Connect with us

Entwicklung & Code

Grafana 13: Schnellere Dashboards, schlankere Logs, OpenTelemetry-Pakete


Grafana Labs hat auf seiner Hausmesse GrafanaCON 2026 in Barcelona Version 13 seiner Open-Source-Observability-Plattform vorgestellt. Neben einer Reihe neuer Dashboard-Funktionen umfasst das Release tiefgreifende Änderungen an der Log-Datenbank Grafana Loki sowie vereinfachte Installationspakete für OpenTelemetry.

Weiterlesen nach der Anzeige




Die auf Developer Experience (DX) und Platform Engineering spezialisierte CLC-Konferenz findet vom 11. bis 12. November 2026 in Mannheim statt. Das erweiterte Themenspektrum deckt auch Bereiche wie Observability, SRE, Dev(Sec)Ops sowie Container und Kubernetes ab.

Noch bis zum 24.4.2026 läuft der Call for Proposals.

Wie Grafana Labs in der Ankündigung erläutert, reagiert das Unternehmen mit den Neuerungen auf ein Kernproblem vieler IT-Teams: Laut dem von Grafana Labs durchgeführten Observability Survey 2026 nennen mehr als 38 Prozent der befragten Organisationen Komplexität als größte Herausforderung – während gleichzeitig über 77 Prozent auf Open Source oder offene Standards setzen.

Ein zentrales Feature in Grafana 13 sind die Suggested Dashboards. Diese Funktion analysiert angebundene Datenquellen und schlägt auf Basis einer Kompatibilitätsbewertung geeignete Dashboards vor – inklusive vorgefertigter Templates etwa für DORA-Metriken oder USE/RED-Methoden. IT-Teams, die standardisierte Monitoring-Methoden einsetzen, sollen damit schneller zu aussagekräftigen Visualisierungen kommen, ohne bei null anfangen zu müssen. Die Funktion steht als Public Preview in allen Editionen von Grafana 13 zur Verfügung.

Als allgemein verfügbar gelten auch die Dynamic Dashboards, die auf einem neuen Dashboard-Schema (v2) aufsetzen. Sie bieten unter anderem Verschachtelung, Tabs und Drag-and-Drop-Layouts. Ebenfalls allgemein verfügbar in allen Editionen: Visualization Suggestions, die anhand von Metadaten automatisch geeignete Darstellungsformen für Daten vorschlagen. Saved Queries ermöglichen die Wiederverwendung häufig genutzter Abfragen – eine Funktion, die besonders in größeren Teams das Onboarding beschleunigen sollte.

Weiterlesen nach der Anzeige

Für die Log-Datenbank Loki hat Grafana Labs die Architektur grundlegend überarbeitet. Ein neuer Query Planner teilt Abfragen in parallele Partitionen auf und nutzt Data Locality, um Zugriffe effizienter zu gestalten. In Kombination mit einer auf Apache Kafka basierenden Ingestion-Pipeline sollen bis zu 20-mal weniger Daten bei Aggregationsabfragen gescannt werden und die Antwortzeiten um den Faktor 10 sinken. Unternehmen mit hohem Log-Aufkommen sollten dadurch ihre Infrastrukturkosten für Speicher und Rechenleistung deutlich senken können.

Ergänzend hat Grafana Labs das Start-up Logline übernommen, das auf performante Suche in Log-Daten spezialisiert ist, die eine hohe Kardinalität aufweisen. Die von Gründer Jason Nochlin entwickelte Technologie soll „Nadel-im-Heuhaufen“-Abfragen verbessern – etwa die Suche nach einer bestimmten User-ID oder einem seltenen Fehlercode in großen Datenmengen. Integriert in Loki soll Logline präzise Volltextsuche ermöglichen, ohne den Index-Aufwand zu erhöhen. Gerade bei strukturierten Logs im OpenTelemetry-Format mit vielen einzigartigen Attributwerten ist das relevant.

Beim Thema OpenTelemetry (OTel) setzt Grafana 13 auf Vereinfachung: Neue integrierte Pakete erlauben die Installation unter Linux mit einem einzigen Kommando, für Kubernetes steht ein Operator bereit. Die eigene OTel-Collector-Distribution Grafana Alloy unterstützt nun einen OTel-Engine-Modus mit YAML-Konfiguration, was den Einstieg in die Telemetrie-Instrumentierung erleichtert.

Für den Betrieb im Team stellt Grafana 13 ab sofort eine Git-Sync-Funktion bereit. Hinweis für frühe Umsteiger: Ein Migrationsfehler in Version 13.0.0 kann beim Upgrade von Grafana v12 mit aktiviertem Git Sync Dashboards und Ordner zurücksetzen – Grafana Labs empfiehlt daher, vorab die Upgrade-Hinweise in der Dokumentation zu prüfen. Dashboards lassen sich damit bidirektional mit GitHub, GitLab, Bitbucket oder generischen Git-Repositories synchronisieren – ein Schritt in Richtung Infrastructure as Code (IaC) für Monitoring-Konfigurationen. Ein überarbeitetes Secrets-Handling, Dashboard Restore und der neue Grafana Advisor für automatische Health Checks runden das Release ab. Grafana 13 unterstützt laut Anbieter nun über 170 Datenquellen und 120 Visualisierungspanels.

Co-Gründer Anthony Woods betonte in seiner Keynote, die Zukunft der Observability werde „durch Interoperabilität und Community-getriebene Innovation definiert, nicht durch geschlossene Systeme“. Grafana Labs zählt nach eigenen Angaben mehr als 35 Millionen Nutzer weltweit und beschäftigt über 1.400 Mitarbeiter in mehr als 40 Ländern.


(map)



Source link

Entwicklung & Code

Google: Neues KI-Modell läuft auch auf Laptops mit nur 16GB RAM


Google DeepMind hat mit Gemma 4 12B ein neues offenes KI-Modell vorgestellt, das multimodale Agenten direkt auf handelsüblichen Notebooks ermöglichen soll. Das Modell mit 12 Milliarden Parametern verarbeitet Text, Bilder und als erstes Modell dieser Größe auch Audio nativ – und benötigt dafür lediglich 16 GByte Arbeits- oder Grafikspeicher. Veröffentlicht unter der Apache-2.0-Lizenz steht es Entwicklern und Unternehmen frei zur Verfügung.

Weiterlesen nach der Anzeige

Damit senkt Google die Einstiegshürde für seine lokale KI-Agenten. Während Googles eigene On-Device-KI Gemini Intelligence auf Android-Smartphones hohe Hardwareanforderungen stellt zielt Gemma 4 12B bewusst auf die breite Masse.

Eine zweite Stärke des Modells liegt in seiner vereinheitlichten Architektur. Wie Google in seinem Blog erläutert, verzichtet Gemma 4 12B vollständig auf separate Vision- und Audio-Encoder. Herkömmliche multimodale Modelle von Google nutzen typischerweise eigene Encoder-Module, die Bilder und Audiodaten erst übersetzen, bevor das Sprachmodell sie verarbeitet. Gemma 4 12B geht einen anderen Weg: Hier soll der Input direkt vom LLM-Backbone verarbeitet werden.

Innerhalb der Gemma-4-Familie positioniert Google das 12B-Modell zwischen den Edge-Varianten E4B, die für Smartphones und IoT-Geräte wie Raspberry Pi konzipiert sind, und dem größeren 26B-Mixture-of-Experts-Modell (MoE). In Benchmarks soll es laut Google jedoch nur knapp hinter dem stärkeren Modell zurückliegen. Ohne dedizierte GPU verlängern sich die Inferenzzeiten aber wahrscheinlich.

Wie das neue Modell im Vergleich zu 16GB-Varianten von anderen Anbietern abschneidet, ist noch nicht abzusehen.

Weiterlesen nach der Anzeige


(rie)



Source link

Weiterlesen

Entwicklung & Code

Kommentar: Microsofts Open-Source-Liebe hat einen Preis


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Wie sich die Zeiten doch ändern: Ausgerechnet Microsoft liefert heute Open Source frei Haus. Richtig praktische und wirklich offene Werkzeuge für Entwickler reihte der Konzern auf der Build 2026 auf – ein quelloffenes KI-Terminal, hilfreiche Dev Configs, dazu WSL-Container und mehr als 75 Unix-Werkzeuge der Coreutils. Doch wer darin nur Entwicklerfreundlichkeit sieht, verpasst den eigentlichen Coup. Open Source ist inzwischen das perfekte Business für den Konzern.

Weiterlesen nach der Anzeige


Ein Kommentar von Moritz Förster

Ein Kommentar von Moritz Förster

Moritz Förster schreibt seit 2012 für die iX und heise online. Er betreut neben dem iX-Channel den Bereich Arbeitsplatz.

Microsoft ging gegen offene Standards lange strategisch vor – und die Strategie trug in den 90ern ein berüchtigtes Kürzel: „EEE – Embrace, Extend, and Extinguish“. Das US-Justizministerium dokumentierte, wie der Konzern dabei vorging. Erst drang Microsoft in Märkte mit offenen Standards ein, dann erweiterte es diese Standards um proprietäre Funktionen, und schließlich nutzte es die so entstandenen Unterschiede, um die Konkurrenz auszuschalten.

Sofort wurde das zu Microsofts Geschäftspraxis: Zum Beispiel setzt Microsoft im Browserkrieg den Internet Explorer nicht nur offensiv gegen Netscape ein; interne Memos zeigen darüber hinaus, dass der Konzern Office und HTML-Funktionen so verzahnen wollte, dass sie als Hebel ausschließlich das eigene Ökosystem stärken.

Doch die Ankündigungen der Build 2026 sind nicht einfach nur EEE 2.0 mit besserem Marketing. Das Umarmen war immer nur Mittel zum Zweck, und der Zweck hieß ersticken. Heute fehlt diese dritte Stufe.

Microsoft gibt bei den Werkzeugen, die Entwickler täglich nutzen, keinen Zentimeter Boden auf. Niemand muss migrieren oder sich umgewöhnen. Und niemand lockt den offenen Standard in eine proprietäre Sackgasse. Was hier an Reibung verschwindet, kostet Microsoft nur Entwicklungsaufwand – aber keinesfalls Marktmacht.

Nehmen wir als Beispiel die Datenbanken: Statt einer hauseigenen, geschlossenen Datenbank setzt Microsoft mit Azure HorizonDB auf das offene PostgreSQL. Die Botschaft: Bleibt bei Postgres, wir bauen die KI-Bausteine drumherum. Ausgerechnet der Konzern, der mit proprietären Datenbanken groß wurde, setzt jetzt auf die Open-Source-Alternative.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die Motivation ist betriebswirtschaftlich, Satya Nadella hat das nie verheimlicht. Seit 2014 verschiebt Microsoft sein Kerngeschäft von der Lizenzsoftware zu den Plattformdiensten, und Nadella sagt offen, dass sich mit geschlossenen Lizenzen auf Dauer kein Staat mehr machen lässt. Warum eine Lizenz einmal verkaufen, wenn man dieselbe Leistung monatlich vermieten kann? Dass heute über die Hälfte der Azure-Workloads unter Linux laufen, gehört inzwischen zum Geschäftsmodell.

Der Coup steckt im Business-Schlachtfeld selbst. Der Kampf heißt nicht mehr Windows gegen Open Source. Er heißt Cloud gegen Cloud. Die Maut kassiert Microsoft nicht mehr an der Systemgrenze, sondern beim Cloud-Dienst: bei Azure, bei GitHub, beim Copilot-Abo. Der Konzern stellt das Kassenhäuschen einfach woanders auf.

Selbst Steve Ballmer hat das inzwischen eingeräumt. Seine frühere Haltung sei für ihre Zeit richtig gewesen, doch die Linux-Bedrohung liege heute „im Rückspiegel“. Und die harte Linie habe dem Konzern damals mehr Umsatz gebracht, als ein frühes Umarmen es getan hätte. Erst kämpfen, dann kassieren, schließlich umarmen – aus Sicht der Bilanz hat sich jede Phase gelohnt.

Man sollte die Wende trotzdem nicht zu gutgläubig feiern. Viele Entwickler misstrauen dem freundlichen Microsoft bis heute aus gutem Grund. Als der Konzern 2021 eine Hot-Reload-Funktion aus dem quelloffenen .NET herauslösen wollte und sie erst nach lautem Protest zurückholte, blitzten die alten Reflexe wieder auf. Auch die heute „umarmten“ Werkzeuge wie GitHub, Copilot und Codespaces tragen proprietäre Schichten in sich. Jede Nutzung zentralisiert die Branche ein Stück weiter auf einen einzigen Anbieter.

Microsofts Open-Source-Zuneigung mag heute echt sein – aber sie entspringt eben nicht einem Altruismus, sondern dem nüchternen Kalkül, nicht wie einst IBM zu erstarren. Doch in fünf Jahren kann schon wieder eine andere Business-Logik gelten.


(fo)



Source link

Weiterlesen

Entwicklung & Code

Visual Studio Code 1.123 synchronisiert Agenten-Sessions über Geräte hinweg


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Microsoft bringt in Version 1.123 von Visual Studio Code weitere neue Features für den Umgang mit großen Sprachmodellen. Dazu gehören synchronisierte Chat-Sessions über mehrere Geräte hinweg, ein vergrößertes Kontextfenster für spezielle Modelle und die Möglichkeit, multiple Agenten-Fenster parallel zu öffnen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Als neue Standardfunktion synchronisiert Visual Studio Code nun Chat-Sessions zum GitHub-Account seiner Nutzerinnen und Nutzer, inklusive aller lokalen Agenten-Sessions. Wie Microsoft betont, seien die synchronisierten Chats privat, außer wenn Nutzer sie explizit teilen. Auf github.com erscheinen die Chats im Agents-Tab eines Repositories und lassen sich durchsuchen.

Wer die Synchronisierung nicht nutzen will, setzt die auf Organisationsebene bestehende Einstellung chat.sessionSync.enabled auf false.

Das Preview-Feature Agents Window hat eine neue Funktion erhalten: Neben einer geöffneten Agenten-Session lässt sich nun eine zusätzliche in „Side by Side“-Ansicht öffnen. Um eine weitere Session zu öffnen, wählen Entwicklerinnen und Entwickler im Kontextmenü einer Session innerhalb der Session-Liste Open to the Side aus, ziehen die gewünschte Session per Drag & Drop in den Sessions-Ansichtsbereich oder wählen sie bei gedrückter Alt-Taste aus.

Dabei ist zu beachten, dass jeweils nur eine der sichtbaren Sessions aktiv ist. Eine neue ausgewählte Session wird automatisch zur aktiven Session View, außer wenn die vorherige Session angepinnt wurde. Das Anpinnen erfolgt über die Pin-Aktion in der oberen rechten Ecke der View.

Weiterlesen nach der Anzeige


VS Code 1.123: Zwei Agenten-Sessions – hier eine Claude-Opus- und eine Claude-Sonnet-Session – lassen sich nebeneinander betrachten.

VS Code 1.123: Zwei Agenten-Sessions – hier eine Claude-Opus- und eine Claude-Sonnet-Session – lassen sich nebeneinander betrachten.

VS Code 1.123: Zwei Agenten-Sessions – hier eine Claude-Opus-4.8- und eine Claude-Sonnet-4.6-Session – lassen sich nebeneinander betrachten.

(Bild: Microsoft)

Ein weiteres Update betrifft das Kontextfenster unterstützter Anthropic- und OpenAI-Modelle: Es kann nun eine Million Token umfassen. Diese Erweiterung soll es Usern ermöglichen, mit deutlich größeren Codebasen zu arbeiten sowie längere Konversationen zu führen, ohne wichtigen Kontext einzubüßen.

Weitere Details zu den Neuerungen in Visual Studio Code 1.123 lassen sich der Ankündigung entnehmen.

Dabei handelt es sich nicht um die einzigen Updates im Bereich KI von Microsoft: Im Rahmen der in dieser Woche stattgefundenen Hauskonferenz Microsoft Build wurde unter anderem eine eigenständige Desktopanwendung für GitHub Copilot vorgestellt.


(mai)



Source link

Weiterlesen

Beliebt