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Künstliche Intelligenz

Studie: Neue KI-Programme bei Kindern verbreitet


Neue Chat-Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) gehören laut einer Studie inzwischen bei vielen Kindern und Jugendlichen zum Alltag und können auch zu einer problematischen Nutzung beitragen. Mehrmals pro Woche nutzen 20,8 Prozent der Befragten von 10 bis 17 Jahren Programme wie ChatGPT oder Gemini, wie Umfragedaten der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ergaben. Täglich nutzen sie demnach – gefragt nach den letzten sechs Monaten – 6,4 Prozent.

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„Dabei zeigt sich, dass Chatbots häufig als Lern- und Informationswerkzeug eingesetzt werden, zugleich aber auch einzelne sozial-emotionale Funktionen erfüllen können“, heißt es in der Studie, die heute in Berlin vorgestellt werden soll. So hätten einzelne angegeben, Chatbots Dinge anzuvertrauen, die sie sonst keinem oder nur engen Freunden erzählen würden. „Manchmal“ trifft dies demnach auf 7 Prozent zu, „oft“ oder „sehr oft“ auf weitere 3,4 Prozent.

Diese Angaben beziehen sich auf 644 Befragte, die Chat-Programme nach eigenen Angaben nicht „nie“ nutzen. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 1.005 Kinder von 10 bis 17 Jahren mit je einem Elternteil vom 24. September bis 12. Oktober 2025 für die neue Studie vom Institut Forsa befragt. Es ist die achte Welle einer seit 2019 laufenden Mediennutzungsstudie von DAK und UKE.

Trotz leichter Rückgänge bei den Nutzungszeiten bleibe die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit einer problematischen Mediennutzung sehr hoch, heißt es in der neuen Untersuchung. Bemerkenswert aus Sicht der Suchtvorbeugung sei ein starker Anstieg bei der Nutzung von Online-Videos auf Plattformen wie TikTok und YouTube. Damit rückten auch verbreitete Darstellungselemente wie endloses Scrollen oder automatische Wiedergaben in den Fokus.

Social-Media-Angebote wie Messenger, Streamingdienste oder Fotoalben nutzen laut der Studie 88,8 % der Mädchen regelmäßig, wobei 69,8 Prozent dies auch täglich tun. Bei Jungen lagen diese Anteile bei 86,1 Prozent und 66,8 Prozent. Im Schnitt lag die Nutzungsdauer laut der Befragung von Herbst 2025 werktags bei 146 Minuten pro Tag und an Wochenenden bei 201 Minuten pro Tag – das war etwas kürzer als im Jahr zuvor mit 157 und 227 Minuten.

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Der Anteil der Kinder mit einer riskanten Social-Media-Nutzung lag demnach nun bei 21,5 Prozent nach 21,1 Prozent im Vorjahr. Hochgerechnet zeigten 1,4 Millionen der 10- bis 17-jährigen Kinder in Deutschland problematische Muster, heißt es in der Studie – dazu zählen eine riskant starke Nutzung und eine sogar krankhafte Nutzung, bei der es auch zu Kontrollverlusten bei der Dauer oder einer Vernachlässigung anderer Alltagsaktivitäten kommen kann.

DAK-Chef Andreas Storm sagte, die anhaltend hohe Mediensucht zeige den großen Handlungsbedarf. „Für eine sinnvolle Altersregulierung braucht es jetzt eine rasche gesetzliche Regelung bis zur Sommerpause. Damit erste Maßnahmen dann bereits im kommenden Schuljahr greifen, sollten wir unabhängig von einer EU-weiten Lösung handeln.“ In der Koalition haben sich CDU und SPD für ein Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige ausgesprochen.


(mho)



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Künstliche Intelligenz

Top 8: Die beste Kompressor-Kühlbox im Test – echte Kühlung bis minus 20 Grad


Eiskalt unterwegs: Wir zeigen die besten Kompressor-Kühlboxen im Test und erklären, worauf es beim Kauf ankommt.

Ob beim Campen im Urlaub, auf dem Festival, bei der Gartenparty zur Fußball-WM 2026 oder am Strand: An heißen Tagen gehören kalte Getränke für viele dazu. Auch Grillgut und andere Lebensmittel müssen unterwegs zuverlässig gekühlt werden. Der Markt bietet dafür eine breite Auswahl an elektrischen Kühlboxen, die sich neben Größe und Aufteilung vor allem in der eingesetzten Kühltechnik unterscheiden – und genau hier lohnt der genaue Blick, denn nicht jede Technik eignet sich für jeden Einsatzzweck.

Passive Kühlboxen halten vorgekühlte Lebensmittel lediglich auf Temperatur. Thermoelektrische Modelle kühlen zwar aktiv, ihre Leistung hängt jedoch stark von der Umgebungstemperatur ab und reicht für ein echtes Herunterkühlen meist nicht aus. Anders als thermoelektrische Modelle erreichen Kompressor-Kühlboxen zuverlässig Temperaturen bis in den Minusbereich und können so Getränke, Lebensmittel oder Eis nicht nur kühl halten, sondern auch aktiv herunterkühlen oder einfrieren.

Diese Bestenliste zeigt die besten Kompressor-Kühlboxen aus unseren Tests. Außerdem klären wir, ob sich Extras wie App-Anbindung, Akku oder Eiswürfelbereiter in der Praxis lohnen.

Welche ist die beste Kompressor-Kühlbox?

Testsieger ist die Anker Solix Everfrost 2 40L für 600 Euro. Ihr praktisches Design, die lange Akkulaufzeit mit optional erweiterbaren Akkus und eine starke Kühlleistung machen sie zur besten Wahl für mehrtägige Festivalaufenthalte, Camping-Ausflüge oder Wochenendtrips.

Als Technologiesieger geht die Ecoflow Glacier Classic 35L für 590 Euro (Code: POWEREBAY10E; gültig bis 24.06.2026) hervor. Sie bietet eine hohe Kühlleistung, eine präzise Steuerung per Display und App sowie das Aufladen per Solarpanel.

KURZÜBERSICHT

Die Anker Solix Everfrost 2 40L überzeugt im Test mit starker Kühlleistung, fantastischer Akkulaufzeit und durchdachten Komfortfunktionen. Sie ist eine ideale Lösung für alle, die unabhängig von Stromanschlüssen reisen wollen. Gewicht und Preis sind hoch, dafür ist die Box technisch auf dem neuesten Stand und durch Hinzufügen eines zweiten Akkus flexibel an die eigenen Anforderungen anpassbar. Die Kühlbox mit Kompressor kostet rund 600 Euro

VORTEILE

  • schnelle Kühlung
  • zwei integrierbare Akkus
  • Steuerung per App mit Zusatzfunktionen
  • Rollen und Teleskopgriff erleichtern den Transport

NACHTEILE

  • schwer bei voller Beladung
  • kein Korb
  • nur eine Temperaturzone

Die Ecoflow Glacier Classic in der 35-Liter-Ausführung sticht durch ihr besonders schnelles Herunterkühlen hervor. Hinzu kommt eine solide Kühlleistung, die unabhängig von der gewählten Stromzufuhr stabil bleibt. Lediglich das verhältnismäßig hohe Gewicht und der fehlende Akku im Standardpaket schmälern den Eindruck der Kühlbox minimal. Aktuell gibt es die Ecoflow Glacier Classic 35 L für 590 Euro (Code: POWEREBAY10E; gültig bis 24.06.2026).

VORTEILE

  • schnelle Kühlung
  • sehr präzise Steuerung per Display & App
  • flexible Stromzufuhr: Netz, Auto, Solar & Akku
  • hochwertige Verarbeitung & kompaktes Design

NACHTEILE

  • kein Softclose-Deckel
  • relativ hohes Gewicht
  • nur eine Klimazone

Die Bingi Kompressor-Kühlbox ab 139 Euro überzeugte uns im Test. Sie bietet mit einem Volumen von 22 l zwar nur ein begrenztes Platzangebot, für einen Wochenendausflug zu zweit oder einen Tagesausflug mit der Familie ist die Box aber bestens geeignet.

VORTEILE

  • kompakt & hochwertig verarbeitet
  • gute Kühlleistung bis -18 °C
  • gut erträgliche Lautstärke und niedriger Stromverbrauch
  • einfache Bedienung und Temperaturanzeige

NACHTEILE

  • Innenraum nicht für große Flaschen geeignet
  • kein Wasserabfluss

Ratgeber

Wie funktioniert eine Kompressor-Kühlbox?

Kompressor-Kühlboxen arbeiten nach demselben Prinzip wie ein Haushaltskühlschrank. Als Kältemittel kommen meist natürliche Stoffe wie Propan (R290) oder synthetische FKW-Gemische zum Einsatz. Der Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel, das anschließend im Kondensator verflüssigt wird und dabei Wärme nach außen abgibt. Im Verdampfer im Inneren der Box expandiert das Kältemittel wieder, geht in den gasförmigen Zustand über und entzieht dem Innenraum dabei die Wärme. So entsteht die eigentliche Kühlleistung.

In den vergangenen Jahren haben Kompressor-Kühlboxen deutliche Fortschritte bei Energieverbrauch und Kühlleistung gemacht. Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius sind als Ergebnis möglich, sodass sich viele Modelle auch als mobile Gefriertruhe nutzen lassen. Anders als Absorberkühlboxen kühlen sie weitgehend unabhängig von der Außentemperatur. Erst ab einer Umgebungstemperatur von über 40 Grad Celsius lässt hier die Kühlleistung nach.

Zur Stromversorgung dienen üblicherweise 12 oder 24 Volt (Bordnetz) sowie 230 Volt (Steckdose). Zunehmend gibt es auch Modelle mit integriertem oder optionalem Akku. Ein Gasbetrieb wie bei Absorbergeräten ist nicht möglich. Nachteile gegenüber Absorbern: Kompressor-Kühlboxen sind deutlich hörbar und schwerer.

Stromverbrauch und Lautstärke im Test

Wir haben mittlerweile sieben Kompressor-Kühlboxen einzeln im Praxiseinsatz getestet. Bei Stromverbrauch und Lautstärke unterscheiden sich die Modelle nur geringfügig. Sind Box und Inhalt einmal heruntergekühlt, liegt die Leistungsaufnahme im Eco-Modus bei durchschnittlich 30 bis 50 Watt, bei voller Leistung bei rund 55 bis 70 Watt.

Über das 230-Volt-Netzteil fällt der Verbrauch wegen der Wandlungsverluste höher aus – im Test waren es je nach Gerät bis zu 140 Watt. Der Betrieb über den 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) ist daher oft effizienter. Einige Modelle, etwa von Plug-in Festivals oder Dometic, kamen an der Steckdose aber auch mit 50 Watt oder weniger aus. Wer die Kühlbox an einer Powerstation oder im Wohnmobil betreibt, sollte den tatsächlichen Verbrauch im Auge behalten – er entscheidet maßgeblich über die mögliche Laufzeit.

Hier versorgen wir einen Kompressor-Kühlrucksack mit einer Powerstation – dieses Modell funktioniert alternativ auch per Akku.

Die Lautstärke beträgt in einem Meter Entfernung je nach Betriebsmodus zwischen 38 und knapp über 50 dB(A) – wie oft der Kompressor anläuft, um zu kühlen, ist hier wichtiger als die reine Lautstärke. Wer eine Kühlbox für Camping sucht, sollte zu einem Modell mit möglichst geringer Lautstärke greifen oder darauf achten, dass das Gerät nicht unmittelbar in der Nähe des Schlafbereichs ist. Einige Modelle sind zudem mit einem Eco-Modus ausgestattet, der weniger lautstark arbeitet. Nachts empfiehlt sich der Wechsel in diesen Modus, damit weder man selbst noch die benachbarten Camper im Schlaf gestört werden.

Wie funktionieren Kühlboxen ohne Kompressor?

Neben Kompressor-Kühlboxen gibt es noch andere technische Alternativen – allerdings haben alle Systeme ihre Einschränkungen, weshalb wir eine Kompressor-Kühlbox trotz der lauten Betriebsgeräusche als besten Kompromiss bevorzugen würden.

Passive Kühlboxen besitzen gar kein aktives Kühlaggregat, sondern schützen das Kühlgut nur durch dicke, isolierte Wände und den Einsatz von vorgekühlten Kühlakkus. Wie lange die vorgekühlten Lebensmittel oder Getränke in der passiven Kühlbox kühl bleiben, ist stark von der Außentemperatur abhängig. Passive Kühlboxen eignen sich also nur zum Kühlhalten, nicht aber zum Herunterkühlen – ideal etwa für gekühlte Drinks und Snacks beim Picknick am See oder den Transport im Pkw, nicht aber für mehrtägige Roadtrips. Die bunten Kunststoffbehälter gibt es dafür schon ab etwa 10 Euro.

Passive Kühlboxen eignen sich nicht zum Herunterkühlen.

Nur etwas teurer als eine passive Box ist eine thermoelektrische Kühlbox – letztlich handelt es sich dabei um eine passive Box mit integrierter Kühlung. Die dick isolierten Boxen haben dazu in der Regel einen kleinen Lüfter im Deckel integriert. Zur Versorgung dient der 12-Volt-Anschluss (Zigarettenanzünder) im Pkw. Soll das Gerät auch an einer Schuko-Steckdose funktionieren, benötigt man ein Modell mit zusätzlichem 230-Volt-Netzteil.

Die Kühlleistung solcher thermoelektrischen Kühlboxen ist allerdings sehr gering und noch dazu von der Außentemperatur abhängig. Letztlich sind solche Systeme nur in Kombination mit vorgekühlter Ware und Kühlpads sinnvoll nutzbar. Um etwa Lebensmittel auf einer langen Fahrt oder einen Tag am See frisch zu halten, ist diese Lösung ab rund 30 Euro geeignet. Zum Herunterkühlen oder für längere Zeiträume fehlt es aber an Leistung.

Weiter geht es mit den Absorberkühlboxen, deren Technik auch etwa in Campingkühlschränken zu finden ist. Hier wird ein Wasser-Ammoniak-Gemisch elektrisch erhitzt und das Ammoniak verdampft und entzieht der Kühlbox dabei Wärme. Anschließend wird das Ammoniak wieder absorbiert und der Kreislauf beginnt von vorn.

Sehr positiv ist die ausgesprochen geringe Geräuschentwicklung der Absorberkühlboxen. In der Praxis sind sie kaum bis gar nicht zu hören. Die Anschaffungskosten liegen auf einem ähnlichen Niveau wie bei Geräten mit Kompressor. Allerdings arbeiten die Geräte weniger effektiv und benötigen vergleichsweise viel Strom oder Gas.

Die Absorber-Kühlung ist außerdem stark von der Außentemperatur abhängig. Ab einer Außentemperatur von 30 bis 35 Grad Celsius nimmt die Kühlleistung ab und schwankt stark. Deshalb sind sie nicht für sensible Lebensmittel oder Medikamente geeignet. Im besten Fall erreichen solche Systeme Temperaturen von 25 Grad Celsius unter der Umgebungstemperatur.

Welche Extras bei Kühlboxen sind sinnvoll?

Abgesehen von den verschiedenen Technologien, gibt es auch Unterschiede in der Ausstattung. So bieten mittlerweile viele Hersteller Kühlboxen mit App-Anbindung ans Smartphone an. Wer besonders empfindliche Lebensmittel oder gar Medikamente lagern will, hat so die Temperatur immer im Blick und kann diese per App regulieren – ein seltener Anwendungsfall. Letztlich sind die Geräte mit smarter Anbindung aber häufig etwas teurer und bieten aus unserer Sicht kaum praktischen Mehrwert – im Zweifel tut es hier auch ein einfaches Funkthermometer.

Praktisch finden wir einen teilbaren Kühlraum, da so etwa Lebensmittel und Eis gelagert werden können.

Alles Premium: Die Glacier hat einen teilbaren Innenraum, einen integrierten Eiswürfelbereiter und arbeitet per Akku.

Relativ neu am Markt sind Kühlboxen mit integriertem Akku für den netzunabhängigen Betrieb. Neben einfachen thermoelektrischen Geräten gibt es mittlerweile auch Kompressor-Kühlboxen mit integriertem Stromspeicher. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand: permanente Kühlung auch fernab einer Steckdose. Unser Testsieger, die Anker Solix Everfrost 2, schafft so mit einer Akkuladung etwa 50 Stunden Kühlbetrieb. Besonders Campingurlauber und Festivalbesucher profitieren hier von den Akkus. Wer seine Kühlbox nur daheim verwendet, benötigt nicht zwangsläufig ein Gerät mit Akku-Option.

Fazit

Vor dem Kauf einer Kühlbox sollte klar sein, ob sie Getränke und Lebensmittel lediglich kühl halten oder auch aktiv herunterkühlen soll. Wer nur vorgekühlte Getränke vor schnellem Erwärmen schützen will, kommt mit einer günstigen passiven Kühlbox samt Kühlakkus gut zurecht.

Für aktives Herunterkühlen führt dagegen kein Weg an einer Kompressor-Kühlbox vorbei – und damit an einer deutlich höheren Investition. Unser Favorit ist hier die zugegeben hochpreisige Anker Solix Everfrost 2. Wer beim Stromverbrauch und beim Service Abstriche akzeptiert, fährt aber auch mit den anderen getesteten Modellen gut. Entscheidend für den Kauf sind aus unserer Sicht vor allem die passende Größe, der geplante Einsatzort und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Soll die Kühlbox fernab einer Steckdose oder eines Kfz zum Einsatz kommen, empfiehlt sich ein Modell mit integriertem oder nachrüstbarem Akku. Eine Alternative ist die Kombination aus einer günstigeren Kompressor-Kühlbox und einer ausreichend dimensionierten Powerstation. Der Vorteil: Die Powerstation lässt sich parallel auch für andere Verbraucher nutzen.

BESTENLISTE

Akku-Kompressorkühlbox Anker Solix Everfrost 2 40L im Test: Kühlt 50 Stunden

Die Kompressorkühlbox Anker Solix Everfrost 2 40L schafft mit Akku bis zu 50 Stunden Kühlung und bietet sich so für Wochenendausflüge und Festivals an.

VORTEILE

  • schnelle Kühlung
  • zwei integrierbare Akkus
  • Steuerung per App mit Zusatzfunktionen
  • Rollen und Teleskopgriff erleichtern den Transport

NACHTEILE

  • schwer bei voller Beladung
  • kein Korb
  • nur eine Temperaturzone

Die Kompressorkühlbox Anker Solix Everfrost 2 40L schafft mit Akku bis zu 50 Stunden Kühlung und bietet sich so für Wochenendausflüge und Festivals an.

Anders als viele passive Boxen arbeitet die Everfrost 2 aktiv mit Kompressortechnik und einem großen Akku. Damit kombiniert sie die Leistung eines Kühlschranks mit der Flexibilität einer Powerstation. Mit ihrem 40 Liter Volumen bietet sie gut Platz, um sowohl Camper, Festivalbesucher als auch Outdoor-Enthusiasten unterwegs mit frischen Lebensmitteln oder kühlen Getränken zu versorgen. Im Test zeigt sich: Die Kühlbox kann auch ohne Steckdose tagelang zuverlässig arbeiten und punktet mit einer praktischen App-Steuerung.

Design & Verarbeitung

Optisch gibt sich die Everfrost 2 kantig-modern. Das robuste Kunststoffgehäuse wirkt solide und ist sauber verarbeitet. Praktische Details wie der Teleskopgriff und zwei Rollen erinnern an einen Reisetrolley und erleichtern den Transport. Denn das Gewicht ist ein Thema: Schon leer wiegt die Kühlbox mehr als 23 Kilogramm (inkl. Akku), befüllt mit Lebensmitteln und Getränken bringt sie deutlich mehr auf die Waage.

Der Deckel schließt dicht und öffnet sich mittels eines stabilen Griffs. Anker Solix hat sogar eine Softclose-Funktion integriert, sodass der Deckel sich langsam schließt. Innen zeigt sich ein aufgeräumter, beleuchteter Kühlraum, dem jedoch ein praktischer Gittereinsatz fehlt, um etwa den gesamten Inhalt mit einem Handgriff zu entfernen. Auffällig ist die gute Isolierung: Selbst nach Stunden im ausgeschalteten Zustand hält sich die Kälte noch spürbar.

Bedienung & Ausstattung

Die Steuerung der Box erfolgt über ein großes Display an der Front. Hier stellt man die Zieltemperatur von +20 °C bis –20 °C ein. Wer es komfortabler möchte, kann die Kühlung dank WLAN-Unterstützung aus der Ferne per Anker-App starten: Sie verbindet sich per Bluetooth mit der Box und erlaubt nicht nur die Temperaturkontrolle, sondern auch Firmware-Updates oder die Aktivierung spezieller Energiesparmodi.

Eine Besonderheit ist die Zusatzfunktion als Powerbank: An der Seite stehen USB-C-Anschlüsse zur Verfügung, um Smartphones oder andere Geräte aufzuladen. Damit ersetzt die Kühlbox in vielen Szenarien eine zusätzliche Powerbank.

Anker Solix hat es dabei nicht belassen. Grundsätzlich steht nämlich ein weiteres Fach für einen zweiten Akku bereit, welches auch als Zubehörfach fungieren kann, um etwa die Ladekabel zu verstauen.

An der Außenseite ist zudem ein Flaschenöffner integriert und auch ein Klapptisch ist an Bord, um beispielsweise das Grillgut abzulegen. Wem das nicht reicht, kann einen weiteren Klapptisch, Wechselräder für den Stand, Messer- und Getränkehalter als weiteres Zubehör kaufen und damit die Kühlbox optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Kühlleistung

Im Praxistest zeigte die Everfrost 2 eine hervorragende Kühlleistung. Von Zimmertemperatur (22 °C) auf Kühlschrankniveau (4 °C) benötigte sie weniger als 20 Minuten. Damit gehört sie zu den schnelleren Modellen im Testumfeld. Auch im Gefrierbetrieb überzeugte sie: Bei eingestellten –20 °C hielt die Box die Temperatur stabil, selbst bei sommerlicher Hitze von über 30 °C.

Besonders interessant ist die Laufzeit im Akkubetrieb. Der herausnehmbare 288-Wh-Akku hielt im Test bei einer Zieltemperatur von 10 °C fast 50 Stunden durch. Abhängig von Außentemperatur und Nutzung (etwa häufiges Öffnen) kann die Zeit variieren. Damit eignet sich die Box für Wochenendtrips, ohne dass eine externe Stromquelle nötig ist.

Auf Kühlzonen verzichtet Anker Solix bei diesem Modell leider. Diesen Komfort bietet erst das deutlich größere und schwerere 58L-Modell. Allerdings ist hier ein zweiter Akku zu empfehlen, da sich durch die zwei Zonen der Energiebedarf stark erhöht.

Ein Wort noch zur Kühlleistung: Anker Solix setzt auf ein außergewöhnliches Konzept zur Kühlung. Im Prinzip wird der integrierte Kompressor durch einen zusätzlichen Lüfter im Deckel unterstützt, der eine gleichmäßigere Kühlung erlaubt und damit Lebensmittel zuverlässiger kühl hält.

Stromversorgung & Akku

Die Stromversorgung erfolgt über den herausnehmbaren Akku oder über externe Anschlüsse: klassisch per 230-Volt-Netzteil, 12-Volt-Zigarettenanzünder im Auto, USB-C oder über Solarpanels. Anders als bei EcoFlow ist hier sogar Platz für einen zweiten Akku, um die Laufzeit deutlich zu verlängern.

Beim Solarmodul gibt es zwei Kleinigkeiten zu beachten: Die Leistung darf nicht höher als 100 Watt betragen und es ist ein Adapter auf den XT60-Port notwendig, der nicht im Lieferumfang beiliegt.

Preis

Die UVP der Anker Solix Everfrost 2 40L liegt bei 900 Euro. Derzeit gibt es die Kühlbox mit Kompressor bereits für 600 Euro. Preislich schlägt das Ganze ordentlich zu Buche, dafür erhält man jedoch auch eine Kombination aus leistungsstarker Kühlbox, Powerbank und App-gesteuertem Outdoor-Gadget. Im Vergleich zu günstigeren Kompressorboxen ohne Akku und App bietet sie zudem deutlich mehr Komfort.

Fazit

Benötigt man eine leistungsstarke und ausdauernde Kühlbox mit Kompressor, kommt man an der Anker Solix Everfrost 2 40L kaum vorbei. Mit einer Akkuladung schafft sie bis zu 50 Stunden Dauerbetrieb und ist somit essenziell für Wochenendausflüge, Festivalbesuche oder den Trip zum Campingplatz. Gut durchdachte Designelemente erleichtern den Transport der Kühlbox, die mit ihren über 23 kg (Akku inklusive) ungefüllt kein Leichtgewicht darstellt. Schade ist zudem, dass beim 40-Liter-Modell nur eine Kühlzone existiert. Dennoch ist sie im Gesamtpaket eine wahnsinnig gute Kompressorkühlbox, die ihresgleichen sucht.

Kompressorkühlbox Ecoflow Glacier Classic 35 L Test: kompakt & Highspeed-Kühlung

Die Kompressorkühlbox Ecoflow Glacier Classic 35 L bietet blitzschnelle Kühlung und eine flexible Stromversorgung per 12 V, Solar, Netzkabel oder Akku.

VORTEILE

  • schnelle Kühlung
  • sehr präzise Steuerung per Display & App
  • flexible Stromzufuhr: Netz, Auto, Solar & Akku
  • hochwertige Verarbeitung & kompaktes Design

NACHTEILE

  • kein Softclose-Deckel
  • relativ hohes Gewicht
  • nur eine Klimazone

Die Kompressorkühlbox Ecoflow Glacier Classic 35 L bietet blitzschnelle Kühlung und eine flexible Stromversorgung per 12 V, Solar, Netzkabel oder Akku.

Ecoflow ist vor allem für seine Powerstations und Balkonkraftwerke bekannt. Mit der Glacier-Reihe bedient der Hersteller auch den Markt für mobile Kühlboxen. Die Glacier Classic mit 35 Litern Fassungsvermögen ist für diejenigen interessant, die unterwegs nicht nur kühle Getränke, sondern auch zuverlässige Tiefkühlleistung benötigen. Im Test überzeugte sie mit einem rekordverdächtigen Kühltempo, einer flexiblen Stromversorgung und einer App-Steuerung, die man sonst eher von smarter Heimelektronik kennt. Wie sie sich insgesamt schlägt, zeigt der Test.

Design & Verarbeitung

Die Glacier Classic ist kompakt und robust gebaut. Mit 35 Litern Kühlraum gehört sie zu den kleineren Boxen, bietet aber genügend Platz für Getränke und Grillfleisch. Das Gehäuse ist hochwertig verarbeitet und wirkt fast zu elegant für den Outdoor-Einsatz. Insgesamt macht die Box einen stabilen Eindruck und ist auch nach IPX4 zertifiziert, sodass auch kleinere Regengüsse kein Problem für sie sind.

Zwei große, klappbare Griffe an den Seiten erleichtern das Tragen. Allerdings bringt die Box mit rund 22,5 Kilogramm Leergewicht (inklusive Akku) bereits einiges auf die Waage. Wer sie voll beladen transportiert, sollte also besser zu zweit anpacken. Rollen oder ein Teleskopgriff, wie sie Anker bei der Everfrost 2 integriert, fehlen hier.

Ein Highlight ist der Deckel, der nicht nur solide schließt, sondern sich von zwei Seiten öffnen lässt und damit die Flexibilität im Alltag erhöht. Jedoch sollte Ecoflow am Griff arbeiten, da man sich hier schon mal die Finger einklemmen kann.

Bedienung & Ausstattung

Die Steuerung der Ecoflow Glacier Classic funktioniert über ein gut ablesbares Display an der Front oder per App. In der App lässt sich die Zieltemperatur exakt einstellen, außerdem gibt es die Möglichkeit, den Energieverbrauch zu überwachen oder Betriebsmodi anzupassen.

Spannend ist die Vielfalt an Stromoptionen: Neben klassischem Netzbetrieb kann man die Box auch über den 12-Volt-Anschluss im Auto betreiben. Zudem ist sie zu Solarpanels kompatibel – ideal für längere Outdoor-Einsätze. Der passende Akku ist herausnehmbar und lässt sich zudem als Powerbank verwenden. Im Test hielt er rund 40 Stunden bei einer Innentemperatur von 10° C durch.

Ein Trennfach für den Innenraum gibt es in der 35-Liter-Version nicht, hier arbeitet die Glacier Classic mit einem einheitlichen Kühlbereich. Für die meisten Anwender reicht das, da so das gesamte Volumen effizient auf die gewünschte Temperatur gebracht wird.

Wer unbedingt getrennte Fächer – etwa eines für Grillkost und eines für Eis – benötigt, sollte zu einem der beiden größeren Modellen des Herstellers greifen, die 45 Liter und 55 Liter bieten, aber auch nochmals bis zu fünf Kilogramm mehr auf die Waage bringen.

Kühlleistung

Hier setzt die Glacier Classic keine Rekorde für Kühlboxen generell, aber einen guten Maßstab für mobile Systeme: Im Test kühlte sie von 22 °C auf 4 °C in weniger als 20 Minuten herunter – ein Spitzenwert, der sie zu einer der schnellsten mobilen Boxen im Vergleich macht. Auch beim Gefrierbetrieb zeigte sie keinerlei Schwächen: Temperaturen von bis zu –20 °C werden stabil erreicht, selbst bei Außentemperaturen von über 30 °C.

Beeindruckend ist die Konstanz: Über Stunden hinweg hielt die Box die eingestellte Temperatur ohne allzu große Schwankungen (± 3 °C), unabhängig davon, ob man sie im Netzbetrieb oder per Akku betreibt. Damit eignet sie sich nicht nur fürs Camping, sondern auch für längere Transporte von Lebensmitteln oder Medikamenten.

Stromversorgung & Akku

Standardmäßig betreibt man die Glacier Classic über Netzstrom oder den Zigarettenanzünder im Auto. Der große Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten: Sie ist auch mit Solarpanels kompatibel. So lässt sich die Box unterwegs völlig autark betreiben – ein Pluspunkt für Camper und Outdoor-Enthusiasten. Jedoch ist hierfür ein separates XT60-Kabel notwendig. Im Lieferumfang sind nur Lösungen für die Steckdose sowie das Auto enthalten.

Der Akku ist im Lieferumfang enthalten, wird aber einzeln geliefert. Man kann die Kühlbox auch ohne Akku kaufen, was jedoch nicht zu empfehlen ist.

Preis

Die Ecoflow Glacier Classic 35 L gibt es derzeit für 590 Euro mit dem Code POWEREBAY10E (gültig bis 24.06.2026).

Fazit

Die Ecoflow Glacier Classic ist eine der leistungsstärksten mobilen Kühlboxen am Markt. Sie überzeugt durch extrem schnelles Herunterkühlen, stabile Gefrierleistung und flexible Stromoptionen. Das Gewicht und der fehlende Akku im Standardpaket sind Schwächen, fallen aber gegenüber der Gesamtleistung kaum ins Gewicht. Für alle, die Wert auf maximale Kühlpower legen, ist sie derzeit die beste Wahl.

Kompressor-Kühlbox Bingi im Test: Von 26 auf minus 14 Grad in 30 Minuten

Die Kompressor-Kühlbox von Bingi fasst 22 l und kühlt bis zu -18 °C. Im Test zeigt der kompakte Kühlschrank, warum er trotz begrenztem Platzangebot überzeugt.

VORTEILE

  • kompakt & hochwertig verarbeitet
  • gute Kühlleistung bis -18 °C
  • gut erträgliche Lautstärke und niedriger Stromverbrauch
  • einfache Bedienung und Temperaturanzeige

NACHTEILE

  • Innenraum nicht für große Flaschen geeignet
  • kein Wasserabfluss

Die Kompressor-Kühlbox von Bingi fasst 22 l und kühlt bis zu -18 °C. Im Test zeigt der kompakte Kühlschrank, warum er trotz begrenztem Platzangebot überzeugt.

Mit einem Preis ab 139 Euro kostet die Kühlbox von Bingi etwas mehr als Budget-Modelle. Dafür bekommt man einen leistungsstarken Kompressor, der den Innenraum in kürzester Zeit herunterkühlt. Dank der niedrigen Temperaturen eignet sich das Modell nicht nur für Getränke, sondern auch für Speiseeis und Eiswürfel.

Die flexible Stromversorgung per Steckdose und Zigarettenanzünder erlaubt eine flexible Nutzung etwa auf dem Campingplatz, einem Festival oder der eigenen Gartenparty. Im Test zeigt die Kühlbox, ob sie das hält, was der Hersteller verspricht.

Design & Verarbeitung

Mit einem Fassungsvermögen von 22 l richtet sich die Bingi Kompressor-Kühlbox an Camper, Reisende und Autofahrer, die eine platzsparende, aber leistungsfähige Kühllösung suchen. Das kompakte Gehäuse misst 46,5 × 32,0 × 38,5 cm. Dank der kompakten Bauform kann die Kühlbox bei Bedarf sogar mit dem Sicherheitsgurt im Fahrzeug gesichert werden. Optisch setzt Bingi auf ein funktionales Design mit einer robusten Außenhülle aus ABS-Kunststoff. Die Kühlbox wiegt knapp 10 kg und bleibt damit gut transportierbar.

Im Innenraum steht ein Nutzvolumen von 22 l zur Verfügung. Laut Hersteller bietet die Box Platz für bis zu 30 Getränkedosen mit 330 ml Inhalt. Das Innenraumkonzept setzt auf eine vergleichsweise hoch gebaut, sodass Flaschen und Getränkebehälter aufrecht transportiert und gekühlt werden können.

Die Kühlbox verfügt allerdings über keinen Wasserablauf im Gehäuseboden. Das ist bedauerlich, denn bei der Reinigung können Schmelzwasser oder Reinigungsflüssigkeiten nicht einfach abgelassen werden. Stattdessen müssen sie manuell mit einem Tuch aufgenommen oder ausgeschüttet werden. Immerhin verfügt der Innenbehälter über vollständig abgerundete Ecken und Kanten. Trotzdem fällt die Reinigung der Bingi 22 l etwas umständlicher aus als bei Modellen mit integriertem Wasserablauf.

Im Lieferumfang finden sich Kabel und Netzteile für 12 V und 24 V (Zigarettenanzünder) und 230 V (Steckdose). Praktisch, um die Getränke vor einer Fahrt zu Hause vorzukühlen. Eine integrierte Batteriewächter-Funktion schützt die Autobatterie vor Tiefentladung – bei geringer Ladung schaltet sich die Kühlbox dann ab. Zum Lieferumfang gehört ansonsten noch die mehrsprachige Anleitung und ein kleiner herausnehmbarer Metallkorb.

Bedienung

Die Bedienung der Kühlbox ist unkompliziert. Neben dem kleinen Display mit der aktuellen Innenraumtemperatur gibt es nur Plus-, Minus- und Power-Taste. Ein mehrsekündiger Druck auf die Letztere schaltet die Box entweder ein oder wieder aus. Mit den danebenliegenden Plus- und Minustasten stellt man die gewünschte Temperatur ein, die dann im Display erscheint. Der einstellbare Bereich reicht von +15 bis -18 °C. Nach dem Einstellen springt die Anzeige dann wieder aus dem Ist-Wert. Wer Plus und Minus gleichzeitig gedrückt hält, wechselt zwischen Celsius und Fahrenheit.

Ähnlich wie auch andere Modelle merkt sich die Bingi-Eisbox ihre letzte Einstellung und startet nach einer Stromunterbrechung automatisch mit den korrekten Settings.

Praxiseinsatz

Im Test zeigt die kompakte Bingi-Kühlbox ihre Stärken – einen starken und trotzdem leisen Kompressor kombiniert mit einem zugegebenermaßen überschaubaren Innenraum, der dafür schnell gekühlt ist. Nach dem Einschalten dauert es hier knapp 90 Sekunden, bis der Kompressor das erste Mal einschaltet – so lange ist die Box flüsterleise. Aber selbst nach dem Einsetzen bleibt die Geräuschkulisse noch gut erträglich. Hinzu kommt, dass der Kompressor nicht durchgehend aktiv ist, sobald die Solltemperatur erreicht wurde.

Bei einer sommerlichen Raumtemperatur von 26 °C kühlt sie in gerade einmal 30 Minuten auf minus 13 °C herunter – cool! Bis die von uns eingestellten -18 °C erreicht sind, vergehen im Test nur rund 41 Minuten. Im Vergleich zu größeren Kühlboxen dauert der Kühlvorgang somit deutlich kürzer. Die Kühlleistung zeigt sich auch bei hohen Außentemperaturen zuverlässig und bleibt bis auf geringe Schwankungen stabil. Lediglich nach dem Einlegen von noch warmen Getränken bemerken wir größere Schwankungen – dank des geringen Volumens ist der Effekt aber schwächer als bei großen Boxen.

Der Stromverbrauch und die Lautstärke im Testbetrieb gehen in Ordnung und somit eignet sie sich auch prima für die mobile Nutzung mit der Powerstation oder im Pkw. Im Kühlbetrieb bei 5 °C zieht das Gerät durchschnittlich knapp 38 W, beim Gefrieren (-10 °C) sind es etwa 43 W – trotz sommerlicher Raumtemperatur.

Die 22 l Fassungsvermögen reichen für den Tagesausflug einer kleinen Familie – allerdings sollte man beim Getränkekauf zu kleinen Gebinden greifen, für große 1,5-l-Flaschen ist die Box nicht geeignet. Klassische Glas-Wasserflaschen mit 1 l passen gerade noch hinein. Der herausnehmbare Korb eignet sich etwa für empfindliche Lebensmittel, damit diese beim Transport nicht von Flaschen oder Dosen gequetscht werden.

Preis

Die Kompressor-Kühlbox von Bingi mit 22 l Stauraum ist in dunkelblau, grün und weiß für ab rund 170 Euro bei Amazon und ab 139 Euro bei Joybuy erhältlich – in der Praxis sind aber selten alle Farben verfügbar. Der Preis ist fair, allerdings gibt es Kompressor-Kühlboxen mit gleichem Volumen auch günstiger. Alternativ bietet Bingi seine Kühlboxen auch in anderen Größen von 12,8 l bis 35 l an.

Fazit

Die Bingi Kompressor-Kühlbox gefällt uns im Test insgesamt einwandfrei. Sie bietet mit einem Volumen von 22 l zwar nur ein begrenztes Platzangebot, für einen Wochenendausflug zu zweit oder einen Tagesausflug mit der Familie ist die Box aber bestens geeignet.

Gut gefallen uns die hochwertige Verarbeitung und der starke Kompressor, der den mobilen Minikühlschrank in kürzester Zeit herunterkühlt. Die erträgliche Lautstärke und der moderate Stromverbrauch gehen ebenfalls voll in Ordnung.

Wer sich mit den beschränkten Abmessungen arrangieren kann, bekommt hier eine kompakte und hochwertige Kühlbox zum angemessenen Preis.

Plug-in Festivals Icecube 40 im Test: Premium-Kompressor-Kühlbox aus Edelstahl

Die Plug-in Festivals Icecube 40 vereint edles Edelstahldesign mit starker Kühlleistung. Im Test zeigt die 50-Liter-Box, warum sie trotz hohem Preis überzeugt.

VORTEILE

  • hochwertiges Edelstahlgehäuse
  • leiser als viele Konkurrenten
  • starke Kühlleistung bis -20°C
  • niedriger Stromverbrauch

NACHTEILE

  • Deckel rastet nicht fest ein
  • keine Transportrollen
  • schwer (16,3 kg)
  • im Max-Modus zu laut fürs Zelt (50 dB)

Die Plug-in Festivals Icecube 40 vereint edles Edelstahldesign mit starker Kühlleistung. Im Test zeigt die 50-Liter-Box, warum sie trotz hohem Preis überzeugt.

Edelstahl statt Plastik – die Plug-in Festivals Icecube 40 macht schon optisch klar, dass sie keine gewöhnliche Kühlbox ist. Während die Konkurrenz auf bunten Kunststoff setzt, glänzt hier echtes Metall. Das sieht nicht nur edel aus, sondern verspricht auch Langlebigkeit.

Mit 300 Euro kostet die Icecube 40 deutlich mehr als Budget-Modelle. Dafür bekommt man eine Kühlbox, die bis minus 20 Grad kühlt – kalt genug für Eiswürfel und Tiefkühlpizza. Die 50 Liter Fassungsvermögen bieten Platz für den kompletten Wochenvorrat. Ob Campingplatz, Festival oder Gartenparty – die Icecube 40 hält Getränke und Speisen zuverlässig frisch.

Besonders gespannt waren wir auf die versprochene Lautstärke. Kompressor-Kühlboxen nerven oft mit lautem Brummen. Die Icecube soll das besser machen. Auch beim Stromverbrauch verspricht der Hersteller Effizienz. Per App lässt sich die Box vom Smartphone steuern, ein USB-Anschluss lädt nebenbei elektronische Geräte. Klingt nach einem spannenden Gesamtpaket – aber hält die Icecube 40 im Test, was sie verspricht?

Design & Verarbeitung

Das Edelstahlgehäuse macht den Unterschied. Wo andere Kühlboxen nach Campingplatz aussehen, wirkt die Icecube 40 wie ein Designobjekt. Die metallene Oberfläche fühlt sich wertig an und übersteht auch mal einen Rempler. Schmutz und Flecken wischen Sie einfach weg – kein Vergleich zu strukturiertem Plastik.

Mit 66 × 37 × 50 cm und 16,3 kg ist die Box kein Leichtgewicht. Transportrollen? Fehlanzeige. Die integrierten Tragegriffe müssen reichen. Der dicke Kunststoffdeckel öffnet sich standardmäßig zur langen Seite. Wer das unpraktisch findet, baut ihn einfach um – dann öffnet er zur kurzen Seite.

Ein Schwachpunkt: Der Deckel rastet nicht ein, sondern liegt nur auf. Beim Transport kann er aufgehen. Andere Hersteller lösen das mit einem festen Verschluss besser. Im Boden sitzt ein Ablaufstopfen fürs Abtauwasser. Auch der hält nur mäßig fest – aufpassen, dass nichts ausläuft!

Bedienung

Einschalten, Temperatur wählen, fertig – die Icecube 40 macht es einem leicht. Das Display zeigt die aktuelle und gewünschte Temperatur an. Mit zwei Tasten stellen Sie alles zwischen minus 20 und plus 20 Grad ein. Der Eco-Modus spart Strom und läuft leiser, der Max-Modus kühlt schneller runter.

Die App IceCube Plug-in-Festivals braucht es hingegen nicht zwingend, alles, was sie kann, kann man auch direkt an der Box einstellen. Optisch wirkt sie nicht ganz taufrisch und übersichtlich, alle Funktionen sind aber auf der Startseite direkt erreichbar. Neben Temperatur- und Leistungsmodus gibt es auch einen Batteriewächter – wie bei Dometic.

Der USB-Anschluss lädt Smartphone oder Tablet. Die Box läuft mit 12V im Auto, 24V im LKW oder 230V am Campingplatz. Alle nötigen Kabel und Adapter liegen bei. Die Umschaltung erfolgt automatisch – einfach anstecken und die Box erkennt die Stromquelle.

Praxiseinsatz

Im Test beweist die Icecube 40 ihre Qualitäten. Sie kühlt zuverlässig auf die eingestellte Temperatur und hält diese konstant. Der Kompressor springt alle 15 bis 20 Minuten an und läuft dann etwa 30 Minuten. Das reicht, um die Temperatur wieder auf Sollwert zu bringen.

Die Lautstärke ist zweigeteilt: Im Eco-Modus messen wir 40 Dezibel direkt am Gehäuse. Das geht noch, entspricht aber einem normalen Gespräch. Im Max-Modus steigt der Pegel auf 50 Dezibel – das ist deutlich hörbar und nachts im Zelt störend. Wer empfindlich auf Geräusche reagiert, sollte die Box außerhalb des Zelts platzieren oder nur den Eco-Modus nutzen.

Der Stromverbrauch hält sich in Grenzen. Im Eco-Modus zieht die Box unter 40 Watt, im Max-Modus 45 bis 45,5 Watt. Über 14 Tage gemessen liegt der Durchschnittsverbrauch bei 0,85 kWh pro Tag, um die Temperatur auf -18 Grad zu halten. Läuft sie durchgehend ohne Abschaltzeiten auf Maximum, steigt er auf 1,011 kWh (Durchschnitt pro Tag über 14 Tage). Die dicke Isolierung zahlt sich aus: Auch ohne Strom bleibt der Inhalt stundenlang kühl. Perfekt, wenn mal die Sicherung herausfliegt oder der Campingplatz-Strom ausfällt.

Preis

Die Icecube ist in fünf verschiedenen Größen im Herstellershop bei Amazon erhältlich. Die Variante mit 25 Litern gibt es für 241 Euro, die mit 30 Liter Fassungsvermögen ist für 265 Euro erhältlich und mit 40 Litern für 278 Euro im Angebot. Das getestete Modell mit 50 Litern Fassungsvermögen schlägt mit 287 Euro zu Buche. Die XXL-Version mit 65 Litern liegt bei 322 Euro.

Fazit

Die Plug-in Festivals Icecube 40 überzeugt im Test weitgehend. Sie kühlt stark, arbeitet sparsam und sieht dabei noch gut aus. Das Edelstahlgehäuse hebt sie optisch und qualitativ von der Masse ab. Mit 40 Dezibel im Eco-Modus ist sie leiser als viele Konkurrenten, aber nicht flüsterleise. Nachts im Zelt kann das stören – die Box gehört dann besser ins Vorzelt oder nach draußen. Die Kühlleistung bis minus 20 Grad macht sie zur echten Gefriertruhe für unterwegs.

Kleine Schwächen zeigen sich im Detail: Der Deckel könnte fester schließen, Rollen würden den Transport erleichtern. Bei über 16 Kilogramm Gewicht schmerzt das Tragen schnell in den Armen.

Der Preis von 300 Euro schreckt Gelegenheitscamper ab – zu Recht. Wer nur zweimal im Jahr zeltet, findet günstigere Alternativen. Für Dauercamper, Festivalfans und Wohnmobilisten sieht die Rechnung anders aus: Sie bekommen eine zuverlässige, sparsame Kühlbox, die viele Jahre hält. Der deutsche Service gibt zusätzliche Sicherheit. Eine Kaufempfehlung für alle, die ihre Kühlbox regelmäßig nutzen und mit der Lautstärke leben können.

Arebos Kompressor-Kühlbox 39L im Test: Mobiler Kühlprofi mit App & Rollen

Die Arebos Kompressor-Kühlbox bietet 39 Liter Volumen, App-Steuerung und praktische Rollen. Für 200 Euro kühlt sie bis -20 Grad und überwacht sogar die Autobatterie.

VORTEILE

  • 39 Liter Fassungsvermögen für längere Touren
  • Kühlung bis -20 Grad möglich
  • Praktische Rollen und Teleskopgriff
  • App-Steuerung per Bluetooth

NACHTEILE

  • mit 47 dB hörbar im Betrieb
  • Display könnte größer sein

Die Arebos Kompressor-Kühlbox bietet 39 Liter Volumen, App-Steuerung und praktische Rollen. Für 200 Euro kühlt sie bis -20 Grad und überwacht sogar die Autobatterie.

Die Arebos Kompressor-Kühlbox vereint Mobilität mit ordentlicher Kühlleistung. Mit 39 Litern Fassungsvermögen schluckt sie genug für längere Campingausflüge oder Grillpartys. Dabei bleibt sie mit ihrem ausziehbaren Griff und den beiden Transportrollen mobil genug für den Weg vom Auto zum Stellplatz.

Die Kühlbox arbeitet mit einem Kompressor und erreicht Temperaturen von -20 Grad bis +20 Grad. Das macht sie zur echten Alternative zum heimischen Gefrierschrank. Die Stromversorgung klappt flexibel über 12V und 24V im Auto oder LKW sowie über 230V an der Steckdose. Mit 60 Watt Leistungsaufnahme und einem Jahresverbrauch von 60 kWh hält sich der Energiehunger in Grenzen. Wie gut sie sich in der Praxis schlägt, haben wir getestet.

Design & Verarbeitung

Die Arebos präsentiert sich in schlichtem Grau oder Weiß. Mit 61 x 37,8 x 48 cm nimmt sie ordentlich Platz ein, bleibt aber noch handlich. Die beiden Rollen an der Unterseite und der teleskopierbare Griff verwandeln die Kühlbox in einen praktischen Trolley. So lassen sich auch schwere Ladungen bequem transportieren.

Das Kunststoffgehäuse macht einen soliden Eindruck. Die Verarbeitung ist sauber, Spaltmaße gibt es keine. Der Deckel schließt dicht und hält die Kälte zuverlässig im Inneren. Das Display zeigt die aktuelle Temperatur gut ablesbar an. Die Bedienelemente sind selbsterklärend angeordnet.

Im Inneren bietet die Kühlbox einen ungeteilten Raum. Das ist praktisch für große Flaschen oder Gebinde, schränkt aber die Flexibilität ein. Ein herausnehmbarer Korb oder Trenngitter wären praktisch gewesen. Die Innenwände sind glatt und leicht zu reinigen.

Bedienung

Die Bedienung gelingt intuitiv. Am Display stellt man die gewünschte Temperatur ein, den Rest erledigt die Kühlbox selbstständig. Die Bluetooth-Verbindung zur App klappt problemlos. In der App lassen sich Temperatur und weitere Parameter bequem vom Liegestuhl aus überwachen und anpassen.

Der Kompressor arbeitet mit 47 dB Betriebsgeräusch. Das ist hörbar, aber nicht störend laut. Nachts im Zelt könnte es empfindliche Schläfer stören. Im Freien oder im Auto geht das Geräusch meist unter.

Praktisch ist der USB-Anschluss zum Laden von Smartphones oder anderen Kleingeräten. So spart man sich eine zusätzliche Powerbank. Der Batteriewächter lässt sich in drei Stufen einstellen und schaltet die Kühlbox ab, bevor der Stand der Autobatterie zu niedrig ist. Das verhindert böse Überraschungen beim Motorstart. Die Anschlussvielfalt überzeugt: 12V und 24V für PKW und LKW, 230V für zu Hause. So lässt sich die Box überall betreiben.

Praxiseinsatz

Im Test zeigt die Arebos ihre Stärken. Von 21 Grad auf 0 Grad braucht sie dank des 39-Liter-Volumens etwas Zeit, hält die Temperatur dann aber stabil. Der Stromverbrauch liegt im Durchschnitt – die Energieeffizienzklasse D ist für eine mobile Kühlbox akzeptabel.

Die Kühlleistung reicht locker für Getränke, Grillgut und empfindliche Lebensmittel. Selbst Eis bleibt bei -20 Grad hart gefroren. Die App-Überwachung funktioniert zuverlässig im Bluetooth-Radius. So behält man die Temperatur im Blick und kann bei Bedarf nachjustieren.

Der Transport klappt dank Rollen und Griff problemlos. Selbst voll beladen lässt sich die Box noch gut manövrieren. Nur über Stock und Stein sollte man sie nicht ziehen – dafür sind die Rollen zu klein. Im Auto findet sie mit ihren Abmessungen gut Platz, nimmt aber natürlich einiges an Kofferraum ein.

Preis

Aktuell ist die Arebos Kompressor-Kühlbox bei Amazon für 187 Euro zu haben. Das ist ein fairer Preis für die gebotene Leistung.

Fazit

Die Arebos Kompressor-Kühlbox überzeugt mit durchdachter Ausstattung zum fairen Preis. 39 Liter Volumen, Kühlung bis -20 Grad und flexible Stromanschlüsse machen sie zum praktischen Begleiter für Camping und Ausflüge. Rollen und Teleskopgriff sorgen für Mobilität, App-Steuerung und USB-Port für Komfort.

Der Batteriewächter ist ein wichtiges Sicherheitsfeature, das teure Pannenhilfe verhindert. Die Verarbeitung ist solide, die Bedienung simpel. Nur die fehlende Innenraumteilung und die mit 47 dB hörbare Lautstärke trüben minimal das Bild.

Für unter 200 Euro bekommt man eine zuverlässige Kompressor-Kühlbox mit moderner Ausstattung. Wer eine mobile Kühl- und Gefrierlösung sucht, macht mit der Arebos nichts falsch. Sie bietet mehr als viele teurere Konkurrenten.

Vevor Kühlbox mit 40 Liter im Test: Solide Kompressor-Box zum fairen Preis

Die Vevor Kühlbox 40 Liter ist eine solide Kompressor-Kühlbox mit praktischen Transportrollen. Im Test zeigt sich: White-Label muss nicht schlecht sein.

VORTEILE

  • praktische Transportrollen und Teleskopgriff
  • gute Kühlleistung und Tiefkühlfunktion bis -20 °C
  • moderate Lautstärke und geringer Stromverbrauch
  • übersichtliches Display mit Temperaturanzeige

NACHTEILE

  • teurer als baugleiche Konkurrenzmodelle
  • mit 12,9 kg relativ schwer
  • White-Label-Produkt ohne eigene Entwicklung

Die Vevor Kühlbox 40 Liter ist eine solide Kompressor-Kühlbox mit praktischen Transportrollen. Im Test zeigt sich: White-Label muss nicht schlecht sein.

Die Vevor Kühlbox 40 Liter entpuppte sich im Test als Überraschung – allerdings nicht wegen ihrer Leistung, sondern wegen ihrer Herkunft. Das Gerät ist baugleich mit der Arebos-Kühlbox, was auf eine White-Label-Lösung hindeutet. Beide Hersteller beziehen offenbar dasselbe Modell und vermarkten es unter eigenem Namen. Das macht die Kühlbox aber nicht automatisch schlecht.

Im Gegenteil: Die Kompressor-Kühlbox überzeugt mit ordentlicher Kühlleistung und moderater Lautstärke. Mit 40 Litern Fassungsvermögen bietet sie genug Platz für Getränke und Lebensmittel eines Wochenendausflugs. Wir haben die Kühlbox mit Rollen getestet.

Design & Verarbeitung

Die Vevor-Kühlbox macht optisch einen soliden Eindruck. Das graue oder wahlweise weiße Kunststoffgehäuse wirkt robust und ist sauber verarbeitet. Mit den Maßen 56,9 x 36,8 x 36,1 cm passt sie gut in den Kofferraum. Das Gewicht von 12,9 Kilogramm ist für eine Kompressor-Kühlbox dieser Größe normal.

Das Highlight sind die integrierten Transportrollen an der Unterseite. Zusammen mit dem ausziehbaren Teleskopgriff verwandelt sich die Kühlbox in einen Trolley. So lässt sie sich bequem vom Auto zum Stellplatz rollen – voll beladen ist das eine echte Erleichterung.

Der Deckel schließt sauber und dicht. Die Scharniere machen einen stabilen Eindruck. Im Inneren findet sich ein herausnehmbarer Korb für Kleinteile. Das Display an der Frontseite zeigt die eingestellte Temperatur übersichtlich an. Die Bedientasten sind gut erreichbar und reagieren präzise. Insgesamt macht die Verarbeitung einen wertigen Eindruck, der den Preis rechtfertigt.

Bedienung

Die Bedienung der Vevor-Kühlbox ist erfreulich simpel. Über das digitale Display und die daneben liegenden Tasten stellt man die gewünschte Temperatur ein. Der Bereich reicht von +10 bis -20 Grad Celsius. Das Display zeigt sowohl die Soll- als auch die Ist-Temperatur an.

Praktisch sind die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten. Im Lieferumfang finden sich Kabel für 12V (Zigarettenanzünder), 24V (Lkw) und 230V (Steckdose). Der Wechsel zwischen den Stromquellen erfolgt automatisch. Eine Batteriewächter-Funktion schützt die Autobatterie vor Tiefentladung.

Die Kühlbox merkt sich die letzte Einstellung und startet nach einer Stromunterbrechung automatisch wieder. Das ist praktisch beim Wechsel zwischen Auto und Campingplatz-Strom.

Praxiseinsatz

Im Test zeigt die Vevor-Kühlbox ihre Stärken. Von der Raumtemperatur kühlt sie den Innenraum in etwa 30 Minuten auf 5 Grad herunter. Für den Gefrierbetrieb bei -18 Grad braucht sie knapp eine Stunde. Die Kühlleistung bleibt auch bei sommerlichen Außentemperaturen stabil.

Der Stromverbrauch hält sich in Grenzen, ist aber minimal höher als bei vergleichbaren Modellen. Im Kühlbetrieb bei 5 Grad zieht sie durchschnittlich 45 Watt, beim Gefrieren sind es etwa 60 Watt. Auch hier läuft der Kompressor nicht durchgehend, sondern schaltet je nach Innentemperatur ein oder aus, wenn benötigt.

Die 40 Liter Fassungsvermögen reichen für den Wocheneinkauf einer kleinen Familie. Aufrecht stehende 1,5-Liter-Flaschen passen problemlos hinein. Der herausnehmbare Korb eignet sich gut für empfindliche Lebensmittel. Die Rollkoffer-Funktion bewährt sich besonders auf Campingplätzen. Selbst voll beladen lässt sich die Box mühelos über Schotterwege ziehen. Die moderate Lautstärke stört auch nachts nicht – der Kompressor ist leiser als viele Camping-Kühlschränke.

Preis

Das kleinere Modell mit 35 Litern kostet 167 Euro, das von uns getestete Modell mit 40 Litern Fassungsvermögen gibt es für 186 Euro. Die XL-Variante mit 50 Litern schlägt derzeit mit nur 190 Euro zu Buche.

Fazit

Die Vevor Kühlbox 40 Liter ist ein solides Gerät, das im Test überzeugt. Dass es sich um ein White-Label-Produkt handelt, schmälert die Leistung nicht. Die Kühlleistung stimmt, der Stromverbrauch ist moderat und die Lautstärke hält sich in Grenzen.

Besonders die Transportrollen machen die Kühlbox zum praktischen Begleiter für Camping und Ausflüge. Die vielseitigen Anschlussmöglichkeiten (12V, 24V, 230V) und die Tiefkühlfunktion bis -20 Grad erweitern die Einsatzmöglichkeiten. Das digitale Display und die einfache Bedienung runden das positive Bild ab.

Einziger Wermutstropfen ist der Preis: Mit 215 Euro liegt die Vevor-Box etwa 15-20 Euro über identischen Modellen anderer Anbieter. Wer das verschmerzen kann oder die längere Lieferzeit scheut, bekommt eine empfehlenswerte Kompressor-Kühlbox. Für Gelegenheitscamper, die eine zuverlässige Kühlbox mit Gefrierfunktion suchen, ist die Vevor eine gute Wahl. Die Rollkoffer-Funktion ist das Sahnehäubchen, das den Transport deutlich erleichtert.

Kompakte Kompressor-Kühlbox für 127 Euro: Alpicool C20 im Test

Die Alpicool C20 ist mit 20 Litern die kompakteste Kompressor-Kühlbox im Test. Trotz kleiner Größe kühlt sie bis -20 °C.

VORTEILE

  • sehr kompakte Abmessungen (59,8 × 32 × 32 cm)
  • Tiefkühlfunktion bis -20 °C
  • Display zeigt aktuelle und Zieltemperatur
  • fairer Preis für Kompressor-Technik

NACHTEILE

  • höherer Stromverbrauch als größere Modelle
  • Kompressor läuft häufiger an
  • pro Liter teurer als größere Boxen

Die Alpicool C20 ist mit 20 Litern die kompakteste Kompressor-Kühlbox im Test. Trotz kleiner Größe kühlt sie bis -20 °C.

Wer sagt, dass Kompressor-Kühlboxen immer klobige Riesen sein müssen? Die Alpicool C20 beweist das Gegenteil und ist mit gerade einmal 20 Litern Fassungsvermögen die kompakteste Kühlbox in unserer Bestenliste. Während die Konkurrenz meist mit 30, 40 oder gar 50 Litern aufwartet, passt die C20 selbst in den kleinsten Kofferraum und lässt sich mühelos mit einer Hand tragen.

Doch kann die Mini-Kühlbox mehr als nur klein sein? Immerhin verspricht Alpicool echte Kompressor-Power bis minus 20 Grad – genug für Eiswürfel und Tiefkühlkost. Und das zu einem Preis von 127 Euro, der für eine Kompressor-Kühlbox durchaus fair erscheint. Die Frage ist: Wie schlägt sich der Winzling im Vergleich zu seinen größeren Geschwistern, wenn es um Effizienz und Stromverbrauch geht?

Wir haben die Alpicool C20 ausgiebig getestet und dabei interessante Entdeckungen gemacht. Spoiler: Die Größe ist nicht das Einzige, was bei dieser Kühlbox außergewöhnlich ist.

Design & Verarbeitung

Die Alpicool C20 kommt in schlichtem Grau oder Schwarz daher. Mit 59,8 × 32 × 32 cm ist sie kaum größer als ein Schuhkarton. Das Gewicht von 10 kg geht für eine Kompressor-Kühlbox in Ordnung – leichter geht es bei dieser Technik kaum.

Das Gehäuse wirkt solide verarbeitet. Der Deckel schließt dicht, die Scharniere machen einen stabilen Eindruck. Das Display auf der Oberseite zeigt die aktuelle und die eingestellte Temperatur an. Die Bedientasten sind gut erreichbar angebracht.

Im Inneren bietet die Box Platz für etwa 30 Dosen oder mehrere 1,5-Liter-Flaschen. Für einen Wochenendausflug zu zweit reicht das, für die Großfamilie wird es eng. Alpicool bietet die Kühlbox auch in anderen Größen und teilweise mit Transportrollen an – ob diese Modelle technisch identisch sind, können wir nicht beurteilen.

Bedienung

Die Bedienung der Alpicool C20 ist denkbar einfach. Nach dem Anschluss an eine Stromquelle (12V im Auto, 24V im LKW oder 230V zu Hause) startet der Kompressor automatisch. Über die Plus- und Minus-Tasten stellt man die gewünschte Temperatur zwischen -20 °C und +20 °C ein. Das Display zeigt sowohl die aktuelle als auch die Zieltemperatur an.

Die Box merkt sich die letzte Einstellung und startet beim nächsten Einschalten mit denselben Werten. Eine Besonderheit: Die Tiefkühlfunktion ermöglicht echtes Einfrieren – praktisch für Eiswürfel oder wenn Lebensmittel länger haltbar bleiben sollen.

Im Test zeigt sich die Alpicool C20 als zuverlässige, aber nicht besonders effiziente Kühlbox. Der Kompressor springt häufiger an als bei größeren Modellen – vermutlich wegen der kompakten Bauweise und der dadurch schlechteren Isolierung. Das führt zu einem höheren Stromverbrauch, der trotz kleinerem Kühlvolumen auf dem Niveau größerer Boxen liegt. Mit 45 dB Betriebsgeräusch liegt die C20 im Mittelfeld. Das entspricht etwa einem leisen Gespräch – im Auto während der Fahrt nicht störend, nachts im Zelt aber durchaus hörbar.

Wer die C20 nur gelegentlich für Tagesausflüge nutzt, wird das verschmerzen können. Bei wochenlangem Dauereinsatz im Wohnmobil oder per Powerstation macht sich der höhere Verbrauch aber bemerkbar. Die Kühlleistung selbst überzeugt: Getränke sind in 30 Minuten angenehm kalt, nach zwei Stunden erreicht die Box problemlos Minusgrade.

Die kompakten Maße sind Fluch und Segen zugleich. Einerseits passt die Box auch in kleine Autos und lässt sich leicht tragen. Andererseits reichen 20 Liter schnell nicht mehr aus – schon ein Sixpack Bier und etwas Proviant füllen den Innenraum. Für Singles oder Paare mag das ausreichen, Familien sollten zu größeren Modellen greifen.

Preis

Mit 127 Euro liegt die Alpicool C20 preislich im Mittelfeld der Kompressor-Kühlboxen. Pro Liter Kühlvolumen zahlt man hier etwa 8 Euro – bei größeren Modellen sind es oft nur 5 bis 6 Euro. Dafür bekommt man aber eine der kompaktesten Kompressor-Kühlboxen am Markt.

Fazit

Die Alpicool C20 ist eine grundsolide Kompressor-Kühlbox im Miniformat. Mit 20 Litern Fassungsvermögen und kompakten Abmessungen passt sie auch in kleine Autos. Die Kühlleistung von -20 °C bis +20 °C überzeugt, die Verarbeitung ist ordentlich.

Der Kompressor arbeitet weniger effizient als bei größeren Modellen und verbraucht verhältnismäßig viel Strom – das ist der Preis für die kompakte Bauweise. Die 20 Liter Fassungsvermögen sind schnell zu klein, wenn mehr als ein paar Getränke gekühlt werden sollen.

Mit 127 Euro ist die C20 fair bepreist. Sie ist die ideale Wahl für alle, die eine möglichst kleine Kompressor-Kühlbox suchen und mit dem begrenzten Volumen leben können. Als Zweitbox fürs Wohnmobil oder für Paare, die nur gelegentlich kleine Mengen kühlen, macht sie eine gute Figur. Wer mehr Platz braucht oder Wert auf maximale Effizienz legt, sollte zu größeren Modellen greifen. Für ihre Nische – maximale Kompaktheit bei echter Kompressor-Leistung – ist die Alpicool C20 aber eine solide Empfehlung.

Kompakte Kompressor-Kühlbox mit App & Gefrierfunktion: Dometic CFX2 28 im Test

Die Dometic CFX2 28 bis -22 Grad und fasst 28 Liter. Ob die Kompressorkühlbox mit App-Steuerung überzeugt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • Temperaturbereich von +20 bis -22 Grad
  • robuste Verarbeitung mit verstärkten Ecken
  • leiser Betrieb

NACHTEILE

  • App ohne echten Mehrwert
  • Kompressor springt häufig an, mit gluckernder Flüssigkeit
  • gehobener Preis

Die Dometic CFX2 28 bis -22 Grad und fasst 28 Liter. Ob die Kompressorkühlbox mit App-Steuerung überzeugt, zeigt unser Test.

Die Dometic CFX2 28 verspricht flexible Kühlung für unterwegs. Die kompakte Kompressorkühlbox arbeitet wahlweise als Kühlschrank oder Gefriertruhe und deckt einen Temperaturbereich von +20 bis -22 Grad ab. Mit 28 Litern Fassungsvermögen bietet sie Platz für Wochenendausflüge und kleinere Campingtouren.

Die Box läuft sowohl im Auto (12/24 V) als auch am Stromnetz (230 V) und lässt sich per App steuern. Ein digitales Display zeigt die aktuelle Temperatur, der integrierte Batterieschutz verhindert die Tiefentladung der Fahrzeugbatterie. Verstärkte Ecken und Edelstahlscharniere sollen für Langlebigkeit sorgen. Der drehzahlgeregelte Kompressor arbeitet effizient, die digitale Temperaturanzeige ermöglicht präzise Einstellungen. Per App lässt sich die Kühlbox auch vom Smartphone aus steuern.

Doch kann die CFX2 28 im Alltag überzeugen? Wie gleichmäßig kühlt sie wirklich? Und bringt die App-Steuerung einen echten Mehrwert? Wir haben die Dometic-Kühlbox ausgiebig getestet.

Design & Verarbeitung

Das Gehäuse besteht hauptsächlich aus Kunststoff, wirkt aber stabil und wertig verarbeitet. Die verstärkten Ecken und Edelstahlscharniere erhöhen die Langlebigkeit. Der Deckel ist abnehmbar, was die Reinigung erleichtert. Zudem hat der Deckel einen fest einrastenden Verschluss, wodurch sichergestellt ist, dass er ordentlich verschlossen ist.

Dometic CFX2 – Verschluss

Praktisch sind die seitlichen Tragegriffe, die sich ein- und ausklappen lassen. So stören sie nicht beim Verstauen, sind aber bei Bedarf schnell einsatzbereit. Die ergonomische Form macht den Transport angenehm. Im Inneren sorgt ein herausnehmbarer Korb für Ordnung – ideal, um empfindliche Lebensmittel von Getränken zu trennen. Die Box fasst theoretisch bis zu 42 Dosen (330 ml) oder vier 1,5-Liter-Flaschen.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über vier Tasten am Digitaldisplay. Mit der SET-Taste navigiert man durch die Menüs: einmal drücken für Temperatur, zweimal für Grad/°F-Umstellung, dreimal für Batterieschutz, viermal für Display-Helligkeit. Plus und Minus regeln die jeweiligen Werte.

Dometic CFX2 – Bedienfeld

Die Temperatur lässt sich zwischen +20 und -22 Grad einstellen. Der Batterieschutz bietet drei Modi (LOW, MED, HIGH) – bei Anschluss an die Starterbatterie empfiehlt sich HIGH, bei Versorgungsbatterie LOW. Die Display-Helligkeit ist in drei Stufen regelbar. Ein USB-Anschluss ermöglicht das Laden von Smartphones.

Alternativ lässt sich die CFX2 28 über die „Mobile Cooling“-App von Dometic steuern. Die hakt jedoch bei der Ansteuerung: Starten wir die App, meldet sie, dass das Gerät außer Reichweite ist, obwohl wir direkt daneben stehen. So müssen wir zunächst über das seitliche Hamburger Menü in die Geräteübersicht gehen und dort auf die Optionen der CFX2 gehen. Dort angekommen können wir das Menü wieder verlassen und auf die Startseite zurückkehren, und das Gerät wird nun als erreichbar angezeigt. Viel zu sehen gibt es dort aber nicht: Eine grafische Darstellung der Kühlbox und ihrer Innentemperatur, welche man dort per Scroll-Menü anpassen kann.

Die Verbindung erfolgt per Bluetooth, die Reichweite ist entsprechend begrenzt. In der App finden sich alle Funktionen, die auch am Gerät verfügbar sind: die angesprochene Temperatureinstellung mit Anzeige der aktuellen Innentemperatur und Temperaturwächter (warnt bei starkem Temperaturanstieg) sowie der Batterieschutz. Zudem gäbe es die Möglichkeit für Softwareupdates, im Testverlauf haben wir über 10 Monate hinweg aber kein Update erhalten. Einen echten Mehrwert bietet die App insofern nicht – wer direkt an der Box steht, bedient sie genauso schnell über die Tasten. Praktisch ist die App-Steuerung höchstens vom Zelt oder Wohnmobil aus, wenn man die Temperatur checken möchte, ohne aufzustehen.

Praxiseinsatz

Im Test springt der Kompressor alle sechs Minuten an und läuft dann gut drei Minuten. Mit 40 dB(A) ist die Lautstärke erträglich, das unregelmäßige Gluckern stört aber. Das gleichmäßige Brummen wird durch die Gluckgeräusche unterbrochen – nachts kann das den Schlaf beeinträchtigen. Der Stromverbrauch liegt bei -18 Grad Innentemperatur bei 0,54 kWh pro Tag, monatlich also etwa 16 kWh.

Bei der Nutzung als Kühlschrank (+4 bis +7 Grad) arbeitet die CFX2 28 gleichmäßig und zuverlässig. Im Gefrierbetrieb zeigt sich jedoch eine kritische Schwäche: Die Kühlleistung verteilt sich sehr ungleichmäßig. Während der Bodenbereich alles sicher durchfriert, gibt es eine problematische Zone im oberen Bereich. Dort, wo der Kompressor ins Gehäuse ragt und die Innenhöhe halbiert ist, erreicht die Kältezirkulation nicht alle Bereiche gleich gut.

Diese mangelhafte Kühlung hatte im Test ernste Konsequenzen: Fleisch, das wir in diesem Bereich gelagert hatten, erreichte nicht rechtzeitig die nötige Gefriertemperatur und verdarb. Wir mussten es entsorgen. Für den Gefrierbetrieb empfiehlt sich daher, diesen kritischen Bereich freizulassen oder nur für bereits tiefgefrorene Produkte zu nutzen, die ihre Temperatur besser halten können.

Preis

Die Dometic CFX2 28 liegt preislich mit 546 Euro im absoluten Premium-Segment für 28-Liter-Kühlboxen. Die 37-Liter-Variante kostet 559 Euro, die 45-Liter-Variante derzeit 640 Euro und die 57-Liter-Version 712 Euro. Dafür erhält man eine robuste Verarbeitung, variable Temperatureinstellung bis -22 Grad und die Flexibilität zwischen 12V, 24V und 230V Betrieb.

Fazit

Die Dometic CFX2 28 ist eine solide Kompressorkühlbox mit durchdachten Details. Die Verarbeitung überzeugt, die Bedienung ist nach kurzer Eingewöhnung intuitiv. Die App-Steuerung bringt keinen Mehrwert, da alle Funktionen am Gerät verfügbar sind.

Störend sind die ungleichmäßige Kühlleistung und die Betriebsgeräusche. Das Gluckern kann nachts den Schlaf stören. Mit 0,54 kWh Tagesverbrauch bei -18 Grad arbeitet sie effizient. Für Wochenendausflüge und kleine Campingtouren ist die CFX2 28 eine gute Wahl, preislich aber eine echte Hausnummer.



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Künstliche Intelligenz

Geheimdienstbündnis warnt vor KI-gestützten Cyberangriffen


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Die Leiter der Cybersicherheitsbehörden von Australien, Neuseeland, Großbritannien, Kanada und den USA warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor sich rasant verändernden Cyberrisiken durch Künstliche Intelligenz. Staaten müssten zügig handeln, um weiterhin die Oberhand zu behalten, heißt es in der seltenen Erklärung der sogenannten „Five Eyes“, einem Geheimdienstbündnis der englischsprachigen Länder, das seit dem Zweiten Weltkrieg besteht. Cyberrisiken könnten nicht länger nur als technische Probleme behandelt werden.

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Risikoannahmen veralten inzwischen in Monaten, nicht mehr in Jahren, erklären die Dienste. KI sei bereits eine akute Gefahr, die von Angreifern verwendet werde. Die Verteidiger müssten nachziehen. So könne KI etwa helfen, Schwachstellen früher zu erkennen, die Softwarequalität zu verbessern und auffälliges Verhalten zu überwachen und schneller zu reagieren. An der Stellungnahme sind die NSA und CISA (USA), die zwei National Cyber Security Centres (NCSC) aus Großbritannien und Neuseeland, das Canadian Centre for Cyber Security und das Australian Cyber Security Centre (ACSC) beteiligt.

Erklärungen wie diese sind aus Geheimdienstkreisen selten. Diese im Speziellen richtet sich vor allem an Geschäftsleitungen und Vorstände, verlässt also die fachliche Ebene, offenbar in der Absicht, ein Bewusstsein für die Gefahren zu schaffen. Die Stellungnahme kommt zudem wenige Tage, nachdem die US-Regierung dem KI-Unternehmen Anthropic untersagt hat, seine KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 weiterhin Ausländern zur Verfügung zu stellen. Daraufhin deaktivierte Anthropic beide Modelle für sämtliche Kunden.

Die Five Eyes rechnen damit, dass KI die Cyberabwehr über die Zeit zwar verbessern wird. Zugleich würden aber auch Tempo, Ausmaß und Raffinesse von Angriffen beschleunigt. Frontier-KI-Modelle würden die aktuellen Erwartungen der Branche übertreffen und sowohl offensive als auch defensive Fähigkeiten grundlegend verändern. KI senke die Hürden für Angreifer und verkürze das Zeitfenster zwischen der Entdeckung einer Schwachstelle und ihrer Ausnutzung immer weiter, heißt es. Neue, bislang unbekannte Lücken – darunter Zero-Day-Schwachstellen – würden mit der Weiterentwicklung der Systeme zwangsläufig entstehen. Sicherheitsvorfälle ließen sich nicht vollständig verhindern; entscheidend sei daher, vorbereitet zu sein, um Angriffe schnell einzudämmen, bevor sie zu größeren operativen und finanziellen Krisen eskalieren.

Besonderen Nachdruck legen die Behörden auf die Einordnung des Themas als Chefsache. Cyberrisiko sei kein rein technisches Problem mehr, sondern ein zentrales Geschäftsrisiko und eine Führungsaufgabe. Vorstände und Geschäftsleitungen müssten sicherstellen, dass Schutzmaßnahmen nicht nur auf dem Papier existieren, sondern unter realem Druck auch tatsächlich funktionieren.

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Konkret rufen die Five Eyes Führungskräfte zu mehreren Schritten auf, die zwar nicht neu, nun aber dringlich seien: die Angriffsfläche durch das Begrenzen unnötiger Zugänge und externer Anbindungen zu reduzieren, Patch-Prozesse zu beschleunigen, veraltete Legacy-Systeme als strategische Risiken zu behandeln, Identitäts- und Zugriffskontrollen zu stärken sowie Notfallpläne vorab zu testen. Der Erfolg, so das Fazit der Dienste, komme nicht von der größten Zahl an Werkzeugen, sondern davon, die Grundlagen richtig zu machen, schnell zu handeln und Cybersicherheit fest in die Geschäftsstrategie zu integrieren.

Ein Modell oder Unternehmen nennt die Erklärung selbst nicht namentlich. Dabei war es laut einer IT-Sicherheitsforscherin kein klassischer Jailbreak, sondern die schlichte Aufforderung „fix this code“, die zur Sperre führte. Der zeitliche Zusammenhang mit dem Fall Anthropic ist allerdings offensichtlich – zumal frühere Veröffentlichungen der australischen ASD hatten Frontier-KI-Modelle bereits ausdrücklich als Beispiel für die neuen Fähigkeiten angeführt hatten.


(mki)



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Künstliche Intelligenz

Acer und Asus verkaufen wieder PCs und Notebooks in Deutschland


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Desktop-PCs und Notebooks von Acer und Asus kehren in den deutschen Handel zurück. Vier Monate nach dem Verkaufsstopp aufgrund von Patentstreitigkeiten haben sich beide Hersteller mit dem Patentgeber Nokia geeinigt. Der vom Landgericht München verhängte Verkaufsstopp ist damit hinfällig.

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Nokia klagte aufgrund des Patents EP2375749 für den Videocodec H.265 alias HEVC (High Efficiency Video Coding) gegen Acer und Asus. Es beschreibt ein Verfahren zur effizienten Anpassung der Bildrate anhand von Referenzbildern in einem Video. Da die Prozessoren und Grafikchips in Desktop-PCs und Notebooks spezialisierte Schaltkreise zum De- und Enkodieren von H.265-Videos integrieren, müssen Hersteller relevante Patente lizenzieren.

Acer und Asus konnten sich zuvor nicht mit Nokia über faire Rahmenbedingungen einigen (FRAND; Fair, Reasonable, and Non-Discriminatory). Knackpunkt waren die Kosten: Nokia wollte den Lizenzsatz offenbar am kompletten Gerätepreis messen und nicht wie Acer und Asus an den Preisen der einzelnen CPUs und GPUs. Das würde die Lizenzkosten in die Höhe treiben. Schon 2025 setzte Nokia höhere Lizenzkosten für dasselbe Patent gegen Amazon durch.

Die jetzige Einigung erzielten die Beteiligten laut Asus im Rahmen eines privaten Schiedsgerichts. Über den Inhalt schweigen sich die Firmen aus.

Konkret schreibt Asus: „Asus und Nokia haben eine Schiedsvereinbarung zur Beilegung ihrer Patentstreitigkeiten geschlossen. In diesem Zusammenhang werden die laufenden Rechtsverfahren zwischen beiden Unternehmen, einschließlich der Verfahren in Deutschland, ausgesetzt beziehungsweise zurückgenommen. Wir freuen uns, einen einvernehmlichen Rahmen für die Lösung dieser Angelegenheiten gefunden zu haben und die Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Verständnis für Innovation und den Schutz geistigen Eigentums fortzusetzen.“

Acer kommentiert: „Acer achtet die Rechte an geistigem Eigentum und pflegt einen professionellen Dialog mit seinen Branchenpartnern. In Abstimmung mit Nokia nimmt Acer den Vertrieb und die Marketingaktivitäten für alle Produkte in Deutschland wieder auf.“

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Im Preisvergleich tauchen jetzt immer mehr neue Notebook-Modelle und Komplett-PCs von Acer und Asus auf. Mit dabei sind mehrere Konfigurationen des Mini-PCs Asus NUC 16 Pro mit aktuellen Core-Ultra-300-Prozessoren von Intel. Die Auslieferung soll teilweise im Juli 2026 beginnen.


(mma)



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