Apps & Mobile Entwicklung
Wochenrück- und Ausblick: Microsoft grübelt über Windows 11, während Linux lockt
Intels Core-Ultra-200-Plus-Refresh und die Rückkehr des „Paketdienst-Simulators“ Death Stranding 2 zogen in dieser Woche viele Blick auf sich, doch am Interview mit dem CachyOS-Co-Chefentwickler Peter Jung kamen die Tests zu beiden Neuvorstellungen nicht vorbei. CachyOS ist die Linux-Distribution der Stunde (für Gamer).
In den News-Charts geht es diese Woche bunt wie selten vor. Auf den 1. Platz schaffte es aber ein aktueller thematischer Dauerbrenner: Windows 11. Dieses Mal war es allerdings kein Fehler (durch ein Update), sondern das Gerücht, dass Microsoft intern darüber nachdenkt, dass der Konto-Zwang für Windows 11 wieder aufgegeben wird. Offiziell lässt sich Windows 11 seit Jahren nur noch unter Eingabe eines Microsoft-Kontos installieren, bekannte Methoden um das zu umgehen wurden zuletzt immer wieder von Microsoft gesperrt (es geht aber weiterhin).
Podcast
Jetzt ist es offiziell: Auch Nvidias CEO Jensen Huang mag keinen AI Slop. Erklärt hat Nvidias CEO das in einem Interview, in dem es abermals um DLSS 5, Nvidias Intentionen und die Kritik an dem, was auf der GTC 2026 präsentiert wurde, ging. Was ist von dem Statement zu halten? Wolfgang und Jan hatten diese Woche im Podcast eine Meinung dazu.
Auch die nun gesicherte Erkenntnis, dass DLSS 5 nur das fertig gerenderte 2D-Bild der Engine plus Motion Vectors vom Spiel erhält, haben die beiden sich zur Brust genommen. Und wo war Fabian? Wie angekündigt in den USA.
Das passte diese Woche aber eigentlich ganz gut, denn im Anschluss konnte somit Wolfgang ganz persönlich seine Eindrücke von AMD FSR 4.1 (Ersteindruck) schildern und ein Fazit zur Technik von Death Stranding 2 auf dem PC (Test) fällen.
Nvidia MFG 6×, Dynamic MFG und FSR 4.1 2.0
Mit Blick auf die kommende Woche kann sich die Community auf einige hochkarätige Inhalte freuen; nein, neue Grafikkarten werden nicht darunter sein…
Dafür fällt am 31. März der Startschuss für Nvidia Multi Frame Generation 6× (MFG) und Dynamic MFG. Direkt am Montag wird es aber noch einmal um AMD FSR 4.1 gehen: Nach dem ersten Blick auf die Bildqualität in zwei Titeln steht wie angekündigt eine tiefere Analyse mit mehr Spielen und auch Benchmarks an.
Ebenfalls schon fest geplant: Der Test einer sehr selten SSD mit Realtek-Controller und Intel-NAND (!). Keine Frage: Die Woche vor dem Osterwochenende wird einiges zu bieten haben.
Apps & Mobile Entwicklung
Donald-Trump-Handy: T1 Phone ist nur ein goldenes HTC U24 Pro mit leichten Anpassungen

Das T1 Phone von Trump Mobile ist nur ein HTC U24 Pro mit kleineren Modifikationen bei Akku, Speicher und dem Gehäuse. Dies bestätigt eine Analyse der Reparaturexperten von iFixit, wodurch das einstige Werbeversprechen „Made in USA“ äußerst fragwürdig erscheint.
Bereits im Vorfeld der Ankündigung des T1 Phone gab es Gerüchte, dass das Trump-Smartphone ein HTC U24 Pro mit goldenem Anstrich ist. Ein Teardown der amerikanischen Reparaturplattform iFixit, die das T1 von NBC News erhalten hat, erhärtet nun diesen Verdacht. Demnach läuft das Trump-Phone ohne Einschränkungen, wenn das Mainboard eines HTC U24 Pro eingebaut wird.
T1 Pro nur noch „in den USA zusammengesetzt“
So wurde aus dem Marketing-Slogan „Made in USA“ schließlich nur noch, dass das T1 Pro „ein Design mit amerikanischen Werten“ habe. Auf der Verpackung des Trump-Smartphones findet sich laut NBC News zudem der Hinweis, dass das T1 Pro „mit Stolz in den USA zusammengesetzt“ wurde. Und der Teardown von iFixit zeigt nun, dass das T1 Pro größtenteils aus chinesischen Komponenten besteht.
Die Experten von iFixit nutzten zunächst einen CT-Scanner von Lumafield, um einen ersten Blick auf die Interna des Trump-Smartphones werfen zu können. Schon hier zeigt sich die frappierende Ähnlichkeit zum HTC U24 Pro. Ferner zeigte die Entfernung der Rückseite des T1 Pro, dass auch die Änderungen am Kamerasystem an der Außenseite rein kosmetischer Natur sind, was auch für das leicht unterschiedliche Aussehen des Lautsprechergitters gilt.
Das sind die Unterschiede zwischen T1 Pro und HTC U24 Pro
Während das T1 Pro und das HTC U24 Pro einen Snapdragon 7 Gen 3-Chip auf dem gleichen Mainboard mit ebenfalls 512 GB Speicher und 12 GB Arbeitsspeicher verwenden, gibt es im Detail doch einige leichte Unterschiede. Demnach stammen Arbeits- und Massenspeicher des HTC-Smartphones von SK Hynix, wohingegen das Trump-Handy hier auf Komponenten von Micron setzt.
Abgesehen von den kosmetischen Änderungen inklusive Goldlackierung ist der größte Unterschied der beiden Android-Smartphones der verbaute Akku. So verwendet das HTC U24 Pro eine Batterie mit einer Kapazität von 4.450 mAh (17,81 Wh), die aus China stammt, während das T1 Pro einen auf den Philippinen hergestellten Akku mit 5.000 mAh (19,35 Wh) besitzt. Zudem lädt das Trump-Handy mit 30 Watt auf, das U24 Pro hingegen mit bis zu 60 Watt.
Model: T1 Phone (gold version): 6.78-inch AMOLED screen, 120 Hz refresh rate, 50 MP Main + 8MP Wide + 50MP (2X Tele) Camera + 50MP Front Camera, 5000 mAh battery/30W quick charge, Fingerprint sensor and AI Face Unlock, Snapdragon® Mobile Platform, Android Operating System
Technische Spezifikationen des T1 Phone gemäß Herstellerwebsite
Preis und Reparierbarkeit auch vergleichbar
Der Preis des T1 Pro von Trump Mobile liegt bei einem Angebotspreis von 499 US-Dollar laut Hersteller und entspricht somit dem, was ein HTC U24 Pro mit gleicher Ausstattung kosten würde. Auch beim iFixit-Score für die Reparierbarkeit gibt es erwartungsgemäß bei diesen Smartphones keine Unterschiede, der für beide Android-Smartphones bei niedrigen 3 von 10 Punkten liegt.
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Im Test vor 15 Jahren: Scythes Mugen 3 war ein guter Allrounder für wenig Geld

Mit dem Scythe Mugen 3 (Test) stand im Juni 2011 die dritte Revision des beliebten CPU-Kühlers im Test. Das Resultat war ein rundum gelungener Kühler mit nur wenigen Mängeln zu einem fairen Preis von 30 bis 40 Euro.
Vier Kühltürme mit 48 Lamellen und sechs Heatpipes
Der Mugen 3 kam mit dem gewohnten Design mit mehreren Kühltürmen daher. Insgesamt war der Kühler in vier Kühltürme mit 48 Lamellen aufgeteilt. Für bessere Stabilität waren 18 der Lamellen miteinander verbunden. Der Lamellenabstand betrug knapp 1,9 mm und war damit prinzipiell auch für (semi-)passive Kühlung geeignet.
Die sechs 6-mm-Heatpipes transportierten die Abwärme von der Kupferbodenplatte an die Kühltürme. Die Abmessungen des Mugen 3 beliefen sich auf 130 × 108 × 158 mm (L × B × H) inklusive des mitgelieferten Slip-Stream-Lüfters mit PWM-Steuerung. Das Gewicht lag bei moderaten 840 Gramm inklusive des Lüfters.
- Scythe Mugen 3 Prozessorkühler (SCMG-3000)
- Towerkühler im 120-mm-Design
- Aluminiumlamellen, Kupferbasis (Dicke: 9 mm), Bodenplatte vernickelt
- Abmessungen komplett mit Serienlüfter: 130 × 108 × 158 mm (L × B × H)
- M.A.P.S.-Lamellenstruktur (Multiple Airflow Pass-Through Structure)
- 48 Lamellen, Abstand ca. 1,9 mm
- Gewicht komplett mit Lüfter: 840 Gramm
- Sechsfach-Ø6-mm-Heatpipe-Ausstattung in U-Biegung
- Einzelbelüftung: Scythe Slip-Stream PWM
- Abmessung: 120 × 120 × 25 mm
- Drehzahlbereich: 300 bis 1.600 U/min (PWM)
- Luftdurchsatz: 24,9 bis 149,7 m³/h
- Kabellänge: ca. 30 cm
- 4-Pin-Anschluss mit PWM-Signal, Sleeve Bearing
- Halterung per Drahtbügel
- Kompatibilität: AMD und Intel per Rückplattenverschraubung
- AMD AM2, AM2+, AM3
- Intel LGA 775, 1155, 1156, 1366
In puncto Kompatibilität wurden neben AMDs AM2(+) und AM3 auch Intels LGA 775, 1155, 1156 und 1366 unterstützt. Die Montage erfolgte über eine Rückplatte mit Direktverschraubung am Mainboard. Während die Installation des Kühlers aufgrund der rückseitigen Verschraubung etwas komplizierter als bei manchem Konkurrenten ausfiel, war sie auch für technisch unversierte Anwender in geringer Zeit zu erledigen. Bei der Verarbeitungsqualität gab es wenig zu bemängeln: Scythe lieferte durch die Bank weg eine gute Qualität ab.
Durchweg gute Leistung
Bei der Kühlleistung musste sich der Mugen 3 nicht verstecken. In allen drei Testszenarien mit unterschiedlich schnellen Lüftern auf einem Intel Core i7-920 platzierte der Kühler sich im guten Mittelfeld. Dabei konnte er zum einen den Mugen 2 konsequent hinter sich lassen und zum anderen hielt er einen sehr geringen Abstand zu den absolut besten Luftkühlern.
Auch mit der Serienbelüftung sah es für den Mugen 3 gut aus. In Anbetracht der angelegten Drehzahl fiel die erzielte Kühlleistung ebenfalls im guten Mittelfeld der Testkandidaten aus. Auch hier war der Mugen 3 durchgängig besser aufgestellt als der Vorgänger.
Fazit
Der Mugen 3 lieferte genau das ab, was viele Kunden von Scythe erwarteten: Einen durchweg guten Kühler, der sich keine großen Schwächen leistete und mit einem sehr attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis glänzte. Für 30 bis 40 Euro inklusive des 120-mm-Lüfters war der Mugen 3 deutlich günstiger als andere Kühler mit ähnlicher Kühlleistung. Kritik auf hohem Niveau gab es für die etwas umständliche Montage des Mugen 3, das hielt ComputerBase aber nicht davon ab, dem Mugen 3 eine Empfehlung auszusprechen.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.
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Anordnung der Trump-Administration: Anthropics Top-Modelle Fable 5 und Mythos weltweit gesperrt

Anthropic sperrt weltweit den Zugang zu den neuen Spitzenmodellen Fable 5 und Mythos. Vorausgegangen war eine Anordnung der US-Regierung. Unter Verweis auf die nationale Sicherheit sollte der Export der neuen Modelle untersagt werden, schreibt Anthropic im Blog.
Die Anordnung erreichte Anthropic gegen 17 Uhr amerikanischer Zeit. Die Auflage lautet eigentlich, Fable 5 und Mythos nicht mehr für nicht-amerikanische Nutzer bereitzustellen. Der Bann bezieht sich laut Anthropic aber explizit nicht nur auf das amerikanische Ausland, sondern auch auf ausländische Nutzer, die sich innerhalb der USA aufhalten.
Um die Einhaltung der Anordnung sicherzustellen, hat Anthropic die neuen Modelle für sämtliche Nutzer – also auch US-Bürger – abgeschaltet.
Fable 5 nicht mehr in Claude abrufbar
Die Umsetzung ist bereits aktiv. Noch befindet sich Fable 5 in der Modell-Auswahlliste des Claude-Assistenten, nutzen lässt es sich aber nicht. Erfahrungsberichte aus der Nacht zeigen, dass der Zugang plötzlich nicht mehr möglich war.
Möglicher Jailbreak als Grund
Ein Grund für die Exportkontroll-Anordnung der US-Regierung waren Hinweise auf einen möglichen Jailbreak, mit dem sich Sicherheitsvorkehrungen in Fable 5 umgehen lassen. Das Modell hat strikte Restriktionen, damit es etwa im Bereich Cyber-Sicherheit nicht verwendet wird, um Sicherheitslücken zu enttarnen.
Von dem Jailbreak hat Anthropic bislang in Gesprächen erfahren. Nach Einschätzung ist es kein universeller Jailbreak, mit dem sich sämtliche Sicherheitsvorgaben von Fable 5 umgehen lassen. Aufgrund kleinerer Schwachstellen im Modell sei es hingegen möglich, Cybersicherheitsfähigkieten in einem sehr engen Rahmen freizuschalten. Auf diese Weise lassen sich mit Fable 5 dann Schwachstellen in Code finden. Laut Anthropic handele es sich aber um alltägliche Fähigkeiten
These vulnerabilities all appear relatively simple, and we have found that other publicly-available models are able to discover them as well without requiring a bypass.
Anthropic
Weitere Details will Anthropic im Verlauf des Tages mitteilen.
Fable 5 als neue Modellklasse
Fable 5 und Mythos hat Anthropic in dieser Woche vorgestellt. Während Fable 5 eine eingeschränkte Variante des Modells für die Allgemeinheit ist, stand Mythos weiterhin nur ausgewählten Partnern im Bereich Cybersicherheit zur Verfügung. Insbesondere Mythos sorgte in den letzten Wochen für Aufsehen, weil es in der Lage ist, in bislang nicht bekanntem Ausmaß Sicherheitslücken zu entdecken.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren bis dato aber so weitreichend, dass selbst alltägliche Aufgaben im Bereich Coding oder anderen Gebieten wie der Biologie blockiert worden sind. Kuriose Chat-Abbrüche kursierten in den letzten Tagen auf Social Media.
Für Anthropic und die Trump-Administration ist es der zweite Konflikt binnen weniger Monate. Ende Februar kam es zum Zerwürfnis, weil Anthropic dem Militär keine Modelle bereitstellen wollte, bei denen sämtliche Sicherheitsrichtlinien entfernt sind. Das amerikanische Verteidigungsministerium stufte Anthropic in der Folge als Lieferkettenrisiko ein. Den Fall verhandeln derzeit noch Gerichte.
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