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Millionen sexualisierte Bilder: X reagiert mit Grok-Foto-Schalter
Nach dem Deepfake-Skandal um Grok reagiert X mit einem neuen Foto-Schalter: „Block modifications by Grok“. Nutzer:innen können KI-Bearbeitungen ihrer Bilder blockieren. Kritiker:innen halten die Maßnahme jedoch für unzureichend, da weiterhin Deepfakes ohne Einwilligung entstehen können.
X hat stillschweigend eine neue Option für den KI-Chatbot Grok eingeführt. Nutzer:innen können jetzt festlegen, dass ihre hochgeladenen Bilder nicht automatisch von der KI verändert werden. Der entsprechende Schalter erscheint im Upload-Menü der iOS App. Dort lässt sich einstellen, ob Grok Bilder lediglich analysieren oder daraus neue Versionen generieren darf.
Dass X eine solche Funktion einführt, steht im Zusammenhang mit dem Nacktbild-Skandal rund um Grok und mehreren laufenden Untersuchungen. Mit dem Bildgenerator Grok Imagine und dessen sogenanntem Spicy Mode konnten Nutzer:innen nicht einvernehmliche sexualisierte Bilder und Videos generieren. Nach massiver Kritik schränkte X die Funktion Anfang 2026 ein. Analysen zeigen jedoch, dass trotz neuer Schutzmechanismen weiterhin Deepfakes ohne Einwilligung generiert werden können.
Die Dimension des Problems ist enorm. Laut einer Analyse des Center for Countering Digital Hate, über die unter anderem Engadget berichtet, erzeugte Grok zwischen dem 29. Dezember und dem 9. Januar schätzungsweise rund drei Millionen sexualisierte Bilder. Darunter befanden sich etwa 23.000 Darstellungen von Minderjährigen.
Inzwischen beschäftigen sich mehrere Behörden mit dem Fall. Beispielsweise prüfen Aufsichtsstellen in der EU, in Großbritannien und in Australien mögliche Verstöße gegen Plattformregeln, Deepfake-Gesetze und Vorgaben für illegale Inhalte. Darüber berichtet neben Engadget beispielsweise auch The Guardian. Im Zuge der Verfahren werden hohe Bußgelder gegen X diskutiert.
Inzwischen beschäftigen sich mehrere Behörden weltweit mit dem Fall. Die Europäische Kommission untersucht, ob X mit dem Einsatz von Grok gegen Vorgaben des Digital Services Act verstoßen hat. Parallel prüft die irische Datenschutzbehörde mögliche Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung. Auch Aufsichtsbehörden im Vereinigten Königreich und in Australien haben Untersuchungen eingeleitet. In den USA hat zudem der Generalstaatsanwalt von Kalifornien xAI aufgefordert, Maßnahmen gegen sexualisierte Deepfakes zu ergreifen. Neben The Guardian und Engadget berichtete auch Reuters darüber. Im Zuge der Verfahren stehen für X potenziell hohe Bußgelder im Raum.
Grok:
Nacktbild-Skandal und Top-Platzierung im App Store

Neuer Schalter gegen Grok-Manipulation – aber nur mit begrenzter Wirkung
Die Option zur Einschränkung von Groks Zugriff wurde nicht offiziell angekündigt, weder von X noch xAI, beide Teil des Firmenimperiums von Elon Musk. Stattdessen entdeckten User sie in den vergangenen Tagen in der iOS App im Upload-Menü für Bilder und Videos. Dort lässt sich über einen Schalter mit dem Namen „Block modifications by Grok“ festlegen, ob Grok auf hochgeladene Inhalte zugreifen und daraus neue Bildversionen generieren darf.

Mit der neuen Einstellung können Nutzer:innen verhindern, dass ihre hochgeladenen Bilder direkt mit Grok verändert werden können. Aktiviert man den Schalter, kann der Chatbot nicht mehr einfach in einer Antwort markiert werden, um ein Bild zu bearbeiten oder neu zu interpretieren.
Der Schritt wirkt auf den ersten Blick wie eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme. Die Option ist leicht zugänglich und nicht tief in den Einstellungen versteckt. Allerdings löst der Schalter nur einen kleinen Teil des Problems. Denn die Funktion verhindert lediglich die direkte Bearbeitung eines hochgeladenen Bildes durch Grok User im Post-Kontext. Wer Deepfake-Bilder generieren will, kann das weiterhin über andere Wege tun.
Kritiker:innen sprechen deshalb von einer symbolischen Maßnahme. Solange die KI weiterhin neue Bilder auf Basis anderer Quellen generieren kann, bleiben viele der ursprünglichen Risiken bestehen. Viele Expert:innen fordern daher deutlich strengere Schutzmechanismen – oder sogar eine temporäre Abschaltung der Bildgenerierung, bis die Sicherheitsprobleme gelöst sind.
ChatGPT zitiert Grokipedia:
Vertrauensbruch im Wissens-Stack
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So stark sind Zero Click Searches auf Google 2026 gestiegen
Der Anstieg der Zero Click Searches auf Google von 2024 bis 2026 markiert das schnellste Wachstum des besorgniserregenden Phänomens im vergangenen Jahrzehnt. Die US-Zahlen sind beachtlich, doch Google hat noch ein Wörtchen mitzureden.
Googles KI-Suchergebnisse senken nachweislich die Klickrate. AI Overviews und der AI Mode sorgen dafür, dass Publisher zusehends weniger Traffic über Google erhalten. Und jetzt offenbart eine Analyse von SparkToro auf Basis von Similarweb-Daten auch noch, wie enorm hoch die Anzahl der Zero Click Searches auf Google inzwischen ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Menschen via Google dank KI-Optionen immer komplexer und immer mehr suchen.
Google Search is AI Search,
betonte Googles EMEA-Chefin Debbie Weinstein zuletzt und verwies en passant auf 2,5 Milliarden AI Overviews User und mehr als eine Milliarde AI Mode User pro Monat. Die Zahl der AI Mode-Suchen, im Schnitt dreimal länger als traditionelle Anfragen, hat sich jeden Monat seit dem Launch verdoppelt. Nach Jahrzehnten der Suche in Fragmenten, also Keywords, können wir alles suchen – in natürlicher Sprache. Und so fragen die Menschen auch mehr. Aber oft reichen die Antworten in den AI Overviews, im AI Mode oder auch im Knowledge Panel schon aus, sodass die Klicks zu Websites nicht zustande kommen. Publisher müssen sich im Widerstreit dieser Entwicklungen positionieren.
Google launcht Search Profiles:
Personalisierte Präsenz in der Suche für mehr Sichtbarkeit

Problem für SEOs: Zero Click Searches in den USA um 12,5 Prozent gestiegen
Der SEO-Experte Rand Fishkin hat mit seinem Unternehmen SparkToro erneut eine Analyse der Zero Click Searches auf Google umgesetzt. Mithilfe von Daten des Analyseunternehmens Similarweb, konkret dank des Clickstream Panels für Mobile und Desktop, wurden die Werte für die Monate von Januar bis April 2026 ermittelt. Dabei endeten 68,01 Prozent der Suchanfragen ohne Klick. Das heißt, dass die Suche beendet oder eine weitere Suche gestartet wurde, ohne dass ein User eine von drei Klickoptionen nutzt:
- Klicks zu organischen Ergebnissen
- Klicks zu Anzeigen
- Klicks zu Google Properties wie Google Maps, YouTube, den AI Mode und Co.
Noch im Jahr 2024 lag der Wert bei 60,45 Prozent (die Zahlen stammten damals von Datos). Demnach ist die Zahl der Zero Click Searches auf Google binnen zwei Jahren um 12,5 Prozent (und knapp 7,5 Prozentpunkte) gestiegen. Das ist laut Fishkin das schnellste Wachstum in diesem Bereich im vergangenen Jahrzehnt. Gerade der Vergleich zu vor zehn Jahren ist eindrücklich. 2026 waren die Zero Click Searches mit 45,01 Prozent noch klar hinter den Suchen mit mindestens einem Klick.

NEW Research: https://t.co/wIrac9r0a3
From Jan-April of this year, 68.01% of Google searches in @Similarweb’s mobile+desktop panel ended without a click. That’s 12.5% growth from two years ago; the fastest we’ve seen the zero-click search trend rise in the last decade. pic.twitter.com/hXV6dtG8hl
— Rand Fishkin (follow @randderuiter on Threads) (@randfish) June 9, 2026
Hinweise aus Europa sollen folgen
Die vorgestellten Zahlen von SparkToro und Similarweb beziehen sich auf die USA. Demnächst möchte das Unternehmen aber auch entsprechende Zahlen für Kanada, das Vereinigte Königreich und die EU nachliefern. Similarweb stellte diese ebenfalls für Rand Fishkin und SparkToro bereit. Doch bereits die Werte aus dem Google-Kernmarkt USA machen deutlich, dass Suchen ohne konkrete Klickfolge stetig und rasch zunehmen. Bedenkt man, dass in der Analyse sogar Weiterführungen zu Google Properties als Klicks zählen, ist das für Publisher besorgniserregend.
Dabei ist zu beachten, dass SparkToro lediglich die Nutzung im Browser berücksichtigt hat, nicht die in der Google App. Außerdem wurde mobil bereits nach zehn Sekunden Inaktivität das Ende einer Einzelsuche angenommen.
[…] After this point, the navigation patterns suggested entirely new user journeys rather than those related to the search,
erklärt das Unternehmen. Das Suchverhalten auf Google verändert sich unterdessen schneller denn je. Auch deshalb kann der Blick auf die Zero Click Searches nur ein Teil der Analyse von Sichtbarkeit und Discovery in der Suche sein.
Bei der Analyse von Website Traffic hilft Similarweb inzwischen ebenso mit einer neuen Integration bei der AI Answering Machine Perplexity.
Similarweb data is now available inside @perplexity_ai
You can now access trusted market, audience, and competitive intelligence directly inside your AI workflows, either via our native integration in Perplexity Computer, or via our official connector for existing Similarweb… pic.twitter.com/gwAShXSm7p
— Similarweb (@Similarweb) June 3, 2026
Zero Click Searches sind beunruhigend, aber nur die halbe Wahrheit
Der hohe Wert von über 68 Prozent Zero Click Searches auf Google könnte bei SEOs und Seitenbetreiber:innen Alarmglocken schrillen lassen. Allerdings muss in diesem Kontext beachtet werden, dass auch die Änderung der Suchanfrage als weitere Suche gilt und damit als Zero Click Search für die erste Anfrage. Das kann in vielen Fällen sogar zutreffen, wenn User die Rechtschreibung korrigieren oder den Fokus anders setzen. Kommt es dann zum Klick, wird der nur der neuen Anfrage zugeschrieben, obwohl die Discovery Journey bei der ersten Anfrage startete. Deshalb sind die Daten zu Zero Clicks ein interessanter und zugleich fragiler Wert für die Analyse; das betonte Google in den vergangenen Jahren ebenfalls des Öfteren.
Darüber hinaus ist die Google-Suche allein von der Nutzungsweise bereits so breit gefächert, dass die Analyse der Klickwege erschwert werden könnte. User können direkt mit dem AI Mode starten oder die klassische Suche anwählen, sie können mit Bildern und per Stimme suchen und komplexere Sätze anstelle von Keywords als Anfrage stellen. Das sorgt nicht zuletzt dafür, dass Google immer mehr Suchen bedient und dabei immer neue Suchszenarien zum Vorschein kommen.
Trotz Klickverlust: Chancen für Publisher im KI-Suchzeitalter
We are living in the golden age of human curiosity,
meint Googles VP of Engineering für Search Rajan Patel. Darum eröffnen sich für Publisher und Seitenbetreiber:innen trotz der erschreckenden Entwicklung im Kontext der Zero Click Searches Discovery-Potentiale, die sie auf vielfältige Weise für sich nutzen können – obwohl sie vermutlich zuvorderst die Impressions, erst dann etwaige Klicks befeuern könnten. Derzeit bietet Google ersten Usern beispielsweise personalisierte Search Profiles an, die wie eine Bio auf Instagram wichtige Details, Artikel, Produkte und Beiträge sowie Links vereinen können. Der Follow Button darin soll Suchende zum Folgen animieren. Über diesen Bereich können Unternehmen ebenso Sichtbarkeit fördern wie mit dem Hinweis zur Einstellung von bevorzugten Quellen auf Deutsch, die jetzt ebenso in AI Overviews und im AI Mode Einzug halten.
Schließlich sollten Unternehmen und Publisher ihre Performance in den Suchergebnissen und KI-Suchergebnissen stetig analysieren – gerade nach dem jüngsten Core Update. Hierbei helfen die Kategorie Agentic Browsing für Lighthouse, mit der sich prüfen lässt, wie gut die Seiten für die Interaktionen mit Maschinen beziehungsweise Agents vorbereitet sind, und die neuen AI Performance Reports in der Search Console. Leider fehlt bei diesen noch eine wichtige Kenngröße: Klicks.
Google bringt AI Performance Reports in die Search Console

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

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