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Künstliche Intelligenz

Digital-Health-Podcast: Mehr Tempo bei Daten und KI – aber zu welchem Preis?


In der neuen Ausgabe des Digital-Health-Podcasts wird der Ruf nach mehr Datennutzung im Gesundheitswesen immer lauter. Auf mehreren Veranstaltungen zeigte sich ein klarer Trend und ein Wunsch: Daten sollen konsequenter genutzt und digitale Tools sollten schneller in die Versorgung gebracht werden. Viele Akteure fordern mehr Tempo bei der Digitalisierung, einen besseren Zugang zu Daten und eine stärkere Nutzung von KI – auch vor dem Hintergrund eines angespannten Gesundheitssystems.

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Der Podcast sammelt Stimmen vom Jubiläum der Medizin-Informatik-Initiative (MII) in Berlin, vom Digital Health Innovation Forum des Hasso-Plattner-Institut (HPI) und vom Auftakt von AnoMed 2, einem Forschungsprojekt zur sicheren Datennutzung und -aufbewahrung – teils aus Interviews, teils direkt aus den Vorträgen.

Deutlich wird, dass der Wille zur Datennutzung da ist, doch zwischen Anspruch und Realität klaffen weiterhin Lücken, etwa bei Regulierung, Zugang und praktischer Umsetzung. Wichtig ist auch, dass die Versicherten abgeholt werden und Krankenkassen beim Umgang mit Gesundheitsdaten vorsichtig sind, weshalb die Bundesdatenschutzbeauftragte auch ihre Hilfe anbietet.

„Wir fangen gerade erst an zu verstehen, was man mit großen Datenmengen überhaupt machen kann“, sagt Ariel Dora Stern, Professorin beim HPI. Dr. Theresa Ahrens vom Fraunhofer IESE ordnet die Entwicklungen rund um Daten, Regulierung und Umsetzung ein.

Außerdem sprechen wir mit dem Pathologen Dr. Jochen Lennerz über die Chancen und Risiken von Brain-Computer-Interfaces (BCIs): Schon heute ermöglichen sie gelähmten Menschen Kommunikation per Gedanken und gleichzeitig werfen sie grundlegende Fragen auf. Denn die zugrunde liegenden Gehirndaten enthalten oft weit mehr Informationen, als aktuell genutzt wird, was neue Risiken bei der Sekundärnutzung schafft.

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Auch rechtlich bleibt vieles ungeklärt, etwa der Schutz dieser hochsensiblen Daten über den Tod hinaus. Prof. Esfandiar Mohammadi von der Universität Lübeck, ebenfalls ein wiederkehrender Gesprächspartner, mahnt schließlich, bei aller Euphorie rund um Datennutzung und KI die Risiken für Datenschutz und Privatsphäre nicht aus dem Blick zu verlieren.


(mack)



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Nvidia will in Taiwan 150 Milliarden US-Dollar pro Jahr investieren


Bei einem Besuch in Taiwan bezeichnete Nvidia-Chef Jensen Huang die Insel als das „Epizentrum der KI-Revolution“ und kündigte an, in der Region künftig jährlich 150 Milliarden US-Dollar zu investieren. Dazu gehört auch ein neues Hauptquartier für Nvidia-Mitarbeiter in Taipeh, der Hauptstadt des Landes, das viermal mehr Personen aufnehmen kann als Nvidia bislang dort beschäftigt. Das beflügelt die Börse Taiwans, denn insbesondere die lokalen Chipfirmen versprechen sich viel von einer engeren Zusammenarbeit mit Nvidia.

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150 Milliarden Dollar pro Jahr sind auch für Nvidia eine hohe Investitionssumme, schließlich übersteigt dies den aktuellen Quartalsumsatz. Aufgrund des KI-Rausch meldete Nvidia zuletzt einen Rekordumsatz von 81,6 Milliarden Dollar für die vergangenen drei Monate.

Huang ist bereits eine Woche vor der Technikmesse Computex in Taiwan und besucht dort nicht nur Mitarbeiter und Geschäftspartner, sondern feierte auch die Pläne für einen neuen Nvidia-Campus namens „Constellation“ in Taipeh. Der Bau soll noch dieses Jahr beginnen und 2030 abgeschlossen werden. Dort können dann 4000 Beschäftigte arbeiten, was die Anzahl der Nvidia-Mitarbeiter in Taiwan vervierfachen würde.

„Vor vier oder fünf Jahren investierte Nvidia jährlich etwa 10 bis 15 Milliarden Dollar in Taiwan“, sagte der Nvidia-Chef laut Reuters während der Constellation-Veranstaltung in Taipeh. „Mittlerweile geben wir dort jedes Jahr 100 Milliarden Dollar aus – Tendenz steigend auf 150 Milliarden“. Allerdings hat Huang bislang nicht verraten, über welchen Zeitraum sich die jährlichen Investitionen in dieser Höhe erstrecken sollen.

„Taiwan ist das Epizentrum der KI-Revolution“, erklärte Huang. „Hierher kommen die Chips, hierher kommt die Verpackung; hier werden die Systeme gefertigt, und hier wurden die KI-Supercomputer geschaffen. Die Anzahl der Partner, mit denen wir hier in Taiwan zusammenarbeiten, ist unglaublich.“

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Der wichtigste Partner dürfte Chiphersteller TSMC sein, der weltgrößte Auftragsfertiger mit der derzeit fortschrittlichsten Produktionstechnik. Laut CNBC wird erwartet, dass Nvidia Apple dieses Jahr als größten TSMC-Kunden ablösen wird. Aber auch die taiwanischen Unternehmen Foxconn, Wistron und Quanta Computer spielen wichtige Rollen bei der Produktion von KI-Servern, Computer-Komponenten und Infrastruktur.

Der Aktienkurs TSMCs ist an der taiwanischen Börse am gestrigen Mittwoch um 1,3 Prozent gestiegen, aber andere Technologieunternehmen wie MediaTek und Delta Electronics konnten sogar um 8,8 respektive 7,2 Prozent zulegen. Das sind die drei bei der Marktkapitalisierung größten Konzerne im taiwanischen Index Taiex. Diese Kurse dürften aber auch davon beflügelt worden sein, dass die Speicherhersteller SK Hynix und Micron jetzt eine Billion US-Dollar wert sind.

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Jensen Huang wurde in Tainan geboren, der historischen Hauptstadt Taiwans im Süden der Insel, aber emigrierte im Alter von 9 Jahren in die USA. Der Nvidia-Chef genießt in dem Land den Status eines Popstars, jeder Besuch wird von Einheimischen und den lokalen Medien intensiv begleitet. Da werden auch Bilder oder kurze Videos von Toilettenräumen veröffentlicht, weil Huang die Wand mit Widmung und Unterschrift versehen hat.


(fds)



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Platinen mit rekonfigurierbaren Flüssigmetall-Leiterbahnen für die Entwicklung


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das Start-up-Unternehmen Itera kündigt Platinen für elektronische Schaltungen an, deren Leiterbahnen aus Flüssigmetall bestehen. Die Form der Leiterbahnen lässt sich in einem feinen Raster durch Elektrobenetzung (Electrowetting) verändern; das soll weniger als eine Minute dauern. Dadurch können Entwickler die Verschaltung der auf der Platine befestigten Bauelemente und Anschlüsse rasch ändern.

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Weil Itera-Leiterplatten Änderungen an der Verdrahtung der Komponenten ohne mechanische Eingriffe ermöglichen, sollen sie die Entwicklung physischer Schaltungen stark beschleunigen.

Bisher verrät die Itera-Website erst wenige Details. Allerdings verspricht das US-Unternehmen, auch mehrlagige Platinen mit Durchkontatkierungen seien machbar.

Elektrobenetzung bezeichnet das physikalische Phänomen, dass ein elektrisches Feld die Oberflächenspannung mancher Flüssigkeiten beeinflusst. Dadurch wiederum benetzt diese Flüssigkeit je nach elektrischer Feldstärke unterschiedlich große Bereiche einer Oberfläche.

Mehrere Forschungsarbeiten haben in den vergangenen Jahren Elektrobenetzung mit Flüssigmetallen untersucht. Dabei ging es unter anderem um Galliumverbindungen, die etwa auch zur Wärmeübertragung zwischen Prozessoren und Kühlkörpern zum Einsatz kommen.



Winzige Schalter im „Ideal Switch“ von Menlomicro.

(Bild: Menlomicro)

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Eine ebenfalls innovative Alternative zur Umschaltung von Verbindungen hat die Firma Menlomicro als „Ideal Switch“ entwickelt. Das sind Relais in Chip-Bauform, die intern sehr viele winzige Schaltkontakte enthalten. Menlomicro liefert unterschiedliche Varianten beispielsweise für das Schalten relativ hoher Ströme oder von Signalen mit hohen Frequenzen.


(ciw)



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Bundesverkehrsministerium plant Reform der Autobahn GmbH


Die Finanzierung der bundeseigenen Autobahn GmbH soll gestärkt werden. Dazu plant das Bundesverkehrsministerium eine Reform. So soll die Autobahn GmbH künftig Kredite aufnehmen und dadurch ihre finanziellen Spielräume erweitern können. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Verkehrsministerium will damit ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umsetzen.

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Bisher erfolgt die Finanzierung der Autobahn GmbH aus dem Bundeshaushalt. Damit ist die Gesellschaft aber immer von der jeweiligen Kassenlage abhängig. Im Gesetzentwurf heißt es, die Straße werde auch künftig der Verkehrsträger mit der mit Abstand größten Verkehrsleistung bleiben. Dafür brauche sie eine „verlässliche und nachhaltige“ Finanzierung.

Geplant ist nun ein Drei-Säulen-Modell aus Haushaltsmitteln, Nutzerfinanzierung und privatem Kapital. Die Autobahn GmbH soll „begrenzt kreditfähig“ werden – das bedeutet, sie soll künftig Kredite aufnehmen und Anleihen begeben können. Damit sollen die Finanzierungsmöglichkeiten der Autobahn GmbH erweitert werden. Zudem soll künftig ein wesentlicher Teil der Einnahmen der Lkw-Maut an die Autobahn GmbH gehen. Geplant ist ein Volumen von rund fünf Milliarden Euro. Die neue Finanzarchitektur soll Anfang 2028 umgesetzt werden.

In den vergangenen Jahren seien die Investitionen in die Bundesfernstraßen zwar kontinuierlich gesteigert worden, heißt es im Gesetzentwurf. „Trotzdem bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen, um den zunehmenden Sanierungsbedarf aufzulösen.“ In den kommenden Jahren müssen viele marode Brücken saniert und Straßen repariert werden. Für den Aus- und Neubau von Autobahnen sieht das Bundesverkehrsministerium Milliarden-Finanzlücken.

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„Sollte das Gesetz das Kabinett passieren, muss klar sein, dass Kredite nicht für den Bau neuer Autobahnen verpulvert werden“, sagte Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Vielmehr müsse die Verwendung der Mittel auf den Erhalt von Brücken und Straßen im Gesetz festgeschrieben werden. „Nur so kann das Gesetz in Einklang mit dem Natur- und Klimaschutz stehen.“

Graichen kritisierte, dass Finanzierungsplanungen der Fernstraßen zukünftig von der Autobahn GmbH und nicht mehr vom Bundesverkehrsministerium durchgeführt werden sollten. „Durch eine solche Verschiebung in den privatrechtlichen Bereich würden die Planungen staatlicher Kontrolle entzogen und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsbeteiligung massiv reduziert.“

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(fpi)



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