Künstliche Intelligenz
DeepL wird zum Echtzeit-Übersetzer | heise online
Das Kölner Unternehmen für KI-Sprachtechnologie DeepL hat am Donnerstag „die nächste Generation seiner Übersetzungsplattform“ eingeführt. Die neue Produktreihe „DeepL Voice-to-Voice“ ist unter anderem als Alternative zu Googles Angebot zu verstehen, da DeepLs neues Angebot ebenso Sprache-zu-Sprache-Übersetzung in Echtzeit ermöglicht. Es soll sowohl in virtuellen Meetings, persönlichen Gesprächen als auch in „kundenorientierten Touchpoints via API“ eingesetzt werden können. Damit sollen Teams weltweit „mühelos über Sprachbarrieren hinweg zusammenarbeiten“, so das Unternehmen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Voice-to-Voice
Mit DeepL Voice-to-Voice sollen Nutzerinnen und Nutzer natürlich in der eigenen Sprache sprechen, während das Gesagte beim Empfänger präzise übersetzt werden soll. „Wir vereinen erstklassige Sprachmodelle mit unserer bewährten KI-Übersetzungstechnologie, die wir kontinuierlich weiterentwickeln“, sagt DeepL-CEO Jarek Kutylowski.
Die neue Echtzeit-Übersetzungsplattform umfasst DeepL zufolge fünf Produkte:
- Voice for Meetings: Ermöglicht Echtzeit-Übersetzung auf Plattformen wie Microsoft Teams und Zoom. Das Early-Access-Programm starte im Juni, während die Registrierung ab sofort möglich sei.
- Ab sofort ist die Funktion Voice for Conversations verfügbar. Auf sie kann sowohl über Mobilgeräte als auch im Web zugegriffen werden. Sie könne dort eingesetzt werden, wo die „Installation von Apps nicht praktikabel oder unzulässig ist“, heißt es.
- Das Feature Gruppenkonversationen soll derweil den mehrsprachigen Austausch in Trainings, Coachings und Workshops erleichtern. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen QR-Code, über den sie direkt beitreten können. Mithilfe eines „Multi-Device-Zugangs können Teilnehmer gleichzeitig Sprachübersetzungen in Echtzeit empfangen“. Die Funktion soll ab dem 30. April verfügbar sein.
- Mittels einer Voice-to-Voice API können Unternehmen die DeepL-Sprachübersetzung direkt in eigene interne Anwendungen und kundenorientierte Tools integrieren. Ein Startdatum nennt das Unternehmen nicht, interessierte Unternehmen können sich aber schon registrieren.
- Zudem bietet DeepL Optimierungsfunktionen an, „mit denen auch spezifische Terminologie wie Branchenbegriffe, Produktnamen oder Eigennamen auch bei schneller oder technischer Sprache präzise erfasst und übersetzt werden“. Dieses Feature soll ab dem 7. Mai bereitstehen.
40 Sprachen
Zum Start des Angebots unterstützt DeepL Voice alle 24 offiziellen EU-Sprachen sowie Vietnamesisch, Thailändisch, Arabisch, Norwegisch, Hebräisch, Bengalisch und Tagalog. Laut unabhängigen Blindtests von Slator bevorzugten 96 Prozent der Linguisten DeepL Voice gegenüber den nativen Übersetzungslösungen von Google, Microsoft und Zoom. Insgesamt deckt DeepL Voice damit über 40 Sprachen ab, so das Unternehmen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Gegenüber TechCrunch sagte Kutylowski, dass die KI das Kundenservice-Erlebnis der kommenden Jahre grundlegend verändern werde. Weiter erklärte er, dass eine „Übersetzungs-Ebene“ (“translation layer“) Unternehmen dabei helfe, Support in Sprachen anzubieten, in denen qualifiziertes Personal rar und teuer einzustellen sei.
Zuletzt hatte DeepL im September 2025 einen KI-Agenten vorgestellt, der Unternehmen in verschiedenen Bereichen unterstützen soll. Als potenzielle Einsatzgebiete nannte das Unternehmen die Bereiche Finanzen, Vertrieb, Marketing, Kundensupport und Lokalisierung. Als Beispiel nannte DeepL Erkenntnisse eines Vertriebsteams zusammenfassen, aber auch Rechnungen in der Finanzabteilung automatisieren. Zudem prüfe das Unternehmen offenbar den Gang an die Börse.
Lesen Sie auch
Siehe auch:
- DeepL: Download schnell und sicher von heise.de
(afl)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: KI-Methoden und -Werkzeuge für die IT-Sicherheit
KI-basierte Werkzeuge können helfen, Schwachstellen schneller zu erkennen und gezielt zu analysieren. Dadurch können Sicherheitsprozesse effizienter gestaltet und die Zeitvorteile gegenüber potenziellen Angreifern maximiert werden. Doch wann ist der Einsatz von KI-Werkzeugen sinnvoll und wann sollten herkömmliche Methoden bevorzugt werden?
Weiterlesen nach der Anzeige
Der iX-Workshop IT-Security: Künstliche Intelligenz für effiziente IT-Sicherheitsstrategien stellt verschiedene KI-Methoden und -Werkzeuge vor und zeigt, wann und wie sie sinnvoll eingesetzt werden können.
|
Juni 04.06.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 07. Mai 2026 |
|
August 20.08.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 23. Jul. 2026 |
|
November 11.11.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 14. Okt. 2026 |
In unserem iX-Workshop erhalten Sie einen umfassenden Überblick über technische Sicherheitsaudits und Abwehrmaßnahmen sowie verschiedene KI-Tools. Sie haben die Möglichkeit, diese in praktischen Übungen auszuprobieren und deren Vor- und Nachteile kennenzulernen. Dabei wird zwischen sinnvollen und weniger sinnvollen Einsatzmöglichkeiten unterschieden. Etwa 25 Prozent des Workshops sind der praktischen Anwendung des Gelernten gewidmet.
KI-Werkzeuge kennenlernen und anwenden
Der Workshop stellt konkrete Anwendungsszenarien für die vorgestellten Werkzeuge und Methoden vor. Sie lernen, wie Sicherheitsprozesse mithilfe von künstlicher Intelligenz effizienter gestaltet werden können. Sie erfahren, wie Sie Schwachstellenscans und Penetrationstests schneller und besser auswerten können und wie Blue Teams von der automatisierten Bedrohungserkennung und der frühzeitigen Reaktion auf Angriffe profitieren.
Zielgruppe des Workshops sind sicherheitsaffine IT-Mitarbeiter, von Sicherheitsmanagern über Administratoren und SOC-Mitarbeiter bis hin zu sicherheitsinteressierten Softwareentwicklern.
Ihr Trainer Yves Kraft leitet als Head of Security Academy das Aus- und Weiterbildungsangebot der Oneconsult AG. Als ehemaliger Penetration Tester und Security Consultant verfügt er über langjährige Erfahrung als ethischer Angreifer im Bereich Schwachstellenanalyse und Angriffssimulation.
Weiterlesen nach der Anzeige

(ilk)
Künstliche Intelligenz
Blue-Origin-Start am Sonntag geplant: Konkurrenz für SpaceX, Starlink und Leo
Am Sonntagnachmittag soll wieder eine von Amazons Blue-Origin-Raketen ins All steigen. Der Start ist im Zeitfenster zwischen 12:45 Uhr und 14:45 Uhr deutscher Zeit geplant. Eine Schwerlastrakete vom Typ New Glenn soll einen Mobilfunksatelliten von AST SpaceMobile ins All befördern, welcher ganz ohne Mobilfunkgeräte mit Endgeräten kommunizieren soll.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Rakete soll denselben Schwerlast-Booster verwenden, mit dem Blue Origin im November erstmals die Rücklandung eines Orbital-Boosters glückte. So etwas war bis dahin nur Elon Musks Unternehmen SpaceX gelungen. Auch dieses Mal will Blue Origin seinen Booster rücklanden und damit seine Konkurrenzfähigkeit zu SpaceX unter Beweis stellen.
Mobilfunksatellit an Bord
An Bord hat die New-Glenn-Rakete etwas, das einem weiteren Unternehmen von Elon Musk und auch Amazon selbst Konkurrenz bescheren könnte: Den Mobilfunksatelliten Bluebird 7 des Anbieters AST SpaceMobile. Dieser soll aus dem Orbit heraus mobile Endgeräte mit Internet versorgen können – ganz ohne Mobilfunktürme als Unterstützung am Boden. Starlink von Elon Musk und Amazons Leo-Satellitenprojekt bieten etwas Ähnliches, jedoch wird für beide ein zusätzlicher Empfänger benötigt. Das Projekt Leo testet Amazon seit Herbst mit ausgewählten Kunden, Mitte dieses Jahres soll der kommerzielle Start erfolgen.
Ein weiterer großer Unterschied zu AST SpaceMobile ist die benötigte Menge an Satelliten: Während Amazon-Gründer Jeff Bezos und Musk tausende Satelliten ins All schießen, decken die Bluebird-Sateliten eine wesentlich größere Fläche ab. Allerdings haben sie auch selbst wesentlich größere Maße, in der Regel rund 220 Quadratmeter. Aber auch sie sollen in erheblicher Zahl um die Erde kreisen – allein für 2026 plant AST 45 bis 60 solcher Satelliten im All zu stationieren. Nicht nur die schiere Masse dieser Satelliten wird – wie auch bei Leo und Starlink – zum Problem, etwa weil sie immer mehr astronomische Aufnahmen unbrauchbar machen. Durch ihre enorme Größe scheinen die Bluebird-Satelliten auf der Erde heller als fast alle Sterne. AST geht darauf bisher nicht ein.
(nen)
Künstliche Intelligenz
OpenAI stellt GPT-Rosalind vor: KI-Modell speziell für Biologieforschung
OpenAI hat ein neues KI-Modell speziell für die Lebenswissenschaften angekündigt. GPT-Rosalind – benannt nach der DNA-Forscherin Rosalind Franklin – ist auf Biologie, Wirkstoffentdeckung und translationale Medizin zugeschnitten, also der Umsetzung von Forschungsergebnissen in der Gesundheitsversorgung. Das Frontier-Reasoning-Modell soll Forschern bei der Evidenzsynthese, Hypothesengenerierung und Experimentplanung helfen und damit frühe Phasen der Medikamentenentwicklung beschleunigen, die in den USA typischerweise zehn bis 15 Jahre dauern.
Weiterlesen nach der Anzeige
Wie OpenAI in seinem Blog erläutert, versteht GPT-Rosalind vertiefte Zusammenhänge in Chemie, Protein-Engineering und Genomik. Zudem kann das Modell über ein neues Life-Sciences-Plug-in für Codex auf mehr als 50 wissenschaftliche Tools und Datenquellen zugreifen. Damit reiht es sich in die Strategie ein, nach GPT-5.4-Cyber für die IT-Sicherheit nun auch andere Fachdomänen mit spezialisierten Modellen zu bedienen.
Benchmarks zeigen Verbesserungen
In internen Tests übertrifft GPT-Rosalind laut OpenAI seine Vorgängermodelle GPT-5, GPT-5.2 und GPT-5.4 in Bereichen wie Chemie, Protein-Biochemie, Phylogenetik und Tool-Nutzung. Im Bioinformatik-Benchmark BixBench erreicht es eine Pass-Rate von 0,751 – den höchsten Wert unter den verfügbaren Modellen. Bei LABBench2, einem Benchmark für Literaturrecherche und Protokolldesign, schneidet es in sechs von elf Aufgaben besser ab als GPT-5.4. In einer Zusammenarbeit mit Dyno Therapeutics landeten die Top-10-Vorhersagen des Modells bei der RNA-Sequenz-Prädiktion im 95. Perzentil verglichen mit menschlichen Experten.
OpenAI betont, das Modell gezielt auf Skepsis getunt zu haben, um Halluzinationen und Überkonfidenz zu reduzieren. Die generierten Ergebnisse sollen Forscher ausdrücklich als vorläufig behandeln und eigenständig validieren. Rollenbasierte Zugriffskontrollen und ein „Trusted Access Program“ regeln, wer das Modell nutzen darf – derzeit beschränkt sich der Zugang auf qualifizierte US-Enterprise-Kunden.
Zu den ersten Partnern gehören Amgen, Moderna, das Allen Institute und Thermo Fisher Scientific. OpenAI kündigt GPT-Rosalind als erstes Modell in einer Serie an: Künftige Versionen sollen langfristige, werkzeugintensive Forschungsworkflows noch besser unterstützen. Ob die quantifizierbaren Benchmark-Verbesserungen sich tatsächlich in kürzere Entwicklungszeiten für Medikamente übersetzen lassen, muss die Praxis zeigen.
Konkurrenz im wachsenden Markt
Weiterlesen nach der Anzeige
GPT-Rosalind tritt in einen zunehmend umkämpften Markt ein. Anthropic bietet mit Claude for Life Sciences ein vergleichbares Produkt an, während Google DeepMinds AlphaFold sich auf Proteinfaltung spezialisiert hat. Im deutschsprachigen Raum arbeitet das Start-up Puraite an erklärbarer KI für die Evidenzsynthese – ein Prozess, der manuell sechs Monate bis zwei Jahre dauern kann. Im Unterschied zu diesen Ansätzen positioniert sich OpenAI als Anbieter eines breit einsetzbaren Modells für ganze Forschungsworkflows, von der Sequenzanalyse bis zur Target-Priorisierung.
Allerdings bleibt GPT-Rosalind ein Closed-Access-Modell: Gewichte, detaillierte Fehleranalysen und interne Reasoning-Schritte legt OpenAI nicht offen. Forscher können zwar über die integrierten Datenbanken und Tools nachvollziehen, welche externen Quellen in die Ergebnisse einfließen, das Modell selbst bleibt jedoch geschlossen.
Lesen Sie auch
(vza)
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenEindrucksvolle neue Identity für White Ribbon › PAGE online
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenInterview: Massiver Anstieg der AU‑Fälle nicht durch die Telefon‑AU erklärbar
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Entwickler, wacht auf – oder verliert euren Job
