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Privatsphäre: Bürgerrechtler warnen vor Gesichtserkennung bei Meta Smart Glasses


Die Pläne des US-Konzerns Meta, seine Smart Glasses mit Gesichtserkennung auszustatten, stellen eine inakzeptable Bedrohung für Privatsphäre und Freiheit dar und sind „eine rote Linie, die die Gesellschaft nicht überschreiten darf“. Davor warnt ein breites Bündnis von Organisationen unter der Führung der US-Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) in einem offenen Brief an Meta-CEO Mark Zuckerberg.

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Der Brief wurde von 75 Nichtregierungsorganisationen unterschiedlichster Couleur unterzeichnet. In dem Schreiben fordern sie Meta auf, die Pläne zur Ausstattung seiner intelligenten Brillen mit Gesichtserkennung unverzüglich zu stoppen und sich öffentlich davon zu distanzieren. „Brillen mit Gesichtserkennungstechnologie würden es jedem Träger ermöglichen, Fremde in seiner Umgebung – etwa bei Protesten, in Arztpraxen oder Geschäften – namentlich zu identifizieren. Dieser Name könnte dann mit digitalen Datenbanken verknüpft werden, die eine Fülle sensibler Informationen über Beruf, Gewohnheiten, Gesundheit und Beziehungen der Zielperson enthalten“, heißt es in einer am Montag von der ACLU herausgegebenen Presserklärung.

Die US-amerikanische Bevölkerung habe einer solchen massiven Verletzung der Privatsphäre nicht zugestimmt, so Kade Crockford, Direktor für Technologie- und Justizprogramme bei der ACLU von Massachusetts. „Stalker und Betrüger hätten mit dieser Technologie leichtes Spiel“, warnt er. „Bundesbeamte könnten sie nutzen, um Kritiker zu schikanieren und einzuschüchtern. Sie ist gefährlich und dystopisch, und Meta muss sich davon distanzieren.“

Die Unterzeichner des offenen Briefes sehen besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen, darunter People of Color, Frauen, Kinder, Immigranten, religiöse Minderheiten und Mitglieder der LGBTQ+-Community, durch den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie gefährdet. Indem die Brille von Meta die Erwartung von Privatsphäre und Anonymität in der Öffentlichkeit aufhebt, schränke sie die freie Meinungsäußerung für alle ein, so die Befürchtung. „Die Verhinderung dieser Entwicklung ist nicht nur eine Frage des Datenschutzes. Sie ist eine Grundvoraussetzung für eine freie und sichere Gesellschaft“, heißt es in dem Schreiben.

Cody Venzke, leitender Anwalt der ACLU, spricht von einer „zutiefst invasiven und unethischen Technologie“. Die Gefahren seien nicht hypothetisch, sondern sehr real; das habe der Einsatz von Gesichtserkennung in anderen Bereichen gezeigt. „Die Integration dieser Technologie in Brillen würde das Risiko für Einzelpersonen, Familien und unsere Demokratie selbst erheblich erhöhen“, so Venzke.

Der offene Brief an Zuckerberg folgt Medienberichten, wonach Meta noch in diesem Jahr Gesichtserkennung für seine millionenfach verkauften Smart Glasses einführen will. Die Funktion werde intern „Name Tag“ (Deutsch: Namensschild) genannt und solle es Trägern ermöglichen, Personen in ihrer Umgebung zu identifizieren, hieß es. Ende März hat Meta zudem neue Modelle und KI-Funktionen angekündigt. Parallel zu dem offenen Brief forderte ACLU Verbraucher auf, sich schriftlich an Meta zu wenden und ihre Bedenken bezüglich der Gesichtserkennungstechnologie zu äußern.

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(akn)



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Künstliche Intelligenz

Dienstag: Anthropic geht an die Börse, Gutachter zerpflückt EU-Plan


Um die gewaltigen Investitionen für die KI-Entwicklung zu meistern, streben Unternehmen wie Anthropic oder OpenAI an die Börse. Dabei ist Claude-Entwickler Anthropic dem Konkurrenten mit seinem Antrag auf Börsengang in den USA nun überraschend zuvorgekommen. Dahinter dürfte Kalkül stecken. Nach dem Willen der EU-Kommission sollen bis 2035 die traditionellen Kupfernetze in der Gemeinschaft schrittweise und vollständig abgeschaltet werden. Ein am Montag veröffentlichtes Gutachten des Verbandes Connect Europe kritisiert eine unzulässige, enteignungsgleiche Überregulierung. Und die UN arbeiten an einem internationalen Standard für den E-Umbau von Verbrennerautos – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Es könnte das Jahr spektakulärer Börsengänge werden. In wenigen Tagen steht der Mega-Börsengang von SpaceX an. Elon Musks Weltraumfirma will am 12. Juni an die Börse gehen. Es wird mit Rekorderlösen gerechnet. Bis zu 80 Milliarden US-Dollar will SpaceX bei Investoren einsammeln. Und auch OpenAI strebt an die Börse. Es wird erwartet, dass das Unternehmen schon bald den entsprechenden Antrag stellt. Rivale Anthropic ist dem ChatGPT-Entwickler nun überraschend zuvorgekommen. Analysten zufolge könnte sich Anthropic damit einen strategischen Vorteil gegenüber OpenAI verschaffen wollen. Anthropic reicht vertraulich Antrag auf Börsengang in den USA ein

Tempo beim Glasfaserausbau: Bis 2035 sollen die traditionellen Kupfernetze in der Europäischen Union schrittweise und vollständig abgeschaltet werden. Das sieht die EU-Kommission in ihrem Entwurf für einen Digital Networks Act (DNA) vor. Doch in Teilen der Telekommunikationsbranche stößt das auf Widerstand. Der Verband Connect Europe, dem die Deutsche Telekom, Telefónica oder Vodafone angehören, kritisiert mit einem am Montag veröffentlichten Gutachten die Pläne als Überregulierung. Laut einem Gutachter des Verbandes verstoßen die Kernbestimmungen gegen EU-Recht. Vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) droht ein Scheitern. Glasfaser: Gutachter lässt kein gutes Haar an EU-Plan für Kupfer-Abschaltung

Wer sein Verbrennerauto auf Elektroantrieb umrüsten will, steht in Deutschland vor einer teuren Einzelabnahme. Wie in den meisten anderen Ländern fehlt ein regulatorischer Rahmen. Einzig Frankreich hat 2020 ein eigenes, standardisiertes Zulassungsverfahren für Umrüstkits eingeführt. Doch in der Praxis blieb der Durchbruch bisher aus. Das will die UNECE, die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, nun ändern und arbeitet an einem weltweit gültigen Regelwerk für den Umbau von Verbrennern zu Stromern. Bis zum kommenden Jahr soll das Regelwerk stehen. UN will Elektro-Umbau von Verbrennern bis 2027 international standardisieren

Die freie Bürosoftware LibreOffice soll langfristig stärker zu einer Alternative zu den beiden marktbeherrschenden Cloud-Office-Suiten Microsoft 365 und Google Workspace werden. Dafür will die Document Foundation (TDF) LibreOffice strategisch in Richtung Browser, Smartphones und kollaboratives Arbeiten weiterentwickeln. Ein jetzt veröffentlichtes Strategiepapier skizziert fünf Entwicklungsstränge. Anders als die Konkurrenz will die Stiftung dabei Web- und Mobilversion auf einer gemeinsamen Codebasis mit der Desktop-Version aufsetzen und ohne enge Bindung an einen einzelnen Cloud-Anbieter auskommen. LibreOffice: Erste technische Details zum großen Umbau

Es ist ein interessantes Experiment: Forscher des Labors Emergence AI ließen die KI-Modelle ChatGPT, Grok, Claude und Gemini ihre eigene simulierte Welt regieren, um zu sehen, was passieren würde. Sie stellten ihnen Werkzeuge für alle Bereiche zur Verfügung – vom Ressourcenmanagement bis hin zu Abstimmungen über Gesetzesvorschläge. Außerdem erhielten die KI-Modelle die Möglichkeit, Orte wie Bibliotheken, Rathäuser und Polizeistationen zu errichten. Sie hatten fünfzehn Tage Zeit, um zu zeigen, wie sie ihre Welt gestalten und wie gut diese funktionieren würde. Doch keines der Modelle schaffte es, alleine vernünftig eine Welt am Laufen zu halten. Forschungssimulation: So würden die verschiedenen KI-Modelle die Welt regieren

Auch noch wichtig:

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(akn)



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Android öffnet ein paar well-known Ports


Google wird Android-Apps erlauben, ein Dutzend well-known Ports (kleiner als 1024) zu nutzen. Das öffnet neue Einsatzmöglichkeiten für populäre Android-Geräte, insbesondere im lokalen Netzwerk. Konkret sollen mit dem nächsten Update des Google Play Systems Android-Apps bei Bedarf Zugriff auf diese neun TCP-Ports erhalten: 20 und 21 (typischerweise für FTP genutzt), 22 (SSH/SFTP), 23 (Telnet), 80 (HTTP), 443 (HTTPS), 445 (SMB), sowie die beiden regelmäßig für vernetzte Drucker eingesetzten Ports 515 (LPD) und 631 (IPP).

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Hinzu kommen drei UDP-Ports: 319/320 (typischerweise für Zeitgeber-Synchronisierung mittels PTP) und 443 (für das QUIC-basierte WWW-Protokoll HTTP/3). Das geht aus einer am Wochenende veröffentlichten Mitteilung im öffentlichen Bugtracker Androids hervor. Kein Glück haben beispielsweise Nutzer von TFTP (UDP-Port 69) oder Doom-Fans (klassisch Port 666).

Bislang sperrt Google auf seinen Android-Versionen grundsätzlich Ports kleiner 1024. Nur wenn solche Android-Implementierungen gerootet sind, kann der Administrator die sogenannten well-known Ports zugänglich machen. Das schwächt unter Umständen bestimmte IT-Sicherheitsmaßnahmen.

Daher regen Entwickler im Android Bugtracker seit vielen Jahren an, die Einschränkung fallen zu lassen. Doch Google hat das mehrfach als „absichtliches Verhalten” eingestuft und das Gesuch abgelehnt („Won’t Fix”). Im Oktober 2021 überraschte ein Googler mit der „Erklärung”, dass „raw sockets konstante Quelle für kernel exploits” seien, weshalb die Verbesserung nicht infrage komme. Dabei hatte niemand nach raw sockets (OSI-Layer 2 oder 3) gefragt, sondern lediglich nach Zugang für unprivilegierte Apps auf Layer 4.

Auch den zumindest dritten Anlauf vor gut vier Jahren hat Google mit „Won’t Fix” abgeschmettert. Doch vorige Woche entdeckte ein womöglich deutscher Entwickler, dass Anwendungen in der Developer Preview auf Android 17 Zugriff auf die UDP-Ports 319 und 320 ergattert haben.

Daraufhin rang Google sich zu einer teilweisen Öffnung durch, auch für altere Androids. Die grundsätzliche Herangehensweise, well-known Ports zu sperren, bleibt aufrecht. So viel Orthodoxie muss offenbar sein. Immerhin wird die Nutzung der zwölf obgenannten Ports ermöglicht.

Technisch gesehen setzt Google die neue Port-Whitelist mittels eBPF (extended Berkley Packet Filter) um. Das erfolgt in jenem APEX-Modul, das in Android Mainline für Datenverbindungen samt Tethering zuständig ist. Solche Module können durch Google Play Updates erneuert werden und bedürfen keines Updates des gesamten Betriebssystems. Der Konzern könnte Zukunft also relativ einfach weitere well-known Ports zur Verfügung stellen, wenn er denn möchte.

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Voraussetzung für den neuen Portzugriff sind sowohl mindestens Android 13 (API-Version 33 und höher) als auch mindestens Linux-Kernel 5.15. Damit sind Anwender erst mit Systemen, die neu mit Googles Android 14 ausgeliefert wurden, auf der sicheren Seiten. Mobiltelefone, die mit Googles Android 13 neu ausgeliefert wurden, durften Kernel 5.10 oder 5.15 nutzen, sind also nicht alle mit dabei. Geräte, die mit älteren Android-Versionen auf den Markt gekommen und später auf jüngere Versionen des Betriebssystems upgegradet worden sind, können sogar mit noch älteren Kernel-Versionen laufen.

Bei den Android-Varianten Android Auto, TV und Wear könnte die Verbesserung länger auf sich warten lassen. Das gilt auch für Android Go; das ist eine für weniger leistungsstarke Handys und Mobilfunknetze optimierte Android-Variante.

Die Einschränkung der niedrigen Ports ist auch bei anderen Linux-Systemen üblich. Allerdings ist es dort Administratoren in der Regel ein Leichtes, bei Bedarf Anwendungen den Zugriff zu gestatten. Für MacOS galt das nicht, doch können nicht-privilegierte Anwendungen seit Version 10.14 über die Wildcard-Adresse 0.0.0.0 auch an well-known Ports andocken. Den nicht auf Linux basierenden Betriebssystemen iOS und Windows ist die strikte Portnummern-basierte Blockade fremd.


(ds)



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Beta: Googles Telefon-App für Pixel erhält in Deutschland einen Anrufbeantworter


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Google hat die Funktion „Nachricht aufzeichnen“ für Geräte ab Android 11 beziehungsweise ab dem Pixel 6 und neuer offenbar in Deutschland freigeschaltet. Damit lassen sich verpasste und abgelehnte Anrufe verwalten. Die Funktion läuft laut Google vollständig auf dem Gerät und dient in gewisser Weise als Anrufbeantworter mitsamt Transkription.

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Die Funktion (via Smartdroid) wird uns auf einem Pixel 10 Pro mit Beta-Version der Telefon-App (Version 223.0.922203806) angeboten, sie versteckt sich in den Einstellungen der App unter „Nachricht aufzeichnen“. Laut Google lassen sich mit der Funktion, die zuerst im Oktober 2025 für das Pixel 10 angekündigt worden ist, Transkripte und eine Audioaufnahme der Nachricht des Anrufers anzeigen. Ferner soll „Nachricht aufzeichnen“ auch Spam unter den Nachrichten erkennen, „die von Nummern hinterlassen werden, die nicht in den Kontakten gespeichert sind“, heißt es.


Screenshots: Anruf aufzeichnen in Telefon App Beta

Screenshots: Anruf aufzeichnen in Telefon App Beta

„Anruf aufzeichnen“ in der Telefon-App Beta auf einem Pixel-Gerät.

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Laut Google nutzt „Nachricht aufzeichnen“ dasselbe Spam-Erkennungsmodell wie „Call Screen“, außerdem wird das Feature direkt auf dem Pixel-Smartphone ausgeführt, sodass die Daten nicht in der Google Cloud landen. Hierfür komme ein Gemini-Modell zum Einsatz.

In den Einstellungen der Telefon-App können Nutzerinnen und Nutzer die Funktion sowohl deaktivieren – auf unserem Gerät war die Funktion standardmäßig aktiviert –, als auch einen eigenen Begrüßungstext einsprechen.

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Da die Funktion direkt auf dem Telefon ausgeführt wird, muss es selbstredend eingeschaltet sein. Ist das Pixel-Handy aus oder hat es keinen Empfang, springt stattdessen die Mailbox des Mobilfunkanbieters ein.

Kurios ist, dass Google in einem Support-Dokument noch nicht Deutschland erwähnt. Offiziell bietet der Konzern sie in den USA, dem Vereinigten Königreich, Australien, Kanada und Irland an. Angesichts dessen, dass sie schon in der Beta-Version der Telefon-App nutzbar ist, dürfte es bis zur Erweiterung für weitere Länder nicht mehr allzu lange dauern. Die „Nachricht aufzeichnen“-Funktion könnte im Zuge des Android-17-Updates oder eines davon gelösten Pixel Drops, Googles quartalsweise erscheinendem Update für Pixel-Geräte, für weitere Regionen und Sprachen offiziell angekündigt werden.

Erst Anfang dieses Jahres hatte Google seiner Telefon-App in Deutschland unter anderem die Funktion, Anrufe aufzuzeichnen, integriert.


(afl)



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