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Künstliche Intelligenz

Samsung vor langem Streik: Zehntausende protestieren für hohe Bonuszahlungen


Weniger als einen Monat vor Beginn eines mehrwöchigen Streiks haben in Südkorea mehrere Zehntausend Angestellte von Samsung für deutliche Bonuszahlungen demonstriert, um die Gewinne aus dem KI-Boom zu verteilen. Das berichtet die Korea Times, die von etwa 40.000 Demonstrierenden (laut den Gewerkschaften) beziehungsweise etwa 30.000 (laut Polizei) spricht. Etwa 20 Aktionäre haben laut Medienberichten zeitgleich einen Gegenprotest abgehalten und die Forderungen kritisiert. Uneinigkeit herrscht demnach auch über die wirtschaftlichen Folgen und Kosten, sollte tatsächlich ab dem 21. Mai für 18 Tage gestreikt werden. Die Halbleiterproduktion müsste dann gestoppt werden.

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Laut der Tageszeitung fordern die Gewerkschaften, dass 15 Prozent des Jahresgewinns für Boni reserviert werden. Das wären etwa 23 Milliarden Euro und im Schnitt über 340.000 Euro pro Mitarbeiter beziehungsweise Mitarbeiterin, hat Bloomberg errechnet. Samsungs Geschäftsführung hat demnach angeboten, 10 Prozent des operativen Gewinns für Bonuszahlungen zu verwenden und die Löhne um 6,2 Prozent zu erhöhen. Das hätten die Gewerkschaften abgelehnt, und noch ist unklar, ob eine rechtzeitige Einigung den historischen Ausstand verhindern kann. Der wäre erst der zweite in der Geschichte von Samsung. Im März haben die Gewerkschaftsmitglieder für den Streik gestimmt, sollten die Verhandlungen scheitern.

Bei dem Konflikt geht es um eine wachsende Einkommensschere zu konkurrierenden Firmen wie SK Hynix. Der Halbleiterhersteller hat im Herbst eine gewerkschaftliche Forderung nach einer Vergütungsreform akzeptiert, die unter anderem höhere Boni vorsieht. In der Folge sei die Zahl der Samsung-Angestellten, die einer Gewerkschaft angehören, sprunghaft angestiegen. Innerhalb von drei Monaten haben danach laut Medienberichten 100 Gewerkschaftsangehörige Samsung verlassen, um unter anderem bei SK Hynix anzuheuern. Samsung hat demnach jetzt vor den Folgen des angedrohten Streiks gewarnt und gleichzeitig versichert, weiterhin „aufrichtig“ mit den Angestellten sprechen zu wollen. Gleichzeitig geht der Konzern juristisch gegen die Streikpläne vor.


(mho)



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Künstliche Intelligenz

Liveticker zur WWDC: Alles zu iOS 27, macOS 27, Siri und Apple-KI


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Jetzt ist es so weit: Ab 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit steigt Apples diesjährige Keynote zur Entwicklerkonferenz World Wide Developers Conference (WWDC) 2026. Wie immer dürfte es vor allem um Software gehen: iOS 27, macOS 27, iPadOS 27, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27 werden erwartet. Besonderer Fokus in diesem Jahr ist das Thema Künstliche Intelligenz, wo Apple bekanntermaßen viel Nachholbedarf hat.

So sollen Siri und Apple Intelligence auch dank Google-Gemini-Unterstützung endlich smarter und kontextsensitiver werden – unter anderem erstmals in Form eines echten Chatbots. Ob es auch neue Hardware geben wird, ist unklar. Denkbar wären unter anderem neue Mac-Studio- und Mac-mini-Modelle sowie Zubehör wie HomePod mini und Apple TV, allerdings gab es hier in jüngster Zeit keine konkreten Gerüchte, dass das Erscheinen an die WWDC geknüpft wäre. Alle Infos im Minutenprotokoll.

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(bsc)



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„Siri AI“: Apple verspricht umfassenden KI-Neustart für Apple Intelligence


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apple hat die große Neuauflage von Apple Intelligence in Aussicht gestellt – mitsamt „Siri AI“. Die zuvor bereits angekündigte Zusammenarbeit mit Google soll durch nicht näher genannte Gemini-Modelle auch Apples Foundation-Modelle signifikant leistungsfähiger machen und sowohl die Apple-Intelligence-Funktionen als auch Siri verbessern. In diesem Rahmen hat der Hersteller am Montagabend auf der WWDC-Keynote eine Reihe an Features angekündigt, die bereits vor zwei Jahren auf der WWDC 2024 vorgestellt worden waren: Siri soll demnach den persönlichen Kontext des Nutzers einbeziehen können, Bildschirminhalte verstehen sowie Aktionen über App-Grenzen hinweg ausführen.

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Apple betonte dabei, dass die bisherige Datenschutzarchitektur bestehen bleibt: Der Konzern setzt auf einen Hybridansatz aus lokalen KI-Modellen auf dem Gerät und KI-Modellen in der Cloud – auf „Private Cloud Compute“. Die Anfragen könne weder Apple noch jemand anders einsehen, verspricht das Unternehmen.

Eine neue Siri-App speichert in bekannter Chatbot-Manier die Konversationen und macht diese in iOS, macOS, iPadOS und weiteren Apple-Betriebssystemen verfügbar. Die bislang auf iPhones beschränkte „visuelle Intelligenz“ zur Analyse von Bildinhalten ist künftig erstmals in macOS, iPadOS und visionOS verfügbar. Siri AI soll außerdem in jedem Textfeld präsent sein, um Texte komplett zu generieren, Rechtschreibung zu kontrollieren oder Feedback zu geben. Zum Start funktioniert Siri AI nur auf Englisch, räumt Apple ein, verspricht aber Support für weitere Sprachen in der Zukunft.


Siri AI erhält auch eine neue Bedienoberfläche.

Apple Intelligence liefert obendrein neue Funktionen in Apple-Apps. Dazu gehört eine automatische Sortierung von Tabs und eine angeblich automatische Verbesserung von Passwörtern und Hinweise bei Änderungen einer Webseite im Browser Safari. Für iMessage-Chats sollen KI-Hinweise erscheinen, etwa Fotos zu teilen oder etwas zu einer Notiz hinzuzufügen. Auch simple Kurzbefehle lassen sich künftig mit natürlicher Sprache erstellen, verspricht Apple. Manche der Funktionen sind zum Start offenbar nur verfügbar, wenn das Betriebssystem auf Englisch betrieben wird, andere sind ebenso auf Deutsch und weitere Sprachen ausgelegt.

Image Playground soll in den 27er-Versionen der Betriebssysteme realistischere Fotos generieren. Die Modelle laufen dafür erstmals in Apples Private Cloud Compute statt nur lokal auf dem Gerät. Sonderlich überzeugend waren aber selbst die von Apple gewählten Marketingbeispiele nicht. Apple erhalte dabei keinen Einblick in die Bilder, so das Versprechen. Die Fotos-App soll trotz neuer KI-Funktionen die Aufnahmen weiterhin „respektieren“, betonte ein Apple-Manager vorsorglich. Das bestehende Bereinigen-Werkzeug werde besser, zudem lassen sich Fotos „erweitern“ und die Perspektive (leicht) ändern. Fehlende Elemente ergänzt dann die KI. Bei der Bildgenerierung wird es künftig Nutzungslimits geben, die sich nur durch ein Abo von iCloud+ erhöhen lassen.

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In Deutschland und anderen EU-Mitgliedsstaaten wird Siri AI vorerst nicht auf iPhone und iPad verfügbar sein, so Apple. Ähnlich ging der Konzern schon bei der Einführung von Apple Intelligence vor, das zum Start in der EU nur Macs freigeschaltet war, erst später folgten iOS und iPadOS. Die beiden Mobilbetriebssysteme unterliegen als Gatekeeper-Dienste besonderen Wettbewerbsregeln durch den Digital Markets Act. Apple Intelligence und Siri AI läuft auf allen Geräten, die bislang schon Apple Intelligence unterstützen – iPhone ab 15 Pro sowie Macs und iPads ab M1 sowie mit A17 Pro (iPad mini) und A18 Pro (MacBook Neo).

Um Apples leistungsfähigstes neue lokale KI-Modell zu erhalten, braucht es neueste Hardware. Funktionen wie die Anpassung der Siri-Stimme unterstützen aktuell nur die iPhone-17-Reihe mitsamt des iPhone Air, sowie Macs ab M3 (mit mindestens 16 GByte RAM) sowie das iPad Air ab M4 und 12 GByte RAM.


(lbe)



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Künstliche Intelligenz

Automatisierter Missbrauchsverdacht: BKA geht gegen harmlose Videos vor


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Vorwurf wiegt schwer im Strafrecht: Verbreitung illegalen Materials, das den sexuellen Missbrauch von Kindern abbildet. Wenn das Bundeskriminalamt (BKA) als Schnittstelle für die Kriminalitätsbekämpfung eine solche Warnung verschickt, herrscht bei den betroffenen Internet-Dienstleistern Alarm. So erging es dem Hoster Flokinet, als eine dringliche Mitteilung des zuständigen Referats eintraf. Damit verknüpft war die Aufforderung, kriminelle Inhalte auf seinen Systemen unverzüglich zu löschen. Dem Schreiben waren zwei Web-Adressen beigefügt.

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Bei den bemängelten Adressen handelte es sich um Links zu einer Invidious-Instanz, die unter der Domain des Providers lief. Invidious fungiert lediglich als alternatives, datenschutzfreundliches Front-End für YouTube. Das bedeutet, dass der Dienst die Videos nicht selbst hostet, sondern die Anfragen an die Video-Plattform weiterleitet.

Hinter dem ersten Link verbarg sich ein harmloser dokumentarischer Ausschnitt, der den Komponisten Hans Zimmer bei der Arbeit an einem Slap-Bass-Solo zeigt. Der zweite führte zu einer Musikaufnahme des Opernsängers Plácido Domingo. Beide Videos waren meilenweit von einer Strafbarkeit entfernt. Zudem war der betroffene Web-Dienst zum Zeitpunkt der BKA-Meldung wegen technischer Probleme bereits seit einem halben Jahr offline.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Prüfmechanismen der Ermittler. Nachdem Flokinet das BKA umgehend informierte, dass die Inhalte weder strafbar noch auf ihren Servern vorhanden seien, blieb eine Reaktion zunächst aus. Erst nach einer Anfrage von Netzpolitik.org kam Bewegung in die Sache.

Ein BKA-Sprecher räumte gegenüber Netzpolitik ein, dass die Vorwürfe auf automatisierten Abläufen beruhten. In Ermittlungsverfahren mit riesigen Datenmengen würden Links automatisiert erhoben und ungeprüft als Löschaufforderung weitergeleitet. Dabei könnten auch Links „zu nicht strafbaren Inhalten weitergegeben worden sein”.

Das BKA untersucht im Zuge dieser Massenverfahren im Einzelfall also nicht mehr, ob die verlinkten Inhalte tatsächlich illegal sind. Begründung: Die Masse an digitalen Hinweisen überfordere die manuellen Kapazitäten der Strafverfolger.

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Erst vier Tage nach der ersten Meldung zog das BKA den Löschantrag als irrelevant zurück. Für Provider bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Die Praxis, ungeprüfte Listen automatisiert an Hoster zu senden, verlagert die Pflicht zur rechtlichen Bewertung und die Verantwortung auf private Firmen. Das ist hier besonders riskant, weil bereits die bewusste Kenntnisnahme und der Besitz von Missbrauchsmaterial strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.

Zudem schafft dieses System laut Flokinet ein wirtschaftliches Ungleichgewicht auf dem IT-Markt. Große Konzerne könnten die Flut automatisierter Behördenanfragen durch teure KI-Moderationssysteme und eigene Rechtsabteilungen auffangen. Kleinere, unabhängige Provider verfügten nicht über diese Ressourcen. Sie würden durch fehlerhafte Massenmahnungen und das damit verknüpfte Haftungsrisiko existenziell bedroht, was langfristig zu einer ungesunden Marktkonzentration führe.


(vbr)



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