Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Überwachungskamera für innen im Test – Eufy S350 Testsieger
Instar IN-8415
Die IN-8415 2K+ bietet ein schwenk- und neigbares Objektiv, hohe Auflösung, Onvif-Support, Dual-WLAN, Personen- und Geräuscherkennung sowie eine Ethernet-Schnittstelle mit PoE. Wie gut die PTZ-Überwachungskamera des deutschen Herstellers Instar in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
- Personen-, Fahrzeug-, Geräusch- und Tiererkennung
- Hervorragende Bildqualität (WDR) und hohe Auflösung
- Kompatibel mit Homekit, Synology Surveillance Station und Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant (Onvif, MQTT)
- Hoher Preis
- Vollständige Integration über MQTT aufwendig
- Keine automatische Bewegungsverfolgung
Überwachungskamera Instar IN-8415 im Test
Die IN-8415 2K+ bietet ein schwenk- und neigbares Objektiv, hohe Auflösung, Onvif-Support, Dual-WLAN, Personen- und Geräuscherkennung sowie eine Ethernet-Schnittstelle mit PoE. Wie gut die PTZ-Überwachungskamera des deutschen Herstellers Instar in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Instar bietet mit der ab 150 Euro erhältlichen IN-8415 2K+ eine PTZ-Überwachungskamera für den Innenbereich, die über einen 1⁄2.8 Zoll großen Sony-Starlight-Sensor verfügt und Videos mit bis zu 2560 × 1440 Pixel sowie einer Bildrate von maximal 30 fps aufzeichnet. Das Objektiv bietet eine Brennweite von 4,3 mm und ein diagonales Sichtfeld von etwa 90°. Damit ist es für die Erkennung von Gesichtern im Nahbereich besonders geeignet. Alternativ können Anwender das Objektiv auch gegen eine Weitwinkel-Variante mit 2,8 mm (Preisvergleich) oder gegen ein Tele mit 16 mm (Preisvergleich) austauschen. Sie sind jeweils ab etwa 30 Euro erhältlich. Mit dem schwenk- und neigbaren Objektiv erfasst die Überwachungskamera einen Bereich von 350° horizontal und 100° vertikal.
Als Videocodec unterstützt die IN-8415 2K+ unter anderem die besonders effiziente Variante H.265 alias HEVC. Farbige Nachtaufnahmen bietet sie mangels LED-Zusatzbeleuchtung nicht. Und anders als bei der Instar IN-8401 2K+ (Testbericht) stehen der PTZ-Variante nur 850-Nm-Infrarot-LEDs für Schwarz-Weiß-Aufnahmen bei Dunkelheit zur Verfügung, die nachts rot aufleuchten. Auf die unsichtbaren Varianten mit 940 nm muss sie leider verzichten. An Bord ist auch eine Bewegungserkennung, die Objekte nach Personen, Tieren und Fahrzeugen differenziert. Dank Geräuscherkennung und Gegensprechfunktion ist die IN-8415 2K+ auch als Babyphone geeignet. Zudem können Anwender einen externen Lautsprecher an die Kamera anschließen. Als zusätzliche Schnittstelle bietet sie außerdem einen Ausgang für Alarmanlagen.
Neben der für Smartphones und Tablets optimierten App, mit der Anwender die Kamera bedienen, können sie auch per Browser auf die Überwachungskamera zugreifen. Und das ist klar der beste Weg, um sie zu konfigurieren, da nur unter der modernen und übersichtlichen Web-UI sämtliche Konfigurationsparameter zur Verfügung stehen.
In puncto Netzwerkschnittstellen gibt sich Instar bei der IN-8415 keine Blöße: Die Überwachungskamera kann per 2,4- oder 5-GHz-WLAN inklusive der besonders sicheren WPA3-Verschlüsselung oder über ein Ethernetkabel Kontakt zum Router aufnehmen. Letzteres funktioniert auch dann noch, wenn etwa Einbrecher mit einem WLAN-Störsender den überwachten Bereich betreten und damit sämtliche WLAN-Geräte wie Überwachungskameras vom Netz trennen. Der bis zu 100 MBit/s schnelle RJ45-Port unterstützt zudem PoE, sodass eine besonders einfache Verkabelung ohne störendes Netzteil möglich ist.
Anwender, denen Datenschutz und Privatsphäre wichtig sind, dürfen sich bei der Inbetriebnahme der Instar-Kamera darüber freuen, dass sie sich weder für die Nutzung der App noch für ein Cloud-Konto registrieren müssen. Letzteres ist allerdings nötig, wenn man die Überwachungskamera mit den Diensten Amazon Alexa, Google Assistant oder IFTTT koppeln möchte. Dann muss man sich beim kostenlosen Cloud-Dienst des Herstellers anmelden.
Diesen kann man um ein kostenpflichtiges Abo erweitern, sodass man ab einer Jahresgebühr von 30 Euro auch einen 10 GByte großen Online-Speicher erhält. Doch der ist grundsätzlich nicht nötig, da die IN-8415 2K+ über einen microSD-Card-Slot verfügt, der bereits mit einer 32 GByte großen Speicherkarte standardmäßig ausgestattet ist.
Wie gut die Instar in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Highlights aus dem Test der Instar IN-8415
- Schwenk- und neigbares Objektiv
- Maximale Auflösung 2560 × 1440 mit 30 fps
- Geräuscherkennung & Gegensprechfunktion (Babyphone)
- Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Tieren
- lokale Speicherung auf microSD-Karte mit bis zu 256 GByte Kapazität
- übersichtliche und einfach zu bedienende App sowie Browser-Zugriff mit moderner Web-UI
- kompatibel zu Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station und zu Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant, Homey Pro und Homekit
- FTP-Upload auch per ftps
- Alarme per Push & E-Mail
Wie erfolgt die Inbetriebnahme und Montage?
Im Lieferumfang der 355 Gramm schweren Instar IN-8415 2K+ sind Netzteil, Handbuch, Halterung samt Schrauben und Dübeln enthalten. Mit ihrem großen Standfuß mit einer Tiefe von 11,5 cm und einer Breite von 10,2 cm steht die Kamera, die eine Höhe von 12,2 cm erreicht, stabil auf ebenen Flächen. Nur wer sie an Wand oder Decke montieren möchte, muss die Halterung dafür verschrauben. Insgesamt fällt die gut verarbeitete Kamera größer als vergleichbare PTZ-Kameras für Innenräume aus. Kleinere Modelle ohne PTZ zeigen wir in unserer Bestenliste Top 8: Die besten kleinen Überwachungskameras im Test – Babyphone inklusive.
Standardmäßig ist die Schärfe des Objektivs mit einer Brennweite von 4,3 mm auf eine Entfernung von 5 bis 8 Metern eingestellt. Es lässt sich mit dem mitgelieferten Justage-Ring bei Bedarf für eine andere Entfernung optimieren.
Am einfachsten gelingt die Inbetriebnahme der Instar-Überwachungskamera, wenn sie über das mitgelieferte, drei Meter lange Ethernetkabel mit einem Router oder einem Switch verbunden wird. Dann kann man sie bequem per Browser einrichten. Das geht zwar prinzipiell auch mit der App Instar Vision, doch bietet diese nicht sämtliche Konfigurationseinstellungen.
Die IP der Überwachungskamera verrät das Instar Kamera Tool, das für Linux, macOS und Windows vorliegt. Alternativ ist auch die Inbetriebnahme über WLAN und WPS möglich. Auch dann ist die Einrichtung per Browser machbar. Doch nicht jeder Router bietet WPS. Weitere Details zur Einrichtung zeigt die Bildergalerie. Hilfestellungen bei der Installation bietet Instar auch online über die Adresse
Instar IN-8415 2K+
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Instar IN-8415 2K+: PTZ-Überwachungskamera mit einer maximalen Auflösung von 2560 × 1440 Pixel bei 30 fps, Dual-WLAN, PoE, Onvif, MQTT, Personenerkennung und Alarmausgang
Wie einfach sind Bedienung und Konfiguration?
Anwender können die mobile Anwendung Instar Vision, die für Mobiltelefone und Tablets für Android und iOS vorliegt, zur Konfiguration der grundlegenden Funktionen der Kamera verwenden. Weitergehende Einstellungen wie Onvif und MQTT stehen aber nur über die moderne Web-UI parat. Generell bieten sowohl die App als auch die Web-UI für die zahlreichen Konfigurationsoptionen detaillierte Erklärungen, sodass das Set-up der Kamera auch für wenig erfahrene Anwender kein Problem sein sollte.
Wie funktionieren Bewegungserkennung, Benachrichtigungen, Datenschutzmaske und Gegensprechfunktion?
Die Bewegungserkennung kann zwischen Personen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden. Dementsprechend lassen sich auch Alarme einstellen. Damit werden Fehlalarme durch andere, sich bewegende Objekte reduziert. Sollte es trotz aktivierter Personenerkennung zu Fehlalarmen kommen, können Anwender unter Alarmbereiche die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung für vier Zonen justieren. Für einen DSGVO-konformen Betrieb kann man mithilfe der Web-UI unter Einstellungen – Multimedia – Privatsphäre bis zu acht Bildbereiche konfigurieren, die bei der Aufnahme automatisch geschwärzt werden. Das ist etwa erforderlich, wenn die Überwachungskamera auf ein fremdes Grundstück oder einen öffentlichen Bereich ausgerichtet ist.
Benachrichtigungen erfolgen zeitnah per Push auf Smartphone oder Tablet. Außerdem ist es möglich, Alarmmeldungen per E-Mail inklusive Bilder zu erhalten und einen FTP-Upload, der auch eine verschlüsselte Übertragung über ftps oder sftp ermöglicht, von Bildern oder Videos zu konfigurieren.
Die Gegensprechfunktion hat im Test, wie auch die Geräuscherkennung, einwandfrei funktioniert. Somit kann man die Instar IN-8415 2K+ auch als Babyphone verwenden. Die Sprache ist auf beiden Seiten gut verständlich.
Ansonsten ist die Bedienung der Instar IN-8415 2K+ mit der App und der Web-UI dank übersichtlicher Menüs einfach. Verbesserungspotenzial bietet allerdings die Alarmierung in Kombination mit der Wiedergabefunktion. Erhält man etwa eine Push-Nachricht, öffnet sich nach einem Klick darauf die Live-Ansicht der Kamera. Sinnvoller wäre es aber, wenn man direkt zum aufgenommenen Video im Wiedergabemenü gelangen würde. Zudem wäre es wünschenswert, wenn man aufgenommene Videos nach Alarmart (Person, Fahrzeug, Tier, Geräusch) filtern könnte. An einer entsprechenden Funktionserweiterung arbeitet Instar bereits. Sie soll noch in diesem Sommer ausgerollt werden.
Wie gut lässt sich das schwenk- und neigbare Objektiv steuern?
Die Steuerung der Schwenk- und Neigefunktion ist äußerst vielfältig. Instar informiert darüber ausführlich in seinem Online-Wiki. Insgesamt können Anwender bis zu acht Positionen speichern, die per Klick oder automatisch angefahren werden. Für ein automatisches Anfahren von Positionen müssen diese natürlich definiert sein. Dann kann man in der Web-UI eine Zeit für die jeweilige Position einstellen, wie lange die Kamera auf dieser verweilen soll, möglich sind Werte zwischen 1 Minute bis zu 12 Stunden. Anschließend stellt man noch die Anzahl der Wiederholungsfahrten ein, hier sind maximal bis zu 50 möglich. Nun fährt die Kamera automatisch die zuvor gespeicherten Positionen ab.
Ansonsten gelingt das Schwenken und Neigen der Kamera in der App sehr intuitiv. Einfache Touch-Gesten reichen hierfür aus. Zudem gibt es noch die klassische PTZ-Steuerung mit Pfeil-Tasten und P für das Anfahren respektive Speichern von Positionen (siehe auch Bildergalerie).
Eine automatische Bewegungsverfolgung hat die Instar IN-8415 2K+ allerdings nicht zu bieten.
Wie gut ist die Bildqualität der Instar IN-8415 2K+?
Dank der Unterstützung von Wide Dynamic Range (WDR) und der Möglichkeit, diese Funktion an die jeweilige Umgebung anpassen zu können, gibt es an der Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen, etwa Gegenlicht, nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Die Aufnahmen bei Tag sind wie schon bei der IN-8401 2K+ (Testbericht) sehr detailreich. Bei Dunkelheit überzeugen auch die Schwarz-Weiß-Aufnahmen auf Basis der Infrarot-LEDs mit einer hervorragenden Bildqualität (siehe auch Bildergalerie).
Welche Smart-Home-Plattformen unterstützt die Instar IN-8415 2K+?
Wie andere Instar-Kameras, etwa die IN-8401 2K+ (Testbericht) unterstützt auch die Instar IN-8415 2K+ jede Menge andere Plattformen. So lässt sich die Kamera unter Apple Homekit, Amazon Alexa und Google Assistant einbinden. Und auch die Ausgabe des Livestreams auf ein smartes Display (Ratgeber), wie Echo Show funktioniert. Allerdings vergehen wie bei der IN-8401 2K+ einige Sekunden, bis der Livestream erscheint. Außerdem hat er einen Versatz von bis zu 10 Sekunden. Das schaffen andere Modelle wie die Foscam CM5 (Testbericht) deutlich besser.
Die Integration unter Home Assistant bietet auch Zugriff auf den Livestream und den Bewegungssensor der Kamera. Damit können Anwender die Instar IN-8415 2K+ auch für Automatisierungen, etwa zum Aufbau einer umfassenden Alarmanlage, verwenden. Mit Homey Pro müssen Anwender auf den Livestream verzichten und erhalten stattdessen nur ein Standbild des letzten Ereignisses.
Über MQTT können Anwender auf nahezu sämtliche Funktionen der Kamera zugreifen. Allerdings erfordert die Umsetzung einigen Aufwand. Begrüßenswert wäre eine Integration, wie sie etwa für Reolink-Kameras vorliegt und die sämtliche Funktionen integriert, ohne dass man dafür mühevoll Yaml-Dateien editieren muss.
Was kostet die Instar IN-8415 2K+? Gibt es Alternativen?
Instar verkauft die IN-8415 2K+, die es in Schwarz und in Weiß gibt, regulär für 175 Euro. Im Handel ist sie ab 150 Euro (Gutschein: N-TOP-12) erhältlich. Das ist vergleichsweise viel Geld für eine PTZ-Kamera mit Onvif-Support. Betrachtet man nur die Kameratechnik, wäre die TP-Link Tapo C225, die ebenfalls mit einem Sony-Starlight-Sensor ausgestattet ist, die gleiche Auflösung und auch Onvif-Support bietet, mit einem Preis von knapp 50 Euro auf den ersten Blick eine attraktive Alternative.
Doch die Instar hat abseits der reinen Hardware noch deutlich mehr zu bieten: Dazu zählt die Unterstützung von Sicherheitsstandards wie WPA3 inklusive der Enterprise-Variante und die verschlüsselte Übertragung auf einen FTP-Server, die die Tapo genauso wenig wie WDR unterstützt. Und auch die Möglichkeit, die Konfiguration der Kamera abzuspeichern und gegebenenfalls wiederherzustellen, sind Funktionen, die sie für den professionellen Einsatz qualifizieren. Dazu zählen auch austauschbare Objektive, die Instar für die IN-8415 2K+ anbietet. Zur Auswahl stehen ein Weitwinkel- und ein Tele-Objektiv, die für jeweils 30 Euro erhältlich sind. Bei Bedarf lässt sich das Modell also für bestimmte Anwendungen noch optimieren. Professionelle Anwender werden auch das Benutzer- und Rechtemanagement zu schätzen wissen, mit denen man den Zugriff auf die Kamera einschränken kann.
Außerdem bietet Instar nicht nur ein sehr detailliertes Handbuch, sondern auch ein Forum sowie viele Online-Wikis, die Anwendern hilfreich zur Seite stehen, sollte es mal zu Problemen kommen, respektive sämtliche Funktionen der Kamera ausführlich dokumentieren.
Fazit
Wie schon das mit einem starren Objektiv ausgestattete Schwestermodell IN-8401 2K+ (Testbericht) hinterlässt auch die PTZ-Variante Instar IN-8415 2K+ im Test einen hervorragenden Eindruck. Sie bietet mit 2560 × 1440 Pixel zwar nicht die höchste Auflösung, überzeugt dafür aber mit einer exzellenten Bildqualität in schwierigen Situationen wie Gegenlicht oder bei Nacht. Über Alarme informiert sie den Nutzer nicht nur per Push, sondern optional auch per E-Mail, inklusive Bilder oder Videos.
Ein Upload der letzten Aufnahme auf einen FTP-Server ist ebenfalls möglich, wobei die Instar auch eine verschlüsselte Übermittlung unterstützt. Der Livestream steht in der App zügig parat, wenn die Kamera per Ethernet mit dem Router verbunden ist. Über WLAN muss man unter Android einige Sekunden warten, bis der Livestream, der nahezu keine Verzögerung aufweist, zur Verfügung steht. Mit der iOS-App erscheint der Livestream hingegen sofort. Die Ausgabe auf einem smarten Display wie Amazon Echo Show funktioniert zwar, doch der zeitliche Versatz ist mit bis zu zehn Sekunden relativ groß.
Fehlalarme sind dank Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung praktisch ausgeschlossen. Im Test haben wir jedenfalls keine registriert. Und dank Gegensprechfunktion und Geräuscherkennung eignet sich die Instar IN-8415 2K+ auch als Babyphone.
Positiv ist auch, dass Anwender die Instar IN-8415 2K+ dank Onvif-Support mit Dritthersteller-Lösungen wie Synology Surveillance Station lokal ansteuern und in Smart-Home-Zentralen wie Home Assistant einbinden können. Auch zu Homekit ist die Kamera kompatibel. Insgesamt sind die Integrationsmöglichkeiten hervorragend. Auf der Habenseite stehen auch die flexiblen Montageoptionen, mit denen man die Instar IN-8415 2K+ an Wand oder Decke montieren kann oder einfach auf eine ebene Fläche positioniert.
Insgesamt ist die Instar IN-8415 2K+ nicht nur für Privatanwender, sondern dank ihrer vielen Sicherheitsfunktionen und dem exzellenten Online-Support auch für Unternehmen sehr empfehlenswert. Vor allem dann, wenn Anwender Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legen. Denn anders als viele Überwachungskameras lässt sich die Instar komplett ohne Hersteller-App und Cloudanbindung lokal steuern.
Wie schon bei der IN-8401 2K+ gibt es aber auch Verbesserungspotenzial. Ein Klick auf eine Push-Nachricht sollte zum aufgenommenen Ereignis führen und nicht zum Livestream. Außerdem wäre es wünschenswert, wenn es für Home Assistant und andere Smart-Home-Zentralen eine Integration wie für Reolink-Kameras geben würde, die Zugriff auf sämtliche Funktionen der Instar ermöglicht, ohne dass man dafür mühevoll Yaml-Dateien konfigurieren muss.
Künstliche Intelligenz
Northvolt-Bankrott: Bund und Land holen Teil der Förderung zurück
Die Pleite des schwedischen Batterieherstellers Northvolt kostet die deutschen Steuerzahler etwas weniger Geld als bislang angenommen. Im Zuge der geplanten Übernahme der deutschen Tochter durch Lyten haben Bund und Land 153 Millionen Euro an Steuergeld gesichert. Das Geld wurde laut Bundeswirtschaftsministerium bereits zurückgezahlt. Die Mittel gehen jeweils zur Hälfte an den Bund und das Land Schleswig-Holstein.
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Absehbar werden im Rahmen einer sogenannten solventen Liquidation der Northvolt Drei Projektgesellschaft in der Nähe des schleswig-holsteinischen Ortes Heide weitere bis zu 69 Millionen Euro an die staatliche Förderbank KfW zurückfließen. Zuvor muss erst eine immissionsrechtliche Genehmigung des nördlichsten Bundeslandes für die Baustelle rechtskräftig werden. „Für das Bundeswirtschaftsministerium und das Land Schleswig-Holstein hatte die Sicherung und Rückführung nicht verwendeter Steuergelder von Anfang an höchste Priorität. Damit wird ein Teil der eingesetzten Steuergelder gesichert“, hieß es aus dem Bundeswirtschaftsministerium.
Neue Hoffnung: Lyten
Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen sprach von einem wichtigen Signal und entscheidendem Zwischenschritt, am Standort etwas aufzubauen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass auch die bisherige Bebauung des Grundstücks in Heide unter Immissionsschutz-Aspekten einwandfrei war und wir vielleicht schon im Sommer weitere Millionen aus der früheren Wandelanleihe zurückerhalten werden“, sagte der CDU-Politiker. „Jetzt erfolgen weitere Verhandlungen mit der Firma Lyten in der Hoffnung, dass die dann auch nach wie vor zu dem Standort stehen.“
Northvolt wollte im Norden eine Gigafabrik mit rund 3000 Arbeitsplätzen errichten und hatte dafür von der KfW eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Rund 330 Millionen Euro davon wurden verbaut oder für Käufe von Land und Maschinen eingesetzt. Auf dem Sperrkonto liegen zudem noch knapp 50 Millionen Euro, die allerdings bereits vorgesehen sind, um eine Insolvenz der deutschen Tochter von Northvolt zu verhindern.
Schwieriges Unterfangen
Der Bund nutzte für die deutsche Northvolt-Tochter Restrukturierungsverfahren unterhalb der Insolvenzschwelle (Starug). Denn Northvolt Drei, wie das Projekt bei Heide heißt, war im Gegensatz zur schwedischen Muttergesellschaft nicht insolvent. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ist der Restrukturierungsplan gerichtlich in letzter Instanz bestätigt.
„Anders als ein Insolvenzverfahren setzt ein solches Starug-Verfahren nicht voraus, dass man schon zahlungsunfähig, sondern idealerweise nur drohend zahlungsunfähig ist“, sagte der Co-Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht und Sanierung im Deutschen Anwaltverein, Rainer Eckert, der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist ein Mittel, um bestimmte Gläubiger, die einer Restrukturierung nicht zustimmen, zu überstimmen.“
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Für Restrukturierungsmaßnahmen ist eine Zustimmung von 75 Prozent der betroffenen Gläubiger notwendig, wie Eckert erklärt. „Sollen Gruppenmitglieder überstimmt werden, muss sichergestellt sein, dass sie bei einer alternativen Verwertung nicht besser fahren würden.“ Dafür sei eine Vergleichsrechnung notwendig. „Mit 75 Prozent der Stimmen, diese richten sich immer nach der Förderungshöhe, könnte man eine kleinere Gläubigergruppe oder einen Gläubiger, der beispielsweise nur 24 Prozent halten würde, mit dem Restrukturierungsplan überstimmen.“
Weitere Einnahmen
Darüber hinaus könnte durch die geplante Übernahme von Northvolt Drei durch das US-Unternehmen Lyten weiteres Geld in zweistelliger Millionenhöhe an Bund und Land fließen. Lyten will nach der schwedischen Muttergesellschaft auch die deutsche Northvolt-Tochter übernehmen. Die Gespräche mit dem Bund und der KfW dauern an.
Northvolt Drei erklärte, das Landesamt für Umwelt habe bereits die erste Teilgenehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz für den Bau einer Batteriefabrik in den Gemeinden Norderwöhrden und Lohe-Rickelshof bei Heide erteilt. „Außerdem konnten diese Woche wichtige rechtlich-strukturelle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übernahme des Projekts erfüllt werden.“ Mit Lyten gebe es fortgeschrittene Übernahmeverhandlungen. Northvolt Drei sei im Zuge der Restrukturierung so aufgestellt worden, „dass es nun anschlussfähig für eine erfolgreiche Übernahme durch einen neuen Investor ist“. Sämtliche Vermögenswerte könnten jetzt zur Fortführung eines vergleichbaren Batteriefabrik-Projekts an einen neuen Investor übertragen werden.
Zum Anfang 1000 Arbeitsplätze möglich
Nach einem Treffen mit der schleswig-holsteinischen Landesregierung hatte Lyten-Chef Dan Cook angekündigt, zunächst mit rund 1000 Arbeitsplätzen auf dem Gelände bei Heide zu planen. Dort plant das Unternehmen demnach die Produktion von Batterien für ein breites Anwendungsspektrum, darunter Verteidigung, stationäre Energiespeicherung, Mobilität und Elektrofahrzeuge. Das Northvolt-Gelände soll aber nicht nur für die Batterieproduktion genutzt werden. Ein Schwerpunkt liege auf künstlicher Intelligenz und Rechenzentren.
Cook kündigte damals an, Lyten wolle das Projekt in angemessenem Tempo vorantreiben, gestützt auf die Kundennachfrage und überwiegend finanziert durch Kapital aus dem privaten Sektor. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erklärte die Bereitschaft, Lyten bei den weiteren Schritten zu unterstützen, beispielsweise bei Fragen der Energieversorgung.
Reaktionen
Der frühere Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) betonte mit Blick auf die Sicherung eines Teils der Wandelanleihe, „es ist positiv, dass der Verlust wohl nicht ganz so hoch ausfällt, aber es bleibt dennoch ein Schaden von rund 200 Millionen Euro allein für das Land Schleswig-Holstein“. Es wäre seiner Ansicht nach aber besser gewesen, hätte die Landesregierung das Investment im Vorfeld verantwortungsvoller geprüft. „200 Millionen Euro Verlust sind für ein finanzschwaches Land wie Schleswig-Holstein keine Kleinigkeit. Damit hätte man etliche Kilometer Straßen sanieren oder rund 1.500 Lehrkräfte finanzieren können.“
Der SPD-Wirtschaftspolitiker Kianusch Stender betonte, der verkündete Rückfluss sei nichts anderes als Schadensbegrenzung. Wer das anders darstellt, betreibt politische Schönfärberei. Wenn von 600 Millionen Euro Steuergeld am Ende nur ein Bruchteil zurückkomme, bleibe ein massiver Verlust. „Am Ende zählt die Gesamtbilanz – und die fällt weiterhin sehr deutlich negativ aus.“ Die zurückgeflossenen Mittel dürften nicht im Haushalt verpuffen, sondern müssten unmittelbar in die Tilgung des Kredits fließen, der eigens für diese Northvolt-Bürgschaft aufgenommen wurde.
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(fpi)
Künstliche Intelligenz
YouTube erhöht Preise für Premium-Abos in den USA
YouTube hat in den USA ohne vorherige Ankündigung die Preise für seine verschiedenen Abo-Pakete erhöht. YouTube Premium kostet jetzt 15,99 US-Dollar statt vorher 13,99 US-Dollar. Der Jahrespreis ist von 139,99 auf 159,99 US-Dollar gestiegen. Für das Familien-Abo steigt der Preis von 22,99 auf 26,99 US-Dollar – ein Plus von vier US-Dollar pro Monat. Noch ist unklar, ob und wann die Preisanpassungen für werbefreies YouTube auch den europäischen Markt erreichen. Damit folgt die Videoplattform einem allgemeinen Trend in der Branche, da auch Netflix die Preise in den USA erneut angehoben hat.
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Die letzte Preiserhöhung in den USA lag drei Jahre zurück. Im Oktober 2022 erhöhte das Google-Tochterunternehmen den Family Plan von 17,99 auf 22,99 US-Dollar; im Juli 2023 folgte das Einzelabo von 11,99 auf 13,99 US-Dollar.
Auch Lite-Abo betroffen
Nach der jetzigen Preiserhöhung erhöht sich auch der Preis für das Lite-Abo in den USA von 7,99 auf 8,99 US-Dollar. Die abgespeckte Abo-Variante, die YouTube seit März 2025 im Angebot hat, bietet werbefreies Schauen auf den meisten Videos sowie inzwischen auch Hintergrundwiedergabe und Downloads. Gleiches gilt für das Studenten-Abo, das ebenfalls von 7,99 auf 8,99 US-Dollar steigt. Das Abopaket Music Premium kostet neu 11,99 US-Dollar statt bislang 10,99 US-Dollar, der Music Family Plan steigt von 16,99 auf 18,99 US-Dollar.
Wer YouTube Premium über Apple-Geräte abonniert, zahlt noch mehr: Für das Einzelabo werden dort künftig 20,99 US-Dollar pro Monat fällig – fünf Dollar mehr als beim Abschluss direkt über die YouTube-Website oder Android.
Bestandskunden von YouTube in den USA erfahren von der Preiserhöhung per E-Mail, berichteten verschiedene US-Medien, wobei einige die Nachricht noch gar nicht erreicht hat. Die neuen Preise treten für Bestandskunden am 7. Juni 2026 in Kraft. In der Mail erklärt YouTube die Erhöhung damit, dass das Unternehmen weiterhin „großartigen Service und Funktionen“ liefern wolle. Die Entscheidung habe man sich nicht leicht gemacht. Die höheren Kosten dienten dazu, das Premium-Angebot zu verbessern und die Creator auf YouTube zu unterstützen. Diese erhalten bei Premium-Zuschauern eine Kompensation dafür, dass keine Werbeerlöse fließen.
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(mki)
Künstliche Intelligenz
Meta-Mitarbeiter soll 30.000 private Nutzerbilder heruntergeladen haben
Ein Mitarbeiter von Meta soll bei der Arbeit heimlich 30.000 private Bilder von Facebook-Nutzern heruntergeladen haben. Der Londoner soll ein selbst geschriebenes Computerprogramm verwendet haben, welches die internen Sicherheitsvorkehrungen umging und ihn unerkannt auf das Material zugreifen ließ. Als er damit aufflog, feuerte ihn Meta sofort und informierte die Polizei.
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Ihm wird nun ein Eingriff in die Privatsphäre etlicher Facebook-Nutzer vorgeworfen. Ein Vergehen, das in Großbritannien mit verschiedenen Gesetzen geregelt wird, etwa der britischen Datenschutzverordnung oder dem Data Protection Act.
Meta bestätigt den Vorfall
Der Vorfall ereignete sich schon vor über einem Jahr, wurde allerdings erst jetzt bekannt, nachdem Journalisten der britischen Mediengruppe Press Association entsprechende Gerichtsdokumente einsehen konnten. Während Cybercrime-Spezialisten in dem Fall weiterermitteln, ist der Mann unter Auflagen frei. Meta bestätigte den Fall der britischen Zeitung The Guardian. Die betroffenen Facebook-Nutzer seien demnach umgehend informiert worden. Ein Meta-Sprecher sagte außerdem, dass die internen Sicherheitsvorkehrungen nach dem Vorfall umgehend verbessert worden seien und der Konzern bei den Ermittlungen mit den Behörden kooperiere. In welchem Bereich der Beschuldigte bei Meta tätig war, ist nicht bekannt.
Der Jon Baines, Datenschutzspezialist der Rechtsberatung Mishcon de Reya, gab dem Guardian eine generelle Einschätzung, wie es für Unternehmen rechtlich aussieht, wenn einzelne Beschäftigte Verstöße wie im Fall des verdächtigen Ex-Meta-Mitarbeiters begehen. „Grundsätzlich gilt: Sofern der Arbeitgeber – in diesem Fall Meta – über angemessene technische und organisatorische Maßnahmen verfügt, um unbefugten Zugriff zu verhindern oder zumindest aufzudecken, haftet er nicht selbst“, erklärt Baines. Das Gesetz ziele nicht darauf ab, verantwortliche Organisationen für die Handlungen von korrupten Mitarbeitern zu bestrafen.
„Sollte jedoch der Datenschutzbeauftragte – oder ein Gericht – entscheiden, dass Meta keine angemessenen technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Schutz der Kundendaten getroffen hat, könnte Meta (oder eine andere Organisation unter ähnlichen Umständen) möglicherweise mit erheblichen Geldstrafen oder Schadensersatzansprüchen belegt werden“, erklärt Baines weiter.
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Hierzulande läuft bereits eine große Sammelklage aufgrund einer anderen großen Datenpanne. Zwischen Mai 2018 und September 2019 waren Daten von mehr als 530 Millionen Nutzern in die Hände von Kriminellen geraten. 2021 tauchten sie dann im Darknet auf. Der „Verbraucherzentrale Bundesverband“ (vzbv) wirft Meta in Irland unter anderem Verstöße gegen das Datenschutzrecht vor. Der Musterfeststellungsklage haben sich nach Angaben des Anwalts inzwischen 27.000 Menschen angeschlossen. Aktuell steht ein Vergleich im Raum, der millionenschwer ausfallen dürfte. Beide Seiten können nun in den kommenden Wochen darüber beraten.
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