Künstliche Intelligenz
Acer bringt TravelMate P4 und P2 mit Core Ultra 300
Acer spendiert seinen Business-Notebooks der Baureihen TravelMate P4 und TravelMate P2 ein frisches Innenleben: In Kürze wird es die Geräte mit Intel-Prozessoren der 2026er-Familie Core Ultra 300 alias Panther Lake geben. Bislang kamen darin noch Core Ultra 200H alias Arrow Lake zum Einsatz, doch diesen fehlte eine starke KI-Einheit (Neural Processing Unit, NPU), um KI-Anwendungen lokal laufen zu lassen.
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Acer ist stolz darauf, seinen Kunden nun in allen TravelMate-Serien Notebooks anzubieten, die das Logo Copilot+ tragen und damit starke NPUs für lokale KI-Anwendungen mitbringen. Mit Core Ultra 300 (Panther Lake) werden aber nur die neuen P2 und P4 bestückt; P6 und X4 verharren bei Core Ultra 200V (Lunar Lake).
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Das TravelMate gibt es als normalen 14-Zöller sowie in einer Variante mit stiftbedienbarem Touchscreen und 360-Grad-Scharnieren; letztere trägt den Namenszusatz Spin. Das TravelMate P2 ist immer ein herkömmliches Notebook, aber wahlweise mit 14 oder 16 Zoll großem Bildschirm und jeweils auf Wunsch auch mit integriertem Mobilfunkmodem erhältlich.
Admins können festlegen, dass das Notebook aus Sicherheitsgründen den Betrieb einstellt, wenn sein BIOS bemerkt, dass die Bodenplatte abgenommen wurde. Auch von den hauseigenen Gaming-Notebooks – Markennamen Nitro und Predator – wurde etwas übernommen, nämlich die Funktion DustDefender: Alle paar Stunden drehen sich die Lüfter kurzzeitig in die entgegengesetzte Richtung und pusten so Staub aus dem Gehäuse, der sonst die feinen Kühllamellen verstopfen könnte, was die Kühlung verschlechert.

Acer betont auf den Deckeln der neuen TravelMates deren Familiennamen. Den Schlitz in der Ecke gibt es nur bei Modellen mit Mobilfunkmodem, denn dahinter verbergen sich die zugehörigen Antennen.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Weiterhin Verkaufsverbot in Deutschland
Während erste Chargen der neuen TravelMates je nach Modell und Vertriebsregion im Mai oder Juni aus Fernost ankommen sollen, bleibt Deutschland auf absehbare Zeit außen vor: Seit Mitte Februar setzt Nokia hierzulande ein Verkaufs- und Werbeverbot durch, nachdem das Landgericht München geurteilt hatte, dass Acer (und auch Asus) Patente rund um den Videostandard H.265 alias HEVC verletzt.
Das Verbot betrifft ausschließlich Deutschland; in anderen inner- wie außereuropäischen Länder läuft der Vertrieb wie gewohnt weiter. Im Zweifelsfall wäre ein Kauf im EU-Ausland möglich, allerdings dann mit den dortigen Tastaturlayouts. Österreich und die Schweiz sind aber insofern betroffen, als dass deutschsprachige Datenblätter, Werbematerialien und auch -veranstaltungen üblicherweise zentral für die gesamte sogenannte DACH-Region geplant werden. Das fällt derzeit flach. Die nun erfolgte Produktenthüllung der neuen TravelMates wurde allerdings von der europäischen (nicht der deutschen) Acer-Niederlassung organisiert und im italienischen Mailand durchgeführt.
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Zu hiesigen Preisen und Verfügbarkeiten gab es auf der Veranstaltung keinerlei Auskunft; generell wurden wie üblich auch keine Aussagen zur aktuellen Situation oder deren Dauer gemacht. Bei vergangenen Patenturteilen und damit verbundenen Verkaufsverboten hat es zuletzt mehrere Monate gedauert, bis es zu einer Einigung kam und der Verkauf wieder begann.
Hinweis: Acer hat den Autor zur Produktvorstellung nach Mailand eingeladen und die Reisekosten übernommen.
(mue)
Künstliche Intelligenz
Testsieger: Die beste elektrische SUP-Pumpe mit Akku im Test – bequem aufpumpen
Schluss mit Pumpen per Hand: Eine elektrische SUP-Pumpe mit Akku bläst Board, Kajak oder Schlauchboot bequem auf. Wir zeigen die besten Modelle im Test.
Viele Sommergadgets – vom SUP-Board über das Schlauchboot bis hin zum Quick-up-Pool – funktionieren nur dank komprimierter Luft. Heißt im Klartext: Bevor es ins Wasser geht, muss erst gepumpt werden. Und je nach Volumen kostet das nicht nur Zeit, sondern auch Kraft.
Immerhin: Einen Quick-up-Pool muss man nur einmal pro Saison aufpumpen. Bei SUP-Board, Kajak, Schlauchboot und Badeinsel sieht die Bilanz weniger erfreulich aus – hier ist die Luftpumpe vor jedem Einsatz Pflichtprogramm. Ein SUP ist mit einer Doppelhubpumpe zwar nach 10 bis 15 Minuten startklar, doch spätestens beim zweiten Board verwandelt sich der entspannte Seeausflug in eine unfreiwillige Cardio-Einheit. Bei voluminösen Kajaks oder Schlauchbooten dehnt sich die Pump-Session entsprechend aus – inklusive Muskelkater als kostenlosen Bonus.
Wer sich diese sportliche Einlage sparen möchte, delegiert die Arbeit an eine elektrische Luftpumpe mit Akku. Viele der hier getesteten SUP-Pumpen bringen zusätzlich einen 12-V-Stecker mit, der sowohl in den Zigarettenanzünder im Auto als auch in die 12-V-Buchse einer Powerstation passt – Kabelsalat ade. Doch welches Modell taugt im Alltag wirklich etwas? Wir haben sechs elektrische SUP-Pumpen ins Testlabor und an den See geschickt. Unsere Bestenliste zeigt, welche Geräte wirklich Druck machen.
Welche ist die beste elektrische SUP-Pumpe?
Unter den von uns getesteten SUP-Pumpen hat sich die Topump TPS300 für 140 Euro als Testsieger hervorgetan. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere die flotte Aufpumpgeschwindigkeit und der leistungsstarke Akku. Unser Technologiesieger ist die Hoch- und Niederdruckpumpe Einhell Pressito 18/25 Hybrid für rund 100 Euro. Preis-Leistungs-Sieger ist die Dr. Meter für knapp 96 Euro.
Unser Ranking sieht wie folgt aus:
Wie unterscheiden sich elektrische Luftpumpen?
Generell gibt es zwei Hauptunterscheidungsmerkmale bei den elektrischen Luftpumpen für aufblasbare SUP-Boards, Kajak und Schlauchboot. Da gibt es die etwas kompakteren und günstigeren einstufigen Modelle und die teureren, zweistufigen Pumpen. Während erstere mit immer gleicher Kraft und Luftmenge arbeiten, verfügen die besseren Pumpen über zwei unterschiedliche Leistungsstufen. Stufe Eins fördert eine höhere Menge Luft, schafft aber keinen hohen Druck. Stufe Zwei pumpt zwar weniger Luft, diese aber mit mehr Druck.
Das zweite Hauptunterscheidungsmerkmal ist die Stromversorgung. Günstige Luftpumpen sind auf eine externe Stromquelle angewiesen und werden per Kabel betrieben. Höherpreisige Modelle verfügen zusätzlich über einen integrierten Akku. Dadurch lassen sie sich auch unabhängig von Steckdose, Fahrzeug oder Powerstation nutzen und bieten deutlich mehr Flexibilität am See oder auf dem Campingplatz.
Zusätzliche Merkmale wie eine Powerbank-Funktion mit USB-Anschluss, eine integrierte Taschenlampe oder eine im Lieferumfang enthaltene Tragetasche sind zwar nicht essenziell für die Pumpleistung des Geräts, für den ein oder anderen aber eventuell dennoch wichtig bei der Kaufentscheidung.
Wie groß sind elektrische SUP-Pumpen?
Elektrische Luftpumpen für Schlauchboot und SUP sind etwa so groß wie ein Schuhkarton. Der integrierte Akku hat dabei kaum oder keine Auswirkungen auf Größe und Form der Geräte. Die von uns getesteten elektrischen Luftpumpen wiegen zwischen 1,4 kg und 3,2 kg.
Was muss eine gute Akku-SUP-Pumpe können?
Alle sechs getesteten Pumpen verfügen über eine Auf- und Abpumpfunktion und dementsprechend über zwei Anschlüsse für den im Lieferumfang enthaltenen Luftschlauch. Dieser kommt in der Regel mit einem Satz verschiedener Aufsätze und Dichtungsringe, um damit sowohl SUP, Schlauchboot als auch Luftbett, Luftmatratze oder Kite aufzupumpen.
Auch ein Display und Funktionstaster zum Einstellen und Überprüfen des Drucks sind bei allen Modellen vorhanden. Auf Wunsch kann hier zwischen der Anzeige in bar und PSI gewechselt werden.
Zum Laden verfügen fast alle Geräte über einen 12-V-Kfz-Anschluss (Zigarettenanzünder) und ein Netzteil für die Steckdose. Die meisten der getesteten Modelle können auch als Powerbank verwendet werden, um damit etwa das Smartphone zu laden. Das Modell Dr. Meter hat zudem eine Taschenlampe integriert und eine praktische Tasche im Lieferumfang.
Wie unterscheiden sich die Akkus?
Die Akkukapazität bewegt sich bei den von uns getesteten Produkten von 5200 mAh bis 12.000 mAh. Je nach Modell lassen sich so zwischen drei und fünf Boards mit Luft befüllen.
Allerdings geben nicht alle Hersteller an, um welche Boards es sich handelt. SUP-Boards sind in ganz unterschiedlichen Größen mit verschiedenem Volumen erhältlich. Auch der benötigte Druck hat großen Einfluss auf den Akkuverbrauch.
Im Praxistest nutzen wir für die Akku-SUP-Pumpen unser privates SUP von AKD mit zwei getrennten Luftkammern und den Abmessungen 325 × 82 × 15 cm und einem empfohlenen Druck von maximal 15 PSI. Dieses Brett können alle Testgeräte mit Akku mindestens zweimal in Folge auf- und wieder leerpumpen. Mit den Modellen von AGT, Dr. Meter, Airbank und der Topump TPS300 sind auch drei bis vier Boards möglich, bevor der Akku leer ist. Allerdings sollte man hier regelmäßig Pausen einlegen, um die Pumpen nicht zu überhitzen.
Wie stark muss man ein SUP aufpumpen?
Während man bei anderen Luftpumpen hierzulande den Druck in bar angibt, spricht man im Zusammenhang mit SUP-Boards von PSI (Pounds per Square Inch). SUP-Pumpen bieten jedoch häufig die Funktion an, die Anzeige von PSI auf bar zu wechseln, wodurch es leichter fällt, die Pumpe für andere Gegenstände zu verwenden, für die der benötigte Druck in bar und nicht PSI angegeben ist.
In der Regel erreichen die zweistufigen elektrischen Luftpumpen einen Druck von 15 bis 20 PSI (etwa 1,0 bis 1,38 bar). Wie viel tatsächlich benötigt wird, hängt vom Anwendungszweck ab. Die meisten SUP-Boards sind mit 15 PSI ausreichend befüllt. Den gewünschten Luftdruck stellt man bequem per Display und Funktionstasten ein. Wird der zuvor gewählte Wert erreicht, stoppen die Pumpen automatisch. Das klappt auch beim Absaugen der Luft, um das SUP zusammenzupacken. Dann allerdings muss man den Schlauchanschluss am Gerät tauschen und das Ventil vom Board öffnen.
Zwar reichen auch einstufige Luftpumpen, um etwa Luftmatratzen und Schlauchboote zu befüllen, bei SUP-Boards mit einem höheren empfohlenen Druck von 15 bis 20 PSI (1,38 bar) kommen aber günstige Modelle schnell an ihre Grenzen. Im Ergebnis dauert das Aufpumpen im besten Fall deutlich länger oder man muss gar zusätzlich noch mit der Handpumpe nachhelfen.
Speziell für SUP-Boards beworbene einstufige Hochdruckpumpen wie Outdoormaster The Dolphin schaffen die in der Regel erforderlichen 15 PSI problemlos. Man muss hier aber genau auf die Herstellerangaben achten. Die mit den 18-Volt-Akkus des Herstellers betriebene, elektrische Luftpumpe von Bosch ist etwa prima für Badespielzeug und Quick-up-Pool geeignet, für SUPs fehlt es aber an Leistung. Ähnlich sieht es mit den günstigen Pumpen ab etwa 25 Euro aus – diese eignen sich im besten Fall für die Vorarbeit am SUP. Für den für die Stabilität benötigten Druck muss man dann allerdings per Handpumpe sorgen.
Alle sechs Testgeräte arbeiten mit einer zweistufigen Hochdruckpumpe. Die erste Stufe dient zum Befüllen mit großer Luftmenge. Hier liegt der maximale Luftdurchsatz bei bis zu 350 Litern Luft pro Minute. Sind Board oder Boot dann einigermaßen aufgefüllt, startet die zweite Stufe. Diese fördert zwar weniger Luft, schafft es aber, den benötigten hohen Druck zu erzeugen.
Sowohl für die Tests der Akku-SUP-Pumpen als auch in der Praxis pumpen wir unser Board mit 14,5 PSI auf – in der Vergangenheit haben wir damit gute Erfahrungen gemacht, auch wenn die Empfehlung bei 15 PSI liegt. Diesen Druck schaffen alle getesteten elektronischen Pumpen problemlos. Stufe Eins ist bei den Pumpen nur die ersten zwei, drei Minuten aktiv. Den größten Teil der Zeit sind die Geräte dann damit beschäftigt, den benötigten hohen Druck aufzubauen.
Zwar gibt es auch Boards mit weniger empfohlenem Druck, in der Regel werden aber 15 PSI benötigt. Allerdings sollte man genau hinsehen. Hochwertige SUP-Boards benötigen teilweise sogar 20 PSI. Alle Geräte in unserem Testfeld schaffen bis zu 20 PSI. Markengeräte von Airbank oder Topump schaffen problemlos mehrere Boards in Folge. Günstigen Pumpen sollte man nach spätestens 15 bis 20 Minuten eine Pause gönnen, um Schäden durch Hitzeentwicklung zu vermeiden.
Bei Schlauchbooten ist der benötigte Druck mit 2 bis 4 PSI um einiges geringer, allerdings wird deutlich mehr Luftvolumen benötigt. Hier ist es deshalb genau umgekehrt und den größten Teil der Zeit laufen die Pumpen auf Stufe Eins. Lediglich am Ende wird kurzer Druck aufgebaut.
Wie laut ist eine elektrische SUP-Pumpe im Betrieb?
Kommen wir zum unangenehmen Teil, der leider sehr hohen Lautstärke der elektrischen Pumpen. Zwar gibt es auch hier Unterschiede, wirklich leise ist aber keine der Luftpumpen. Was am ruhigen Seeufer nur unschön ist, sorgt am Baggersee und auf dem Campingplatz schnell für böse Blicke. Während die elektrischen Luftpumpen in Stufe Eins noch moderat wie ein lauter Ventilator klingen, machen sie in Stufe Zwei richtig Krach und erreichen Werte zwischen 80 und 95 dB. Zum besseren Verständnis: Ein Schallpegel ab 85 dB kann das menschliche Gehör bereits nachhaltig schädigen. Schallwellen ab 95 dB sind für den Menschen auf Dauer fast unerträglich, was wir so bestätigen können.
Am wenigsten schlimm empfinden wir die Geräuschentwicklung bei AGT, Einhell Pressito und der Topump TPS300. Hier haben wir kein schlechtes Gewissen, unser SUP am Rande des Badestrandes zu befüllen. Das ist aber nicht immer so.
Die mit großem Abstand unangenehmste und lauteste Pumpe im Testfeld ist die Airbank Whale Shark Pro. In geschlossenen Räumen ist die Lautstärke nur mit Gehörschutz auszuhalten. Aber auch im Freien macht man sich mit dieser Pumpe keine Freunde. Wer am See oder auf dem Campingplatz nicht zur Persona non grata erklärt werden will, sollte diese Pumpe nur zu Hause verwenden.
Wie unterscheiden sich elektische Luftpumpen für SUP und Fahrrad?
Zwar erreichen diese Pumpen mit 6 bis 11 bar einen deutlich höheren maximalen Druck, allerdings fördern sie viel weniger Luft als eine SUP-Pumpe. Ventil-Adapter, mit denen solche Fahrradpumpen auch am SUP oder Schlauchboot angeschlossen werden können, gibt es zwar, allerdings sollte man sich dieses Investment sparen. Das Aufpumpen des SUP-Boards mit einer elektrischen Fahrradluftpumpe würde Stunden dauern.
Welches sinnvolle Zubehör für SUP-Boards gibt es?
Besser als in einen Adapter für die Fahrradpumpe ist das Geld etwa in einen Schalldämpfer für das Luftventil investiert. Das Ablassen der Luft aus den mit hohem Druck gefüllten Boards erzeugt ein sehr lautes Zischen, was nicht nur die eigenen Ohren belastet. Wer seine Umwelt und Mitmenschen schonen und nicht erschrecken will, bekommt mit dem Silent Air Remover für 40 Euro eine teure, aber optimal funktionierende Lösung.
Eine weitere gute Investition beim Kauf einer elektrischen Luftpumpe kann ein längerer Luftschlauch sein. Der Schlauch der SUP-Pumpe von AGT ist recht kurz und starr, weshalb er auf lange Sicht besser durch eine längere und flexiblere Variante ersetzt werden sollte. Vernünftige Luftschläuche gibt es ab etwa 20 Euro.
Für den Transport auf dem Wasser empfehlen wir die Anschaffung eines sogenannten Drybags ab 10 Euro. Die komplett wasserdichten Taschen halten Handtuch, Ersatzkleidung und Smartphone in jedem Fall trocken. Wer dem Trubel am Ufer entkommen will, kann sein SUP auch schön als schwimmenden Liegestuhl verwenden. Damit das Board beim Sonnenbad nicht abtreibt, lohnt sich hier die Investition in einen kleinen SUP-Anker für etwa 25 bis 30 Euro.
Ob die mehreren hundert bis über zweitausend Euro für einen SUP-Motor angemessen sind, können wir derzeit bisher nicht beantworten. Erhältlich sind die Elektromotoren inzwischen in großer Auswahl – ein Testgerät haben wir aber bisher nicht in die Finger bekommen.
Was kosten SUP oder Badeplattform?
SUP-Boards sind aus verschiedenen Gründen so beliebt. Die Multifunktionsboards können zum Planschen, ernsthaften Stand-up-Paddeln oder im Sitzen als Kajak eingesetzt werden. Der Transport der nur rund 10 kg leichten Boards ist dank der kompakten Masse problemlos auch im Kofferraum möglich – anders als beim klassischen Surfbrett. Hinzu kommt ein in den vergangenen Jahren immer weiter gesunkener Preis. Günstige Einsteiger Allround-Boards inklusive Handpumpe und Paddel gibt es mittlerweile in ordentlicher Auswahl für unter 160 Euro. Etwas höherwertige Modelle mit doppelter Luftkammer sind deutlich teurer.
Wer keine sportlichen Aktivitäten auf dem Brett plant, sondern es lediglich als schwimmende Liege benutzen will, sollte sich alternativ die sogenannten Badeplattformen ansehen. Diese luftgefüllten Plattformen sind ähnlich wie die SUPs aufgebaut und dementsprechend ebenso stabil, nur eben deutlich größer. Mit den weichen und empfindlichen Badeinseln sind diese deutlich stabileren, aber teureren Schwimminseln nicht zu vergleichen. Hier kann man bequem mit Liegestuhl und Sonnenschirm auf dem Wasser entspannen.
Alternativen
Für die gelegentliche Nutzung gibt es günstige Alternativen ohne Akku. Ein Beispiel ist die Gicle AP-881-L (Testbericht) für 77 Euro. Sie benötigt allerdings eine 12-V-Steckdose – etwa im Fahrzeug oder an einer Powerstation.
Wer weder SUP noch Kajak, Schlauchboot & Co., sondern Schwimmreifen, Luftmatratze und Ähnliches aufpumpen will, der kann zu den günstigen einstufigen Pumpen greifen und Geld sparen. Auch wer auf einen integrierten Akku verzichtet, kann sparen. Bei günstigen Modellen wie der Gille AP-881-L (Testbericht) wird dann allerdings eine Steckdose mit 12 V benötigt.
Fazit
Zweistufige elektrische Luftpumpen mit eingebautem Akku gibt es bereits knapp unter 100 Euro – sie ersparen einem die Schinderei vor der Tour mit Boot oder Stand-up-Board und pumpen auch fernab jeder Steckdose automatisch auf.
An der falschen Stelle sparen sollte man bei einer elektrischen SUP-Pumpe allerdings nicht: Die Preisunterschiede zwischen den Geräten sind kleiner als die praktischen Unterschiede bei Leistung und Lautstärke. Auch No-Name-Pumpen sind nicht wirklich billig – der Griff zum stärkeren und leiseren Markengerät lohnt sich.
Ihren Job machen am Ende alle getesteten Modelle. Wer aber schon Geld investiert, sollte gleich zum Spitzenmodell greifen. Als Testsieger hat sich die Topump TPS300 hervorgetan. Technologiesieger ist die Hoch- und Niederdruckpumpe Einhell Pressito 18/25 Hybrid, Preis-Leistungs-Sieger ist das Modell von Dr. Meter.
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Auslaufmodell Antennenfernsehen? Mobilfunker machen Druck
Deutschlands etablierte Handynetzbetreiber wollen das Antennenfernsehen zum Auslaufmodell machen. Die Deutsche Telekom, Vodafone und O2 Telefónica stellten in Berlin eine von ihnen bezahlte Studie des Beratungsunternehmens WIK Consult vor, der zufolge bestimmte Funkfrequenzbereiche ab 2031 freigegeben werden sollten für Mobilfunk.
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Diese Bereiche werden bislang für Antennenfernsehen genutzt – sollten Mobilfunker darauf Zugriff bekommen, wäre dies das Aus für Fernsehempfang über Antenne. Wirtschaftlich betrachtet wäre eine Zuweisung der Frequenzen für Handynetze vorteilhaft, heißt es in der Studie. Bei ihrer Vorstellung bekräftigten Firmenvertreter der drei Netzbetreiber ihren Wunsch, besagte Frequenzen ab 2031 nutzen zu können.
Der Studie zufolge haben in Deutschland noch schätzungsweise 2,3 Millionen Haushalte Antennenfernsehen, Tendenz sinkend. Die meisten Haushalte bekommen in Deutschland TV über eine Satellitenschüssel oder über Fernsehkabel. Auch die Übertragung über Internet ist möglich, hier steigt die Nachfrage.
Würde es teurer für die Verbraucher?
WIK-Studienautor Bernd Sörries betont, nach einer möglichen Abschaltung der Antennentechnologie DVB-T2 könnten die Verbraucher öffentlich-rechtliche Sender auch im Internet kostenlos sehen. „Es gibt keine Kostensteigerung aus Sicht der Endkunden, wenn man dieses Netz abschaltet.“
Sörries wies darauf hin, dass Antennenfernsehen lineares Fernsehen sei, das aus der Mode komme – die Nachfrage nach zeitlich flexibel abrufbaren Sendungen im Internet steige hingegen. Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bis zu 369 Millionen Euro binnen zehn Jahren einsparen könnten, wenn sie DVB-T2 abschalteten.
Ob der Wunsch der Mobilfunk-Anbieter erfüllt wird oder nicht, ist jedoch offen. Die künftige Frequenznutzung soll auf der Weltfunkkonferenz im kommenden Jahr besprochen werden. Danach wird sich die Bundespolitik damit befassen. Im Digitalzeitalter steigt die Datenmenge rasant, daher müssen die Telekommunikationsanbieter ihre Netze immer weiter optimieren.
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Sicherheitsbehörden peilen eigenes Netz an
Die Mobilfunker sind nicht die Einzigen, die nach Frequenzrechten lechzen. Sicherheitsbehörden wollen ebenfalls niedrige Frequenzen nutzen, um einen neuen Behördenfunk aufzubauen. Für die künftige breitbandige mobile Sprach- und Datenkommunikation strebe man eine Zuteilung an, teilte die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ( BOS) mit. Zu den BOS gehört beispielsweise die Polizei.
Im Fokus stehe ein Band im 600-Megahertz-Bereich, das die Behörde gemeinsam mit der Bundeswehr nutzen möchte. Spektrum in anderen Frequenzbereichen komme für die Realisierung der BOS-Breitbandkommunikation nach derzeitigem Stand nicht infrage.
Die WIK-Studie sieht die Behördenpläne skeptisch. Für ein eigenes Funknetz der Behörden müssten rund 23.000 Basisstationen aufgebaut werden, sagt Studienautor Sörries. So ein Netz würde mehr als neun Milliarden Euro kosten und der Aufbau mehr als zehn Jahre dauern. Die Mobilfunk-Firmen wollen, dass die Behörden ihre etablierten Handynetze nutzen und dafür Geld zahlen. Laut Studie wäre das deutlich günstiger, und es würde nur 1,8 Milliarden Euro kosten.
ARD möchte Antennenfernsehen nicht abschalten
In einer Reaktion auf die Ambitionen der Mobilfunkkonzerne betonte der Senderverbund ARD die Bedeutung des Antennenfernsehens. „In deutschen Haushalten wird DVB-T2 weiterhin millionenfach genutzt, die Nutzung sinkt nicht.“ Die ARD habe keine Abschaltpläne. Außerdem seien die vom Antennenfernsehen eingesetzten Frequenzen unerlässlich für die Medienproduktion mit drahtlosen Mikrofonen. „Hierfür gibt es keinen gleichwertigen Ersatz“, teilte die ARD-Geschäftsführung mit.
Der Mobilfunk sei heute bereits umfangreich mit Frequenzen ausgestattet. „Eine zusätzliche Nutzung der infrage stehenden Frequenzen bietet keine nachhaltige Lösung für das erwartete umfangreiche Datenwachstum des Mobilfunks.“ Vielmehr sei eine Netzverdichtung mit bereits vorhandenen Frequenzen hierfür unabdingbar und könne mit den zusätzlichen Frequenzen allenfalls kurzfristig aufgeschoben werden, hieß es von der ARD.
(mho)
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Glasfaser-Ausbau: Netzbetreiber üben scharfe Kritik an TKG-Entwurf
Netzbetreiber haben den Vorschlag der Bundesregierung für eine Neufassung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen. Die Branche lobt zwar einige gute Ansätze in dem vom Kabinett am Mittwoch vorgelegten Entwurf, sieht aber noch einigen Korrekturbedarf.
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„Wir hätten mehr erwartet“, zieht Thomas Braun vom Breitbandverband Anga ein erstes Fazit. Die Branchenverbände, die gerade noch einen Milliarden-Pakt mit der Bundesregierung für einen flotteren Netzausbau geschlossen haben, zeigen sich enttäuscht und warnen vor neuer Bürokratie und mehr Belastung durch neue Regulierungsauflagen.
„Die TKG-Novelle hat in einer höchst sensiblen Marktphase die Chance geboten, die Rahmenbedingungen neu auszutarieren“, sagt Valentina Daiber, Präsidentin des Verbands der Anbieter im Digital- und Telekommunikationsmarkt (VATM). „Diese Chance wurde nicht genutzt.“
Dabei stoßen in der Branche insbesondere die Vorschläge der Bundesregierung für die Zugangsregulierung zu Glasfasernetzen am und im Haus auf Kritik.
Regulierter Netzzugang
Betreiber neuer Glasfasernetze sollen laut dem
Entwurf
ihren Wettbewerbern einen Netzzugang gewähren, wenn diese die angeschlossenen Kunden erreichen wollen. Sie müssen mit Interessenten darüber verhandeln. Kommt keine Einigung zustande, kann die Bundesnetzagentur eingreifen und die Rahmenbedingungen für den Netzzugang festlegen.
Bei DSL ist das Alltag: Die Telekom gewährt ihren Wettbewerbern einen staatlich regulierten Zugang zu ihrer Infrastruktur. Über die Bedingungen dafür wird in regelmäßigen Abständen gestritten, aber im Grunde hat die Branche das System so akzeptiert.
Mit dem neuen TKG soll das nun auch für die Betreiber von Glasfasernetzen gelten. Bisher war die rechtliche Voraussetzung für eine Regulierung, dass das betroffene Unternehmen eine besondere Marktmacht hat. Bei DSL, das nur über die Kupferdoppelader des Telefonanschlusses zum Kunden kommt, gilt das landesweit für die Telekom.
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Symmetrische Regulierung
Mit dem neuen TKG soll dieses Regime auf die Glasfasernetze ausgedehnt werden – mit einem entscheidenden Unterschied: „Die Regelung gilt symmetrisch, d.h. für alle Unternehmen unabhängig von beträchtlicher Marktmacht.“ Das bedeutet, dass Glasfasernetze unabhängig von ihrer Größe oder der Marktmacht des jeweiligen Betreibers der Regulierung unterworfen werden sollen.
Die betroffenen Netzbetreiber lehnen das rundheraus ab. „Die Bundesregierung setzt mit der geplanten zusätzlichen Regulierung ein völlig falsches Signal zulasten der Wettbewerber der Telekom“, warnt Sven Knapp vom Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko). „Das ohnehin schwierige Investitionsumfeld würde sich damit weiter verschlechtern.“
Das Argument: Eine Zugangsverpflichtung macht die Kalkulation des Ausbaus für den Netzbetreiber noch schwieriger. „Das trifft genau die ausbauenden Unternehmen, die das Land modernisieren“, sagt Anga-Präsident Braun. „Es bremst dringend nötige Investitionen aus.“
Dabei funktioniere Open Access, die gemeinsame Nutzung auf Verhandlungsbasis, in der Praxis gut, sagen die Verbände. Knapp spricht von einem Boom: „Wöchentlich werden neue Kooperationen geschlossen, die die Anbieter- und Produktauswahl für Verbraucherinnen und Verbraucher erhöhen. In dieser Phase mit staatlichen Instrumenten in den Markt einzugreifen, wäre fatal.“
Vollausbaurecht im Haus
Mit dem TKG soll überdies das umstrittene „Vollausbaurecht“ eingeführt werden. Netzbetreiber, die einen Haushalt im Gebäude erschließen, sollen das Recht bekommen, auch die anderen Haushalte oder Geschäftsräume anzuschließen. Im Gegenzug müssen sie Wettbewerbern bei Bedarf einen Zugang zu Anschlüssen gewähren.
Während dieses Prinzip nicht grundsätzlich umstritten ist, stoßen sich die Netzbetreiber an der Ausgestaltung des Gesetzes. Die Regeln für den Zugang zu hausinternen Netzen gehen aus Sicht des VATM „zu weit“: Der TKG-Entwurf drohe, „aus einem gezielten Zugangsinstrument nun ein enges Regelwerk zu machen, das noch schärfer ausfällt“.
Die Verbände Anga und VATM warnen zudem vor der Gefahr, dass das Vollausbaurecht marktmächtige Unternehmen zum „Handtuchwerfen“ ermuntern könnte: Das spiele vor allem der Deutschen Telekom in die Karten. Der Gesetzgeber müsse Investitionen im Haus schützen, betont Anga-Präsident Braun. „Wer zuerst investiert, darf nicht durch Regulierung bestraft werden.“
Kupfer-Glas-Migration
Überwiegend wohlwollend nehmen die Branchenvertreter die von der Bundesregierung geplanten Rahmenbedingungen für den Übergang von Kupfer- zu Glasfasernetzen zur Kenntnis. Hier soll die Bundesnetzagentur künftig eine stärkere Rolle spielen und dafür Sorge tragen, dass für alle Marktteilnehmer die gleichen Bedingungen gelten.
Mit Unverständnis reagiert die Branche auf die Entscheidung, die ursprünglich geplante Regelung zur schnelleren Stromanbindung von Mobilfunkstandorten wieder zu streichen. „In der Praxis dauert die Stromanbindung derzeit bis zu eineinhalb Jahre“, sagt Bitkom-Chef Bernhard Rohleder. „Mobilfunkstandorte brauchen deshalb eine vorrangige und schnellere Anbindung an das Stromnetz.“
Der Entwurf der Bundesregierung muss nun noch im Parlament beraten werden. Die Branchenvertreter fordern weitere Änderungen des Gesetzes: „Statt Turbo für den Netzausbau droht das Gesetz zur Glasfaser-Bremse zu werden – und das zu einem Zeitpunkt, der entscheidend für den weiteren Ausbau ist“, bilanziert Sven Knapp, Chef des Breko-Hauptstadtbüros. „Wir appellieren deshalb an Bundestag und Bundesrat, den Entwurf an entscheidenden Stellen zu ändern.“
(vbr)
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