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Künstliche Intelligenz

Top 10: Die besten Saugroboter im Test – Roborock vor Ecovacs, Eufy & Dyson


Saugroboter mit Wischfunktion erleichtern den Alltag. Wir zeigen die besten Modelle mit Absaug- oder Reinigungsstation.

Saugroboter sind praktische Haushaltshelfer, technisch inzwischen ausgereift, aber oft kostspielig. Entscheidend ist dabei weniger die reine Leistung als die Frage, wie gut die Geräte diese im Alltag umsetzen. Modelle, die ziellos durch die Wohnung fahren, helfen wenig – gefragt sind präzise Navigation, zuverlässige Reinigungsleistung und eine praxisgerechte Lautstärke.

Smarte Technik ermöglicht es modernen Saugrobotern, einen Großteil der Arbeit beim Saugen und Wischen eigenständig zu übernehmen. Doch nicht das Datenblatt zählt, sondern die Alltagstauglichkeit. Einige Geräte beeindrucken zwar mit hohen Leistungswerten, scheitern jedoch in der Praxis an Orientierung, Reinigungsqualität oder Geräuschentwicklung.

Unsere Bestenliste basiert auf Dutzenden Tests und umfasst die Modelle, die uns am meisten überzeugt haben. Bewertet wurden Funktionsumfang, Navigation, Objekterkennung, Saugleistung, Wischergebnis, Design und Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu jedem Gerät beschreiben wir Stärken, Schwächen und die Gründe für seine Platzierung.

Welcher ist der beste Saugroboter?

Wer nach einer klaren Empfehlung fragt: Unser Testsieger ist der neue Roborock Saros 20. Dieser glänzt mit hervorragender Objekterkennung, Navigation und tadelloser Reinigungsleistung. Dank kippbarem Chassis kann er einzelne Hindernisse bis 4,5 cm überwinden. Die App gehört zudem zu den besten auf dem Markt. Aktuell kostet der Saros 20 1489 Euro.

Auf Platz zwei landet der Eufy Omni E28 Hydrojet – unser Technologiesieger. Er kombiniert Saugroboter und Nasssauger: Die Nasssauger-Einheit lässt sich aus der Station entnehmen und separat nutzen, an der Station dient sie als Absaugung, Frischwasser- und Schmutzwassertank. Der Roboter selbst punktet mit einer Wischwalze, die sich während der Fahrt reinigt und so Schmutz nicht verteilt – ganz ohne Zwischenstopp an der Basis. Für einen Preis von 679 Euro bei Ebay (Code: POWEREBAY3) ist das eine lohnenswerte und praktische Kombi.

Preis-Leistungs-Sieger ist der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni. Statt einer Rüttelplatte setzt er auf eine Wischwalze und erzielt damit ein hervorragendes Wischergebnis – selbst eingetrocknete Acrylfarbe verschmiert nicht. Saugkraft und Navigation überzeugen. Die Objekterkennung weist aber Schwächen auf. Ausschlaggebend für die Platzierung ist der erstaunlich niedrige Preis von 599 Euro bei Coolblue für das vor wenigen Monaten über 1200 Euro kostende Topmodell – ein absoluter No-Brainer-Deal.

Hinweis: Das Preis-Leistungs-Verhältnis zählt neben Ausstattung und Praxiserfahrung (Navigation, Reinigungsergebnis, App und Hinderniserkennung) zu den wichtigsten Kriterien unserer Bestenliste. Es sorgt für faire, nachvollziehbare Reihung: Sind Leistung und technische Eigenschaften vergleichbar, erhält das Modell mit dem attraktivsten Preis den höheren Rang. Ein Saugroboter, der marginal besser ist, aber deutlich teurer, kann hinter einem Modell mit deutlicherem Preis-Leistungs-Vorteil landen. Der Testsieger soll technisch die höchste Leistung liefern, unabhängig vom Preis.

KURZÜBERSICHT

Der Roborock Saros 20 punktet mit seinem durchdachten, flachen Design und gehört mit 36.000 Pa Saugkraft zu den Besten am Markt. Das ermöglicht die Reinigung unter niedrigen Möbeln, wo andere Roboter kapitulieren. Die Duo-Divide-Bodenwalze verhindert Haarverwicklungen effektiv.

Besonders hervorzuheben: Die Station reinigt mit Heißwasser und trocknet bei 100 Grad – das bieten nur wenige Topmodelle. Die Reinigungsergebnisse in der Praxis sind hervorragend. Der Preis von 1489 Euro ist allerdings auch ziemlich hoch.

VORTEILE

  • hervorragende Saugleistung
  • Kletterfunktion bis 4,5 cm
  • Heißwasserreinigung und Lufttrocknung mit 100 Grad
  • ultraflaches Design
  • 5-GHz-WLAN-Unterstützung und Matter-Kompatibilität

NACHTEILE

  • sehr hoher Preis
  • Wischleistung systembedingt unter Walzensystem-Niveau

Der Eufy Omni E28 Hydrojet bietet 20.000 Pa Saugkraft und eine Wischwalze, die mit Druck und Rotation arbeitet statt nur mit feuchten Tüchern. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der integrierte und abnehmbare Nasssauger, der hartnäckige Flecken aus Polstern und Autositzen entfernt – und ihn damit zu unserem Innovationssieger macht. Für 679 Euro bei Ebay (Code: POWEREBAY3) erhält man damit zwei vollwertige Reinigungsgeräte in einem System.

VORTEILE

  • nützlicher Nasssauger für Polster und Autositze
  • fairer Preis
  • gute Wischfunktion

NACHTEILE

  • etwas lautes Fahrgeräusch
  • schwach bei Teppichen
  • Navigation bei Engstellen ausbaufähig

Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni überzeugt primär mit der Wischwalze, die selbst hartnäckige Verschmutzungen entfernt. Im Test beseitigte er sogar verschmierte Acrylfarbe, während herkömmliche Modelle diese nur verteilten. Dank 18.000 Pa Saugleistung nimmt er auch gröberen Schmutz zuverlässig auf. Die intelligente Navigation umgeht Hindernisse zuverlässig, und die ausfahrbare Seitenbürste erreicht auch schwer zugängliche Bereiche. Am erstaunlichsten ist der Preissturz, den der Premium-Roboter hingelegt hat. So kostet er aktuell nur 599 Euro bei Coolblue – für einen derart gut ausgestatteten Roboter ein No-Brainer-Deal.

VORTEILE

  • saugt gut
  • Wischwalze mit Selbstreinigung im Betrieb
  • gute Navigation
  • übersichtliche & responsive App

NACHTEILE

  • schwächere Hinderniserkennung

Ratgeber

Was kann ein Saugroboter leisten – und was nicht?

Moderne Saug- und Wischroboter übernehmen einen Großteil der täglichen Bodenreinigung selbstständig. Sie saugen Staub, Krümel und Haare auf, wischen Hartböden feucht und kehren danach automatisch zur Ladestation zurück. Hochwertige Modelle speichern mehrere Etagen als Karten, erkennen Teppiche und passen ihre Reinigung entsprechend an. Die besten Geräte schaffen auch hartnäckigen Schmutz dank rotierender Mopps oder Wischwalzen.

Die eigentliche Stärke eines Saugroboters liegt in der Kontinuität: Wer ihn täglich fahren lässt, hält die Wohnung auf einem durchgehend ordentlichen Niveau. Staub sammelt sich nicht mehr tagelang an, Krümel verschwinden zeitnah, Tierhaare verteilen sich nicht durch die ganze Wohnung. Diese Grundsauberkeit erreicht kein noch so fleißiger Mensch mit manuellem Saugen, weil schlicht die Zeit fehlt, täglich jeden Raum zu reinigen. Der Roboter fährt hingegen einfach los, während man arbeitet oder schläft.

Allerdings bleiben die Details Handarbeit. Ecken und Kanten reinigen Saugroboter bauartbedingt schlechter, hier muss man gelegentlich selbst ran. Hochflorige Teppiche, Fransen oder herumliegende Kabel bereiten vielen Modellen Probleme. Wer Haustiere mit langem Fell besitzt, wird trotz täglicher Roboterfahrten ab und zu selbst zum Staubsauger greifen müssen – besonders auf Polstermöbeln und in Ecken, die der Roboter nicht erreicht.

Narwal Flow – Reinigung

Auch bei akuten Verschmutzungen stößt der Roboter an praktische Grenzen. Wer ein Glas Saft umwirft, wird kaum den Saugroboter aus der Station holen und losschicken. Bis der seine Route geplant hat und an der richtigen Stelle ankommt, ist die Pfütze längst eingetrocknet oder hat sich ausgebreitet.

Für solche Fälle eignet sich ein Akku-Wischsauger deutlich besser – oder schlicht ein Lappen. Die beeindruckenden Wischleistungen moderner Roboter mit Wischwalze, die selbst Acrylfarbe entfernen können, kommen im Alltag daher selten zum Tragen. Niemand wird ernsthaft absichtlich Farbe auf den Boden kippen und dann den Roboter schicken. Die Technik zeigt aber, was theoretisch möglich ist – und hilft bei eingetrockneten Flecken, die man übersehen hat.

Vor dem Kauf lohnt sich daher eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Wohnsituation. Wie groß ist die Wohnfläche? Gibt es viele Teppiche oder hauptsächlich Hartböden? Leben Haustiere im Haushalt? Stehen viele Möbel eng beieinander? Gibt es hohe Türschwellen oder mehrere Etagen? Die Antworten bestimmen, welche Features wirklich wichtig sind – und welches Budget sinnvoll ist.

Was unterscheidet günstige von teuren Saugrobotern?

Der Markt für Saugroboter erstreckt sich von unter 100 Euro bis über 1500 Euro. Die Preisunterschiede spiegeln sich in fast allen Bereichen wider – von Navigation über Wischleistung bis zur Verarbeitung.

Unter 200 Euro gibt es nur sehr einfache Roboter. Sie navigieren meist per Zufall oder einfachem Gyroskop, fahren also kreuz und quer durch die Wohnung und hoffen, irgendwann überall gewesen zu sein. Lasernavigation fehlt in diesem Segment fast vollständig. Die Wischfunktion beschränkt sich auf ein feuchtes Tuch, das hinterhergezogen wird – echte Schmutzentfernung findet nicht statt. Eine Absaugstation gibt es nicht, der Schmutzbehälter muss manuell geleert werden. Für kleine Wohnungen mit wenig Hindernissen mag das ausreichen, größere Grundrisse überfordern diese Geräte schnell.

Saugroboter Lefant M3 im Test

Zwischen 200 und 450 Euro hat sich die Lasernavigation als Standard etabliert. Die Roboter erstellen präzise Karten, fahren systematisch Bahnen und reinigen deutlich effizienter. Auch Absaugstationen tauchen in diesem Segment bereits auf, allerdings ohne Wischpad-Reinigung. Die Wischfunktion bleibt meist rudimentär – ein befeuchtetes Tuch ohne Rotation oder Vibration wie beim doch erstaunlich guten und günstigen Lefant M3 (Testbericht) für unter 300 Euro. Kameras zur Objekterkennung fehlen in der Regel, der Roboter verlässt sich auf Nahbereichssensoren und den Frontbumper. Für Haushalte ohne Haustiere und mit aufgeräumten Böden reichen diese Modelle oft aus.

Ab 450 Euro wird es richtig spannend. Hier beginnt die echte Oberklasse mit Features, die vor zwei Jahren noch Premium-Geräten jenseits der 1000 Euro vorbehalten waren. Der Ecovacs T80 Omni (Testbericht) zeigt exemplarisch, was in diesem Segment möglich ist: Objekterkennung per Kamera, Wischwalze statt simpler Tücher, vollwertige Reinigungsstation mit Mopp-Wäsche und Trocknung. Die Navigation arbeitet präzise, die Saugleistung überzeugt, und selbst hartnäckiger Schmutz hat kaum Chancen.

Zwischen 500 und 1000 Euro tummeln sich die meisten Topmodelle – oft schon wenige Monate nach ihrer Markteinführung. Die Hersteller senken die Preise schnell, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Unser Preis-Leistungs-Sieger Ecovacs Deebot X8 Pro Omni (Testbericht) kostet mittlerweile nur die Hälfte der UVP. In diesem Preisbereich bekommt man zuverlässige Objekterkennung, exzellente Wischergebnisse, leistungsstarke Reinigungsstationen und eine ausgefeilte App-Steuerung. Für die allermeisten Haushalte bietet dieses Segment das beste Verhältnis aus Preis und Leistung.

Über 1000 Euro geht es um Feinheiten und letzte Raffinesse. Die Objekterkennung arbeitet noch zuverlässiger, die Fahrdynamik wirkt geschmeidiger, die Verarbeitung hochwertiger. Manche Modelle bieten ausgefallene Extras wie den Greifarm des Roborock Saros Z70 (Testbericht), der herumliegende Gegenstände aufheben und wegräumen kann – allerdings eher als Machbarkeitsstudie denn als unverzichtbares Feature.

Auch besonders flache Bauformen für niedrige Möbel oder spezielle Kletterfunktionen für hohe Türschwellen finden sich hier. Wer absolute Spitzenleistung ohne Kompromisse sucht, wird in diesem Segment fündig – zwingend notwendig ist der Aufpreis für die meisten Haushalte aber nicht.

Alle Modelle in unserer Bestenliste setzen auf Lasernavigation, ergänzt durch nach vorn gerichtete Kameras für die Objekterkennung. Denn der Laser übersieht niedrige oder sehr dünne Gegenstände wie Kabel, Socken oder Stuhlbeine – hier springt die Kamera mit KI-Unterstützung ein.

Wie wichtig sind Navigation und Grundriss?

Ein guter Saugroboter muss nicht über 1000 Euro kosten, liegt aber vermutlich über 450 Euro. Entscheidend ist weniger der absolute Preis als vielmehr die Frage, welche Features für den eigenen Haushalt tatsächlich relevant sind. Wer diese Frage vor dem Kauf klärt, spart Geld und vermeidet Enttäuschungen.

Die Beschaffenheit der Wohnung spielt eine zentrale Rolle bei der Wahl des richtigen Modells. Ein verwinkelter Altbau-Grundriss mit vielen kleinen Räumen, Nischen und Türschwellen stellt ganz andere Anforderungen als eine offene Loft-Wohnung mit freien Flächen. Im ersten Fall zahlt sich präzise Lasernavigation mit guter Kartierung besonders aus, weil der Roboter sonst in Ecken hängenbleibt oder ganze Bereiche übersieht.

Bei Türschwellen über zwei Zentimetern Höhe benötigt man zudem spezielle Kletterfunktionen – der Dreame X50 Ultra Complete (Testbericht) überwindet etwa Hindernisse bis zu 4,2 cm. Wer hingegen hauptsächlich eine große, zusammenhängende Fläche ohne nennenswerte Hindernisse reinigen lässt, kommt auch mit weniger ausgefeilter Navigation zurecht und kann entsprechend sparen.

Wer mehrere Etagen reinigen lassen möchte, benötigt einen Roboter, der mehrere Karten speichern kann. Die meisten Mittel- und Oberklassemodelle beherrschen das inzwischen, aber nicht alle. Allerdings muss der Roboter zwischen den Etagen manuell getragen werden – Treppen überwinden kann keines der aktuellen Modelle. Manche Haushalte entscheiden sich daher für einen zweiten, günstigeren Roboter im Obergeschoss statt für ein einzelnes Spitzengerät.

Welche Rolle spielen Bodenbeläge und Teppiche?

Die Frage nach Teppichen und Bodenbelägen beeinflusst sowohl die nötige Saugleistung als auch die Anforderungen an die Wischfunktion. Haushalte mit überwiegend Hartböden wie Fliesen, Parkett oder Vinyl profitieren enorm von einer guten Wischtechnik, während die Saugkraft weniger kritisch ist – hier genügen auch günstigere Modelle mit solider Wischleistung.

Umgekehrt erfordern hochflorige Teppiche oder viele Auslegewaren eine starke Saugkraft und spezielle Bürstenwalzen. Kombinationen aus Gummilamellen und Borstenreihen entfernen eingetretenen Schmutz am zuverlässigsten aus Teppichfasern. Wichtig ist auch, dass der Roboter Teppiche automatisch erkennt und die Saugkraft erhöht und die Wischmopps anhebt, um den Teppich nicht zu durchnässen. Bei besonders hochflorigen Teppichen oder Läufern mit Fransen stoßen aber selbst teure Modelle an ihre Grenzen – hier hilft nur Ausprobieren oder ein Blick in Erfahrungsberichte anderer Nutzer mit ähnlicher Ausstattung.

Worauf sollten Haustierbesitzer achten?

Haustierbesitzer sollten besonders auf Objekterkennung und Bürstenkonstruktion achten. Katzen und Hunde hinterlassen nicht nur Haare, sondern gelegentlich auch unschöne Überraschungen auf dem Boden. Eine zuverlässige Kameraerkennung verhindert, dass der Roboter Tierkot durch die gesamte Wohnung verteilt – ein Albtraum, den viele Haustierhalter mit älteren Modellen erlebt haben. Die Hauptbürste sollte zudem so konstruiert sein, dass sich Tierhaare nicht permanent verwickeln. Manche Hersteller bieten spezielle Anti-Tangle-Bürsten an, andere setzen auf reine Gummiwalzen ohne Borsten, die sich leichter reinigen lassen.

Die verfügbare Zeit für das Aufräumen vor der Reinigung bestimmt ebenfalls, wie wichtig eine gute Objekterkennung ist. Wer ohnehin jeden Abend Kabel aufrollt, Socken einsammelt und Spielzeug wegräumt, benötigt keine ausgefeilte KI-Erkennung – ein Mittelklasse-Modell genügt. In Haushalten mit Kindern oder chronisch unaufgeräumten Böden hingegen verhindern Modelle mit Kamera frustrierende Festfahrer. Der Roboter erkennt dann Ladekabel, herumliegende Kleidungsstücke oder Spielzeugautos und umfährt sie, anstatt sie einzusaugen oder sich darin zu verheddern.

Welche Extras gibt es – und wer braucht sie?

Die Geräuschempfindlichkeit spielt für viele Nutzer eine Rolle. Wer den Roboter während der Arbeit im Homeoffice fahren lassen möchte, achtet auf besonders leise Modelle. Manche Geräte bieten einen speziellen Flüstermodus, der die Saugleistung zugunsten der Lautstärke reduziert. Andere sind konstruktionsbedingt lauter, dafür aber gründlicher. Hier hilft nur ein Blick in die Testberichte, denn die Herstellerangaben zur Lautstärke sind oft geschönt oder beziehen sich auf den schwächsten Saugmodus.

Roborock Saros Z70 – Greifarm für Schuhe

Bei den Extras gehen die Meinungen auseinander. Der bereits erwähnte Greifarm des Roborock Saros Z70 (Testbericht) kann herumliegende Socken aufheben und in einen Korb legen – spannend, aber eher ein Gimmick als ein Must-have. Der Eufy Omni E28 Hydrojet (Testbericht) kombiniert Saugroboter mit entnehmbarem Nasssauger, sodass man bei Bedarf auch manuell Polster oder Autoteppiche nass reinigen kann. So hat man zwei Geräteklassen in einem Produkt vereint – praktisch, aber nicht für jedermann notwendig.

Viele Modelle bieten integrierte Sprachassistenten, die auf Zuruf einzelne Räume reinigen. Andere Roboter setzen auf besonders flache Bauformen unter acht Zentimetern Höhe, um unter niedrige Sofas und Betten zu passen – hier verzichten die Hersteller dann meist auf den klassischen Laserturm zugunsten anderer Sensorkombinationen. All diese Extras können im Einzelfall nützlich sein, treiben aber den Preis in die Höhe. Die Grundfrage bleibt: Braucht man das wirklich, oder reicht ein solides Standardmodell?

Welche Wischtechnik reinigt am besten?

Aktuelle Saugroboter setzen auf drei verschiedene Wischtechniken, die sich in Funktionsweise und Ergebnis deutlich unterscheiden.

Mova V50 Ultra Complete – ausfahrbare Wischmopps

Rotierende Mopps sind der Klassiker unter modernen Saugrobotern mit Wischfunktion. Runde Platten mit einem angehefteten Wischtuch drehen sich mit hoher Geschwindigkeit und erzeugen so mechanischen Druck auf den Boden. Sie lösen auch angetrockneten Schmutz gut und lassen sich bei vielen Modellen anheben, um Teppiche trocken zu überfahren. Immer mehr Geräte fahren ihren Mopp sogar seitlich aus, um randnah zu wischen.

Der Nachteil dieser Technik liegt im Prinzip selbst: Die Mopps nehmen Schmutz auf und tragen ihn weiter, bis sie an der Station gereinigt werden. Bei großen Wohnflächen von 100 Quadratmetern oder mehr kann das zum Problem werden, weil der Mopp gegen Ende der Reinigung bereits stark verschmutzt ist – oder umgekehrt der Roboter sehr häufig zur Station fährt und sich damit die Reinigungszeit erheblich verlängert.

Roborock Saros 10 – vibrierende Wischplatte

Vibrierende Wischplatten ahmen eine Schrubb-Bewegung nach und arbeiten mit Hochfrequenz. Sie eignen sich gut für leichte bis mittlere Verschmutzungen und hinterlassen kaum Schlieren auf glatten Böden wie Fliesen oder Vinyl. Bei stark eingetrocknetem Schmutz stoßen sie jedoch an Grenzen, weil der mechanische Druck geringer ausfällt als bei rotierenden Mopps.

Ein neuer Trend des Jahres 2025 sind die sogenannten Wischwalzen. Sie arbeiten nach einem anderen Prinzip, das man von Wischsaugern (Bestenliste) kennt. Diese nehmen Schmutz direkt auf und werden während der Fahrt kontinuierlich mit Frischwasser aus einem Tank im Roboter beträufelt. Eine Abstreifkante entfernt den aufgenommenen Schmutz laufend von der Walze und bugsiert ihn in einen separaten Schmutztank im Roboter.

Eufy Omni E28 Hydrojet – Wischwalze

Dadurch verteilt er Schmutz nicht in der Wohnung – ein entscheidender Vorteil gegenüber Mopps, die denselben Lappen durch alle Räume ziehen. Der Ecovacs X8 Pro Omni zeigt, wie gut diese Technik funktioniert: Selbst schmierige Acrylfarbe verschmiert er nicht, sondern nimmt sie direkt auf. Nachteil: Die Technik ist komplexer, die Walzen verschleißen schneller als textile Mopps und erfordern mehr Wartung.

Bei allen Techniken gilt: Erst die Reinigungsstation macht den Unterschied für den Alltag. Modelle, die ihre Wischpads mit heißem Wasser waschen und anschließend mit Warmluft trocknen, verhindern Bakterienbildung und unangenehme Gerüche fast vollständig. Wer schon einmal vergessen hat, ein feuchtes Wischtuch mehrere Tage am Roboter zu lassen, weiß, wie unangenehm das riechen kann. Eine Station mit aktiver Trocknung löst dieses Problem zuverlässig.

Wie lange hält ein Saugroboter – und was kostet der Unterhalt?

Die Lebensdauer eines Saugroboters hängt von mehreren Faktoren ab. Der Akku ist meist das erste Bauteil, das nach einigen Jahren an Kapazität verliert. Bei täglicher Nutzung rechnen die meisten Hersteller mit drei bis fünf Jahren, bevor die Laufzeit spürbar nachlässt. Ob sich dann ein Akkutausch lohnt oder ein neues Gerät sinnvoller ist, hängt vom Modell ab – bei manchen lässt sich der Akku einfach selbst wechseln, bei anderen ist ein Werkstattbesuch nötig.

Neben dem Akku spielen die laufenden Kosten für Verbrauchsmaterial eine Rolle, die viele Käufer unterschätzen. Staubbeutel für die Absaugstation kosten je nach Hersteller zwischen 2 und 5 Euro pro Stück und halten etwa vier bis acht Wochen. Seitenbürsten verschleißen je nach Bodenbelag nach einigen Monaten und kosten im Zweierpack zwischen 10 und 20 Euro. Die Hauptbürste hält länger, muss aber ebenfalls irgendwann ersetzt werden. Wischmopps oder -walzen verschleißen durch die mechanische Beanspruchung und die regelmäßige Heißwäsche, hier fallen je nach Modell 15 bis 40 Euro für ein Ersatzset an. Über die Jahre summieren sich diese Kosten auf einen relevanten Betrag.

Die Ersatzteilverfügbarkeit sollte daher beim Kauf eine Rolle spielen. Bei etablierten Herstellern wie Roborock, Ecovacs oder Dreame sind Ersatzteile auch nach Jahren noch erhältlich. Bei weniger bekannten Marken kann es passieren, dass Zubehör schon nach kurzer Zeit nicht mehr lieferbar ist – ein ärgerliches Szenario, wenn der Roboter eigentlich noch funktioniert, aber keine Seitenbürsten mehr zu bekommen sind.

Eine Alternative zum Originalzubehör bieten Dritthersteller, die für viele populäre Modelle kompatible Ersatzteile anbieten. Diese kosten oft nur einen Bruchteil der Originalpreise – ein Set Seitenbürsten gibt es dann für 5 statt 15 Euro, Staubbeutel im Zehnerpack für 14 statt 30 Euro. Die Hersteller warnen natürlich davor und empfehlen ausschließlich ihr eigenes Zubehör. Nach unserer Erfahrung funktionieren die meisten Drittanbieter-Teile aber problemlos und erfüllen ihren Zweck genauso gut wie die Originale. Lediglich bei den Akkus sollte man vorsichtig sein und auf seriöse Anbieter achten, da minderwertige Nachbauten ein Sicherheitsrisiko darstellen können.

Wie oft muss ein Saugroboter gereinigt werden?

Die Reinigungsstationen moderner Saugroboter versprechen weitgehend autonomen Betrieb über Wochen oder gar Monate. Die Realität sieht nach unserer Erfahrung anders aus: Wer Geruchsentwicklung und hygienische Probleme vermeiden möchte, sollte je nach Verschmutzungsgrad der Wohnung mindestens einmal pro Woche eine gründliche Reinigung von Roboter und Station einplanen.

Besonders kritisch sind Modelle mit Wischwalze. Der im Roboter integrierte Schmutztank, der den von der Walze abgestreiften Schmutz auffängt, sitzt schnell zu und beginnt zu riechen. Das liegt daran, dass sich dort feuchter Schmutz, Haare und organische Reste sammeln – ein idealer Nährboden für Bakterien. Der Tank lässt sich bei den meisten Modellen entnehmen und ausspülen, was aber regelmäßig geschehen muss. Wer das zwei Wochen ignoriert, wird mit einem penetranten Geruch belohnt, der sich nur schwer wieder loswerden lässt.

Ecovacs Deebot X8 Pro Omni – Schmutz- und Frischwassertanks

Auch die Bodenschale der Reinigungsstation, in der die Wischpads oder -walzen ausgewaschen werden, benötigt regelmäßige Aufmerksamkeit. Hier sammeln sich Schmutzreste, Haare und Kalkablagerungen vom Wasser. Je nach Wasserhärte und Nutzungsintensität bildet sich ein schmieriger Film, der ebenfalls anfängt zu riechen. Der Schmutzwassertank der Station sollte nach jeder Reinigung oder spätestens alle paar Tage geleert und ausgespült werden – stehendes Schmutzwasser kippt schnell um.

Die Herstellerangaben zu wartungsfreien Zeiträumen von mehreren Wochen bis Monaten sind technisch vielleicht nicht falsch, aber praktisch keine gute Idee. Wer seinen Saugroboter so lange sich selbst überlässt, wird früher oder später mit übel riechenden Überraschungen konfrontiert. Lieber einmal pro Woche zehn Minuten investieren, um Tank, Schale und Bürsten kurz zu kontrollieren und bei Bedarf zu reinigen – das verlängert auch die Lebensdauer der Verschleißteile.

Wie steht es um Datenschutz und App-Nutzung?

Fast alle modernen Saugroboter benötigen eine Hersteller-App für die volle Funktionalität. Darüber erstellen Nutzer Sperrzonen, planen Reinigungen nach Zeitplan und rufen die Raumkarten ab. Auch Updates für die Firmware des Roboters kommen über die App. Die Daten landen dabei auf Servern der Hersteller – ein Punkt, der datenschutzbewusste Nutzer berechtigterweise beschäftigt.

Die großen chinesischen Hersteller wie Roborock, Ecovacs, Dreame oder Narwal speichern Daten auf Servern in Europa oder den USA, je nach Region des Nutzers. Bei Roborock werden Karten und Fotos von Hindernissen ausschließlich auf dem Gerät selbst gespeichert und direkt auf dem Saugroboter verarbeitet – sie werden nicht in die Cloud übertragen. Auch Sprachbefehle verarbeitet Roborock direkt auf dem Gerät, ohne sie in die Cloud zu senden. Nur wenn die Videoaufnahmefunktion aktiviert ist, überträgt der Roboter Daten an die App, auf den Servern werden jedoch keine Aufnahmen gespeichert.

Trotzdem bleibt ein gewisses Restrisiko. Sicherheitslücken in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Hersteller-Server angreifbar sein können. Auch die Raumkarten selbst enthalten sensitive Informationen über Grundrisse und Einrichtung. Wer maximale Kontrolle möchte, kann den Roboter in ein separates WLAN-Netz verfrachten, das vom Rest des Heimnetzwerks isoliert ist.

Eine App-lose Nutzung ist bei den meisten Modellen grundsätzlich möglich. Wer ein Roborock-Modell ohne App und WLAN nutzt, kann direkt am Gerät per Knopfdruck einen Reinigungsdurchlauf starten. Auch Ecovacs-Roboter bieten ohne WLAN-Verbindung Kernfunktionen wie Grundreinigung, automatisches Andocken und Selbstentleerung. Allerdings muss man ohne WLAN mehr Zeit und Aufwand investieren, um eine Reinigung zu starten oder zu beenden – Funktionen, die die Geräte eigentlich vollautomatisch machen sollen. Auf differenzierte Einstellungen, Raumauswahl, Sperrzonen und Zeitplanung verzichtet man dann komplett.

Was passiert, wenn der Hersteller die Server abschaltet?

Neato Robotics, ein Unternehmen innerhalb der Vorwerk-Gruppe, hat 2023 den Betrieb eingestellt. Vorwerk ließ die Neato-Cloud damals weiterlaufen, damit bestehende Kunden ihre Roboter weiter wie gewohnt nutzen können. Versprochen wurden fünf Jahre Cloud-Betrieb – doch nun war schon Ende 2025 Schluss. Neato schaltet schrittweise die Server ab, bislang kümmerte sich ein 14-köpfiges Team um die Sicherheit und Pflege der Cloud-Server in Mailand.

Wer seinen Neato-Saugroboter weiterhin nutzen möchte, muss diesen künftig über die Starttaste betreiben – ein manuelles Starten ist die einzige Option. Außerdem gehen Saug-, Karten- und viele weitere in der App einstellbare Funktionen verloren. Nach dem Start reinigt der Roboter wie gewohnt, berücksichtigt jedoch keine gespeicherten Kartendetails mehr und erstellt jedes Mal eine neue Karte – Sperrzonen und unterteilte Räume sind nicht mehr vorhanden.

Dieser Fall zeigt ein grundsätzliches Problem cloudbasierter Geräte: Die Investition wird entwertet, obwohl nichts „kaputt“ ist – außer der Geschäftsentscheidung dahinter. Es ist problematisch, dass Produkte verkauft werden, bei denen keine juristisch feste Zusicherung besteht, dass die beworbenen Funktionen dauerhaft garantiert werden. Der Hersteller kann nach Belieben seine Dienste einstellen, und der Käufer hat kaum Handhabe dagegen.

Lassen sich Saugroboter in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant einbinden?

Für Nutzer von Roborock- oder Dreame-Saugrobotern, die mehr Kontrolle über ihre Geräte wünschen, bietet die Smart-Home-Zentrale Home Assistant (Testbericht) eine interessante Alternative zur Hersteller-App. Die offizielle Roborock-Integration in Home Assistant ermöglicht Start-/Stopp-Steuerung, Akkustand, gereinigte Flächen und Fehlermeldungen. Mit der Xiaomi Vacuum Map Card (HACS-Add-on) lassen sich Karten und Segmentreinigungen visualisieren. Wichtig: Karten- und Routendaten laufen über die Cloud – eine vollständig lokale Nutzung ist nicht möglich.

Für Dreame-Roboter existiert eine stabile Community-Integration mit Kartenunterstützung. Ecovacs Deebot X8 und T50 sind nicht offiziell von Home Assistant unterstützt. Der Hersteller empfiehlt stattdessen die Nutzung der Ecovacs Home App und kündigt an, über offizielle Updates zur Home-Assistant-Kompatibilität zu informieren. Für Dreame-Roboter existiert eine Community-entwickelte Integration mit Kartenunterstützung.

Neuere Modelle sind teils mit Matter kompatibel, einem Smart-Home-Standard, der die plattformübergreifende Steuerung verbessert. Matter hilft allerdings nur eingeschränkt: Darüber lassen sich keine Karten anlegen und verwalten, keine Zonen ausschließen – lediglich Start, Stopp und Akkustand sind abrufbar.

In jedem Fall empfiehlt es sich, vorab die Integrationsliste für Home Assistant zu prüfen – die Kompatibilität variiert stark je Modell und Hersteller.

Ist ein Saugroboter ein Stromfresser?

Im Vergleich zu anderen Haushaltsgeräten verbrauchen Saugroboter wenig Strom, wobei man das Gesamtsystem aus Roboter und Reinigungsstation betrachten muss. Der Roboter selbst nimmt während der Reinigung zwischen 30 und 70 Watt auf, abhängig von Saugmodus und Wischfunktion. Bei einer Stunde täglicher Reinigung summiert sich das auf etwa 15 bis 25 kWh pro Jahr.

Die Reinigungsstation verbraucht jedoch zusätzlich Strom, und zwar nicht zu knapp. Die Heißwasser-Moppwäsche nach jeder Reinigung zieht kurzzeitig mehrere Hundert Watt. Deutlich mehr fällt die Heißlufttrocknung ins Gewicht: Sie läuft je nach Modell zwei bis vier Stunden und verbraucht dabei kontinuierlich 100 bis 300 Watt. Insgesamt liegt der Jahresverbrauch eines modernen Saug-Wisch-Roboters mit vollwertiger Reinigungsstation schätzungsweise bei etwa 100 bis 180 kWh – das entspricht bei aktuellen Strompreisen rund 35 bis 65 Euro jährlich. Der konkrete Verbrauch ist aber vom eigenen Modell und der Nutzung abhängig.

Zum Vergleich: Ein klassischer Bodenstaubsauger zieht 800 bis 2000 Watt, verbraucht also in einer halben Stunde so viel wie der Roboter in einer ganzen Woche reiner Fahrzeit.

Was bringt die Zukunft bei Saugrobotern?

Die Entwicklung bei Saugrobotern schreitet rasant voran, und mehrere Hersteller haben bereits spannende Neuerungen angekündigt, die das letzte große Manko der Geräte adressieren: das Treppensteigen.

Sogenannte Treppen-Rover sollen den Saugroboter künftig ins nächste Stockwerk transportieren. Das Konzept funktioniert so: Ein separates Fahrgestell mit Kettenantrieb oder speziellen Rädern klettert die Stufen hinauf. Der Saugroboter fährt in ein Fach auf dem Rover hinein und wird huckepack nach oben gebracht. Oben angekommen, verlässt er den Rover, reinigt die Etage und kehrt anschließend zurück für den Abstieg. Wie gut das in der Praxis funktioniert und was solche Systeme kosten werden, bleibt abzuwarten – die ersten Modelle befinden sich noch in der Ankündigungsphase.

Alternativen zum Saugroboter

Nicht für jeden Haushalt ist ein Saugroboter die beste Lösung. Wer volle Kontrolle über die Reinigung behalten möchte, sehr verwinkelte Räume mit vielen Hindernissen hat oder schlicht das Staubsaugen als meditative Tätigkeit schätzt, fährt mit anderen Geräten besser.

Akku-Staubsauger (Bestenliste) bieten maximale Flexibilität und erreichen auch Stellen, an die kein Roboter kommt: Polstermöbel, Vorhänge, Treppenstufen, Autointerieurs. Sie eignen sich hervorragend für schnelle Zwischenreinigungen und als Ergänzung zum Roboter. Gerade in Haushalten mit Saugroboter ersetzt ein guter Akku-Staubsauger den klassischen Bodenstaubsauger komplett, weil die tägliche Flächenreinigung bereits erledigt ist.

Akku-Wischsauger kombinieren Saugen und Nassreinigung in einem Gerät und liefern auf Hartböden oft bessere Ergebnisse als Saugroboter. Sie erzeugen mehr Druck, fahren häufiger über hartnäckige Stellen und lassen sich gezielt dort einsetzen, wo es nötig ist. Für akute Verschmutzungen wie umgekippte Getränke sind sie dem Roboter haushoch überlegen. Der manuelle Aufwand bleibt jedoch bestehen – wer nicht regelmäßig selbst wischt, profitiert mehr vom Roboter.

Neue Wischsauger bieten zum Teil eine Heißdampffunktion, die den Boden mit über 100 Grad heißem Dampf behandelt und so auch hartnäckige Verschmutzungen und Bakterien beseitigt. Andere Modelle arbeiten mit einer Schaumfunktion, bei der Reinigungsmittel aufgeschäumt und gezielt auf stark verschmutzte Stellen aufgetragen wird. Im Rahmen unserer Wischsauger-Bestenliste haben wir entsprechende Geräte bereits getestet. Ob und wann solche Techniken auch in Saugrobotern Einzug halten, ist noch offen – die Integration in ein autonomes Gerät stellt jedenfalls deutlich höhere Anforderungen als bei einem manuell geführten Wischsauger.

Für die meisten Haushalte empfiehlt sich eine Kombination: Der Saugroboter hält die Wohnung täglich auf einem ordentlichen Grundniveau, während ein Akku-Staubsauger für Ecken, Polster, Treppen und gründliche Reinigungen bereitsteht.

Fazit

Saugroboter haben sich in den vergangenen Jahren von netten Spielereien zu ernst zu nehmenden Haushaltshelfern entwickelt. Die Technik ist ausgereift, die Navigation präzise, und die Wischleistung moderner Geräte übertrifft das, was noch vor wenigen Jahren möglich war, bei Weitem. Wer seinen Roboter täglich fahren lässt, hält die Wohnung auf einem Sauberkeitsniveau, das mit manuellem Saugen kaum erreichbar wäre – schlicht, weil die Zeit dafür fehlt.

Die wichtigste Erkenntnis aus unseren Tests: Ein guter Saugroboter muss nicht über 1000 Euro kosten. Ab etwa 450 Euro bekommt man bereits Geräte mit Lasernavigation, Objekterkennung, ordentlicher Wischleistung und vollwertiger Reinigungsstation. Zwischen 500 und 700 Euro liegt der Sweetspot, in dem ehemalige Flaggschiffe nach wenigen Monaten landen – wie unser Preis-Leistungs-Sieger Ecovacs Deebot X8 Pro Omni. Wer mehr ausgibt, bekommt Feinschliff und Extras, aber keine fundamentalen Sprünge.

Vor dem Kauf sollte man ehrlich die eigenen Anforderungen prüfen: Grundriss, Bodenbeläge, Haustiere, Hindernisse und die Bereitschaft zur regelmäßigen Wartung. Denn auch wenn die Hersteller von wochenlanger Autonomie sprechen – in der Praxis braucht jeder Roboter wöchentliche Aufmerksamkeit, um hygienisch und geruchsfrei zu arbeiten. Wer das akzeptiert und das passende Modell für seine Wohnsituation wählt, gewinnt einen zuverlässigen Helfer, der die lästigste Hausarbeit weitgehend übernimmt.

BESTENLISTE

Roborock Saros 20 im Test: Flacher Saugroboter klettert und saugt hervorragend

Der Roborock Saros 20 beeindruckt mit 36.000 Pa Saugleistung und ultraflachem Design. Ob das neue Topmodell den hohen Preis rechtfertigt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • hervorragende Saugleistung
  • Kletterfunktion bis 4,5 cm
  • Heißwasserreinigung und Lufttrocknung mit 100 Grad
  • ultraflaches Design
  • 5-GHz-WLAN-Unterstützung und Matter-Kompatibilität

NACHTEILE

  • sehr hoher Preis
  • Wischleistung systembedingt unter Walzensystem-Niveau

Der Roborock Saros 20 beeindruckt mit 36.000 Pa Saugleistung und ultraflachem Design. Ob das neue Topmodell den hohen Preis rechtfertigt, zeigt unser Test.

Roborock gehört seit Jahren zu den innovativsten Herstellern von Saugrobotern und setzte mit dem Saros 10R (Testbericht) bereits Maßstäbe im Premium-Segment. Mit dem neuen Saros 20 legt das Unternehmen nach: 36.000 Pa Saugleistung machen ihn zu einem der stärksten Saugroboter überhaupt.

Dazu wartet er mit mehreren Besonderheiten auf: Mit seinem flachen Design ohne Lidarturm kommt er bei nur 7,98 cm Höhe auch unter niedrige Möbelstücke. Die Station führt Heißwasserreinigung und Trocknung bei Temperaturen von 100 Grad Celsius durch – das ist auch unter den Topmodellen selten. Bei einem Preis von 1489 Euro spielt der Saros 20 allerdings in der absoluten Oberliga.

Ob die technischen Highlights den Premium-Preis rechtfertigen und wie sich der Roboter im Alltag schlägt, haben wir ausgiebig getestet. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros 20?

Der Saros 20 fällt direkt mit seinem kompakten Design auf. Er unterbietet mit nur 7,98 cm Höhe die meisten Premium-Konkurrenten deutlich und gehört zu den flachsten Saugrobotern überhaupt. Der in mattem Schwarz gehaltene Roboter verzichtet komplett auf einen klassischen Lidarturm. Stattdessen hat Roborock den Star-Sight-Lidar-Sensor clever in die Vorderseite integriert – eine Designentscheidung, die es bereits beim Vorgänger Saros 10R gab. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen und robusten Eindruck, alle Komponenten sitzen fest und nichts klappert oder wirkt billig.

Die Station präsentiert sich ebenfalls in mattem Schwarz mit einer hochwertigen Front, die im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr spiegelt. Mit Abmessungen von 381 × 488 × 475 mm benötigt sie einige Stellfläche, bietet dafür aber auch beeindruckende Kapazitäten: Der Frischwassertank fasst großzügige 4 Liter, der Schmutzwassertank 3,5 Liter und der Staubbeutel bietet 2,5 Liter Volumen – das reicht in der Theorie für wochenlangen Betrieb ohne Eingreifen. Im besten Fall sollte man insbesondere den Schmutzwassertank mehrmals wöchentlich entleeren, um Geruchsentwicklung zu vermeiden.

Das Herzstück der Reinigung bildet die innovative Duo-Divide-Bodenwalze, die Roborock bereits in anderen Modellen erfolgreich einsetzt. Sie ist in der Mitte unterbrochen, wodurch sich Haare gezielt zur Mitte hin abwickeln und direkt in den Saugkanal befördert werden. Eine ausfahrbare Seitenbürste mit Anti-Tangle-Technologie sorgt für gründliche Kantenreinigung. Auch die beiden rotierenden Wischpads sind ausfahrbar konstruiert und können sich so besser an Kanten und Ecken anpassen.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros 20 betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme gestaltet sich unkompliziert und folgt dem bewährten Roborock-Schema. Nach dem Download der Roborock-App und der Account-Erstellung scannt man den QR-Code am Roboter. Ein großer Vorteil: Der Saros 20 unterstützt neben 2,4-GHz- auch 5-GHz-WLAN-Netze, was bei vielen Konkurrenten bisher nicht selbstverständlich ist. Nach erfolgreicher WLAN-Verbindung erfragt die App relevante Hausinformationen: Sind Teppiche vorhanden? Leben Haustiere im Haushalt? Gibt es mehrere Stockwerke? Diese Angaben nutzt der Roboter für eine optimierte Grundkonfiguration.

Vor dem ersten Einsatz installiert der Saros 20 ein System-Update, was im Test etwa 10 bis 15 Minuten gedauert hat. Die anschließende Erstkartierung der Wohnung hat für eine durchschnittliche Wohnfläche etwa 20 Minuten in Anspruch genommen. Dabei fährt der Roboter systematisch alle Räume ab und erstellt eine detaillierte Karte.

Die Roborock-App präsentiert sich gewohnt übersichtlich und durchdacht. Alle wichtigen Funktionen sind logisch angeordnet und schnell erreichbar. Ein besonderes Highlight ist die angenehme Bordstimme des Roboters – sie gehört zu den angenehmsten unter den getesteten Saugrobotern, spricht klar verständlich und gibt prägnante, nicht nervige Statusmeldungen.

Besonders clever: Der Saros 20 merkt sich den Zustand seiner Wischmopps. Wird eine Reinigung abgebrochen und später neu gestartet, prüft der Roboter automatisch, ob die Mopps noch sauber und feucht genug für den nächsten Einsatz sind. Ist das der Fall, spart er sich die Rückfahrt zur Station und startet direkt mit der Reinigung.

Die Matter-Kompatibilität ermöglicht eine herstellerübergreifende Smart-Home-Integration. Interessant ist auch die Offline-Funktion: Die erstellte Karte lässt sich lokal speichern und der Roboter kann ohne Internetverbindung betrieben werden. Allerdings mit deutlichen Einschränkungen: Der direkte App-Zugriff von unterwegs, viele Detaileinstellungen und die praktische Videokamera-Funktion, über die man per Smartphone auf die Roboterkamera zugreifen kann, funktionieren nur mit aktiver Internetverbindung. Der Offline-Betrieb eignet sich daher primär für Nutzer mit festen Reinigungszeiten, die keine spontanen Anpassungen vornehmen möchten.

Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros 20 Hindernisse?

Die Navigation mit dem frontal platzierten Star-Sight-Lidar-Sensor funktioniert im Alltag erstaunlich gut, auch wenn der Roboter in sehr verwinkelten Ecken gelegentlich um die eigene Achse drehen muss, um sich einen vollständigen Überblick zu verschaffen. Im Test hat der Saros 20 auch knifflige Situationen souverän gemeistert: Zwischen eng beieinander stehenden Küchenstühlen unter dem Esstisch hat er geschickt hindurchnavigiert, ohne Möbel zu verschieben oder rabiat zu werden. Die Fahrweise ist dabei stets vorsichtig, aber effizient.

Die Teppicherkennung arbeitet zuverlässig und schnell. Sobald der Roboter einen Teppich erkennt, hebt er die Wischpads automatisch um beachtliche 35 mm an – das reicht auch für hochflorige Teppiche. Besonders clever ist seine Auffahrtechnik: Der Saros 20 kippt beim Auffahren auf Teppiche leicht nach hinten, wodurch er vorn besser auf den Teppich auffahren kann. So verhindert er, dass Teppichkanten angehoben oder umgefaltet werden.

Mit seiner starken Kletterfähigkeit überwindet der Roboter einzelne Hindernisse bis zu 45 mm Höhe problemlos – damit gehört er zu den Topgeräten am Markt und meistert auch hohe Türschwellen in Altbauten. Bei zwei aufeinanderfolgenden Schwellen schafft er sogar bis zu 88 mm. Die integrierte Kamera ermöglicht nicht nur eine zuverlässige Haustiererkennung, sondern auch einen praktischen Live-Videostream. Über diesen kann man von unterwegs nachsehen, was zu Hause los ist – allerdings funktioniert diese Funktion nur mit aktiver Internetverbindung.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros 20?

Die beeindruckenden 36.000 Pa Saugleistung sind keine leeren Versprechen – im Test hat der Saros 20 hervorragende Reinigungsergebnisse gezeigt. Auf Hartböden wie Parkett und Fliesen sammelt er nahezu 100 Prozent groben Schmutz auf. Im Test mit Vogelfutter als Simulation für groben Schmutz ist praktisch nichts zurückgeblieben.

Allerdings teilt der Saros 20 ein Problem vieler Saugroboter mit nur einer Seitenbürste: Sie dreht oft zu schnell und schleudert dadurch vereinzelt leichte Partikel aus dem Reinigungsbereich heraus, die dann liegen bleiben. Eine Kombination aus langsamerer Drehgeschwindigkeit und zwei gegenläufig rotierenden Seitenbürsten, die Schmutz zur Mitte schaufeln, wäre hier die bessere Lösung – aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau.

Auf Teppichen spielt der Saros 20 seine Stärken voll aus. Er erhöht automatisch die Saugleistung und entfernt in gezielten Bahnen über 90 Prozent groben Schmutzes. Diese Ergebnisse platzieren ihn ganz vorn im Testfeld. Bei feinem Staub, im Test simuliert durch Mehl, zeigt sich ein differenzierteres Bild: Oberflächlich aufgebrachtes Material wird gut aufgenommen, aber eingetretener feiner Staub zwischen den Teppichfasern benötigt mindestens einen zweiten Durchlauf für ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Die Wischfunktion arbeitet mit rotierenden Pads, die sich mit 180 Umdrehungen pro Minute drehen. Diese Mopp-basierte Reinigung ist zwar schonender für empfindliche Parkettböden als Walzensysteme, hat aber systembedingte Nachteile bei der Reinigungsleistung. Anders als moderne Walzensysteme, die kontinuierlich mit Frischwasser versorgt werden und einen integrierten Abstreifmechanismus für aufgenommenen Schmutz haben, muss der Saros 20 zur Station zurückkehren, um die Wischmopps wieder zu reinigen und zu befeuchten.

Im Test zeigt sich: Sind die Mopps direkt zu Beginn mit viel Schmutz in Kontakt gekommen und bereits gesättigt, verteilen sie diesen theoretisch im Raum, bis sie zur nächsten Reinigung in die Station zurückkehren. Bei feinem Mehl auf dem Boden hat der Roboter einen Teil davon verrieben, statt es komplett aufzunehmen. Die starke Saugleistung kompensiert hier jedoch vieles – etwa 80 Prozent des feinen Schmutzes sind trotzdem entfernt worden.

Ein absolutes Highlight ist die Stationsreinigung: Die Mopps werden mit Heißwasser gewaschen und anschließend bei 100 Grad Celsius mit Heißluft getrocknet. Diese Premium-Hygienefunktion bieten bisher nur sehr wenige Topmodelle auf dem Markt. Sie verhindert nicht nur zuverlässig Geruchsbildung, sondern sorgt auch für eine nahezu keimfreie Reinigung.

Die Lautstärke variiert je nach gewähltem Modus erheblich: Im leisen Modus messen wir angenehme 45 dB(A), was etwa einem ruhigen Büro entspricht. Im Maximalmodus steigt der Pegel auf 62 dB(A) – das entspricht normaler Gesprächslautstärke und ist noch erträglich. Die Herstellerangabe von 65 dB(A) bezieht sich auf den absoluten Maximalbetrieb.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros 20?

Der Saros 20 bietet mit bis zu 200 Minuten Laufzeit eine gute Ausdauer, im Vergleich zu anderen Premium-Saugrobotern liegt die Akkuleistung im oberen Bereich. In der Praxis bedeutet das: Große Wohnungen bis etwa 250 Quadratmeter schafft er in einem Durchgang ohne Zwischenladen. Die tatsächliche Laufzeit hängt natürlich vom gewählten Saugmodus ab – bei maximaler Leistung reduziert sich die Laufzeit entsprechend. Die Ladezeit von 2,5 Stunden für eine komplette Aufladung ist marktüblich und ordentlich.

Preis: Was kostet der Roborock Saros 20?

Mit einer UVP von 1489 Euro positioniert sich der Roborock Saros 20 klar im absoluten Premium-Segment.

Fazit

Der Roborock Saros 20 präsentiert sich als durchdachtes und technisch ausgereiftes Premium-Gesamtpaket. Die extreme Saugkraft von 36.000 Pa gehört zum Besten, was der Markt aktuell bietet, und das ultraflache Design mit nur 7,98 cm Höhe erschließt Reinigungsbereiche, die anderen Robotern verschlossen bleiben. Besonders beeindruckend ist die Hygienefunktion der Station: Heißwasserreinigung und 100-Grad-Trocknung sind Features, die bisher nur absolute Topmodelle bieten und für wirklich hygienische Sauberkeit sorgen.

Die Navigation mit frontalem Lidar-Sensor funktioniert überraschend gut, auch wenn der Roboter in sehr engen Ecken gelegentlich Drehmanöver ausführen muss. Auf Hart- und Teppichböden überzeugt die Saugleistung – der Saros 20 spielt hier ganz vorne mit. Die Wischleistung liefert solide, wenn auch nicht überragende Ergebnisse. Hier zeigt sich der systembedingte Nachteil der Mopp-Technologie gegenüber modernen Walzensystemen.

Die ausgereifte Roborock-App überzeugt mit durchdachten Features wie der intelligenten Mopp-Zustandserkennung, die unnötige Stationsfahrten spart. Die Matter-Kompatibilität und Offline-Kartenspeicherung sind zukunftsweisend, auch wenn der Offline-Betrieb mit deutlichen Funktionseinschränkungen einhergeht. Für 1489 Euro ist der Saros 20 extrem hochpreisig angesetzt und aktuell damit deutlich über vielen Konkurrenten. In jedem Fall erhält man hier eines der besten Geräte am Markt – und der Preis dürfte in den nächsten Monaten spürbar sinken.

Eufy Omni E28 Hydrojet im Test: Saugroboter und Nasssauger für Polster & Auto

Der Eufy Omni E28 Hydrojet kombiniert Saugroboter mit Wischwalze und abnehmbaren Nasssauger in einem Gerät. Für 699 Euro bietet er eine clevere 2-in-1-Lösung.

VORTEILE

  • nützlicher Nasssauger für Polster und Autositze
  • fairer Preis
  • gute Wischfunktion

NACHTEILE

  • etwas lautes Fahrgeräusch
  • schwach bei Teppichen
  • Navigation bei Engstellen ausbaufähig

Der Eufy Omni E28 Hydrojet kombiniert Saugroboter mit Wischwalze und abnehmbaren Nasssauger in einem Gerät. Für 699 Euro bietet er eine clevere 2-in-1-Lösung.

Hybridkonzepte bei Saugrobotern gibt es immer wieder, außer fürs Marketing sind sie aber nicht unbedingt sinnvoll oder nützlich. Der Eufy Omni E28 Hydrojet ist das Gegenbeispiel, er geht einen ungewöhnlichen Weg: Statt nur Saugen und Wischen für den Fußboden zu kombinieren, integriert er einen vollwertigen Nasssauger in die Station. Damit lassen sich Polster, Autositze und Teppiche von Hand reinigen – eine Funktion, die kein anderer Saugroboter bietet. Der Roboter selbst arbeitet mit einer rotierenden Wischwalze statt mit Wischmopps oder einfachen Wischtüchern.

Bei einem Preis von aktuell 679 Euro bei Ebay (Code: POWEREBAY3) liegt er deutlich unter Premium-Modellen der Konkurrenz, die oft über 1000 Euro kosten. Die Station beherbergt unten den Roboter und oben die abnehmbare Nasssauger-Einheit mit 2,5 Liter Frischwasser- und 1,8 Liter Schmutzwassertank. Diese Tanks versorgen gleichzeitig den Roboter mit Wasser für seine Wischwalze. Ein cleveres Konzept, das zwei Geräte in einem vereint und dabei Platz spart.

Wir haben beide Funktionen ausgiebig getestet und zeigen unsere Erfahrungen. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Eufy Omni E28 Hydrojet?

Die Station wirkt durchdacht konstruiert, auch wenn sie mit 484 x 440 x 371,5 mm nicht gerade kompakt ausfällt. Der Roboter parkt unten, während die Nasssauger-Einheit mit den Wassertanks oben sitzt. Unter einer Plastikhaube links verbirgt sich der Kunststoffschlauch mit Bürsten-Saugaufsatz. Die gesamte obere Einheit lässt sich abnehmen und separat nutzen. Ein versenkbarer Tragegriff erleichtert den Transport – im Test erweist sich das als praktisch, wenn man zum Auto geht. Die Verarbeitung des schwarzen Kunststoffgehäuses ist ordentlich. Die glänzenden Elemente der Tanks und des Roboters ziehen aber Fingerabdrücke und Schmutzflecken stark an und verkratzen leicht.

Die Stromversorgung erfolgt clever über die Nasssauger-Einheit zur Station – wird diese abgenommen, verliert die Station ihre Stromverbindung. Der Roboter bleibt dennoch über WLAN ansteuerbar, was im Test wichtig war, als wir vergessen hatten, ihn vorher zu parken. Der Staubbeutel für die automatische Absaugung versteckt sich unter der Schlauch-Aufbewahrung hinter einer Klappe – eine platzsparende Lösung.

Der Roboter selbst fällt durch seine markante, quadratische Form mit abgerundeten Ecken auf. Diese macht ihn weniger wendig als runde Konkurrenten – im Test stupst er beim Wenden häufiger an Stuhlbeine. Der transparente Deckel auf der Oberseite verdeckt Staubbehälter und Schmutztank, lässt sich aber leicht abnehmen. Die Wischwalze sitzt fest am Unterboden und macht einen robusten Eindruck. Mit 346 mm Durchmesser und 111 mm Höhe ist er kompakter als viele Konkurrenten, die hohe Bauform könnte aber unter niedrigen Möbeln problematisch werden.

Einrichtung: Wie schnell ist der Eufy Omni E28 Hydrojet betriebsbereit?

Die Einrichtung erfolgt über die Eufy Clean App. Durch gleichzeitiges Drücken der Home- und Ein-/Aus-Taste wechselt der Roboter in den Suchmodus. Die App benötigt Bluetooth-Berechtigung und findet den Roboter automatisch. Anschließend verbindet man ihn mit einem 2,4-GHz-WLAN – ein 5-GHz-Netz wird wie auch bei der Konkurrenz nicht unterstützt.

Hat man bereits einen Roboter in der Eufy-App integriert, wie wir, so ist das Hinzufügen eines weiteren Roboters nicht so eingängig. Der oben auf der App-Startseite eingeblendete Schriftzug mit dem Produktnamen und den aktuellen Statusinformationen ist ein anwählbares Feld – das haben wir nur durch Zufall herausgefunden. Dieses öffnet ein neues Menü, in dem sich der aktuelle Roboter befindet sowie ein Button zum Hinzufügen von neuen Geräten.

Die Kartierung dauert 20 bis 30 Minuten. Die automatische Raumerkennung funktioniert gut, nur offene Küchen muss man manuell vom Wohnbereich trennen. Die App bietet alle wichtigen Funktionen: Bodentypen anpassen, Teppiche einzeichnen, Sperrzonen definieren. Im Beta-Bereich finden sich zwei interessante Zusatzfunktionen: Die Schmutzinspektion prüft nach der Reinigung auf verbliebene Verschmutzungen – im Test funktionierte das nur mäßig zuverlässig. Die punktuelle Reinigung wischt erkannte Flecken wie Kaffee intensiv nach, selbst wenn nur der Saugmodus läuft.

Navigation: Wie gut erkennt der Eufy Omni E28 Hydrojet Hindernisse?

Die Navigation zeigt deutliche Schwächen. Der Roboter stupst mit Heck oder Frontschild regelmäßig an Stuhlbeine – nicht rabiat, aber merklich häufiger als Premium-Konkurrenten. Die quadratische, abgerundete Form macht ihn weniger wendig als runde Modelle. Er umkurvt Hindernisse nicht elegant, sondern eckt beim Wenden an. Im Test verschob er leichte Stühle mehrfach um einige Zentimeter.

Das Fahrgeräusch ist deutlich lauter als bei Premium-Konkurrenten. Während ein Mova V50 Ultra Complete fast lautlos fährt, erinnert der Eufy an ein RC-Spielzeug. Der Motor beschleunigt nicht gleichmäßig, sondern schubweise – das erzeugt ein unruhiges, wechselndes Geräusch. Mit 64 dB(A) liegt er im oberen Bereich.

Längerflorige Teppiche bereiten massive Probleme: Im Test faltete er unseren Hochflorteppich mehrfach auf. Die Teppicherkennung hebt die Wischwalze zwar bis 13,5 mm an, das reicht aber nicht immer. Absturzsensoren und Lasersensor zur Kartierung arbeiten hingegen zuverlässig. Die ausfahrbaren Seitenbürsten erreichen Ecken besser als fest montierte, verfangen sich aber gelegentlich in Fransen.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Eufy Omni E28 Hydrojet?

Die Saugleistung überzeugt auf Hartböden vollständig. Mit nominell 20.000 Pa entfernt der Roboter zuverlässig Staub, Krümel und sogar schwerere Partikel wie Haferflocken. Die Duo-Spiral-Bodenbürste mit Gummilamellen und Borsten arbeitet effektiv, Haare werden durch den in der Mitte geteilten Aufbau zuverlässig abgewickelt. Dieses Bodenbürsten-Design kennen wir sonst etwa schon von Roborock, unter anderem bei den Saros-Modellen. Zudem gefällt uns, dass Eufy auf zwei Seitenbürsten setzt, die sich gegenläufig nach innen drehen und so Schmutz gezielt zum Roboter schaufeln. Auf Hartboden klappt das auch ausgesprochen zuverlässig, bis auf wenige Ausnahmen.

Auf hochflorigem Teppich enttäuscht die Leistung: Maximal 65 Prozent unseres Testschmutzes (eine Mischung aus Mehl und Haferflocken) schaffte er zu entfernen – trotz der beworbenen 20.000 Pa.

Die Wischwalze ist das absolute Highlight. Das HydroJet-System rotiert mit 180 Umdrehungen pro Minute und drückt mit konstant 1,5 kg auf den Boden. Im Test entfernte sie eingetrocknete Milch, Kaffeeflecken und sogar leichte Rotweinflecken. Nach jedem Raum kehrt der Roboter zur Station zurück, wo die Walze gewaschen wird. Nach Vollendung der Reinigungsaufgabe wird sie gewaschen und per Heißluft getrocknet, was Geruchsbildung effektiv verhindert.

Sie verwendet kontinuierlich Frischwasser aus dem 180-ml-internen Tank, der sich automatisch aus der Station nachfüllt. Ein integrierter Schaber reinigt die Walze bereits während der Fahrt. So entfernt der Roboter Schmutz effektiv vom Boden, anstatt ihn zu verschmieren. Man muss diesen Schaber jedoch gelegentlich ausbauen und reinigen, weil sich dort Schmutzrückstände ansammeln. Gleiches gilt für den Schmutzauffangtank im Roboter: Obwohl auch er in der Station gereinigt wird, bleiben Reste zum Teil aber haften. Wöchentliches Auswaschen ist nötig. Genügt der 260-ml-Staubbehälter nicht und muss bei starker Verschmutzung zwischengeleert werden, unterbricht der Roboter die Reinigung und kehrt zur Station zurück.

Der Nasssauger überrascht positiv. Im Test reinigten wir verschmutzte Autopolster nach einem Kindergeburtstag, eine Couch mit diversen Flecken und verschiedene Teppiche. Die Schokoladenflecken im Auto verschwanden nach 10 Minuten intensiver Bearbeitung fast vollständig. Auf der Couch blieben nur noch Schatten der ursprünglichen Flecken. Der Nasssauger arbeitet mit ordentlich Saugkraft und die Borsten lösen festsitzenden Schmutz gut. Tierhaare sammeln sich praktischerweise an den Borsten und lassen sich einfach abziehen.

Problematisch sind kleine Kieselsteine, die sich im Saugaufsatz verfangen und mühsam mit dem Fingernagel entfernt werden müssen – beim Autosaugen ein häufiges Problem. Das Handteil liegt gut in der Hand, die Wasserzufuhr-Taste reagiert einwandfrei. Die Selbstreinigungsfunktion des Schlauchs hilft bei leichten Verstopfungen im Schlauch oder Saugaufsatz.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Eufy Omni E28 Hydrojet?

Der 3,2-Ah-Lithium-Ionen-Akku ermöglicht laut Hersteller drei Stunden Betriebsdauer. Im Test verbraucht der Roboter für unsere 60 Quadratmeter Testfläche im Standardmodus 31 Prozent der Akkuladung. Hochgerechnet schafft er etwa 190 Quadratmeter mit einer Ladung – das reicht für die meisten Wohnungen. Im Maximalmodus und mit intensivem Wischen reduziert sich die Fläche auf etwa 120 Quadratmeter.

Die Ladezeit von 3,5 Stunden ist durchschnittlich. Der Roboter kehrt bei niedrigem Akkustand automatisch zur Station zurück und setzt die Reinigung später fort. Im Test funktionierte das zuverlässig. Die Matter-Unterstützung ermöglicht smartes Laden zu günstigen Stromtarifen – ein durchdachtes Feature für Sparfüchse.

Preis

Mit einem Preis von 679 Euro bei Ebay (Code: POWEREBAY3) positioniert sich der Eufy Omni E28 Hydrojet clever im Markt. Premium-Saugroboter mit guter Wischfunktion wie der Ecovacs X8 Pro Omni kosten ähnlich viel – ohne Nasssauger.

Fazit

Der Eufy Omni E28 Hydrojet ist ein mutiges Konzept, das trotz Schwächen aufgeht. Die Kombination aus Saugroboter und abnehmbarem Nasssauger ist innovativ und im Alltag tatsächlich praktisch. Im Test überzeugten uns besonders die effektive Wischwalze und der leistungsstarke Nasssauger. Für Familien mit Kindern oder Haustierbesitzer ist die Vielseitigkeit ein echter Mehrwert. Flecken von Eis oder Getränken auf den Autositzen kann man so recht zuverlässig herausbekommen.

Die Schwächen liegen in der ungeschickten Navigation durch die abgerundete, quadratische Form und der enttäuschenden Teppichreinigung. Der Roboter ist zudem etwas laut und die App könnte umfangreicher sein. Trotzdem: Für 699 Euro erhält man zwei vollwertige Reinigungsgeräte, die einzeln gekauft deutlich mehr kosten würden. Der Eufy findet seine Nische zwischen Premium-Saugrobotern und der Anschaffung zweier separater Geräte. Wer beide Funktionen braucht und Kompromisse bei Navigation und Teppichreinigung verschmerzen kann, erhält ein faires Gesamtpaket.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, dass die App nur das Hinzufügen von einem Roboter erlaubt – und man für weitere Geräte das vorherige entfernen oder einen neuen Account nutzen muss. Über ein Untermenü auf der Startseite, das sich hinter dem Produktnamen verbirgt, kann man allerdings die Geräteübersicht aufrufen.

Saugroboter Ecovacs Deebot X8 Pro Omni im Test: Besser putzen mit Wischwalze

Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni will anders sein als die anderen Saugroboter: Statt Wischmopps nutzt er eine Wischwalze. Auch sonst kann sich seine Ausstattung sehen lassen, wie unser Test zeigt.

VORTEILE

  • saugt gut
  • Wischwalze mit Selbstreinigung im Betrieb
  • gute Navigation
  • übersichtliche & responsive App

NACHTEILE

  • schwächere Hinderniserkennung

Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni will anders sein als die anderen Saugroboter: Statt Wischmopps nutzt er eine Wischwalze. Auch sonst kann sich seine Ausstattung sehen lassen, wie unser Test zeigt.

Inzwischen können quasi alle Top-Modelle unter den Saugrobotern wischen, manche mit Rüttelplatte, andere mit drehenden Wischmopps – aber fast keiner wischt so, wie der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni: Er wirft verbreitete Konzepte über Bord und setzt ungewöhnlicherweise auf eine Wischwalze, den Ozmo Roller. Aber halt, ganz neu ist auch die nicht – kennen wir Wischwalzen doch schon seit Längerem von den sogenannten Saugwischern (Bestenliste), grob vereinfacht gesagt Akku-Staubsauger mit angeflanschtem Wassertank und ebenjener Reinigungswalze. Diese Geräte können saugen und gleichzeitig feucht wischen, was für eine effektive Schmutzentfernung sorgt. Bei den Saugrobotern gab es bisher dieses Prinzip nicht. Auch sonst ist der X8 Pro Omni durchweg High-End und bietet 18.000 Pa Saugleistung, gute Navigation ohne Laserturm sowie eine Reinigungsstation mit Wassertanks, in der er seine Wischwalze mit bis zu 75 °C heißem Wasser wäscht. Ob das Konzept aufgeht, haben wir getestet.

Das Testgerät haben wir vom Hersteller zur Verfügung gestellt bekommen.

Update (27. Februar 2026): Der Ecovacs X8 Pro Omni hat einen derartigen Preisverfall hingelegt, dass er seit November 2025 unser Preis-Leistungs-Sieger ist. Aktuell bekommt man das Gerät zum absoluten No-Brainer-Preis von 599 Euro bei Coolblue.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Ecovacs Deebot X8 Pro Omni?

Der Ecovacs Deebot mag zwar bei der Reinigung andere Wege gehen – dazu später mehr – doch optisch bleibt er bei gewohnten Ansätzen mit einem klassischen runden Kunststoffgehäuse im Durchmesser von 353 mm und einer Höhe von 98 mm. So flach wie der kürzlich getestete Dreame X50 Ultra ist er also nicht, was bei niedrigen Möbeln vorteilhafter wäre – aber er ist immer noch deutlich flacher als viele Konkurrenten. Farblich steht nur Schwarz zur Auswahl, sowohl für die Station als auch für den Roboter. Kurz: Das Design ist zwar nicht revolutionär, wirkt aber durchaus elegant.

Die Verarbeitung von Roboter und Station ist solide und tadellos, wenn auch nicht außergewöhnlich. Die Station folgt dem funktionalen Design, das an einen Mülleimer erinnert. Ein kleiner Kritikpunkt betrifft die Arretierung der Verschlussklappe des Staub- und Reinigungsmittel-Behälters, die sich zunächst schwergängig lösen lässt und dann plötzlich aufspringt. Auch die Materialstärke dieser Klappe wirkt nicht hochwertig.

Eine Besonderheit im Design ist die Auswirkung der Wischwalze auf den Schwerpunkt des Roboters. Bei hochgefahrener Walze (also wenn nicht gewischt wird) neigt der Roboter beim Beschleunigen dazu, leicht nach hinten zu kippen. Dies beeinträchtigt die Funktionalität im Test zwar nicht, ist aber eine ungewöhnliche Eigenheit.

Einrichtung: Wie schnell ist der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni betriebsbereit?

Die Einrichtung des Deebot X8 Pro Omni hat Ecovacs denkbar einfach gestaltet. ZUr Inbetriebnahme gehört nach dem Auspacken zunächst, dass man die Station an einem geeigneten Ort mit ausreichend Freiraum (mindestens 0,5 m zu beiden Seiten und 1,5 m nach vorne) platzieren und anschließen muss. Fehlt noch, den 4 Liter fassenden Frischwasser-Tank zu befüllen.

Nun geht es an die Einrichtung der Software. Nötig ist auch hier nur die App Ecovacs Home, die für iOS und Android verfügbar ist. Zunächst muss man die Abdeckung vom Roboter herunternehmen, unter der sich neben dem Staubbehälter auch der Ein-/Aus-Knopf befindet. Diesen muss man zunächst in die Stellung Ein bewegen. Ist das erledigt, entfernt man den Staubbehälter im Inneren des Roboters und scannt den darunter befindlichen QR Code mit der App. Als letzten initialen Schritt muss man noch sein WLAN verbinden, wobei nur 2,4-GHz-Netze nutzbar sind. Im Test klappten all diese Schritte reibungslos und der Roboter war nach wenigen Minuten einsatzbereit – wobei, nicht ganz.

Denn noch während das Netzwerk gesucht und gespeichert wurde, meldete die App, dass ein Update des Roboters zur Verfügung steht. Das führte dazu, dass die letzten Schritte des Einrichtungsprozesses, wie die Spracheinstellung, übersprungen wurden – denn die Auswahl „Update später installieren“ führte uns direkt auf die Geräteübersicht der App. Das macht aber nichts, denn alle Einstellungen lassen sich auch nach der Einrichtung modifizieren. So stellen wir einfach über die Option im Menü auf das deutsche Sprachpaket um, das daraufhin heruntergeladen wird.

Wo wir gerade beim Sprachpaket sind: Das nutzt der Roboter ausgiebig, da er jede Aktion kommentiert. Laden, Programmauswahl, beendete Aufgabe, Aussaugen des Staubbehälters. Damit ist er aber nicht allein, viele Saugroboter sind ähnlich gesprächig. Zudem fallen uns einige sehr staksige Formulierungen auf, etwa „Staubbehälter wird gleich geleert“, „Ladevorgang hat begonnen“ oder die Ansage „Saugen beim Wischen“ für das Programm Staubsaugen und Wischen. Man gewöhnt sich zwar daran, doch verwirrend sind manche Ansagen dennoch. So etwa, wenn man die Aufgabe abbricht – dann erklärt der X8 Pro Omni, er habe die Aufgabe vollständig abgeschlossen, was offenkundig nicht richtig ist.

Wer noch nicht ausgiebig genug mit seinem Saugroboter kommuniziert hat, der kann das noch intensivieren über den integrierten Sprachassistenten Yiko. Mit dem anpassbaren Weckwort (standardmäßig OK Yiko) versetzt man ihn in den Zuhör-Modus und kann per Sprachbefehl eine Reinigungsaufgabe starten, pausieren oder den Roboter zur Station zurückschicken.

Ist alles eingestellt, fehlt noch die Kartierung der Wohnung. Die erste Kartierungsfahrt nimmt je nach Wohnungsgröße etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch. Danach kann die Karte in der App bearbeitet werden, um Räume zu definieren oder Bereiche festzulegen, die nicht gereinigt werden sollen.

Die Ecovacs Home App ist insgesamt übersichtlich gestaltet und bietet auf der Startseite eine Geräteübersicht als Karussell, durch das man wischen kann. Ein Tipp auf das Vorschaubild des Geräts öffnet dessen Menü mit der Karte. Die App ist sehr reaktionsschnell und angenehm zu bedienen, deutlich flüssiger als etwa die Dreame App. Die Zonenauswahl funktioniert intuitiv und ohne Verzögerungen oder Ruckler. Einzig das Aufteilen von Räumen verwirrt uns zunächst. Denn nach erfolgreicher Auswahl des abzutrennenden Bereichs können wir die Änderung nicht übernehmen – denken wir. Denn das Feld „Anwenden“ bleibt trotz korrekter Auswahl ausgegraut. Die Lösung ist, stattdessen das Feld „Abbrechen“ anzutippen, was die Änderung erstaunlicherweise übernimmt. Die Sprachsteuerung lässt sich über Amazon Alexa, Google Assistant oder eben den integrierten Yiko-Assistenten einrichten.

Navigation: Wie gut erkennt der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni Hindernisse?

Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni nutzt eine Kombination aus verschiedenen Sensoren für seine Navigation: Absturzsensor, Wandlaufsensor, Ultraschallsensor und Lasersensor (LiDAR) für die Kartierung. Interessanterweise verzichtet er auf einen klassischen Laserturm, um die Höhe zu reduzieren, was sich im Test nicht als nachteilig herausgestellt hat.

Die Navigation funktioniert im Praxistest sehr gut und ist spürbar besser als beim kürzlich getesteten Konkurrenten Dreame X50 Ultra. Der Roboter fährt systematisch durch die Räume und findet zuverlässig zurück zur Ladestation. Hindernisse wie Möbel oder Wände werden meist problemlos umfahren. Auch von Engstellen lässt er sich nicht beirren und traut sich selbst durch Bereiche, die kaum breiter sind als er selbst. An einem in den Weg zwischen Wand und Tisch gestellten Stuhl fährt er so trotzdem vorbei.

Bei der Hinderniserkennung zeigt der X8 Pro Omni allerdings kleine Schwächen. Kabel oder ähnliche flache Objekte werden gelegentlich nicht erkannt und können sich in der Bürste verfangen. Im Vergleich zum Dreame X50 Ultra hat er hier leichte Nachteile. Andererseits meistert er bestimmte Hindernisse wie einen Feuerlöscher-Standfuß deutlich besser als der Konkurrent, der sich darauf festfährt.

Der Roboter kann Hindernisse bis zu einer Höhe von 20 mm überwinden, was für die meisten Türschwellen ausreicht. Die Teppicherkennung funktioniert zuverlässig und hebt den Wischaufsatz automatisch an, sobald ein Teppich erkannt wird (bis zu einer Höhe von 10 mm). In der Praxis haben wir das wieder getestet, indem wir den Roboter provokativ auf eine nur aus Teppichboden bestehende Fläche geschickt haben. Hier setzt er die Wischwalze nicht ab und bricht die Aufgabe kurz danach ab – sehr gut.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni?

Die Reinigungsleistung des Ecovacs Deebot X8 Pro Omni ist im Test hervorragend. Die Kombination aus hoher Saugleistung (18.000 Pa) und der ungewöhnlichen Ozmo-Roller-Wischwalze sorgt für gute Ergebnisse auf verschiedenen Bodenbelägen. Um die Reinigungsqualität in der Praxis beurteilen zu können, testen wir den Roboter auf Hartboden sowie lang- und kurzflorigem Teppich. Um Schmutz zu simulieren, bringen wir Vogelfutter, feinen Zucker sowie Mehl aus. Für die Wischleistung kommt neben dem Mehl auch Flüssigkeit hinzu.

Im Saugmodus zeigt der X8 Pro Omni seine Stärke bei der Entfernung von gröberem Schmutz wie unserem ausgebrachten Vogelfutter. In unserem Test wurden etwa 85 Prozent der ausgestreuten Körner im Modus „Hoch“ aufgenommen, der einen guten Kompromiss aus Lautstärke und Saugleistung darstellt. Das Mehl wurde hingegen im reinen Saugmodus weitestgehend aufgesaugt, aber auch fein im Boden verteilt. Erst der Umstieg auf den Wischmodus brachte Abhilfe. Wer viele Haare aufsaugt, dem wird die von Ecovacs als Zero-Tangle-Bürste benannte Bodenbürste auffallen. Sie verhindert durch eine V-Form sowie Borsten im 45-Grad-Winkel besser das Verheddern von Haaren.

Das wahre Highlight ist jedoch die Wischfunktion mit dem Ozmo-Roller. Anders als herkömmliche Wischmopps, die Schmutz im Zweifel nur verteilen, entfernt die rotierende Walze Verschmutzungen richtig gründlich. Auch vollständig auf dem Boden verschmierte Acrylfarbe entfernt er tadellos – eine Herausforderung, an der andere Modelle scheitern. Gleiches gilt für fein verteiltes Mehl, das der X8 Pro Omni nahezu perfekt aus den Bodenrillen entfernt. Zudem kann er die Wischwalze zum besseren Erreichen von Ecken und Kanten ausfahren. Bei Teppichen wiederum hebt er sie bis zu 10 mm an.

Ein besonderer Vorteil der Wischwalze ist ihre Selbstreinigungsfunktion während der Fahrt. So wird der Ozmo-Roller von 16 Frischwasser-Düsen ständig mit Frischwasser benetzt und streift bei seinen bis zu 200 Umdrehungen pro Minute Schmutzwasser ständig ab. Dazu verfügt der Roboter über einen eigenen Schmutztank, in dem der von der Walze aufgenommene Schmutz gesammelt wird. Dies verhindert, dass Verschmutzungen durch die Walze wieder im Raum verteilt werden.

Die Reinigungsmodi lassen sich in der App individuell anpassen. Für die Saugleistung stehen vier Stufen zur Verfügung: Leise, Standard, Hoch und Max, wobei Max sehr viel Akku verbraucht. Die Wasserdurchflussrate beim Wischen kann per Schieberegler justiert werden. Zudem lässt sich die Reinigungsintensität über die Anzahl der Durchläufe (Standard, Tief, Effizient) steuern, in der App heißt diese Option Reinigungsgeschwindigkeit.

Nach Abschluss der Reinigung kehrt der Roboter zur Station zurück, wo die Wischwalze mit bis zu 75 °C heißem Wasser gereinigt und anschließend bei bis zu 63 °C getrocknet wird. Das Konzept der Wischwalze scheint dabei so ungewöhnlich, dass selbst die Ecovacs-eigene App noch von Wischmopps spricht. Auch der Staubbehälter wird automatisch entleert. Die Station verfügt dazu über mehrere Tanks mit 4 Litern Fassungsvermögen für Frisch- und Schmutzwasser sowie 3 Liter für den Staub, was lange Wartungsintervalle ermöglicht.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni?

Der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni bietet einen 6400 mAh großen Akku. Das ist überdurchschnittlich dimensioniert und reicht laut Hersteller für 310 m² und 145 Minuten Laufzeit – was natürlich abhängig von Saugleistung, Modus (Saugen und/oder Wischen) sowie Bodentyp ist. Für 22 m² Saugen im Modus Standard verbraucht der Saugroboter etwa 14 Prozent seiner Akkuladung. Unser Testraum von etwa 56 m² entzieht dem X8 Pro Omni über eine Zeit von 82 Minuten 51 Prozent, wobei wir hier Saugen und gleichzeitig Wischen sowie die Saugleistung auf Hoch stellen.

Im Test bestätigt sich, dass insbesondere der Max-Saugmodus so viel Energie verbraucht, dass unser Testraum kaum vollständig gereinigt werden konnte. Für die meisten Anwendungsfälle empfiehlt sich daher der Modus „Hoch“, der einen guten Kompromiss aus Reinigungsleistung und Akkulaufzeit bietet.

Das Wiederaufladen an der Station nimmt von 0 auf 100 Prozent fast fünf Stunden in Anspruch, was vergleichsweise lang ist. Entsprechend hat sich unser Praxistest über einige Tage hingezogen. Für die meisten Nutzer dürfte dies jedoch kein Problem darstellen, da der Roboter üblicherweise zwischen den Reinigungsdurchgängen ausreichend Zeit zum Aufladen hat. Sollte der Akku während einer Reinigung zur Neige gehen, kehrt der Roboter automatisch zur Station zurück, lädt auf und setzt die Reinigung anschließend fort.

Preis: Was kostet der Ecovacs Deebot X8 Pro Omni?

Die UVP für den Ecovacs Deebot X8 Pro Omni liegt bei 1299 Euro. Mit diesem Preis kann man den Roboter getrost zum Premium-Segment zählen. Am günstigsten führt Ebay ihn – aktuell (Stand 27. Februar 2026) zum erstaunlichen Preis von 599 Euro bei Coolblue, nachdem er zuletzt mit 679 Euro schon unverschämt günstig war. Dafür lohnt es sich direkt zuzuschlagen, ein absolutes Killer-Angebot.

Fazit

Während herkömmliche Saugroboter mit Wischmopps oft nur oberflächlich reinigen, sorgt die rotierende Ozmo-Roller-Walze des Deebot X8 Pro Omni von Ecovacs für eine gründliche Bodenreinigung. Die starke Saugleistung von 18.000 Pa und die ausfahrbare Seitenbürste komplettieren das überzeugende Reinigungskonzept.

Die Navigation funktioniert im Alltag zuverlässig, auch wenn die Hinderniserkennung gelegentlich Schwächen zeigt. Die übersichtliche und reaktionsschnelle App bietet alle notwendigen Funktionen für eine individuelle Steuerung. Die Verarbeitung ist solide, wenn auch nicht außergewöhnlich.

Mit einem UVP-Preis von rund 1.299 Euro war der X8 Pro Omni kein Schnäppchen, ist aber inzwischen derart im Preis gefallen, dass wir ihn zum Preis-Leistungs-Sieger ernennen.

Saugroboter Roborock Saros 10R mit toller Objekterkennung im Test: Flach & gut

Ultraflach, viel KI, heiße Mopp-Reinigung und tolle Saug- und Wischleistung: Der Saros 10R ist zu Recht Roborocks Spitzenmodell abseits des Z70 mit Greifarm.

VORTEILE

  • geringe Bauhöhe von 8 cm
  • gute Navigation & meist starke Objekterkennung
  • tolle Saugleistung
  • starke Wischfunktion

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • gelegentliche Probleme mit kleinen Hindernissen
  • Akku schwächer als beim Vorgänger

Ultraflach, viel KI, heiße Mopp-Reinigung und tolle Saug- und Wischleistung: Der Saros 10R ist zu Recht Roborocks Spitzenmodell abseits des Z70 mit Greifarm.

Saros löst die S-Serie der Vorjahre ab. Entsprechend ist der Roborock Saros 10R der Nachfolger des erfolgreichen S8 MaxV Ultra (Testbericht) – noch vor dem minimal schwächer ausgestatteten Saros 10 (Testbericht). Das neue Modell verzichtet wie der Qrevo Slim auf einen Laser-Turm. Stattdessen navigiert es mit dem Festkörper-Lidar-System Starsight 2.0, das Navigation und Objekterkennung übernimmt. Der Vorteil: Der Saros 10R ist dadurch besonders flach und soll trotzdem perfekt navigieren.

An anderer Stelle optimiert der Hersteller eher diskret: Die Station wäscht Mopps jetzt mit bis zu 80 Grad heißem Wasser und trocknet sie automatisch mit bis zu 55 Grad heißer Luft. Wir haben das Gesamtpaket auf Herz und Nieren überprüft. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design und Verarbeitung

Saugroboter mit Laser-Turm sind meist um 10 cm hoch, der Saros 10R hingegen nur rund 8 cm. Das ist in Wohnungen mit niedrigen Sofas, Sideboards oder Betten ein spürbarer Vorteil. Denn diese 2 cm können den Unterschied ausmachen, ob der Sauger auch unter solche Möbel kommt oder nicht. Am Grunddesign ändert sich abseits des fehlenden Türmchens auf der Oberseite wenig. Das Gehäuse wirkt hochwertig und solide, auch wenn es wie gewohnt ausschließlich aus Kunststoff besteht.

Das vordere Drittel des oberseitigen Gehäusedeckels ist fest installiert und beherbergt zwei Bedientasten, den hinteren Teil können Nutzer abnehmen. Dieser wird nicht mehr wie bei älteren Modellen per Scharnier gehalten, sondern wie bereits beim Vorgänger magnetisch am Chassis befestigt. Dort verdeckt er den eingesetzten Schmutzbehälter des Roboters. Da der normalerweise von der Reinigungsstation automatisch abgesaugt wird, dürften Besitzer ihn nur selten zu Gesicht bekommen.

Der Stoßfänger federt leichte Berührungen ab. Darin befinden sich Kamera und Lidar, ein weiterer Lidar-Sensor beobachtet hinten links den Bereich hinter dem Sauger. Auf der Unterseite arbeitet eine in der Mitte geteilte Hauptbürste mit gummierten Lamellen und kurzen Borstenreihen. Diesen Aufbau kennen wir schon vom Qrevo Curv (Testbericht), er soll das Verheddern von Haaren verhindern. Der Saros 10R hebt die Hauptbürste beim Wischen an. Die Seitenbürste fährt für bessere Rand- und Eckenreinigung aus und hebt sich beim Wischen ebenfalls an. Sie hat nur noch zwei nach hinten geschwungene Borstenarme, die Aufhängung ist verkapselt. Zwei anhebbare, rotierende Mopps befinden sich weiterhin hinten, der rechte fährt bei Bedarf bis an Wände oder Hindernisse aus.

Die Station ist beim neuen Modell noch einmal eleganter geworden. Grund ist die Verwendung von Glas auf der Front – das wirkt hochwertig und die spiegelnde Oberfläche ist top-schick. Im Gegenzug sieht man allerdings Fingerabdrücke sofort. Der Aufbau der Station ist davon abgesehen wie bei den Vorgängern: Der Sauger fährt unten rückwärts ein und wird dort gereinigt. Die Absaugung befindet sich eine Etage darüber hinter der Glasfront und oben sind leicht erreichbar Frisch- und Abwassertank aufgestellt. Die Station reinigt und trocknet die Wischmopps jetzt noch heißer, was weiter verbesserte Hygiene verspricht. Zur einfachen Reinigung kann die Schale, in der die Mopps gereinigt werden, einzeln entnommen und gesäubert werden.

Inbetriebnahme und App

Die Einrichtung erfolgt über die weiterhin hervorragende App des Herstellers. Nach dem Verbinden mit WLAN kartiert der Roboter die Räumlichkeiten. Sie lassen sich anschließend anpassen, Räume zusammenführen, trennen und umbenennen. In den meisten Fällen liegt die automatische Raumerkennung aber richtig. Mehrere Karten sind speicherbar, was für Haus oder Wohnung mit mehreren Etagen wichtig ist.

Die Feature-Fülle ist bei Roborock nach wie vor erschlagend – ganz wie es sich für einen Spitzensaugroboter gehört. Sperrbereiche und No-Mopp-Zonen lassen sich einrichten und Saugkraft, Wischintensität und Routen dürfen Nutzer pro Raum bestimmen. Der Roboter bietet eine Gegensprechfunktion und Live-Blick durch die Frontkamera des Geräts. Außerdem nimmt der Bot auf Wunsch automatisch Bilder von Hindernissen oder Haustieren auf. Dabei betont Roborock die Einhaltung strenger Datenschutzvorgaben und belegt das wie bei den Vorgängern mit Zertifizierung durch den TÜV Rheinland. Zudem betont Roborock, dass keine Bilder gespeichert werden.

Per lokaler Sprachsteuerung reagiert der Saros 10R auf „Hello Rocky“ und führt dann Befehle wie Raum-, Bereichs- oder Komplettreinigung auf Zuruf aus. Matter beherrscht der Sauger ebenfalls und erlaubt so die Einbindung in gängige Smart-Home-Ökosysteme.

Auch für die Station gibt es umfassende Einstellungsmöglichkeiten. Nutzer dürfen hier etwa festlegen, wie oft während eines Durchgangs gewaschen und getrocknet wird, wie intensiv die Absaugung erfolgen und wie heiß die Mopp-Trocknung sein soll. Und das alles war nur ein kurzer Auszug aus der enorm umfangreichen App von Roborock, die immer wieder zum Stöbern einlädt. Kurz: Es gibt hier nichts, was es nicht gibt.

Navigation und Hindernisvermeidung

Der Saros 10R verzichtet auf ein sich ständig drehendes Lidar-System (Light Detection and Ranging), das sonst als kleines Türmchen oben auf Saugrobotern aufsitzt. Stattdessen verwendet der Hersteller Festkörper-Lidar und navigiert mittels der sogenannten Starsight-2.0-Technik. Dabei kombiniert das System Tiefensensorik und Kamera. Die Tiefeninformationen entstehen aus fast 22.000 ausgesandten Sensorpunkten, die dann reflektiert und ausgewertet werden. Im Vergleich zu herkömmlichem Lidar ergibt sich ein etwa 21-mal genaueres Bild der Umgebung. Außerdem kann der Saugroboter auf diesem Weg bis zu 108 unterschiedliche Gegenstandsarten ab einer Minimalgröße von 2 x 2 cm erkennen. Auch Spiegel sollen so endlich nicht mehr ignoriert, sondern erkannt werden und bei Dunkelheit hilft eine LED bei der Erkennung.

Im Alltag überzeugt der Saros 10R mit hervorragender Navigation und systematischem Bahnenziehen. Er scheut nicht vor Engstellen und braucht seltene Zweitanläufe, um seinen Weg zu finden. Beim Klettern und auf langflorigem Teppich kann sich das Roboter-Chassis ganz oder teilweise um rund 10 mm anheben. Um etwa Türschwellen von bis zu 4 cm zu überwinden, fährt er vorn das Stützrad hoch und erreicht so eine umgekehrte Keilform. Eine Bohle mit 2,5 cm Dicke war so im Test überhaupt kein Problem, auch wenn es bisweilen etwas rustikal anmutet, wie sich der Roboter mit Anlauf auf eine Erhöhung zu wälzen versucht. In verwinkelten Räumen zeigt sich der Roboter umsichtig, festgefahren hat er sich während der langen Testphase nicht. Zudem spielte er hier den Vorteil der geringen Höhe aus, indem er etwa unter einem Bett problemlos navigierte, während andere Modelle mit Laser-Turm zwar darunter kommen, hier aber trotzdem nicht alle Bereiche befahren wollen.

Aufräumen sollten Nutzer vor einer Reinigungsfahrt des Roborock Saros 10R trotz vielversprechender Obstacle Avoidance trotzdem. So erkennt der Sauger Kabel zwar häufig, aber eben nicht immer. Sehr dünne, kleine oder transparente Hindernisse bleiben eine Herausforderung, außerdem erkannte er Flüssigkeitslachen nicht immer auf Anhieb. Eigentlich sollte er dann Haupt- und Seitenbürste anheben und verstärkt – auch mehrfach mit Zwischenreinigung – wischen. Hier kommt es stark auf Farbe und Beschaffenheit von Untergrund und Flüssigkeiten/Gegenständen an. Trotzdem gehört die Objekterkennung aktuell zu den besten am Markt. Einen Nachteil hat dieses gesteigerte Umgebungsbewusstsein des Saros 10R: Es kostet Zeit. Ein Qrevo Curv (Testbericht) reinigt bei ähnlicher Fahrgeschwindigkeit rund ein Drittel schneller als der 10R, der sich doch hin und wieder „umschaut“, um die ganze Umgebung im Blick zu haben.

Saugleistung und Wischfunktion

Bei der reinen Saugkraft legt Roborock beim Saros 10R eine Schippe nach. Je nach Angabe sind das satte 19.000 oder sogar 20.000 Pa, wichtiger als solch kaum greifbare Zahlen ist aber das Reinigungsergebnis im Alltag. Auf Hartboden sammelt der Roboter Staub und Krümel sehr zuverlässig ein, auf freier Fläche bleibt hier normalerweise nichts zurück. Feiner Sand an Kanten braucht manchmal einen zweiten Durchlauf – aber das macht die Konkurrenz kaum besser. Auf Teppich steigert der Sauger automatisch die Leistung. Mittelhoher Flor wird ebenfalls sehr gut gesaugt, bei langfloriger Auslegeware sinkt die Reinigungsleistung naturgemäß weiter ab. Hier braucht der 10R dann auch mal mehrere Durchgänge und mehr Zeit, fährt sich aber dank der Möglichkeit zum Anheben des Chassis nicht so schnell fest. Auch das macht die Konkurrenz nicht besser, im Gegenteil.

Die Hauptbürste hält das von Roborock gegebene Versprechen: Haarverwicklungen und dadurch bedingt manuelles Eingreifen hatten wir in der gesamten, langen Testphase des 10R nicht zu verzeichnen. Auch die Seitenbürste war davon nicht geplagt, was sich im Alltag durch reduzierten Arbeitsaufwand des Nutzers niederschlägt.

Beim Wischen nutzt der 10R zwei drehende Mopps. Die Flächenreinigung gelingt damit gleichmäßig, sogenannte Halos, also durch die Drehung ausgelöste Muster besonders auf spiegelnden Fliesen gibt es nur schwach ausgeprägt. Auf Böden mit Struktur oder Mustern ist davon nichts zu sehen. Die Wischleistung ist insgesamt beeindruckend. Getrocknete Flecken brauchen zwar je nach Beschaffenheit mehrere Überfahrten und mit besonders klebrigen Verschmutzungen hat auch der Saros 10R seine Probleme. Generell macht der Saug- und Wischroboter aber einen hervorragenden Job. Lediglich das Nachspülen bei starker Verschmutzung dürfte gern noch etwas intensiver erfolgen. Zwar analysiert auch der Saros 10R sein Schmutzwasser wieder und reinigt dann besonders dreckige Bereiche erneut, aber hier gibt es dann bisweilen doch noch etwas Luft nach oben. Optisch ist aber hinterher alles sauber.

Der ausfahrbare Wischarm verbessert die Randreinigung sichtbar, auch wenn auf dem letzten Millimeter zur Wand mangels ausreichenden Drucks ein Hauch an Schmutz zurückbleiben kann. Das ist aber Kritik auf sehr hohem Niveau und bei regelmäßigen Fahrten des Roboters kein Problem. Auf Teppich hebt der Roboter die Mopps in ausreichender Geschwindigkeit bis zu 22 mm an, alternativ lässt er die Mopps vor dem Teppichsaugen in der Station zurück. Beides verhindert Feuchtigkeit auf Teppichfasern.

Die Station wäscht die Mopps mit bis zu 80 Grad heißem Wasser und trocknet mit bis zu 55 Grad warmer Luft. Das verbessert die Reinigung der runden Tücher und reduziert Gerüche. Schimmel und Stock hat so keine Chance. Sowohl beim Saugen als auch beim Wischen gehört der Roborock Saros 10R zum Besten auf dem Markt.

Akku

Im Inneren steckt ein Lithium-Ionen-Akku mit 6,4 Ah. Die Laufzeit reicht laut Hersteller für bis zu 220 Minuten im sparsamen Modus. In höheren Stufen sinkt sie erwartungsgemäß deutlich und bei viel Teppich und automatischer Saugkraftanhebung ebenfalls. Saugen und Wischen reichte im Test in unserem Testhaushalt für etwa 90 Quadratmeter am Stück (brutto, also abzüglich Möbeln etc.). Der Roborock Qrevo Curv hatte zum gleichen Zeitpunkt noch etwa 50 Prozent Akkuladung, während der Saros 10R zur Ladestation zum Nachladen zurückkehren musste. Dort verweilt er dann bis zu 2,5 Stunden, danach setzt er die Reinigung automatisch fort.

Preis

Die UVP des Herstellers für Deutschland liegt bei knapp 1500 Euro. Der aktuelle Straßenpreis liegt bei 899 Euro (Amazon). Zum Testzeitpunkt (28. August 2025) lag er noch bei 1199 Euro, im Dezember hingegen bei nur noch 899 Euro. Für 1099 Euro ist der Sauger mit der Reinigungsstation samt Wasseranschluss-Paket verfügbar, das mangels Wasserbehälter deutlich niedriger als in der Normalversion ausfällt. Beide Versionen gibt es in Schwarz und Weiß.

Ansonsten führt unser Bestpreis-Link auch zu späteren Zeitpunkten stets zum laut Preisvergleich günstigsten Shop.

Fazit

Der Roborock Saros 10R ist ein hervorragender Saug- und Wischroboter. Er reinigt Hart- und Teppichböden richtig gut und punktet auch mit toller Wischleistung. Dank KI und veränderbarer Chassis-Höhe klappt das meist auch bei Flüssigkeitslachen oder auf höherflorigem Teppichboden erstaunlich gut. Die Reinigungsstation sorgt dank heißem Wasser und ebensolcher Luft für hygienische Zustände auch bei intensiver Nutzung. Zudem ist der Roboter sehr flach und kommt so auch unter Möbel, die herkömmlichen Saugern mit Laser-Turm verwehrt bleiben.

Die Navigation ist – zusammen mit der Objekterkennung – ebenfalls ein Highlight. Zwar ist die Zuverlässigkeit bei der Erkennung auch beim neuen Spitzenmodell von Roborock noch nicht bei 100 Prozent angelangt, aber viel näher ran kommt derzeit kein Saugroboter. Das hat allerdings seinen Preis: Der Saros 10R braucht etwas länger als Roboter mit herkömmlichem Laser-Türmchen und der Akku ist auch schneller als bei ähnlich ausgestatteter Konkurrenz leer. Und apropos Preis: Teuer ist der 10R natürlich auch. Aber das ist bei der Feature-Vielfalt auch nicht anders zu erwarten.

Saugroboter Narwal Flow im Test: Top-Objekterkennung, Wischwalze, flott & agil

Der Narwal Flow bietet eine Wischwalze, exzellente Hinderniserkennung, vergleichsweise leisen Betrieb und Kletterfunktion.

VORTEILE

  • Track-Mop-Wischwalze mit kontinuierlicher Reinigung während der Fahrt
  • exzellente KI-Hinderniserkennung mit Foto-Funktion in der App
  • sehr leise im Standardmodus mit nur 44 dB(A)
  • zwei gegenläufige Seitenbürsten für bessere Schmutzaufnahme
  • zuverlässige Kletterfunktion bis 4 cm Hindernishöhe

NACHTEILE

  • Klappe über den Wasserbehältern wirkt etwas dünn
  • anfängliche Probleme bei der Sprachpaket-Installation
  • auf Teppich etwas schwächer

Der Narwal Flow bietet eine Wischwalze, exzellente Hinderniserkennung, vergleichsweise leisen Betrieb und Kletterfunktion.

Der Narwal Flow gehört zu den absoluten Top-Saugrobotern auf dem Markt. Schon der Vorgänger Narwal Freo Z10 Ultra (Testbericht) hat uns im Test überzeugt. Mit dem Flow geht Narwal nun einen Schritt weiter und folgt dem Trend der Wischwalzen – allerdings mit einer eigenen Interpretation.

Statt einer klassischen festen Walze setzt der Flow auf eine als Track Mop bezeichnete Konstruktion. Dabei rotiert ein zylinderförmiges Tuch wie eine Walze auf einer Schiene. Der Vorteil: eine breitere Auflagefläche auf dem Fußboden sowie eine bessere Randreinigung. Während der Fahrt wird das Tuch kontinuierlich mit warmem Wasser gespült, ein Abstreifer entfernt den Schmutz. So muss der Roboter nicht durchgehend zur Station zurückkehren.

Mit einer Saugleistung von 22.000 Pa, zwei gegenläufigen Seitenbürsten und einer smarten KI-Hinderniserkennung bringt der Flow alles mit, was ein moderner Premium-Saugroboter benötigt. Wir zeigen, ob er die Erwartungen erfüllen kann. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Narwal Flow?

Der Narwal Flow überzeugt mit einem schicken und durchdachten Design. Narwal verziert den Roboter mit chromartigen Kunststoffzierelementen und nutzt rund um die Bedieneinheit auf dem Deckel eine edle Riffelung im Kunststoff. Der weiße Kunststoff ist insgesamt tadellos verarbeitet.

Ein cleveres Detail: Der Deckel ist mit Magneten und zwei Kunststoffhaken befestigt. Man kann den Roboter umdrehen, ohne dass der Deckel herunterfällt. Bei Ecovacs-Geräten liegt der Deckel nur lose auf – das wirkt weniger durchdacht. Unter dem Deckel befindet sich neben dem QR-Code zur Einrichtung auch der Staubbehälter, den man über einen lilafarbenen Hebel herausnehmen kann.

Der Roboter misst 363,5 mm im Durchmesser bei einer Höhe von 95 mm und wiegt 5 kg. Vorne befinden sich zwei Kameras für die KI-gestützte Hinderniserkennung, auf der Rückseite ist der Lidar-Sensor. Ein Stützrad auf der Rückseite verbessert die Stabilität, da die Wischeinheit den Schwerpunkt verlagert.

Die Station ähnelt dem Vorgänger in Form und Farbe, Narwal hat aber einige Änderungen vorgenommen. Das Display im Deckel sowie dessen Bedienelemente sind weggefallen. Stattdessen gibt es nun einen einzelnen Start-Stopp-Button, der sofort eine Reinigung der gesamten Karte startet. Ein weiterer Knopfdruck pausiert den Vorgang, gedrückt halten beendet ihn. Das ist praktisch, da man ohne den Roboter herauszunehmen nicht an dessen Bedienelemente kommt – er steht innerhalb der Station und wird von dieser verdeckt.

Das Fach für Reinigungsmittelkartuschen ist vom Bereich über dem Staubbeutel neben den Frischwasserbehälter gewandert. Die Klappe über den Wasserbehältern wirkt etwas dünner als beim Vorgänger, was einen leicht klapprigen Eindruck erweckt. Im Test gab es damit aber keine Probleme. Der Staubbeutel fasst 2,5 l und befindet sich hinter der magnetisch gehaltenen Frontklappe. Die Station misst 430 × 461 × 402 mm und wiegt 10,2 kg.

Im Lieferumfang liegen neben einem Ersatz-Staubbehälter und einem Staubfilter auch ein zusätzlicher Staubbeutel sowie eine Flasche mit Reinigungsmittel bei.

Einrichtung: Wie schnell ist der Narwal Flow betriebsbereit?

Die Einrichtung erfolgt über das Scannen eines QR-Codes. Alternativ wählt man das Robotermodell aus einer Liste und findet das Gerät über die Umgebungssuche. Danach konfiguriert man das WLAN-Netzwerk. Ungewöhnlich: Die App kommuniziert, dass neben 2,4 GHz auch 5 GHz unterstützt wird. Narwal empfiehlt aber dennoch eine 2,4-GHz-Verbindung.

Bei der Sprachpaketauswahl hatten wir anfangs Probleme. Der Roboter wollte die Sprache erst nicht übernehmen oder meldete, dass das Sprachpaket gerade heruntergeladen wird. Nach mehrmaligem Versuch klappte es dann. Danach stand direkt ein Software-Update zur Verfügung. Im Verlauf unseres Tests sprang der Roboter von Version 01.00.26.00 auf 01.02.00.37 und später 01.02.13.05.

Nach der Einrichtung muss der Flow die Wohnung kartieren. In unserem Fall dauerte das etwa 25 Minuten. Wer die Videofunktion nutzen möchte, muss diese durch dreimaliges Drücken der Home-Taste freischalten. Zudem erfragt der Roboter die Zustimmung zu Nutzungsbedingungen und Datenschutzvereinbarungen.

Die Narwal-App ist im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Es gibt wieder den Freo-Modus, bei dem der Roboter selbstständig die Reinigungsparameter wählt – je nach Reinigungshäufigkeit, Raumgröße und Verschmutzungszustand. Man kann auch manuell einstellen. Die App bietet die Wahl zwischen der Reinigung der gesamten Wohnung, einzelner Zimmer oder einer frei verschiebbaren rechteckigen Zone. Zudem wählt man, ob der Roboter während des Saugens wischen, nach dem Saugen wischen oder nur saugen soll. Farblich ist die App mit den typischen lilafarbenen Akzenten gestaltet.

Navigation: Wie gut erkennt der Narwal Flow Hindernisse?

Der Narwal Flow navigiert besonders agil. Statt sich langsam im Kreis zu drehen, erfasst er die Umgebung mit kurzen, schnellen Drehungen um die eigene Achse. Das macht ihn deutlich flinker als viele Konkurrenten.

Die Hinderniserkennung gehört zu den besten am Markt. Die App zeigt bei erkannten Hindernissen einen Hinweis in der Karte an – inklusive Foto des Hindernisses. Im Test hatten wir nur ein einziges Mal ein falsch eingetragenes Hindernis, das sich als Reflexion auf dem Hartboden herausstellte. Alle anderen Hindernisse wurden zuverlässig erkannt und umfahren.

Der Flow erkennt auch größere Schmutzhaufen auf dem Boden. Ausgebrachte Haferflocken wurden als „körniger Abfall“ gekennzeichnet und mit stärkerer Reinigungsleistung beseitigt. Auch die Kletterfunktion haben wir getestet: Der Roboter überwindet Schwellen bis zu 4 cm Höhe zuverlässig. Dabei drückt er sich mit seinen Rädern vom Boden ab, schiebt den Korpus auf das Hindernis und lässt sich auf der anderen Seite wieder herunterfallen – so kennen wir das auch von vielen anderen Top-Saugrobotern. Die Wischeinheit lässt sich sowohl links als auch rechts zur Seite ausfahren, nicht nur zu einer Seite wie bei anderen Wischwalzen-Modellen.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Narwal Flow?

Mit der Reinigungsleistung sind wir sehr zufrieden. Der Roboter entfernt den Großteil des ausgebrachten Testschmutzes aus Haferflocken und Mehl zuverlässig. Auch bei Flüssigkeiten stellt er sich geschickt an und beseitigt diese durch die Wischwalze vom Boden, statt sie zu verteilen.

Die Track-Mop-Wischwalze arbeitet mit einem Abwärtsdruck von 12 N. Das Textilpad bewegt sich mit 110 Zyklen pro Minute und wird dabei kontinuierlich mit 45 Grad warmem Wasser aus 16 Düsen gespült. Ein Abstreifer entfernt den Schmutz während der Fahrt. So muss der Roboter nicht wiederholt zur Station zurückkehren, sondern reinigt sein Wischpad bereits unterwegs. Die Detailreinigung findet dann in der Station mit bis zu 80 Grad heißem Wasser statt, anschließend folgt die Heißlufttrocknung.

Die Saugleistung beträgt 22.000 Pa. Bei den Reinigungsparametern kann man aus drei Bereichen wählen: Der Saug- und Wischzyklus lässt sich in drei Stufen einstellen (einmal, zweimal, dreimal). Die Saugkraft bietet vier Stufen: leise, Standard, stark und maximale Saugkraft. Bei der Wischfeuchte gibt es drei Optionen: leicht trocken, Standard und nass wischen. Andere Modelle wie Ecovacs bieten hier einen 50-stufigen Regler – da ist Narwal weniger flexibel.

Besonders effektiv ist der Aufbau der Seitenbürsten. Der Flow verfügt über zwei Stück – eine lilafarbene und eine orangefarbene. Diese arbeiten gegenläufig zueinander und schaufeln den Schmutz zur Mitte, wo die Saugeinheit sitzt. Andere Modelle neigen dazu, größere Schmutzpartikel durch die einzelne Seitenbürste im Raum zu verteilen. Sobald der Flow seine Reinigung beendet, klappen beide Seitenbürsten nach innen über die Bodenbürste und werden von Haaren befreit.

Die Bodenbürste ist an einer Seite aufgehängt und an der anderen Seite frei schwebend. Durch die konkav zulaufende Form können sich Haare von selbst abwickeln und werden dann abgesaugt. Die Bodenbürste kombiniert Gummi und Borsten für optimale Ergebnisse auf verschiedenen Bodenbelägen. Bei Teppichen hebt der Roboter den Wischaufsatz automatisch bis zu 12 mm an.

Die Track-Mop-Wischwalze reinigt den Boden kontinuierlich während der Fahrt. Das Textilpad wird mit 45 Grad warmem Wasser aus 16 Düsen gespült, ein Abstreifer entfernt den Schmutz. In der Station erfolgt die Detailreinigung mit bis zu 80 Grad heißem Wasser und anschließender Heißlufttrocknung.

Im Test ohne zusätzlichen Testschmutz war das Schmutzwasser nach der Reinigung unseres 56 m² großen Testraums richtig schwarz – obwohl wir dachten, der Raum wäre gar nicht so dreckig. Das zeigt: Der Roboter arbeitet sehr effektiv. Auf Teppichen kann er dagegen nicht vollständig überzeugen und lässt einige der Schmutzpartikel liegen. Das Reinigungsergebnis bewegt sich im Bereich 75 Prozent.

Die Lautstärke ist angenehm niedrig. Im Standardmodus messen wir 44 dB(A), beim leisen Betrieb nur 38 dB(A) und bei stark 52 dB(A). Bei maximaler Saugstufe sind es 60 dB(A). Manche Roboter erreichen 60 dB(A) bereits auf Standardstufe. Auch die Motorgeräusche beim Fortbewegen sind unauffällig.

Die Wartung ist einfach: Das Wischwalzentuch lässt sich über zwei Knöpfe an der Seite lösen. Den Abstreifer sollte man regelmäßig abwischen, um Verschleiß und Gerüche zu vermeiden.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Narwal Flow?

Der Narwal Flow verfügt über einen Li-Ionen-Akku mit 14,4 V und 6,4 Ah. Die Betriebsdauer beträgt laut Hersteller bis zu 190 Minuten, die Ladedauer liegt bei etwa 3 Stunden. Im Test schaffte der Roboter etwa in zweieinhalb Stunden 47 Prozent nachzuladen, weshalb wir die Ladedauer-Angabe für etwas ambitioniert halten. Der Ecovacs X11 Omni Cyclone (Testbericht) ist hier schneller.

Im Test benötigte der Flow für unseren 56 m² großen Testraum etwa eine Stunde und 8 Minuten. Unter Standardeinstellungen sank der Akkustand dabei von 100 auf 73 Prozent. Bei maximalen Reinigungsoptionen fiel der Akku von 100 auf 35 Prozent.

Preis: Was kostet der Narwal Flow?

Die UVP des Narwal Flow liegt bei 1.300 Euro. Seit Mitte November bekommt man ihn jedoch für deutlich unter 1.000 Euro – für einen High-End-Saugroboter im Jahr 2025 vergleichsweise günstig.

Am günstigsten ist er derzeit bei Amazon mit 799 Euro. Zuletzt war er zur Black Week 2025 zu diesem Preis erhältlich.

Fazit

Der Narwal Flow ist ein durchdachter High-End-Saugroboter, der mit seiner innovativen Track-Mop-Wischwalze überzeugt. Die kontinuierliche Reinigung des Wischpads während der Fahrt mit 45 Grad warmem Wasser und die Detailreinigung in der Station mit bis zu 80 Grad sorgen für hygienisch saubere Böden.

Besonders positiv fällt die exzellente Hinderniserkennung auf, die zu den besten am Markt gehört. Die App zeigt erkannte Hindernisse sogar mit Foto an. Das agile Navigationsverhalten mit schnellen Drehungen macht den Flow deutlich flinker als viele Konkurrenten. Die zwei gegenläufigen Seitenbürsten verteilen Schmutz weniger im Raum als bei Modellen mit nur einer Bürste. Per Kletterfunktion überbrückt der Roboter 4 cm Höhe zuverlässig.

Die Verarbeitung ist hochwertig, das Design mit Chromakzenten und Riffelung edel. Kleine Details wie der magnetisch befestigte Deckel mit Haken zeigen, dass Narwal mitgedacht hat. Die Lautstärke von nur 44 dB(A) im Standardmodus ist angenehm niedrig. Der Flow unterstützt zudem Sprachassistenten wie Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant sowie Sprachbefehle über „Hey Narwal“.

Einzige Kritikpunkte: Die Klappe über den Wasserbehältern wirkt etwas dünn, und bei der Ersteinrichtung gab es kleinere Probleme mit dem Sprachpaket. Für den aktuellen Preis von unter 900 Euro bietet der Narwal Flow aber ein hervorragendes Gesamtpaket.

Test: Roborock Qrevo Curv 2 Flow – Saugroboter mit kurioser Station & Wischwalze

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist der erste Saugroboter des Herstellers mit einer Wischwalze statt klassischer Wischmopps.

VORTEILE

  • starke Reinigungsleistung mit Wischwalze
  • angenehme Lautstärke bei Reinigung
  • gute App
  • lange Akkulaufzeit
  • fairer Preis

NACHTEILE

  • Stationsreinigung nur mit 75 °C statt 100 °C
  • polarisierendes Stationsdesign, Deckelverarbeitung mit Schwächen

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist der erste Saugroboter des Herstellers mit einer Wischwalze statt klassischer Wischmopps.

Roborock strukturiert sein Sortiment klar: Die Saros-Reihe bildet die absolute Spitze, die Qrevo-Modelle markieren den Einstieg in die Oberklasse. Der Hersteller setzt dabei zum Teil auf experimentelle Ansätze. Genau so einer steckt im Qrevo Curv 2 Flow: eine Wischwalze statt klassischer Wischmopps. Die soll während der Fahrt permanent abgestreift und mit Frischwasser beträufelt werden, sodass sie stets sauber und feucht bleibt. Der Roboter muss dadurch seltener zur Station zurückkehren. Gleichzeitig soll die Walze verhindern, dass grobe Verschmutzungen auf dem Boden verschmiert werden – ein typisches Problem herkömmlicher Roboter, die auf Mopps setzen.

Den Curv 2 gibt es in mehreren Varianten: als CurvX, 2 Pro und Curv 5A1. Die Wischwalze bleibt dabei dem Flow vorbehalten. Das Stationsdesign teilen sich alle Modelle. Preislich steigt der Qrevo Curv 2 Flow mit 899 Euro ein – deutlich günstiger als der Vorgänger, der seinerzeit über 1000 Euro kostete, und weit unter dem Saros 20 für fast 1500 Euro. Was der Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Alltag leistet, zeigt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Qrevo Curv 2 Flow?

Der Roboter selbst misst 353 mm im Durchmesser bei einer Höhe von 119 mm und ist in Weiß gehalten. An der Unterseite sitzen zwei gegenläufig rotierende Seitenbürsten mit Anti-Tangle-Funktion sowie die Duo-Divide-Hauptbürste. Die ausfahrbare Spira-Flow-Wischwalze ersetzt die bei anderen Modellen üblichen Wischmopps.

Die Station fällt sofort ins Auge. Roborock setzt erneut auf das kubische Design mit stark abgerundeten Kanten, das schon beim Vorgänger polarisierte. Manche Kollegen in der Redaktion bezeichnen sie als hässliche Tonne, andere finden das Design zumindest ungewöhnlich. Ästhetik ist immer individuell – in jedem Fall kein gewöhnlicher Anblick. Die Station misst 450 × 450 × 450 mm und beherbergt unter dem Deckel den Frischwassertank (4 Liter), den Schmutzwassertank (3 Liter) sowie den Staubbeutel (2,5 Liter) mit einer kleinen Abdeckhaube.

Die Verarbeitungsqualität geht in Ordnung, liegt aber unter dem Niveau des teureren Saros 20. Der Deckel oben an der Station lässt sich bei etwas Gegendruck leicht verwinden und senkt sich nicht sanft, sondern klatscht etwas unsanft nach unten. Das hätte man eleganter lösen können, ist aber nicht weiter tragisch – das Produkt fällt nicht auseinander. Es sind Kleinigkeiten, die im Alltag kaum stören.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Qrevo Curv 2 Flow betriebsbereit?

Die Einrichtung folgt dem üblichen Schema für Saugroboter. Zunächst meldet man sich in der Roborock-App an und scannt den QR-Code am Roboter. Danach gewährt man der App die benötigten Berechtigungen für Standort und Umgebungssuche und versetzt den Roboter durch gleichzeitiges Drücken der Home- und Power-Taste in den Pairing-Modus. Anschließend richtet man das WLAN ein – unterstützt wird ausschließlich das 2,4-GHz-Band.

Direkt nach der Einrichtung steht ein größeres Softwareupdate an, das etwa zehn Minuten dauert. Danach startet die Kartierung der Wohnung, die je nach Größe 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt. Die erstellte Karte fällt dabei etwas ausgefranster aus als etwa beim Saros 20 – die Kanten wirken nicht ganz so klar gezogen, sondern leicht huckelig. Auf die Reinigungsleistung hat das keine Auswirkung, die Räume werden dennoch klar voneinander abgetrennt.

Die Roborock-App gehört zu den ausgewogensten am Markt. Sie ist intuitiv aufgebaut, bietet viele Funktionen und arbeitet zuverlässig ohne Fehler oder Grafik-Glitches. Reinigungszonen, Sperrzonen, Zeitpläne und Reinigungsintensitäten lassen sich komfortabel einstellen. Der Roboter unterstützt zudem Matter, Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant.

Eine Offline-Karte lässt sich aktivieren, allerdings funktionieren viele Einstellungen, Benachrichtigungen und die Videofunktion – bei der man sich auf die Kamera des Roboters schalten und ihn fernsteuern kann – nur mit Internetverbindung. Für Datenschutz-bewusste Nutzer lässt sich die reaktive KI-Hinderniserkennung deaktivieren. Roborock wirbt zudem mit einer TÜV-Zertifizierung der Software (basierend auf dem Standard ETSI EN 303 645). Generell gilt aber für alle Cloud-abhängigen Produkte, dass diese immer ein Risiko für Schwachstellen und Ausnutzung durch Kriminelle haben, solange sie im Internet hängen und auf das Wohlwollen des Herstellers angewiesen sind, wie lange die Dienste funktionieren.

Die Sprachausgabe des Roboters ist angenehm zurückhaltend. Sie stört nicht mit zu vielen Bemerkungen und hält sich kurz – definitiv eine der angenehmeren unter den Saugrobotern.

Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Qrevo Curv 2 Flow Hindernisse?

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow navigiert per LiDAR-Laser und Kamera mit KI-gestützter Hinderniserkennung. Absturzsensoren und Wandlaufsensoren ergänzen die Navigation. Teppiche erkennt der Roboter automatisch und hebt die Wischwalze um bis zu 15 mm an.

Im Test schlägt sich der Curv 2 Flow grundsätzlich gut und schreckt auch vor kniffligen Situationen nicht zurück. Mehrere Stuhlbeine, die unter dem Küchentisch eng beieinander stehen, meistert er problemlos – er fährt hinein und findet den Weg selbst wieder zurück. Rabiat wird er dabei nicht, Hindernisse hat er im Test nicht zusammengefahren.

Die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung lässt sich in der App individuell anpassen. Bei der Standard-Einstellung hat sich der Roboter an besonders engen Stellen teilweise nicht getraut und den Reinigungsvorgang vorzeitig beendet. Wer das nicht möchte, dreht die Empfindlichkeit etwas herunter – dann fährt der Curv 2 Flow auch engere Passagen ab.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Qrevo Curv 2 Flow?

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow saugt mit bis zu 20.000 Pa Saugleistung. Im Roboter sitzen ein 324-ml-Staubbehälter sowie je 100 ml Frisch- und Schmutzwasser. Die Duo-Divide-Hauptbürste mit Anti-Tangle-Funktion soll verhindern, dass sich Haare um die Bürste wickeln. Zwei gegenläufig rotierende Seitenbürsten befördern Schmutz zur Absaugöffnung in der Mitte des Roboters.

Auf Hartboden überzeugt der Curv 2 Flow. Grobe Partikel nimmt er zuverlässig auf, feiner Staub wird dank der Wischwalze ebenfalls schnell und restlos beseitigt. Die beiden Seitenbürsten arbeiten dabei effektiver als die Einzelbürste des teureren Saros 20, da sie Partikel gegenläufig zur Mitte hin kehren. Allerdings rotieren sie zum Teil zu schnell und schleudern – wie quasi alle Saugroboter – einzelne Partikel durch den Raum.

Auf Teppich entfernt der Roboter grobe Partikel wie Vogelfutter nahezu vollständig. Bei feinem Staub, simuliert durch Mehl, schafft er allerdings nur etwa 75 Prozent. Auf unseren Teppich kommt er dabei nicht ganz so mühelos wie der Saros 20. Zwar kann auch der Qrevo Curv 2 Flow sein Chassis aufkippen und Schwellen bis 2 cm überwinden, im Test faltet er den Teppich aber dennoch teils auf.

Die Spira-Flow-Wischwalze ist das zentrale Feature des Flow-Modells. Sie rotiert mit 220 Umdrehungen pro Minute und drückt mit 15 Newton auf den Boden. Acht präzise Düsen – sogenannte Hydratationspunkte – versorgen die Walze gleichmäßig mit Frischwasser. Ein integrierter Abstreifer entfernt dabei laufend überschüssige Feuchtigkeit und leitet das Schmutzwasser direkt in den 100-ml-Schmutzwassertank im Roboter. Dieser Prozess findet permanent während der Fahrt statt, nicht erst in der Station. So bleibt die Walze stets optimal feucht, ohne zu tropfen, und die Reinigungsleistung konstant hoch. Herkömmliche Mopps neigen bei zunehmender Sättigung mit Schmutz dazu, gröbere Verschmutzungen eher zu verschmieren als zu entfernen – die Wischwalze schafft das deutlich besser.

Allerdings bringen Wischwalzen auch einen erhöhten Wartungsaufwand mit sich, da mehr Teile zur vollständigen Reinigung des Roboters ausgebaut werden müssen. Den Schmutzwassertank an der Rückseite des Roboters sollte man mindestens wöchentlich von hängengebliebenen Partikeln und Schmutz befreien – er lässt sich einfach entnehmen. Gleiches gilt für die Walze und den Abstreifer: Beide sollte man regelmäßig von Rückständen wie Staub befreien. Bei Roborock lassen sich diese Teile recht angenehm erreichen.

Für Parkettböden kann die Wischwalze allerdings die falsche Wahl sein: Mopps arbeiten hier schonender und verteilen weniger Wasser auf den Boden. Eine Walze kann bei zu viel nachgeträufeltem Wasser das Parkett auf Dauer zum Aufquellen bringen.

Der Roboter wischt mit Frischwasser ohne spezifische Heißwassertemperatur während der Bodenreinigung. In der Station wird die Wischwalze mit bis zu 75 °C heißem Wasser gewaschen und mit bis zu 55 °C warmer Luft getrocknet. Das reicht für den Alltag, gehört aber nicht zu den Spitzenwerten – der Saros 20 arbeitet hier mit 100 Grad. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch in den 2,5-Liter-Staubbeutel ab.

Die Lautstärke hält sich im normalen Modus mit 56 dB(A) in Grenzen. Unter Maximalstufe steigt sie auf etwa 65 dB(A).

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Qrevo Curv 2 Flow?

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow wird von einem 14,4-V-Akku mit 5,2 Ah (Li-Ionen) angetrieben. Roborock gibt eine Betriebsdauer von bis zu 242 Minuten an, die wir im Test bestätigen können. Das ist ein starker Wert, der auch größere Wohnungen in einem Durchgang abdecken sollte. Die vollständige Ladung dauert etwa drei Stunden.

Preis: Was kostet der Roborock Qrevo Curv 2 Flow?

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow startet mit einer UVP von 899 Euro.

Fazit

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist ein rundum zufriedenstellender Oberklasse-Saugroboter, der mit seiner Spira-Flow-Wischwalze einen spürbaren Vorteil gegenüber klassischen Wischmopps bietet. Acht Düsen versorgen die Walze gleichmäßig mit Wasser, der Abstreifer hält sie sauber – und das alles permanent während der Fahrt. Grobe Verschmutzungen werden nicht verschmiert, sondern tatsächlich aufgenommen.

Die Reinigungsleistung auf Hartboden überzeugt, auf Teppich gibt es bei feinem Staub leichte Abstriche. Die zwei gegenläufigen Seitenbürsten arbeiten gründlich, schleudern aber vereinzelt Partikel weg. Die Station erledigt Reinigung, Trocknung und Absaugung zuverlässig, erreicht bei der Wassertemperatur aber nicht die Spitzenwerte des teureren Saros 20. Die App gehört zu den besten am Markt.

Der erhöhte Wartungsaufwand durch Walze, Abstreifer und Schmutzwassertank ist der Preis für das moderne Wischkonzept. Das Stationsdesign ist sicherlich Geschmackssache. Die Verarbeitung am Deckel zeigt kleine Schwächen. Für 899 Euro bekommt man aber einen mehr als soliden Allrounder.

Roborock Saros Z70 im Test: Saugroboter mit Greifarm erklimmt Teppiche am besten

Der Roborock Saros Z70 ist der erste Saugroboter mit integriertem Greifarm. Ob diese Besonderheit den hohen Preis von 1122 Euro rechtfertigt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • hervorragende Saugleistung von 22.000 Pa
  • sehr leise trotz hoher Leistung (52 bis 59 dB)
  • kompakte Bauweise trotz komplexer Technik

NACHTEILE

  • Greifarm mehr Spielerei als echter Mehrwert

Der Roborock Saros Z70 ist der erste Saugroboter mit integriertem Greifarm. Ob diese Besonderheit den hohen Preis von 1122 Euro rechtfertigt, zeigt unser Test.

Der Roborock Saros Z70 will die Saugroboter-Welt revolutionieren. Als Erster seiner Art besitzt er einen ausfahrbaren Greifarm, der herumliegende Gegenstände aufräumen soll. Mit einem Preis von aktuell 839 Euro spielt das Gerät in der Oberklasse mit.

Dafür bietet der Hersteller aber auch beeindruckende Technik: 22.000 Pa Saugleistung, drei Kameras zur Objekterkennung und eine umfangreiche Reinigungsstation mit Heißwasser-Moppwäsche. Der Omni-Grip-Arm kann Objekte bis 300 Gramm greifen und wegräumen. Dabei lernt der Roboter bis zu 50 neue Objekte, zusätzlich zu den 108 vorprogrammierten.

Die Frage ist: Rechtfertigt diese Innovation den Premium-Preis, oder handelt es sich nur um eine nette Spielerei? Die Antwort liefert dieser Testbericht.

Update (23. Januar 2026): Seit dem Testzeitpunkt ist der Saros Z70 von ursprünglich über 1700 Euro auf aktuell 839 Euro gesunken. Das macht ihn deutlich attraktiver, nachdem er zuletzt etwa 1300 Euro kostete.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Roborock Saros Z70?

Der Saros Z70 beeindruckt mit kompakter Bauweise trotz integriertem Greifarm. Mit nur 7,98 cm Höhe bleibt er erstaunlich flach. Das hohe Gewicht vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Die schwarz-silberne Farbgebung wirkt futuristisch, die Klarglas-Vorderseite zieht allerdings Fingerabdrücke magisch an. Roborock hat das Innenleben komplett neu entwickelt und die Komponenten extrem platzsparend angeordnet. Der faltbare Arm verschwindet nahezu unsichtbar im Gehäuse unter einem aufklappbaren Deckel. Die Verarbeitung ist tadellos, alle Teile sitzen fest und nichts klappert.

Die Station wirkt mit ihren Abmessungen von 381 × 488 × 475 mm wuchtig, bietet dafür aber auch umfangreiche Funktionen. Sie beherbergt einen Behälter für 4 Liter Frischwasser und einen für 3 Liter Schmutzwasser. Ein zusätzlicher Behälter für Reinigungsflüssigkeit ist neben dem 2,5-Liter-Schmutzbehälter hinter einer magnetischen Klappe integriert.

Einrichtung: Wie schnell ist der Roborock Saros Z70 betriebsbereit?

Die Einrichtung gelingt dank bebilderter Anleitung problemlos und beginnt mit dem Auspacken und Aufstellen der Station. Diese sollte auf ebenem Untergrund mit mindestens 50 cm Freiraum vorn und 30 cm seitlich stehen. Nach dem Anschluss ans Stromnetz folgt das Befüllen des Frischwassertanks und das Einsetzen des Staubbeutels. Der Roboter wird auf die Ladestation gesetzt und lädt erstmals auf.

Parallel lädt man die Roborock-App herunter und erstellt ein Konto. Nach dem Start der App tippt man auf das Plus-Symbol und wählt „Saros Z70“ aus der Geräteliste. Die App zeigt nun eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Zunächst muss der Roboter eingeschaltet und die WLAN-Taste 3 Sekunden gedrückt werden, bis ein Signalton ertönt.

Die WLAN-Verbindung erfolgt nur über 2,4 GHz – bei Dual-Band-Routern muss man aufpassen. Die App sucht automatisch nach dem Roboter-Hotspot. Nach der Verbindung gibt man seine WLAN-Zugangsdaten ein. Der Roboter verbindet sich mit dem Heimnetzwerk, was einige Sekunden dauert.

Die Roborock-App führt Schritt für Schritt durch den Prozess. Die App gilt als eine der besten am Markt, wirkt anfangs aber komplex. Viele Untermenüs und teilweise kryptische Optionen können zunächst überfordern. Nach Einarbeitung entpuppt sie sich als mächtiges Werkzeug.

Besonders unterhaltsam: Die Stimmauswahl bietet neben klassischen Ansagen auch „Rocktimus Prime“ – eine Transformers-Parodie. Der Roboter spricht dann von „Waffensystemen reinigen“ und begibt sich auf „Missionen“. Das Motto „Kein Staub bleibt!“ sorgt für Abwechslung. Nach getaner Arbeit heißt es „wir treffen uns an der Basis, wo die Einsatzspuren“ beseitigt werden.

Der Greifarm muss per Tastenkombination in der App aktiviert werden – eine Sicherheitsmaßnahme gegen versehentliche Aktivierung. Die Objekterkennung zeigt erkannte Gegenstände in Echtzeit auf der Karte an, auf Wunsch auch mit Beweisfoto. Per Fingertipp lassen sich Objekte zum Aufräumen markieren oder ignorieren.

Die Live-Videostream-Funktion ermöglicht Überwachung aus der Ferne – oder das Erschrecken von Familienmitgliedern oder Haustieren. Neben den klassischen Smart-Home-Integrationen für Google Home, Alexa oder Homekit kann man den Roboter auch per Matter einfügen. Zur Sprachsteuerung kann man zudem auf den integrierten Assistenten Rocky zurückgreifen, der sich durch „Hello Rocky“ aufwecken lässt.

Navigation: Wie gut erkennt der Roborock Saros Z70 Hindernisse?

Mit drei Kameras und 3D-ToF-Navigation meistert der Z70 die meisten Situationen souverän. Die obere Kamera im Deckel erfasst die Umgebung, die Frontkamera erkennt Hindernisse, die Greifarm-Kamera prüft gefasste Objekte. Diese Kombination ermöglicht präzise 3D-Kartierung und Objekterkennung. Der Roboter erstellt detaillierte Karten mit Möbelpositionen und merkt sich dauerhafte Hindernisse.

Besonders beeindruckend ist das Klettern auf Hochflor-Teppiche: Der Roboter fährt zunächst vor, erkennt den Teppich, setzt kurz zurück, zieht Seitenbürsten und Wischmopps ein, kippt leicht nach hinten und „springt“ mit Schwung auf die Fläche. So verhindert er ein Verrutschen oder die Bildung von Falten. Die Hinderniserkennung funktioniert bei Schuhen zuverlässig, Socken und Taschentücher werden jedoch häufig übersehen. Der Arm lässt sich per App fernsteuern – praktisch für kleine Späße im Büro. Schwellen zwischen 2 und 4 cm kann er problemlos überwinden.

In engen Passagen zeigt sich der Roboter optimistisch und stößt dabei gelegentlich mit dem Stoßsensor an. Mit ausgefahrenen Wischmopps verschiebt er beim Drehen manchmal Stühle. Trotz hochwertiger Sensorik und 3D-Kartierung kommt es immer wieder zu Navigationsfehlern – etwa, wenn der Roboter versehentlich andere Bereiche reinigt als vorgegeben.

Die Hinderniserkennung funktioniert bei großen Objekten zuverlässig. Schuhe werden sicher erkannt und können per Greifarm weggeräumt werden. Bei kleineren Gegenständen zeigen sich Schwächen: Socken überfährt er häufig, Taschentücher erkennt er trotz Versprechungen nicht zuverlässig. Die 108 vorprogrammierten Objekte umfassen Möbel, Kabel, Spielzeug und Haustiere. Per Foto-Funktion lassen sich 50 weitere Objekte anlernen – in der Praxis klappt das mit gemischtem Erfolg.

Der Arm ist per App fernsteuerbar, was für unterhaltsame Momente sorgt. Die Reichweite und Beweglichkeit reichen aus, um Schuhe in Ecken zu greifen. Bei verwinkelten Positionen stößt er an Grenzen. Bleibt der Arm hängen, hilft nur manuelles Zurücksetzen per Tastenkombination.

Bei Engstellen agiert der Z70 selbstbewusst – manchmal zu selbstbewusst. Mit ausgefahrenen Wischmopps versucht er, jede Stelle zu erreichen. Beim Drehen in engen Bereichen verschiebt er dabei Stühle oder rempelt Tischbeine an. Der Stoßsensor vorn touchiert regelmäßig Hindernisse, ohne dass der Roboter sein Verhalten anpasst. Per App lässt sich ein größerer Sicherheitsabstand einstellen, was die Gründlichkeit aber reduziert.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Roborock Saros Z70?

Die Saugleistung von 22.000 Pa zeigt sich in der Praxis hervorragend. Auf einem Hartboden entfernt der Z70 etwa 90 Prozent der Testkörner im ersten Durchgang. Auch auf Teppichen bleibt wenig zurück. Die ausfahrbare Seitenbürste erreicht Ecken besser als starre Varianten. Sie passt ihre Geschwindigkeit intelligent an: In Ecken dreht sie schneller, auf freier Fläche langsamer. So wird Schmutz effektiv zur Hauptbürste befördert, ohne ihn durch die Gegend zu schleudern. Das klappt im Test auch deutlich besser als bei anderen Modellen, aber nicht perfekt.

Die beiden rotierenden Wischmopps leisten für Mopps einen außergewöhnlich guten Job. Während andere Modelle feinen Schmutz verschmieren, verteilt der Z70 nur minimal Dreck. Eine aktive Frischwasserzufuhr während der Reinigungsfahrt gibt es hier aber nicht.

Die Mopps werden mit 80 Grad heißem Wasser in der Station gereinigt und bei 55 Grad getrocknet. Bei reinen Saugvorgängen oder auf Teppichen legt der Roboter die Mopps in der Station ab. Die Mopps heben sich bis zu 22 mm an, um Teppiche nicht zu befeuchten. Die Station saugt den Staubbehälter automatisch ab. Dabei arbeitet sie verhältnismäßig leise, das Wimmern der Absaugung kann aber auf bestimmten Frequenzen stören. Der Roboter kehrt regelmäßig zur Moppwäsche zurück, um sich von aufgesammeltem Schmutz zu bereinigen.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Roborock Saros Z70?

Mit seinem 14,4V Li-Ionen-Akku (6,4 Ah) schafft der Z70 bis zu 3 Stunden Betriebszeit. Das reicht für große Wohnungen problemlos aus. Die Ladezeit beträgt 2,5 Stunden, was im Vergleich zur Konkurrenz recht flott ist. Der Roboter kehrt bei niedrigem Akkustand automatisch zur Station zurück und setzt die Reinigung nach dem Laden fort. Die Energieverwaltung arbeitet intelligent: Bei aktivem Greifarm und intensiver Kameranutzung sinkt die Laufzeit etwas.

Im Praxistest benötigt er für 67 m² mit wenigen Hindernissen etwa 80 Minuten und verbraucht dabei über 50 Prozent der Akkuladung bei hoher Saugleistung. Bei normaler Saugstufe und vielen Hindernissen sind es für 63 m² bereits 90 Minuten.

Die tatsächliche Laufzeit hängt stark von den Bedingungen ab: Aktiver Greifarm, intensive Kameranutzung und häufige Richtungswechsel zehren am Akku. Auf Teppichen mit maximaler Saugleistung sinkt die Reichweite deutlich.

Preis

Normalerweise kostet der Roborock Saros Z70 etwa 1799 Euro und gehört damit absolut zum Premium-Segment. Aktuell ist er mit 839 Euro wieder zu einem Bestpreis erhältlich, nachdem der Roboter zuvor Mitte 2025 noch mit 1300 Euro zu Buche schlug. Stets direkt zum besten Angebot im Preisvergleich für den Z70 mit Reinigungsstation führt unser Bestpreis-Link.

Alternativ gibt es den Saros Z70 auch mit festem Wasseranschluss ab 1099 Euro oder jederzeit den aktuell niedrigsten Preis über unseren Bestpreis-Link.

Für den Preis erhält man allerdings auch einzigartige Technik: Den weltweit ersten integrierten Greifarm, drei Kameras, 22.000 Pa Saugleistung und eine High-End-Station. Ob die Innovation den Aufpreis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden. Vergleichbare Modelle ohne Greifarm kosten etwa 500 bis 900 Euro.

Fazit

Der Roborock Saros Z70 ist technisch beeindruckend und zeigt, wohin die Reise bei Saugrobotern geht. Die Saugleistung ist hervorragend, die Lautstärke trotzdem gering. Die Verarbeitung überzeugt, die App bietet unzählige Möglichkeiten. Der integrierte Greifarm ist eine innovative Idee, zeigt aber in der Praxis klare Grenzen. Er eignet sich nur für einfache Objekte in gut zugänglicher Position und bleibt bei komplexeren Aufgaben häufig hängen. Socken und Taschentücher erkennt er nicht zuverlässig. Als Spielerei macht der Arm Spaß, einen echten Mehrwert bietet er nur bedingt.

Ursprünglich sahen wir den Z70 nur als Empfehlung für Technik-Enthusiasten mit großem Budget an. Inzwischen ist sein Preis aber erheblich gesunken, was ihn zu einer grundsätzlich attraktiven Wahl auch für andere Zielgruppen macht.

Saugroboter Mova Z60 Ultra Roller im Test: Der walzt alles weg

Der Mova Z60 Ultra Roller bietet eine Wischwalze mit Selbstreinigung, Doppelbürste gegen Haare, starke Hindernisüberwindung und eine große All-in-One-Station.

VORTEILE

  • hervorragende Wischleistung dank selbstreinigender Walze
  • insgesamt gute Navigation und zuverlässige Hindernisvermeidung
  • Doppelbürste mit geringer Haarverwicklung
  • praktische Station mit warmer Reinigung und Trocknung
  • umfangreiche App-Funktionen

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • Station benötigt viel Platz
  • Bauhöhe trotz Einziehturm nicht gering
  • Teppichleistung „nur“ solide

Der Mova Z60 Ultra Roller bietet eine Wischwalze mit Selbstreinigung, Doppelbürste gegen Haare, starke Hindernisüberwindung und eine große All-in-One-Station.

Der Mova Z60 Ultra Roller will Oberklasse-Funktionen in einem Gerät bündeln. Dabei weist das Modell der Dreame-Tochter deutliche Parallelen zum Dreame Aqua10 Ultra Roller auf, ist aber etwas günstiger. Beide Modelle kombinieren eine Wischwalze mit kontinuierlicher Reinigung, einen ausfahrbaren Lidar-Turm, Doppel-Hauptbürste gegen Haarverwicklungen und eine Station mit heißem Wasser und Warmlufttrocknung. Zudem überklettern beide Modelle Hürden von bis zu 8 cm – rekordverdächtig! Sind wirklich beide Modelle gleich? Wir verraten es im Test.

Design und Verarbeitung

Das runde Gehäuse des Mova Z60 Ultra Roller misst etwa 35 cm im Durchmesser und bietet damit typische Saugroboter-Größe. Die Höhe von 9,6 cm gilt nur, wenn der Lidar-Turm eingefahren ist – das macht der Sauger automatisch, wenn Kollision mit zu niedrigen Möbeln droht. Ist der Turm ausgefahren, kratzt der Sauger an der 12-cm-Marke. Damit ist der Z60 nicht superflach, kommt aber noch unter viele Möbel. Das Gewicht ist hoch, was bei der Wischleistung helfen kann: Fast 6 kg wiegt das Gerät und kann so zumindest in der Theorie viel Anpressdruck auf seine Wischwalze bringen. Die verwendet er statt der beiden bislang verbreiteten Wischpads, die ihre Reinigungswirkung durch horizontale Drehung entfalten.

Die breite Wischrolle wird während der Reinigung kontinuierlich mit frischem Wasser benetzt. Das Schmutzwasser wird von einer Kunststofflippe abgestreift und in einem separaten Tank gesammelt. Damit arbeitet er wie die praktischen Saugwischer (Bestenliste) oder Konkurrent Ecovacs Deebot X8 Pro Omni (Testbericht). Zum Schutz von Teppich hebt er die Rolle nicht nur an, sondern bedeckt sie dann zudem mit einer Kunststoffblende. Für bessere Randreinigung fährt der Z60 Rolle und Seitenbürste einige Zentimeter zum Rand hin aus. Wie die Wischwalze kann auch die Seitenbürste angehoben werden. Gleiches gilt für die doppelte Hauptbürste, die gegen Haarverwicklungen nur an einer Seite befestigt ist. Schräg vor der Hauptbürste sitzt vorne links ein Gummiabstreifer in einem Winkel von etwa 45 Grad zur Fahrtrichtung, der Schmutz direkt zur Hauptbürste transportieren soll.

Unter der magnetischen oberen Abdeckung sitzen der 210 ml kleine Staubbehälter, außerdem findet man hier den QR-Code, um den Sauger mit der App zu verbinden. Der einziehbare Laserturm wird stylisch von einem RGB-Leuchtring eingefasst, der gleichzeitig als Status-LED dient und neben blau auch rot und grün leuchten kann. Im vorderen Bumper sind dToF-Laser (direct Time of Flight), Dualkamera und eine LED installiert, damit sich der Sauger auch in Dunkelheit und bei eingezogenem Lidar-Turm orientieren und Hindernisse erkennen kann.

Die Reinigungsstation fällt recht breit, aber vergleichsweise niedrig aus und wirkt mit ihren Rundungen ziemlich wuchtig. Sie beherbergt Absaugung mit 3,2 Liter fassendem Staubbeutel, den zweigeteilten Zusatztank für unterschiedliche Reinigungsmittel und Frisch- (4 Liter) sowie Schmutzwassertanks (3,5 Liter). Die Reinigung der Wischrolle erfolgt mit bis zu 80 Grad heißem Wasser (bei Dreame sind es bis zu 100 Grad) und getrocknet wird mit heißer Luft. Zudem gibt es eine UV-Sterilisation für die Wischwalze. Mit seinem glänzenden schwarzen Kunststoff gefällt uns der Mova Z60 Roller Ultra trotz einer (zumindest optisch) Metallkante an der abnehmbaren Front nicht so gut wie etwa ein Roborock Saros 10R (Testbericht) mit hochwertiger Glasfront. Den schicken Metallic-Effekt, bei dem im schwarzen Kunststoff feine Silber-Partikel zu sein scheinen, sieht man leider nur aus nächster Nähe.

Inbetriebnahme und App

Die Einrichtung folgt dem üblichen QR-Code-Prozess, den andere Hersteller auch verwenden. Ohnehin ist die Ähnlichkeit zwischen Dreame- und Mova-Home-App frappierend – hier kann Mova die Nähe zur Konzernmutter Dreame nicht verbergen. Nach dem Einrichten startet eine zügige Erstkartierung mit Raumzuweisung, anschließend will der Z60 Roller Ultra wie auch die neuen Dreame-Modelle eine Intensivreinigung durchführen. Dabei wird die komplette Fläche erst einmal gesaugt und anschließend gewischt. Was bei Modellen, die die Wischmopps zum ausschließlichen Saugen in der Station zurücklassen können, nachvollziehbar ist, könnte sich Mova hingegen eigentlich sparen. Denn die Rolle ist immer mit dabei und beim ausschließlichen Saugen stets angehoben. Außerdem wird sie von der bereits erwähnten Kunststoffblende im Zweifel bei Nichtgebrauch verdeckt.

Die Mova-App hat alles, was auch die Dreame-App anzubieten hat – und das ist enorm viel. Dazu gehören Raum- und Zonenreinigung, Sperrzonen, Reinigungspläne und -abläufe, individuelle Profile für Saugleistung und Wasserabgabe sowie Einstellungen rund um den Walzendruck und die Station. Auch auf die KI-Hinderniserkennung sowie auf die Kamera kann live oder nachträglich in Form von Schnappschüssen von Hindernissen oder Haustieren zugegriffen werden. Außerdem gibt es Optionen für Warmwasser-Selbstreinigung der Wischrolle, einstellbare Temperaturstufen und vieles mehr – kurz: Zusammen mit Roborock bietet Dreame (und damit auch Mova) die umfangreichste App am Markt und es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Mit einer Ausnahme: Während Dreame für die Kamerafunktionen auf eine TÜV-Süd-Zertifizierung zur Datensicherheit verweist, gibt es eine solche bei Mova nicht.

Navigation und Hindernisvermeidung

Der Z60 Roller Ultra von Mova kombiniert dToF-Laser zur Distanzmessung mit Kamera-Hinderniserkennung. Bei zu wenig Licht unterstützt eine helle LED an der Front. Im Test erreichte der Sauger damit sehr genaue Kartierung und ordentliche Objekterkennung und -vermeidung. Selbst bei Kleinteilen wie Kabeln und größeren Würfeln gab es nur vereinzelte Ausrutscher, noch größere Hindernisse werden normalerweise problemlos erkannt und je nach Einstellung weiträumig oder auch näher umfahren. Zu 100 Prozent verlässlich ist aber auch der Z60 dabei nicht, weshalb wir Haustierbesitzern empfehlen, den Sauger nur bei Anwesenheit arbeiten zu lassen. Da der Roboter dabei durchschnittlich laut ist, sollte das kein Problem darstellen.

Ein Highlight ist die Kletterfähigkeit, die seit diesem Jahr Roborock und (noch mehr) Dreame-Saugroboter an den Tag legen. Da ist es kein Wunder, dass auch der eng verwandte Mova Z60 Roller Ultra mit gleicher Kletterhöhe von bis zu 8 cm wie Dreame-Modelle protzt – zumindest bei der Herstellerangabe. Tatsächlich bezieht sich das auf mehrstufige Übergänge, einzeln übersteigt er „nur“ rund 5 cm an Einzelschwellen, was er in unserem Test mit 90-Grad-Kanten eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Auch die generelle Navigation hat das Mova-Modell offensichtlich von Dreame übernommen – inklusive des etwas verwirrten Eindrucks, den der Sauger bisweilen hinterlässt. Dann dreht er sich einmal zu oft, setzt hin und wieder zurück und wirkt dann einfach nicht so souverän wie etwa Roborock-Modelle. Schlimm ist das nicht, unterm Strich ist die Navigation sehr gut. Der Z60 Ultra Roller verfranzt sich nicht, fährt sich normalerweise nicht fest und wagt sich beim Reinigen auch in enge Passagen. Er verliert dabei einfach etwas mehr Zeit, als eigentlich nötig wäre.

Saugleistung und Wischfunktion

Die Saugleistung gibt Mova mit 28.000 Pa an – hier gewinnt das direkte Pendant von Dreame mit 30.000 Pa zumindest auf dem Papier. Entscheidend ist aber die Umsetzung, und die ist gut. Das nur an einer Seite montierte Doppelbürsten-Setup sorgt dafür, dass Haare zum offenen Ende hin wieder abgewickelt und aufgesaugt werden, das hat im Test hervorragend geklappt. Auf Hartböden erreicht der Z60 Ultra Roller damit sehr hervorragende Reinigungsleistung und bleibt auf Teppich immer noch gut. Hier können allerdings festgetretene Haare bisweilen liegenbleiben. Grund könnten die zu weichen Borstenreihen der beiden Bürsten sein, die abwechselnd mit Gummilippen installiert sind.

Die größte Stärke des Mova Z60 Ultra Roller ist die Walzen-Wischfunktion. Die Rolle wird während der Fahrt mit Frischwasser besprüht und über einen Abstreifer permanent von Schmutzwasser befreit, das in den hinten installierten Abwassertank wandert. Im Test führte das zu sehr guter Flächenleistung und kaum Schlieren, selbst bei optisch sehr präsenten Flecken wie Kaffee oder Ketchup. Die Kombination aus konstantem Wassernachschub, Walzendruck und unmittelbarer Schmutzwasserabführung leistet hier ganze Arbeit. Dadurch verteilt der Z60 Schmutz weniger als Pad-Systeme, die Verunreinigungen nur so lange aufnehmen können, bis die Pads gesättigt sind. Für empfindliche Böden lässt sich die Wasserabgabe in Stufen sehr genau dosieren.

Als Teppichschutz hebt der Roboter die Wischrolle nicht nur an, sondern er schiebt zusätzlich eine Art Schutzschild vor, um Feuchtigkeit vom Flor fernzuhalten. In den Praxistests funktionierte das Konzept nahezu perfekt, Restfeuchte auf Teppich war die Ausnahme. Randreinigung absolviert der Z60 grundsätzlich ebenfalls sehr gut, allerdings braucht er immer einige Zentimeter Strecke, bis er auch wirklich ganz nah an der Wand entlangfährt.

Akku

Der Akku ist mit 6,4 Ah angegeben. Die Laufzeit liegt laut Datenblatt bei bis zu 2,5 Stunden, die Ladedauer bei etwa 4,5 Stunden. In der Praxis hängt die Ausdauer stark von Modus, Saugstufe, Wasserabgabe und Anzahl der Zwischenreinigungen der Walze in der Station ab. Im Test zeigte der Z60 in Standard-Profilen zwar eine robuste Flächenleistung pro Ladung, mit der er gut 100 m² am Stück schaffte, die Herstellerangabe erreichte er aber wie fast immer nicht.

Preis

Die UVP für Deutschland liegt bei 1399 Euro. Am günstigsten ist er in der Complete-Edition aktuell bei Computeruniverse und Amazon für 899 Euro. Zuletzt war er im Dezember 2025 zum Bestpreis für 799 Euro zu haben. Teil der Complete-Edition sind Verbrauchsmaterialien wie Wischrollen, Hauptbürste, Seitenbürsten, Staubbeutel und Reinigungsmittel für ein Jahr. Zuletzt kostete er noch deutlich über 1000 Euro.

Fazit

Der Mova Z60 Ultra Roller ist ein technisch starker Allrounder mit Highlight bei der Wischleistung. Die Kombination aus Doppelbürste und Walzenwischer sorgt in der Praxis nicht nur für perfekten Umgang mit Haaren, sondern saugt auch hervorragend – auch wenn auf Teppich noch minimal Luft nach oben ist. Die Wischrolle sorgt für perfekte Sauberkeit ohne Halo-Schlieren und reicht fast an die Wand – besser geht es derzeit nicht. Hinzu kommen eine sehr gute Objektvermeidung und tolle App, die der von Dreame in nichts nachsteht – Kunststück bei der Ähnlichkeit. Die breite Station nimmt dem Nutzer außerdem alle Arbeit nach der eigentlichen Reinigung ab – top.

Es gibt aber auch Punkte, die man vor dem Kauf beachten sollte. So ist die Bauhöhe selbst mit eingefahrenem Laser-Turm nicht rekordverdächtig, und die Station ist breit und wuchtig. Auf Teppich arbeitet der Z60 ordentlich, aber nicht perfekt und bei zunehmend höherem Flor sind Konkurrenten wie ein Roborock Saros 10R (Testbericht) besser. Und dann ist da natürlich der Preis. Für unter 1000 Euro ist der Mova Z60 Ultra inzwischen deutlich günstiger geworden. Das Geschwistermodell von Dreame kostet dagegen aktuell etwas mehr. Welcher von beiden tatsächlich besser ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur schwer entscheiden.

Saugroboter Narwal Freo Z10 Ultra: Flink, leise, präzise & saugstark

Der Narwal Freo Z10 Ultra überzeugt mit exzellenter Objekterkennung, kraftvoller 18.000 Pa Saugleistung und umfangreicher Reinigungsstation.

VORTEILE

  • hervorragende Hinderniserkennung durch Stereokamera-System
  • kraftvolle Saugleistung von 18.000 Pa bei geringer Lautstärke
  • zwei effektive, gegenläufig rotierende Seitenbürsten
  • intelligente Erkennung und Mehrfachreinigung stark verschmutzter Stellen

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • Wischfunktion bei verwischbaren Substanzen verbesserungswürdig
  • nur für Teppiche bis 7 mm Florlänge optimal geeignet
  • häufige Rückfahrten zur Station verlängern die Reinigungszeit

Der Narwal Freo Z10 Ultra überzeugt mit exzellenter Objekterkennung, kraftvoller 18.000 Pa Saugleistung und umfangreicher Reinigungsstation.

Mit 1299 Euro UVP spielt der Narwal Freo Z10 Ultra in der Champions League der Saugroboter. Mit seiner beeindruckenden Saugleistung von 18.000 Pa und einer umfassenden Reinigungsstation möchte der Hersteller im hart umkämpften Markt der Highend-Saugroboter punkten. Besonders auffällig ist das Design der Station, die mit ihrer rundlichen Form und der großen Klappe auf der Oberseite an frühere Modelle wie den Dreame W10 erinnert. Der Roboter selbst verschwindet beim Parken vollständig in der Station – ähnlich wie ein Hund in seiner Hütte.

Ausgestattet mit zwei Kameras nutzt der Z10 Ultra ein Stereosichtsystem für eine verbesserte Tiefenwahrnehmung. Die Kombination aus leistungsstarker Saugkraft, rotierenden Wischmopps und intelligenter Hinderniserkennung verspricht eine gründliche Reinigung verschiedenster Bodenbeläge. Doch kann der Narwal Freo Z10 Ultra in der Praxis überzeugen? Dieser Frage sind wir in unserem ausführlichen Test nachgegangen.

Update (27. Februar 2026): Inzwischen ist der Narwal Freo Z10 Ultra signifikant im Preis gefallen und kostet derzeit nur noch 549 Euro. Das ist für die gebotene Ausstattung und Reinigungsleistung ein absoluter Kracherpreis.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Narwal Freo Z10 Ultra?

Die Station des Narwal Freo Z10 Ultra fällt sofort durch ihr eigenwilliges Design auf. Die rundliche Form unterscheidet sich deutlich von konventionellen Stationsdesigns. Mit der großen Klappe auf der Oberseite und dem vollständig in der „Garage“ verschwindenden Roboter erinnert sie stark an den Dreame W10. Das Gehäuse der Station besteht aus dunkelgrauem Kunststoff mit einer glänzenden Klavierlack-Oberfläche, die zwar hochwertig wirkt, aber leider sehr anfällig für Fingerabdrücke ist. Diese lassen sich nur schwer entfernen, was besonders in Haushalten mit Kindern schnell zu unansehnlichen Flecken und Schlieren führen kann.

Die Bedienung der Station erfolgt über ein Touchdisplay mit festen Touchpunkten, über die man den Roboter zurückrufen oder eine Reinigung starten kann. Im Inneren befinden sich zwei Wassertanks – ein weißlich-transparenter für Schmutzwasser und ein lilafarbener für Frischwasser, was zunächst etwas verwirrend sein kann, da man intuitiv den farbigen Tank als Schmutzwasserbehälter vermuten würde. An die richtige Erklärung hat Narwal aber in Form von entsprechenden Piktogrammen im Gehäuse gedacht. Unter der magnetischen Klappe auf der Vorderseite befindet sich der Staubbeutel, der durch Heißluft desinfiziert werden kann. Praktisch: Die Station verfügt über zwei seitlich angebrachte Tragegriffe, die einen einfachen Transport ermöglichen.

Der Roboter selbst ist mit 355 mm Durchmesser und 110 mm Höhe vergleichsweise kompakt und wiegt 4,5 kg. Die Verarbeitung wirkt solide, und die beiden dreieckigen Wischmopps und zwei Seitenbürsten sind gut positioniert. Insgesamt macht der Z10 Ultra einen hochwertigen Eindruck, auch wenn das Einparken in die Station mit einem gewissen Rumpeln verbunden ist – allerdings deutlich weniger ausgeprägt als beim erwähnten Dreame W10.

Einrichtung: Wie schnell ist der Narwal Freo Z10 Ultra betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme des Narwal Freo Z10 Ultra gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Auspacken und Aufstellen der Station lädt man zunächst die Narwal Freo App aus dem Play Store oder App Store herunter und erstellt einen Account oder loggt sich mit einem bestehenden ein. Der Roboter wird durch einen langen Knopfdruck auf die Ein-/Aus-Taste eingeschaltet und kann dann über die App hinzugefügt werden.

Der gesamte Einrichtungsprozess wird durch zahlreiche erklärende Bilder und Animationen begleitet, was die Bedienung sehr intuitiv macht. Bei Android-Geräten muss man der App erlauben, Geräte in der Nähe zu finden, sich mit ihnen zu verbinden und ihre relative Position zu bestimmen. Nach dem Suchen und Finden des Saugroboters erfolgt die Verbindung mit dem WLAN-Netzwerk (2,4 GHz). Anschließend akzeptiert man die Datenschutzerklärung und entscheidet, ob man dem „Plan zur Benutzerfreundlichkeit“ beitreten möchte.

Die Bedienoberfläche der App erinnert an eine Mischung aus Windows Vista und TikTok, mit einem charakteristischen Blau- bis Lila-Farbton als Leitfarbe. Die Spracheinstellung lässt sich auf Deutsch umstellen, wobei die deutsche Stimme des Roboters durch eine professionelle und angenehme Wortbetonung auffällt.

Die Kartierung der Räumlichkeiten nimmt der Z10 Ultra sehr detail- und gewissenhaft vor, was mit etwa 40 Minuten für ein Büro etwas länger dauert als bei anderen Modellen. Dabei werden Teppichflächen zuverlässig erkannt und eingezeichnet. Während der Kartierung fragt die App auch nach Haustieren, um gegebenenfalls besondere Rücksicht nehmen zu können. Die App-Integration umfasst Google Home und Apple HomeKit, eine Home-Assistant-Integration fehlt jedoch. Insgesamt ist die App teils übersichtlich, teils aber auch unübersichtlich gestaltet, besonders wenn man den voreingestellten Freo-Modus deaktivieren möchte.

Zudem gibt es auch hier wieder eine Kamerafunktion, die etwa die Fernüberwachung der Wohnung ermöglicht. Per Joystick-Steuerung lässt sich der Roboter präzise durch die Räume navigieren, und die integrierte Gegensprechanlage erlaubt Kommunikation über die Roboter-Lautsprecher – um Familienmitglieder zu erschrecken oder den Hund aus der Ferne zu ermahnen.

Navigation: Wie gut erkennt der Narwal Freo Z10 Ultra Hindernisse?

Die Hinderniserkennung des Narwal Freo Z10 Ultra überzeugt im Test und stellt ein Highlight des Geräts dar. Dank des Stereosichtsystems mit zwei Kameras (136° FOV, 1600 × 1200 Pixel) erkennt der Roboter Hindernisse außergewöhnlich präzise und zuverlässig. Im Praxistest wurden 95 Prozent aller Hindernisse korrekt identifiziert – darunter sogar ein Kabel, das etwa 15 cm über dem Boden unter einer Wandheizung hervor hing und den Betrieb des Roboters gar nicht beeinträchtigt hätte. Auch ein Stück Plastikfolie an einer Palette wurde erkannt. Lediglich ein metallischer, weißer Stehtisch wurde als Kabel fehlinterpretiert, aber immerhin erkannt.

Die Navigation selbst erfolgt strukturiert und effizient. Der Z10 Ultra umfährt Möbel wie Tische zackig und nahezu kontaktfrei, ohne jemals rabiat zu werden oder Mobiliar zu verschieben. Dabei dreht er sich enorm flink und zügig um die eigene Achse und wirkt deutlich agiler als viele Konkurrenzmodelle. Auch klassische Stolperfallen wie einen Feuerlöscher-Standfuß befährt er nicht.

Zuverlässig funktioniert auch die Kategorisierung verschiedener Bodentypen – sei es Teppich oder Hartboden, sogar mit Materialerkennung wie Holz. Bei Teppichen ist allerdings zu beachten, dass der Z10 Ultra nur für solche mit maximal 7 mm Florlänge ausgelegt ist. Längerflorige Teppiche werden standardmäßig umfahren, was zwar in den Einstellungen geändert werden kann, aber vom Hersteller nicht empfohlen wird. Beim Befahren von höheren Teppichen hat der Roboter Schwierigkeiten, hinaufzukommen.

Die Wischmopps können für Teppichflächen automatisch hochgeklappt werden, um diese nicht zu durchnässen – eine praktische Funktion, die bis zu 12 mm hohe Teppiche erkennt. Hindernisse bis zu einer Höhe von 20 mm können überwunden werden, was den Einsatz auch in Altbauten mit höheren Schwellen ermöglicht.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Narwal Freo Z10 Ultra?

Die Reinigungsleistung des Narwal Freo Z10 Ultra überzeugt in vielen Bereichen. Mit seiner enormen Saugleistung von 18.000 Pa entfernt er etwa 95 Prozent des ausgebrachten Testmaterials – ein hervorragender Wert. Besonders effektiv arbeiten die beiden Seitenbürsten mit je zwei Borstensträngen, die gegenläufig nach innen rotieren und Schmutzpartikel direkt zur Hauptbürste befördern. Dies funktioniert deutlich besser als bei Konkurrenzmodellen mit nur einer Seitenbürste, die groben Schmutz oft von sich wegfeuern. Die Anti-Tangle-Bodenbürste verhindert dabei weitgehend das Verheddern von Haaren.

Eine Besonderheit ist die intelligente Schmutzerkennungsfunktion: Der Z10 Ultra identifiziert stark verschmutzte Stellen, markiert sie in der App als „körniger Abfall“ und befährt diese mehrfach, wobei er die vorhandene Schmutzmenge kontinuierlich überprüft. Diese Funktion arbeitet im Test sehr zuverlässig und sorgt für eine gründliche Reinigung.

Bei der Wischfunktion kommen dreieckige Pads zum Einsatz, die mit 8 N Abwärtsdruck und 180 Umdrehungen pro Minute rotieren, um hartnäckige Flecken zu entfernen und Bakterien zu hemmen. Die Pads können zur Seite ausgeklappt werden, um eine größere Fläche abzudecken. Im Lieferumfang ist zudem ein Behältnis mit Reinigungsflüssigkeit enthalten, die nach Zitrone und Basilikum duftet und im Narwal-Shop nachgekauft werden kann.

Amüsant sind die Einstellungsmöglichkeiten für die Ecken- und Kantenreinigung: „Wischpad verlängern“ (Mopps ausklappen) oder „Wackeln“ – wobei letzteres bedeutet, dass sich der Roboter auf der Stelle um die eigene Achse dreht, damit die Mopps überall hinkommen. Der Name „Wackeln“ für diese Pirouetten-Funktion sorgt für unfreiwillige Komik in der sonst technisch geprägten Bedienoberfläche.

Die Wischleistung zeigt jedoch auch Schwächen: Bei leicht verwischbaren Substanzen wie Mehl, Saft oder Ketchup verteilt der Z10 Ultra diese teilweise mehr im Raum, als er sie aufnehmen kann. Hier sind Modelle mit Wischwalze, wie sie etwa von Ecovacs angeboten werden, klar im Vorteil, da sie die Substanzen vom Boden aufnehmen und die Walzen während der Fahrt abstreifen.

Ein weiterer Aspekt ist die häufige Rückkehr zur Station während des Reinigungsvorgangs. Standardmäßig fährt der Roboter bereits nach 8 m² gereinigter Fläche zurück, um seine Mopps bei 45 bis 75 Grad auszuwaschen. Diese hohe Frequenz verzögert den Reinigungsvorgang deutlich und kostet viel Akku. In unserem Test benötigte der Roboter für einen mittelgroßen Raum über 2:20 Stunden und verbrauchte dabei den Akku von 73 Prozent auf unter 12 Prozent – ein recht hoher Verbrauch. Das Reinigungsergebnis konnte sich zwar sehen lassen, aber zu einem hohen Preis in Bezug auf Zeit und Energieverbrauch.

Die Lautstärkeentwicklung ist mit maximal 56 dB(A) selbst bei höchster Saugstufe angenehm niedrig, der Z10 Ultra ist damit deutlich leiser als viele Konkurrenzmodelle. Im zweitstärksten Modus „stark“ und erst recht im Standard-Modus „i.O.“ ist der Saugroboter mit etwa 40 dB(A) sehr leise – ein großer Pluspunkt für den täglichen Einsatz.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Narwal Freo Z10 Ultra?

Der Narwal Freo Z10 Ultra ist mit einem 6,4-Ah-Akku ausgestattet, der laut Herstellerangaben eine Betriebsdauer von bis zu 2,5 Stunden ermöglicht. Das ist aber natürlich von den gewählten Einstellungen und dem Verschmutzungsgrad abhängig.

Bei einem Testlauf im Standard-Modus („i.O.“) mit aktiviertem Freo-Modus, bei dem der Roboter selbstständig Reinigungsintensität und Wassermenge anpasst, verbrauchte der Z10 Ultra in über 2:20 Stunden den Akku von 73 Prozent auf unter 12 Prozent. Dies entspricht einem relativ hohen Energieverbrauch, der vor allem durch die häufigen Rückfahrten zur Station zum Auswaschen der Wischmopps verursacht wird.

Der Roboter ist für Wohnflächen bis zu 300 m² ausgelegt, was bei einer durchgehenden Reinigung ohne häufige Stationsbesuche durchaus realistisch erscheint. In der Praxis dürfte die tatsächlich zu bewältigende Fläche jedoch geringer ausfallen, wenn die Wischfunktion aktiviert ist und der Roboter regelmäßig zur Station zurückkehrt.

Preis: Was kostet der Narwal Freo Z10 Ultra?

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1299 Euro positioniert sich der Narwal Freo Z10 Ultra klar im Premium-Segment der Saugroboter. Er gehört damit zu den teuersten Modellen auf dem Markt und steht in direkter Konkurrenz zu Highend-Geräten anderer renommierter Hersteller.

Inzwischen ist der Roboter im Preis richtig abgestürzt und kostet bei einigen Händlern wie Amazon nur noch 549 Euro erhältlich. Damit ist er gegenüber dem letzten Preis von 1099 Euro deutlich attraktiver. Stets den Shop mit dem niedrigsten Preis laut Preisvergleich ruft auch unser Bestpreis-Link auf.

Fazit

Der Narwal Freo Z10 Ultra entpuppt sich als leistungsstarker Premium-Saugroboter mit einigen guten Eigenschaften. Seine Objekterkennung gehört zum Besten, was derzeit auf dem Markt zu finden ist – selbst kleinste Hindernisse wie Kabel werden zuverlässig erkannt und kontaktlos umfahren. Mit 18.000 Pa bietet er eine hohe Saugleistung, die etwa 95 Prozent des Testmaterials entfernt, und bleibt dabei angenehm leise.

Die beiden gegenläufig rotierenden Seitenbürsten arbeiten effektiver als die Einzelbürsten vieler Konkurrenzmodelle, und die intelligente Schmutzerkennung sorgt für eine gründliche Reinigung stark verschmutzter Stellen. Die umfangreiche Station mit Warmwasserreinigung und Heißlufttrocknung der Wischmopps bietet viel Komfort.

Dennoch gibt es einige Schwachpunkte: Die Wischfunktion kann bei leicht verwischbaren Substanzen nicht mit Modellen mit Wischwalze mithalten, und die häufigen Rückfahrten zur Station verlängern die Reinigungszeit und belasten den Akku. Bei Teppichen mit mehr als 7 mm Florlänge stößt der Z10 Ultra an seine Grenzen, und das hochglänzende Gehäuse der Station ist sehr anfällig für Fingerabdrücke.

Mit einem Preis von 1299 Euro (UVP) gehört der Narwal Freo Z10 Ultra zur Oberklasse der Saugroboter. Dafür bietet er ein überzeugendes Gesamtpaket mit einigen herausragenden Funktionen, aber auch mit kleinen Schwächen. Wer Wert auf exzellente Hinderniserkennung, kraftvolle und leise Saugleistung sowie eine umfassende Reinigungsstation legt und bereit ist, den entsprechenden Preis zu zahlen, erhält mit dem Narwal Freo Z10 Ultra einen guten Premium-Saugroboter.

Dyson Spot + Scrub AI im Test: Überraschend unspektakulärer Saugroboter

Mit dem Spot + Scrub AI bringt Staubsauger-Experte Dyson endlich wieder einen neuen Saugroboter – mit ausfahrbarer Wischwalze und beutelloser Station.

VORTEILE

  • gute Reinigungsleistung auf Hartboden
  • beutellose Station mit Warmwasser-Reinigung und Heißluft-Trocknung
  • zwei gegenläufige Seitenbürsten für bessere Schmutzaufnahme
  • automatische Schmutzerkennung mit Nachbehandlung
  • telefonischer Concierge-Service bei der Einrichtung

NACHTEILE

  • schwache Objekterkennung, rabiates Fahrverhalten
  • Geräuschkulisse der Mechanik wirkt billig

Mit dem Spot + Scrub AI bringt Staubsauger-Experte Dyson endlich wieder einen neuen Saugroboter – mit ausfahrbarer Wischwalze und beutelloser Station.

Dyson ist vor allem für seine kabellosen Akkustaubsauger bekannt. Saugroboter hatte der britische Hersteller zwar bereits vor einigen Jahren im Programm, präsentierte dann aber lange kein neues Modell. Mit dem Spot + Scrub AI meldet sich Dyson nun zurück im Markt der Saug- und Wischroboter.

Für 899 Euro gibt es einen Roboter mit 18.000 Pa Saugleistung, ausfahrbarer Wischwalze, zwei gegenläufigen Seitenbürsten und einer Station mit beutelloser Staubentleerung, Warmwasser-Reinigung und Heißluft-Trocknung. Klingt nach einem soliden Gesamtpaket. Im Alltag zeigt der Dyson Spot + Scrub AI aber auch deutliche Schwächen – hauptsächlich bei der Objekterkennung. Wie gut er wirklich reinigt und ob sich der Preis lohnt, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dyson Spot + Scrub AI?

Der Dyson Spot + Scrub AI misst 373 mm im Durchmesser und 110 mm in der Höhe. Damit ist er spürbar größer als die meisten Konkurrenten: Modelle von Roborock, Dreame oder Ecovacs kommen typischerweise auf rund 350 mm Durchmesser und bleiben teils deutlich unter 100 mm Höhe. Der Dyson wirkt dadurch insgesamt wuchtiger. Die Farbgebung in Schwarz und Blau ist typisch Dyson.

Auffällig ist das ungewöhnliche Bumper-Design: Der Front-Bumper reicht bis auf die Oberseite des Roboters und erstreckt sich über den Home- und Power-Knopf hinweg. Damit nimmt der bewegliche Stoßfänger fast eine Hälfte des Gehäuses ein. Bei anderen Herstellern beschränkt sich der Bumper auf ein Frontschild, das sich nur vorn bewegt. Einen Laserturm auf der Oberseite gibt es nicht – der LiDAR-Sensor sitzt frontal am Gerät. Trotzdem fällt der Roboter mit 110 mm nicht flach aus; als wirklich flach gelten Modelle unter 90 mm.

Der Roboter wartet mit durchdachten Details auf. Der Staubbehälter rastet per Druckmechanismus ein: Einmaliges Drücken entriegelt ihn, erneutes Drücken lässt ihn wieder einrasten. Hinten sitzt der durchsichtige Frischwasserbehälter, aus dem der Roboter während der Fahrt die Wischwalze mit Wasser versorgt. Leider lässt sich dieser Tank nicht entnehmen und auch nicht über die App per Pumpe entleeren – zumindest finden wir keine entsprechende Funktion. Darunter befindet sich der ebenfalls durchsichtige Schmutztank, der entnehmbar ist, aber grundsätzlich von der Station sauber gehalten wird. Eine regelmäßige Reinigung von Hand empfiehlt sich zur Beseitigung von Rückständen dennoch.

Die Wischwalze lässt sich durch einen pfiffigen Mechanismus entriegeln und kann über eine Führungsschiene entnommen werden. Zur Reinigung von Hand und einem späteren Austausch der Walze bei Abnutzung ist das sinnvoll und gut gelöst. Auch andere Teile des Roboters lassen sich mit kleinen Hebeln und Knöpfen recht intuitiv herausnehmen und warten.

Die Station misst 440 × 455 × 508 mm und gehört damit zu den eher breiten Vertretern. Zum Vergleich: Die Station des Ecovacs X9 Pro Omni kommt auf nur 338 × 500 × 459 mm. Aufgebaut ist sie aber smart. Der Dyson-typische zylindrische Staubbehälter verfügt über einen hochklappbaren Handgriff mit integriertem Schiebeknopf. Über diesen öffnet sich am Boden eine Klappe zum Entleeren. Allerdings ist dieser Knopf sehr streng zu bedienen – hier wäre ein leichtgängigerer Mechanismus wünschenswert. Das Fassungsvermögen für Staub beträgt 3 Liter.

Einrichtung: Wie schnell ist der Dyson Spot + Scrub AI betriebsbereit?

Die Einrichtung des Dyson Spot + Scrub AI verläuft wie bei den meisten Saugrobotern. Station aufstellen, anschließen, Frischwasser einfüllen, Roboter platzieren und über die MyDyson-App koppeln. Die App führt Schritt für Schritt durch den Prozess und erklärt alles gut verständlich. Wer dennoch Hilfe braucht, kann den telefonischen Concierge-Service von Dyson nutzen. Ein Mitarbeiter leitet dann persönlich durch die Einrichtung – ein Top-Service, den kaum ein anderer Hersteller bietet.

Die MyDyson-App selbst ist recht schick und übersichtlich gestaltet. Allerdings wirken manche Features etwas eigen und stellenweise rudimentär. Saugkraft und Wischleistung anzupassen, erfordert jeweils einen Klick mehr als bei der Konkurrenz. Der Roboter schätzt bei Auswahl einer Zone oder eines Raums die voraussichtliche Reinigungszeit und Quadratmeterzahl – eine nette Funktion, die aber nicht immer akkurat arbeitet. Im Test gab es teils deutliche Abweichungen, insbesondere wenn der Roboter an einzelnen Stellen erhöhtes Schmutzaufkommen feststellte und diese Bereiche nachbehandelte.

Der Spot + Scrub AI unterstützt Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant. Reinigungszeiten lassen sich programmieren, Zonen und Sperrzonen einrichten und virtuelle Wände setzen. Die Teppicherkennung hebt den Wischaufsatz automatisch an. All das funktioniert zuverlässig, auch wenn die App insgesamt nicht ganz an den Funktionsumfang von Roborock oder Dreame heranreicht.

Navigation: Wie gut erkennt der Dyson Spot + Scrub AI Hindernisse?

Der Dyson Spot + Scrub AI navigiert per LiDAR-Sensor und Kamera. Die Kartierung funktioniert solide, der Roboter fährt strukturiert seine Bahnen ab und erstellt eine brauchbare Karte der Wohnung. Absturzsensoren schützen vor Treppenstürzen. Das Tempo bei der Navigation ist normal für einen Saugroboter – im Unterschied etwa zu Narwal, deren Roboter deutlich flotter unterwegs sind, bewegt sich der Spot + Scrub AI eher gemächlich durch die Räume.

Die Objekterkennung ist allerdings eine deutliche Schwachstelle. Im Vergleich zu Konkurrenten wie Narwal oder Roborock agiert der Spot + Scrub AI deutlich rabiater. Er fährt gerne eigenständig zwischen Stuhlbeine, bleibt dort stecken und wird mit der Zeit zunehmend ruppig. Sein großflächiger Stoßfänger fährt regelmäßig gegen Gegenstände, Stühle werden auch mal durch die Gegend geschoben. Im Test fuhr der Roboter auf einen Türstopper auf und schleifte diesen mehrere Meter mit. Im Zweifel fährt der Spot + Scrub AI gegen Hindernisse, anstatt sie zu umfahren. Hier besteht deutlicher Nachholbedarf gegenüber der Konkurrenz.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Dyson Spot + Scrub AI?

Die Reinigungsleistung des Dyson Spot + Scrub AI fällt insgesamt gut aus. Auf Hartboden arbeitet er sehr akribisch und entfernt über 90 Prozent des ausgebrachten Testschmutzes, bestehend aus Vogelfutter, Mehl und klebrigen Saftflecken. Der Roboter erkennt Partikel zuverlässig und differenziert zwischen Verschmutzungen, die weggewischt werden müssen, und solchen, die höhere Saugleistung erfordern.

Eine grüne LED an der Unterseite leuchtet permanent und unterstützt offenbar die Schmutzerkennung am Boden. Stellt der Spot + Scrub AI an einzelnen Stellen erhöhtes Schmutzaufkommen fest, behandelt er diese Bereiche automatisch nach und erhöht die Saugkraft.

Die Saugleistung liegt bei 18.000 Pa. Zwei gegenläufig nach innen drehende Seitenbürsten kehren lose Partikel zur Anti-Tangle-Bodenbürste. Durch die gegenläufige Rotation werden Partikel besser eingekehrt, die eine einzelne Bürste eventuell verpassen oder durch die Gegend schießen würde. Die 2-fach-Filterung hält Feinstaub im Gerät.

Auf Teppich erreicht der Spot + Scrub AI rund 85 Prozent Schmutzaufnahme – ebenfalls ein guter Wert. Allerdings neigt er dazu, kleinere Teppiche aufzuschieben und hin- und herzubewegen. Die Teppicherkennung funktioniert zuverlässig: Der ausfahrbare Wischaufsatz wird automatisch angehoben, sobald der Roboter Teppich erkennt.

Beim Wischen versorgt sich der Roboter während der Fahrt automatisch aus dem nicht entnehmbaren Frischwasserbehälter. Er kehrt regelmäßig zur Station zurück, wo die Wischwalze mit Warmwasser gereinigt wird. Am Ende des Reinigungsvorgangs trocknet die Station die Walze mit Heißluft. Der Frischwasserbehälter des Roboters wird von der Station automatisch nachgefüllt. Ein Abpumpen des Restwassers aus dem Roboter scheint nicht möglich – zumindest fanden wir diese Option weder in der App noch am Gerät.

Drei Reinigungsmodi stehen zur Wahl: Saugen, Wischen oder beides gleichzeitig. Im kombinierten Modus zeigt der Spot + Scrub AI seine Stärke: Er erkennt unterschiedliche Verschmutzungsarten und passt sein Verhalten an. Klebrige Flecken werden gewischt, lose Partikel stärker gesaugt. Das Ergebnis auf Hartboden überzeugt. Bei hartnäckig eingetrocknetem Schmutz braucht es aber gelegentlich einen zweiten Durchgang.

Auf Volllast erreicht der Dyson Spot + Scrub AI eine Lautstärke von knapp 59 dB(A). Das ist akzeptabel, aber nicht leise.

Einen Wermutstropfen gibt es bei den Geräuschen: Die Frischwasserpumpe, der beidseitige Ausfahrmechanismus der Wischwalze und deren Drehbewegung erzeugen eine Geräuschkulisse, die etwas schrill und quäkig klingt. Das wirkt nicht so hochwertig, wie man es von Dyson erwarten würde – es erinnert eher an Kinderspielzeug.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Dyson Spot + Scrub AI?

Der 5,0-Ah-Akku des Dyson Spot + Scrub AI soll laut Hersteller bis zu 200 Minuten durchhalten. Im Praxistest fällt die Laufzeit allerdings deutlich kürzer aus. Bei Standardeinstellungen – Saugstufe auf Auto, Wischen auf Stufe 2 von 3 und einfache Saugbahnen – verbraucht der Roboter in 25 Minuten über 31 Prozent Akku.

Für unseren Testraum von knapp 60 Quadratmetern benötigt er zwischen dreieinhalb und viereinhalb Stunden. Das liegt daran, dass er regelmäßig zur Station zurückkehrt, um die Wischwalze zu reinigen und den Staubbehälter zu entleeren. Die Ladedauer beträgt rund 3 Stunden. Für größere Wohnungen muss der Spot + Scrub AI zwischenladen, was die Gesamtreinigungszeit weiter verlängert. Die Akkulaufzeit ist damit eher mager und gehört nicht zu den Stärken des Roboters.

Preis: Was kostet der Dyson Spot + Scrub AI?

Der Dyson Spot + Scrub AI kostet aktuell kurz nach Marktstart 899 Euro (Im Februar 2026: 999 Euro). Für einen Dyson ist das gar nicht so teuer – kabellose Akkusauger des Herstellers kosten teils ähnlich viel. Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Preis fair, aber nicht besonders günstig. Modelle von Roborock oder Dreame bieten teils bessere Objekterkennung und ähnliche Reinigungsleistung für ähnliche Kosten. Der Preis dürfte mit der Zeit noch etwas fallen.

Fazit

Mit dem Spot + Scrub AI meldet sich Dyson nach längerer Pause im Saugroboter-Markt zurück. Das Ergebnis ist solide: Gute Reinigungsleistung auf Hart- und Teppichboden, eine durchdachte beutellose Station mit Warmwasser-Reinigung und Heißluft-Trocknung sowie zwei gegenläufige Seitenbürsten und automatische Schmutzerkennung. Neu ist die Wischwalze bei Dyson, auf die der Hersteller nun wie viele Konkurrenten setzt. Auf Hartboden erreicht der Roboter über 90 Prozent Schmutzaufnahme – ein starker Wert. Das ungewöhnliche Bumper-Design mit dem bis auf die Oberseite reichenden Stoßfänger und der vorn verbaute LiDAR-Sensor ohne Turm setzen eigene Akzente.

Allerdings trüben einige Schwächen das Gesamtbild. Die Objekterkennung ist im Vergleich zu Narwal oder Roborock deutlich schlechter: Der Spot + Scrub AI fährt rabiat gegen Hindernisse, schiebt Stühle und schleift Türstopper mit. Die Akkulaufzeit fällt eher mittelmäßig aus, die Geräuschkulisse der Mechanik wirkt nicht hochwertig. Auch die App hat Luft nach oben. Im Marktvergleich sehen andere Tests den Dyson Spot + Scrub AI ebenfalls als gut reinigenden, aber teuren und in Details unausgereiften Premium-Roboter, dessen solide Gesamtleistung hauptsächlich durch die nur mittelmäßige Objekterkennung und Komfortfunktionen gebremst wird.

Was die Saug- und Reinigungsfunktionen angeht, schlägt sich das System insofern ordentlich, setzt aber keine Maßstäbe, sondern erledigt vieles genauso wie die Konkurrenz. Für 899 Euro bekommt man ein insgesamt ordentliches Paket – aber keinen Klassenprimus.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Switchbot S10

Eureka E20 Plus

Ecovacs T80 Omni

Roborock Qrevo Curv

Mova V50 Ultra Complete

Ecovacs Deebot X11 Omni Cyclone

Ecovacs X9 Pro Omni

3i G10+

3i P10 Ultra

Ecovacs T30S Combo

Lefant M3

Eufy S1 Pro

Dreame X50 Ultra

Roborock S8 Pro Ultra

Dreame L40 Ultra

Roborock S8 MaxV Ultra

Roborock Saros 10

Ecovacs Deebot X5 Omni

DJI Romo P

Dreame L10s Pro Ultra Heat



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Künstliche Intelligenz

Microsoft erwägt, Xbox auszugliedern | heise online


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Unter der Führung der neuen Xbox-Chefin Asha Sharma scheint es bei Microsoft hinter den Kulissen richtig rundzugehen: Bis hin zu einer möglichen Abspaltung sollen die Diskussionen reichen. Dies geht aus einem aktuellen Bericht hervor, der sich um Restrukturierungen und die Stärkung von bekannten Spielemarken dreht.

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Von drei namentlich nicht genannten, aber bei den Meetings involvierten Personen, will „The Information“ erfahren haben, dass Microsoft auch über eine Ausgliederung von Xbox nachdenkt. Konkrete Pläne dafür gebe es noch nicht, schränkt das US-Medium ein. Aber Microsoft soll derzeit prüfen, ob eine nominal unabhängige Tochterfirma nicht besser für die Marke „Xbox“ ist. Schon lange versucht Microsoft mehr oder weniger erfolglos, sich von der Assoziation der Marke allein mit einer bestimmten Konsolengeneration zu lösen.

Erst kürzlich gab Asha Sharma zu bedenken, dass das technische Wettrüsten bei der Hardware durch gestiegene Kosten für Microsoft wohl zu einem Ende kommen müsste. Sharma will also offenbar Kosten sparen, und das ist häufig ein erster Schritt, um eine Abteilung eines Unternehmens zu verkaufen. Eine formale Ausgliederung könnte dazu ein weiterer Baustein sein.

Dazu passt auch, dass laut einem früheren Bericht im Juli eine neue Entlassungswelle bei Xbox droht. In jenem Monat beginnt auch das neue Geschäftsjahr, und in diesem soll nicht nur gespart werden. Wie The Information jetzt aktuell schreibt, will Microsoft vor allem seine größten Spielemarken stärken, darunter „Halo“, „Fallout“ und „Elder Scrolls“. In eine schnellere Entwicklung von neuen Titeln für diese Marken soll mehr investiert werden, und weniger bei kleineren Franchises. Ebenso sollen für diese großen Drei schneller neue Spiele erscheinen.

Wie viel Qualität bei dieser Beschleunigung bei den Spielern ankommt, dürfte sich schon Ende Juli zeigen: am 28. Juli 2026 erscheint „Halo: Campaign Evolved“ für Xbox, PC und Playstation 5. Dabei handelt es sich um ein inhaltlich erweitertes Remake des ersten „Halo“ von 2001, das als einer der Meilensteine des Shooter-Genres gilt und wesentlich zum Erfolg von Microsofts erster Xbox beitrug.

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Künstliche Intelligenz

Top 10: Der beste KVM-Switch im Test – Maus, Tastatur & Monitor an mehreren PCs


Mit einem KVM-Switch kann man Maus, Tastatur und Monitor ohne Umstecken mit mehreren Computern verbinden. Wir zeigen die zehn besten Modelle aus unseren Tests.

Was wäre, wenn man die Vorteile eines USB-C-Hubs, eines Ladegeräts und eines HDMI-Switches in ein Gehäuse packt und es KVM-Switch nennt? Ziemlich praktisch wäre das, denn es erspart viel Ärger und Nerven. Gerade wenn man immer wieder zwischen mehreren Rechnern wechselt, etwa um nach der Arbeit am Laptop auf einem Gaming-PC zu zocken, sind die kleinen Wechsler richtig nützlich – ob im Büro oder am heimischen Schreibtisch.

In dieser Bestenliste zeigen wir zehn KVM-Switches mit HDMI oder Displayport für einen oder mehrere Monitore im Vergleich. Alle lassen sich an zwei oder mehr Rechnern anschließen. Der Wechsel zwischen den Geräten findet meist über einen im Gehäuse integrierten Schalter statt, teils aber auch per außen liegendem Druckknopf. Der Displayport/USB-KVM-Switch von Digitus hingegen setzt sogar auf eine IR-Fernbedienung. Teils bieten die Geräte auch einen Audioausgang.

Wer zudem wissen will, was genau KVM-Switches eigentlich sind, ist hier richtig.

Welcher ist der beste KVM-Switch?

Testsieger ist der VPFCT VP-SW222 für 80 Euro, der zwei Rechner an zwei Monitoren mit HDMI 2.1 anbindet und damit auch für anspruchsvollere Setups bestens gerüstet ist.

Wer auf einen Switch mit Displayport setzen möchte und USB-C als Eingang braucht, greift zum Delock 11485 für 109 Euro – er ersetzt in dieser Bestenliste den nicht mehr erhältlichen Anker 553 als Technologiesieger.

Preis-Leistungs-Sieger ist weiterhin der Ugreen KVM-Switch für nur rund 40 Euro. Er verbindet zuverlässig einen Monitor und zwei Computer.

Hier folgt das komplette Ranking:

KURZÜBERSICHT

Als No-Name-Produkt geht der VP-SW222 als Underdog ins Rennen, überrascht aber mit seiner Leistungsfähigkeit. Er unterstützt hohe Bildwiederholraten und Auflösungen, die selbst anspruchsvolle Nutzer zufriedenstellen dürften. Außerdem bietet er ein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis: Für nur 80 Euro erhalten Nutzer einen KVM-Switch, der zwei Rechner und zwei Monitore mit hoher Bildqualität und Bildwiederholrate unterstützt.

VORTEILE

  • hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • HDMI 2.1
  • erstaunlich hochwertiges Gehäuse
  • externer Umschaltknopf

NACHTEILE

  • keine Konvertierung zwischen HDMI und Displayport
  • begrenzte Anzahl an USB-Ports im Vergleich zu teureren Modellen
  • keine Zusatzfunktionen wie Ethernet oder Power Delivery

Der Delock 11485 punktet durch seine kompakte Bauweise, die einfache Bedienung und die Unterstützung von Multi-Stream Transport (MST). Letzteres ermöglicht unter Windows den gleichzeitigen Betrieb von zwei Monitoren, was ihn besonders für Multitasking oder professionelle Anwendungen interessant macht. Die drei USB-2.0-Anschlüsse erweitern die Funktionalität des Geräts und machen es zu einer zentralen Schnittstelle für Peripheriegeräte. Mit einem Preis von rund 109 Euro bietet der Switch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – ideal für Nutzer mit begrenztem Budget.

VORTEILE

  • kompakte Bauweise
  • attraktiver Preis
  • mit USB-C

NACHTEILE

  • nur USB-2.0-Geschwindigkeit
  • keine MST-Unterstützung für macOS  
  • begrenzte Bildwiederholfrequenz bei höheren Auflösungen

Der Ugreen KVM-Switch überzeugt durch seinen günstigen Preis von 40 Euro und die solide Verarbeitung. Er eignet sich perfekt für Nutzer, die einen einzigen Monitor mit zwei Computern nutzen möchten – sei es für Büroarbeit oder das gelegentliche Umschalten zwischen Home-Office und Gaming-PC. Besonders beeindruckend ist die Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 400 MB/s, die in dieser Preisklasse selten ist. Die einfache Handhabung und der optionale Schalter des Ugreen KVM-Switch sind ideal für Einsteiger.

VORTEILE

  • hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • hochwertige Verarbeitung mit Aluminiumgehäuse
  • kompakte Größe und einfache Installation

NACHTEILE

  • keine Unterstützung für Dual-Monitor-Setups
  • keine Power-Delivery-Unterstützung
  • nur HDMI, kein Display Port

Ratgeber

Was ist ein KVM-Switch?

Hinter dem sperrigen Namen KVM-Switch verbirgt sich etwas denkbar Einfaches. Ein KVM-Switch ist ein Gerät, das mehrere Computer mit einem einzigen Set aus Tastatur, Maus und Monitor steuert. Die Abkürzung KVM steht für Keyboard Video Mouse, also Tastatur, Video und Maus. Modelle mit integriertem USB-Hub erlauben es zusätzlich, USB-Peripheriegeräte wie Drucker, Webcams oder einen USB-Stick gemeinsam an beiden Rechnern zu nutzen. Ein guter KVM-Switch reduziert so spürbar das Kabelchaos am Arbeitsplatz und spart Platz, weil weniger Geräte doppelt vorhanden sein müssen.

So spart man sich das große Umstecken, wenn man statt des Laptops lieber einen Gaming-PC am Monitor mit Tastatur und Maus benutzen will. Ein Druck auf den Schalter genügt – und schon sind alle Peripheriegeräte mit dem anderen Rechner verbunden. Nur einmalig schließt man seine Peripherie an und verbindet je nach Modell den KVM mit dem beigelegten Netzteil. Laptops mit USB-C brauchen dann nur noch ein USB-C-Kabel, das Bild, Ton und USB-Geräte gleichzeitig überträgt. Für den ohnehin stationären Gaming-PC kommt USB-A oder ein meist beigelegtes USB-B-Kabel zum Einsatz, zur Bildübertragung an den Monitor Displayport oder HDMI.

Manche Modelle können noch mehr, gerade im höherpreisigen Segment jenseits von 100 Euro. Hier bekommt man dann etwa Ethernet als Schnittstelle geboten, oder der angeschlossene Laptop lädt direkt dank integrierter Unterstützung von Power Delivery (PD). Moderne KVM-Switches unterstützen außerdem häufig Auflösungen bis 4K und verschiedene Videoanschlüsse wie HDMI und DisplayPort. Ältere Standards wie VGA und DVI sind kaum noch verbreitet.

Schalter für KVM-Switch Anker 553

Wie wird ein KVM-Switch angeschlossen?

Der Anschluss eines KVM-Switches ist denkbar einfach. Jeder der angeschlossenen Rechner bekommt eine Bildverbindung zum Switch (HDMI, Displayport oder USB-C im DP-Alt-Mode) sowie eine USB-Verbindung – meist per USB-B-Kabel vom Rechner zum Switch. Tastatur, Maus und weitere USB-Geräte wandern an die USB-A-Ports des KVM. Der Monitor wird an den Bildausgang des Switches angeschlossen, das mitgelieferte Netzteil sorgt bei Bedarf für Strom. Treiber sind in der Regel nicht erforderlich, das funktioniert nach dem Plug-and-Play-Prinzip.

Um zwischen zwei Rechnern zu wechseln, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist ein Druckknopf direkt am Gehäuse des Switches. Komfortabler arbeiten Modelle mit externem Schalter oder einer Fernbedienung. Viele Geräte unterstützen zusätzlich Tastenkombinationen (Hotkeys), mit denen sich der aktive Rechner direkt über die Tastatur umschalten lässt. Bei großen KVM-Switches ab 16 Ports – wie sie etwa in Serverräumen vorkommen – kommt zusätzlich ein OSD-Menü zum Einsatz, das eine komfortable Verwaltung vieler Systeme erlaubt. Externe Fernbedienungen bieten zusätzlichen Bedienkomfort, gerade wenn der Switch versteckt unter dem Schreibtisch sitzt.

Von USB 2.0 bis Displayport: Welche Standards sollte ein guter KVM-Switch haben?

Beim Kauf eines KVM-Switches lohnt sich der genaue Blick aufs Anschluss-Datenblatt. Auf der Bildseite sind heute HDMI und Displayport Standard – VGA und DVI spielen praktisch keine Rolle mehr. HDMI 2.0 schafft 4K bei 60 Hz und reicht für Office und gelegentliches Gaming. Wer 4K bei 120 Hz oder mehrere hochauflösende Monitore parallel betreiben will, sollte zu HDMI 2.1 oder Displayport 1.4 greifen. USB-C mit DP-Alt-Mode ist besonders bei Laptop-Setups praktisch, weil es Bild, Daten und (bei Power Delivery) sogar Ladestrom in einem Kabel bündelt.

Auf der USB-Seite sollte man USB 3.0 mit 5 GBit/s als Mindeststandard ansetzen. USB 2.0 reicht zwar für Tastatur und Maus, bremst externe SSDs und Festplatten aber spürbar aus: Eine 5 GB große Datei zieht sich über USB 2.0 schnell über zwei Minuten, während USB 3.0 das in 12 bis 15 Sekunden erledigt. Drei USB-A-Ports sind in der Praxis das Minimum, um Tastatur, Maus und ein weiteres Gerät wie eine Webcam oder einen Drucker anzubinden.

Power Delivery ist ein Kriterium für Laptop-Nutzer: Mit 65 bis 100 Watt lädt der Switch das Notebook während der Arbeit gleich mit – ein zusätzliches Netzteil entfällt. Modelle mit PD kosten allerdings meist deutlich über 100 Euro. Audio-Anschlüsse in Form von zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für Headset und Mikrofon sind nicht selbstverständlich, aber besonders im Homeoffice mit Videocalls Gold wert. Ethernet ist die Königsdisziplin und nur bei wenigen Premium-Modellen an Bord.

Tastatur, Maus und mehr: Welches PC-Zubehör kann man anschließen?

An einen KVM-Switch passt deutlich mehr als nur Tastatur und Maus. Über die USB-A-Ports lassen sich praktisch alle gängigen USB-Peripheriegeräte einbinden: Webcam, Drucker, externes Mikrofon, USB-Stick, externe Festplatte oder SSD, Headset, Kartenleser, Streaming-Mischpult oder ein Grafiktablett. Alle diese Geräte stehen nach dem Umschalten automatisch dem jeweils aktiven Rechner zur Verfügung – das ist der eigentliche Komfortgewinn gegenüber dem ständigen Umstecken.

Wichtig ist dabei die Stromversorgung: Stromhungrige Geräte wie externe 3,5-Zoll-Festplatten oder Drucker arbeiten oft nur dann zuverlässig, wenn der KVM-Switch ein eigenes Netzteil mitbringt. Reine Bus-Power über den USB-Port der angeschlossenen Rechner reicht in solchen Fällen nicht aus und führt zu Verbindungsabbrüchen.

Für die Bildausgabe sind je nach Modell ein, zwei oder noch mehr Monitore möglich – per HDMI, Displayport oder USB-C mit DP-Alt-Mode. Audio läuft entweder über das Bildkabel oder über separate 3,5-mm-Klinkenanschlüsse für Headset und Mikrofon. Wer ohnehin schon einen Monitor mit eigenem USB-Hub besitzt, kann diesen mit einem reinen USB-Switch kombinieren.

Was kostet ein KVM-Switch?

Die Preisspanne bei KVM-Switches ist groß. Einfache 2-Port-USB-Switches ohne Bildumschaltung gibt es bereits ab rund 13 Euro. Vollwertige KVM-Switches mit HDMI starten bei etwa 37 Euro – wie der Ugreen-KVM-Switch unseres Preis-Leistungs-Siegers. Dual-Monitor-Modelle wie der VPFCT VP-SW222 kosten 75 Euro und unterstützen zwei Monitore mit HDMI 2.1. Wer Displayport, USB-C oder Power Delivery braucht, zahlt schnell 100 Euro und mehr. Professionelle 4-Port-Lösungen wie der Inline 4-Port Displayport schlagen mit über 350 Euro zu Buche. Für die meisten Privatnutzer reicht ein Modell zwischen 40 und 100 Euro vollkommen aus.

Welche Betriebssysteme unterstützen KVM-Switches?

Grundsätzlich funktionieren KVM-Switches betriebssystemunabhängig, weil sie auf Hardware-Ebene zwischen Tastatur, Maus und Bildsignal umschalten. Windows, Linux, macOS und Chrome OS erkennen einen angeschlossenen KVM-Switch ohne Treiber. Trotzdem gibt es ein paar Stolpersteine je nach Plattform.

Unter Windows klappt fast alles ohne Einschränkungen, inklusive Sonderfunktionen wie MST für Dual-Monitor-Setups über ein Kabel. Auch Hotkeys und Treiberinstallationen für spezielle Gaming-Mäuse laufen problemlos.

Linux ist bei klassischen KVM-Switches ebenfalls unkompliziert – Maus, Tastatur und Bildausgabe funktionieren plug-and-play. Im Test mit Fedora Linux am Unitek V1312 und Suidek V1311A erreichten wir sogar höhere USB-Transferraten als unter Windows. MST funktioniert je nach Distribution und Grafiktreiber nur eingeschränkt.

macOS ist die kniffeligste Plattform. Apple unterstützt MST nicht, weshalb Switches wie der Delock 11485 unter macOS nur einen Monitor ausgeben. Wer am MacBook zwei Monitore über einen USB-C-KVM betreiben will, braucht ein Modell mit zwei dedizierten Bildkanälen – das verteuert das Setup spürbar. Tastatur und Maus klappen aber auch hier ohne Murren.

Chrome OS auf Chromebooks unterstützt KVM-Switches grundsätzlich, allerdings sind die Funktionen je nach Modell und ChromeOS-Version eingeschränkt. Für einfache Setups mit einem Monitor reicht es, MST und exotische USB-Geräte sind oft problematisch.

Wichtig: KVM-Switches schalten auch nur dann zuverlässig, wenn der Rechner aktiv ist. Im Ruhemodus oder Standby reagieren viele Modelle nicht – das ist betriebssystemunabhängig und liegt am Switch selbst.

Tastatur, Maus und Monitor: Welche Endgeräte sind mit KVM-Switches kompatibel?

Die gute Nachricht vorweg: Praktisch jede handelsübliche Tastatur, Maus und jeder Monitor funktionieren an einem KVM-Switch. Da der Switch auf Hardware-Ebene arbeitet und sich gegenüber dem Rechner wie ein normaler USB- bzw. HDMI-Hub verhält, sind keine speziellen Treiber oder zertifizierten Geräte nötig. Mechanische Gaming-Tastaturen mit RGB-Beleuchtung laufen ebenso wie schlichte Office-Modelle, und auch Gaming-Mäuse mit hoher Abtastrate (DPI) machen in unseren Tests keine Probleme.

Auf der Bildseite sind alle Monitore mit HDMI- oder Displayport-Eingang kompatibel – das deckt heute praktisch jedes aktuelle Modell ab. Wichtig ist, dass der KVM-Switch den passenden Standard für die gewünschte Auflösung und Bildwiederholrate mitbringt.

Einschränkungen gibt es selten, aber sie existieren: Spezielle Gaming-Hardware mit eigenen Treibern (etwa Tastaturen mit Makro-Funktionen, die im Treiber gespeichert sind) verliert nach dem Umschalten manchmal kurz die Verbindung, bis der Treiber des Zielrechners wieder greift. Auch Wireless-Empfänger für Funktastaturen oder -mäuse funktionieren in der Regel problemlos – sie stecken einfach in einem USB-A-Port des Switches.

Warum erkennt mein KVM-Switch nur einen Monitor?

Wenn ein KVM-Switch nur einen Monitor erkennt, liegt das fast immer an der Verkabelung oder an Einschränkungen des Geräts. Bei Dual-Monitor-Switches wie dem VPFCT VP-SW222 müssen beide Bildquellen jedes Rechners (HDMI und Displayport) korrekt belegt sein – sonst funktioniert nur ein Monitor, weil die Anschlüsse intern in Reihe durchgereicht werden. Eine Konvertierung zwischen HDMI und Displayport findet nicht statt.

Beim Delock 11485 wiederum ist Multi-Stream Transport (MST) für zwei Monitore zwingend nötig. MST ist eine Funktion von Displayport, bei der mehrere Monitorsignale über ein einziges Kabel übertragen und am Endgerät wieder aufgesplittet werden. Das klappt allerdings nur unter Windows zuverlässig – macOS unterstützt MST nicht, dort lässt sich also nur ein Monitor ansteuern.

Ein weiterer häufiger Stolperstein ist EDID (Extended Display Identification Data). Das sind technische Infos, die ein Monitor an den Rechner schickt: Auflösung, Bildwiederholrate, unterstützte Farbtiefen. Schaltet ein KVM-Switch um und „vergisst“ dabei diese EDID-Daten, kann es passieren, dass der Rechner den Monitor nach dem Wechsel nicht mehr korrekt erkennt – Fenster werden verschoben, Auflösungen springen oder ein zweiter Bildschirm bleibt schwarz. Hochwertige KVM-Switches besitzen eine EDID-Emulation, die diese Daten dauerhaft vorhält. Günstigere Modelle wie der Suidek V1311A verzichten darauf.

Auch die Kabelqualität spielt eine größere Rolle, als viele denken. Billige oder zu lange HDMI- und Displayport-Kabel schaffen die Bandbreite für 4K bei hohen Bildwiederholraten oft nicht. Im Zweifel hilft ein Test mit anderen, zertifizierten Kabeln und ein Blick ins Handbuch.

Was sind die Nachteile von KVM-Switches?

So praktisch KVM-Switches sind, ein paar Nachteile haben sie. Günstige Modelle drosseln die Datenübertragung auf USB-2.0-Niveau – Datenmengen von mehreren Gigabyte dauern dann spürbar länger. Manche Geräte piepen bei jedem Umschaltvorgang, was im Dauerbetrieb nervig wird. Bildschirme mit sehr hohen Bildwiederholraten oder 4K bei 120 Hz funktionieren nur mit aktuellen HDMI-2.1- oder Displayport-1.4-Modellen, ältere Switches setzen den Standard und damit die Bildqualität herunter. Auch wer einen Laptop per USB-C samt Power Delivery laden möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Und schließlich erfordern manche Setups eine genaue Beachtung von Auflösung, Bildwiederholrate und Kabelqualität – ein vorschnell gekauftes Modell kann sonst Frust verursachen.

KVM Switches für USB-A

Mit einem Switch für USB-A oder auch USB-Switch hat man die etwas eingedampfte Form eines KVM-Switches. Hier gibt es nur klassische USB-A-Ports, beispielsweise für Tastatur, Maus oder Webcam. Dafür sind diese Modelle deutlich günstiger und so bekommt man passende Switches bereits für unter 20 Euro.

Wir haben beispielsweise seit mehr als einem Jahr einen günstigen USB-Switch von TCNEWCL im Einsatz. Dieser kostet aktuell nur 13 Euro (10-Prozent-Coupon anwählen). Mitgeliefert ist ein kabelgebundener Schalter, den man so etwa unter dem Schreibtisch anbringen kann. Die Verarbeitung ist in Ordnung und dem Preis gegenüber vollkommen angemessen. Wir nutzen den USB-Switch in Verbindung mit unserem Dell-Monitor mit USB-Anschlüssen sowie dem Travel Dock E von OWC.

Einen Eingang unseres Switches verbinden wir nun mit den USB-Ports des Monitors und den USB-Ausgang für PC1 mit dem USB-C-Hub. An dieses schließen wir wiederum das HDMI-Kabel vom Monitor sowie Ethernet und ein USB-C-Netzteil. Der USB-C-Kabel sitzt hier jedoch sehr locker im Netzteilanschluss, rutscht dadurch schon bei minimaler Bewegung heraus. Dadurch gibt es gelegentlich Verbindungsabbrüche, die man aber durch Fixieren mit einem Stück Klebeband beheben kann.

Am Port für PC2 klemmt der Gaming-PC am KVM. Damit sind wir startklar und beide PCs haben jetzt Zugriff auf die USB-Anschlüsse vom Monitor, die Tastatur, Maus und die Webcam. Für den Laptop an PC1 braucht es jetzt durch den USB-C-Hub nur noch ein Kabel und alle Monitore und Peripheriegeräte sind verbunden. In Summe haben wir damals rund 55 Euro ausgegeben.

Unser simpler USB-Switch von TCNEWCL hat uns bis auf den ungünstigen Netzteilstecker im letzten Jahr treue Dienste erwiesen. Gerade auch das angenehm lange Kabel für den Schalter hat sich als sehr hilfreich herausgestellt. Lediglich das Gehäuse des Schalters ist nicht gut verklebt, wodurch sich dessen Abdeckung gelöst hat und die Platine frei lag. Alle Teile und die Kabelfixierung lassen sich aber leicht wieder zusammenstecken. Man sollte aber aufpassen, da sich mit offenem Schaltergehäuse auch das Kabel löst und mit wenig Aufwand von der Platine reißen kann.

KVM-Switches mit USB-C

Es gibt auch KVM-Switches, die den oben beschriebenen Aufbau mit USB-C-Hub und USB-Switch überflüssig machen und beides vereinen. Sie setzen auf USB-C für den Ausgang zum Laptop und auf USB-A und Displayport/HDMI für den Ausgang zum PC. Modelle wie der Delock 11485 bieten zudem die Möglichkeit, unter Windows per Multi-Stream Transport (MST) zwei Monitore gleichzeitig zu betreiben.

Will man nur noch ein Kabel für den Laptop verwenden, kann man auch einen kleinen USB-C-Hub mit HDMI und USB-A verwenden. Den schließt man an einen Switch wie den Ugreen KVM-Switch an und muss dann nur noch dessen USB-C-Kabel am Laptop anschließen – und schon sind alle Geräte vom Umschalter verbunden.

Hier gibt es bereits ab 13 Euro Modelle von Baseus oder Ugreen, die schon Stromversorgung per Power Delivery (PD) unterstützen. Sollte zusätzlich noch Ethernet-Port nötig sein, kommen Modelle wie der Ugreen Revodok USB-C Hub 7 in 1 für 26 Euro infrage. Günstiger wird es, wenn man den Ethernet-Port als einzelnen Adapter kauft. Ein Ethernet-auf-USB-A-Adapter von TP-Link kostet beispielsweise nur 10 Euro, womit man in Verbindung mit einem USB-C-Hub mit HDMI und USB-A ein gutes Stück günstiger herauskommt.

Für zwei Monitore und mehr USB-Ports interessant ist der Cable Matters Dual KVM-Switch für 100 Euro, der vier USB-A-Ports für Peripherie bietet. Die Rechner schließt man per USB-C an. Für die Monitore gibt es einen Displayport-Anschluss (4K bei 95 Hz) und einen HDMI-Anschluss (8K bei 30 Hz).

Monitore mit KVM-Switch

Möchte man keine externe Lösung nutzen, kommen Monitore mit integriertem KVM infrage. Ja, tatsächlich gibt es Modelle mit integrierter Wechselmöglichkeit und nicht nur solche, die schlicht ein paar USB-Anschlüsse haben. Bei diesen Monitoren schließt man einen Rechner per USB-B und HDMI/Displayport an und den Laptop per USB-C. Audio wandert ebenfalls über das Bildkabel mit. Maus, Tastatur und Webcam stecken direkt am Monitor – ein Knopfdruck auf der Rückseite wechselt zwischen den Rechnern. Reichen hier die Anschlüsse nicht, helfen USB-A-Erweiterungen, die wir in einem separaten Absatz zeigen.

Wir nutzen seit Jahren einen Gigabyte M27Q mit dieser Funktion und möchten das Setup nicht mehr missen. Allerdings ist das Modell inzwischen nicht mehr verfügbar. Wer die gleiche Idee umsetzen will, findet im Gigabyte-Portfolio mehrere Nachfolger – und auch andere Hersteller bauen die Funktion ein. Die Preisspanne reicht dabei von rund 170 Euro bis weit über 600 Euro.

Monitor Gigabyte M27Q mit KVM-Switch: KVM-OSD-Menü

Günstiger Einstieg: Der Dough Spectrum One kostet ab rund 169 Euro und liefert dafür schon eine 4K-Auflösung bei 144 Hz auf 27 Zoll. Per USB-C nimmt er ein Laptop-Signal entgegen und lädt das Gerät dank Power Delivery mit bis zu 100 Watt. Damit ersetzt der Monitor zusätzlich ein Netzteil. Zwei HDMI-2.1-Eingänge und ein Displayport runden die Anschlussseite ab. Für die Kombination aus Office-Laptop und Gaming-PC eine sehr runde Lösung.

WQHD mit hoher Bildwiederholrate: Der Gigabyte M27Q2 QD ICE für rund 209 Euro ist der direkte Nachfolger unseres alten M27Q. Er liefert WQHD mit 200 Hz (210 Hz im Overclock-Modus), Quantum-Dot-IPS-Panel und besitzt ebenfalls einen USB-C-Eingang mit 18 Watt Power Delivery – genug für ein iPad oder Smartphone, aber zu wenig zum vollständigen Laden eines Laptops. Für rund 229 Euro gibt es mit dem Gigabyte M27Q3 die noch schnellere Variante mit 300 Hz (320 Hz OC) und HDMI 2.1 – interessant vorwiegend für Gamer.

OLED-Klasse: Wer auf Bildqualität setzt, greift zum Gigabyte MO27Q2A für ab 399 Euro. Das QD-OLED-Panel liefert WQHD bei 280 Hz, 1.500.000:1 Kontrast und HDR mit bis zu 1000 cd/m². USB-C mit 18 Watt PD ist an Bord. Spitzenklasse stellt der Asus ROG Strix OLED XG27UCDMG dar: 4K bei 240 Hz auf QD-OLED, dazu 90 Watt Power Delivery über USB-C – damit lässt sich auch ein leistungsfähiger Laptop voll laden. Der Preis von rund 680 Euro spiegelt die Ausstattung wider.

Wichtig ist vor allem die Leistung des USB-C-Ports. 18 Watt Power Delivery reichen für Smartphone und Tablet, ein moderner Laptop benötigt eher 65 bis 100 Watt. Wer den Monitor als zentrales Dock nutzen möchte, sollte zudem auf ausreichend USB-A-Downstream-Ports und gegebenenfalls einen Ethernet-Anschluss achten – letzterer fehlt bei allen vier genannten Modellen. Alternativ kann man hierfür aber einen günstigen USB-zu-Ethernet-Dongle nutzen.

HDMI-Switches

Eine ähnliche, aber doch andere Logik verfolgen HDMI-Switches. Hier hat man eine Eingangsquelle, die man auf mehrere Ausgangsquellen schalten kann. Damit sind sie im weitesten Sinne auch KVM-Switches, es geht aber im Gegensatz zu klassischen KVMs nicht um Tastatur, Maus und andere USB-Geräte, sondern nur um Bildübertragung (mit Audio) per HDMI. Sprich, man hat einen Monitor und kann zwischen verschiedenen HDMI-Eingängen umschalten, also entweder Fernseher, PC oder Konsole anzeigen lassen.

Die Umstellung erfolgt auch hier per Knopfdruck. Auch hier haben wir zwei Modelle seit über einem Jahr im privaten Einsatz. Für 8 Euro gibt es bei Amazon den bidirektionalen HDMI-Switch für zwei Endgeräte von VWRHar. Er unterstützt HDCP 2.2 und kann sowohl zwei Monitore von einer Quelle ansteuern, als auch zwischen zwei Quellen an einem Monitor umschalten – bidirektional eben.

Für das Verbinden von drei Quellen nutzen wir ebenfalls einen HDMI-Splitter von VWRHar. Für 15 Euro bekommt man hier aber ein Modell, das sogar mitdenkt. Denn es erkennt automatisch, wenn sich an einem Eingang etwas verändert, und schaltet selbstständig auf diesen um. So genügt es, die Nintendo Switch einzuschalten und schon wechselt der Anschluss von Nummer 2 auf 3. Zudem gibt es eine Infrarot-Fernbedienung, die das manuelle Umstellen auch aus der Ferne ermöglicht.

KVM over IP: Fernzugriff für Rechenzentrum & IT-Administratoren

Neben den klassischen lokalen KVM-Switches gibt es auch solche, mit denen man per Netzwerkverbindung auf einen Rechner switchen kann. Mit einem KVM over IP oder KVM-Extender lässt sich aus der Ferne auf einen Computer zugreifen, ohne dass zusätzliche Software oder ein bestimmtes Betriebssystem notwendig wäre. KVM over IP funktioniert unabhängig vom Betriebssystem und erlaubt sogar den Zugriff auf das BIOS, also auch dann, wenn das System gerade kein Betriebssystem geladen hat.

In Rechenzentren und Serverräumen gehört KVM over IP zur Grundausstattung. IT-Administratoren steuern damit zentral Dutzende von Systemen, was die Verwaltung deutlich vereinfacht und den Weg zum einzelnen Server erspart. Für den Desktop-Einsatz ist diese Technologie hingegen ein Nischenprodukt – noch stärker als klassische KVM-Switches. Dennoch findet sich in unserem Preisvergleich eine beträchtliche Anzahl verschiedener KVM-over-IP-Geräte mit Displayport, HDMI und weiteren Anschlüssen. Der Markt für diese Desktop-Lösungen wird dabei von wenigen Herstellern wie Aten dominiert.

Mehrere Computer, mehrere Nutzer: Was sind Multi-User-KVM-Switches?

Ein klassischer KVM-Switch verbindet einen Arbeitsplatz mit mehreren Computern. Multi-User-KVM-Switches drehen das Prinzip auf den Kopf: Mehrere Nutzer arbeiten parallel an ihren eigenen Konsolen-Sets aus Tastatur, Maus und Monitor und greifen wahlfrei auf einen Pool von Rechnern zu. Sogenannte Matrix-KVM-Switches bilden dafür beliebige Zuweisungen zwischen Konsolen und Servern ab – jeder Nutzer kann jederzeit auf jeden Rechner umschalten, ohne den anderen die Sitzung wegzunehmen.

Anders als beim oben beschriebenen KVM over IP läuft die Verbindung dabei nicht übers Netzwerk, sondern über dedizierte Verkabelung im selben Gebäude. Das macht Multi-User-KVM-Switches zur typischen Lösung für Leitstände, Broadcast-Studios oder Trading-Floors, wo mehrere Bediener gleichzeitig zuverlässig und latenzfrei auf zentrale Systeme zugreifen müssen. Für den Heimgebrauch oder das klassische Homeoffice sind solche Geräte überdimensioniert und mit Preisen ab dem mittleren vierstelligen Bereich auch außerhalb jedes Privatbudgets.

USB-C-Hubs

Bereits angesprochen haben wir die klassischen USB-C-Hubs, mit denen viele verschiedene Geräte und Anschlüsse zu einem Kabel zusammengeführt werden. Man kann sie, wie beschrieben, mit einem günstigen KVM-Switch kombinieren und Geld sparen im Vergleich zur teuren All-in-One-Lösung oder auch alleine nutzen.

Gerade wenn man nur ein Endgerät hat, das man anschließen möchte, ist ein KVM vollkommen unnötig. Die Spannbreite reicht von 13 Euro bis weit über 100 Euro, wo es dann Thunderbolt-Docks gibt, die besonders schnell sind. Wir setzen zum Beispiel seit Längerem im Alltag den Anker 565 11-in-1 Hub für 60 Euro ein.

USB-A-Erweiterungen

Hat der eigene KVM-Switch nicht genug Anschlüsse mit USB-A, gibt es Erweiterungsmöglichkeiten. Gerade, wenn es nicht nur um Maus und Tastatur geht, sondern auch noch eine Webcam, ein Drucker und ein externes Mikrofon (Ratgeber) zum Einsatz kommen, werden die Ports schnell knapp.

Hier gibt es USB-A-Hubs, die mehrere Plätze für weitere Peripherie bieten. Sind es allerdings sehr viele Geräte, wird ein Netzteil notwendig, da die Anschlüsse sonst nicht mehr ausreichend mit Strom versorgt sind. Hier kommt es sonst schnell zu ärgerlichen Verbindungsabbrüchen. Günstige Adapter mit vier USB-A-Ports bekommt man zum Beispiel von Anker bereits ab 12 Euro, von Ugreen für nur 7 Euro.

Testverfahren: Wie testen wir KVM-Switches?

Neben den soften Kriterien wie Anschlussangebot, Haptik und Steuerung bewerten wir die Bildqualität nach erreichter Auflösung und Bildwiederholrate sowie die USB-Geschwindigkeit. Dafür haben wir eine Testdatei mit 5 GB, die wir von einer externen SSD-Festplatte auf unseren PC übertragen. Das verwendete Kabel ist dabei kein Flaschenhals, denn es unterstützt alle hier verwendeten USB-Standards. Verbindungskabel für USB, HDMI, Displayport und gegebenenfalls USB-C liegen immer bei. Gleiches gilt für Netzteile, sofern hier nicht USB-C zum Einsatz kommt.

Fazit

KVM-Switches mögen vielen bisher unbekannt gewesen sein. Blickt man aber hinter die sperrige Kulisse des Namens, findet man erstaunlich vielseitige und praktische Möglichkeiten, um die Arbeit mit zwei Endgeräten im Alltag deutlich zu erleichtern.

So einfach wie mit KVM-Switches war der Wechsel zwischen PC und Laptop noch nie. Damit spart man sich lästiges Umstecken der Tastatur, Maus oder Webcam, wenn man vom einen zum anderen Gerät wechseln möchte. Ein Knopfdruck genügt, und schon sind alle Geräte und je nach Modell sogar die Stromversorgung verbunden. Das geht auch mit Monitoren, die einen integrierten KVM besitzen.

Wer Geld sparen möchte, kann eine Frickellösung mit günstigem KVM und USB-C-Hub vorziehen. Ein HDMI-Switch verbindet mehrere Eingangsquellen mit einem Ausgabegerät und erlaubt das Umschalten zwischen ihnen. Vom Effekt her das Gleiche und vielleicht nicht ganz so galant, aber eben bedeutend günstiger. Alles in allem finden wir: Jeder, der einen Laptop und Computer hat, benötigt einen KVM-Switch. Wir möchten unsere im Alltag nicht mehr missen. Sucht man nur einen klassischen Hub, hilft ein Blick in unsere Bestenliste: Top 10: Der beste USB-C-Hub – HDMI und Displayport für Laptop & PC nachrüsten.

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BESTENLISTE

KVM-Switch mit HDMI 2.1 & Displayport für 80 Euro: VPFCT VP-SW222 im Test

Der VPFCT VP-SW222 überrascht im Test als leistungsstarker KVM-Switch zum Schnäppchenpreis. Mit Unterstützung für zwei PCs sowie Monitore und vier USB-Geräte bietet er erstaunlich viel für nur 80 Euro.

VORTEILE

  • hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • HDMI 2.1
  • erstaunlich hochwertiges Gehäuse
  • externer Umschaltknopf

NACHTEILE

  • keine Konvertierung zwischen HDMI und Displayport
  • begrenzte Anzahl an USB-Ports im Vergleich zu teureren Modellen
  • keine Zusatzfunktionen wie Ethernet oder Power Delivery

Der VPFCT VP-SW222 überrascht im Test als leistungsstarker KVM-Switch zum Schnäppchenpreis. Mit Unterstützung für zwei PCs sowie Monitore und vier USB-Geräte bietet er erstaunlich viel für nur 80 Euro.

Der VPFCT VP-SW222 ist ein KVM-Switch, der sich als überraschend leistungsstark erweist, zum erschwinglichen Preis von nur 80 Euro. Hier lassen sich zwei Computer und zwei Monitore gleichzeitig steuern, wobei sowohl HDMI- als auch Displayport-Anschlüsse unterstützt werden.

Optik & Verarbeitung

Der VPFCT VP-SW222 präsentiert sich in einem schlichten, aber funktionalen Design. Das schwarze Aluminiumgehäuse wirkt solide und sorgt für eine gute Wärmeableitung. Mit seinen kompakten Abmessungen fügt sich der Switch unauffällig in jede Arbeitsumgebung ein. Die Verarbeitung des Gehäuses ist tadellos, ohne jedoch besonders hervorzustechen.

An der Vorderseite befindet sich ein Taster zum manuellen Umschalten zwischen den angeschlossenen Rechnern. Dieser hat einen angenehmen Druckpunkt und wirkt robust. Die Anschlüsse auf der Rückseite sind klar beschriftet und gut erreichbar. Insgesamt macht der VP-SW222 einen guten Eindruck, der seiner Preisklasse entspricht. Er verzichtet auf überflüssige Designelemente und konzentriert sich stattdessen auf Funktionalität und Zuverlässigkeit. Strom erhält das Gerät über ein mitgeliefertes Netzteil mit DC-Rundstecker.

Anschlüsse & Funktionen

Der Switch bietet eine beeindruckende Auswahl an Anschlüssen. Er verfügt über zwei HDMI-Eingänge, zwei Displayport-Eingänge, vier USB-3.0-Ports und einen USB-C-Eingang, der allerdings nur für die Stromversorgung genutzt werden kann. Für die Verbindung mit den PCs kommen jeweils ein USB-B-3.0-Anschluss sowie ein HDMI-Port zum Einsatz, wodurch sich zwei Rechner an zwei Monitore anschließen lassen.

An WQHD-Monitoren sind bis zu 165 Hz möglich, während 4K-Bildschirme dank HDMI 2.1 mit bis zu 120 Hz betrieben werden können. Theoretisch unterstützt das Gerät sogar 8K, auch wenn entsprechende Geräte derzeit noch selten und kostspielig sind.

Achtung: Für die volle Funktionalität müssen beide Rechner sowohl per HDMI als auch Displayport angeschlossen werden. Andernfalls funktioniert nur ein Monitor, da die Anschlüsse in Reihe durchgereicht werden. Es findet keine Konvertierung zwischen HDMI und DP statt, was bei der Konfiguration zu beachten ist.

Zum Lieferumfang gehört auch ein kabelgebundener Druckknopf, der über einen Klinkenstecker angeschlossen wird und eine bequeme Umschaltung zwischen den Rechnern ermöglicht, ohne direkt am Gerät hantieren zu müssen.

Praxistest

Im praktischen Einsatz überzeugt der VPFCT VP-SW222 auf ganzer Linie. Der Wechsel zwischen den angeschlossenen Rechnern erfolgt schnell und reibungslos, sowohl über den Taster am Gehäuse als auch über den mitgelieferten externen Druckknopf. Die Bildqualität ist in allen getesteten Auflösungen und Bildwiederholraten einwandfrei, ohne sichtbare Verzögerungen oder Artefakte.

In unserem Test der Datenübertragung konnten wir eine 5 GB große Datei über die USB-3.0-Ports mit bis zu 400 MB/s in wenigen Sekunden übertragen, was die Leistungsfähigkeit des Geräts unterstreicht. Auch bei längerer Nutzung bleibt der Switch kühl und arbeitet zuverlässig.

Preis

Bei Amazon kostet der VPFCT VP-SW222 normalerweise 97 Euro, aktuell bekommt man ihn aber bereits für 80 Euro. Um auf den Preis zu kommen, muss man den 27-Euro-Coupon auf der Produktseite anwählen.

Fazit

Der VPFCT VP-SW222 überzeugt als günstiger KVM-Switch mit überraschend guter Leistung. Für nur 70 Euro bietet er den Anschluss von zwei PCs an zwei Monitore, 4K bei 120 Hz, USB-3.0-Datenübertragung und zuverlässige Umschaltung. Der einzige nennenswerte Nachteil ist die fehlende Konvertierung zwischen HDMI und Displayport. Insgesamt erweist sich der VP-SW222 als klarer Testsieger und ist ideal, wenn man zwei Rechner an zwei Monitoren betreiben und dabei nicht auf Qualität und Leistung verzichten möchte.

Delock 11485 KVM-Switch im Test: Kompakt und für Multi-Monitor-Setups

Der Delock 11485 KVM-Switch ermöglicht, zwei Computer mit USB-C-Anschlüssen an HDMI- und Displayport-Monitore anzuschließen. Dank Multi-Stream-Transport (MST) unterstützt er unter Windows den Betrieb von zwei Monitoren gleichzeitig. Ob der Switch überzeugt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • kompakte Bauweise
  • attraktiver Preis
  • mit USB-C

NACHTEILE

  • nur USB-2.0-Geschwindigkeit
  • keine MST-Unterstützung für macOS  
  • begrenzte Bildwiederholfrequenz bei höheren Auflösungen

Der Delock 11485 KVM-Switch ermöglicht, zwei Computer mit USB-C-Anschlüssen an HDMI- und Displayport-Monitore anzuschließen. Dank Multi-Stream-Transport (MST) unterstützt er unter Windows den Betrieb von zwei Monitoren gleichzeitig. Ob der Switch überzeugt, zeigt unser Test.

Mit dem Delock 11485 präsentiert der Hersteller einen besonders kompakten KVM-Switch, der sich durch seine Vielseitigkeit auszeichnet. Das Gerät misst lediglich 115 × 54 × 12 mm und ist damit der kleinste Vertreter seiner Art. Es richtet sich an Nutzer, die zwei Computer mit USB-C-Anschlüssen (DP Alt Mode) effizient an einen HDMI- und einen DisplayPort-Monitor anschließen möchten. Besonders interessant ist die Unterstützung von Multi-Stream Transport (MST), was unter Windows den gleichzeitigen Betrieb von zwei Monitoren ermöglicht – ein Feature, das in dieser Preisklasse selten ist.

Das Aluminiumgehäuse in Anthrazit wirkt hochwertig und sorgt für Stabilität sowie eine gute Wärmeableitung. Neben den Videoanschlüssen bietet der Switch drei USB-2.0-Ports für Peripheriegeräte wie Maus, Tastatur oder USB-Sticks. Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über ein USB-C-Kabel, das im Lieferumfang enthalten ist, oder über ein optionales Netzteil. Mit einem Preis von etwa 109 Euro positioniert sich der Delock 11485 als erschwingliche Option für Nutzer, die Effizienz und Funktionalität suchen.

Optik & Verarbeitung

Das Design des Delock 11485 ist minimalistisch und funktional gehalten. Das Gehäuse besteht aus robustem Aluminium in Anthrazit, was nicht nur eine hochwertige Haptik vermittelt, sondern auch zur Wärmeableitung beiträgt. Mit seinen kompakten Maßen fügt sich der Switch unauffällig auf jedem Schreibtisch ein und eignet sich auch für mobile Einsätze.

Die Umschalttaste am Gehäuse ermöglicht einen schnellen Wechsel zwischen den beiden angeschlossenen Computern und liefert ein angenehmes haptisches Feedback. Dezente LED-Anzeigen informieren über den aktiven Eingang und sind auch bei heller Umgebung gut sichtbar. Insgesamt hinterlässt der Delock 11485 einen robusten Eindruck, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Anschlüsse & Funktionen

Eingangsseitig verfügt der KVM-Switch Delock 11485 über zwei USB-C-Anschlüsse (mit DP-Alt-Mode) zur Verbindung mit Computern sowie einen zusätzlichen USB-C-Port zur Stromversorgung. Ausgangsseitig stehen ein HDMI-Port, ein DisplayPort sowie drei USB-2.0-Typ-A-Anschlüsse zur Verfügung.

Die maximale Auflösung beträgt bei einem einzelnen Monitor bis zu 7680 × 4320 Pixel bei 30 Hz oder bei zwei Monitoren jeweils 3840 × 2160 Pixel bei 60 Hz. Dank MST können Windows-Nutzer erweiterte Desktop-Konfigurationen nutzen, wobei die Monitore entweder gespiegelt oder erweitert betrieben werden können.

Die Stromversorgung erfolgt über ein mitgeliefertes USB-C-Kabel; alternativ kann man ein Netzteil verwenden, falls kein freier USB-A-Port verfügbar ist. Der Wechsel zwischen den beiden Computern erfolgt per Knopfdruck direkt am Gerät.

Ein Nachteil des Geräts ist die begrenzte Datenübertragungsrate der USB-2.0-Anschlüsse von etwa 45,7 MB/s, was für größere Datenmengen nicht ideal ist.

Praxistest

Im Praxistest überzeugt der Delock 11485 durch seine zuverlässige Leistung und einfache Bedienung. Die Bildqualität ist sowohl bei WQHD-Auflösungen mit bis zu 165 Hz als auch bei 4K mit stabilen 60 Hz hervorragend. Der Wechsel zwischen den Computern funktioniert schnell und ohne Verzögerungen – ideal für Arbeitsumgebungen mit mehreren Geräten.

Die Datenübertragung über die USB-2.0-Anschlüsse reicht für alltägliche Anwendungen wie Maus oder Tastatur aus, zeigt jedoch Schwächen bei größeren Datenmengen aufgrund der begrenzten Geschwindigkeit. Unsere Testdatei mit 5 GB benötigt somit über zwei Minuten, bis sie auf dem Rechner ist. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Abhängigkeit von Windows, ohne welches nur ein Bildschirm nutzbar ist.

Insgesamt liefert der Delock 11485 eine solide Performance und erfüllt die Anforderungen vieler Nutzer im Alltag zuverlässig.

Preis

Aktuell ist der Delock 11485 ab etwa 109 Euro. Zwischenzeitlich lag der Preis bei über 122 Euro.

Fazit

Der Delock 11485 ist ein durchdachter KVM-Switch, der vorwiegend durch seine kompakte Größe und vielseitigen Funktionen überzeugt. Für Nutzer, die zwei Computer an einen oder zwei Monitore anschließen möchten, bietet das Gerät eine solide Lösung zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Einschränkungen wie die begrenzte Datenübertragungsrate oder die Abhängigkeit von Windows sollte man vor dem Kauf bedenken.

Ugreen KVM-Switch mit HDMI im Test: Preis-Leistungs-Kracher für 40 Euro

Der Ugreen KVM-Switch ist eine günstige und überraschend hochwertige Option für alle, die zwei Computer an einem Monitor betreiben möchten. Ob der Switch für 40 Euro eine vernünftige Option ist und was er bietet, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • hochwertige Verarbeitung mit Aluminiumgehäuse
  • kompakte Größe und einfache Installation

NACHTEILE

  • keine Unterstützung für Dual-Monitor-Setups
  • keine Power-Delivery-Unterstützung
  • nur HDMI, kein Display Port

Der Ugreen KVM-Switch ist eine günstige und überraschend hochwertige Option für alle, die zwei Computer an einem Monitor betreiben möchten. Ob der Switch für 40 Euro eine vernünftige Option ist und was er bietet, zeigt unser Test.

Der Ugreen KVM-Switch zählt zu den günstigsten Modellen auf dem Markt und zielt auf Nutzer ab, die eine einfache Möglichkeit suchen, zwei Computer mit einem Monitor und Peripheriegeräten zu verbinden. Mit einem Preis von 40 Euro positioniert sich das Gerät im Einstiegssegment, bietet jedoch Ausstattungsmerkmale, die man oft in nur höheren Preisklassen findet.

Ugreen geht hier einen minimalistischen, aber funktionalen Weg. Ob der günstige Preis Kompromisse erfordert und wie sich der Switch im Alltag schlägt, zeigen wir im Test.

Optik & Verarbeitung

Das Gehäuse des Ugreen KVM-Switch besteht aus Aluminium und hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Die matte Oberfläche ist unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken, und die kompakten Abmessungen sorgen dafür, dass der Switch auf jedem Schreibtisch Platz findet. Die Verarbeitungsqualität überrascht in dieser Preisklasse positiv, was den Ugreen-Switch aus der Masse der günstigen Modelle heraushebt.

Anschlüsse & Funktionen

Der Ugreen KVM-Switch bietet HDMI-Anschlüsse für die Videoausgabe und unterstützt Auflösungen bis zu 4K bei 60 Hz – ausreichend für die meisten Nutzer, die Wert auf eine flüssige Darstellung legen.

Peripheriegeräte wie Maus und Tastatur lassen sich über die USB-A-Ports verbinden. Dank des USB-3.0-Standards sind Datenübertragungsraten von bis zu 400 MB/s möglich. Besonders praktisch: Ein USB-C-Port dient der Stromversorgung, sodass kein zusätzliches Netzteil nötig ist.

Ein weiterer Pluspunkt ist der Mini-USB-Anschluss, an den man optional einen externen Druckknopf zum Umschalten zwischen den PCs anschließen kann.

Praxistest

Im Alltagstest zeigte der Ugreen KVM-Switch eine solide Performance. Das Umschalten zwischen zwei Computern erfolgte zwar nicht blitzschnell, aber stets zuverlässig. Ein leichter Zeitversatz von etwa bis zu fünf Sekunden ist zu verschmerzen, primär angesichts des günstigen Preises.

Die Bildqualität überzeugte: Weder bei Texten noch bei Videos traten Störungen oder Verzögerungen auf. Auch bei der Nutzung einer Gaming-Maus und einer mechanischen Tastatur gab es keine Einschränkungen. Lediglich Nutzer, die hoch spezialisierte Anforderungen wie eine Bildwiederholrate von 120 Hz oder mehr haben, stoßen hier an ihre Grenzen. Was die USB-Geschwindigkeit angeht, konnten wir eine 5 GB große Datei in wenigen Sekunden übertragen.

Preis

Der Ugreen-KVM-Switch gehört zu den günstigsten auf dem Markt. Aktuell bekommt man ihn schon für 40 Euro bei Amazon.

Fazit

Der Ugreen KVM-Switch ist ein hervorragender Einstieg. Mit seiner soliden Verarbeitung, schnellen Datenübertragung und einem unschlagbaren Preis ist er besonders für Gelegenheitsnutzer eine klare Empfehlung. Einschränkungen wie die fehlende Unterstützung für Dual-Monitor-Setups oder Power Delivery sind angesichts des Preises verschmerzbar. Als KVM-Switch für einen Monitor ist er aber wirklich gut.

KVM-Switch mit HDMI für zwei Monitore kostet unter 50 Euro: Unitek V1312 im Test

Der Unitek V1312 ist ein günstiger Dual-Monitor-KVM-Switch mit zweimal HDMI 2.0 pro PC und drei USB-A-3.0-Ports für aktuell 48 Euro. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • günstiger Preis
  • Aluminiumgehäuse, gute Verarbeitung
  • externer Schalter mit Klebefläche im Lieferumfang
  • Powerbutton zum kompletten Abschalten

NACHTEILE

  • nur HDMI 2.0, kein Displayport oder USB-C
  • kein Power Delivery für Laptops

Der Unitek V1312 ist ein günstiger Dual-Monitor-KVM-Switch mit zweimal HDMI 2.0 pro PC und drei USB-A-3.0-Ports für aktuell 48 Euro. Wir haben ihn getestet.

Wer zwei Rechner an gleich zwei Monitoren betreiben möchte, ohne dafür dreistellige Beträge auszugeben, sollte sich den Unitek V1312 genauer ansehen. Der wertig verarbeitete KVM-Switch verbindet zwei Computer mit zwei HDMI-Monitoren und stellt drei USB-A-3.0-Ports für Peripheriegeräte bereit. Im normalen Verkauf kostet er rund 60 Euro, mit dem aktuell aktivierbaren 20-Prozent-Coupon sind es nur 48 Euro. Damit gehört er zu den günstigsten Vertretern seiner Klasse, denn andere Dual-Monitor-KVMs kosten je nach Anschlussauswahl schnell weit über 100 Euro. Die Installation klappt nach dem Plug-and-Play-Prinzip ohne Treiberinstallation.

Wie er sich in der Praxis schlägt, haben wir getestet. Das Testgerät haben wir selbst erworben.

Design & Verarbeitung

Der Unitek V1312 setzt auf ein schlichtes, aber wertiges Aluminiumgehäuse. Lediglich die Bereiche um die Anschlüsse vorne und hinten sind mit schwarzem Kunststoff verkleidet – das mindert den Eindruck aber kaum, denn die Haptik bleibt insgesamt angenehm. Verarbeitungsmängel finden wir keine, die Kanten sind sauber gearbeitet und nichts knarzt oder wackelt.

An der Vorderseite sitzen der Umschaltknopf sowie ein Powerbutton. Mit diesem lässt sich der Switch im Nichtgebrauch komplett abschalten, sodass alle angeschlossenen Peripheriegeräte stromlos sind. Im normalen Standby zieht das Gerät rund 1,5 W aus der Steckdose – ein moderater Wert.

Im Lieferumfang steckt zudem ein kabelgebundener Druckknopf mit Klebefläche. Den kann man bequem unter oder seitlich am Schreibtisch anbringen und so den Switch aus der Distanz auslösen. Strom bezieht der V1312 über das mitgelieferte 5-V-2-A-Netzteil mit DC-Rundstecker. Insgesamt wirkt das Paket aus Aluminiumgehäuse und externem Schalter überraschend wertig für die Preisklasse.

Anschlüsse & Funktionen

Auf der Rückseite gibt es für jeden der beiden PCs jeweils zwei HDMI-2.0-Eingänge – also vier Eingänge insgesamt – sowie zwei HDMI-Ausgänge für die beiden Monitore.. Damit lassen sich beide Rechner gleichzeitig mit zwei Bildschirmen verbinden und per Knopfdruck umschalten. Die USB-Anbindung zu den Computern erfolgt über zwei USB-Typ-B-Anschlüsse, wofür Unitek auch zwei passende USB-A-auf-USB-B-Kabel beilegt.

Für Peripherie wie Maus, Tastatur oder einen USB-Stick stehen drei USB-A-3.0-Ports mit 5 GBit/s bereit. Damit ist der V1312 fit für moderne Eingabegeräte, externe Festplatten oder SSDs. HDCP 2.2 wird unterstützt, ebenso HDR und 3D.

Beim Thema Bildausgabe muss man die Einordnung allerdings realistisch vornehmen: HDMI 2.0 ist heute kein Highlight mehr, sondern der untere Standard. Aktuelle Grafikkarten und moderne Monitore arbeiten längst mit HDMI 2.1, und mit HDMI 2.2 steht die nächste Generation in den Startlöchern. Displayport wäre für ein zukunftssicheres Dual-Monitor-Setup oft die bessere Wahl gewesen, da er mehr Bandbreite bietet – ist aber je nach Endgerät weniger verbreitet, gerade bei Laptops und Konsolen. Laut Hersteller sind Auflösungen bis 4K bei 144 Hz möglich, ebenso 2K und 1080p. Diese Spitzenwerte gelten allerdings nur beim Betrieb eines einzelnen Monitors.

Wichtig zu wissen: Wer zwei 4K-Monitore parallel mit 120 Hz betreiben will, stößt an Grenzen. In diesem Szenario wird je nach Bildwiederholrate die Auflösung reduziert – ein Monitor fällt dann auf WQHD, der andere auf Full HD herab. Das ist der begrenzten Bandbreite von HDMI 2.0 geschuldet. Bei nur einem Monitor mit 4K oder einem mit hoher Bildwiederholrate gibt es hingegen keine Probleme.

Ein weiterer Punkt, der für viele Nutzer relevant ist: USB-C fehlt. Wer also einen gemeinsamen Arbeitsplatz mit Laptop und Gaming-PC betreiben möchte, kann den V1312 zwar grundsätzlich nutzen, muss sich beim Laptop aber mit weniger Komfort arrangieren. Im Zweifel hilft ein günstiger USB-C-Hub (Bestenliste), an dem HDMI und USB-A dauerhaft eingesteckt bleiben – so spart man sich das ständige Umstecken aller Kabel, wenn man den Laptop abseits des Arbeitsplatzes nutzen möchte. Was dem V1312 standardmäßig fehlt, ist eben der Komfort, den USB-C als ein Kabel für alles bietet. Auch Power Delivery zur Stromversorgung des Laptops ist nicht an Bord.

Unitek V1312 – KVM-Switch mit anklebbarem Umschaltknopf

Geschaltet wird wahlweise über den Druckknopf am Gehäuse oder über den externen, kabelgebundenen Schalter mit Klebefläche. Eine Hotkey-Steuerung über die Tastatur oder eine Fernbedienung gibt es nicht. Treiber sind nicht erforderlich – einstecken, einschalten, fertig.

Praxistest

Im Alltag macht der Unitek V1312 einen rundum soliden Eindruck. Der Wechsel zwischen den beiden PCs gelingt zügig und ohne Verbindungsabbrüche. Maus und Tastatur stehen nach kurzer Verzögerung am jeweils aktiven Rechner bereit.

Auch beim Test der Datenübertragung mit unserer 5 GB großen Testdatei schlägt sich der Switch gut. Unter Windows erreichen wir in der Spitze 323 MB/s und übertragen die Datei in 15,61 Sekunden. An einem Laptop mit Fedora-Linux klappt es sogar mit 447 MB/s in der Spitze – die Datei ist nach 11,43 Sekunden komplett übertragen. Auch der Betrieb hochauflösender Monitore mit hoher Bildwiederholrate klappt im Test problemlos, solange man die oben beschriebene Bandbreitengrenze beachtet.

Preis

Regulär kostet der Unitek V1312 rund 60 Euro. Aktuell lässt sich auf der Amazon-Produktseite ein 20-Prozent-Coupon aktivieren, wodurch der Preis auf 48 Euro fällt. Damit zählt er zu den preiswertesten Dual-Monitor-KVMs überhaupt – die Konkurrenz mit ähnlicher Ausstattung verlangt oft das Doppelte oder mehr.

Fazit

Der Unitek V1312 ist ein überzeugender Dual-Monitor-KVM-Switch für preisbewusste Nutzer. Er bietet zwei HDMI-Ausgänge, drei USB-A-3.0-Ports und schaltet zuverlässig zwischen zwei Rechnern um. Die Datenübertragung erreicht im Test starke 323 MB/s unter Windows und sogar 447 MB/s unter Linux. Die Verarbeitung aus Aluminium ist wertig, der externe Schalter mit Klebefläche praktisch und der Powerbutton zum vollständigen Abschalten ein willkommenes Extra.

Den größten Wermutstropfen stellt der HDMI-2.0-Standard dar. Er ist heute klar der untere Standard, da HDMI 2.1 längst verfügbar ist und HDMI 2.2 bereits ansteht. Auch Displayport wäre für ein modernes Dual-Monitor-Setup die zukunftssicherere Wahl gewesen. Zwei 4K-Monitore mit jeweils 120 Hz parallel sind nicht drin – je nach Endgerät wird dann ein Bildschirm oder gar beide auf eine niedrigere Auflösung heruntergeregelt. USB-C samt Power Delivery fehlt zudem als vielseitiger Universalanschluss. Das macht den V1312 für Laptop-Nutzer zwar nicht unbrauchbar, denn ein zusätzlicher USB-C-Hub (Bestenliste) gleicht das aus. Der Komfort einer echten ‚Ein-Kabel-Lösung‘ bleibt aber Modellen jenseits der 100 Euro vorbehalten. Auch eine Hotkey-Steuerung oder Fernbedienung gibt es nicht.

Für den aufgerufenen Preis von 48 Euro mit Coupon sind das aber verschmerzbare Punkte. Wer einen günstigen, ehrlich ausgestatteten Dual-Monitor-KVM sucht, macht hier nichts falsch.

Suidek 1311A im Test: Hochwertiger KVM-Switch mit HDMI & Displayport überzeugt

Der KVM-Switch Suidek V1311A verbindet zwei PCs mit zwei Monitoren per HDMI und Displayport. Wir haben das Modell im Test geprüft.

VORTEILE

  • HDMI und Displayport
  • hochwertiges Aluminiumgehäuse
  • externer Desktop-Controller im Lieferumfang
  • schnelle USB-3.0-Übertragung bis 433 MB/s

NACHTEILE

  • nur HDMI 2.0
  • kein USB-C mit Power Delivery
  • keine Konvertierung zwischen HDMI und DP

Der KVM-Switch Suidek V1311A verbindet zwei PCs mit zwei Monitoren per HDMI und Displayport. Wir haben das Modell im Test geprüft.

Der Suidek V1311A ist ein KVM-Switch, der auf den ersten Blick wie ein Zwilling des Unitek V1312 wirkt. Beide setzen auf das gleiche schlichte Aluminiumgehäuse, beide bieten Platz für zwei Computer und zwei Monitore. Doch während der Unitek ausschließlich auf HDMI setzt, geht der Suidek einen flexibleren Weg: Er kombiniert HDMI und Displayport. Das eröffnet ein paar interessante Möglichkeiten beim Anschluss von Monitoren.

Dank Displayport 1.4 lassen sich am Hauptmonitor höhere Bildwiederholraten und Auflösungen ausgeben, während HDMI 2.0 für den Zweitmonitor genutzt werden kann. Für ambitionierte Gamer ist HDMI 2.0 zwar zu langsam für sehr hohe Bildwiederholraten, im Büroalltag und im Zusammenspiel mit Displayport spielt das aber kaum eine Rolle. Das Modell richtet sich an alle, die Wert auf flexible Anschlussmöglichkeiten legen, ohne gleich zur 200-Euro-Klasse greifen zu müssen.

Aktuell bekommt man den Suidek V1311A für 65 Euro auf Amazon. Wir haben ihn in der Praxis getestet. Das Testgerät haben wir selbst erworben.

Design & Verarbeitung

Der Suidek V1311A sieht dem Unitek V1312 zum Verwechseln ähnlich. Das schlichte Aluminiumgehäuse misst kompakte 13 × 6,2 × 2,9 cm und kommt in Dunkelgrau daher. Lediglich die Bereiche um die Anschlüsse vorne und hinten sind mit schwarzem Kunststoff verkleidet. Das mindert den hochwertigen Eindruck aber kaum, denn die Haptik bleibt angenehm und das Metall sorgt für eine solide Wärmeableitung.

Verarbeitungsmängel finden wir keine. Die Kanten sind sauber gearbeitet, nichts knarzt oder wackelt. An der Vorderseite sitzen zwei Tasten: der Umschaltknopf zwischen den beiden Rechnern und ein Powerbutton. Letzterer ist eine angenehme Besonderheit, denn damit lässt sich der Switch im Nichtgebrauch komplett abschalten. Alle angeschlossenen Peripheriegeräte sind dann stromlos. Im normalen Standby zieht das Gerät rund 0,7 W aus der Steckdose – ein eher geringer Wert, der sich aber durch Ausschalten am Powerknopf vermeiden lässt. Insgesamt wirkt der Switch wertig und unaufdringlich, fügt sich also problemlos in jedes Schreibtisch-Setup ein.

Anschlüsse & Funktionen

Der Suidek V1311A ist auf zwei PCs und zwei Monitore ausgelegt. Pro Rechner gibt es jeweils einen HDMI- und einen Displayport-Eingang, ausgangsseitig stehen je ein HDMI- und ein Displayport-Ausgang für die Monitore bereit. Wichtig: HDMI-Eingang wird auf HDMI-Ausgang durchgereicht, Displayport-Eingang auf Displayport-Ausgang. Eine Konvertierung zwischen den Standards findet nicht statt – wer beide Monitore an beiden Rechnern nutzen will, muss also auch beide Kabeltypen jeweils anschließen. Konvertierungskabel zwischen HDMI und Displayport empfiehlt der Hersteller ausdrücklich nicht.

Bei den Auflösungen unterstützt der Switch bis zu 4K bei 60 Hz, abwärtskompatibel zu 4K bei 30 Hz und 1080p. Sowohl der erweiterte Desktop-Modus als auch der Spiegelmodus sind möglich. EDID wird allerdings nicht unterstützt, was bei einigen Setups zu beachten ist. Auch im Ruhemodus funktioniert das Umschalten nicht. Ein angeschlossener Laptop kann nicht gleichzeitig zwei Monitore ausgeben.

Für Peripherie gibt es drei USB-A-3.0-Ports, die mit bis zu 5 GBit/s arbeiten. Hier schließt man Maus, Tastatur, Drucker, externe Festplatten oder eine Webcam an. Mit dabei sind außerdem ein Audio- und ein Mikrofonanschluss (je 3,5 mm Klinke), damit lässt sich auch das Headset bequem mit umschalten.

Umgeschaltet wird entweder per Knopfdruck am Gehäuse oder über einen mitgelieferten kabelgebundenen Desktop-Controller. Diesen kann man flexibel am Schreibtisch platzieren.

Suidek V1311A – Umschaltknopf

Zum Lieferumfang gehören neben dem Switch selbst zwei USB-A-auf-USB-B-Kabel für die Rechnerverbindung, der Desktop-Controller, ein 5-V-Netzteil mit Rundhohlstecker sowie eine Bedienungsanleitung. Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Netzteile mit mehr als 5 V verwendet werden sollten und der Adapter während des Betriebs angeschlossen bleiben muss.

Praxistest

Im Alltag arbeitet der Suidek V1311A unauffällig und zuverlässig. Der Wechsel zwischen den Rechnern klappt zügig per Knopf am Gehäuse oder über den externen Controller. Bildaussetzer oder Artefakte konnten wir nicht feststellen.

Bei der Datenübertragung mit unserer 5 GB großen Testdatei zeigt sich der USB-3.0-Standard von seiner soliden Seite. Unter Windows wandert die Datei in 14,67 Sekunden vom PC auf die externe Festplatte und in 12,17 Sekunden zurück, mit Spitzenwerten von bis zu 334 MB/s. Zwischen unserem Fedora-Linux-Laptop und der externen SSD geht es noch flotter: 12,11 Sekunden für die Übertragung hin (bis zu 433 MB/s) und 19,04 Sekunden zurück (bis zu 277 MB/s). Damit reicht die Performance locker für Backups, Dateitransfers und den Betrieb externer SSDs.

Preis

Der Suidek V1311A kostet aktuell 65 Euro auf Amazon, in der Vergangenheit fiel der Preis schon mal auf 58 Euro. Damit ordnet er sich im Mittelfeld ein, liegt aber deutlich über dem ähnlichen Unitek V1312 für 48 Euro.

Fazit

Der Suidek V1311A ist ein solider KVM-Switch für alle, die Wert auf die Kombination aus HDMI und Displayport legen. Die Verarbeitung ist tadellos, das Aluminiumgehäuse hochwertig, der externe Desktop-Controller praktisch im Alltag. Die USB-3.0-Geschwindigkeiten überzeugen mit bis zu 433 MB/s, die Bildübertragung mit 4K bei 60 Hz reicht für die meisten Anwender aus. Pluspunkt ist der Powerbutton, mit dem sich der Switch komplett abschalten lässt.

Kritisch sehen wir das veraltete HDMI 2.0 und das Fehlen von USB-C mit Power Delivery. Beides gibt es aber realistisch betrachtet erst in deutlich höheren Preisklassen. Wer den Komfort haben will, mit nur einem Kabel den Laptop anzustecken und gleichzeitig zu laden, muss schnell dreistellig investieren. Gerade für mobile Laptop-Nutzer, die das Gerät auch unterwegs einsetzen, wäre das praktisch, weil man nicht jedes Kabel einzeln stecken und ziehen muss. Eine günstigere Alternative ist die Kombination aus dem Suidek-Switch und einem USB-C-Hub (Bestenliste), an den HDMI, Displayport und USB-A gesteckt werden. So hat man am Laptop ebenfalls nur ein einziges Kabel – und das oft günstiger als ein vollwertiger KVM-Switch mit USB-C und PD.

Unterm Strich ist der Suidek V1311A ein empfehlenswerter KVM-Switch für stationäre Dual-Monitor-Setups mit zwei klassischen Rechnern, der mit seiner flexible Anschlusswahl und Zuverlässigkeit besticht. Der größte Knackpunkt bleibt der Preis: Wer auf den Displayport-Ausgang verzichten kann, fährt mit dem baugleichen Unitek V1312 für 17 Euro weniger besser. Wer hingegen die Kombination aus HDMI und DP braucht und keinen Laptop per USB-C laden muss, bekommt hier ein rundes Paket ohne Schwächen im Alltag. Für uns landet er damit im guten Mittelfeld – nicht der günstigste, nicht der technisch aufregendste, aber ein zuverlässiger Allrounder.

Digitus KVM-Switch 2-Port im Test: Mit HDMI und Displayport für 120 Euro

Der Digitus KVM-Switch 2-Port ist mit einem Preis von 102 Euro noch recht günstig und bietet dafür viel Ausstattung. Wie gut er ist, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • hochwertige Verarbeitung aus Metall
  • flexible Umschaltmöglichkeiten (Knopf, Hotkey, Fernbedienung)
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • kein Dual-Monitor-Betrieb
  • lauter Signalton beim Umschalten
  • kein USB-C

Der Digitus KVM-Switch 2-Port ist mit einem Preis von 102 Euro noch recht günstig und bietet dafür viel Ausstattung. Wie gut er ist, zeigt unser Test.

KVM-Switches (Keyboard, Video, Mouse) sind unverzichtbare Helfer für alle, die mehrere Computer gleichzeitig nutzen. Der Digitus KVM-Switch 2-Port, 4K60Hz ermöglicht es, zwei PCs mit nur einem Set aus Monitor, Tastatur und Maus zu bedienen. Das kompakte Gerät unterstützt dabei eine maximale Auflösung von 4096 × 2160 Pixeln bei flüssigen 60 Hz und bietet sowohl Displayport- als auch HDMI-Ausgänge. Mit einem Preis von etwa 102 Euro positioniert sich der Switch im mittleren Preissegment und verspricht ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch wie schlägt er sich im Alltag?

Optik & Verarbeitung

Das Gehäuse des Digitus KVM-Switch besteht aus robustem Metall und vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Mit Abmessungen von 178 × 75 × 29 mm und einem Gewicht von knapp 373 g ist das Gerät kompakt genug für den Schreibtisch oder eine Wandmontage. Die klar beschrifteten Anschlüsse erleichtern die Installation erheblich. An der Front befinden sich Status-LEDs, die die aktive Verbindung anzeigen, sowie zwei USB-3.0-Anschlüsse für zusätzliche Peripheriegeräte.

Das Design ist funktional und schlicht gehalten, ohne auffällige Elemente. Die Verarbeitung überzeugt durch saubere Kanten und eine solide Konstruktion. Die mitgelieferte IR-Fernbedienung ist klein, handlich und praktisch für den Einsatz in schwer zugänglichen Bereichen.

Anschlüsse & Funktionen

Der Digitus KVM-Switch bietet zwei DisplayPort-Eingänge sowie je einen HDMI- und DisplayPort-Ausgang. Damit können zwei Computer an einen Monitor angeschlossen werden – allerdings unterstützt das Gerät nur Single-Monitor-Setups. Für Dual-Monitor-Arbeitsplätze ist dieser Switch daher nicht geeignet.

Zusätzlich verfügt der Switch über zwei USB-B-Anschlüsse zur Verbindung mit den Computern sowie zwei USB-3.0-Anschlüsse an der Vorderseite für Peripheriegeräte wie externe Festplatten oder USB-Sticks. Die Datenübertragungsrate beträgt dabei bis zu beeindruckenden 400 MB/s – ideal für schnelle Dateiübertragungen.

Auch Audioanschlüsse sind vorhanden: Zwei Mikrofoneingänge und zwei Kopfhörerausgänge ermöglichen die Nutzung von Audiogeräten an beiden PCs. Die Umschaltung zwischen den Computern erfolgt wahlweise über den Schalter am Gerät, Hotkeys auf der Tastatur oder die mitgelieferte IR-Fernbedienung.

Der Digitus KVM-Switch überzeugt durch seine hohe Bildqualität und flexible Bedienung. Er unterstützt UHD-Auflösungen bis zu 4K bei 60 Hz und bietet vielseitige Anschlussmöglichkeiten wie zwei USB-3.0-Ports für Peripheriegeräte. Die Umschaltung zwischen den Computern erfolgt bequem per Knopfdruck, Hotkey oder IR-Fernbedienung. Besonders für Nutzer mit begrenztem Platz oder wechselnden Arbeitsplätzen ist der Switch eine effiziente und platzsparende Lösung. Alle, die zwei Monitore gleichzeitig nutzen wollen, benötigen allerdings einen anderen KVM. Ein kleiner Kritikpunkt: Das Piepen bei jedem Knopfdruck ist auf Dauer anstrengend.

Praxistest

Im Alltagstest zeigt der Digitus KVM-Switch eine zuverlässige Leistung. Der Wechsel zwischen den Computern klappt schnell und ohne Verzögerungen – sowohl per Knopfdruck als auch über die Fernbedienung oder Hotkeys. Die Bildqualität ist gut: WQHD-Auflösungen bei 165 Hz sowie UHD-Auflösungen bei 60 Hz werden problemlos unterstützt. Die Übertragung der Testdatei mit 5 GB gelingt in etwa zwölf Sekunden.

Preis

Aktuell bekommt man den Digitus KVM-Switch 2-Port für faire 102 Euro. Zum Testzeitpunkt am 15. März 2024 kostete er mit 114 Euro unwesentlich mehr.

Fazit

Der Digitus KVM-Switch 2-Port, 4K60Hz ist eine solide Wahl für Nutzer mit einfachen Anforderungen an ein Single-Monitor-KVM-System. Er punktet mit seiner einfachen Bedienung, schnellen Umschaltzeiten und einer hervorragenden Bildqualität bei UHD-Auflösungen. Einschränkungen wie die fehlende Dual-Monitor-Unterstützung sollten jedoch vor dem Kauf bedacht werden. Insgesamt bietet das Gerät ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eignet sich besonders für Büros oder Homeoffice-Arbeitsplätze mit begrenztem Platzangebot.

KVM-Switch Ugreen CM695 im Test: Mit Displayport bis 8K für einen Monitor

Der Ugreen CM695 schaltet einen Monitor zwischen zwei Rechnern um und beherrscht dank Displayport 1.4 Auflösungen bis 8K bei 60 Hz. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • Displayport 1.4 mit 8K bei 60 Hz oder 4K bei 120 Hz
  • hochwertiges Aluminiumgehäuse
  • Drei USB-A- und ein USB-C-Port für Peripherie

Der Ugreen CM695 schaltet einen Monitor zwischen zwei Rechnern um und beherrscht dank Displayport 1.4 Auflösungen bis 8K bei 60 Hz. Wir haben ihn getestet.

Der Ugreen CM695 richtet sich an Nutzer mit Single-Monitor-Setup, die zwei Rechner – etwa Arbeitslaptop und Gaming-PC – an einem hochauflösenden Bildschirm betreiben. Das Modell kostet 65 Euro bei Amazon und setzt komplett auf Displayport 1.4. Damit sind 8K bei 60 Hz oder 4K bei 120 Hz möglich. Der Standard ist nicht mehr taufrisch, hier aber sinnvoll gewählt: Viele Konkurrenten in dieser Preisklasse setzen auf HDMI oder kombinieren beide Anschlüsse – wer ohnehin nur Displayport nutzt, bekommt mit dem CM695 eine fokussierte Lösung ohne Anschluss-Wirrwarr. Wir haben den Switch in der Praxis eingesetzt und zeigen, wie er sich am Displayport-Monitor, bei der USB-Datenübertragung und in der täglichen Handhabung schlägt.

Der Hersteller hat uns den CM695 als Testmuster zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung

Der Ugreen CM695 kommt im flachen, grauen Aluminiumgehäuse daher, lediglich die Bereiche um die Anschlüsse sind in schwarzem Kunststoff gehalten. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, nichts knarzt oder wackelt. Der große, runde Umschaltknopf auf der Oberseite hat einen satten, sauberen Druckpunkt – beim Drücken gibt es kein unangenehmes Spiel.

Zusätzlich liefert Ugreen einen kabelgebundenen Druckknopf aus Kunststoff mit, der sich frei auf dem Schreibtisch platzieren lässt. Angeschlossen wird er über Mini-USB – nicht Micro-USB, was ungewöhnlich ist und beim Ersatzkabelkauf zu beachten ist.

Die flache Bauform fügt sich unauffällig in das Schreibtisch-Setup ein, und die Beschriftungen der Ports sind klar erkennbar. Im direkten Vergleich zum ähnlich teuren Suidek V1311A wirkt der CM695 noch einen Tick wertiger verarbeitet.

Anschlüsse & Funktionen

Der Ugreen CM695 ist als Single-Monitor-Switch ausgelegt. Eingangsseitig stehen zwei Displayport-Buchsen bereit, jeweils eine pro Rechner. Ausgegeben wird das Bild über einen einzelnen Displayport an den Monitor. Eine HDMI-Option fehlt komplett – wer einen reinen HDMI-Bildschirm betreibt, muss zu einem anderen Modell greifen.

Auf der USB-Seite zeigt sich der Switch zeitgemäß: Zwei USB-C-3.0-Ports dienen als Upstream zu den beiden Rechnern, drei USB-A-3.0-Buchsen und ein USB-C-3.0-Port stehen für Peripherie bereit. Alle USB-Anschlüsse arbeiten mit 5 GBit/s. Schade: Der USB-C-Downstream überträgt ausschließlich Daten. Bild- oder Stromübertragung an einen Laptop ist über diesen Port nicht möglich. Wer Power Delivery und Videosignal über ein einziges USB-C-Kabel will, muss zu deutlich teureren Modellen greifen.

Bei der Bildausgabe nennt Ugreen für den CM695 zwei Eckdaten: 8K bei 60 Hz und 4K bei 120 Hz. Beides sind die maximalen Werte, die der Hersteller offiziell freigibt. Für die 8K-Auflösung gibt Ugreen zudem eine wichtige Einschränkung an: Das verwendete Displayport-Kabel darf maximal 1 m lang sein und muss der AWG30-Spezifikation entsprechen. Auch Quelle und Monitor müssen 8K unterstützen. HDR ist möglich.

Ugreen CM695 – Umschaltknopf

Die Stromversorgung erfolgt per USB-C. Ein passendes Netzteil legt Ugreen nicht bei – schade, hier muss man auf vorhandenes Zubehör zurückgreifen oder nachkaufen. Umgeschaltet wird wahlweise über den Knopf am Gehäuse oder die mitgelieferte Kabelfernbedienung. Eine Hotkey-Funktion über die Tastatur oder eine Infrarot-Fernbedienung fehlt.

Praxistest

Im Test gibt der Ugreen CM695 ein sauberes Bild an unseren Displayport-Monitor aus, der Wechsel zwischen den Rechnern erfolgt zügig und ohne Bildfehler. Bei der USB-Datenübertragung mit unserer 5 GB großen Testdatei landet der Switch unter Windows bei 11,54 Sekunden mit bis zu 414 MB/s von der externen SSD zum PC, der Rückweg dauert 15,14 Sekunden bei maximal 313 MB/s. Am Linux-Laptop mit Fedora messen wir 12,16 Sekunden bei Spitzenwerten von 397 MB/s. Damit reizt der Switch die 5-GBit/s-Schnittstelle solide aus. Der mitgelieferte Kabel-Schalter funktioniert zuverlässig und reagiert prompt.

Preis

Der Ugreen CM695 kostet aktuell 65 Euro bei Amazon und liegt damit auf dem Niveau des Suidek V1311A. Dieser bietet zum gleichen Preis allerdings zwei Monitorausgänge mit HDMI und Displayport. Der Ugreen punktet dafür mit höherwertiger Verarbeitung und mehr USB-C-Ports. Echte Ein-Kabel-Lösungen mit Bild, Daten und Power Delivery über USB-C starten erst im dreistelligen Bereich.

Fazit

Der Ugreen CM695 ist ein hochwertig verarbeiteter KVM-Switch für Single-Monitor-Setups, der mit Displayport 1.4 bis zu 8K bei 60 Hz oder 4K bei 120 Hz ermöglicht. Das Aluminiumgehäuse macht einen wertigen Eindruck, der Umschaltknopf hat einen sauberen Druckpunkt, und die mitgelieferte Kabelfernbedienung bietet Flexibilität auf dem Schreibtisch. Die USB-3.0-Datenübertragung mit über 400 MB/s in der Spitze überzeugt im Praxistest.

Schade ist, dass kein Netzteil im Lieferumfang steckt und der USB-C-Downstream weder Bild noch Strom überträgt. Wer ein klassisches Single-Monitor-Setup mit Arbeitslaptop und Gaming-PC betreibt und einen Switch mit hoher Auflösung sucht, bekommt mit dem CM695 ein solides Gerät. Wer mehr Anschlussvielfalt zum gleichen Preis will, greift zum Suidek V1311A mit zwei Monitorausgängen.

HDMI, USB-A & Hotkey-Steuerung: Inline 2-fach Dual-HDMI 4K KVM-Switch im Test

Der Inline 2-fach Dual-HDMI 4K KVM-Switch bietet auf dem Datenblatt ein recht umfangreiches Gesamtpaket. Wir haben ihn auf Herz und Nieren getestet.

VORTEILE

  • Unterstützung von zwei Monitoren mit 4K-Auflösung
  • Multi-Plattform-Unterstützung
  • solide Verarbeitung
  • Audiofunktion für Mikrofon und Lautsprecher

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • langsame USB-Datenübertragung im Test
  • Piepton beim Wechseln der Geräte

Der Inline 2-fach Dual-HDMI 4K KVM-Switch bietet auf dem Datenblatt ein recht umfangreiches Gesamtpaket. Wir haben ihn auf Herz und Nieren getestet.

Beim Inline 2-fach Dual-HDMI 4K KVM-Switch lassen sich zwei Bildschirme und USB-Peripherie an zwei PCs anschließen. Besonders hervorzuheben ist die TTU-Emulationstechnologie im ASIC-Chip, die eine reibungslose Funktionalität mit verschiedensten modernen Eingabegeräten gewährleistet. Der Switch unterstützt außerdem Audioübertragungen über einen 2-Kanal-Stereo-Sound. Unser Test prüft Leistung, Bildqualität und Verarbeitung. Das Ergebnis überrascht.

Optik & Verarbeitung

Der Inline KVM-Switch präsentiert sich in einem unspektakulären, schwarzen Aluminiumgehäuse. Die mitgelieferten Kabel sind ausreichend lang für eine flexible Platzierung. Die Verarbeitung des Gehäuses zeigt keine Schwächen, es wirkt robust und gut verarbeitet. Ein Manko ist jedoch, dass die Hotkey-Funktion nur am dafür vorgesehenen Konsolen-USB-Port funktioniert, nicht aber über die USB-Hub-Ports.

Anschlüsse & Funktionen

Der KVM-Switch verfügt über zwei HDMI-2.0-Ausgänge, die es ermöglichen, zwei Monitore mit einer Auflösung bis zu 4K und 60 Hz zu betreiben. Für die PCs stehen jeweils auch zweimal HDMI 2.0 zur Verfügung. USB-Anschluss für Tastatur und Maus, zwei zusätzliche USB 3.0 (USB 3.2 Gen 1) Typ-A-Ports für Peripheriegeräte und einen 3,5mm Klinkenanschluss für Audio (Mikrofon und Lautsprecher). Die maximale Videoauflösung beträgt 3840×2160 (4K) bei 60 Hz pro Monitor. Mit höheren Bildwiederholraten kann er nicht arbeiten, was ihn für Gaming-Zubehör und Monitore mit Frequenzen über 120 Hz ungeeignet macht. Die Multi-Plattform-Unterstützung macht den Switch kompatibel mit PC und Mac.

Praxistest

Im praktischen Einsatz zeigt der Inline KVM-Switch gute Leistungen. Die Bildqualität auf 4K-Monitoren ist hervorragend, und der Wechsel zwischen den Computern erfolgt reibungslos, wenn auch von einem auf Dauer störenden Piepton begleitet. Schade: Die USB-Verbindung bereitete im Test mit unserem Standardkabel Probleme. Die Datenübertragung funktionierte erst mit einem anderen Kabel, allerdings nur mit einer Geschwindigkeit von ca. 40 MB/s.

Die Herstellerangaben mit 4K bei 60 Hz konnten wir im Test bestätigen. Auch die WQHD-Auflösung mit bis zu 144 Hz funktionierte einwandfrei.

Preis

Den Inline 2-fach Dual-HDMI 4K KVM-Switch bekommt man aktuell für 207 Euro. Das ist für einen derartig ausgestatteten KVM-Switch vergleichsweise teuer, die Konkurrenz liefert für weniger Geld vergleichbare Hardware.

Fazit

Nach dem Test ist unser Eindruck des Inline 2-fach-KVMs geteilt. Zum einen ist die Verwendung denkbar einfach und zuverlässig. Die Bildausgabe ist fehlerfrei und schnell, die Audioumschaltung vorteilhaft. Schade ist zum anderen aber, dass die USB-Datenübertragung hier im Test nicht klappt, obwohl wir das gleiche Kabel verwenden, wie bei allen anderen KVM-Tests. Das ist verwunderlich. Außerdem könnte der Piepton bei der Umschaltung für manche Nutzer störend sein. Insgesamt ist der Switch im Licht der Konkurrenz auch deutlich zu teuer, die eine vergleichbare Ausstattung schon für die Hälfte des Preises bietet.

Displayport für vier Computer: KVM-Switch Inline 4-Port Displayport im Test

Vier Rechner mit einem Setup verbinden: Das geht mit KVM-Switch Inline 4-Port Displayport. Wir haben den umfangreichen Switch getestet und zeigen, ob sich ein Kauf lohnt.

VORTEILE

  • vier Displayport-Anschlüsse
  • robust

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • pfeifendes Netzteil
  • Piepton beim Umschalten
  • veralteter Displayport-Standard

Vier Rechner mit einem Setup verbinden: Das geht mit KVM-Switch Inline 4-Port Displayport. Wir haben den umfangreichen Switch getestet und zeigen, ob sich ein Kauf lohnt.

Der Inline 4-Port Displayport KVM-Switch gehört zu den besonderen KVM-Switches. Er bietet Displayport-Anschlüsse für gleich vier Computer. Gerade wer neben Gaming-PC und Laptop noch andere Geräte am Setup nutzen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten. Kosten ist ein guter Punkt, denn der Switch schlägt dafür auch direkt mit fast 400 Euro zu Buche. Wir haben den Switch auf Verarbeitung, Funktionen und Praxistauglichkeit getestet und klären, ob sich die hohe Investition lohnt.

Design & Verarbeitung

Der Inline KVM-Switch ist robust gebaut und macht mit seinem schlichten, aber funktionalen Design einen soliden Eindruck. Das Gehäuse ist aus Metall gefertigt und fühlt sich robust an. Als 4-Port-Switch kommt er in einem relativ großen Gehäuse, das auf einem Schreibtisch schnell viel Platz einnehmen kann. Die Maße betragen 256 × 100 × 69 mm. Die Verarbeitung des Geräts ist insgesamt tadellos, allerdings gibt es beim Netzteil Abzüge, da es im Betrieb ein deutlich hörbares Pfeifen von sich gibt. Dies könnte für empfindliche Ohren störend sein.

Anschlüsse & Funktionen

Der Inline 4-Port Displayport KVM-Switch bietet vier Displayport-Eingängen, die jedoch nur auf den deutlich veralteten Displayport-1.2-Standard setzen. Die maximale Videoauflösung liegt bei 4K bei 60Hz pro Monitor. Daneben gibt es zwei USB 3.0 Typ-A-Ports für Peripheriegeräte und eine Audiounterstützung für Mikrofon und Lautsprecher. Eine besondere Funktion ist die TTU-Emulationstechnologie, die eine breite Kompatibilität mit modernen Tastaturen und Mäusen gewährleistet. Allerdings muss man beachten, dass Gaming-Zubehör mit Sondertasten und hochfrequente Gaming-Monitore nicht unterstützt werden; die Bildwiederholrate kommt nur in WQHD auf über 120 Hz. Der Wechsel zwischen den Geräten erfolgt zügig über einen Knopfdruck, der allerdings von einem Piepton begleitet wird, was im Büro stören kann. Ein Hotkey-Wechsel ist nur über den vorgesehenen Konsolen-USB-Port möglich.

Praxistest

Im Praxistest überzeugt der Inline KVM-Switch mit einer schnellen und zuverlässigen Umschaltung zwischen den angeschlossenen Rechnern, die Bildqualität ist gut. Ein Problem hatten wir bei der Nutzung unseres Standard-USB-Kabels, da unsere SSD nicht erkannt wurde. Hier hatten nur die Inline-KVMs Schwierigkeiten, alle anderen Switches haben mit der SSD funktioniert. Erst mit einem anderen Kabel konnten wir sie verbinden. Die USB-Geschwindigkeit enttäuschte dann allerdings mit nur 40 MB/s.

Besonders positiv fiel die Multi-Plattform-Unterstützung auf, die sowohl PC- als auch Mac-Nutzer anspricht. Der hohe Preis bleibt jedoch ein Haken, der das Gesamtpaket etwas trübt.

Preis

Der Inline-KVM-Switch mit vier Displayport-Anschlüssen gehört zu den teureren KVM-Switches. Nachdem er zum Testzeitpunkt am 15. März 2024 noch über 400 Euro gekostet hatte, liegt sein Preis aktuell bei 360 Euro.

Fazit

Der Inline 4-Port Displayport KVM-Switch ist ein KVM für anspruchsvolle Setups und bietet gleich vier Rechnern Platz, jedoch zu einem stolzen Preis. Die Verarbeitung ist gut, die Bildübertragung klappt einwandfrei. Leider haben wir Probleme bei der Datenübertragung mit der SSD. Diese wird von unserem Standard-Kabel nicht erkannt. Die mit einem anderen Kabel erzielte Geschwindigkeit ist dann recht gering. Weiterhin setzt der Hersteller hier noch Displayport 1.2, was veraltet ist. Beim Betrieb nehmen wir weiterhin ein Pfeifen am Netzteil wahr. Der Betrieb mit vier Rechnern klappt aber einwandfrei. Insgesamt halten wir den Inline-Switch aber für deutlich zu teuer. Ob einem das die vier Displayports wert sind, hängt vom individuellen Bedarf ab.

KVM-Switch mit HDMI für unter 90 Euro: Inter-Tech Argus KVM AS-22HA im Test

Günstig & gut: Das ist der Inter-Tech Argus KVM AS-22HA, der sich per HDMI mit zwei Monitoren und zwei PCs verbinden lässt. Wir haben ihn getestet.

NACHTEILE

  • geringe Datenübertragungsgeschwindigkeit
  • 4K nur bei 30 Hz
  • klapprige Taster

Günstig & gut: Das ist der Inter-Tech Argus KVM AS-22HA, der sich per HDMI mit zwei Monitoren und zwei PCs verbinden lässt. Wir haben ihn getestet.

Der Markt für KVM-Switches ist groß und vielfältig. Der Inter-Tech Argus KVM AS-22HA positioniert sich im unteren Preissegment und verspricht komfortables Umschalten zwischen zwei Computern über HDMI. Im Test überprüfen wir die tatsächliche Performance, die Verarbeitung und die Benutzerfreundlichkeit des Inter-Tech Argus KVM AS-22HA.

Optik & Verarbeitung

Der Inter-Tech Argus KVM AS-22HA präsentiert sich in einem unspektakulären, aber funktionalen Design. Das Gehäuse aus korrosionsbeständigem Stahl wirkt robust, ist aber nicht besonders hochwertig. Die Taster für den Computerwechsel sitzen etwas locker im Gehäuse und fühlen sich etwas klapprig an. Die Beschriftung der Anschlüsse ist klar und verständlich. Insgesamt ist die Verarbeitung solide, aber nicht herausragend. Für den Preis ist sie jedoch akzeptabel. Das kompakte Design ermöglicht eine platzsparende Integration in jeden Arbeitsplatz.

Anschlüsse & Funktionen

Der Switch von Inter-Tech bietet eine solide Auswahl an Anschlüssen. Zwei HDMI-Eingänge und zwei HDMI-Ausgänge ermöglichen die Verwendung von zwei Monitoren pro Computer. Zusätzlich stehen zwei USB-A-Ports für Maus und Tastatur zur Verfügung. Die vier Klinke-Anschlüsse mit 3,5 mm (2x Line In/2x Mic In/1x Line Out/1x Mic Out) ermöglichen den Anschluss von Kopfhörern und Mikrofonen. Die Steuerung erfolgt über zwei Taster am Gerät oder optional über Hotkeys. Auf der LED-Anzeige erkennt man den aktuell aktiven Computer. Der Switch unterstützt eine maximale Auflösung von 4K bei 30 Hz.

Praxistest

Im Praxistest erwies sich der Inter-Tech Argus KVM AS-22HA als eine einfach zu bedienende Lösung. Der Wechsel zwischen den Computern funktionierte schnell und zuverlässig. Die Bildqualität war zufriedenstellend, wenngleich die maximale Auflösung auf 4K@30Hz eingeschränkt war. Die niedrige Datenübertragungsrate über USB ist ein deutlicher Nachteil, wir kommen nicht über 1 MB/s mit unserer Testdatei.

Preis

Der Inter-Tech Argus KVM AS-22HA ist einer der günstigsten KVM-Switches auf dem Markt. Aktuell bekommt man ihn schon für 85 Euro.

Fazit

Der Inter-Tech Argus KVM AS-22HA ist ein günstiger HDMI KVM-Switch, der seine Kernfunktion – den schnellen Wechsel zwischen zwei Computern – zuverlässig erfüllt, wenn auch nicht berauschend. Für Anwender mit einfachen Anforderungen an Auflösung, Bildwiederholraten sowie USB-Datenübertragungsraten ist er eine empfehlenswerte Budgetlösung. Die etwas klapprige Verarbeitung der Taster und die geringe USB-Datenübertragungsgeschwindigkeit sind jedoch Punkte, die man berücksichtigen sollte. Immerhin ist er dafür annehmbar günstig. Wer höhere Ansprüche an die Bildqualität und Datenübertragung hat, muss zu einem teureren Modell greifen.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Inter-Tech Argus AS-21HA HDMI

Digitus DS12862

Anker KVM 553



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Künstliche Intelligenz

Biometrische Rasterfahndung: Bundesrat will noch schärfere KI-Überwachung


Die Initiative der Bundesregierung zur Ausweitung digitaler Ermittlungsbefugnisse stößt im Bundesrat auf geteiltes Echo. Grundsätzlich verlangt die Länderkammer eine erhebliche Verschärfung des umkämpften Gesetzespakets der Exekutive für automatisierte Bildabgleiche im Internet und KI-gestützte Datenanalysen zur Strafverfolgung. In ihrer Plenarsitzung am Freitag hat die Länderkammer deutlich gemacht, dass sie den Bundesbehörden eine stärkere Rolle als IT-Dienstleister und zentrale Schnittstelle für die Überwachung auferlegen und die Hürden für den massenhaften Datenabgleich im Strafverfahren abbauen will.

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Ein Streitpunkt ist der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Strafprozessordnung (StPO), der den Einsatz verfahrensübergreifender Recherche- und Analyseplattformen durch Ermittler regeln soll. Die Bundesregierung reagiert mit dem Entwurf auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2023, das den Einsatz solcher Systeme in der Polizeiarbeit an strenge rechtsstaatliche Kriterien geknüpft und eine explizite Rechtsgrundlage gefordert hat.

Doch der Bundesrat hält die von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgeschlagene Fassung des neuen Paragrafen 98e der StPO handwerklich für unzureichend. Sie greife in der Praxis zu kurz.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollten Daten zur automatisierten Analyse in einem Strafverfahren nur dann weiterverarbeitet werden dürfen, wenn sie bereits zuvor im Rahmen einer polizeilichen Plattform zusammengeführt wurden. Das ist den Ländern zu vage. Ihnen erscheint es völlig unklar, was unter einer solchen Verknüpfung zu verstehen ist. Das Spektrum reiche vom rein technischen Anschluss von Datenquellen bis zu einer tiefgehenden Verknüpfung zu einem polizeilichen Gesamtbild.

Der Regierungsentwurf sieht vor, dass nur Daten verarbeitet werden dürften, die bereits auf Basis bestehender landesrechtlicher Regeln zur Gefahrenabwehr zusammengeführt wurden. In der Praxis würde diese Koppelung laut Bundesrat bedeuten, dass die mühsam geschaffenen KI-Analysetools bei der klassischen Strafverfolgung oft gar nicht genutzt werden könnten. Wenn etwa ein großer Komplex von Kindesmissbrauch oder Strukturen der organisierten Kriminalität aufgeklärt werden sollten, lägen die landesrechtlichen Voraussetzungen für eine präventive Gefahrenabwehr im Einzelfall oft gar nicht vor. Zudem stünden jene Länder im Regen, die in ihren eigenen Polizeigesetzen noch keine Rechtsbasis für eine automatisierte Datenanalyse verankert haben.

Der Bundesrat fordert daher eine eigenständige Kompetenz zum Zusammenführen von Daten schon im Vorfeld ausschließlich zum Zweck der Strafverfolgung. Zudem beklagen die Länder, dass in die neuen Analysesysteme zwar polizeiliche Datenbanken, nicht aber die rechtmäßig erhobenen Daten der Staatsanwaltschaften einfließen sollen. Das sei unlogisch.

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Der eco-Verband der Internetwirtschaft widerspricht. Er lehnt vor allem die geplanten Möglichkeiten zum automatisierten biometrischen Abgleich mit im Netz öffentlich zugänglichen Daten ab. Damit würde das offene Internet faktisch zu einem staatlichen Such- und Identifizierungsraum umfunktioniert.

Klaus Landefeld, eco-Vorstand für Infrastruktur und Netze, warnt vor den drastischen Konsequenzen des Aufbaus eines biometrischen Fahndungsarchivs. Wer öffentlich zugängliche Inhalte automatisiert nach Gesichtern oder Identitäten durchsuchbar mache, verschiebe die Grenze zwischen gezielter Strafverfolgung und einer allgemeinen digitalen Beschattung der ganzen Bevölkerung.

Wirksame Ermittlungsinstrumente im digitalen Raum seien durchaus nötig, räumt der eco ein. Diese müssten aber rechtsstaatlich eng begrenzt, verhältnismäßig, technisch praxistauglich und empirisch begründet sein. Sicherheit entstehe gerade nicht durch rechtlich unsichere Massenbefugnisse, biometrische Internetrecherchen und immer neue Speicherpflichten. Deutschland brauche vielmehr gezielte, wirksame und kontrollierbare Instrumente statt einer digitalen Überwachungsarchitektur auf Vorrat.

Der Wunsch der Länder nach mehr Befugnissen zeigt sich auch beim Gesetz zur Stärkung digitaler Ermittlungsoptionen des Bundeskriminalamts (BKA). Hier fordern die Länder eine neue, zentrale Hilfskonstruktion über die Polizeibehörde, um das Fehlen eigener landesrechtlicher Sicherungskompetenzen auszuhebeln. Die Bundesregierung will dem BKA im neuen Paragrafen 10b des BKA-Gesetzes das Recht einräumen, präventive Sicherungsanordnungen gegenüber Telekommunikationsanbietern zu erlassen („Quick Freeze“), solange die eigentlich zuständige Landespolizei oder Strafverfolgungsbehörde noch nicht feststeht.

Den Ländern reicht das nicht. Sie verlangen: Das BKA soll in seiner Funktion als Zentralstelle bereits dann eine Sicherungsanordnung erlassen, wenn die zuständige Landespolizei bereits bekannt ist, aber selbst noch keine Daten erheben darf. Das BKA würde so als verlängerter Arm agieren und Verkehrsdaten beim Provider so lange „einfrieren“ lassen, bis die Voraussetzungen für eine reguläre Datenabfrage nach dem jeweiligen Landesrecht erfüllt sind.

Hintergrund ist ein juristisches Dilemma: Den Ländern fehlt aufgrund der ausschließlichen Gesetzgebungskompetenz des Bundes im Telekommunikationsrecht die Befugnis, eigene Sicherungsanordnungen gegenüber Netzbetreibern zu erlassen. Um nicht die Sicherheitsgesetze aller 16 Bundesländer langwierig anpassen zu müssen, soll das BKA nun als bundesweiter, zentraler Dienstleister für das Einfrieren von Verkehrsdaten einspringen.

Diese Strategie will der Bundesrat im weiteren Verfahren noch auf den Verfassungsschutz ausgeweitet wissen. Analog zum BKA soll auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) eine solche „Einfrier-Befugnis“ für die Landesbehörden erhalten. Als Begründung führt die Länderkammer hypothetische Szenarien an: etwa wenn Geheimdienste vage Hinweise auf Anschlagsplanungen eines Netzwerks erhalten, dessen Akteure und Kommunikationsmerkmale noch im Dunkeln liegen. Hier sei es dringend notwendig, Verkehrsdaten präventiv sichern zu lassen, um sie später bei konkreter werdenden Ermittlungsansätzen auswerten zu können.

Eine weitere Säule des Überwachungspakets will der Bundesrat durchwinken. Gegen den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse in der Polizeiarbeit erhebt er keine Einwände. Die Marschrichtung lautet so: Wo die Bundesregierung aus Rücksicht auf verfassungsrechtliche Grenzen zögert oder Hürden einbaut, drängen die Länder auf maximale technologische Handlungsfreiheit und eine Zentralisierung digitaler Überwachungswerkzeuge.


(nie)



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