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Neues NASA-Weltraumteleskop Nancy Grace Roman könnte Anfang September starten
Die Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde NASA kommen bei der Errichtung des Nancy Grace Roman Space Telescope (NGRST) schneller voran als ursprünglich vorgesehen. Deshalb könnte das neue Weltraumteleskop schon Anfang September 2026 ins All gebracht werden. Dafür soll eine Falcon-Heavy-Rakete von SpaceX genutzt werden. Das NGRST verfügt über ein Weitwinkel-Sichtfeld mit einem massiven Bildsystem, das Planeten außerhalb unseres Sonnensystems ablichten und nach dunkler Materie suchen soll.
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Im Dezember 2025 wurde bereits verkündet, dass das NASA-Weltraumteleskop Nancy Grace Roman fertig ist. Damals hieß es noch, dass das Teleskop im Herbst 2026 startbereit sein und spätestens im Mai 2027 ins All fliegen soll. Doch vor wenigen Tagen erklärte die NASA, dass das NGRST bereits Anfang September starten kann. Damit ist das Projekt „acht Monate vor dem geplanten Termin und unter Budget“, so NASA-Leiter Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz.
Benannt nach der ersten NASA-Chefastronomin
Beim Nancy Grace Roman Space Telescope handelt es sich um ein Infrarotteleskop, das ursprünglich unter dem Namen Wide Field Infrared Survey Telescope (WFIRST) entwickelt wurde. 2020 wurde es umbenannt und trägt seitdem den Namen der US-Astronomin und ersten NASA-Verantwortlichen für Astronomie, Nancy Grace Roman. Wegen ihrer wichtigen Rolle bei der Entwicklung des Weltraumteleskops Hubble wird sie als „Mutter von Hubble“ bezeichnet. Das NGRST soll nach dem Start das bereits aktive Weltraumteleskop James Webb ergänzen.
Der Primärspiegel des NGRST hat einen Durchmesser von 2,4 Metern, so groß wie der des Hubble-Teleskops, aber deutlich kleiner als der des James Webb Space Telescope, der 6,5 Meter groß ist. Der Spiegel soll Licht bündeln und auf die Instrumente reflektieren. Roman verfügt über zwei davon: Das Primärinstrument ist eine Kamera, die im Infrarotbereich arbeitet. Dieses Wide-Field Instrument (WFI) verfügt über 18 Sensoren und hat eine Auflösung von 300,8 Megapixel. Wissenschaftler wünschen sich ein solches WFI, um einen größeren Teil des Weltraums auf einmal erfassen zu können.
Das zweite Instrument ist ebenfalls eine Kamera: Der Roman Coronograph soll Exoplaneten ablichten, die sehr viel schwächer leuchten als ihre Sterne. Um dennoch einen Blick auf diese Planeten werfen zu können, verfügt das Instrument über eine Reihe von Filtern und andere Systeme, die das Licht der Sterne ausblenden. Das Weltraumteleskop soll viele unterschiedliche wissenschaftliche Beobachtungen durchführen: Außer nach Exoplaneten wollen Astronomen damit Sterne, Galaxien und Schwarze Löcher aufspüren. Zudem wollen sie damit Erkenntnisse über dunkle Energie und dunkle Materie erlangen.
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Mindestens 5 Jahre lang 1,4 TByte Daten pro Tag
Die Mission des Weltraumteleskops ist auf mindestens fünf Jahre ausgelegt, wobei das NGRST in dieser Zeit ein Datenarchiv von rund 20.000 TByte aufbauen soll. Laut Ars Technica könnte das Teleskop jeden Tag 1,4 TByte Daten zur Erde schicken. Diese Daten sollen Wissenschaftler nutzen, um 100.000 Exoplaneten zu identifizieren und zu untersuchen. Zudem könnten hunderte Millionen Galaxien, Milliarden Sterne und seltene Objekte und Phänomene erfasst werden.
Julie McEnery, Astrophysikerin der NASA und Projektleiterin für das NGRST, erklärte diesbezüglich: „Ich hoffe und erwarte sehr, dass die spannendsten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Roman diejenigen sein werden, die wir nicht erwartet und nicht vorhersehen konnten, die aber neue, tiefgreifende Fragen aufwerfen werden, mit denen sich zukünftige Missionen befassen müssen“.
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(fds)
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Citroën C5 Aircross PHEV im Test: Komfortabel, aber mit Ladeschwäche
Es ist inzwischen fast schon eine Art Ritual: Knapp 10 Minuten Fußweg von meinem Lieblingsbäcker steht eine am Sonntagmorgen meist verlassene, ziemlich betagte 50-kW-Ladesäule. Während ich die frischen Brötchen einsammle, laden die Testwagen. Die schnellsten unter ihnen sammeln in den rund 20 Minuten dort etwa 16 kWh ein. Im C5 Aircross PHEV waren es etwas mehr als zwei, trotz aufpreispflichtigem Lader. Das SUV hat mit der jüngsten Modellpflege in vielen Punkten erheblich zugelegt, doch wie in anderen Plug-in-Hybrid-Modellen von Stellantis bleibt eine elektrische Nutzung mühsam.
- aktuelle Generation wurde 2025 vorgestellt
- Abmessungen: 4,65 m lang, 1,87 m breit, 1,67 m hoch, Radstand: 2,79 m
- Antriebe: Mildhybrid mit 107 kW, E-Antrieb mit 157 kW, PHEV mit 166 kW
- PHEV ab 38.990 Euro
- Stärken: hoher Komfort, bequeme Sitze
- Schwäche: zähes Laden
Reichlich Konkurrenz
Der C5 Aircross wurde im vergangenen Jahr in neuer Form vorgestellt. An ähnlicher Konkurrenz mangelt es ihm wahrlich nicht. Auf gleicher Basis gibt es den Opel Grandland, die Konkurrenz fährt unter anderem mit Mitsubishi Outlander, VW Tayron und Toyota RAV4 vor. All diese Modelle haben zumindest ähnliche Abmessungen wie der Citroën C5 Aircross, der 4,65 m lang ist und zwischen den Achsen 2,79 m misst. Sie alle sind auch mit Plug-in-Hybrid zu haben. In den vergangenen Jahren wurden die Batterien so weit aufgewertet, dass eine tatsächlich nennenswerte Strecke elektrisch zurückgelegt werden kann.

Erstaunlich ist, dass trotz des üppigen Radstands und nicht gerade kleiner Gesamtabmessungen das Raumangebot hinten deutlich kleiner ausfällt als beispielsweise im Skoda Enyaq, dessen Radstand sogar noch etwas kürzer ist. Von drangvoller Enge kann keine Rede sein, von luftiger Bewegungsfreiheit allerdings auch nicht. Immerhin hat der Kofferraum mit 565 Litern ein in diesem Segment übliches Maß.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Citroën C5 Aircross PHEV im Test: Komfortabel, aber mit Ladeschwäche“.
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Wärmepumpen: So sichern Sie sich günstige Stromtarife
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Wärmepumpen arbeiten effizient: Aus einer Kilowattstunde Strom erzeugen sie je nach Gerät und Umgebung bis zu vier Kilowattstunden Wärme. Die sogenannte Jahresarbeitszahl macht die Technik im Vergleich zu einer Stromdirektheizung deutlich günstiger und auch gegenüber Gasheizungen wirtschaftlich attraktiv. Mit einem speziellen Wärmepumpenstromtarif lassen sich die Betriebskosten weiter senken.
Um diesen Tarif nutzen zu können, muss man den Stromverbrauch getrennt erfassen und zwei Zähler installieren: einen für den Haushaltsstrom und einen separaten Zähler für die Wärmepumpe.
Wer den Aufwand scheut, kann alternativ eine pauschale oder prozentuale Reduzierung des Netzentgelts wählen (Modul 1 oder Modul 2). Dafür reicht ein einfacher, digitaler Zähler. Nur wer einen dynamischen Stromtarif nutzen will, um besonders günstige Strompreise an der Strombörse auszunutzen, benötigt ein intelligentes Messsystem, das sogenannte Smart Meter.
Spezialtarif für Wärmepumpen
Spezielle Wärmepumpentarife liegen meist einige Cent pro Kilowattstunde unter den Preisen für klassischen Haushaltsstrom. Im Gegenzug räumen Verbraucher dem Netzbetreiber das Recht ein, die Wärmepumpe in Spitzenlastzeiten gedrosselt auf mindestens 4,2 Kilowatt zu betreiben. Da Fußbodenheizungen und Pufferspeicher die Wärme träge abgeben, bleiben solche Drosselphasen in der Praxis häufig unbemerkt.
Bei Neuinstallationen sollten Verbraucher den nötigen Zähler frühzeitig beauftragen und die gewünschte Abrechnungsart mit dem Messstellenbetreiber abstimmen. Sie sollten außerdem prüfen, ob der zusätzliche Zähler im vorhandenen Zählerkasten Platz findet.
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Im Strommarkt agieren drei Akteure: der Stromlieferant, der Netzbetreiber und der Messstellenbetreiber. Letzterer ist für Einbau, Betrieb und die korrekte Erfassung der Zähler in der zentralen Datenbank zuständig; der Messstellenbetreiber ist in den meisten Fällen zugleich der örtliche Netzbetreiber. Eine feste gesetzliche Frist für die Zählerregistrierung gibt es nicht, in der Praxis sollte sie jedoch innerhalb weniger Wochen erledigt sein.
Typische Fehlerquellen
Wird ein Zähler nach der Installation nicht korrekt im System hinterlegt, können Kunden nicht in den gewünschten Wärmepumpentarif eingestuft werden. Stattdessen erhalten sie fehlerhafte Abrechnungen und fallen unter Umständen sogar in die deutlich teurere Grundversorgung. Dann ist schnelles Handeln gefragt.
„Die Kernkompetenz eines Messstellenbetreibers sollte das Betreiben einer Messstelle sein.“ (c’t-Redakteur Urs Mansmann)
Im ersten Schritt sollten Verbraucher mit dem Energieversorger und dem Messstellenbetreiber Kontakt aufnehmen und den Fehler schriftlich, etwa per E-Mail melden. Reagiert der Messstellenbetreiber nicht, können Betroffene eine offizielle Beschwerde nach Paragraf 111a des Energiewirtschaftsgesetzes einreichen. Der Anbieter hat vier Wochen Zeit, darauf zu reagieren. Führt auch dies nicht zum Erfolg, können Betroffene die Schlichtungsstelle Energie für eine außergerichtliche Streitbeilegung anrufen. Auch eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur kann in hartnäckigen Fällen helfen. Zusätzlich sollten Verbraucher bei Beschwerden Fristen setzen und bei finanziellen Nachteilen Schadenersatzansprüche prüfen.
Überhöhte Abschläge
Ein weiterer Punkt: Abschlagszahlungen sollten realistisch sein. Zu hohe monatliche Beträge bedeuten unnötige Vorleistungen, zu niedrige Abschläge führen später zu hohen Nachforderungen. Wer den erwarteten Verbrauch überschlägt, kann extreme Abweichungen frühzeitig erkennen und gegebenenfalls eine Anpassung der Abschläge verlangen.
Gerade bei einem Umzug legen viele Stromanbieter zunächst hohe Abschläge fest. Die überhöhten Zahlungen stellen faktisch aber einen zinslosen Kredit an den Anbieter dar, der zudem bei einer Insolvenz des Unternehmens gefährdet sein kann.
Hier können Sie den c’t-Artikel zu dem im Podcast behandelten Streitfall nachlesen
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(uk)
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Microsoft Teams bekommt Mikrofontest vor Meeting-Beitritt
„Könnt ihr mich hören?“, „Ist das Mikro an?“: Diese alltäglichen Phrasen könnten in Microsoft Teams bald der Vergangenheit angehören, denn Microsoft will geplagten Teams-Nutzerinnen und -Nutzern mit einem Mikrofontest helfen. Der lässt sich in Kürze direkt vor dem Beitritt zu einem Meeting starten.
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Laut einem neuen Eintrag in Microsofts 365 Admin-Center (MC1288530, Kopie bei merill.net) bekommt Teams einen Mikrofontest, der zugleich auch die Tonausgabe mitprüft. Dort schreibt Microsoft, dass Teams eine neue Standardfunktion erhalten soll, die Nutzern ermöglicht, Mikrofon und Lautsprecher auf dem Dialog vor dem Beitreten zu einer Sitzung zu starten. Ab Mai will Microsoft das Feature verteilen.
Konkret verspricht Microsoft dazu, dass die Hilfestellung zur korrekten Auswahl der Audiogeräte Unterbrechungen und Störungen in Meetings reduzieren soll. Admins müssen nichts unternehmen und es gibt demnach auch keine Compliance-Bedenken. Microsoft hat zudem einen Eintrag auf der Microsoft-365-Roadmap ergänzt. Demzufolge ist die Funktion zum jetzigen Zeitpunkt erst in Entwicklung; vor etwa zwei Wochen, am 10.04.2026, haben die Entwickler den Eintrag erst ergänzt. Die Verteilung soll Mitte Mai 2026 starten und auch nahezu umgehend abgeschlossen sein.
Testing, Testing, 1, 2, 3 – einfacher Test
Die Funktion stellt das Eingabegerät zur Auswahl, nimmt einen kurzen Tonschnipsel auf und spielt ihn anschließend ab. Das genügt in der Regel, um zu erkennen, ob die Audio-Hardware funktioniert und stellt sicher, dass die richtigen Geräte ausgewählt sind und die Nutzer hörbar sind und auch die anderen Teilnehmer hören können, sobald das Meeting anfängt.
Nach sonst eher negativen Schlagzeilen zu Teams, etwa aufgrund nicht mehr funktionierenden Rechtsklick-Einfügens, ist das für Viele sicherlich eine gute Neuigkeit – eine Funktion, die Vorfreude bereitet.
(dmk)
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