse liefern. Und wir werden die ersten Netzwerkeffekte in unserem Ökosystem sehen. Wenn Hauptunternehmer anfangen, ihre Subunternehmer auf die Plattform zu ziehen, wird es richtig interessant. Langfristig – das ist unsere Vision – wird conmeet die zentrale Plattform für die gesamte Immobilien-Wertschöpfungskette. Aber erstmal fokussieren wir uns auf das, was wir am besten können: prozessorientierten Bau- und Handwerksunternehmen echten Mehrwert liefern.

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Foto (oben): conmeet



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+++ Talon.One +++ Adyen +++ Quantistry +++ Volocopter +++ Solaris +++ Q.ANT +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Adyen kauft Talon.One (750 Millionen) +++ Quantistry schlittert in die Insolvenz +++ Ein Jahr nach der Rettung: Volocopter präsentiert neues Luftfahrzeug +++ Solaris bündelt seine Aktivitäten in Deutschland +++ Q.ANT expandiert in die USA +++

+++ Talon.One +++ Adyen +++ Quantistry +++ Volocopter +++ Solaris +++ Q.ANT +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 24. April).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

Talon.One
+++ Mega-Exit in Berlin! Der niederländische Payment-Gigant Adyen übernimmt das Berliner Scaleup Talon.One, das eine Loyalty- und Promotion-Software anbietet. Der Kaufpreis beträgt 750 Millionen Euro. „Talon.One’s co-founders, Christoph Gerber and Sebastian Haas, will reinvest a meaningful portion of their proceeds in newly issued ordinary shares in Adyen, underscoring their long-term commitment to the combined business“, heißt es in einer Pressemitteilung zur Übernahme. Der amerikanische Geldgeber Silversmith Capital Partners, der Late-Stage-Investor Meritech Capital und Altinvestor CRV investierten zuletzt beachtliche 135 Millionen US-Dollar in Talon.One. Zuvor flossen rund 40 Millionen Euro in das Unternehmen. Talon.One, 2015 von Lieferando-Gründer Christoph Gerber und dem RapidApe-Founder Sebastian Haas gegründet, bietet seinen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit an, Coupon-Codes, Rabattaktionen, Bündelangebote, Empfehlungs- und Treueprogramme auf einer Plattform zu erstellen und zu tracken und somit das Promotion-Marketing zu optimieren. Für dieses Jahr peilt das Talon.One-Team rund 60 Millionen Annual Recurring Revenue (ARR) an. Rund 300 Mitarbeitende wirken derzeit für Talon.One. Gründer Gerber hielt zuletzt noch 23,6 % an seinem Unternehmen. Sein Mitstreiter Haas war noch mit 12,3 % an Bord. Deutsche Geldgeber waren keine bei Talon.One an Bord. Mehr über Talon.One

Quantistry
+++ Pleite! Das 2018 gegründete Berliner Startup Quantistry, das sich als „Materials Intelligence Platform“ positioniert, ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Philipp Grauer bestellt. Ananda Impact Ventures, Chemovator, ein Ableger von BASF, IBB Ventures und Co. investierten zuletzt 3 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt sammelte das Team rund um die Gründer Marcel Quennet, Arturo Robertazzi und Stefan Kupferberg in den vergangenen Jahren rund 4,5 Millionen ein. Zum Konzept der Jungfirma heißt es: „Quantistry transforms the way sustainable materials are designed and discovered through its advanced Saas cloud-native simulation platform powered by Quantum and AI.“ Über die Hintergründe der Insolvenz ist bisher nichts bekannt. Mehr über Quantistry

Volocopter 
+++ Lebenszeichen! Das gescheiterte Flugtaxi-Unternehmen Volocopter, das im Frühjahr 2025 vom österreichischen Flugzeughersteller Diamond Aircraft gerettet wurde, gibt ein Lebenszeichen von sich. Das Unternehmen präsentierte gerade „das neu entwickelte Luftfahrzeug VoloXPro – einen elektrisch angetriebenen Ultraleicht-Multicopter“. Rund 160 Mitarbeitende arbeiten derzeit für Volocopter. Zielgruppe des VoloXPro sind unter anderem Flugschulen, Flugsportvereine und Luftsportbegeisterte. Mehr über Volocopter

Solaris
+++ Lesenswert! Das kriselnde Berliner FinTech Solaris plant seine Standorte in Frankreich, Italien und Spanien zu schließen. „Das Berliner Unternehmen will seine Aktivitäten künftig zentraler in Deutschland bündeln. Büros soll es bei Solaris demnach nur noch in Berlin und Frankfurt geben“, berichtet das Handelsblatt. Solaris gehört inzwischen mehrheitlich zum japanischen Unternehmen SBI (80 %). Im März hatte das Team seine Neuausrichtung (Fokus auf KI und Entlassungen) bekannt gegeben. Zuletzt wurde das einstige Unicorn noch mit weniger als 100 Millionen Euro bewertet. (Handelsblatt) Mehr über Solaris

Q.ANT
+++ Expansion in die USA! Das Stuttgarter DeepTech-Unternehmen Q.ANT, das photonische Prozessorlösungen entwickelt, macht sich in den USA breit. „Die Expansion gibt Hyperscalern, Rechenzentren und Innovatoren die Möglichkeit zu eruieren, wie sie mit unseren photonischen Native-Processing-Servern ihren Energieverbrauch senken und gleichzeitig die Rechenleistung steigern können“, berichtet das Team. Das Duquesne Family Office, die Investmentfirma von Stanley F. Druckenmiller, investierte zuletzt in Q.ANT. Cherry Ventures, UVC Partners und Co. punmpten zuvor zudem 62 Millionen Euro in das DeepTech-Unternehmen, 2018 von Michael Förtsch als Spin-off von Trumpf gegründet. Zuletzt gingen wieder vermehrt deutsche Startups auf Expansionskurs. Mehr über Q.ANT

CFO 
+++ Die Finanzabteilung wird zum Steuerungszentrum und ist zentral für Wachstum und Resilienz. 2026 wird klar zeigen, in welchen Unternehmen sich dieser Shift vollzieht, wo also Finanzteams gestalten statt zu verwalten. Mehr im Gastbeitrag von Gregory Herbert (Frisbii)

Blinkist
+++ Blinkist ist wieder in Gründerhand. Die Gründer Holger Seim und Tobias Balling halten nun jeweils 50 % an ihrem Unternehmen. „Eine strategische Neuausrichtung hat dazu geführt, dass die Vision, die die Grundlage unseres Exits war, nicht mehr im Fokus steht“, sagt Gründer Seim. Mehr über Blinkist

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Blinkist-Gründer kaufen ihr Startup zurück (Exit 2023) +++ Spot My Energy übernimmt Messstellenbetrieb von Zählerhelden +++ Goldman Sachs Alternatives investiert 50 Millionen in BLP Digital. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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500-Millionen-Deal: Das steckt hinter der KI-Fusion von Aleph Alpha und Cohere


Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU).

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU).
picture alliance / Metodi Popow | M. Popow

Monatelang wurde im Hintergrund verhandelt, jetzt steht der Vertrag. Deutschland und Kanada schließen eine strategische Partnerschaft im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Die beiden wichtigsten KI-Unternehmen der Länder, die Heidelberger Firma Aleph Alpha und das kanadische Cohere, fusionieren. Am Freitag präsentiert Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) die Pläne in Berlin. Gründerszene kennt vorab die wichtigsten Details.





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Ich habe lange versucht, alles allein zu stemmen


#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt? „Mit drei Kindern beginnt mein Tag meistens zwischen Brotdosen und Babyflasche“, so Dilan Küçük, Gründerin von NAILD. „Danach: starker Kaffee und ein schneller Blick in die Zahlen“, führt sie weiter aus.

„Ich habe lange versucht, alles allein zu stemmen“

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Dilan Küçük, Gründerin von NAILD. Das 2017 gegründete Startup aus Berlin, das auf Press-on Nails setzt, erwirtschaftet inzwischen einen siebenstelligen Umsatz.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Mit drei Kindern beginnt mein Tag meistens zwischen Brotdosen und Babyflasche. Danach: starker Kaffee und ein schneller Blick in die Zahlen. Ich brauche einen klaren Überblick über die Performance, erst dann kann ich fokussiert in Meetings oder kreative Themen einsteigen. Mein Mann und ich führen NAILD gemeinsam – also startet unser Tag oft im Team.

Wie schaltest Du nach der Arbeit ab?
Ehrlich gesagt gar nicht immer. Das Gründerinnen-Leben hört im Kopf selten um 18 Uhr auf. Aber ich versuche, bewusste Übergänge zu schaffen, zum Beispiel durch Kochen, Spazieren mit den Kids oder ein Matcha-Date mit mir selbst. Inzwischen weiß ich: Selfcare ist kein Luxus, sondern notwendig, wenn du langfristig brennen willst, ohne auszubrennen.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?
Wie einsam es manchmal ist, wenn man niemanden hat, der wirklich versteht, was gerade in deinem Kopf los ist. Deswegen habe ich früh angefangen, mir einen Female Founder Circle aufzubauen. Ohne Austausch, Ehrlichkeit und gegenseitigen Support wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?
Ich hatte keine Vorbilder, die aussahen wie ich. Keine Business-Eltern, kein Kapital, keinen „klassischen“ Weg. Ich musste mir alles selbst beibringen und oft doppelt so laut sein, um gehört zu werden. Aber genau deshalb ist NAILD heute eine Marke, die andere ermutigt, sich selbst zu vertrauen.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Ich habe lange versucht, alles allein zu stemmen – aus Angst, die Kontrolle zu verlieren. Dabei habe ich gelernt: Vertrauen ins Team und klare Prozesse sind keine Schwäche, sondern der Schlüssel zu Wachstum. Und: Nicht jede Agentur ist die richtige. Gute Briefings sind Gold wert.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?
Nicht durch CVs, sondern durch Haltung. Wir schauen, ob Menschen unsere Werte teilen, mitdenken und mitwachsen wollen. Wir sind ein kleines Team, da zählt jede Stimme. Wer bei uns arbeitet, muss nicht perfekt sein, aber bereit, Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Zeig dich. Deine Geschichte, deine Vision, deine Haltung. Personal Branding ist kein Buzzword – es ist dein USP und deine größte Chance auf einen nachhaltigen Wachstumstreiber. Und: Hab keine Angst vor deiner eigenen Stimme. Sichtbarkeit schafft Vertrauen: bei Kund:innen, bei Partner:innen und im Team.

Ohne welches externes Tool würde Dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Shopify. Unsere gesamte E-Commerce-Infrastruktur läuft über die Plattform. Aber genauso wichtig: WhatsApp. Wir sind ein kleines Team, das super schnell reagieren muss und unsere wöchentliche Kommunikation mit Agenturen läuft größtenteils asynchron über kurze Voice-Memos.

Wie sorgt Ihr bei Eurem Team für gute Stimmung?
Wertschätzung ist der Anfang von allem. Wir feiern kleine Erfolge, sprechen offen über Herausforderungen und lassen Flexibilität zu, wo es möglich ist. Mein Mann und ich arbeiten eng mit dem Team – und wir wissen, wie wichtig es ist, gesehen zu werden, nicht nur als Arbeitskraft.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Unser erstes Pop-Up-Event in Berlin. Innerhalb von zehn Tagen haben wir alles selbst organisiert – inklusive Matcha-Bar, DJ, Fotowand und hunderten Besucher:innen. Es war chaotisch, emotional und komplett überwältigend. Und genau das hat mir gezeigt: Female Energy ist eine unterschätzte Kraft.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Naild



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