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AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition im Test
Der AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition stapelt X3D-Chips auf zwei 8-Kern-CCDs bei hohem Takt und markiert so bei 270 Watt AMDs KS/Extreme Edition. Denn der hohe Verbrauch braucht die beste Kühlung, selbst dann greifen mitunter aber schon Limits. Das Ergebnis ist jedoch eine sehr hohe Leistung und Spitzenwerte in krassen Nischen.
Der AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition im Test
Der AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition ist das neue Topmodell für den Sockel AM5 von AMD. Von AMD vor einem Jahr noch als wirtschaftlich sinnlos deklariert, ist die CPU seit letzter Woche erhältlich, die PR-Kampagne zum Marktstart fügte sich nahtlos in die bisherige Historie ein ( mehr Details zum Marktstart mit weniger Testmustern als gewohnt liefert der Kommentar: Ohne Muster kein Test zum Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition)
Das große Aushängeschild der neuen Flaggschiff-CPU sind die 192 MB große L3-Cache, die sich aus jeweils 32 MB pro CCD-Chiplet plus erstmals jeweils 64 MB gestapeltem 3D V-Cache zusammensetzen. Auf 208 MB Cache kommt AMD im Marketing, weil die 16 MB L2-Cache dazu gerechnet werden.
Der Takt der CPU liegt bei bis zu 5,6 GHz, die TDP bei 200 Watt, die PPT erstmals bei 270 Watt. Das alles hat Auswirkungen in positiver wie auch negativer Form, wie der folgende Test, der auch AMD Threadripper 9000 mit einbezieht, zeigt. Zusammengefasst sieht das am Ende jedoch wie folgt aus:
- Sehr hohe Anwendungsleistung
- Sehr hohe Gaming-Leistung
- Auf „günstigen“ AM5-Boards lauffähig
- Sehr hoher Stromverbrauch unter Last
- Hoher Stromverbrauch im Leerlauf
- Sehr hohe Temperaturen
- Dadurch teurer Kühler notwendig
- Deutlich an Effizienz eingebüßt
Einordnung und Übersicht
Der 9950X3D2 ist die berühmte Drehung um 180 Grad. Noch vor einem Jahr vom Hersteller als de facto sinnlos bezeichnet, wird nun ein Produkt auf den Markt gebracht, das professionelle Kunden im Workstation-Bereich und „Creator“ ansprechen soll, jedoch nicht primär die Gamer – Partnershops wie Mindfactory werben indes genau damit. Klingt kompliziert.
Die Einordnung des neuen Prozessors ins Portfolio ist hingegen einfach: Ganz oben steht er dank erstmals doppeltem X3D-Cache und höherer TDP, wenngleich der offizielle maximale Turbo-Takt 100 MHz niedriger als beim 9950X(3D) liegt.
Die Technik im Detail erläutert
Doppelter 3D V-Cache untergeschoben
Die große Neuheit bei X3D in der Generation Ryzen 9000 neben dem Schritt von Zen 4 auf Zen 5 war, dass der weiterhin 64 MB große Zusatz-L3-Cache-Baustein in zweiter Generation erstmals unter dem Chiplet (CCD) sitzt. Der Cache-Baustein stellt damit keine thermische Barriere mehr zwischen den Kernen und dem Heatspreader dar, was es AMD ermöglicht, unter Volllast höhere Taktraten mit höherem Verbrauch fahren zu lassen. Die beim 9950X3D2 über 200 Watt TDP freigegebenen 270 Watt PPT (maximaler Verbrauch, solange Temperatur oder Stromstärke (TDC) nicht dagegen sprechen) sind nicht nur ein neuer Rekord für X3D, sondern den gesamten Sockel AM5 – und könnten nebenbei ein Fingerzeig in die Zukunft sein.
Die Anpassungen erlaubten dabei auch, dass Overclocking bei allen X3D-CPUs möglich ist. Das sieht primär im Marketing und der Werbung gut aus, in der Realität macht es letztlich aber weder einen Unterschied noch ist es der Kaufentscheidung wirklich förderlich, denn benötigt wird OC bei diesen CPUs nicht.
Erstmals 270 Watt PPT auf Sockel AM5
Die TDP ist bekanntlich auch bei AMD nur die eine Seite der Medaille. Denn die Prozessoren orientieren sich im Alltag stets eher in Richtung der PPT, dem maximal definierten Verbrauchswert. Nur wenn die Temperatur oder die Stromstärke dagegen sprechen, wird PPT nicht erreicht.
Bei 170-Watt-TDP-Prozessoren lag PPT zuletzt bei 230 Watt, bei 200 Watt TDP sind es jetzt 270 Watt PPT – der Faktor (1,35) ist also gleich geblieben. Darüber liegen im Mainstream-Bereich nur noch Intels KS-Prozessoren, die für ihre Ineffizienz bekannt gewesen sind.
Ein weiterer Blick aus anderer Perspektive hilft ebenfalls bei der Einordnung: 2020 und dann auch noch einmal 2022 hatte AMD Prozessoren mit 280 Watt TDP/PPT (Faktor 1,00) im Programm: Ryzen Threadripper 3000X und Threadripper 5000X boten dabei aber sogar bis zu 64 Kerne und 128 Threads – also deutlich mehr als heute ein Ryzen mit 16 Kernen und 32 Threads bei bis zu 270 Watt PPT.
Fazit: AMD hat den Ryzen 9 9950X3D2 an die Spitze getrieben. 270 Watt auszuspielen könnte dabei aber auch ein Gradmesser für die Zukunft sein: Sollte Intel mit Nova Lake alias Core Ultra 400 wirklich wieder konkurrenzfähig werden, könnte dieses Niveau schnell gelebte Normalität werden.
Limitierung möglich, Temperaturen sehr hoch
Nicht nur TDP und PPT halten den 9950X3D2 im Zaum, auch EDC (Electrical Design Current) und TDC (Thermal Design Current), also die Stromstärke, spielen eine Rolle.
In Handbrake beispielsweise kommt die CPU gar nicht über 250 Watt hinaus, weil zuvor bereits die TDC zu 100 Prozent ausgelastet ist. In Cinebench sind immerhin auch mal 261 Watt drin, während der reguläre X3D bei 200 Watt gedeckelt ist. Das führt am Ende auch zu einem mindestens zehn Grad wärmeren Prozessor.
Lohn dieser höheren Leistungsaufnahme: 4.966 MHz Takt beim 9950X3D stehen 5.096 MHz beim 9950X3D2 unter Multi-Core-Volllast gegenüber: Ein Plus von im Durchschnitt 130 MHz oder 2,6 Prozent.
Damit ist auch klar, was im Test am Ende ungefähr herauskommen wird, wenn die klassische, bei Testern bekannte Formel angesetzt wird: Pro 100 MHz Taktgewinn sind bei gleichen Vorzeichen bis 3 Prozent mehr Leistung zu erwarten. Vier, vielleicht fünf Prozent könnten es so in klassischen Anwendungen also werden.
Keine Probleme bei den Latenzen
Prozessoren mit mehreren Chips haben oft ähnliche Probleme. Müssen Daten von einem Chip zum nächsten transferiert werden, dauert das. Der neue AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition verhält sich dabei aber nicht anders als der 9950X ganz ohne X3D oder auch der 9950X3D, bei dem nur einer der beiden CCDs mit X3D-Cache bestückt ist. Die SoIC-Technik von TSMC erlaubt es nämlich, dass der gestapelte Cache unter dem eigentlichen Cache im CCD direkten Kontakt durch TSVs hat, sodass eventuelle „Strafzeiten“ für längere Wege in nur minimaler Form vorhanden sind.
Auch die Speichertests sind am Ende komplett unauffällig, das zum Teil höhere Endergebnis in der Regel eher auf Takt und TDP zurückzuführen.
Juhu, wir sind beim 9950X3D2 die Gamebar los!
Ein anhaltendes Problem von X3D-Prozessoren mit mehr als acht Kernen war in der Vergangenheit, dass Spielen erklärt werden musste, auf welchem Chip denn der Zusatzcache verbaut ist. Dieses Problem war weit verbreitet, der Hersteller hat es zwar gern heruntergespielt und klein geredet, noch im letzten Jahr war dies im ComputerBase-Testfeld aber bei knapp einem Drittel der Titel nötig.
Beim AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition ist in Spielen die besagte Option weiterhin vorhanden. Allerdings hat sie keine Auswirkungen mehr, wie der kurze Nachweis belegt.
Blick über den Tellerrand: 100+ Prozent Mehrleistung möglich
Bei speziellen Prozessoren ist es stets richtig, den Blick weiter schweifen zu lassen. So ist auch der Redaktion natürlich nicht entgangen, dass es ganz spezielle Anwendungen gibt, in denen X3D (auch erstmals doppelt!) richtig gut funktioniert.
Bei Phoronix und hunderten Tests unter Linux gibt es diese Beispiele. Die Skalierung hier ist gelinde gesagt brutal, weil der Workload wohl so gut passt, dass er komplett im nun doppelt so großen L3-Cache abgewickelt werden kann und dabei selbst die Latenzen zwischen den CCDs keine Rolle spielen. Es kommen hier also wirklich alle guten Dinge zusammen, der Vorsprung liegt dann gern bei weit über 100 Prozent, respektive bei unter der Hälfte der Zeit – im krassesten Fall ist der normale 9950X3D den Faktor 4,3x langsamer! Das ist vergleichbar mit einem Large Language Model, das entweder noch in den VRAM passt, oder eben nicht.
Auch im SPEC-Test ist ein Fall anzutreffen, der anders nicht erklärbar ist. SPECworkstation gehört bei ComputerBase und Profi-CPUs zum Testumfeld. Aus den rund 90 Sub-Tests der CPU-Suite gibt es am Ende einen Durchschnittswert, der Blick in die Details offenbart aber auch hier Tests, die das ermittelte Bild von Phoronix unterstützen.
Auch im ComputerBase-Test kann ein AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition also mehr als doppelt so schnell sein wie ein 9950X3D. Der Best-Case-Fall zeigt das ausdrücklich.
Doch das bleiben Einzelfälle und schon ein anderes Szenario in der gleichen Anwendung könnte das Ergebnis zunichte machen. Im Schnitt kommt Phoronix über alle Tests auf knapp zehn Prozent Vorsprung vom 9950X3D2 gegenüber dem 9950X3D. Der SPECworkstation-Test der Redaktion zeigt im CPU-Test acht Prozent Zuwachs und manövriert so in ähnlichem Fahrwasser.
X3D hat im Server nicht funktioniert
Aber genau dies zeigt wiederum dann auch das Problem. Diese Nischenfälle in der Nische des Nischenprodukts sind so selten, dass am Ende, mit einem Schritt zurück und dem Blick auf das gesamte Produkt, dennoch zu wenig übrig bleibt. AMD ist schon bei X3D für Server in genau diese Situation gelaufen: X3D im Server hat hier und da auch funktioniert, sah in einigen Benchmarks super aus!
Aber es waren so wenige Fälle und die Boni letzten Endes im Schnitt so gering, dass AMD einsehen musste, dass das Thema erst einmal nicht so gut funktioniert und hat deshalb die aktuellen Epyc Turin nicht als X-Version mit Stapelcache aufgelegt. Mit Venice-X soll die Technik 2027 wohl reanimiert werden, vermutlich mit größeren Anpassungen und Optimierungen.
Der 9950X3D2 Dual Edition ist letztlich genau dieses Erbe und hat deshalb auch genau die gleichen Probleme. AMDs ursprüngliche Intention und noch 2025 verbreitete offizielle Aussage, solch eine Lösung nicht zu bringen, war dann doch einfach richtig.
Für echte Workstation-Leistung gibt es den Workstation-Prozessor
Wer ein echtes, professionelleres Workstation-Produkt haben will, greift im eigenen Haus einfach zu AMD Ryzen Threadripper. Das Komplettpaket und die Vorteile, die daraus resultieren, sind hier in viel mehr Bereichen und auch noch in einer deutlich größeren Breite anzutreffen. Und der Aufpreis ist von dem schon 910 Euro teuren Mainstream-Modell 9950X3D2 auch gar nicht mal mehr so groß: Ein 24-Kerner in Form des AMD Ryzen Threadripper 9960X startet ab 1.359 Euro, wenn der AMD Ryzen Threadripper 7960X reicht, geht es ab 1.119 Euro los. Und wie der CPU-Benchmark von SPEC Workstation zeigt, schlagen Threadripper die Mainstream-Lösung im Komplettpaket schnell um Längen.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Hinweis von Amazon: Wie es zur Sperre von Mythos 5 und Fable 5 kam
Überraschend und kurzfristig musste Anthropic die neuen Top-Modelle Fable 5 und Mythos 5 aufgrund einer Anordnung der Trump-Administration sperren. Wie Politico berichtet, kam der ursprüngliche Hinweis demnach aus den Reihen von Amazon – einem der größten Investoren von Anthropic.
Das berichtet Politico unter Verweis auf zwei Quellen aus dem Weißen Haus. Am Donnerstag – also zwei Tage nach der Veröffentlichung von Fable 5 und Mythos 5 – meldete sich demnach Amazons CEO Andy Jassy bei der US-Regierung. Er war besorgt, dass es möglich sei, die Sicherheitsmechanismen der neuen Top-Modelle zu umgehen.
Wie genau die Meldung zustande kam, ist aber strittig. Amazon erklärte auf Anfrage von Politico, das Weiße Haus habe um Feedback gebeten. Mindestens fünf weitere Unternehmen haben laut Axios ebenfalls auf mögliche Jailbreaks hingewiesen.
Anthropic musste Modelle binnen 90 Minuten sperren
Ab Freitagmorgen sorgten die Meldungen jedenfalls für hitzige Diskussionen innerhalb der US-Regierung. An den Gesprächen beteiligt waren unter anderem Finanzminister Scott Bessent, Cyber-Direktor Sean Cairncross und Handelsminister Howard Lutnick sowie Susie Wiles, Chief of Staff der Trump-Administration.
Nach dem Meeting wollte man Anthropic-Chef Dario Amodei erreichen, was allerdings einige Zeit in Anspruch nahm. Laut Regierungskreisen war er nicht sofort zu erreichen, weil er sich in einer Wellness-Auszeit befand. Anthropic bestreitet diese Darstellung. In der Mittagszeit war er demnach innerhalb von 75 Minuten am Telefon.
Zu diesem Zeitpunkt starteten dann die entscheidenden Gespräche, in denen Amodei der US-Regierung versichern wollte, dass es sich um ein Missverständnis handele. Er erklärte demnach das, was Anthropic auch im Blog-Beitrag mitteilte: Es handele sich nicht um einen allgemeinen Jailbreak, sondern nur um eine partielle Schwachstelle, mit der sich bestimmte Cyber-Sicherheitsfähigkeiten freischalten lassen. Die würden aber nicht die Fähigkeiten von bereits veröffentlichten Modellen übertreffen.
Die Hinweisgeber sind laut den Berichten hingegen besorgt, dass sich die Sicherheitsvorkehrungen von Fable 5 umgehen lassen. Damit wäre de facto das Mythos-Modell auf dem Markt, das in der Lage ist, Sicherheitslücken im bislang nicht bekanntem Ausmaß zu entdecken.
Aufgrund der Fähigkeiten erhalten bislang nur ausgewählte Organisationen einen Zugang zu Mythos. Den hatte Anthropic gemeinsam mit dem Start von Fable 5 nochmals ausgeweitet.
Die Exportkontrollen-Anordnung, die Anthropic schriftlich übermittelt wurde, beinhalte dann die Aufforderung, sowohl Fable 5 als auch Mythos 5 binnen 90 Minuten für ausländische Staatsbürger zu sperren. Unterschieden wurde dabei nicht nur zwischen den USA und dem Rest der Welt. Die Anordnung betraf auch ausländische Nutzer, die sich innerhalb der USA aufhalten. Weil Anthropic diese Trennung nicht so schnell umsetzen konnte, wurde der Zugang für sämtliche Nutzer blockiert.
Konsequenzen des Vorfalls sind schwer abzuschätzen
Interessant wird nun, welche Konsequenzen dieser Beschluss für die weitere KI-Regulierung hat. Eine Quelle aus dem Weißen Haus sagte gegenüber Axios, es sei nun de facto ein Lizenzierungsregime etabliert. Weil die Anordnung im Rahmen einer Exportkontrolle erlassen wurde, müsste Anthropic einen Antrag stellen.
Interessant ist zudem, dass die Trump-Administration erst Anfang des Monats eine Executive Order erlassen hatte. Diese sieht vor, dass die US-Administration neue Modelle erst testen kann, bevor diese freigegeben werden. Es handelt sich laut Axios um eine freiwillige Regelung; KI-Entwickler sind also nicht verpflichtet, neue Modelle prüfen zu lassen. Und ein Lizenzsystem sollte explizit vermieden werden.
Anthropic war laut US-Regierung „übertrieben selbstsicher“
Wie Axios berichtet, war die US-Regierung laut Quellen aus dem Weißen Haus unzufrieden, wie Anthropic Fable 5 veröffentlichte. Die Rede ist von einem „Mangel an Ernsthaftigkeit“ im Umgang mit der Schwachstelle. Wäre diese direkt behoben worden oder der Zugang pausiert, wäre es zu keiner Anordnung gekommen. Anthropic-Mitarbeiter waren demnach „übermäßig selbstsicher“.
Dieser Vorwurf liest sich auch aus einer Stellungnahme des Investors David Sacks heraus, der in der Trump-Administration als KI- und Krypto-Berater tätig ist. Er hoffe, dass Anthropic die Schwachstellen bald beseitige. In diesem Fall könne die Exportkontrollanordnung wieder aufgehoben werden und Fable 5 allgemein verfügbar sein. In dem Kontext merkte er an, dass Anthropics Vorgehen nicht zu dem Fokus auf Sicherheit passt, den das Unternehmen ansonsten regelmäßig als Maßstab bezeichnet.
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HP- und Dell-Geräte im Fokus: Juni-Update für Windows 11 kann Boot-Probleme verursachen
Das Juni-Update für Windows (KB5094126) scheint auf einigen Systemen diverse Probleme zu verursachen. Windows Latest berichtet von Hinweisen, die von Boot-Problemen bis zur fehlerhaften Datei-Explorer-Synchronisation reichen. Betroffen sind demnach vor allem HP- und Dell-Geräte.
Bei den Boot-Problemen können die Nutzer entweder einen Black Screen of Death (BSOD) mit dem Fehlercode 0xc0430001 erhalten oder im BitLocker-Wiederherstellungsmodus landen. Dem Bericht von Windows Latest zufolge sind in erster Linie HP- und Dell-Geräte betroffen, die im Unternehmensbereich eingesetzt werden. Eine Quelle für die Hinweise ist demnach eine Person, die in einer Firma Hunderte von HP-Geräten verwaltet.
Im Fokus steht demnach das EliteBook 840 G10, Meldungen zu den Problemen gibt es zusätzlich noch bei den folgenden Modellen: HP ProBook 460 G11 / HP 460 G11, HP Engage One Pro 15.6 G2 AiO POS, HP ZBook, Dell Precision und Dell Precision 7530. Auf diesen Geräten können die Fehler auftreten, müssen aber nicht.
Microsoft hat die Fehler noch nicht offiziell bestätigt. Meldungen über Probleme finden sich auch auf Reddit und im Feedback-Hub von Microsoft.
Microsoft nicht allein Schuld
Der Fehler entsteht demnach aus einem Zusammenspiel des Juni-Updates sowie der BIOS- beziehungsweise EFI-Systempartition. KB5094126 berührt dem Bericht nach offenbar Secure-Boot-Dateien, Zertifikate, den Boot-Manager oder EFI-Inhalte. Wenn die EFI-Partition nun lediglich 100 MB statt 500 MB oder 1 GB hat, kann Windows die nötigen Dateien nicht schreiben.
HP-Geräte sind demnach besonders anfällig, weil HP BIOS- oder Firmware-Wiederherstellungsdateien auf der EFI-Partition speichert. Begrenzter Speicherplatz wird damit zusätzlich belegt.
Bei Windows Latest wird vermutet, dass veraltete BIOS-Versionen einer der Gründe sind, wenn die Fehler auftreten. Sollte das der Fall sein, empfiehlt sich also, die BIOS-Version zu prüfen und falls nötig zu aktualisieren.
Secure-Boot-Zertifikate scheinen aber auch eine Rolle zu spielen. Sofern Nutzer in einer BitLocker-Schleife stecken bleiben, ist eine Option, für die Installation kurzzeitig Secure Boot zu deaktivieren. Ebenso sollten betroffene Nutzer prüfen, ob ausreichend Platz auf der EFI-Partition vorhanden ist.
OneDrive-Ordner lassen sich nicht mehr über Datei-Explorer öffnen
Ebenfalls Probleme werden bei der OneDrive-Integration in den Datei-Explorer beobachtet, heißt es im Bericht von Windows Latest. Wenn Nutzer betroffen sind, lässt sich der OneDrive-Ordner nach der Installation des Updates nicht mehr über die Sidebar im Datei-Explorer oder das Symbol in der Taskleiste öffnen. Wenn direkt in das Verzeichnis gesprungen wird, indem der Nutzer etwa C:\Users\username angibt, lassen sich die entsprechenden Ordner noch öffnen.
Fehlermeldungen gibt es auch für weitere Cloud-Anbieter wie Dropbox oder iCloud. Im Fokus steht aber OneDrive.
Weitere Fehler betreffen noch die Word-Integration in einige Geschäftskunden-Apps. Weder diese noch andere Bugs hat Microsoft bislang offiziell bestätigt.
Juni-Update schließt über 200 Sicherheitslücken
Das Juni-Update sorgte für Aufsehen. Für alle Nutzer freigeschaltet wurden damit neue Funktionen wie der CPU-Boost für schnellere Apps-Starts und Shared Audio. Im Rahmen des Patchdays wurden zudem über 200 Sicherheitslücken geschlossen. Dazu zählen 33 kritische und 5 Zero-Day-Bugs.
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Game-Streaming: Schaut ihr anderen beim Spielen zu? Falls ja, wobei und wieso?
Schaut ihr Gaming-Livestreams? Auf welchen Plattformen, zu welchen Genres, von welchen Spielen, wie lange und mit welcher Motivation? In der heutigen Sonntagsfrage geht es um das Verhältnis der ComputerBase-Community zu Game-Streams auf Twitch, YouTube und Co. Oder streamt ihr vielleicht selbst?
Wer schaut wo welche Streams wie viel?
Game-Streaming ist längst kein Nischenthema mehr. Millionen Zuschauer verfolgen täglich Live-Übertragungen auf Plattformen wie Twitch oder YouTube. Dabei reicht das Spektrum vom kompetitiven Shootern über Retro-Speedruns und klassische Let’s Plays bis hin zu gemütlichen Feierabendrunden mit Freunden.
Die heutige Sonntagsfrage möchte herausfinden, welche Rolle Game-Streaming in der ComputerBase-Community spielt: Wird überhaupt zugeschaut? Auf welchen Plattformen? Warum werden Streams verfolgt? Und wie viele Leser sitzen vielleicht sogar selbst vor der Kamera beziehungsweise dem Mikrofon?
Schaut ihr regelmäßig Streamern beim Spielen zu?
Bevor es aber um Plattformen und Inhalte geht, steht zunächst die grundsätzliche Frage an: Gehört das Zuschauen bei Videospielen überhaupt zum Medienalltag der Community auf ComputerBase?
Wer keine entsprechenden Streams konsumiert, wird sich heute bei den meisten der folgenden Umfragen enthalten müssen. Keine Bange, mir geht es nicht anders!
Falls ihr aber zuseht: Um welche Art Streams handelt es sich dabei?
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Öffentliche Streams von Streamern, Influencern, Content Creators etc.
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E-Sport-Übertragungen
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Streams innerhalb von Discord-Communities
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Streams von Freunden und Bekannten
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Private Übertragungen über Steam oder ähnliche Dienste
Auf welcher Plattform und wie lange schaut ihr Game-Streams?
Wer zuschaut, tut dies nicht zwangsläufig auf nur einer Plattform. Manche bevorzugen Twitch, andere schauen überwiegend auf YouTube oder nutzen mehrere Angebote parallel. Wie sieht es bei euch aus?
Zwischen einem gelegentlichen Blick in einen Stream und mehreren Stunden täglich liegen Welten. Wie groß ist der Zeitanteil von Game-Streaming bei euch in einer durchschnittlichen Woche?
Streams können die volle Aufmerksamkeit beanspruchen oder eher nebenbei laufen. Nachfolgend geht es darum, welchen Stellenwert sie in eurer Freizeit einnehmen.
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Als Hauptbeschäftigung
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Während ich selbst spiele
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Beim Surfen im Internet etc.
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Bei Arbeiten im Haushalt oder vergleichbaren Tätigkeiten
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Beim Sport
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Während ich meinen Hobbys nachgehe
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Während der Arbeit oder des Lernens
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Auf dem Smartphone unterwegs
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Als Hintergrundbeschallung
Was treibt euch zu Gaming-Livestreams?
Nicht alle Zuschauer verfolgen Streams aus denselben Gründen. Für manche stehen konkrete Spiele im Vordergrund, für andere die Personen dahinter, für wieder andere geht es um das Hobby Gaming im Allgemeinen. Wie sieht es bei euch aus?
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Wegen bestimmter Streamer, Influencer, Content Creator etc.
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Aus Interesse an neuen Spielen, vor einer Kaufentscheidung
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Um beim Thema Gaming auf dem Laufenden zu bleiben
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Für Tipps, Guides und Strategien; um zu lernen und besser zu werden
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Wegen Interesse an E-Sport-Wettbewerben
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Weil Freunde oder Bekannte streamen
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Wegen der Community und des Chats
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Zur Hintergrundunterhaltung
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Aus Gewohnheit
Damit verbunden ist die Frage, welche Art Inhalt ihr schaut.
Gerne könnt ihr in den Kommentaren konkret werden: Welche Genres und Spiele schaut ihr und was interessiert euch daran? Eine Umfrage mit allen möglichen Spielen würde den Umfang bei weitem Sprengen, aber zumindest um die Spitzenplätze geht es auch in der nächsten Umfrage.
Wie sieht’s mit den Top 15 aus?
Denn auf Twitch wird streng protokolliert, welche Spiele wie viele Stunden übertragen werden. Im Mai 2026 haben es die nachfolgenden Titel unter die 15 „meistgestreamten“ Spiele geschafft. Wie sieht es mit eurem Interesse daran aus; habt auch ihr zugeschaut?
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Apex Legends
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Call of Duty
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Call of Duty: Warzone
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Counter-Strike
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Dead by Daylight
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Fortnite
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Grand Theft Auto V
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League of Legends
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Marvel Rivals
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Minecraft
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Overwatch
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Rainbow Six Siege
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Roblox
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Valorant
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Nein, zu keinem dieser Liste – ich habe aber Game-Streams geschaut
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Nein, ich habe generell keine Game-Streams geschaut
Bonusfrage: Habt ihr eben diese Spiele (auch) selbst gespielt? An dieser Umfrage können sich auch wieder all jene Community-Mitglieder beteiligen, die keine Game-Streams schauen und sich bei den vorherigen Fragen gezwungenermaßen enthalten mussten.
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Apex Legends
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Call of Duty
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Call of Duty: Warzone
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Counter-Strike
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Dead by Daylight
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Fortnite
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Grand Theft Auto V
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League of Legends
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Marvel Rivals
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Minecraft
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Overwatch
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Rainbow Six Siege
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Roblox
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Valorant
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Keines dieser Liste
Streamt ihr auch selbst?
Zuschauen ist das eine, selbst zu streamen das andere. Die technischen Hürden sind heute niedrig, dennoch bleibt aktives Streaming für viele eine Ausnahme. Zählt ihr euch selbst als Streamer – oder läge euch nichts ferner?
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Ja, regelmäßig öffentlich
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Ja, gelegentlich öffentlich
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Ja, aber nur für Freunde oder Bekannte
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Früher ja, heute nicht mehr
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Nein, könnte ich mir aber vorstellen
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Nein, kein Interesse
Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht
Die Redaktion freut sich wie immer über fundierte und ausführliche Begründungen zu euren Entscheidungen in den Kommentaren zur aktuellen Sonntagsfrage. Wenn ihr persönlich ganz andere Ansichten vertretet, die von den bei den Umfragen im Artikel gegebenen Antwortmöglichkeiten nicht abgedeckt werden, könnt ihr davon ebenfalls im Forum berichten. Auch Ideen und Anregungen zu inhaltlichen Ergänzungen der laufenden oder zukünftigen Umfragen sind gerne gesehen.
Leser, die sich noch nicht an den vergangenen Sonntagsfragen beteiligt haben, können dies gerne nachholen, denn die Umfragen laufen stets über eine Dauer von 30 Tagen. Voraussetzung zur Teilnahme ist lediglich ein kostenloser ComputerBase-Account. Insbesondere zu den letzten Sonntagsfragen sind im Forum häufig nach wie vor spannende Diskussionen im Gange.
Die letzten zehn Sonntagsfragen in der Übersicht
Motivation und Datennutzung
Die im Rahmen der Sonntagsfragen erhobenen Daten dienen einzig und allein dazu, die Stimmung innerhalb der Community und die Hardware- sowie Software-Präferenzen der Leser und deren Entwicklung besser sichtbar zu machen. Einen finanziellen oder werblichen Hintergrund gibt es dabei nicht und auch eine Auswertung zu Zwecken der Marktforschung oder eine Übermittlung der Daten an Dritte finden nicht statt.
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