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LinkedIn startet Creator Marketplace für Business Influencer


Forbes 30 under 30, Lara Sophie Bothur:
Tech-Übersetzerin für die globale Branche

Tech Translatorin Lara Sophie Bothur vor futuristischem Hintergrund.
© Lara Sophie Bothur

Creator Marketplace soll eine der größten Hürden im B2B Influencer Marketing lösen

Der Creator Marketplace ist direkt in den Campaign Manager integriert und bündelt Creator Discovery, Insights und Partnership Tools an einem Ort. Marken können dort nach verifizierten Creatorn suchen und diese anhand ihrer Themen- und Content-Expertise bewerten. Zusätzlich erhalten sie Einblicke in Zielgruppen, Reichweite, Performance und die Passung für potenzielle Kampagnen. Die Creator lassen sich unter anderem nach Branche, Jobfunktion und Standort filtern. Unternehmen sollen so:

  • relevante Creator und Branchenstimmen schneller identifizieren
  • Zielgruppen- und Performance-Daten vergleichen
  • potenzielle Kooperationen einfacher anbahnen
  • starke Inhalte in performante Kampagnen überführen

Hat eine Marke passende Creator gefunden, kann sie diese direkt über die hinterlegten Kontaktdaten ansprechen und potenzielle Kooperationen schneller anbahnen. Darüber hinaus lassen sich organische und gesponserte Beiträge, die eine Marke erwähnen, identifizieren und über Thought Leader Ads verstärken. LinkedIn möchte Unternehmen so dabei helfen, erfolgreiche Creator-Inhalte in bezahlte Reichweite zu überführen und deren Sichtbarkeit bei relevanten Entscheider:innen zu erhöhen.

Warum LinkedIn auf Creator Marketing setzt

Mit dem neuen Marketplace adressiert LinkedIn eine zentrale Herausforderung im B2B Creator Marketing. Laut dem „Global B2B Marketing Outlook 2026“ Report, einer von YouGov im Auftrag von LinkedIn durchgeführten Befragung von 1.299 B2B Marketern aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Indien, zählt die Suche nach glaubwürdigen und relevanten Creatorn zu den größten Herausforderungen für Unternehmen, die Creator-Kampagnen umsetzen oder planen. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse die wachsende Bedeutung von Influencer Marketing im B2B-Bereich:

  • 82 Prozent der Befragten sagen, dass Creator die Glaubwürdigkeit bei Entscheidungsträger:innen erhöhen.
  • 70 Prozent geben an, dass Käufer:innen heute stärker auf Expert:innen und Branchenstimmen vertrauen als auf Inhalte von Marken selbst.
  • Mehr als die Hälfte der B2B-Käufer:innen informiert sich vor einer Kaufentscheidung über Creator Content.

So wird auch deutlich, warum LinkedIn den Creator Marketplace gerade jetzt einführt: Die Business-Plattform will Marken den Zugang zu den Stimmen erleichtern, denen Entscheider:innen zunehmend vertrauen.

So profitieren Creator vom Marketplace

Der Creator Marketplace soll jedoch nicht nur Marken, sondern auch Creatorn neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Wer sich für das Programm registriert, kann:

  • das eigene Profil für Marken sichtbar machen
  • ausgewählte Inhalte hervorheben
  • bevorzugte Kontaktwege hinterlegen
  • selbst festlegen, wie Unternehmen Kontakt aufnehmen können

Zudem behalten Creator die Kontrolle darüber, wie und wann gesponserte Inhalte im Rahmen von Markenkooperationen genutzt werden.

Creator Marketplace: Die Business-Version von Instagrams Erfolgsmodell

Influencer Marketing war lange das Spielfeld von Instagram, TikTok und YouTube. LinkedIn spielte zwar bei Thought Leadership und Personal Branding mit, bot Marken aber bislang kaum Möglichkeiten, vertrauenswürdige Stimmen systematisch zu identifizieren und Kooperationen direkt auf der Plattform umzusetzen. Das ändert sich jetzt mit dem neuen Creator Marketplace, einem weiteren Schritt in LinkedIns Ausbau zum B2B Hub für Creator-Kooperationen.

Instagram brachte den Creator Marketplace bereits 2022 an den Start und rollte ihn 2024 auch in Deutschland aus – mit AI Support. Auch YouTube integriert KI in die Creator-Suche. Mit Gemini können Marken innerhalb von Creator Partnerships passende Influencer aus dem Pool des YouTube-Partner Programs finden und potenzielle Kooperationen schneller identifizieren.

LinkedIn adaptiert dieses Modell nun für die Business-Welt. Wie bei Instagram und YouTube sollen Marken einfacher mit relevanten Creatorn zusammenfinden und Kooperationen effizienter umsetzen können. Im Fokus stehen dabei jedoch Fachwissen, Branchenexpertise und Einfluss auf Geschäfts- und Kaufentscheidungen. Anders als Instagram und YouTube setzt LinkedIn bei der Creator-Suche jedoch (noch) nicht auf KI-gestützte Empfehlungen. Da generative KI inzwischen nahezu alle Bereiche des digitalen Marketings prägt, von Strategie und Kreation bis zu Kampagnensteuerung und Analyse, könnte sie perspektivisch auch im neuen Creator Marketplace von LinkedIn mit zusätzlichen Funktionen Einzug halten.

LinkedIn startet BrandWorks für B2B-Kampagnen

Neben dem Creator Marketplace startet LinkedIn mit BrandWorks ein neues Beratungs- und Serviceangebot für Werbetreibende. Das Team aus Spezialist:innen für Brand, Creative, Content und Events soll Unternehmen dabei unterstützen, Kampagnen für Entscheider:innen auf LinkedIn zu entwickeln und deren Wirkung zu steigern. Gemeinsam mit Marken und Agenturen soll BrandWorks unter anderem dabei helfen:

  • Zielgruppen-Insights in Strategien zu übersetzen
  • Inhalte stärker am Verhalten von Käufer:innen auszurichten
  • mehr aus bestehenden Kreativkonzepten herauszuholen
  • Kampagnen mit wirkungsvollen Aktivierungen zu verknüpfen

Nach Angaben von LinkedIn wird BrandWorks bereits von Unternehmen wie SAP und Webflow genutzt, um Kampagnen gezielter auszuspielen und deren Wirkung zu steigern.


Neue LinkedIn-Metrik zeigt, welche Posts neue Zielgruppen erreichen

Screenshot der neuen LinkedIn-Beitragsanalysen auf einem Smartphone. Die Ansicht zeigt die neuen Reichweitenmetriken In-Network Reach und Out-of-Network Reach, mit denen Nutzer:innen nachvollziehen können, welcher Anteil der Impressionen aus dem eigenen Netzwerk stammt und wie viel Reichweite außerhalb davon entsteht.
© Sam Corrao Clanon via Canva

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