Connect with us

Künstliche Intelligenz

KI-Update: WWDC, Google soll haften, KI-Sicherheit, Mythos ist da, KI-Airhockey


Weiterlesen nach der Anzeige

Apple hat auf der Entwicklerkonferenz WWDC seinen größten KI-Schwenk vollzogen. Siri wurde neu programmiert und läuft künftig auf Googles Gemini-Modellen. Der Mehrjahresvertrag mit Google soll rund eine Milliarde US-Dollar pro Jahr kosten. Die neue Siri erhält eine eigene App mit Chatverlauf, kontextübergreifendem Verständnis und On-Screen-Awareness. Unter dem Begriff Apple Intelligence soll etwa die Passwörter-App selbstständig Websites aufrufen und schwache Passwörter ändern.

In der EU bleibt Siri AI auf iPhone und iPad zunächst aus. Apple verweist auf den Streit mit der EU-Kommission über den Digital Markets Act, der nach Konzernangaben jedem KI-System nahezu uneingeschränkten Gerätezugriff abverlangt. Auf Mac und Vision Pro soll der Dienst auch in Europa laufen. Für Entwickler bringt Xcode 27 Coding-Agenten von Anthropic, Google und OpenAI in den Workflow. Ein lokales Neural-Engine-Modell übernimmt Echtzeitvorschläge, komplexere Aufgaben gehen an Claude, Gemini oder OpenAI. Kleine Entwickler im Small Business Programm dürfen Apples Foundation Models auf Private Cloud Compute kostenlos nutzen.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Die EU-Kommission weist Apples Vorwurf zurück, bei der Öffnung von iOS und iPadOS nicht ausreichend kooperiert zu haben. Dass Siri AI mit den neuen Betriebssystemen nicht erscheint, liege allein an Apple, sagte ein Sprecher. Alle als Gatekeeper eingestuften Konzerne müssten sich an dasselbe Recht halten.

Apple fürchtet, die Forderungen des Digital Markets Act rissen Lücken ins Betriebssystem. Brüssel verlangt, dass Konkurrenz-KI ähnlich tief im iPhone verankert werden kann wie Siri AI. Apple wollte eine Zwischenschicht einziehen, die Verhandlungen scheiterten. Auch Google hält die DMA-Vorgaben für Android für technisch problematisch.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die EU-Kommission verpflichtet Meta, WhatsApp innerhalb von fünf Arbeitstagen kostenfrei für konkurrierende KI-Chatbots zu öffnen. Bei Verstoß drohen Bußgelder von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Meta kündigte Rechtsmittel an. Hintergrund ist der fest eingebaute Chatbot Meta AI, während Anbieter wie OpenAI ihre Assistenten ebenfalls über WhatsApp anbieten wollen.

Im Oktober 2025 hatte Meta die Bedingungen so verschärft, dass Wettbewerber faktisch ausgeschlossen waren. Nach Druck aus Brüssel ließ der Konzern sie im März 2026 wieder zu, allerdings befristet und gegen Gebühr. Diese wirke wie ein Ausschluss, so die Kommission. Meta verweist darauf, dass WhatsApp Business kostenpflichtig sei und kleine Firmen die Schnittstelle für große KI-Anbieter sonst mitfinanzierten.

Das Landgericht München hat entschieden, dass Google für falsche Behauptungen in seinen AI Overviews unmittelbar haftet. Im konkreten Fall verband die KI zwei Münchner Verlage mit Betrugsmaschen und unseriösen Geschäftspraktiken. Keine der verlinkten Quellen enthielt diese Aussagen, die KI stellte die Zusammenhänge selbst her. Das Gericht stuft die Übersichten als eigenständige Inhalte ein. Google sei damit nicht mittelbarer, sondern unmittelbarer Störer.

Googles Argument, Nutzer könnten anhand der Quellen prüfen, ob die Zusammenfassung stimme, wies das Gericht zurück. Die geäußerte Meinung sei kein Ausdruck einer Überzeugung, sondern Ergebnis eines Algorithmus und damit vor allem geschäftliche Betätigung. Eine Analyse für die New York Times zeigt, dass Googles KI-Suche zwar in 91 Prozent der Fälle richtig antwortet. Bei der Skalierung bleiben jedoch Millionen falscher Antworten pro Stunde.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Die Bundesregierung gründet ein neues KI-Sicherheitsinstitut. Auslöser dürfte Anthropics Modell Claude Mythos sein, das laut Hersteller so gut Sicherheitslücken aufspürt, dass der Zugriff eingeschränkt werden musste. Inzwischen dürfen auch einige europäische Institutionen damit arbeiten.

Das Gremium trägt den Arbeitstitel Deutsches AI Security Institute und startet zunächst virtuell. Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) kündigte hochkarätige Fachleute an. Vorbild ist das britische KI-Sicherheitsinstitut. Im Fokus stehen zwei Felder: Cybersicherheit, also der Schutz vor Angriffen auf KI-Systeme, und Safety, also die Frage, ob Modelle selbst Schaden anrichten.

Anthropic hat Claude Fable 5 veröffentlicht, eine eingeschränkte Variante des neuen Mythos 5. Das vollständige Modell bleibt der NSA und ausgewählten US-Unternehmen im Sicherheitsprojekt Glasswing vorbehalten. Anthropic begründet das mit zu hoher Leistungsfähigkeit und der Sorge, Konkurrenten könnten damit eigene Modelle trainieren. Künftig dürfte es vier Versionen geben: eine für US-Behörden, je eine für ausgewählte IT-Firmen und Wissenschaftler sowie Fable 5 für zahlende Kunden.

Fable 5 nutzt kleinere Modelle als Wächter, die Eingaben auf Hackerangriffe sowie gefährliches Chemie- und Biowissen prüfen. Schlagen sie an, schaltet das System auf Opus 4.8 um. Nutzer berichten auch bei harmlosen Fragen von Rückstufungen. Kritiker vermuten dahinter eine Maßnahme gegen Serverlast. Fable 5 ist nicht in Abos enthalten und wird ab 23. Juni nach Tokenmenge abgerechnet, zu doppelten Opus-4.8-Preisen.

Nach Anthropic hat auch OpenAI einen vertraulichen Antrag auf einen Börsengang gestellt. Die Details bleiben geheim. OpenAI betonte, bis zur Erstnotiz könne es dauern, da der nicht börsennotierte Status mehr Freiheiten lasse. Damit zeichnen sich drei große Tech-Börsengänge ab. SpaceX strebt knapp 1,8 Billionen US-Dollar Bewertung an, Anthropic liegt bei 900 Milliarden US-Dollar, OpenAI knapp dahinter.

Hintergrund sind Investitionen in Rechenzentren, die mehrere hundert Milliarden US-Dollar verschlingen sollen. Ob sich diese Ausgaben je zurückverdienen lassen, ist umstritten. Die anstehenden Börsengänge werden zum Test, wie weit Anleger der Branche noch folgen.

Wenige Wochen nach der Entlassung von rund zehn Prozent der Belegschaft hat Meta ein Ausbildungsprogramm für Bauhandwerker angekündigt. Die America’s Workforce Academy richtet sich an Veteranen, Berufseinsteiger, Hochschulabsolventen und Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse. Im ersten Jahr investiert Meta 115 Millionen US-Dollar und übernimmt alle Kosten. Die fünfwöchige Ausbildung garantiert Absolventen eine Stelle auf einer Rechenzentrumsbaustelle.

Der Pilot startet 2026 in Louisiana, Ohio, Indiana und Texas. In Louisiana entsteht mit Hyperion eines der größten KI-Rechenzentren des Konzerns. Meta plant für dieses Jahr Investitionen von bis zu 145 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur. Was nach Abschluss der Bauarbeiten mit den Stellen geschieht, bleibt offen. Meta verweist auf anerkannte Qualifikationsnachweise der US-Bauwirtschaft.

OpenAI führt einen Sperrmodus für ChatGPT ein, der schrittweise für alle Nutzer freigeschaltet wird, auch in der Gratisversion. Der Lockdown-Mode richtet sich gegen Prompt-Injections, bei denen Angreifer schädliche Anweisungen in URLs, Dateien oder Texten verstecken. Lädt ein Nutzer solche Inhalte hoch, kann der Chatbot sensible Daten an Dritte versenden.

Im neuen Modus unterbindet ChatGPT die Kommunikation nach außen. Surfen im Web, Datei-Downloads, Deep Research und der agentische Modus sind deaktiviert. Eigene Eingaben und Uploads bleiben möglich. Aktivieren muss man den Modus selbst, er findet sich in den Einstellungen unter Sicherheit.

China will laut Bloomberg in den kommenden fünf Jahren rund 295 Milliarden US-Dollar in ein landesweites Netz aus KI-Rechenzentren stecken. Staatliche Unternehmen sollen den Großteil betreiben, mindestens 80 Prozent der Technik aus inländischer Produktion stammen. Nvidia und AMD bleiben außen vor, profitieren dürfte vor allem Huawei.

Finanziert wird das Programm über Staatsanleihen und staatliche Fonds. Zum Vergleich: US-Konzerne wie Meta und Microsoft planen allein für 2026 KI-Ausgaben von rund 725 Milliarden US-Dollar. Chinesische Rechenzentren sind durch niedrigere Arbeits- und Baukosten allerdings deutlich günstiger.

Google hat mit Gemini 3.5 Live Translate ein KI-Modell für Echtzeit-Sprachübersetzung veröffentlicht. Es erkennt die gesprochene Sprache automatisch und überträgt sie laufend in mehr als 70 Sprachen. Tonfall, Tempo und Tonhöhe des Sprechers sollen erhalten bleiben. Die KI wartet nicht auf das Satzende, sondern übersetzt während des Sprechens.

In Google Meet steigt die Sprachunterstützung von fünf auf über 70 Sprachen. Auch die Google-Translate-App nutzt die Funktion. Alle erzeugten Audioinhalte erhalten ein unhörbares digitales Wasserzeichen zur Kennzeichnung KI-generierter Sprache.

Studierende der University of British Columbia haben einen Airhockey-Tisch entwickelt, an dem Menschen gegen einen KI-Spieler antreten. Eine Kamera mit 120 Bildern pro Sekunde erfasst den Puck, unterstützt durch helle LEDs und einen reflektierenden Klebestreifen. Eine KI wertet die Bilder aus und steuert einen riemenangetriebenen Schläger.

Das Training fand ausschließlich in einer eigenen Simulation statt, ohne Physik-Engines wie Unity oder Unreal. Ein neuronales Netz mit nur 112 Parametern sagt Abrollgeschwindigkeit, Abrollwinkel und Unsicherheit voraus. Auf einem Notebook mit Intel-i5-Prozessor lief die Simulation 230-mal schneller als Echtzeit. Auf dem realen Tisch funktioniert der KI-Spieler auf Anhieb und ist für durchschnittliche menschliche Gegner kaum zu schlagen.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO


(mali)



Source link

Künstliche Intelligenz

Eiswürfelmaschine Ice Cube Maker Qexreed im Test: 9 Eiswürfel in 8 Minuten


Schnell Eiswürfel auf Knopfdruck, ohne lange Wartezeit im Gefrierfach – das verspricht die Qexreed Eiswürfelmaschine.

Sommerliche Temperaturen, eine spontane Gartenparty oder einfach Lust auf einen kühlen Drink – schon stellt sich die Frage nach Eiswürfeln. Klassische Silikonformen im Gefrierfach brauchen Stunden, blockieren Platz und sind selten ausreichend gefüllt, wenn man sie dringend braucht. Fertige Eiswürfel aus dem Supermarkt oder von der Tankstelle sind eine Notlösung, beseitigen aber das Platzproblem im Eisfach nicht.

Elektrische Eiswürfelmaschinen versprechen Abhilfe: Wasser einfüllen, einschalten und nach wenigen Minuten Nachschub bekommen. Der Ice Cube Maker von Qexreed reiht sich in diese Geräteklasse ein. Sie soll laut Hersteller in nur sechs bis acht Minuten neun Eiswürfel produzieren und bis zu 12 kg Eis pro Tag liefern. Dazu kommen ein Sichtfenster mit blauer Innenbeleuchtung, eine Selbstreinigungsfunktion und ein seitlicher Wasserablauf.

Wir haben uns angesehen, wie sich das Gerät für aktuell rund 90 Euro im Alltag schlägt, ob die versprochenen Zeiten realistisch sind und für welche Einsatzzwecke es taugt.

Design und Ausstattung

Die Qexreed Eiswürfelmaschine Ice Cube Maker kommt kompakt verpackt mit Eisschaufel, Auffangkorb und Anleitung. Mit Abmessungen von rund 35 × 23 × 30 cm (T × B × H) und einem Gewicht von etwa 6,9 kg gehört sie zu den eher kleinen Vertretern ihrer Zunft. Das matte Kunststoffgehäuse ist sauber verarbeitet und macht insgesamt einen wertigen Eindruck.

Das optische Highlight ist das große Sichtfenster auf der Vorderseite, durch das man dem Gerät bei der Arbeit zusehen kann. Eine eisblaue Innenbeleuchtung sorgt während des Betriebs für einen echten Blickfang – gerade auf Partys oder hinter der Bar zieht das Gerät die Blicke auf sich. Die Bedienung erfolgt über drei Tasten auf der Oberseite: große Eiswürfel, kleine Eiswürfel und automatische Reinigung. Statusanzeigen weisen auf einen vollen Eisbehälter oder fehlendes Wasser hin. Der Wassertank fasst 1,5 Liter, der seitliche Wasserablauf erleichtert das Entleeren. Ein praktischer Tragegriff macht den Transport zum Campingplatz oder zur Grillparty einfach. Mit einem Geräuschpegel von knapp unter 50 dB(A) aus einem Meter Entfernung arbeitet die Maschine in einer gut erträglichen Lautstärke.

Praxistest

Vor der ersten Nutzung empfiehlt sich ein gründlicher Reinigungsdurchlauf, um Produktionsrückstände zu entfernen. Anschließend füllen wir den Tank bis zur Markierung, setzen den Korb ein und schließen den Deckel. Nach dem Einschalten wählen wir die Eisgröße per Knopfdruck.

Der Kompressor läuft hörbar an, ist aber nicht störend. Die ersten neun Eiswürfel landen nach rund elfeinhalb Minuten im Auffangkorb. Die vom Hersteller angegebenen sechs bis acht Minuten erreichen wir hier nicht – ein bekannter Effekt, da das Gerät zunächst herunterkühlen muss. Bei den folgenden Durchläufen geht es mit rund achteinhalb Minuten etwas schneller, da das Wasser im Tank und die Kühlelemente bereits vorgekühlt sind. Wer größere Mengen produzieren möchte, sollte trotzdem etwas Zeit einplanen.

Die Würfel selbst haben eine längliche Tropfen- bzw. Kugelform und sind hohl, da sie an neun „Kühlnasen“ im Gerät entstehen. In der Größe L messen sie etwa 3 × 2 cm, in der Größe S rund 3 × 1 cm. Die hohlen Würfel kühlen Getränke schnell, schmelzen dadurch aber entsprechend zügiger als massive Würfel.

Praktisch: Sobald der Behälter voll ist oder zu wenig Wasser im Tank steht, stoppt die Maschine automatisch und meldet dies auf der Tastenoberseite. Ein Problem, welches wir schon von anderen Maschinen kennen, tritt allerdings auch hier auf: Die produzierten Würfel können sich so unglücklich stapeln, dass sie den Sensor blockieren, obwohl noch jede Menge Platz im Auffangkorb übrig wäre. Hier hilft es, die Eiswürfel regelmäßig mit der Schaufel im Korb zu verteilen.

Nach der Nutzung sorgt das 30-minütige Selbstreinigungsprogramm dafür, dass alles gut durchgespült wird. Über den seitlichen Wasserablauf lässt sich der Tank anschließend bequem entleeren – ein Detail, das bei vielen Konkurrenten fehlt. Bei kalkhaltigem Leitungswasser empfiehlt sich der Einsatz von gefiltertem Wasser, um die Entkalkung zu reduzieren.

Preis

Die Qexreed Eiswürfelmaschine kostet aktuell rund 90 Euro. Damit liegt sie im Mittelfeld vergleichbarer Geräte. Funktional gleichwertige Maschinen gibt es teils günstiger – die Qexreed punktet jedoch mit ihrer schicken Optik und der blauen Beleuchtung.

Fazit

Der Ice Cube Maker von Qexreed ist eine gut funktionierende, schick gestaltete Eiswürfelmaschine zum fairen Preis. Die Eiswürfelmaschine macht im Test eine solide Figur. Sie ist kompakt, ausreichend leise und dank Tragegriff leicht zu transportieren. Die Bedienung über drei Tasten ist intuitiv, die automatische Abschaltung bei vollem Behälter oder leerem Tank praktisch. Besonders gut gefällt uns der seitliche Wasserablauf, der das Entleeren spürbar erleichtert.

Die vom Hersteller versprochenen sechs Minuten für neun Eiswürfel sind in der Realität nicht zu schaffen – rund acht bis neun Minuten sind realistisch. Die hohlen, tropfenförmigen Würfel kühlen Getränke schnell, schmelzen aber auch entsprechend zügig.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

npm packt seine riskantesten Sicherheitsprobleme an


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Mit npm v12 schafft GitHub mehrere sicherheitskritische Standardeinstellungen des Node.js-Paketmanagers ab. Die für Juli 2026 angekündigte Hauptversion führt Installationsskripte aus Abhängigkeiten künftig nicht mehr automatisch aus. Auch Git- und Remote-Abhängigkeiten installiert npm nur noch, wenn Entwickler sie ausdrücklich freigeben. Damit will GitHub einen der wichtigsten Angriffswege in der Software-Lieferkette schließen: die automatische Codeausführung während eines npm install.

Weiterlesen nach der Anzeige

npm ist der Standard-Paketmanager des Node.js-Ökosystems und gehört zu den meistgenutzten Paketverwaltungen überhaupt. Moderne Anwendungen ziehen oft Hunderte oder Tausende direkte und indirekte Abhängigkeiten nach. Entsprechend groß ist die Angriffsfläche. Seit Jahren warnen Sicherheitsforscher vor Angriffen auf die Lieferkette, bei denen Schadcode über übernommene Pakete, gestohlene Maintainer-Konten oder manipulierte Installationsskripte in Entwicklungsumgebungen gelangt. Besonders gefährlich sind Mechanismen, die schon beim Installieren eines Pakets Code ausführen – oft, bevor Entwickler die Anwendung überhaupt gestartet haben.

Genau hier setzt die wichtigste Neuerung von npm v12 an. Künftig führt der Paketmanager Installationsskripte aus Abhängigkeiten standardmäßig nicht mehr aus. Das betrifft die Lifecycle-Skripte preinstall, install und postinstall. Auch native Erweiterungen, die npm bislang automatisch über node-gyp kompiliert, baut der Paketmanager nicht mehr ohne Freigabe. Dasselbe gilt für bestimmte prepare-Skripte aus Git-, Datei- oder verlinkten Abhängigkeiten.

Bislang genügt ein einfaches npm install, um solche Skripte automatisch auszuführen. Viele Pakete nutzen den Mechanismus für legitime Zwecke, etwa um zusätzliche Binärdateien herunterzuladen oder native Komponenten zu kompilieren. Dieselbe Funktion gilt aber seit Jahren als attraktiver Angriffsweg: Über ein manipuliertes Installationsskript lässt sich Schadcode bereits während der Installation ausführen. Der Code kann zum Beispiel Umgebungsvariablen auslesen, Zugangsdaten abgreifen oder weitere Schadsoftware nachladen.

An die Stelle des automatischen Ausführens tritt ein Modell mit Freigabeliste. Entwickler bestimmen künftig selbst, welche Pakete ihre Installationsskripte ausführen dürfen. Diese Freigaben hinterlegt npm im Projekt, sodass Teams sie zusammen mit dem Quellcode versionieren können.

Wer früh umstellen will, kann das bereits tun: Schon npm 11.16.0 warnt vor Skripten, die der Paketmanager künftig blockiert. Mit dem Befehl npm approve-scripts --allow-scripts-pending lässt sich prüfen, welche Abhängigkeiten betroffen wären; mit npm approve-scripts lassen sich die vertrauenswürdigen Pakete anschließend freigeben.

Weiterlesen nach der Anzeige

Auch beim Umgang mit Git-Abhängigkeiten zieht npm die Zügel an. Pakete, die direkt aus einem Git-Repository stammen, blockiert der Paketmanager künftig standardmäßig; Entwickler müssen solche Quellen ausdrücklich erlauben. GitHub begründet den Schritt mit einem Angriffsweg, über den sich aus einer Git-Abhängigkeit heraus Code ausführen ließ – selbst dann, wenn Installationsskripte eigentlich unterdrückt waren. Hinzu kommt, dass sich Git-Abhängigkeiten generell schwerer kontrollieren lassen als Pakete aus dem regulären npm-Registry.

Eine ähnliche Hürde gilt künftig für Remote-Abhängigkeiten, also Pakete, die direkt von einer URL stammen, etwa als TAR-Archiv per HTTPS. Auch sie installiert npm nur noch nach ausdrücklicher Freigabe. Solche Abhängigkeiten umgehen die übliche Registry-Infrastruktur und erschweren es, ihre Herkunft nachzuvollziehen. GitHub will so verhindern, dass externe Quellen unbemerkt in die Abhängigkeitskette geraten.

Mehr Sicherheit bedeutet für Entwickler und Unternehmen zunächst mehr Aufwand. Wer bislang auf Installationsskripte, Git-Abhängigkeiten oder externe Paketquellen setzt, muss seine Build- und CI/CD-Prozesse prüfen und die nötigen Komponenten freigeben. GitHub rät, schon jetzt auf npm 11.16.0 oder neuer zu wechseln und die ausgegebenen Warnungen auszuwerten.

Alle Probleme der JavaScript-Lieferkette löst npm v12 allerdings nicht. Schadcode, der direkt im Anwendungscode eines Pakets steckt, gelangt weiterhin auf die Systeme. Auch kompromittierte Maintainer-Konten, Typosquatting oder verwundbare Bibliotheken fängt der neue Ansatz nicht ab. Für die Sicherheit von Entwicklungs- und Build-Umgebungen dürfte er dennoch eine der weitreichendsten Änderungen der vergangenen Jahre sein.

Weitere Details nennt GitHub im Changelog-Eintrag zu den anstehenden Breaking Changes für npm v12.


(fo)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Google kündigt „Gemini 3.5 Live Translate“ für Echtzeit-Übersetzung an


Google arbeitet seit Jahren an der Echtzeit-Übersetzung, um damit Sprachbarrieren zu überwinden. Mit „Gemini 3.5 Live Translate“ will Google diesem Ziel näher gekommen sein. Das neue KI-Modell wird weltweit in der Übersetzungs-App für Android und iOS eingeführt – erste Nutzer haben es bereits. Auch in Google Meet soll es einziehen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Laut der Ankündigung soll „Gemini 3.5 Live Translate“, ein Familienmitglied der Gemini-3.5-Reihe, die Google im Zuge der I/O angekündigt hat, in der Lage sein, über 70 Sprachen automatisch zu erkennen. Es könne außerdem natürlich klingende Übersetzungen erstellen, die die Intonation, das Sprechtempo und die Stimmlage des Sprechers beibehalten. Ferner kann es Google zufolge kontinuierlich übersetzte Sprache generieren, während andere Systeme oftmals auf den Abschluss eines Sprechers warten.

Gemini 3.5 Live Translate wird zum einen weltweit in der Übersetzungs-App für Android und iOS verfügbar sein. Für Android führt der Konzern zum anderen einen neuen „Hörmodus“ ein. Neben der Möglichkeit, Echtzeit-Übersetzungen über Kopfhörer zu hören, bietet der Modus auch die Option, Übersetzungen direkt über die Hörmuschel des Smartphones zu hören.

„Gemini 3.5 Live Translate“ wird laut Google außerdem in Google Meet integriert. Sobald die Funktion verfügbar ist, soll sie in der Anwendung Support für mehr als 70 Sprachen bieten – bislang stehen in Meet nur fünf Sprachen zur Wahl. Laut Google sind damit über 2000 Sprachkombinationen in einem Meeting möglich. Bisher funktionierte die Sprachübersetzung in Meet nur vom und ins Englische. Ferner arbeite Google an der Überarbeitung der Bedienoberfläche von Meet, damit Nutzerinnen und Nutzer schneller auf die Sprachübersetzung zugreifen können.

Die neue Version der Sprachübersetzung in Meet werde zunächst als private Vorschau für ausgewählte Google-Workspace-Geschäftskunden eingeführt. Die Einführung ist für einen noch nicht festgelegten Zeitpunkt im Laufe dieses Monats geplant, im Laufe des Jahres soll sie weiteren Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Entwickler erhalten Zugriff auf die neue Gemini-Version als Public Preview über die Gemini Live API und Google AI Studio.

Weiterlesen nach der Anzeige

Wie bei anderen von Google KI-generierten Inhalten soll auch das von Gemini 3.5 Live Translate erzeugte Audio mit einem SynthID-Wasserzeichen versehen werden. Dabei handelt es sich um ein digitales Wasserzeichen.

Lesen Sie auch


(afl)



Source link

Weiterlesen

Beliebt