Connect with us

Künstliche Intelligenz

DMEA: Warken über Datenausleitung aus der elektronischen Patientenakte und mehr


Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat auf der Digitalmesse DMEA mehr Tempo bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens gefordert. Entscheidend sei, dass digitale Anwendungen im Alltag von Patienten und Leistungserbringern tatsächlich ankommen und einen spürbaren Nutzen bieten. Der Entwurf des bereits geleakten „Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen“ (GeDIG), über das derzeit innerhalb der Bundesregierung beraten wird, soll dafür den Rahmen liefern.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die eigentliche Herausforderung liege nicht mehr im „Ob“, sondern im „Wie“ der Digitalisierung, sagte Warken. Es gehe darum, die Lücke zwischen technischen Möglichkeiten und tatsächlicher Nutzung zu schließen. „Auch die besten Ideen nützen nichts, wenn sie nicht wirklich genutzt werden.“ Digitale Anwendungen müssten intuitiv bedienbar sein, sich in bestehende Prozesse integrieren und den Arbeitsalltag erleichtern. Am Ende entscheide nicht die technische Machbarkeit, sondern die Akzeptanz, die durch Vertrauen, Verlässlichkeit und konkreten Nutzen entstehe. Mehr positive Erfahrungen mit digitalen Lösungen seien daher zentral. Warken sprach dabei auch aus persönlicher Perspektive als Patientin und gesetzlich Versicherte.

Als wichtigstes Beispiel nannte sie die elektronische Patientenakte (ePA), für die seit Anfang 2025 standardmäßig Konten für gesetzlich Versicherte angelegt sind. Die Nutzung nehme zu, dennoch gebe es „Luft nach oben“. Vor allem das Anmeldeverfahren sei vielen zu kompliziert. Dieses soll unter anderem durch das inzwischen von der Mehrheit der Krankenkassen angebotene „aktualisiertes Video-Ident-Verfahren“ verbessert werden, später auch mit der EUDI-Wallet.

Zudem kündigte Warken den Ausbau der ePA-Funktionen an. Neben Medikationsplänen oder Befunden ist eine Volltextsuche bis Ende 2026 geplant. Die ePA soll eine „echte Alltags-App“ werden. „Dazu sollen die Kassen auch ePA-Daten nutzen können, mit Einwilligung der Versicherten, die auf diesem Weg dann auch von maßgeschneiderten Präventionsempfehlungen profitieren können. Denkbar sind zum Beispiel Übersichten und Erinnerungsfunktionen zu Vorsorgeuntersuchungen und Impfempfehlungen.“ Das bezeichnete Warken als „wirklich handfeste Vorteile für die Versorgung, und auch damit wollen wir die Versicherten überzeugen.“ Darüber hinaus sollen mit der digitalen Ersteinschätzung, E‑Überweisung und Terminvermittlung eine Anbindung an die Gesundheitsversorgung hinzukommen, weshalb die Ministerin ein Primärversorgungssystem plant. Analoge Zugangswege, etwa telefonisch, sollen aber bestehen bleiben.

„Zudem wollen wir die digitalen Kommunikationswege im Gesundheitswesen nutzerfreundlicher und medienbruchrei gestalten, um die Mehrwerte der Digitalisierung auch hier optimal zu nutzen“, sagte Warken. Das gehe nicht ohne Interoperabilität. „Dazu gehört, dass wir die Funktionalität, Stabilität und Nutzerfreundlichkeit der informationstechnischen Systeme der Leistungserbringer fördern wollen.“

Weiterlesen nach der Anzeige

Seit dem Start der ePA gibt es auch ein Konformitätsbewertungsverfahren für selbige, zum Nachweis grundlegender Anforderungen. „Künftig soll dieses Verfahren auch auf weitere Anforderungen ausgedehnt werden, beispielsweise auf Funktionen zum Schutz der Patientendaten. Und auch wollen wir das Recht der Patientinnen und Patienten auf Interoperabilität weiter stärken, indem Hersteller informationstechnischer Systeme zu mehr Interoperabilität verpflichtet werden. Für Versicherte würde dies mehr Souveränität über die eigenen Gesundheitsdaten und aber auch weniger Bürokratie bedeuten.“

Darüber hinaus will das Ministerium die Nutzung von Gesundheitsdaten für Forschung und Versorgung ausweiten und die ePA an Vorgaben des Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS) anpassen, sodass Versicherte auch im EU-Ausland auf ihre Daten zugreifen können. Die Telematikinfrastruktur soll stabiler werden; Interoperabilität und Standards will die Regierung verbindlicher machen.

Mit Blick auf die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung betonte Warken, dass die Beitragssatzsteigerungen zum Jahreswechsel keine „Routine“ werden dürften. „Wir wollen die fast schon zur Routine gewordenen Beitragssatzsteigerungen beenden, weil sie eine wachsende Belastung für Versicherte, Unternehmen und das ganze Land sind“, sagte sie. Digitalisierung solle dabei auch zur Entlastung beitragen. „Wir wollen nicht bei der Digitalisierung sparen, sondern durch Digitalisierung.“


(mack)



Source link

Künstliche Intelligenz

3-in-1: Speicherkartenleser für SDUC, UHS-II und SD Express


Auf dem Computex-Stand der SD Association waren erste SD-Lesegeräte zu sehen, die mehrere aktuelle SD-Standards parallel unterstützen. Sowohl Genesys als auch Realtek zeigten dort integrierte Kartenleser, die sich in der Massenfertigung befinden sollen. Die Plattformen können sowohl schnelle UHS-II-Karten mit beiden Pin-Reihen ansprechen als auch SD-Express-Karten, welche eine zweite Pin-Reihe für die PCIe-Leitung nutzen. Zudem unterstützen sie SD Express 8.0 und können die dritte Pin-Reihe der normal großen SD-Karten ansprechen, welche diese für eine erneute Verdopplung der Geschwindigkeit benötigen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Passende Karten nach SD 7.0 (SD) beziehungsweise SD 7.1 (MicroSD) gibt es schon länger auf dem Markt. Adata hat zudem gerade eine SD-Express-Karte mit einem TByte nach dem SD-8.0-Standard in den Handel gebracht. Kartenlesegeräte sind aber selbst für den 7.x-Standard noch selten, Sandisks Pro Reader SD Express ist beispielsweise kaum zu bekommen.



(Bild: Andreas Sebayang)

Die neue Generation Kartenleser soll zudem auch SDUC-Karten unterstützen. SDXC-Karten sind laut Spezidfikation auf 2 TByte begrenzt, mit steigenden Die-Kapazitäten wurde eine neue Kapazitätsklasse notwendig: SDUC, mit UC für Ultra Capacity; der Standard reicht bis 128 TByte. Am Stand der SD Association wurden Sandisk-Karten der Ultra- und Extreme-Serie mit bis zu 8 respektive 4 TByte beworben. Diese sollen in Kürze erhältlich sein, hieß es am Stand. Sandisk selbst war nicht auf der Messe und konnte sich auf Nachfrage bisher nicht äußern. Allerdings hatte der ehemalige Produktionspartner Western Digital bereits vor knapp zwei Jahren Karten mit diesen Kapazitäten gezeigt; diese sind nie erschienen.

Das erste massentaugliche Gerät mit SD-Express-Slot war die Nintendo Switch 2, die Anzahl der passenden Karten stieg nach deren Erscheinen sehr schnell an. Selbst Karten mit 1 TByte Kapazität sind leicht zu bekommen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Asus gab auf Nachfrage an, dass das ROG Xbox Ally X20 einen MicroSD-Express-Slot habe. Der ältere ROG NUC NUC14SRK bietet laut Datenblatt sogar einen 8.0er-Kartenleser. Adata sagte uns auf der Messe, dass dies das einzige Gerät sei, welches die eigenen Karten mit voller Geschwindigkeit auslesen könne. Früheren Angaben zufolge soll jedoch auch Lenovos ThinkPad P16 Gen 3 einen solchen Slot besitzen.

Auch in Notebooks startet SD Express nun langsam durch. Asus‘ ProArt 14 und 16 mit RTX Spark haben einen entsprechenden 7.0-Kartenleser, HP will in seinen Notebooks MicroSD-Karten nach SD Express unterstützen. Auch RTX Spark könnte den Express-Karten einen Schub geben.


(vbr)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Testsieger: Die beste mobile Klimaanlage – gute Kühlung für unter 300 Euro


Mobile Klimaanlagen schaffen Abhilfe, wenn es im Sommer unerträglich heiß wird. Wir haben Monoblock-Klimageräte von Bosch, Delonghi, Ecoflow & Co. getestet.

Wer schon einmal in einer Dachwohnung gelebt hat, weiß: An heißen Sommertagen reicht selbst morgendliches Stoßlüften mit anschließendem Verschließen der Fenster oft nicht aus, um die Hitze dauerhaft fernzuhalten. Doch nicht nur unter dem Dach – auch in unteren Etagen steigen die Temperaturen in den Sommermonaten spürbar an, nicht selten sind Temperaturen bis knapp unter 40 Grad Celsius zu verzeichnen.

Um die Raumtemperatur sowohl gefühlt als auch messbar zu senken, gibt es viele Möglichkeiten. Eine effektive und einfach nutzbare Lösung bieten moderne Monoblock-Klimageräte. Sie verbessern das Raumklima schnell und ohne großen Aufwand.

Auch wenn sie bei Weitem nicht so teuer sind wie eine zentrale, fest verbaute Klimaanlage, muss man für die meisten Modelle dann doch etwas Geld in die Hand nehmen. Günstigere Alternativen sind in diesem Fall Verdunstungskühler (Ratgeber), die jedoch selbst mit ein paar Einschränkungen daherkommen.

Welche ist die beste mobile Klimaanlage für zu Hause?

In der folgenden Bestenliste zeigen wir die aus unserer Sicht acht besten mobilen Klimaanlagen, die wir im Vorfeld ausführlich getestet haben. Bei der Bewertung haben wir besonderen Wert auf die Kühlleistung, aber auch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis, den Energieverbrauch und die Lautstärke gelegt.

Unser Testsieger ist die AEG Comfort 6000 für 495 Euro. Sie liefert das beste Gesamtpaket mit einer guten Kühlleistung, hochwertiger Verarbeitung und App-Steuerung. Zusätzlich ist sie kompatibel mit Home Assistant.

Die Ecoflow Wave 3 für 725 Euro ist unser Technologiesieger. Durch den kompakten Formfaktor ist sie ideal für Camping-Ausflüge und gut geeignet für den Transport. Sie bietet zudem optional einen Akku für den kabellosen Betrieb. Dazu kommen Kühl- und Heizfunktion, die für wohltemperierte Zelte und Camper sorgt.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Trotec PAC 2015 E, die mit ihrer kompakten Größe für 230 Euro nicht nur verhältnismäßig günstig ist, sondern zudem auch eine gute Kühlleistung erbringt.

Manche Geräte sind zu Beginn der Saison 2026 nicht mehr in der von uns ursprünglich getesteten Version verfügbar. Allerdings gibt es in diesen Fällen Modelle des Herstellers, die in Bezug auf die Leistung und verwendete Technik identisch sind. Diese haben wir verlinkt und weisen in den betreffenden Einzeltests explizit darauf hin. Diese Bestenliste wird zudem über den Sommer hinweg um weitere getestete Modelle ergänzt.

KURZÜBERSICHT

Die AEG Comfort 6000 ist unser Testsieger, denn sie überzeugt uns mit ihrem Gesamtpaket aus hervorragender Kühlung, App-Integration und einfacher Bedienbarkeit. Eine gute Verarbeitung rundet das Gesamtpaket ab. Lediglich der Preis von 495 Euro ist etwas happig und auch der Schlafmodus ist wie bei allen anderen von uns getesteten Geräten zu laut.

VORTEILE

  • gute Bedienbarkeit
  • gute Luftverteilung dank „Luftschwinger“
  • Integration in Home Assistant möglich
  • Heizmodus

NACHTEILE

  • teuer
  • Schlafmodus nicht wirklich leise

Die Ecoflow Wave 3 ist als Klimaanlage dank optionalem Akku sogar für das Camping mit Zelt oder Wohnwagen geeignet. Sie ist vergleichsweise leicht und kompakt. Sie kühlt zuverlässig auch kleine Räume bis etwa 15 m² und bietet eine gute Verarbeitung und einfache Handhabung inklusive App-Support. Der beste Preis ohne Akku liegt bei 725 Euro. Der Akku kostet 598 Euro.

VORTEILE

  • hervorragende Verarbeitung
  • mit zusätzlichem Akku für Camping geeignet
  • App-Support
  • relativ sparsam

NACHTEILE

  • zwei Schläuche notwendig
  • unpraktischer Wasserauslass
  • nur für kleine Räume
  • keine Rollen

Die Trotec PAC 2015 E eignet sich dank ihres kompakten Formfaktors ideal für kleine Räume und Wohnungen: Sie kühlt platzsparend und lässt sich danach schnell verstauen. Auf Komfort, hochwertige Verarbeitung und Zusatzfunktionen teurerer Modelle muss man zwar verzichten, die Kühlleistung kann jedoch überzeugen. Hinzu kommt der attraktive Preis von 230 Euro, der sie für uns zum Preis-Leistungs-Sieger macht.

VORTEILE

  • kompakt und platzsparend
  • preiswerter als viele Konkurrenzprodukte
  • kühlt zuverlässig

NACHTEILE

  • nur zwei Gebläsestärken
  • keine automatische Schwenkfunktion

Ratgeber

Technische Daten

Was sind Monoblock-Klimageräte?

Monoblock-Klimageräte gehören zu den beliebtesten Möglichkeiten, eine Klimaanlage nachzurüsten. Inzwischen gibt es sogar schon Modelle mit Akku für den mobilen Einsatz, wie die von uns getestete Ecoflow Wave 3. Monoblock bedeutet, dass sich alle zur Kühlung benötigten Komponenten in einer Einheit befinden. Dadurch sind die Geräte im Vergleich zu fest verbauten Split-Klimaanlagen mobil und ohne großen Aufwand in unterschiedlichen Räumen einsetzbar.

Sie sind vergleichsweise kompakt und arbeiten mit einem Schlauch, der die warme Luft ableitet. Dieser hängt üblicherweise aus einem Fenster. Die dadurch entstehenden offenen Stellen sollte der Käufer mit Stoff oder flexiblem Kunststoff abdichten. Diese Abdichtung funktioniert allerdings in den seltensten Fällen perfekt, häufig dringt dennoch warme Luft von außen in den zu kühlenden Raum ein. Kommt eine Monoblock-Klimaanlage ohne Fensterabdichtung, ist diese ab etwa 10 Euro separat erhältlich.

Dadurch ist die Effizienz einer Monoblock-Klimaanlage nicht optimal. Zudem können sie, je nach Modell, Lautstärken von über 60 dB erreichen, was vorrangig dann stört, wenn man in dem zu kühlenden Raum schlafen möchte. Einen Schlafmodus bieten die meisten mobilen Klimageräte, dieser ist unserer Erfahrung nach aber immer noch viel zu laut. Der sich vom Schlafmodus unterscheidende Silent-Mode, den viele Klimageräte ebenfalls mitbringen, eignet sich häufig für den Einsatz im Homeoffice oder Büro. Er reduziert die Leistung und daher auch die Lautstärke, wodurch zumindest beim Arbeiten tagsüber eine Balance zwischen trotzdem noch passabler Kühlung und akzeptabler Lautstärke geschaffen wird.

Mit der Fernbedienung lassen sich Monoblock-Klimaanlagen problemlos und bequem aus der Entfernung steuern.

Eine Regulierungsmöglichkeit über die mitgelieferte Fernbedienung bieten fast alle von ihnen. Je nach Anbieter gibt es auch eine App zur Steuerung und die Möglichkeit, das Klimagerät in das Smart Home einzubinden. Außerdem entfeuchten sie entweder automatisch oder per separatem Entfeuchtungsmodus den Raum. Man sollte daher beim Einsatz der Geräte auch immer die Luftfeuchte und die Auswirkung auf die Gesundheit im Blick haben. Unsere Bestenliste Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick berät in dieser Hinsicht.

Hersteller geben bei Klimageräten immer auch eine Kühlleistung in kW und/oder in BTU/h an. Die Abkürzung BTU steht dabei für „British Thermal Unit“, eine Maßeinheit für Wärmeenergie. Im Zusammenhang mit Klimaanlagen gibt sie an, wie viel Wärme das Gerät pro Stunde aus einem Raum entfernen kann. Je höher dieser Wert ist, desto stärker ist auch die Kühlleistung des Klimageräts. Zudem geben Hersteller auch immer eine vorgesehene maximale Raumgröße für die mobilen Klimaanlagen an, bei der diese optimal arbeiten. Das bedeutet logischerweise nicht, dass man ein Klimagerät deswegen nicht auch in größeren Räumen einsetzen kann.

Was sind Split-Klimaanlagen?

Wer eine Lösung zur dauerhaften und effizienten Raumkühlung sucht, für den führt kein Weg an einer Split-Klimaanlage vorbei. Die Geräte sind, wie ihr Name bereits andeutet, zweigeteilt. Der Kompressor hängt üblicherweise an der Außenwand und leitet Luft über einen Schlauch mit Kühlmittel an das Steuerungsmodul im Gebäudeinneren, welches die kühle Luft verteilt.

Durch diese klare Trennung kommt es zu keinem ungewollten Luftaustausch, was sie deutlich effizienter macht als Monoblock-Klimageräte. Außerdem sind sie leiser, schließlich sitzt der laute Kompressor an der Außenwand. Je nach Hersteller und Modell lassen sich Split-Systeme auch um weitere Einheiten erweitern, wodurch dann das ganze Haus oder die ganze Wohnung über ein System kühlt.

Im Vergleich zu den mobilen Monoblock-Klimaanlagen schlagen hier primär die zusätzlichen Kosten der Installation zu Buche. Denn diese ist in vielen Fällen aufwendig und darf gemäß EU-Verordnung 517/2014 (PDF) nur durch einen zertifizierten Fachbetrieb vorgenommen werden. Zudem sollte man bedenken, dass eine Split-Klimaanlage einen Wanddurchbruch benötigt, was einer baulichen Veränderung entspricht und für Besitzer einer Eigentumswohnung in einer Wohnanlage in der Regel durch die Eigentümergemeinschaft genehmigt werden muss.

Mobile Split-Klimaanlagen

Mobile Split-Klimaanlagen wollen die Flexibilität einer Monoblock- mit der Laufruhe einer Split-Klimaanlage vereinen. Dafür bieten sie äquivalent zur klassischen Split-Klimaanlage einen Kompressor, der zum Wärmetausch über einen Schlauch mit Kühlmittel mit der Steuereinheit verbunden ist. Allerdings muss kein Techniker die Elemente an der Wand befestigen, sie stehen schlicht auf dem Boden oder werden per selbst installierbarer Halterung außen am Fenster angebracht.

Der Kompressor befindet sich dann zum Beispiel auf dem Balkon, die Steuereinheit im Wohnzimmer. Die Abdichtungsproblematik gibt es hier jedoch genauso wie bei den Monoblock-Klimaanlagen, dafür ist die Geräuschentwicklung deutlich geringer als bei den lauten Monoblock-Geräten.

Kältemittel

Ein angenehmes Raumklima sollte möglichst umweltschonend erfolgen. Schädlich fürs Klima sind etwa Klimaanlagen, die noch mit älteren, teilfluorierten Kältemitteln wie R134A, R407A oder R410A befüllt werden. Das sind aber nicht mehr viele. Viele Klimaanlagen verwenden das Kältemittel R32, welches bereits klimafreundlicher ist als R410A und gleichzeitig auch hocheffizient ist. Das umweltfreundliche Propan, das auch als R290 bezeichnet wird, findet bei den von uns getesteten mobilen Klimaanlagen Verwendung und ist immer mehr im Kommen. Ab 2032 sind Wärmepumpen und ab 2035 auch Klimaanlagen mit teilfluorierten Kältemitteln in der EU verboten.

Alternative: Verdunstungskühler

Geht ein Stoff vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über, ohne den Siedepunkt zu erreichen, entsteht ein kühlender Effekt. Dies nennt man Verdunstung. Es gibt einige Ventilatoren, die sich diesen Effekt zunutze machen, um Räume, aber auch Außenbereiche zu kühlen. Vereinfacht gesagt, erhöhen sie den Flüssigkeitsanteil in der Luft. Verdunstungskühler haben also den gegenteiligen Effekt von Monoblock- und Split-Klimaanlagen, welche die Luft austrocknen. Dafür sind sie deutlich günstiger und verbrauchen deutlich weniger Energie.

Sichler LW-610

Alternative: Ventilatoren

Das einfachste und günstigste Mittel gegenüber hohen Temperaturen sind Ventilatoren. Auch wenn diese die Raumluft nicht abkühlen, hilft in einigen Fällen bereits ein kühler Luftzug. Denn wem heiß ist, dessen Haut gibt Schweiß ab. Durch einen Luftzug verdunstet dieser schneller und kühlt die Haut. Dies ist die einfachste und günstigste Möglichkeit, die gefühlte Temperatur zu senken und moderate Hitzewellen zu entschärfen.

Levoit LPF-R432

Auf Dauer ist es jedoch nicht empfehlenswert, einen Ventilator direkt auf Gesicht und Hals zu richten. Dadurch kann sich die Gefahr einer Erkältung oder ähnlicher Krankheiten erhöhen. Allerdings hilft es häufig bereits, einen Ventilator an das geöffnete Fenster zu stellen. Wichtig ist dabei, dass der Ventilator die Luft nach außen bläst. So entsteht ein Luftstrom, der kühlere Luft aus dem Gebäudeinneren in das Zimmer trägt.

Klimageräte fürs Smart Home

Leider lassen sich die wenigsten Ventilatoren, Verdunstungskühler und Klimageräte über eine Smart-Home-Zentrale steuern. Es gibt aber auch Ausnahmen: Manche Geräte sind Teil der Smart-Home-Plattform Tuya (Test) und können mit den Apps Elesion, Smart Life und Tuya gesteuert werden. So kann man auf Basis externer Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren die Geräte optimal steuern und auch aus der Ferne verwalten. Für Home Assistant gibt es eine offizielle Integration. Aber auch die Einbindung von Midea-Geräten klappt unter Home Assistant. Eine Integration über ESP Home ist ebenfalls möglich.

Wer Ventilatoren oder Klimageräte ohne App-Steuerung im Einsatz hat, kann versuchen, diese mit einer smarten Steckdose ins Smart-Home-System einzubinden. Das gelingt aber nicht mit jedem Modell, da Geräte nicht automatisch starten, sobald Strom auf der Steckdose aktiviert wird.

Alternativ gibt es von einigen Herstellern Nachrüst-Kits, die über ein Infrarot-Gateway die Fernbedienung der Klimageräte und Ventilatoren anlernen und damit fernsteuern können. Einige davon, wie die Tado smarte Klimaanlagen-Steuerung, lassen sich auch in Smart-Home-Systeme wie Home Assistant, Homey und Hornbach einbinden.

Fazit

Wer im Hochsommer nicht ins Schwitzen geraten will, kommt langfristig um eine Klimaanlage nicht herum. Split-Klimageräte, die fest verbaut sind und idealerweise zentral die gesamte Wohnung oder das Haus kühlen, sind das Nonplusultra. Aufgrund der hohen Kosten für den Einbau sind sie jedoch weiterhin eine Luxusanschaffung.

Mobile Monoblock-Klimaanlagen hingegen bieten den unkompliziertesten Einstieg. Sie sind einfach installiert und können nach dem Plug-and-play-Prinzip direkt nach dem Auspacken loslegen – eine Isolierlösung für das Fenster vorausgesetzt. In unserer Bestenliste befinden sich daher mobile Klimaanlagen aus verschiedenen Preisbereichen, um das Spektrum an Funktionsumfang, Leistung und Qualität bestmöglich abzudecken.

Testsieger ist die AEG Comfort 6000, die uns mit ihrem Gesamtpaket an Kühlleistung, Verarbeitung und Funktionsumfang überzeugt. Unser Technologiesieger ist hingegen die Ecoflow Wave 3, die dank eines optionalen Akkus und des kompakten Designs besonders für Camping-Ausflüge geeignet ist und Zelt oder Camper sowohl kühlen als auch heizen kann. Die Trotec PAC 2015 E erkämpft sich aufgrund ihres Preises in Verbindung mit einer dennoch guten Kühlung den Titel Preis-Leistungs-Sieger.

Weitere Produkte und Themen für den Sommer zeigen wir in diesen Artikeln:

BESTENLISTE

AEG Comfort 6000 im Test: Gute mobile Klimaanlage mit Home-Assistant-Integration

Die mobile Klimaanlage AEG Comfort 6000 bietet neben der starken Kühlleistung von 9000 BTU/h einen Heiz- sowie Schlafmodus. Wie gut sie ist, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • gute Bedienbarkeit
  • gute Luftverteilung dank „Luftschwinger“
  • Integration in Home Assistant möglich
  • Heizmodus

NACHTEILE

  • teuer
  • Schlafmodus nicht wirklich leise

Die mobile Klimaanlage AEG Comfort 6000 bietet neben der starken Kühlleistung von 9000 BTU/h einen Heiz- sowie Schlafmodus. Wie gut sie ist, zeigt unser Test.

Die AEG Comfort 6000 ist eine mobile Klimaanlage im oberen Preissegment. Mit einer Kühlleistung von 9000 BTU/h, genauer gesagt etwa 2,64 kW, einem Heizmodus mit 2,3 kW sowie weiteren Betriebsmodi klingt das Gerät vielversprechend. Unser Test zeigt, ob die Klimaanlage den Erwartungen und vor allem ihrem Preis gerecht wird. Das Testgerät hat uns AEG zur Verfügung gestellt.

Aktuell gibt es die hier getestete Version der AEG Comfort 6000 (AXP26U559HW) nicht zu kaufen. Das Modell AXP26U339CW kommt zwar ohne Heizfunktion, dafür aber ansonsten mit den gleichen Spezifikationen wie die hier getestete Version. Wir haben das Modell weiter unten verlinkt.

Ausstattung und Bedienung

Im Lieferumfang der AEG Comfort 6000 befindet sich neben dem Abluftschlauch auch ein Flügelfensterkit. Außerdem liegt jeweils eine Schnellstart-Anleitung für Klimaanlage und Fensterkit bei. Die einzelnen Schritte erläutert die Anleitung verständlich, und wir installieren das Gerät problemlos. Das Fensterkit besteht aus zwei Metallschiebeplatten. An deren Ober- und Unterseite hat der Hersteller jeweils Stoff zum zusätzlichen Abdichten der Fenster angebracht. Wir mussten hier ein wenig improvisieren, weil die Stoffabdichtung für unser verwendetes Fenster zu lang ist und der Stoff dadurch zu wenig unter Spannung steht.

Überdies bestellen wir eine Erweiterung für die Metallschienen nach, weil unser Fenster mit einer Höhe von 1,48 m etwas zu groß für die Metallschienen ist. Wir befestigen das Kit werkzeuglos, die Abdichtung zeigt jedoch gerade dort, wo nur der Stoff vorhanden ist, Schwächen. Weil der Abluftschlauch sehr weit unten in den Metallrahmen einrastet, gelangt hier unerfreulich viel Abwärme wieder in den Raum.

Zur Abdichtung des Metallrahmens legt der Hersteller Klebestreifen sowie passgenaue Schaumstoffstücke bei. Diese Lösung wirkt zwar nicht besonders hochwertig, erlaubt aber durch größere Toleranzen vermutlich den Einsatz des Kits an unterschiedlichen Fenstern. Ein mitgeliefertes Winkelstück für den Abluftschlauch erhöht zusätzlich die Flexibilität. Außerdem enthält das Set einen Spanngurt, mit dem sich Fenster und Rahmen verbinden lassen, um das Fenster mit leichtem Zug geschlossen zu halten.

Die Klimaanlage bietet neben Kühlbetrieb auch Heiz-, Entfeuchtungs- und reinen Ventilatorbetrieb. Überdies stellt ein Automatikmodus die Betriebsart und Gebläsestärke selbst ein, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Die Zieltemperatur kann unabhängig vom Modus zwischen 16 und 32 Grad liegen.

Das Bedienfeld bietet ein LED-Display und zahlreiche Touchtasten, sodass sich alle Funktionen auch ohne App steuern lassen. Das Gebläse lässt sich in drei Stufen oder im Automatikmodus betreiben. Laut Hersteller liegt der Luftvolumenstrom bei 340, 380 oder 420 m³/h. Einen Silent-Modus gibt es nicht, aber einen Schlafmodus. Dieser senkt die Zieltemperatur schrittweise um zwei Grad, hält sie auf diesem Wert und stellt nach acht Stunden den ursprünglichen Sollwert wieder her, um Energie zu sparen. Mit 50 dB(A) ist die Klimaanlage jedoch wie die meisten Konkurrenzprodukte für den Nachtbetrieb zu laut. Selbst in zwei Metern Entfernung messen wir mit dem Smartphone noch 42 dB(A).

Wenn wir die höchste Gebläsestufe im Kühlbetrieb manuell einstellen, messen wir maximal 53 dB(A). Im Alltag betreiben wir das Gerät meistens mit der mittleren Gebläsestufe. Mit knapp 40 dB(A) in zwei Metern Abstand erscheint uns dies als bester Kompromiss zwischen Kühlleistung und Geräuschpegel.

Der Hersteller empfiehlt, den Abtropfschlauch am Auslass auf der Geräterückseite anzuschließen, was wir befolgen. In der Praxis können wir die angegebene Entfeuchtungsrate von 1,2 l/h bestätigen und sind ganz erstaunt, wie viel Wasser die AEG so aus der sommerlichen Luft bekommt.

Das Gerät verfügt auch über eine Zeitsteuerung, die aktuell allerdings bislang nicht funktioniert. Zudem kann man den sogenannten „Luftschwinger“ aktivieren, wobei die Klimaanlage die motorisierte Luftabdeckung langsam auf und ab bewegt. So verteilt sich die kühle Luft etwas besser im Raum.

Design

Die AEG Comfort 6000 besitzt ein schlichtes und gut verarbeitetes Vollplastik-Gehäuse. Das Gerät misst 80,2 × 49,3 × 41,5 cm und wiegt stolze 38,5 kg. Die Tragegriffe sind seitlich oben angebracht, sodass wir die Klimaanlage dem Gewicht entsprechend gut in den ersten Stock tragen können. Dank der Rollen lässt sich das Gerät auf ebenen Flächen problemlos bewegen.

Auf der Oberseite sitzt vorn der Luftauslass mit motorisierter Abdeckung. Dahinter befindet sich das große Touch-Bedienfeld mit Display. Wenn sich die elektrische Klappe über dem Luftauslass öffnet, ist das jedes Mal ein kleiner Hingucker. Für den Abluftschlauch gibt es keine Aufbewahrungsmöglichkeit. Das 1,8 Meter lange Netzkabel lässt sich am Gerät aufwickeln. Außerdem ist ein Staubfilter integriert, dessen Zustand die App anzeigt.

Ersteinsatz

Wir bauen die Comfort 6000 ohne Schwierigkeiten auf. Steht das Gerät am gewünschten Ort, setzt man den Abluftschlauch an der Rückseite ein. Anschließend schraubt man das Verbindungsstück zum Fensterkit auf das andere Schlauchende. Je nach Modus sollte man den Abtropfschlauch am entsprechenden Auslass anbringen – im Kühlbetrieb ist das der oberste Auslass.

Die Einrichtung der App verläuft problemlos. Zunächst verbinden wir das Gerät über die offizielle AEG-App. Ein Benutzerkonto ist dafür nicht erforderlich, es reicht eine E-Mail-Adresse für den Versand eines Einmalpassworts. Über Bluetooth erkennt die App das Gerät und stellt anschließend die WLAN-Verbindung her. Die Bedienoberfläche ist übersichtlich gestaltet und bietet alle grundlegenden Funktionen, die auch direkt am Gerät verfügbar sind. Eine Zeitsteuerung wird zwar in der App angezeigt, lässt sich derzeit jedoch ausschließlich am Gerät selbst einstellen.

Wir können das Gerät auch über die optisch identische Electrolux-App einrichten und damit mit Home Assistant steuern. Wenn man dort einen vollwertigen Account mit E-Mail und Passwort anlegt, kann man die Erweiterung „Electrolux Status“ im HACS nutzen. Das Gerät führt die unterstützten Funktionen (außer Zeitsteuerung) aus, obwohl es dort nicht offiziell gelistet ist.

Kühlleistung und Stromverbrauch

Hinweis: Viele Faktoren bestimmen, wie gut die Klimaanlage am Zielort kühlt. Hierzu zählen Isolierung und Größe des Raums, die Außentemperatur und ob man dem Raum zusätzlich (kühlere) Luft zuführt. Unsere Beobachtungen basieren auf einer Momentaufnahme unter sehr individuellen Bedingungen und lassen sich nicht auf Labormesswerte übertragen.

AEG nennt für die Comfort 6000 kein maximales Raumvolumen; ohnehin kann man die Aussagekraft dieses Wertes infrage stellen. Auf der Seite des Geräts findet sich nur die Angabe, dass die Mindest-Raumfläche 11 m² betragen soll. Wir setzen die Klimaanlage in einem 16 m² großen Raum mit eingebautem Fensterkit ein. Eine Verengung mit einem Querschnitt von 1,4 m² unterteilt den Raum in zwei Hälften gleicher Größe. Die Klimaanlage steht in einer Hälfte; der Schreibtisch mit laufendem Laptop steht in der anderen, nahe der Engstelle. Außerdem liegt das Zimmer direkt unter dem Dach, wodurch die Temperatur bei dauerhafter Anwesenheit leicht 30 Grad erreicht.

Bei einer Außentemperatur von 32 Grad stabilisieren wir mit der AEG Comfort 6000 die Temperatur am Schreibtisch innerhalb von knapp zwei Stunden von 27 auf 26,3 Grad. Dabei unterstützt uns der Xiaomi Standing Fan 2 Lite auf mittlerer Gebläsestufe. Die Raumhälfte mit Klimaanlage kühlt dabei fast schon zu stark auf 23 Grad ab. Vor allem zu Beginn fällt uns auf, dass die Temperatur nur langsam sinkt, die Luftfeuchtigkeit aber umso schneller. Die Klimaanlage reduziert die Luftfeuchtigkeit von 63 auf 49 Prozent und trägt damit spürbar zu einem angenehmeren Raumklima bei. Wir stellen die Zieltemperatur während des gesamten Tests auf das Minimum von 16 Grad ein.

Im Kühlmodus mit höchster Gebläsestufe liegt der Verbrauch konstant bei 760 Watt. Beim Wechsel der Modi messen wir kurzzeitige Spitzen von bis zu 850 Watt. Auf mittlerer Gebläsestufe sinkt der Verbrauch um etwa 10 Watt. Trotz abgesenkter Zieltemperatur bleibt der Stromverbrauch im Schlafmodus nahezu unverändert. Zusätzliche Einsparungen bringt dieser Modus also nicht.

Preis

Neben unserem 9000-BTU-Testgerät mit Heizfunktion, das aktuell nicht mehr verfügbar ist, gibt es noch eine Variante ohne Heizfunktion für 495 Euro sowie ein Modell mit 14.000 BTU für 655 Euro bei Amazon.

Fazit

Die AEG Comfort 6000 kühlt Räume zuverlässig bei üblicher Betriebslautstärke und Stromverbrauch. Der „Luftschwinger“ hilft uns in der Praxis, den Raum gleichmäßiger zu kühlen, während der Schlafmodus keine spürbare Änderung bringt. Gerade beim Design und bei der Verarbeitung erreicht die Comfort 6000 ein Topniveau.

Toll ist auch die mögliche Integration in Home Assistant, wenn auch inoffiziell über den Community-Store. Wer also eine hochwertige, vielseitig ausgestattete und mobile All-in-One-Klimaanlage sucht, kann mit der AEG Comfort 6000 trotz des vergleichsweise hohen Preises eine gute Wahl treffen.

Ecoflow Wave 3 im Test: Mobile Klimaanlage für zu Hause, Zelt und Wohnwagen

Kompakte Klimaanlage für drinnen und unterwegs: Die Ecoflow Wave 3 kühlt, heizt und entfeuchtet. Mit optionalem Akku ist sie auch fürs Camping geeignet.

VORTEILE

  • hervorragende Verarbeitung
  • mit zusätzlichem Akku für Camping geeignet
  • App-Support
  • relativ sparsam

NACHTEILE

  • zwei Schläuche notwendig
  • unpraktischer Wasserauslass
  • nur für kleine Räume
  • keine Rollen

Kompakte Klimaanlage für drinnen und unterwegs: Die Ecoflow Wave 3 kühlt, heizt und entfeuchtet. Mit optionalem Akku ist sie auch fürs Camping geeignet.

Die Ecoflow Wave 3 ist eine besonders kompakte Monoblock-Klimaanlage, die nicht nur kühlen, sondern auch heizen und die Raumluft entfeuchten kann. Dank eines optionalen Akkus eignet sich die Klimaanlage auch für den Camping-Urlaub – etwa zur Nutzung im Zelt oder Wohnwagen. Auch zu Hause kann die Wave 3 kleinere Räume wie ein Schlafzimmer effektiv herunterkühlen.

Allerdings müssen Nutzer selbst für eine geeignete Lösung sorgen, um die Abluftschläuche gut isoliert nach draußen zu führen – entsprechendes Zubehör liefert Ecoflow nicht mit. Wie sich die mobile Klimaanlage als Nachfolger der Ecoflow Wave 2 (Testbericht) in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Ausstattung & Bedienung

Im Lieferumfang der Ecoflow Wave 3 enthalten sind das Gerät selbst, ein Schlauch zum Ablassen von Kondenswasser sowie mehrere Adapter für die beiden ausziehbaren Luftschläuche (je 1,3 m lang). Anders als viele mobile Klimaanlagen nutzt die Wave 3 ein Zwei-Schlauch-System: Einer saugt Frischluft von außen an, der andere führt heiße Abluft ab – laut Hersteller effizienter als Ein-Schlauch-Lösungen.

Praktisch: Eine Pappschablone zum Anzeichnen der Schlauchöffnungen liegt bei – ideal, wenn man eine Holz- oder Hartschaumplatte zur Fensterabdichtung nutzen möchte. Eine fertige Fensterabdichtung gehört jedoch nicht zum Lieferumfang. Auch auf eine Fernbedienung verzichtet Ecoflow. Dafür lässt sich das Gerät per App sowie über Tasten am Gehäuse steuern.

Die Wave 3 bietet drei Betriebsarten: Kühlen, Heizen und Entfeuchten. Im Kühlmodus wird die Raumluft ohnehin automatisch entfeuchtet. Ein kleines Display zeigt Ziel- und Raumtemperatur, Betriebsmodus (Automatik, Kühlen, Heizen, Entfeuchten) sowie die Lüfterstufe (Max, Schlaf, Eco). Links und rechts davon befinden sich Tasten zur Temperatur- und Lüfterregelung.

Zusätzliche Tasten steuern den Moduswechsel und das manuelle Ablassen des Kondenswassers. Dafür muss ein Schlauch angeschlossen und ein Gefäß bereitgestellt werden – der interne Tank füllt sich meist schon nach etwa einer Stunde.

Die meisten Funktionen stehen auch in der Ecoflow-App zur Verfügung. Dort lässt sich unter anderem der automatische Wasserablauf aktivieren (mit angeschlossenem Schlauch) sowie eine Zeitschaltuhr zur automatischen Abschaltung innerhalb von 24 Stunden einstellen.

Design & Verarbeitung

Die Ecoflow Wave 3 hebt sich optisch klar von klassischen Klimageräten ab: Mit ihrer kantigen, rechteckigen Form erinnert sie eher an eine große Powerstation. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, alle Adapter und Komponenten lassen sich einfach anschließen und schnell wieder abnehmen.

Kühle Luft wird über einen Auslass mit zwei manuell verstellbaren Lamellen ausgegeben. Je nach Einsatz (innen oder außen) erfolgt die Luftzufuhr über Gitter an der Vorder- und Rückseite. Passende Schlauchadapter zum Anklicken sind im Lieferumfang enthalten.

Mit 297 × 336 × 519 mm und 15,6 kg ist die Wave 3 vergleichsweise kompakt und leicht. Allerdings fehlen Rollen und ein Tragegriff, was den Transport erschwert – zudem kann beim Umstellen Kondenswasser austreten.

Immerhin: Das Gerät ist nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt und damit für den Einsatz im Freien geeignet. Leichter Regen ist unproblematisch, bei stärkerem Niederschlag sollte es aber trocken untergestellt werden.

Ersteinsatz

Die Ecoflow Wave 3 lässt sich wahlweise im Innen- oder Außenbereich betreiben. Beim Einsatz im Freien – etwa zum Kühlen eines Zelts oder Wohnwagens – werden die Schläuche am Kaltluftauslass und Lufteinlass angeschlossen und ins Zelt oder Fahrzeug geführt. Die passenden Adapter liegen bei.

Für den mobilen Betrieb empfiehlt sich der separat erhältliche Akku, der je nach Kühlstufe bis zu zwei Stunden durchhält. Alternativ sind eine Powerstation oder ein Verlängerungskabel zu einer Steckdose nötig.

Im Innenbetrieb werden die Schläuche auf der gegenüberliegenden Seite angeschlossen: Einer zieht warme Außenluft an, der andere führt heiße Abluft hinaus. Das Anbringen der Schläuche ist unkompliziert – alle Teile rasten schnell und sicher ein.

Für den Betrieb im Innenraum muss die Abluft nach draußen geleitet werden – eine passende Fensterabdichtung liefert Ecoflow nicht mit. Wir haben ein Modell mit Klett- und Reißverschluss für rund 20 Euro bei Amazon getestet. Dafür wird ein Klettband am Fensterrahmen angebracht, die Abdichtung angeheftet und zwei Reißverschlüsse für die Schläuche geöffnet.

Die Lösung funktioniert, hat aber Schwächen: Das Fenster lässt sich nicht immer komplett abdichten, zudem schließen die Reißverschlüsse nicht immer sauber um die Schläuche ab. Je besser die Isolierung, desto effizienter die Kühlung – idealerweise führt man die Schläuche unten aus dem Fenster, um Jalousien weiter nutzen zu können.

Ecoflow Wave 3

Wir haben als Alternative XPS-Hartschaumplatten ausprobiert. Diese gibt es nur bis 125 × 60 cm, die Fensteröffnung hat jedoch Maße von 132,5 × 95 cm. Für 12 Euro haben wir im Baumarkt zwei Platten mit einer Dicke von 3 cm gekauft. Mithilfe der beiliegenden Schablone haben wir die Rohröffnungen mit einem Cutter ausgeschnitten. Die zweite Platte haben wir dann auf 120 × 35 cm sowie auf 7,5 × 95 cm zugeschnitten.

Die Dicke der Platten passt ideal in die Klammern am Fensterrahmen, in die sonst der Fensterflügel zum Verschließen einrastet. Sie sitzen dadurch stramm und isolieren einwandfrei. Ergebnis: Trotz offenem Fenster blieb das Schlafzimmer selbst bei 31 Grad Außentemperatur unter 24 Grad, und in knapp zwei Stunden war es auf 21 Grad heruntergekühlt.

Allerdings lassen sie sich nur mit erheblichem Aufwand zum Lüften herausnehmen. Dabei entstehen zwangsläufig eine Menge XPS-Krümel. Wer also täglich lüften möchte, ist mit der anderen Fensterabdichtung mit Reißverschluss besser bedient.

Ecoflow Wave 3

Kühlleistung & Stromverbrauch

Die Kühlleistung des Geräts beträgt 6100 BTU/h. Das ist verglichen mit den anderen Klimaanlagen aus unseren Tests weniger. Die Wave 3 ist also eher für kleinere Räume bis etwa 15 m² gedacht. Wir haben das Gerät in einem Schlafzimmer mit knapp 10 m² genutzt.

Die Abkürzung BTU steht für „British Thermal Unit“ und ist eine Maßeinheit für Wärmeenergie. Bei Klimaanlagen gibt sie an, wie viel Wärme das Gerät pro Stunde aus einem Raum entfernen kann – je höher der BTU-Wert, desto stärker die Kühlleistung.

An heißen Sommertagen stieg die Temperatur im Testraum regelmäßig auf bis zu 28 Grad Celsius – an erholsamen Schlaf war kaum zu denken. Zum Start empfiehlt sich der Max-Modus, um den Raum schnell herunterzukühlen. Nach 30 Minuten sank die Temperatur um etwa ein Grad, nach einer Stunde stellten wir auf den leiseren Kühlmodus mit einer Zieltemperatur von 20 Grad um. Zwei Stunden nach dem Einschalten lag die Raumtemperatur bei 24 bis 25 Grad – gefühlt war es sogar deutlich kühler.

Im Maximalmodus verbraucht die Ecoflow Wave 3 spürbar mehr Strom und ist mit knapp 60 dB auch laut. Im Test lag die Leistungsaufnahme in der Spitze bei rund 550 bis 600 Watt, maximal sind bis zu 690 Watt möglich. Damit arbeitet sie im Vergleich zu vielen anderen mobilen Klimaanlagen noch relativ sparsam.

Wechselt man in einen weniger intensiven Modus mit einer Zieltemperatur von 19 oder 20 Grad, nachdem die Raumtemperatur gesunken ist, reduziert sich auch der Verbrauch – im Betrieb pendelte er sich dann meist zwischen 300 und 400 Watt ein. Der Eco- sowie Schlafmodus kühlt deutlich schwächer und war an heißen Tagen weniger effektiv. Zum Schlafen war uns das Gerät dennoch zu laut – selbst im Schlafmodus sind es knapp 50 dB.

Etwas umständlich ist die Handhabung des Kondenswassers: Der integrierte Auffangbehälter ist bereits nach unter einer Stunde voll. Um das Wasser abzulassen, muss ein Schlauch in die dafür vorgesehene Öffnung gesteckt und in einen Eimer oder eine Schale geleitet werden. Das kann entweder automatisch (über die App aktivierbar) oder manuell per Taste am Gerät erfolgen – über die App lässt sich das Entleeren nicht direkt auslösen.

Im Test funktionierte der automatische Ablauf nicht immer zuverlässig: Trotz aktivierter Funktion meldete das Gerät weiterhin einen vollen Tank und stellte den Betrieb einfach ein. Beim ersten Versuch hatten wir vergessen, den Schlauch anzuschließen. Öffnet man dann das Ventil später, um ihn nachträglich einzustecken, tritt zwangsläufig Wasser aus.

Neben dem Einsatz in kleinen Räumen ist die Ecoflow Wave 3 vor allem als mobile Klimaanlage fürs Camping konzipiert. Wir haben das Gerät mit Akku in einem kleinen Zelt für zwei Personen getestet. Nach etwa 30 Minuten war das Zelt innen spürbar heruntergekühlt. Der Akku hatte sich nach einer Stunde Betrieb zur Hälfte entleert. Einen Test in einem Wohnmobil werden wir noch nachliefern.

Ecoflow Wave 3

Die Heizfunktion haben wir aufgrund der sommerlichen Temperaturen bisher nicht ausführlich getestet. Laut Hersteller liegt die Heizleistung bei rund 2000 Watt – wir holen den Praxistest im Herbst nach.

Hinweis: Die Kühlleistung der Klimaanlage hängt von zahlreichen Faktoren ab – etwa der Raumgröße, der Isolierung, der aktuellen Außentemperatur und der Frage, ob zusätzliche (kühlere) Luft zugeführt wird. Unsere Beobachtungen stellen daher eine Momentaufnahme unter individuellen Bedingungen dar und sind nicht mit standardisierten Labormessungen vergleichbar.

Preis

Die Ecoflow Wave 3 kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung 899 Euro – allerdings ohne Akku. Der Straßenpreis liegt aktuell bei 725 Euro.

Wer die Klimaanlage mobil betreiben möchte, etwa beim Camping, benötigt den passenden Akku. Dieser schlägt mit einer UVP von 699 Euro zu Buche, das beste Angebot dafür liegt derzeit bei 598 Euro.

Fazit

Die Ecoflow Wave 3 ist eine hochwertige, kompakte Klimaanlage mit Fokus auf mobile Einsätze. Mit optionalem Akku eignet sie sich gut fürs Camping im Zelt oder Wohnmobil – netzunabhängig und relativ leicht. Für kleine Räume bis 15 m² reicht die Kühlleistung aus, die Verarbeitung überzeugt, und die Bedienung ist einfach – auch per App. Schwächen zeigt das Gerät bei der Kondenswasser-Ableitung und beim Komfort im Innenbetrieb. Für reine Wohnraumnutzung gibt es günstigere Alternativen mit mehr Leistung.

Trotec PAC 2015 E im Test: Kompakte mobile Klimaanlage passt in jedes Zimmer

Die mobile Klimaanlage Trotec PAC 2015 E fällt durch ihr kompaktes Design auf. Ob sie trotz ihrer Größe auch die nötige Kühlleistung erbringt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • kompakt und platzsparend
  • preiswerter als viele Konkurrenzprodukte
  • kühlt zuverlässig

NACHTEILE

  • nur zwei Gebläsestärken
  • keine automatische Schwenkfunktion

Die mobile Klimaanlage Trotec PAC 2015 E fällt durch ihr kompaktes Design auf. Ob sie trotz ihrer Größe auch die nötige Kühlleistung erbringt, zeigt der Test.

Mobile Klimaanlagen sind zwar kostengünstiger und unkomplizierter in der Anschaffung als ein Zentralsystem – da kein Einbau durch einen Monteur nötig ist. Allerdings beanspruchen sie aufgrund ihrer Bauweise und des Abluftschlauchs meist ordentlich Platz im Zimmer. Die Trotec PAC 2015 E ist deutlich schlanker und kompakter als viele Konkurrenzprodukte, bietet dafür aber auch nur 2 kW Kühlleistung – weniger als größere und teurere Modelle. Ob sie ihren Job dennoch zufriedenstellend verrichtet, schauen wir uns im Test genauer an.

Ausstattung & Bedienung

Neben der Klimaanlage ist eine Fernbedienung ohne Batterien sowie die Betriebsanleitung enthalten. Zum Abluftschlauch gibt es ein Verbindungsstück, mit dem man diesen an der Klimaanlage anbringt, sowie einen Anschlussstutzen, der die Schlauchöffnung bei Bedarf zuspitzt. Für die Fernbedienung benötigt man zwei AAA-Batterien. Eine Fensterabdichtung ist nicht im Lieferumfang enthalten und muss separat erworben werden.

Die Trotec PAC 2015 E hat einen Kühl-, Entfeuchter- und Ventilatormodus. Für die Kühltemperatur hat man eine Spanne von 16 bis 32 Grad. Wirklich viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es diesbezüglich ansonsten nicht. Man wählt zwischen zwei Gebläsestärken – schwach oder stark – und kann zusätzlich noch einen Timer hinzuschalten. Mit schwachem Gebläse hat die Klimaanlage eine Lautstärke von rund 52 dB, während sie mit starkem Gebläse auf knapp 60 dB kommt. Ein nächtlicher Einsatz ist daher für viele nur mit Ohrstöpseln erträglich.

Eine automatische Schwenkfunktion für das Lüftungsgitter gibt es nicht. Stattdessen muss man dieses händisch nach oben oder unten drücken, um die Richtung des Luftstroms zu verändern. Das ist besonders unangenehm, wenn man in Reichweite der Klimaanlage sitzt und permanent an einer Stelle des Körpers mit kalter Luft angeblasen wird.

Über dem Power-Button ist eine LED platziert, die leuchtet, wenn das Auffangbecken der Anlage geleert werden muss. Eine weitere LED befindet sich über dem Button ganz rechts. Leuchtet sie, muss man den Filter reinigen oder austauschen. Der darunter liegende Button setzt währenddessen den Filterstatus zurück.

Bedienen kann man das Klimagerät entweder über das Bedienfeld oben auf der PAC 2015 E oder per Fernbedienung. Diese tut, was sie soll, wirkt aber billig produziert. Verwunderlich ist zudem, dass das Batteriefach per Schraube fixiert ist, die man mühselig per Schraubendreher lösen muss.

Design

Die Trotec PAC 2015 E wirkt mit ihren kompakten Maßen von 280 × 284 × 675 mm im Vergleich zur Konkurrenz regelrecht winzig – und ist dadurch angenehm platzsparend. Sie passt problemlos in nahezu jedes Zimmer und lässt sich bei Nichtgebrauch unauffällig in einer Ecke verstauen.

Bis auf das schwarze Bedienfeld ist das gesamte Kunststoffgehäuse – wie bei vielen mobilen Klimaanlagen – schlicht in Weiß gehalten. Vier Rollen an der Unterseite gehören zur Standardausstattung und erleichtern den Transport innerhalb der Wohnung deutlich. Allerdings empfiehlt es sich, Teppiche vor dem Verschieben aus dem Weg zu räumen, da die PAC 2015 E diese sonst aufrollt oder vor sich herschiebt.

Die seitlich angebrachten Tragegriffe sind im Vergleich zu anderen Geräten deutlich tiefer positioniert. Dadurch sind sie beim Schieben des Geräts wenig hilfreich. Grund dafür ist das kompakte Design: Einer der Luftfilter musste von der Rückseite auf die linke Geräteseite verlegt werden, wodurch der Platz für höher angebrachte Griffe fehlt.

Ersteinsatz

Nach dem Auspacken werden wir per ausgedrucktem Warnhinweis darauf aufmerksam gemacht, dass die Klimaanlage für mindestens 12 Stunden ruhen muss, bevor man sie nach dem Transport das erste Mal verwendet. Schlauch und Anschlussteile verbinden wir durch mühseliges Drehen des Schlauchs in die Fassung des Adapters, wobei sich dieser mehrmals wieder löste. Nach mehreren Versuchen klappte es dann schlussendlich. Die Klick-Methode, wie sie etwa bei der Midea Silent Cool 26 Pro zum Einsatz kommt, ist unserer Meinung nach deutlich einfacher und weniger nervig als das Reindrehen des Schlauchs in die Fassung.

Dank des Adapters muss man den Schlauch anschließend wenigstens nur noch in die Halterung hineinschieben. Nach 12 Stunden Wartezeit aktivieren wir die Trotec PAC 2015 E aber dann problemlos und sie legt auch prompt los.

Kühlleistung & Stromverbrauch

Hinweis: Wie gut die Klimaanlage am Zielort kühlt, ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählt die Isolierung des Raums, die Größe des Raums, die derzeitige Außentemperatur und ob dem Raum zusätzlich (kühlere) Luft hinzugeführt wird. Die von uns beobachtete Leistung ist eine Momentaufnahme unter stark individuellen Bedingungen und ist nicht mit einer genormten Labormessung gleichzusetzen.

Die Trotec PAC 2015 E kommt in einem geschlossenen Raum mit 20 m² Fläche und einer Deckenhöhe von 2,42 m zum Einsatz – ohne zusätzlich zugeführte kühlere Luft. Sie bietet ferner die Energieeffizienzklasse A. Im Raum läuft zudem ein Desktop-PC, der zusätzliche Wärme erzeugt. Der Abluftschlauch ist in ein geöffnetes Flügelfenster geführt, das mit einer Stoffabdichtung versehen wurde.

Das Klimagerät verfügt über eine Kühlleistung von 2 kW, genauer gesagt 6900 BTU/h. Unter diesen Bedingungen kühlt es den Raum innerhalb einer Stunde von 25 °C auf 23,5 °C herunter – bei einer Außentemperatur zwischen 21 und 22 °C. Die Zieltemperatur der Klimaanlage ist auf 22 °C eingestellt.

Ist sie im Standby, hat die Klimaanlage eine Leistung von 35 Watt. Bei vollem Gebläse fährt sie mit 513 Watt an und erreicht eine Spitze von 697 Watt. Bei einem Stromtarif von 36 Cent pro kWh kostet uns der Betrieb der Trotec PAC 2015 E für eine Stunde 28 Cent. Sie lief dabei permanent mit starkem Gebläse.

Preis

Die Trotec PAC 2015 E ist derzeit direkt beim Hersteller stark reduziert erhältlich: Statt des regulären Preises von etwa 350 Euro kostet sie aktuell nur 230 Euro.

Fazit

Die mobile Klimaanlage Trotec PAC 2015 E überzeugt vorrangig durch ihre kompakte Bauweise. Das vergleichsweise kleine Gerät passt problemlos in nahezu jedes Zimmer und lässt sich nach Gebrauch platzsparend verstauen. Auch der Preis spricht für das Modell: Während vergleichbare Geräte oft zwischen 500 und 800 Euro kosten, ist die Trotec PAC 2015 E deutlich günstiger zu haben.

Allerdings bringt der günstige Preis auch einige Einschränkungen mit sich. So stehen nur zwei Gebläsestufen zur Verfügung, und eine automatische Schwenkfunktion zur besseren Luftverteilung im Raum fehlt. Stattdessen muss das Luftgitter manuell nach oben oder unten verstellt werden, um die Richtung des Luftstroms zu ändern.

Wer mit diesen Einschränkungen beim Komfort und den begrenzten Einstellungsmöglichkeiten leben kann, erhält dennoch eine zuverlässig kühlende und kompakte Klimaanlage – und das zu einem deutlich günstigeren Preis als bei vielen Konkurrenzprodukten.

Midea Silent Cool 26 Pro Test: Mobile Klimaanlage, die der Fernbedienung folgt

Die mobile Klimaanlage Midea Silent Cool 26 Pro kühlt mit 2,6 kW und hat eine Fernbedienung mit eingebautem Thermostat. Warum das so ist, zeigen wir im Test.

VORTEILE

  • einfache und durchdachte Installation
  • gute Kühlleistung
  • Follow-Me-Funktion nützlich, wenn man größeren Abstand zum Gerät hat
  • Shortcut-Button ermöglicht das Abspeichern der Lieblingseinstellungen

NACHTEILE

  • Sleep-Mode zu laut, um ihn nachts zu nutzen

Die mobile Klimaanlage Midea Silent Cool 26 Pro kühlt mit 2,6 kW und hat eine Fernbedienung mit eingebautem Thermostat. Warum das so ist, zeigen wir im Test.

Die Midea Silent Cool 26 Pro ist mit einer Kühlleistung von 2,6 kW und dem Kühlmittel R290 ausgestattet, um in den heißen Sommermonaten für ideal temperierte Zimmer zu sorgen. Mit dem Follow-Me-Modus verwandelt sie die mitgelieferte Fernbedienung in ein Thermostat, um so die Temperatur zu messen. Welchen Vorteil das hat und ob sie ihrem Namen gerecht wird und tatsächlich leise kühlt, zeigen wir im Test.

Das hier getestete Modell ist aktuell nicht mehr verfügbar. Die Variante Silent Cool 26 Pro WF ist jedoch weiterhin erhältlich und unterscheidet sich von ihrer Leistung nicht zu dem hier getesteten Modell. Es ist lediglich zusätzlich mit Wifi-Funktionen ausgestattet und kann zur inkludierten Fernbedienung auch per App gesteuert werden. Wir haben das Modell Midea Silent Cool 26 Pro WF daher weiter unten verlinkt.

Ausstattung & Bedienung

Die Midea Silent Cool 26 Pro kommt mit Fernbedienung, den dazugehörigen Batterien, zwei ausführlichen Betriebsanleitungen für Klimaanlage und Fernbedienung, einem Schiebefenster-Kit sowie Geräteadapter und Fensterschieber-Adapter für den Schlauch. Für die Wandmontage sind zudem zwei Wand-Abluftadapter samt Schrauben enthalten. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist ein Ablaufschlauch, um das gesammelte Kondensat in der Klimaanlage zu entleeren. Soll der Schlauch aus einem Flügelfenster hängen, muss man eine Abdichtung dafür separat kaufen – sofern man das Fenster abdichten möchte.

Neben der regulären Kühlung per Kühlmittel R290 hat die Silent Cool 26 Pro eine Ventilator-Funktion und einen Entfeuchtungs-Modus. Bedienbar ist die Klimaanlage entweder über das Bedienfeld am Gerät selbst oder über die mitgelieferte Fernbedienung.

Das Gebläse arbeitet in drei verschiedenen Stärken, Low, Medium und High, zwischen denen man nach Bedarf hin und her wechselt. Im Auto-Modus passt die Silent Cool 26 Pro das Gebläse automatisch in Abhängigkeit der gemessenen Raumtemperatur an und arbeitet zumindest auf dem Papier energiesparender. Schaltet man die Swing-Funktion hinzu, bewegt sich der Deckel der Klimaanlage nach hinten und vorn, um die kühle Luft mehr im Raum zu verteilen, als sie nur in eine Richtung zu blasen. Per Timer-Funktion stellt man zudem wahlweise die Betriebsdauer der Klimaanlage ein. Praktisch ist auch die Shortcut-Taste auf der Fernbedienung. Mit ihr speichert man die derzeit ausgewählten Einstellungen bezüglich Temperatur, Kühlmodus etc. ab und ruft sie – ebenfalls über die Taste – wieder auf. Im Auto-Modus messen wir mithilfe einer Smartphone-App im Schnitt 54 dB am Gerät und rund 43 dB in zwei Metern Entfernung. Da während des Betriebs keine enorm störenden Geräusche wie Knarzen oder Röhren zu hören sind, ist die Geräuschkulisse am Tag für uns jedoch gut aushaltbar.

Der Sleep-Modus gehört fast schon zum guten Ton unter den mobilen Klimageräten. Auch bei der Silent Cool 26 Pro von Midea darf er dementsprechend nicht fehlen. Die Klimaanlage erhöht die eingestellte Temperatur nach einer halben Stunde um einen Grad und wiederholt den Prozess dann 30 Minuten später noch einmal. Diese nun erreichte Temperatur hält das Gerät dann sieben Stunden, woraufhin es den Sleep-Modus verlässt und in den normalen Betrieb übergeht. Leider ist die Schlaf-Funktion auch hier mehr Zierwerk, da das Klimagerät – zumindest unserem Befinden nach – immer noch zu laut ist für den nächtlichen Einsatz. Am Gerät messen wir im Schnitt 49,4 dB und in zwei Metern Entfernung 42,2 dB.

Besonders spannend ist die Follow-Me-Funktion, die man nur via der Fernbedienung aktivieren kann. In diesem Modus nutzt die Silent Cool 26 Pro das in der Fernbedienung verbaute Thermostat, um die Temperatur im Raum zu prüfen, anstatt die Temperatur unmittelbar um das Klimagerät herum zu messen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn man am anderen Ende des Raums sitzt, wo die Temperatur höher ist.

Design

Die 78 x 45,5 x 38 cm große Midea Silent Cool 26 Pro wiegt 31,1 kg und kommt im weißen Plastik-Gehäuse mit grauer Konsole nach Hause. Selbigem Farbschema folgt auch die Fernbedienung. Diese ist wertig verarbeitet und fühlt sich robust an. Auch das Gehäuse des Klimageräts selbst macht einen grundsoliden Eindruck.

An den Seiten des Klimageräts befinden sich Griffe, um sie bei Bedarf anheben zu können oder dank der Rollen durch die Wohnung zu schieben. Der Abluftschlauch misst, wenn er auseinandergezogen ist, 1,50 m. Auf der Rückseite des Geräts befinden sich zudem zwei Schraubverschlüsse, über die man das angesammelte Kondensat abführt.

Ersteinsatz

Bei unserem Ersteinsatz stellen wir erfreut fest, dass man den Schlauch nicht wie bei anderen Klimageräten in die Plastikhalterung schraubt, sondern mit einem Verbindungsstück am Gerät selbst anbringt. Das Verbindungsstück wird dabei über ein Ende des Schlauchs gestülpt und klickt fest. Der so verbundene Schlauch hakt dann über die Verbindung am Klimagerät selbst ein, wodurch sich dieser deutlich schneller und einfacher anbringen und wieder entfernen lässt. Bei anderen Klimaanlagen stellte sich das Reinschrauben des Schlauchs in der Vergangenheit als nerviges Unterfangen heraus, da dieser sich häufig nicht in die Fassung einfügen wollte und immer wieder herausfiel.

Mit angebrachtem Schlauch ist die Midea Silent Cool 26 Pro auch sofort bereit für den Einsatz. Bei den ersten Einsätzen nach dem Auspacken macht sich ein merklicher Plastikgeruch im Raum breit, der nach und nach aber verfliegt.

Dank der mitgelieferten Betriebsanleitungen für Klimaanlage und Fernbedienung ist der Umgang mit der Anlage und der Peripherie schnell verinnerlicht.

Kurz nach dem Ausschalten gibt die Silent Cool 26 Pro ein relativ lautes Knattern von sich, was uns beim ersten Mal ordentlich erschreckt hat.

Kühlleistung und Energieverbrauch

Hinweis: Wie gut die Klimaanlage am Zielort kühlt, ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählt die Isolierung des Raums, die Größe des Raums, die derzeitige Außentemperatur und ob dem Raum zusätzlich (kühlere) Luft hinzugeführt wird. Die von uns beobachtete Leistung ist eine Momentaufnahme unter stark individuellen Bedingungen und ist nicht mit einer genormten Labormessung gleichzusetzen.

Wir setzen die Midea Silent Cool 26 Pro bei geschlossener Tür und ohne Hinzuführen kühlerer Luft in einem 20 m² großen Raum mit einer Deckenhöhe von 2,42 m ein. Im Raum läuft neben der Klimaanlage noch ein Desktop-PC, der zusätzlich Wärme generiert. Der Abluftschlauch hängt aus einem Flügelfenster mit Stoffabdichtung. Die Klimaanlage hat eine Kühlleistung von 2,6 kW oder 9000 BTU/h, mit der sie den Raum von 25,5 Grad auf 23,5 Grad in gut zwei Stunden herunterkühlt. Die gemessene Außentemperatur liegt währenddessen bei ungefähr 26,5 Grad und die eingestellte zu erreichende Zieltemperatur der Klimaanlage ist 22 Grad mit deaktivierter Swing-Funktion. Unter diesen Bedingungen hält sie die 23,5 Grad nach dem Abkühlen im Zimmer problemlos.

Was die Leistung angeht, fährt sie im Auto-Modus mit 685 Watt an, erreicht eine Spitze von 841 Watt, pendelt sich schlussendlich aber bei 805 Watt ein. Ist sie ausgeschaltet und im Standby-Modus, hat sie eine Leistung von 35 Watt.

Preis

Unser Modell der Silent Cool 26 Pro ist derzeit nicht mehr verfügbar. Die Midea Silent Cool 26 Pro WF erbringt dieselbe Kühlleistung und kommt zusätzlich noch mit App-Steuerung. Sie kostet derzeit 489 Euro und reiht sich damit preislich mehr oder weniger im Mittelfeld ein.

Fazit

Die Midea Silent Cool 26 Pro überzeugt bereits direkt nach dem Auspacken mit ihrem sinnvollen Design, wodurch sich der Aufbau als reibungslos und unkompliziert gestaltet. Sie wird ihrem Namen zwar in puncto Lautstärke nicht gerecht, eine gute Verarbeitung in Kombination mit einer durchaus guten Kühlleistung macht die Silent Cool 26 Pro trotzdem zur kompetenten Klimaanlage. Während sie optisch nicht wirklich etwas hermacht, sind es Features wie der Follow-Me-Modus oder die Shortcut-Taste, die eine nützliche Ergänzung zu den sonst zum Standard gehörenden Funktionen darstellen.

Einzig der Sleep-Mode schmälert den Gesamteindruck, da er wie auch bei diversen anderen Klimageräten mit um die 50 dB viel zu laut ist und somit mehr Marketing-Geblubber als tatsächlich nützliche Funktion darstellt.

Mobile Klimaanlage Dreo AC318S im Test: Mit App, Fensterabdichtung & 7500 BTU

Die Dreo AC318S kühlt kleine Räume bis 15 m² und punktet mit App-Steuerung, Home-Assistant-Integration sowie vielseitigem Zubehör. Wir haben sie getestet.

VORTEILE

  • umfangreiches Zubehör für unterschiedliche Fenstertypen inkl. Flügelfenster
  • schnelle App-Einrichtung, Google Home und Home Assistant unterstützt
  • im Kühlbetrieb weitgehend abflussfrei
  • umweltfreundliches Kältemittel R290

NACHTEILE

  • Nachtmodus zu laut für den Schlaf
  • Home-Assistant-Entitäten oft als „nicht verfügbar“ angezeigt
  • Temperaturanzeige in Google Home nur in Fahrenheit

Die Dreo AC318S kühlt kleine Räume bis 15 m² und punktet mit App-Steuerung, Home-Assistant-Integration sowie vielseitigem Zubehör. Wir haben sie getestet.

Die Dreo AC318S ist eine kompakte Monoblock-Klimaanlage mit 2,2 kW Kühlleistung, die der Hersteller für Räume bis 15 m² empfiehlt. Besonders ist die umfassende Smart-Home-Anbindung: Neben der eigenen Dreo-App stehen Google Home und sogar eine offizielle Home-Assistant-Integration bereit.

Ebenso ungewöhnlich ist der Umfang des beiliegenden Fensterabdichtungs-Zubehörs. Während viele Konkurrenten lediglich eine starre Schiebeklappe für amerikanische Schiebefenster mitliefern, deckt Dreo gleich mehrere Fenstertypen ab – inklusive eines flexiblen Abdichtungstuchs mit Klettband für die hierzulande verbreiteten Flügelfenster. Im normalen Kühlbetrieb arbeitet die AC318S dank integriertem Verdampfer weitgehend abflussfrei, im Entfeuchtungsmodus muss man jedoch zwingend den unteren Ablaufanschluss nutzen und das Wasser über den beiliegenden Schlauch abführen. Als Kältemittel kommt das klimafreundliche R290 zum Einsatz.

Preislich liegt die AC318S aktuell bei 460 Euro auf Amazon, mit einem 25-Euro-Anklick-Coupon sinkt der Preis auf 435 Euro. Das Testgerät hat uns Dreo zur Verfügung gestellt.

Ausstattung & Bedienung

Beim Lieferumfang punktet die AC318S vor allem mit ihrem Zubehör zur Fensterabdichtung. Während viele Konkurrenten nur eine starre Schiebeklappe für amerikanische Schiebefenster beilegen – die an deutschen Flügelfenstern oft nicht sinnvoll nutzbar ist – deckt Dreo gleich mehrere Fenstertypen ab. Im Karton liegen eine Fensterblende mit Erweiterung (jeweils 45 cm) für Schiebefenster, ein Wandabluftadapter für fest installierte Abluftkanäle, ein flexibles Abdichtungstuch mit Klettband für Flügelfenster sowie eine zusätzliche Fensterdichtung. Hinzu kommen der Abluftschlauch mit 15 cm Durchmesser und 1,52 m Länge, eine Fernbedienung samt Batterie sowie ein Ablaufschlauch.

Die AC318S bietet drei Betriebsmodi: Kühlen (Zielbereich 16 bis 30 °C), Entfeuchten (Zielwerte von 30 bis 80 % relativer Luftfeuchte in 5-%-Schritten) und Ventilator. Im Trocken-Modus schafft sie laut Hersteller 2,5 l pro Stunde, auf 24 Stunden gerechnet sind das bis zu 60 l. Wichtig: Im Entfeuchtungsmodus muss man den unteren Ablaufanschluss öffnen und den mitgelieferten Schlauch in einen tiefer gelegenen Abfluss oder Eimer führen – nur dann läuft das Kondenswasser kontinuierlich ab. Der Lüfter hat drei Stufen plus Auto, hinzu kommen ein 24-Stunden-Timer, eine Kindersicherung, eine ECO-Funktion sowie ein Oszilliermodus, bei dem sich die Auslassklappen in einem Winkel zwischen 50 und 90 Grad bewegen und die Luft sichtbar besser verteilen.

Am Gerät selbst stehen alle Funktionen zur Verfügung, die auch die App bietet. Auf dem Bedienfeld sitzen kapazitive Tasten für Ein/Aus, eine M-Taste zum Durchschalten der Betriebsmodi, Plus und Minus für die Temperaturwahl, eine Taste für die Lüfteranpassung, Oszillieren ein/aus, Timer sowie den Nachtmodus. Was aktuell eingestellt ist, zeigt das runde, schwarz hinterlegte Display auf der Vorderseite unter den Tasten: die voreingestellte Temperatur, die Lüfterstärke als drei Striche, der Modus als Symbol (etwa eine Schneeflocke für Kühlen), ein Symbol für aktiviertes Oszillieren sowie ein Symbol für eine bestehende WLAN-Verbindung. Die Kindersicherung lässt sich per Langdruck aktivieren, das Display zeigt dann „LC“.

Besonders viel Mühe hat Dreo in die Smart-Home-Integration gesteckt. Die Einrichtung in der Dreo-App ist erfreulich zügig: Modell aus der Geräteliste wählen, WLAN verbinden, Standortfreigabe erteilen – fertig. Die Verbindung zum Dreo-IoT-Server steht in unter fünf Sekunden, und schon nach der ersten Anmeldung bietet die App ein Firmware-Update an. In der Dreo-App lässt sich das Gerät einem Raum zuweisen, in Schwarz oder Weiß darstellen und vollständig fernsteuern. Neben den Grundfunktionen gibt es Zeitpläne, ein Nutzungsprotokoll sowie Wartungshinweise, etwa zum Filterwechsel oder zum Reinigen der Kondensatschalen. Auch eine Filterstandsanzeige ist am Gerät integriert und lässt sich nach der Reinigung per Langdruck auf die Lüftertaste zurücksetzen.

Über Google Home stehen alle Betriebsmodi und drei Lüfterstufen zur Verfügung, Piepton und Display lassen sich ebenfalls deaktivieren. Eine kleine Schwäche: Die im Google-Dashboard angezeigte Raumtemperatur erscheint in Fahrenheit, ohne dass sich das umstellen ließe – alle anderen Geräte zeigen Celsius an. Dreo bietet zudem eine offizielle Home-Assistant-Integration. Die AC318S wird erkannt, allerdings arbeiten die Entitäten nicht zuverlässig und werden häufig als „nicht verfügbar“ angezeigt. Funktionieren sie, lassen sich vier Lüfterstufen, Oszillation, Modus, Piepton, Display und Kindersicherung steuern. Da das Produkt recht neu auf dem Markt ist, könnte das zu den anfänglichen Kinderkrankheiten gehören und dürfte sich mit Updates der Integration beheben lassen.

Beim Geräuschpegel zeigt sich das übliche Bild: Wir messen am Gehäuse über 45 dB(A), aus zwei Metern Entfernung rund 41 dB(A). Dabei dominieren weniger das gleichmäßige Brummen des Kompressors, sondern die Lüfter. Der Schlaf-Modus, der nach Herstellerangabe die Zieltemperatur stufenweise anhebt, um den nächtlichen Temperaturverlust des Körpers auszugleichen, bewegt sich akustisch in einem ähnlichen Bereich – wie bei praktisch allen mobilen Klimaanlagen ist auch er nicht wirklich für den Schlaf geeignet.

Design

Die Dreo AC318S kommt in einem weißen Kunststoffgehäuse, das schick und seriös wirkt. Wer es eleganter mag, greift zur schwarzen Variante – diese dürfte allerdings deutlich anfälliger für Staub und Fingerabdrücke sein. Mit Maßen von 41 × 63,5 × 35 cm bleibt das Gerät kompakt.

Der Auslass für die Kühlluft wird von zwei klappbaren, elektrisch öffnenden Flügeln verdeckt, die im Stillstand sauber übereinander schließen. Ähnliche Lösungen gibt es bei einigen Konkurrenzmodellen ebenfalls, sie verleihen dem Gerät aber im ausgeschalteten Zustand eine aufgeräumte Optik. Im Oszilliermodus klappen sie rhythmisch leicht zu und wieder auf und verteilen die Luft so im Raum.

Zur Mobilität tragen Laufrollen und ein Tragegriff bei, sodass sich das Gerät zwischen Räumen umstellen lässt. Das Bedienfeld liegt oben, eine Kindersicherung sperrt es bei Bedarf. Display und Piepton lassen sich abschalten – praktisch, wenn das Gerät im Schlafzimmer steht. An der Rückseite sitzen zwei Gitter mit den Filtern, die sich für die Reinigung leicht entnehmen lassen.

Ersteinsatz

Laut Hersteller soll das Gerät nach dem Transport mindestens sechs Stunden aufrecht stehen, bevor man es zum ersten Mal in Betrieb nimmt. Anschließend richten wir die Fensterabdichtung ein. Wir nutzen das beigelegte Abdichtungstuch mit Klettband an unserem doppelflügeligen Fenster ohne Mittelrahmen. Ein Klettband kommt rund um den inneren Fensterrahmen und auf den zweiten Fensterflügel, das andere an den Fensterflügel, an dem der Schlauch ausgeführt wird. So lässt sich das geöffnete Fenster dicht und verschlossen halten. Alternativ liegen Adapter für Wandabluftkanäle und Schiebefenster bei.

Der Abluftschlauch wird mit dem Sicherungsblech am Gerät befestigt. Den beigelegten Wasserschlauch haben wir am unteren Ablauf angeschlossen – im reinen Kühlbetrieb ist das streng genommen nicht notwendig, im Entfeuchtungsmodus dagegen Pflicht. Anschließend verbinden wir die Klimaanlage per Dreo-App mit dem WLAN – das geht so schnell, dass wir kaum Zeit für Screenshots haben. Die App schlägt direkt ein Firmware-Update vor, das wir installieren. Danach lässt sich die AC318S sofort per App, Fernbedienung oder Bedienfeld starten und der Modus auswählen.

Kühlleistung und Energieverbrauch

Hinweis: Wie gut die Klimaanlage am Zielort kühlt, ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählt die Isolierung des Raums, die Größe des Raums, die derzeitige Außentemperatur und ob dem Raum zusätzlich (kühlere) Luft hinzugeführt wird. Die von uns beobachtete Leistung ist eine Momentaufnahme unter stark individuellen Bedingungen und ist nicht mit einer genormten Labormessung gleichzusetzen.

Wir testen die Dreo AC318S in einem 12,39 m² großen Schlafzimmer in einem Altbau mit historischer Außenfassade – allerdings ohne offenen Dachstuhl. Die Deckenhöhe liegt bei rund 2,45 m, am Boden Parkett, der Raum ist nahezu quadratisch geschnitten. Außer Lampen befinden sich keine zusätzlichen Wärmequellen im Raum, kühle Luft wird nicht extra zugeführt. Die Tür bleibt geschlossen, das Fenster ist mit dem mitgelieferten Abdichtungstuch verschlossen.

Die AC318S kühlt mit 2,2 kW und nutzt das umweltfreundliche Kältemittel R290. Die Luftumwälzung gibt Dreo mit 300 m³/h an, empfohlen wird die Klimaanlage für Räume bis 15 m². In unserem etwas kleineren Testraum passt das gut.

Im ersten Testlauf am Abend sinkt die Temperatur in 30 Minuten von 25,7 auf 24,1 Grad – bei Außentemperaturen um 20 °C, am Tag waren es bis zu 29 °C. Nach weiteren 18 Minuten erreichen wir 23,4 °C. Die Luftfeuchte fällt in dieser Zeit von 42 auf 38 Prozent. An einem anderen Tag starten wir bei 26,3 °C und 45 % Luftfeuchte. Nach 20 Minuten sind es 25,5 °C und 41 %, nach insgesamt 35 Minuten 24,7 °C und 40 %. Der Kühleffekt ist klar zu spüren, gemessen wurde mit einem auf Kopfhöhe montierten Raumthermometer.

Der Stromverbrauch variiert deutlich je nach Modus. Im Ventilatormodus zieht die AC318S in Stufe 1 nur 22,3 W, in Stufe 2 sind es 27,1 W, in Stufe 3 dann 38,6 W. Im Kühlmodus auf höchster Stufe bei eingestellten 16 °C steigt der Verbrauch auf rund 607 W. Über vier Testdurchläufe mit jeweils 30 bis 45 Minuten Laufzeit summiert sich der Verbrauch auf insgesamt 1,35 kWh, was bei unserem Stromtarif etwa 36 Cent entspricht. Praktisch ist das abflussfreie Konzept im normalen Kühlbetrieb: Dank integriertem Verdampfer sammelt sich im Behälter kaum Wasser, ein Entleeren ist im Alltag selten nötig. Im Entfeuchtungsmodus dagegen ist die kontinuierliche Wasserableitung über den unteren Anschluss Pflicht.

Preis

Die Dreo AC318S kostet 460 Euro bei Amazon. Mit einem 25-Euro-Coupon, der sich auf der Produktseite anklicken lässt, sinkt der Preis aktuell auf 435 Euro. In der Vergangenheit war die Klimaanlage bereits für unter 400 Euro erhältlich.

Fazit

Die Dreo AC318S ist eine kompakte mobile Klimaanlage mit gut durchdachter Smart-Home-Integration. Die Dreo-App lässt sich extrem schnell einrichten und bietet Zeitpläne, Wartungshinweise und Firmware-Updates. Auch Google Home und Home Assistant werden unterstützt – letztere allerdings mit Einschränkungen bei der Zuverlässigkeit der Entitäten. Positiv fällt das umfangreiche Fenster-Zubehör auf, das im Gegensatz zu vielen Konkurrenten auch deutsche Flügelfenster sinnvoll abdeckt.

In unserem 12-m²-Schlafzimmer kühlt das Gerät zuverlässig um mehrere Grad und reduziert nebenbei die Luftfeuchte. Wer entfeuchten will, muss zwingend den Ablaufschlauch dauerhaft anschließen. Wie fast alle mobilen Monoblock-Klimaanlagen ist auch sie im Nachtmodus zu laut für den Dauerbetrieb beim Schlafen. Zum Listenpreis ist sie durchschnittlich attraktiv, mit Coupon oder im Angebot wird sie zur echten Empfehlung für kleine Räume.

Mobile Klimaanlage Bosch Cool 5000 im Test: Kühlt mit R290 bis zu 46 m² Fläche

Die mobile Klimaanlage Bosch Cool 5000 kühlt mit Automatik-Modus und R290-Kühlmittel Räume mit bis zu 46 m² Fläche. Wie gut sie das tut, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • Effizient und energiesparend dank Automatik-Modus
  • hervorragende Kühlleistung, die den Raum sofort merklich abkühlt.
  • Silent-Modus ideal für den Einsatz im Homeoffice
  • gute Verarbeitung und hochwertige Optik

NACHTEILE

  • trotz Schlaf-Modus zu laut für den Betrieb während der Nacht
  • teuer

Die mobile Klimaanlage Bosch Cool 5000 kühlt mit Automatik-Modus und R290-Kühlmittel Räume mit bis zu 46 m² Fläche. Wie gut sie das tut, zeigt unser Test.

Als Monoblock-Klimagerät ist die mobile Bosch Cool 5000/5100 in der Lage, Räume mit einem Abluftschlauch, wie man ihn auch von vielen Trocknern her kennt, zu kühlen und zu entfeuchten. Dabei kühlt das mobile Klimagerät für 593 Euro (Ebay) mit 3,4 kW und dem Kühlmittel R290. Vielversprechend ist hier der Automatik-Modus, welcher intelligent die Kühlleistung anpasst und so einen sparsamen Gebrauch verspricht. Inwiefern das funktioniert, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Die Bosch Cool 5000 wurde von der Bosch Cool 5100 abgelöst. Was die verwendete Technik und die Leistung der Geräte angeht, sind die beiden Modelle jedoch identisch. Daher hat dieser Test nach wie vor seine Gültigkeit. Wir haben weiter unten das aktuelle Model Bosch Cool 5100 verlinkt.

Ausstattung & Bedienung

Zum Klimagerät gibt es neben der Bedienungsanleitung noch einen Schiebefenstereinsatz, um das Fenster abzudichten. Ein Einsatz für die weitaus verbreiteteren Flügelfenster ist leider nicht enthalten. Das bedeutet, dass man die wieder eintretende warme Luft beim Betrieb des Klimageräts in Kauf nehmen muss oder sich online eine speziell für Flügelfenster konzipierte Fensterabdichtung bestellt.

Eine Fernbedienung samt Batterien ist ebenfalls enthalten. Zum Entleeren des Kondensatauffangtanks dient der Plastikschlauch, der dem Klimagerät beiliegt.

Die Bosch Cool 5000 hat drei Modi, zwischen denen man je nach Bedarf wechselt. Im Automatik-Modus reguliert die Klimaanlage die Kühlleistung eigenständig und in Abhängigkeit der im Raum gemessenen Temperatur. Dadurch rödelt sie nicht permanent auf der höchsten Stufe, sondern passt die Leistung intelligent an. Aktiviert man, unabhängig vom Modus, noch die Swing-Funktion, bewegt sich der Deckel des Klimageräts, um die Luft im Raum gleichmäßig zu verteilen.

Ansonsten gibt es noch zwei weitere Modi – den Silent- und den Sleep-Mode, zwischen denen man je nach Bedarf umschalten kann. Der Silent-Mode ist für den Gebrauch tagsüber gedacht – etwa im Homeoffice während der Arbeitszeit – und reduziert die Lautstärke des mobilen Klimageräts. Der Sleep-Mode hingegen ist, wie der Name bereits impliziert, für den Einsatz über die Nacht hinweg vorgesehen und passt die Klimatisierung an die Schlafzyklen an. Im Klartext bedeutet das, dass er die ausgewählte Soll-Temperatur 60 Minuten nach Start um 1 Grad erhöht. Das Ganze wird dann nach weiteren 60 Minuten wiederholt. Danach wird diese Temperatur für 6 Stunden aufrechterhalten. Außerdem schaltet die Beleuchtung der Anzeige aus.

Das Problem: Die Bosch Cool 5000 ist für den Einsatz im Schlafzimmer über die Nacht einfach zu laut. Sie erzeugt im Sleep-Modus im Schnitt 40 dB(A) am Gerät, die wir über eine Smartphone-App messen. Sie ist so zwar tatsächlich 10-15 dB(A) leiser als im Automatik-Modus, allerdings hinderte sie uns mit gut 2,5 Metern Entfernung zum Kopfkissen dennoch daran, einzuschlafen. Hier ist man besser beraten, mit dem Herunterkühlen ein paar Stunden vor dem Zubettgehen zu beginnen, um dann wenigstens zum Einschlafen eine angenehme Raumtemperatur zu haben.

Zusätzlich zur regulären Kühlung hat die Bosch Cool 5000 auch einen Ventilator und eine Entfeuchtungsfunktion.

Design

Das Bosch Cool 5000 Klimagerät wirkt optisch sehr hochwertig. Das grauweiße Plastikgehäuse ist robust und gut verarbeitet, das schwarze Bedienfeld oben auf dem Gerät sowie der silberne Rahmen, der die Bedieneinheit optisch vom Rest des Gehäuses trennt, tragen ebenfalls zum edlen Look bei.

Der Abluftschlauch befindet sich zusammengefaltet auf der Rückseite der mobilen Klimaanlage und stört so nicht, wenn diese gerade nicht im Betrieb ist. Für die mitgelieferte Fernbedienung gibt es – ebenfalls auf der Rückseite – eine Halterung, die diese magnetisch fixiert.

Die Klimaanlage steht auf Rollen, was sie ideal für den Transport zwischen Räumen macht. Mit ihren zwei seitlichen Griffen lässt sie sich bequem von Hand zum Einsatzort bewegen. Beim Transport über Teppiche sollte man jedoch vorsichtig sein: In unserem Test können die Räder diese nicht problemlos überwinden und schieben sie stattdessen vor sich her. Wer die Klimaanlage auf verschiedenen Etagen nutzen möchte, sollte zudem das Gewicht der Cool 5000 von 35 kg beim Transportieren berücksichtigen.

Ersteinsatz

Die Bosch Cool 5000 ist sofort nach dem Auspacken einsatzbereit. Wir mussten lediglich das Hartplastikende am Abluftschlauch festdrehen und die mitgelieferten Batterien in die Fernbedienung einsetzen.

Die Klimaanlage lässt sich entweder über das Bedienfeld am Gerät oder mittels der mitgelieferten Fernbedienung steuern. Die Bedienung per Fernbedienung kann jedoch etwas umständlich sein: Sie erfordert ein sehr präzises Ausrichten auf den Empfänger, der sich vorn im oberen Drittel des Geräts befindet und kaum Spielraum lässt. Je nach Winkel und Position der Fernbedienung reagiert das Klimagerät dann nämlich nicht. Dies zeigte sich in unserem Test zum Beispiel, wenn wir die Fernbedienung schräg von oben oder seitlich auf die Cool 5000 richteten. Wer das Gerät nachts, etwa vom Bett aus, steuern möchte, muss daher die Klimaanlage entsprechend ausrichten.

Beim ersten Start der Bosch Cool 5000 macht sich ein etwas unangenehmer Plastikgeruch im Zimmer breit, der aber nach kurzer Zeit wieder verfliegt. Den Abluftschlauch zieht man wie eine Ziehharmonika auseinander, um ihn aus dem Fenster zu hängen und drückt ihn nach getaner Arbeit wieder zusammen.

Kühlleistung

Hinweis: Wie gut die Klimaanlage am Zielort kühlt, ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählt die Isolierung des Raums, die Größe des Raums, die derzeitige Außentemperatur und ob dem Raum zusätzlich (kühlere) Luft hinzugeführt wird. Die von uns beobachtete Leistung ist eine Momentaufnahme unter stark individuellen Bedingungen und ist nicht mit einer genormten Labormessung gleichzusetzen.

Wir setzen die Bosch Cool 5000 in einem 20 m² großen Raum mit einer Deckenhöhe von 2,42 m ein. Die Tür zum Raum ist währenddessen geschlossen und es findet keine zusätzliche Zuführung kühlerer Luft statt. Zusätzlich zur Klimaanlage läuft ein Desktop-PC, der Wärme generiert. Die Bosch Cool 5000 Klimaanlage kühlt mit 3,4 kW und wird vom Hersteller für eine Fläche von bis zu 46 m² oder 115 m³ empfohlen. Dabei handelt es sich aber nur um eine Empfehlung. Die Klimaanlage kann logischerweise auch in größeren Räumen eingesetzt werden.

Das Klimagerät läuft in unserem Test ohne Automatik-Modus und kühlt das Zimmer in einer Stunde um 1 Grad von 27 auf 26 Grad herunter. Die Außentemperatur betrug währenddessen 30 Grad. Die gefühlte Temperatur, während man im Raum sitzt, ist jedoch deutlich kühler. Der Schlauch hing dabei aus einem Flügelfenster ohne Abdichtung. Überraschend war für uns, dass die Kühlleistung in unserem Fall auch mit installierter Flügelfensterabdichtung gleich blieb. Zum Kühlen verwendet die Bosch Cool 5000 das Kühlmittel R290.

Im Automatik-Modus fluktuiert der Verbrauch und reichte während unseres Tests von 0,02 kWh bis 1,4 kWh, gemessen über einen Zeitraum von einer Stunde.

Preis

Die Bosch Cool 5100 gibt es bei Ebay derzeit für 593 Euro.

Fazit

Die Bosch Cool 5000 überzeugt durch ihre Verarbeitung, ihre Optik und durch den energiesparenden Automatik-Modus. Der Timer, eine gleichmäßige Raumkühlung durch die Swing-Funktion sowie eine einfache und selbsterklärende Handhabung des Geräts zählen zu den positiven Eigenschaften der Bosch Cool 5000.

Zumindest tagsüber hilft der Silent-Modus dabei, die Geräuschkulisse der ansonsten durchaus lauten mobilen Klimaanlage zu reduzieren. Auch Entfeuchter- und Ventilator-Funktion sind eine sinnvolle Ergänzung der performanten Kühleinheit. Der Schlaf-Modus ist zwar eine nette Idee, reduziert in der Praxis die Geräusche der Cool 5000 jedoch nicht genug, um für eine ruhige Nacht zu sorgen, wodurch der Einsatz nachts daher komplett wegfällt.

Dreame P-Wind 10 im Test: Mobile Klimaanlage mit App & Horizontal-Gebläse

Die Dreame P-Wind 10 bringt als mobile Klimaanlage eine App-Steuerung mit und verteilt dank horizontalem Gebläse die Luft gleichmäßiger im Raum.

VORTEILE

  • kompakt
  • horizontale Luftverteilung
  • gute Kühlleistung in kleinen Räumen

NACHTEILE

  • frustrierende App-Einrichtung
  • leichtes hochfrequentes Fiepen
  • Blende nicht motorisiert

Die Dreame P-Wind 10 bringt als mobile Klimaanlage eine App-Steuerung mit und verteilt dank horizontalem Gebläse die Luft gleichmäßiger im Raum.

Als mobile Klimaanlage ist die Dreame P-Wind 10 in erster Linie für kleinere Räume ausgelegt. Eine 7000- und eine 9000-BTU-Variante arbeiten hier mit einer automatischen Oszillation, um die heruntergekühlte Luft nicht nur geradeaus zu blasen, sondern auch ein Stück weit nach links und rechts zu befördern. Zusätzlich zur Fernbedienung soll eine optionale App-Steuerung noch mehr Komfort liefern. Wie gut sich die Dreame P-Wind 10 im Einsatz schlägt, zeigt der Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung & Bedienung

Die Dreame P-Wind 10 kommt mit Abluftschlauch samt Schlauchanschluss, Wasserschlauch, Fenster-Kit, Fenster-Kit-Adapter, Fernbedienung, einem Satz Flügelschrauben, Batterien für die Fernbedienung und der Bedienungsanleitung. Das Fenster-Kit ist nur für Schiebefenster vorgesehen. Für die in Deutschland weitverbreiteten Flügelfenster muss man eine Abdeckung separat kaufen, wenn man während des Betriebs die warme Luft von draußen ein Stück weit eindämmen möchte.

Mit 7000 BTU ist die P-Wind 10 laut Dreame für Räume von bis zu 25 m² Größe ausgelegt und arbeitet mit einem Luftststrom von 290 m³/h. Eine etwas potentere und zugleich teurere 9000-BTU-Version der P-Wind 10 soll Räume von bis zu 33 m² ideal kühlen können, dann mit einem Luftststrom von 330 m³/h. Die niedrigste einstellbare Temperatur beträgt 16 °C, die höchste 32 °C.

Zur Steuerung des Geräts steht die inkludierte Fernbedienung bereit oder das Bedienfeld oben auf dem Gerät. Das Klimagerät hat einen Ventilatormodus, bei dem keine Kühlung zugeschaltet wird, sondern Luft wie bei einem regulären Standventilator geblasen wird. Der Luftentfeuchter-Modus entfernt, wie der Name verspricht, die Feuchtigkeit aus der Luft im Raum, was vor allem an besonders schwülen Tagen ein Segen sein kann. Per inkludiertem Wasserschlauch entleert man dann das Auffangbecken des P-Wind 10 nach getaner Arbeit.

Der Kühlmodus arbeitet mit dem Kühlmittel R290, zur Auswahl stehen drei Gebläsestufen. Standardmäßig bläst die Klimaanlage stur geradeaus, man kann aber hinzuschalten, dass die Luft horizontal und dadurch gleichmäßiger im Raum verteilt werden soll. Die Luft kommt dann immer noch vorn aus der Öffnung, wird aber zusätzlich leicht nach links und rechts geblasen. Eine motorisierte Blende, die sich auf und ab bewegt, um die kühle Luft zu verteilen, gibt es nicht. Vor dem Einsatz muss man sie manuell hochklappen und in die gewünschte Position bringen, damit das Gebläse die Luft in den Raum befördern kann.

Eine Timer-Funktion und einen Sleep-Modus gibt es ebenfalls. Im Sleep-Modus reduziert die Klimaanlage die Gebläsestufe, zudem erhöht sie die voreingestellte Temperatur nach einer Stunde um ein C° und nach einer weiteren Stunde erneut um ein C°. Auch wenn der Name es vielleicht erhoffen lässt: Der Sleep-Modus ist zwar leiser als der reguläre Betrieb, aber für uns immer noch zu laut, um dabei entspannt einschlafen zu können.

Im Kühlmodus bei voller Gebläsestufe erreicht die Dreame P-Wind 10 bis zu 65 dB(A) (per Smartphone-App gemessen), liegt im Schnitt aber bei etwa 59 dB(A). Zum Vergleich: der Sleep-Modus röhrt mit durchschnittlich etwa 54 dB(A) und erreicht Spitzen von bis zu 61 dB(A).

Alternativ zur Fernbedienung hat die P-Wind 10 auch eine App-Anbindung via Dreamehome. Darüber lässt sie sich problemlos steuern.

Design

Mit 305 × 700 × 285 mm ist die Dreame P-Wind 10 recht kompakt und passt somit gut auch in kleinere Räume, mit etwa 24 kg Eigengewicht ist sie aber nicht gerade leicht. Farblich hat man die Wahl zwischen Eierschalenweiß, von Dreame Gold genannt, und Schwarz. Das Gehäuse ist aus Kunststoff und fühlt sich robust an. Oben an den Seiten befinden sich Tragegriffe, um die Klimaanlage etwa über einen Teppich oder über Stufen tragen zu können. Zudem ist sie, wie die meisten portablen Klimageräte, mit vier Rollen ausgestattet, was den Transport von einem Raum in den anderen erleichtert.

Eine Möglichkeit, die Fernbedienung am Gerät zu verstauen, bietet die Dreame P-Wind 10 leider nicht. Der Abluftschlauch hängt wie bei den meisten mobilen Klimaanlagen einfach hinten am Gerät. Möchte man die P-Wind 10 verstauen, muss man zuvor den Schlauch entfernen und zusammenklappen.

Ersteinsatz

Die Einrichtung der Dreame P-Wind 10 geht einfach von der Hand. Nach dem Auspacken muss man den Abluftschlauch mit dem Schlauchanschluss verbinden, um ihn an der Klimaanlage anzubringen. Optional kann man noch den Fenster-Kit-Adapter am anderen Ende des Schlauchs anbringen. Schlussendlich muss man noch die Batterien in die Fernbedienung einsetzen, und die Klimaanlage ist einsatzbereit.

Wichtig: Hat man die Klimaanlage beim Transport oder anschließendem Aufbau um mehr als 45 Grad gekippt, sollte man das Gerät laut Hersteller vor der Nutzung für 24 Stunden aufrecht ruhen lassen.

Bei der App geht es nicht ganz so reibungslos zu: Versuchen wir, sie mit dem Klimagerät zu verknüpfen, beklagt sie ständig, dass kein 2,4-GHz-Netz vorhanden sei. Nachdem wir dann unser Dual-Band-Wifi exklusiv auf 2,4 GHz umstellen, erkennt die App zwar endlich das Internet, scheitert aber jedes Mal an der Einrichtung. Frustrierend ist in diesem Zusammenhang auch, dass man bei jedem neuen Verbindungsversuch das WLAN-Passwort erneut eingeben muss. Das Ganze geht 20 Minuten so weiter, bis es dann irgendwann einmal klappt.

Nach der „erfolgreichen“ Verknüpfung von App und P-Wind 10 können wir auch wieder auf Dual-Band-Wifi umsteigen – die Verbindung zur P-Wind 10 bleibt bestehen. Warum das nicht von vorneherein so ging, ist uns ein Rätsel. Die App bietet im Prinzip die gleichen Steuerungsmöglichkeiten wie die Fernbedienung: Die Klimaanlage einschalten, Timer einrichten, Temperatur anpassen oder den Modus wechseln.

Direkt beim ersten Einsatz der Klimaanlage fällt uns ein leises, aber beständiges helles Fiepen auf, welches das Gebläse permanent begleitet. Tagsüber war das nach einiger Zeit nicht mehr störend und verschwand für unser Gehör irgendwann im Hintergrund. Menschen, die auf solche Geräusche jedoch empfindlich reagieren, sollten hier definitiv nach einer Alternative Ausschau halten.

Kühlleistung & Energieverbrauch

Hinweis: Wie gut die Klimaanlage am Zielort kühlt, ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählt die Isolierung sowie die Größe des Raums, die derzeitige Außentemperatur und ob dem Raum zusätzlich (kühlere) Luft hinzugeführt wird. Die von uns beobachtete Leistung ist eine Momentaufnahme unter stark individuellen Bedingungen und nicht mit einer genormten Labormessung gleichzusetzen.

Wir testen die Dreame P-Wind 10 in einem 16 m² großen Arbeitszimmer einer schlecht isolierten Dachgeschosswohnung ohne zusätzlich zugeführte kühle Luft. Der Abluftschlauch führt die Luft durch ein geöffnetes Flügelfenster mit zusätzlich angebrachter Stoffabdeckung aus dem Zimmer. Die Außentemperatur beträgt zu diesem Zeitpunkt etwa 29 °C, die gemessene Temperatur im Zimmer knapp 26 °C.

Bereits wenige Minuten, nachdem wir die Klimaanlage gestartet haben, fühlt sich die Luft im Raum merklich kühler an. Wir verwenden hierbei die höchste Gebläsestufe mit aktivierter horizontaler Luftverteilung und einer Zieltemperatur von 20 °C. Innerhalb einer dreiviertel Stunde sinkt die Zimmertemperatur um 1 °C, während es im gesamten Raum durch die permanente kühle Luftzufuhr fast schon frisch ist. Verlässt man das Zimmer und betritt den Rest der Wohnung, fällt der Unterschied direkt stark auf und man wird von der drückenden warmen Luft beinahe erschlagen. Hier kann die P-Wind 10 definitiv überzeugen.

Mit diesen Einstellungen startet die Dreame P-Wind 10 mit einem Stromverbrauch von 547 W, der sich Schritt für Schritt auf 772 W hocharbeitet und dort dann bleibt. Im Sleep-Modus sinkt zwar die Kühlleistung der kompakten Klimaanlage, dafür bleibt der Stromverbrauch mit 104 W auch deutlich geringer.

Preis

Die Dreame P-Wind 10 mit 7000 BTU hat eine UVP von 359 Euro, aktuell gibt es das Modell allerdings schon für 319 Euro auf der Dreame-Website. Für 359 Euro gibt es dort aktuell die 9000-BTU-Variante (UVP 399 Euro). Der Funktionsumfang beider Einheiten ist der gleiche, die 9000-BTU-Version hat allerdings einen stärkeren Luftstrom und ist somit laut Dreame für Räume von bis zu 33 m² ausgelegt.

Fazit

Was die Kühlleistung angeht, überzeugt die Dreame P-Wind 10 im Einsatz. Kleinere Zimmer kann sie problemlos abkühlen, während die horizontale Verteilung der kühlen Luft bereits nach wenigen Minuten im Einsatz einen merklichen Unterschied bewirkt. Schade ist, dass in diesem Zusammenhang auf eine motorisierte Blende verzichtet wurde und man diese händisch öffnen und schließen muss.

Die Bedienung via Fernbedienung und Touchfeld funktioniert problemlos. Auch per App lässt sich die kompakte mobile Klimaanlage einfach steuern – sofern man sich zuvor mit dem frustrierenden Einrichtungsprozess herumgeschlagen hat. Der Formfaktor macht sie vor allem in kleineren Wohnungen zur platzsparenden Kühlmöglichkeit. Leider dürfte ein permanent auftretendes helles Fiepen viele von einem Kauf des ansonsten kompetenten Klimageräts abhalten.

Delonghi Pinguino Gentlejet PAC AP120 Test: Mobile Klimaanlage mit 12.000 BTU

Die mobile Klimaanlage Delonghi Pinguino Gentlejet PAC AP120 wartet mit 12.000 BTU Kühlleistung und Eco-Real-Feel-Modus auf. Wie gut sie ist, zeigt der Test.

VORTEILE

  • einfache Bedienung
  • gleichmäßigere Luftverteilung durch u-förmige Öffnung
  • angenehme Temperatursenkung ohne starkes Ziehen oder Frösteln

NACHTEILE

  • Fernbedienung günstig produziert
  • teuer
  • keine Anpassungsmöglichkeiten für Eco Real Feel
  • Silent-Mode nicht wirklich leise

Die mobile Klimaanlage Delonghi Pinguino Gentlejet PAC AP120 wartet mit 12.000 BTU Kühlleistung und Eco-Real-Feel-Modus auf. Wie gut sie ist, zeigt der Test.

Die Delonghi Pinguino Gentlejet bringt mit ihrer Kühlleistung von 3 kW oder 12.000 BTU/h, einem Silent-Mode sowie dem vielversprechend klingenden Eco-Real-Feel-Modus ein zumindest auf dem Papier hervorragend klingendes Gesamtpaket mit sich. Wie der Name schon vermuten lässt, soll die Pinguino Gentlejet im Vergleich zu anderen Klimaanlagen eine deutlich sanftere Luftverteilung haben. Wir haben die Klimaanlage vom Auspacken bis zum ersten Einsatz getestet und geprüft, ob sie kompetent kühlt.

Ausstattung & Bedienung

Die Delonghi Pinguino Gentlejet kommt mit Abluftschlauch, einem Schiebefensterkit sowie einer Fernbedienung samt Batterien. Hat man daheim ein Flügelfenster, muss man selbst nachrüsten oder das Klimagerät ohne Abdichtung verwenden. Ein Quickstart-Guide liegt ebenfalls bei, die vollständige Betriebsanleitung muss man jedoch per QR-Code aus dem Internet herunterladen. Das Problem: Der Download-Link funktioniert – zumindest während wir es mehrmals versucht haben – nicht. Per kurzer Google-Suche gelangen wir dann auf den irischen Ableger der Delonghi-Website. Dort ist das Handbuch ebenfalls in mehreren Sprachen hinterlegt, und der Download gelingt problemlos.

Das Klimagerät hat drei unterschiedliche Betriebsmodi: den regulären Betrieb als Klimaanlage, als Entfeuchter – etwa im Frühjahr oder in den Herbstmonaten – sowie als Ventilator ohne zusätzliche Kühlung.

Bedienbar ist die Pinguino Gentlejet entweder über das Touch-Bedienfeld am Gerät selbst oder per Fernbedienung. Diese erfüllt zwar mehr oder weniger ihren Zweck, wirkt aber recht billig produziert. Nachdem man eine Taste gedrückt hat, kehrt diese häufig nicht wieder in ihre Ausgangsposition zurück, sondern bleibt zur Hälfte im Gehäuse der Fernbedienung hängen. Die Touchsteuerung an der Klimaanlage selbst funktioniert jedoch problemlos.

Insgesamt gibt es drei unterschiedlich starke Stufen für das Gebläse der Klimaanlage, zwischen denen man manuell wechselt. Aktiviert man hingegen den Automatik-Modus, reguliert die Pinguino Gentlejet die Stärke eigenständig und in Abhängigkeit der Ziel- und derzeitigen Raumtemperatur. Schaltet man zusätzlich zur Kühlung noch die Swing-Funktion ein, bewegt sich eine Klappe direkt über der Öffnung nach hinten und nach vorn, um die Luft im Raum gleichmäßig zu verteilen.

Mit dem Modus Eco Real Feel verspricht Delonghi eine Kombination aus Temperatur- und Feuchtigkeitsregulierung. Hier prüft das Klimagerät binnen einer Minute den derzeitigen Komfortstatus, welcher dann anschließend in drei unterschiedlichen Farbcodes auf dem Gerät abgebildet wird. Ein blaues Licht bedeutet, dass idealer Komfort erreicht ist. Grün hingegen signalisiert, dass zumindest die meisten Menschen den Raum derzeit als komfortabel empfinden. Gelb bedeutet jedoch, dass die Raumbedingungen stark von einem optimalen Komfortniveau abweichen. Das Problem: Bereits in der Betriebsanleitung steht, dass gefühlter Komfort subjektiv ist und von jedem unterschiedlich empfunden wird. Es gibt auch keine Möglichkeit, einen Wert selbstständig festzulegen.

Wie viele andere Klimageräte verfügt auch die Pinguino Gentlejet über einen Silent-Mode, der die Lautstärke der Anlage vermeintlich so weit reduziert, dass man diese auch beim Schlafen laufen lassen kann. Allerdings ist dieser auch bei der Pinguino Gentlejet viel zu laut. Er beginnt erst angenehm leise, die Maschine fängt dann aber nach wenigen Minuten an, laut zu rödeln. Wir messen im Silent-Mode im Schnitt 46 dB am Gerät, mit Spitzen von 56 dB. In gut zwei Metern Entfernung sind es immer noch rund 43 dB im Schnitt. Wir haben das Ganze mit einer Handyapp gemessen. Diese ist natürlich nicht 100 Prozent akkurat, liefert aber zumindest einen groben Eindruck.

Im regulären Betrieb mit aktiviertem Auto-Modus bläst das Klimagerät im Schnitt mit 54 dB um die Ohren, während Spitzen von 61 dB erreicht werden. In zwei Metern Entfernung sind es im Schnitt immer noch 44 dB.

Design

Die Delonghi Pinguino Gentlejet PAC AP120 hat ein schlichtes, weißes Vollplastik-Gehäuse. Sie ist 81,4 × 45,7 × 36,3 cm groß und wiegt 35 kg. An den Seiten, relativ mittig, befinden sich Griffe, um die Klimaanlage tragen zu können. Ansonsten lässt sie sich dank ihrer Rollen auch gut durch die Gegend schieben. Oben auf der Anlage ist eine Einkerbung, in der man die Fernbedienung zur Aufbewahrung platziert. Das Touch-Bedienfeld befindet sich vorn, unmittelbar unter der Öffnung des Gebläses. Hinten am Gerät ist der Abluftschlauch befestigt, für den es leider keine Aufbewahrungsmöglichkeit am Gerät gibt, wenn er zusammengefaltet ist.

Dank der u-förmigen Öffnung, aus der die Klimaanlage bläst, verteilt sich die Luft automatisch auch nach links und rechts und wird nicht nur frontal geradeaus geblasen. Der so entstehende Luftzug ist deutlich sanfter, während er zugleich trotzdem gut kühlt. Allerdings schließt sich die Öffnung nicht, und ein Überzug als Staubschutz ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Ersteinsatz

Die erste Inbetriebnahme der De’Longhi Pinguino Gentlejet erwies sich im Test als etwas holprig. Nach dem Auspacken muss zunächst der Abluftschlauch am Gerät montiert werden. Dieser wird bereits vormontiert mit einem Kunststoffverbindungsstück geliefert, sodass er lediglich an die Rückseite der Klimaanlage angeschlossen werden muss. Dank klarer Markierungspfeile gelingt dies grundsätzlich ohne größere Schwierigkeiten.

Allerdings offenbarte sich beim Auseinanderziehen des Schlauchs ein Schwachpunkt: Der Schlauch löste sich vom Verbindungsstück, obwohl dieses eigentlich fest sitzen sollte. Laut der Anleitung sollte es ausreichen, den Schlauch mit einer Drehbewegung wieder in Position zu bringen – im Test funktionierte das jedoch nicht zuverlässig.

Mit einem ordentlichen Kraftaufwand musste das Verbindungsstück vom Gerät gelöst, der Schlauch hineingeschraubt und das Verbindungsstück samt verbundenem Schlauch wieder am Gerät angebracht werden. Ein unschöner erster Eindruck. Nach dem anfänglichen Aufbau läuft die Anlage sofort ohne weitere Einrichtung.

Kühlleistung und Stromverbrauch

Hinweis: Wie gut die Klimaanlage am Zielort kühlt, ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählt die Isolierung des Raums, die Größe des Raums, die derzeitige Außentemperatur und ob dem Raum zusätzlich (kühlere) Luft hinzugeführt wird. Die von uns beobachtete Leistung ist eine Momentaufnahme unter stark individuellen Bedingungen und ist nicht mit einer genormten Labormessung gleichzusetzen.

Die Pinguino Gentlejet hat eine Kühlleistung von 12.000 BTU/h, womit sie laut Hersteller für Räume mit bis zu 110 m³ geeignet ist. Bei einer durchschnittlichen Deckenhöhe (ca. 2,5 m) entspricht das etwa 45 m², im Altbau (ca. 3 m) jedoch nur rund 35 m².

Wir setzen sie in einem 20 m² großen Raum mit offenem Flügelfenster samt Stoffabdichtung und geschlossener Zimmertür ein. Die niedrigste einstellbare Temperatur der Klimaanlage ist 18 Grad Celsius. Wir setzen die Zieltemperatur des Geräts auf 20 Grad bei einer Raumtemperatur von 27 Grad und einer Außentemperatur von 29 Grad. Im Raum läuft außerdem permanent ein Desktop-PC, der zusätzlich Wärme generiert. Unter diesen Bedingungen ist die Pinguino im Automatik-Modus in der Lage, die Temperatur des Raums auf 25,5 Grad zu senken und diese Temperatur zu halten. Im Schnitt schafft sie so alle halbe Stunde die Temperatur im Raum, um einen halben Grad zu senken, wobei sie bei 25,5 unter den beschriebenen Bedingungen an ihre Grenzen stößt.

An einem anderen Tag bei 37 Grad Außentemperatur, einer Zimmertemperatur von eingangs 29 Grad und ansonsten gleichbleibenden Bedingungen war sie in der Lage, das Zimmer auf 27 Grad zu kühlen und diese Temperatur zu halten. Auch mit realen 27 Grad im Zimmer wirkt die Temperatur sofort deutlich angenehmer. Hier schafft sie ebenfalls im Schnitt einen halben Grad pro 30 Minuten.

Läuft die Pinguino Gentlejet PAC AP120 im Automatik-Modus, fluktuiert sie zwischen 700 und 740 Watt, geht aber zwischenzeitlich auf 13 Watt runter, wenn sie aufgrund der automatischen Regulierung die Kühlleistung drosselt. Startet sie den Eco-Real-Feel-Modus, verbraucht sie 23 Watt, geht dann nach einer Minute aber auf knapp 9 Watt runter.

Bei einem Stromtarif von 36 Cent pro kWh erreichen wir an einem Tag, an dem die Klimaanlage einen Verbrauch von 12,83 kWh hatte, einen Wert von 4,62 Euro.

Preis

Derzeit gibt es die Delonghi Pinguino Gentlejet PAC AP120 für 678 Euro (Bestpreis-Link).

Fazit

Die Delonghi Pinguino Gentlejet PAC AP120 senkt die Temperatur im Raum kontinuierlich auf angenehme und sanfte Weise und sorgt bereits nach wenigen Minuten für ein spürbar angenehmeres Raumklima und Wohlbefinden im Raum. Durch die u-förmige Öffnung, zusätzlich unterstützt durch die Swing-Funktion, verteilt sie die Luft gleichmäßiger im Raum, wodurch man nicht so schnell ins Frösteln kommt, wie wir es bei anderen Geräten erlebt haben. Leider trüben der etwas nervige Erstaufbau sowie Einsparungen bei der günstig produzierten Fernbedienung zum zugleich recht hohen Preis des Geräts unseren ersten Eindruck.

Die Eco-Real-Feel-Einstellung klingt zwar auf dem Papier gut. Ohne eine Möglichkeit, diese an die eigenen Bedürfnisse und auf Basis von messbaren Werten anzupassen, bringt sie in der Praxis kaum Mehrwert. Während sie uns mit ihrer Kühlleistung überzeugen konnte, enttäuscht das Gesamtpaket der Pinguino Gentlejet bedauerlicherweise, da günstigere Konkurrenzprodukte im Hinblick auf Zusatzfunktionen teilweise schon mehr liefern.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

„Gothic 1 Remake“ im Test: So war das damals, Kinder


Weiterlesen nach der Anzeige

Mit Remakes ist das immer so eine Sache. Ein beliebtes Werk aus einer anderen Zeit soll modernisiert und für das Hier und Jetzt aufbereitet werden. Doch wie weit geht man dabei, um Fans der ersten Stunde nicht zu verprellen und dennoch genug Anreize für ein neues Publikum zu schaffen? Diese Fragen haben schon viele große Studios versucht zu beantworten. Capcom etwa hat mit seinen „Resident Evil“-Neuauflagen genau ins Schwarze getroffen, Blizzard hingegen hat mit der „Reforged“-Edition von „Warcraft 3“ so ziemlich niemanden abgeholt.

Und jetzt steht da ein kleines Studio aus Spanien und will einen deutschen Rollenspielklassiker wiederbeleben, der von seinen Fans beinahe kultisch verehrt wird und eigentlich nie so wirklich tot war. Alkimia Interactive hat sich mit „Gothic 1 Remake“ einen Knochenjob ausgesucht und hat ihn bewältigt – zumindest für eine spezielle Gruppe an Spielern. Denn so ganz ist „Gothic“ noch nicht im Jahr 2026 angekommen.

„Gothic“ spielt zwar in einer klassischen Fantasywelt mit Orks, Goblins und Magie, tanzte aber mit seiner Prämisse schon immer etwas aus der Reihe. Statt Spielern ein edles High-Fantasy-Bad anzurichten, warf sie Piranha Bytes wortwörtlich einen rauen und ungemütlichen Wasserfall hinunter, in dem sie selbst schwimmen lernen mussten. Wer die Handlung noch nicht kennt, hier eine kurze Rückblende: Um den Krieg gegen die Orks zu finanzieren, bestraft ein König jeden noch so kleinen Fehltritt mit einem dauerhaften Aufenthalt in seinem Gefangenenlager, das zufällig in den tiefen Erzminen des Landes errichtet ist. Damit auch ja keine Zwangsarbeitskraft verloren geht, sollen die besten Magier des Landes eine magische Barriere um das Gebiet errichten, die jeden Fliehenden sofort brutzelt.


Die Ankunft im Minental verzückt mit einem Blick auf das Alte Lager. (Bild:

THQ Nordic

)

Ein Zwischenfall sorgt allerdings dafür, dass auch sämtliche Magier unter der gigantischen Kuppel festsitzen und die Gefangenen nach einer Revolte die Kontrolle über die Erzvorkommen übernehmen. Die neu entstandene Kolonie zwingt den König zu einem Handelsabkommen und spaltet sich schon bald in drei Lager: Das Alte Lager handelt weiterhin mit Erz, das Neue Lager plant einen Ausbruch und das Sektenlager raucht das Sumpfkraut weg und betet eine Entität namens „Schläfer“ an. Mitten in diesem Kuddelmuddel landet unser namenloser Held, der als unfreiwilliger Bote durch die magische Barriere in die Kolonie gestoßen wird.

An der grundlegenden Handlung ändert sich auch im Remake kaum etwas. Alkimia Interactive hat aber mit erweiterten und teilweise neuen Quests ordentlich an der Spielzeitschraube gedreht, ohne dabei Leerlauf zu erzeugen. Ein kleines Beispiel aus dem Alten Lager: Um Fingers von unseren Fähigkeiten zu überzeugen, mussten wir dieses Mal noch zusätzlich auf Raubzug für ihn gehen. Die neue Etappe bringt uns dem überarbeiteten Schlösserknacken näher, das in der Tat etwas Übung benötigt. Generell profitiert das Remake in seiner Spielführung aber schon sehr von der Vorlage. Schon im ersten Kapitel fällt die gut durchdachte und zielführende Queststruktur auf. Es gibt kaum überflüssige Aufgaben, die wie Füllmaterial wirken. Stattdessen zahlt jeder Quest-Abschluss auf das übergeordnete Konto ein. Eine Seltenheit in aktuellen Open-World-Abenteuern. Was aber jedem bewusst sein muss, der sich für dieses Spiel interessiert: Sogar „Elden Ring“ hätte im Vergleich zum „Gothic 1 Remake“ einen Preis für Zugänglichkeit verdient.

Weiterlesen nach der Anzeige

Es gibt keinen Kompass, keine Minimap, keine Questmarker und auch sonst kaum Hilfe vom Spiel. Jeder Schritt muss sich mühevoll selbst erarbeitet werden. Zwar fallen die Notizen im Quest-Tagebuch etwas umfangreicher aus als im Original und zeigen auf Wunsch auch Zwischenziele an. Es schadet jedoch nicht, immer aufmerksam zuzuhören und einen eigenen Notizblock parat zu haben, um wichtige Hinweise aus Gesprächen zu notieren. Zugegeben, das selbstständige Erkunden und Erleben einer offenen Spielwelt hat seinen Charme, und Spiele wie „Hell is Us“ haben bewiesen, dass es auch ohne ständige Einblendungen geht. Aber dazu braucht es eine clevere Levelarchitektur, dezente, aber lesbare Hinweise in der Spielwelt sowie eine stabile Umgebung, die dem Spieler das Gefühl vermittelt, stets selbst die Kontrolle zu haben. Diese Kombination ist im „Gothic Remake“ allerdings selten gegeben, wodurch es zu Situationen kommt, die den Spielfluss massiv stören und Frust aufbauen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.

Gothic 1 Remake | Xardas Trailer | Deutsche Version

Etwa wenn unser Held einem NPC durch einen dichten Wald folgen muss, die beiden aber durch einen zufälligen Wolfsangriff ungewollt voneinander getrennt werden und besagter NPC danach irgendwo halb von Gestrüpp verdeckt gefunden werden will. Oder wenn sich Wege auf der Karte nicht hundertprozentig mit der tatsächlichen Umgebung decken. Gerade die Orientierung ist häufig unnötig schwer, da jeder Blick auf die Map tödlich enden kann, wenn wieder aus dem Nichts ein aggressiver Nacktmull auftaucht und den desorientierten Wanderer mit einem Hauch von einem Hieb ins Jenseits befördert. Das kostet unnötig Zeit und wäre durch eine optional zuschaltbare Orientierungshilfe schnell gelöst. Ein Großteil der Spielzeit generiert sich zudem durch weite – und über lange Strecken hinweg übermäßig gefährliche – Wege. Zwar ist der Held mittlerweile des Sprintens mächtig und kann mit viel Hingabe einen Scavenger zum Reittier umerziehen, Geduld bleibt aber dennoch der wichtigste Skill in diesem Spiel.

Generell ist dieses neue „Gothic“ noch immer ein sehr mühsames Spiel, dessen einzelne Spielmechaniken lange Zeit keine Freude machen. Erst nach unzähligen Stunden des Grinds und der extrem teuren Entwicklung der eigenen Fähigkeiten wird es weniger frustrierend. Wir empfehlen deshalb jedem Spieler mit geringer Frustrationstoleranz für den ersten Durchlauf den einfachsten oder individuellen Schwierigkeitsgrad. Letzterer lässt gezielte Anpassungen in Kampf, Ressourcen und Progression zu. Eine nachträgliche Änderung ist nicht möglich.

Das Skillsystem scheint auf den ersten Blick einfach gehalten und fußt auf dem Gewinn von Erfahrungspunkten durch gewonnene Kämpfe und abgeschlossene Quests. Mit jedem Stufenaufstieg gibt es auch ein paar Lernpunkte obendrauf, die wiederum bei Lehrmeistern zusammen mit der Währung Erz gegen Unterricht eingetauscht werden und bestimmte Fähigkeiten weiterentwickeln.

Wie eng die jeweiligen Systeme allerdings ineinander verbandelt sind, zeigt folgendes Beispiel: Das aufwendige Minispiel zum Schlösserknacken ist zu Beginn sehr frustrierend. Erst, wenn ein Lehrer gefunden, überzeugt und bezahlt werden kann, nimmt die Komplexität mit jeder Erfahrungsstufe ab. Um die hohen Preise für Lehrer bezahlen zu können, sind neben Lernpunkten auch große Mengen an Erz erforderlich. Raubzüge durch die Spielwelt sind also essenziell, um aus Diebesgut Geld zu machen. Märsche außerhalb der Lager gleichen allerdings einem Spießrutenlauf, bei dem es nahezu unmöglich ist, sich nicht zu verlaufen oder in einem Stück ans Ziel zu kommen. Ohne Verbesserungen im Kampf gehört Sterben im Minutentakt zur Spielerfahrung. Ohne Verbesserungen im Schlösserknacken wird selbiges zum abendfüllenden Event. Ohne Erz und Erfahrungspunkte ist die gesamte Spielerfahrung ein Trauerspiel. Wann und wie viel in welche Fähigkeit investiert wird, ist also stets ein Drahtseilakt. Erleichtere ich mir erst das Schlösserknacken oder erst den Weg zum Diebesgut? Eines davon bleibt in jedem Fall mühsam.

Die Progression ist zwar anstrengend, kann aber durch geschicktes Taktieren und stetiges Anpassen der eigenen Vorgehensweise zu einer belohnenden Erfahrung werden. Anders sieht es bei den Kämpfen aus. Der Weg durch die Kolonie ist, wie bereits angesprochen, beschwerlich und gefährlich. Jeder noch so kleine Goblin kann den Helden lange Zeit mit nur einem Treffer töten. Ein hoher Schwierigkeitsgrad in allen Ehren, aber dazu braucht es ein funktionierendes Kampfsystem, und genau das ist die größte Schwäche des Spiels. Nahkämpfe sind in „Gothic Remake“ unglaublich träge, ungenau und frustrierend. Die Angriffe und Rhythmen der Bestien sind schwer lesbar, ihre Hitboxen wirken willkürlich und eigene Aktionen fühlen sich oft zeitversetzt an. Dazu kommt ein Ausweichmanöver, dem man auch nach zig Stunden nicht vertrauen kann. Gepaart mit einer massiven Verletzlichkeit der eigenen Spielfigur, sind Konfrontationen einfach nur frustrierend und gipfeln im ersten Drittel in einem der nervigsten Bosskämpfe der jüngeren Spielgeschichte.

Erst nach vielen, vielen Stunden sorgen Aufwertungen oder ein Wechsel der Spezialisierung für erträgliche Kampfsequenzen. Warum Alkimia Interactive kein zeitgemäßes Speichersystem mit vernünftigen Checkpunkten implementiert hat, bleibt ein Rätsel. Es gibt zwar Autosaves, die speichern aber nur, wenn der Mond günstig steht und die Grashalme im Minental die ideale Länge haben. Der Rest liegt in der Hand des Spielers. Wer also nicht im Sekundentakt auf den Quicksave-Button hämmert, muss mit regelmäßigem Fortschrittsverlust rechnen. Es gibt einen Grund, warum dieses System nicht bis ins Jahr 2026 überlebt hat, und absolut keinen, es wieder zurückzuholen.

Wer über diese Schwächen hinwegsehen oder gar etwas Positives daraus ziehen kann, darf sich allerdings auf eine einzigartig schöne Spielwelt freuen. Zwar spielt „Gothic 1 Remake“ nicht in der ersten Grafikliga, versteht es aber wie kaum ein anderes Open-World-Spiel, Atmosphäre aufzubauen. Das Minental wimmelt nur so vor Leben und bietet etliche Gründe, um ins Schwärmen zu verfallen. In den tiefen Höhlen wuseln Käfer, Spinnen und Nager. Vögel, Wildtiere und Bestien tummeln sich in den Wäldern, und das dynamische Wetter hüllt die dichte Vegetation mit ihren matschigen Wegen, Trampelpfaden und sprudelnden Gewässern in ein heiteres Spiel von Licht und Schatten.

Nachts ist es stockdunkel und ohne brennende Fackel sieht man die Hand vor Augen nicht. Geht die Sonne auf, bahnt sie sich langsam ihren Weg durch das Geäst und vertreibt dichte Nebelbänke von den Wiesen. Und bricht ein Unwetter aus, peitscht der Wind den Regen über die Felder, dass man sich am liebsten einen Unterschlupf suchen möchte. Manchmal gehen das Design der Spielwelt und die Wettereffekte sogar etwas zu nahtlos ineinander über und es wird schwierig, interaktive Objekte auszumachen. Beim Wandern durch die Wälder stechen etwa nützliche Heilkräuter kaum aus der restlichen Vegetation heraus und werden schnell übersehen. Brennende Fackeln widerstehen hingegen auch dem stärksten Regenschauer.

Das alte „Gothic“ wird heute noch für seine reaktive Welt gelobt. Diesen Ansatz versucht auch das Remake zu erfüllen, wenngleich das in Zeiten von „Kingdom Come: Deliverance II“ nicht mehr ganz so sehr beeindruckt wie vor 25 Jahren. NPCs folgen ihrem eigenen Tagesablauf, gehen zur Arbeit in die Minen, treffen sich abends am Lagerfeuer, trainieren in der Arena, lauschen Vorträgen und legen sich nachts ins Bett. Wer sich unerlaubt in einer Hütte umsieht, verstimmt Bewohner und muss mit Konsequenzen rechnen. Auch andere Aktionen haben langfristige Auswirkungen. Wer etwa während einer Nebenquest einen Novizen im Sumpflager verprügelt, wird auch Stunden später noch von jedem zweiten Sektenmitglied dafür gerügt. Diese Kommentare können auf Dauer auch etwas nervig werden, vor allem, wenn sie zu unpassenden Momenten vom gleichen NPC kommen, der eigentlich gerade mit uns über ein folgenschweres Story-Ereignis spricht.

Die Charaktermodelle sehen größtenteils gut aus, es fehlt ihnen nur häufig an Mimik und Gestik. Dennoch sind es die meisten Dialoge wert, erlebt zu werden, denn die deutsche Synchronisation ist wirklich hervorragend. Die Stimme jeder noch so kleinen Nebenfigur steckt voller Leben und Charakter, was die oft steifen Modelle etwas aufwiegt. Lediglich der emotionslose Held schwankt in seiner Form und sorgt für den ein oder anderen unfreiwillig komischen Moment. Mal hört es sich an, als hätte der Sprecher keinerlei Kontext für seine Zeilen bekommen, nur um kurz darauf einen perfekt getimten, trockenen One-Liner herauszuhauen. Besonders lobenswert ist die musikalische Audiountermalung. Alkimia Interactive hat den Original-Soundtrack von Kai Rosenkranz etwas angepasst und mit Variationen sowie komplett neuen Stücken erweitert. Diese passen sich fließend neuen Situationen an und unterstützen die Wirkung in bedrohlichen, mysteriösen oder spannenden Momenten enorm.

„Gothic“ ist unbestritten eines der wichtigsten und einflussreichsten Action-Rollenspiele aller Zeiten. Doch die Spielelandschaft hat sich massiv verändert, seit Piranha Bytes damals Open-World-Pionierarbeit geleistet hat. Heute konkurriert ein neu aufgelegtes „Gothic“ mit ganz anderen Kalibern, die deutlich zugänglicher sind, die Lebenszeit der Menschen mehr wertschätzen und dadurch ein breiteres Publikum erschließen. Sich dieser Realität zu verschließen, nur um ein Spielgefühl zu bewahren, das nostalgisch verklärt ist und heute nicht ganz zu Unrecht kaum noch existiert, könnte Alkimia Interactive den wohlverdienten Erfolg kosten. Etwas mehr optional zuschaltbare Hilfe hätte niemandem wehgetan, gerade weil nicht alle Spielmechaniken rund und verlässlich sind. Dennoch wird diese Neuauflage ihre Fürsprecher finden. Spieler mit hoher Frustrationstoleranz und Bezug zum Original werden in „Gothic 1 Remake“ eine einzigartige Spielerfahrung erleben, die den Geist der Vorlage bewahrt und die mittlerweile deutlich in die Jahre gekommene Grafik einer gelungenen Frischzellenkur unterzogen hat. Solch zeitlose Wellen wie das Original wird es jedoch nicht schlagen können.

„Gothic 1 Remake“ erscheint am 5. Juni 2026 für Microsoft Windows (via Steam, GOG oder THQ Nordic), Playstation 5 und Xbox Series X/S zum Preis von 50 Euro für PC und 60 Euro auf Konsolen. Der Konsolenfassung liegt „Gothic Classic“ bei, PC-Spieler erhalten lediglich den digitalen Soundtrack. Das Spiel ist auch als physische Version erhältlich. Wir haben für den Test die PC-Fassung ohne technische Probleme gespielt. Die USK-Freigabe liegt bei 16 Jahren.


(joe)



Source link

Weiterlesen

Beliebt