Apps & Mobile Entwicklung
Kein Tiktok, Instagram & Co. unter 16 – nächster Staat setzt Verbot durch
Weltweit mehren sich die Stimmen für ein Social-Media-Verbot für Minderjährige, wobei meist Altersgrenzen zwischen 14 und 16 Jahren diskutiert werden. Nachdem Australien im Dezember 2025 den Vorstoß wagte, zieht nun die nächste große Nation nach. Stehen wir vor einer globalen Kettenreaktion?
In Indien hat der erste Bundesstaat einen konkreten Entwurf für eine Zugangssperre vorgelegt. Um junge Menschen vor den Risiken der digitalen Plattformen zu bewahren, soll Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung grundsätzlich untersagt werden. Davon wären statistisch gesehen etwa 14 Millionen Menschen betroffen. Doch die Pläne gehen noch weiter: Eine Ausweitung wird bereits debattiert. Auch in Deutschland nehmen ähnliche Überlegungen langsam Form an. Könnte das indische Beispiel hierbei als entscheidender Impuls fungieren?
Indien verbietet Minderjährigen Tiktok, Instagram & Co.
Karnataka möchte als erster indischer Bundesstaat Minderjährigen unter 16 den Zugriff auf soziale Netzwerke verwehren. Regierungschef Siddaramaiah kündigte dieses Vorhaben am 6. März im Zuge seiner Haushaltsrede an (Quelle: Reuters). Bislang mangelt es jedoch an präzisen Details zum Startzeitpunkt oder der technischen Umsetzung. Da in Karnataka über 20 Prozent der 68 Millionen Einwohner jünger als 16 Jahre sind, betrifft diese Maßnahme allein in dieser Region rund 14 Millionen Jugendliche.
Daten von Datareportal zufolge gibt es in Indien über 500 Millionen unique Social-Media-Identitäten (nicht gleichzusetzen mit Accounts), was etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung entspricht (Stand 2025). Zum Vergleich: In Australien wurde ein entsprechendes Verbot bereits Ende 2025 realisiert, dort gibt es zwar nur 21 Millionen Accounts, was jedoch 78 Prozent der Bevölkerung ausmacht. In Deutschland liegt dieser Anteil mit 65 Millionen Konten bei etwa 77 Prozent.
Werden Australien und Indien zum Vorbild für Europa?
Zwar ist der Anteil der unter 16-Jährigen in Deutschland geringer als im demografisch jungen Indien, doch wenn ein Land trotz einer geringeren Social-Media-Durchdringung von 34 Prozent solche Schritte einleitet, hat das Signalwirkung. Die Regierung der indischen Republik prüft bereits Modelle für gestaffelte Altersbeschränkungen und weitere Bundesstaaten wollen dem Beispiel Karnatakas folgen.
In Europa forderte Frankreichs Präsident Macron bereits im letzten Jahr ein Mindestalter von 15 Jahren (>>hier mehr dazu). Auch die CDU sprach sich auf ihrem jüngsten Parteitag neben der Wiederwahl von Friedrich Merz als Parteichef für ein Verbot für Kinder unter 14 Jahren aus.
>>> Teenager und Social Media: Dieses EU-Land verbietet jetzt App-Zugang <<<
Doch wie effektiv ist eine solche Sperre wirklich? Besteht nicht die Gefahr, dass die Probleme lediglich in den illegalen Raum verschoben werden? Wenn man statt auf Aufklärung nur auf gesetzliche Restriktionen setzt, riskieren wir möglicherweise eine Generation ohne digitale Medienkompetenz. Verbote beseitigen die zugrunde liegenden Gefahren nicht – eine Parallele, die sich auch bei illegalen Substanzen zeigt. Zudem bietet eine fixe Altersgrenze jenen keinen Schutz, die knapp darüber liegen.
Die Debatte um Social-Media-Verbote für Jugendliche bleibt hochgradig umstritten, gewinnt aber politisch international immer mehr an Rückhalt. Wir werden diese Entwicklung weiterhin intensiv beobachten!
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Bundesregierung: Reform soll Glasfaserausbau in Gebäuden beschleunigen
Um den Glasfaserausbau zu beschleunigen, will die Bundesregierung das Telekommunikationsgesetz (TKG) reformieren. Inhaltlich liegt ein Schwerpunkt auf dem Ausbau von Anschlüssen innerhalb von Mehrfamilienhäusern. Den Plan, den das Bundeskabinett jetzt beschlossen hat, kritisieren Provider-Verbände jedoch an einigen Stellen.
Glasfaser für alle Wohnungen
Während der Glasfaserausbau in der Fläche vorankommt, ist es nun das Verlegen innerhalb der Gebäude, das an Priorität gewinnt. In diesem Bereich will die Bundesregierung mit einem Recht auf Vollausbau die Regeln verschärfen. Netzbetreiber können damit unter bestimmten Bedingungen ein Gebäude vollständig ausbauen.
- TKG-Reform: Wie Mieter von neuen Glasfaserregeln profitieren können
Kern des Regelwerks: Liegt Glasfaser an einem Mehrfamilienhaus oder steht der Ausbau kurz bevor, darf das Unternehmen Anschlüsse in sämtliche Wohnungen legen. Eigentümer müssen zwar nach wie vor zustimmen. Verweigern sie sich aber dem Vorhaben, läuft eine Frist von 20 Monaten. In dieser müssen die Gebäudeeigentümer entweder selbst ausbauen oder ein anderes Telekommunikationsunternehmen beauftragen.
Profiteure des neuen Rechts sollen Mieter sein. Der Widerstand, den Gebäudeeigentümer gegen Glasfaseranschlüsse leisten können, wird so erschwert.
Zugang zu Gebäudenetzen für mehrere Internet-Provider
Die Neuregelung umfasst auch den Zugang von anderen Internet-Anbietern zu den Netzen innerhalb der Gebäude. Dieser soll diskriminierungsfrei sein. Selbst wenn ein bestimmtes Unternehmen ausbaut, erhalten Kunden damit die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Anbietern zu wählen.
Weniger Bürokratie und Marktregulierung
Ein Ziel der Reform ist weniger Bürokratie. Der Ausbau in der Fläche soll beschleunigt werden, indem wegerechtliche Genehmigungsverfahren von drei auf zwei Monate verkürzt werden. Wenn besondere Voraussetzungen vorliegen, können Netzbetreiber zudem auf ein Anzeigeverfahren wechseln. Damit können Unternehmen bereits einen Monat nach der Anzeige mit dem Bau beginnen.
Zusätzlich streicht die Bundesregierung noch Berichts- und Informationspflichten.
Im Bereich der Marktregulierung erweitert die Bundesregierung zudem die Vorgaben, die Netzbetreibern vorschreiben, wann sie anderen Unternehmen einen Zugang zu Glasfasernetzen gewähren müssen.
Provider-Verbände warnen vor Glasfaser-Bremse
Genau diese Zugangsregeln zu den Glasfasernetzen sind die Teile der Reform, die Provider-Verbände kritisieren. Der Vorwurf ist, dass vor allem die Deutsche Telekom als marktbeherrschendes Unternehmen profitiert. „Die vorgesehenen Regelungen über den Zugang zu Glasfasernetzen und zur Ausweitung des Inhouse-Zugangs treffen genau die Unternehmen, die seit Jahren am stärksten in den Glasfaserausbau investieren“, sagt Sven Knapp, Mitglied der Geschäftsleitung beim Breko, in einer Stellungnahme. Statt rechtlicher Vorgaben setzt der Breko auf Open-Access-Modelle, die ohnehin eher Realität des deutschen Glasfasermarktes entsprechen.
- Bundesnetzagentur: Wann DSL-Anschlüsse zugunsten von Glasfaser abgeschaltet werden
Positiv bewertet der Verband die Regelungen für das Vollausbaurecht in Gebäuden sowie die ersten Schritte beim Übergang von DSL auf Glasfaser. An dieser Stelle wird auf die Pläne der EU-Kommission verwiesen. Wenn diese zügig umgesetzt werden, könnte die Abschaltung erster DSL-Anschlüsse bereits im Jahr 2028 starten, so Knapp.
Beim Mobilfunkausbau fehlen die Stromanschlüsse
Der VATM bewertet die TKG-Reform im Kern ähnlich. Beim Vollausbaurecht in Gebäuden fordert VATM-Präsidentin Valentina Daiber klare Leitplanken sowie ein stimmiges Zusammenspiel von Hausanschluss und Ausbau im Gebäude. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass marktmächtige Unternehmen – sprich: die Telekom – mit „Handtuchlegen“ wieder versuchen, andere Netzbetreiber auszubremsen.
Ein weiteres Problem sieht der VATM beim Mobilfunkausbau. Dort bleiben die Stromanschlüsse außen vor, was Daiber als Hindernis beschreibt. „Ohne einen priorisierten, planbaren und zügigen Netzanschluss wird die flächendeckende 5G-Versorgung in wenigen Jahren kaum deutlich an Tempo gewinnen“, so die VATM-Präsidentin. Dass die Bundesregierung diesen Punkt ausklammere und über das Netzanschlusspaket regeln möchte, sei ein weiterer gravierender Fehler.
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SoftMaker Office 2026: Kostenlose Open-Beta der deutschen Microsoft-Office-Alternative verfügbar

SoftMaker Office 2026 steht ab sofort als öffentliche Beta für Windows, macOS und Linux zum Download bereit. Die neue Version der Nürnberger Office-Suite bietet ein überarbeitetes Design, einen optimierten Darkmode und eine verbesserte Kompatibilität mit Microsoft-Office-Dateien.
SoftMaker Office ist eine kommerzielle Alternative zu Microsoft Office, die mit TextMaker, Presentations und PlanMaker gegen Word, PowerPoint und Excel antritt. Das deutsche Unternehmen SoftMaker hat nun SoftMaker Office 2026 sowie die neue Abo-Variante SoftMaker NX vorgestellt. Und noch bis zum 31. Juli läuft eine kostenlose Open-Beta der kommenden Office-Suite.
Die Neuerungen in TextMaker, Presentations und PlanMaker
Die Nürnberger haben das Textverarbeitungsprogramm TextMaker in SoftMaker Office 2026 um eine verbesserte Gliederungsansicht erweitert, wodurch Überschriften einfacher verschoben werden können. Zudem können Anmerkungen jetzt beantwortet oder als „erledigt“ gekennzeichnet werden und die Grammatik- und Stilprüfung wurde erweitert. Auch praktisch: Markdown-Dateien aus Obsidian und Co. können nun importiert und exportiert werden.
Die Präsentationssoftware Presentations zeigt PDF-Grafiken jetzt aufgrund eines Vektor-Imports schärfer als zuvor an, es gibt einen Textmarker und QR-Codes können einfach auf Folien eingefügt werden. Ferner können neue KI-Werkzeuge für die Zusammenfassung oder das Erstellen von Präsentationen sowie die Erzeugung von KI-generierten Abbildungen genutzt werden.
Mit SoftMaker Office 2026 verkleinert die Tabellenkalkulation PlanMaker zudem den Funktionsabstand zu Microsoft Excel. Demnach beherrscht PlanMaker in der Open-Beta-Version nun dynamische Arrays, wodurch eine Formel mehrere Ergebnisse ausgeben kann, die auf Nachbar-Zeilen übertragen werden und sich automatisch auf dem aktuellen Stand halten. Eine vergleichbare Funktion ist bereits aus Excel 365 bekannt.
Design-Änderungen und KI-Funktionen
Das Ribbon-Design der neuen SoftMaker-Office-Versionen 2026 und NX hat eine Überarbeitung erfahren, wodurch nun eine schärfere Darstellung der Bedienoberfläche bei höheren Zoomstufen der Bildschirmskalierung erreicht werden soll. Zudem gibt es neue Farbthemen, einen sichtbar dunkleren Darkmode, neue Kontextmenüs und ein überarbeitetes Druck-Dialogfenster inklusive Druckvorschau.
Im Jahr 2026 darf natürlich auch eine direkt in die Office-Suite eingebaute KI nicht fehlen und auch SoftMaker Office 2026 macht hier keine Ausnahme. So ist ChatGPT nun in die Programme integriert, wodurch KI-generierte Bilder erstellt oder vorhandene Abbildungen umgestaltet werden können. Ferner gibt es nun eine textbasierte Chatfunktion, die „Mit der KI reden“ heißt.
Die Preise von SoftMaker Office im Überblick
Für die Teilnahme an der offenen Beta wird ein kostenloser Produktschlüssel benötigt, der nach Angabe der E-Mail-Adresse im SoftMaker-Shop angefordert werden kann. Wer hingegen schon SoftMaker Office NX nutzt, kann die Beta-Versionen für Windows, macOS und Linux direkt herunterladen.
Die Abos von SoftMaker Office NX gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten, NX Home zum Preis von 29,99 Euro pro Jahr und NX Universal für 49,90 Euro pro Jahr. Demgegenüber ist auch eine Einmallizenz für bis zu 5 Computer erhältlich, die beim Vorgänger SoftMaker Office Professional 2024 zum Preis von 139,95 Euro erworben werden kann, was voraussichtlich auch für die 2026-Version gelten wird.
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Mehr Packaging: Amkor baut in Südkorea die Kapazitäten aus

Moderne Chips sind ohne Tests und Packaging nicht einsatzbereit. OSAT-Firmen wie Amkor bauen deshalb die Kapazität weiter aus. In Südkorea wächst die Nachfrage auch durch Samsung und SK Hynix stark an, denn ihre eigenen Kapazitäten reichen bei weitem nicht aus. Aber auch TSMC und Intel spielen wohl eine Rolle.
Amkor ist einer der größten Anbieter von OSAT – outsourced semiconductor assembly and test. Sie verarbeiten also die Chips, die aus den Werken der großen Halbleiterhersteller kommen weiter, testen sie und packen sie in das gewünschte Format.
Amkor hat zuletzt die Zeichen der Zeit erkannt und arbeitet so mit nahezu allen namhaften Herstellern zusammen, auch was die Nutzung ihrer Technologie angeht. So sind sie außerhalb von Intel das erste Unternehmen, das Intels proprietäre EMIB-Technologie verpacken kann. Dafür wurden und werden Anlagen in Südkorea als erste aufgerüstet, nun soll die Kapazität im Land für rund 1 Billion Won, umgerechnet 650 Millionen US-Dollar, weiter ausgebaut werden. Amkor betreibt dort aktuell bereits drei Einrichtungen für das Testen und Packaging, in Bupyeong, Gwangju und Songdo, die Anlagen K3, K4 und K5. K5 fungiert dabei gleichzeitig als Global R&D Center – genau hier wurde die EMIB-Integration voran gebracht. Das Unternehmen erklärte zuletzt, in Südkorea die Kapazität in den Jahren 2025 und 2026 um rund 20 Prozent zu steigern.
Amkor ist aber nicht nur auf Intel zugegangen, der viel größere Spieler und nun auch bald noch engerer Partner ist TSMC. Nur wenige Kilometer entfernt von TSMCs Fab 21 in Arizona, USA, entsteht Amkors größter Neubau in mehreren Abschnitten. Dort soll im Idealfall ab Ende 2027/Anfang 2028 ein Chip aus TSMCs Fabrik weiter verarbeitet werden können – also noch bevor TSMCs eigener Packaging-Komplex in den USA einsatzbereit ist. Erst dann könnte die Produktionskette Made in the USA halbwegs geschlossen werden, bisher gehen quasi alle Chips von TSMC in den USA letztlich noch einmal zurück nach Asien.
Die Zielgruppe für all die Ausbaumaßnahmen hatte Amkor kürzlich selbst noch einmal klar umrissen: das HPC-Geschäft wird der größte Wachstumstreiber sein und so langfristig vermutlich der Communications-Sparte beim Umsatz den Rang ablaufen.
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