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Interne Chats: Live-Nation-Mitarbeiter finden Kunden „so dumm“


Anfang März begann in Manhattan der seit Jahren vorbereitete Prozess um die beiden Veranstaltungsriesen Live Nation und Ticketmaster, die seit 2005 ein Unternehmen bilden. Kurz nach der Eröffnung gab es eine auch für den Richter überraschende vorläufige Einigung mit dem US-Justizministerium, der sich über 20 der klagenden Bundesstaaten aber nicht anschließen wollen. Noch läuft das Verfahren weiter – die Anklage will neue Beweise zulassen.

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Dazu zählen auch Chatprotokolle aus der Groupware Slack, über welche Associated Press (AP) berichtet. Die Nachrichtenagentur zititert dabei aus Gerichtsunterlagen, in denen Mitarbeiter von Live Nation ihre Kunden verspottet haben, weil diese extrem hohe Preise für Tickets bezahlen. „Diese Leute sind so dumm“, heißt es, und die Preise seien eigentlich „empörend“. Man fühle sich „fast schlecht dabei, sie so auszunutzen“. Die Anwälte von Live Nation entgegneten, es handle sich um „spontane Frotzeleien“ unter Freunden, die aber nicht direkt zusammenarbeiten. Dies, so Anwälte weiter, spiegle nicht die Haltung des Unternehmens wider.

Um welche Beträge es sich handelt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die Äußerungen sollen jedoch für VIP-Pakete für eine Veranstaltung gefallen sein, die bei Live-Nation-Events schnell einige hundert oder tausende US-Dollar kosten können. Darin sind in der Regel beschleunigte Zugänge, besonders gute Sitzplätze, Fan-Pakete, oder auch Meet-and-Greets mit Künstlern oder Sportlern enthalten. Die VIP-Pakete sind oft gestaffelt und enthalten eine oder mehrere dieser Leistungen.

Live Nation und Ticketmaster wird vorgeworfen, so laut AP ein Anwalt der Kläger, „den Wettbewerb zu ersticken“, weil die Unternehmen mit ihren Tochterfirmen an allen Aspekten des Live-Geschäfts beteiligt sind. Der Konzern besitzt inzwischen zahlreiche eigene Veranstaltungsorte, das Ticketing über Ticketmaster, eine Merchandise-Abteilung, und auch Promotion- und Management-Abteilungen für Künstler und Sportler. In der Branche sind die so genannten „360-Grad-Verträge“ von Live Nation berüchtigt, bei denen sich etwa eine Band von der Aufnahme der Musik über Konzerte bis hin zum Verkauf von Fanartikeln um nichts mehr kümmern muss – und Live Nation überall mitverdient.

Für kleinere Anbieter, wie etwa Merchandise-Händler, oder die Booking-Agenturen, bleibt dann kaum etwas übrig, vor allem, weil Live Nation die Kontrolle über Veranstaltungsorte besitzt. Welchen Bedingungen sich andere Dienstleister dabei unterwerfen müssen, hat unter anderem der seit vielen Jahren auch im Livegeschäft tätige YouTuber „Tank the Tech“ mehrfach beschrieben. Tank zufolge verlangen Live-Nation-Locations unter anderem regelmäßig unter anderem hohe fixe Gebühren oder Beteiligungen für den Verkauf von Fanartikeln, auch wenn diesen eine Band und deren Dienstleister vollständig selbst abwickelt. Teil des Einigungsvorschlages des US-Justizministeriums ist auch, dass Live Nation einige seiner Veranstaltungsorte wieder abgeben muss.

Da so viele Bundesstaaten dem Deal nicht zustimmen wollen, geht ein Anwalt der Kläger laut AP inzwischen davon aus, dass der Prozess weitergeht. Am vergangenen Donnerstag ist dem Bericht zufolge ein Schreiben beim zuständigen Gericht eingegangen, das die fraglichen Slack-Chats als Beweis zulassen soll. Die entsprechenden Mitarbeiter von Live Nation könnten dann als Zeugen vernommen werden.

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(nie)



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Liquid Glass: Neuer Regler soll Gemüter beruhigen


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apple will mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 alles besser machen: Statt großer Designänderungen und – außerhalb Siri AI – zahlreichen neuen Funktionen setzt der Hersteller auf Produktpflege. Das gilt insbesondere für den umstrittenen Liquid-Glass-Look, der mit macOS 26 eingeführt worden war: Er ist nun besser konfigurierbar und zurückgefahren worden. Manchen Fans des alten Designs geht das sogar zu weit, während andere sich freuen, dass die Betriebssysteme wieder lesbarer geworden sind.

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Dreh- und Angelpunkt ist ein neuer Regler, den es in allen drei neuen Betriebssystemen in den Systemeinstellungen gibt. Er befindet sich auf dem Mac im Menü Erscheinungsbild im Bereich Liquid Glass. Standardmäßig steht der Regler in der Mitte, dies soll der neue Standard sein. Er steht für eine Kombination aus Glaseffekt und vergleichsweise guter Lesbarkeit. Da die Darstellung ein Hintergrundbild aufweist, kann man den Look vor verschiedenen Darstellungen prüfen. Dreht man den Regler ganz nach links, ist der größte Durchsichtigkeitsgrad erreicht, ganz nach rechts werden die Designelemente zu Milchglas.

Der Unterschied zwischen der mittleren Position und der größten Durchsichtigkeit ist auf den ersten Blick je nach Hintergrund erstaunlich gering. Apple tendiert also weniger in Richtung „altes“ Liquid Glass als zuvor. Wer es besonders glasig mochte, könnte daher enttäuscht sein. Apple sollte erwägen, hier wieder mehr Durchsichtigkeit zu ermöglichen, da der Nutzer sie ja einstellen kann. Ob sich das in den kommenden Betas ändern wird, bleibt abzuwarten, aktuell gibt es nur allererste Developer-Previews und keine Public Betas. Letztere folgt im Juli.

Die Liquid-Glass-Änderungen ziehen sich durch die gesamten Betriebssysteme. Auf dem Mac ist das besonders deutlich, wo es wieder mehr Trennung zwischen Seitenleiste und Tab-Leiste gibt. Selbst die stark abgerundeten Fenster wurden zurückgefahren, der Radius ist sanfter und kehrt zum Look von Sequoia (macOS 15) zurück. Die zahllosen verwirrenden Menü-Icons, die Apple in macOS 26 ergänzt hatte, sind auf ein Mindestmaß zurechtgestutzt.

Geschraubt wurde an den App-Icons für alle Systeme, die etwas plastischer geworden sind. Die Seitenleisten auf dem Mac etwa im Finder sind nicht mehr nur einfarbig, was sie übersichtlicher macht. An diversen Stellen hat Apple auch an der Rendering-Engine geschraubt. Die soll etwa Icons besser absetzen. Einige Effekte wurden hingegen kassiert, etwa das Schimmern der iOS-Homescreen-Icons, wenn man das Gerät bewegt. Apples neue Betriebssysteme erscheinen im Herbst.

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(bsc)



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Schutz vor Sonnenstürmen: Satelliten sollen Schutzschild der Erde stärken


Ein halbes Dutzend Satelliten mit alkalischen Chemikalien könnte die Erde im Fall eines heftigen Sonnensturms vor den potenziell katastrophalen Folgen schützen – zu einem Bruchteil der Kosten. Das meint jedenfalls eine Forschungsgruppe aus den USA, die ihre Überlegungen jetzt vorgestellt haben. Die sehen vor, dass die Satelliten im Fall eines auf die Erde zielenden Sonnensturms Gas ablassen, das dann zu Plasma ionisieren würde. In der Folge würde es an den Rand der Magnetosphäre gedrückt, wo es die Folgen des Sonnensturms abschwächen würde. Dessen Intensität könnte dadurch halbiert werden, schreibt die Gruppe. Innerhalb von Stunden würde das Material dann von der Magnetosphäre „herausgespült“. In der Folge müssten die Satelliten durch neue ersetzt werden.

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Sonnenstürme oder magnetische Stürme sind Störungen der Magnetosphäre ausgelöst durch Schockwellen des Sonnenwinds, beispielsweise durch Sonneneruptionen. Die elektrisch geladenen Teilchen schwächen das Erdmagnetfeld, mit potenziell weitreichenden Folgen für unsere Technik. Die Partikel können moderne Infrastruktur im Weltall und auf der Erdoberfläche lahmlegen, betroffen wären beispielsweise Strom- und Kommunikationsnetze. Vor fünf Jahren hat eine US-Forscherin gewarnt, dass eine besonders starke Sonneneruption dramatische Folgen für die Internetinfrastruktur auf der Welt haben und eine „Internet-Apokalypse“ auslösen könnte.

Das Team um den Maschinenbauingenieur Brian Walsh von der Boston University versichert jetzt, dass die vorgeschlagene Methode nur zur Verfügung stehende Technik und Materialien benötigt. Das mache es zu „einer praktischen Lösung für den künftigen Schutz vor Weltraumwetter“. Die Gruppe nennt ihr Konzept „StormWall“ und meint, das größte Hindernis seien die Kosten. Angesichts der Kosten für die Schäden eines heftigen Sonnensturms ginge es aber um nicht so viel. Insgesamt müssten die Satelliten so viel Material an Bord haben wie ein Dutzend Tanklastwagen. Das Team will jetzt daran arbeiten, die Kosten weiter zu senken. Die Studie stellen sie im Fachmagazin Space Weather vor.


(mho)



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Bildungsminister setzen auf Medienkompetenz statt Social-Media-Verbot


Während der laufenden Debatte um eine Altersbegrenzung der sozialen Medien hat sich die Bildungsministerkonferenz auf eine Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern verständigt. „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu einem reflektierten, kritischen und sicheren Umgang mit Social Media zu befähigen, ihre Medienkompetenz zu stärken und sie besser vor negativen Auswirkungen zu schützen“, erläuterte die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Anna Stolz (CSU), in München. Es gehe um einen Dreiklang aus sensibilisieren, stärken und schützen.

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„Wir wollen junge Menschen stark machen für die digitale Welt voller Chancen, aber auch voller Herausforderungen“, betonte Stolz, die auch bayerische Kultusministerin ist. Die zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder hätten sich daher in einer Erklärung zum Umgang mit Social Media in den Schulen erstmals auf gemeinsame Ziele, Leitlinien und Maßnahmen verständigt. Im Mittelpunkt stehe dabei die Entwicklung von digitaler Resilienz, der Schutz vor negativen Auswirkungen exzessiver Social-Media-Nutzung sowie die enge Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus.

Über die Notwendigkeit dieser drei Komponenten bestehe Einigkeit, betonte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) – „unabhängig davon, ob wir jetzt im Einzelnen für oder gegen ein pauschales Social-Media-Verbot – das ist ja eine sehr vereinfachte Debatte, die hier geführt wird – sind“.

Wie in anderen Ländern wird auch in Deutschland derzeit über Altersgrenzen für soziale Medien diskutiert; aktuell erarbeitet eine Expertenkommission Empfehlungen für konkrete Maßnahmen. Prien kündigte an, dass die Ergebnisse am 24. Juni vorgestellt würden und knapp 50 Empfehlungen enthielten, die sich neben den Schulen auch an Eltern, Kitas und etwa Ärzte richteten.

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Dessen ungeachtet müssten die Länder die Stärkung von Medienkompetenz in den Schulen noch mehr in den Mittelpunkt rücken, sagte die Bildungsministerin des Saarlandes, Christine Streichert-Clivot (SPD). „Social Media kann verbinden, informieren und inspirieren, aber auch verunsichern, unter Druck setzen oder manipulieren. Deshalb müssen junge Menschen lernen, kritisch hinzuschauen, Informationen einzuordnen und selbstbewusst mit digitalen Medien umzugehen.“

Ihre Kollegin Dorothee Feller (CDU) aus Nordrhein-Westfalen ergänzte, Angebote wie „Kompetent im Netz“ würden daher weiter ausgebaut. Es werde aber ohne die Einbindung der Eltern nicht funktionieren, die Kinder auf eine Welt vorzubereiten, in der Social Media, künstliche Intelligenz und sonstige digitale Entwicklungen den Alltag prägen.


(kbe)



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