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Spotify steigt in Fitnesswelt ein
Spotify erlebt ein unerwrartet großes Wachstum und fokussiert sich fokussiert jetzt auch auf die Fitnesswelt – mit Playlists und dediziertem Workout Content. Ein ganz neues Genre kommt auf die Streaming-Plattform.
Spotify feiert bei seinen neuesten Quartalszahlen einen neuen User-Rekord: Mehr als 760 Millionen monatlich aktive Nutzer:innen verwenden die App. Das angestrebte Abonnent:innenwachstum wurde laut Unternehmen erreicht, die Annahme der Analyst:innen sogar übertroffen. Der Rekord kommt passend zum 20-jährigen Jubiläum von Spotify. Das Unternehmen wurde 2006 in Schweden von Daniel Ek und Martin Lorentzon gegründet. Sie planten damals, die Musikstreaming-Welt mit ihrer Erfindung zu revolutionieren. 2012 startete Spotify auch in Deutschland. Heute ist die Streaming-Plattform ein zentraler Player der Tech-Welt und überrascht mit einem ganz neuen Genre: Fitness With Spotify.
Zweithöchste Bruttomarge seit Unternehmensbeginn
Die Zahl der Premium-User ist im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 293 Millionen gestiegen. Generell stieg die Anzahl der Nutzer:innen in einem Jahr um zwölf Prozent auf 761 Millionen. Der Gesamtumsatz Spotifys stieg um 14 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Und das operative Ergebnis hat 715 Millionen Euro erreicht. Dadurch ist die zweithöchste Bruttomarge bisher erzielt worden, teilt das Unternehmen mit.
Fitness Update mit Peloton
Spotify erschließt jetzt noch ein neues Feld: die Fitnesswelt. Mit der Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Peloton, das für seine High-Tech-Fitnessgeräte bekannt ist, beginnt für Spotify ein neues Kapitel.

Spotify erfindet sich mit dem Spotify Fitness Hub neu, © Spotify
Premium User haben ab sofort in ersten Regionen Zugriff auf 1.400 Workout-Anleitungen mit passenden Playlists sowie auf Inhalte von Wellness-Anbieter:innen wie Yoga with Kassandra, Pilates Body by Raven und Abi Mills Wellness. Das Angebot soll Outdoor-Läufe sowie Mattenkurse in den Bereichen Krafttraining, Yoga und Meditation umfassen. Dabei sei keine spezielle Ausrüstung nötig. Für alle User ist der Fitness With Spotify Hub schon zu sehen und bietet erste Optionen.
Bereits jetzt werden über 150 Millionen Fitness Playlists weltweit abgespielt, so das Unternehmen. Die Nachfrage wachse stetig und Fitness- und Trainingsinhalte zählten zu den häufigsten Anwendungsfällen der kürzlich eingeführten „Playlist-Vorschläge“.
So startest du das Spotify-Workout
User können in der Spotify App nach dem Begriff „Fitness“ suchen, um den Fitness Hub zu öffnen. Von dort aus können Kurse und Playlists durchsucht werden, um das passende Programm mit der richtigen Musik zu finden.
Die Trainingsprogramme sind bisher vor allem auf Englisch verfügbar, jedoch gibt es ausgewählte Optionen auch auf Deutsch und Spanisch. Die Kurse können auch heruntergeladen und offline genutzt werden.

Dem Spotify Fitness Hub sollen weitere Neuerungen folgen, kündigt das Unternehmen an, © Spotify
Neue Betafunktionen verfügbar
Spotify arbeitet außerdem an neuen Tools: Mit dem neuen Geschmacksprofil werden User zukünftig sehen können, wie Spotify ihren Musikgeschmack erkennt. Dann können sie ihn selbst anpassen und so die Inhalte auf der Spotify-Startseite mitbestimmen. Die Betafunktion ist derzeit nur für Premium-User in Neuseeland verfügbar, aber weitere Länder sollen bald folgen.

Mit dem Geschmacksprofil soll eine „neue Ära der Personalisierung“ entstehen, © Spotify
Die neue Betafunktion SongDNA ist ab jetzt weltweit für Premium-Nutzer:innen verfügbar. Mit ihr können Fans Infos über Produzent:innen, Mitwirkende, Samples und Coverversionen erhalten.
Die große Feature-Vielfalt führt allerdings zu Preiserhöhungen bei Spotify, die das Unternehmen mit dem angereicherten Angebot legitimieren kann. Im Januar wurden die Preise für Premium User in den USA, Estland und Lettland erhöht, nachdem im Herbst 2025 eine Erhöhung auch für User in Deutschland umgesetzt worden war. Seither kostet das Premium-Individual-Abo 12,99 Euro pro Monat, das Duo-Paket ist auf 17,99 Euro angestiegen und der Family-Tarif auf 21,99 Euro. Der Studierendentarif liegt nun bei 6,99 Euro im Monat. Ob nach den Anpassungen in den USA in Deutschland eine weitere Erhöhung folgt, ist vorerst unklar. Allerdings ist davon auszugehen, dass das Premium-Abonnement auf lange Sicht mehr kosten dürfte. Immerhin wird es ohnehin gut akzeptiert und generiert immer mehr User.
In unserem dedizierten Artikel findest du die größten Spotify-Hits aller Zeiten – fünf deutsche Podcasts sind auch in den Top 20.
Die größten Spotify Hits aller Zeiten
– 5 deutsche Podcasts in den Top 20

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WARC-Prognose: Krise am Golf könnte Werbemarkt fast 100 Milliarden US-Dollar kosten
Wegen bewaffneter Konflikte sitzt auch das Werbegeld nicht mehr locker
Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran belastet nicht nur die Weltwirtschaft, sondern auch den Werbemarkt. Eine Analyse von WARC zeigt, was der Konflikt im schlimmsten Fall bedeuten würde – auch für den deutschen Markt.
Die gute Nachricht vorweg: WARC hat in seiner jüngsten Analyse die Prognose für den globalen Werbemarkt nicht etwa nach unten korrigiert, so
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Office EU: Die europäische Antwort auf Microsoft 365
Die erste stabile Version von Euro-Office ist da. Zu den Partner:innen des Open-Source-Projekts gehört auch Office EU, das sich als europäische Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace positioniert.
Ob Cloud-Infrastruktur, Büro-Software oder KI: Europas digitale Wirtschaft läuft noch immer größtenteils auf Technologie aus den USA. Das soll sich ändern. Mit dem Technological Sovereignty Plan will die EU europäische Alternativen stärken und die Abhängigkeit von amerikanischen Tech-Konzernen verringern.
Mit der Veröffentlichung der ersten stabilen Version von Euro-Office erhält der Plan nun Rückenwind. Das geht aus einer Ankündigung der Projektpartner Nextcloud und Ionos hervor, über die unter anderem heise online berichtete. Zu den Partner:innen von Euro-Office gehört auch Office EU, eine Suite, die sich als europäische Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace positioniert. Wie die etablierten Lösungen aus den USA bündelt Office EU Anwendungen für Dokumente, Tabellen, Präsentationen, E-Mail, Kalender, Cloud-Speicher und Videokonferenzen in einer Suite. Weitere partizipierende Unternehmen sind unter anderem XWiki, OpenProject und Open-Xchange. Gemeinsam wollen sie europäische Alternativen zu proprietären Office-Lösungen stärken und die digitale Souveränität Europas voranbringen.
Auch wenn Projekte wie Office EU den etablierten US-Unternehmen wohl nicht kurzfristig relevante Marktanteile abnehmen werden, machen sie vielen Verfechter:innen digitaler Souveränität Hoffnung. Wie dringend Europa eigene Alternativen bei Cloud, KI und Software braucht, wurde auch auf der re:publica 2026 deutlich. Dort warnten zahlreiche Speaker, darunter auch re:publica-Gründer Markus Beckedahl, vor der wachsenden Macht großer Tech-Konzerne und der starken Abhängigkeit Europas von digitaler Infrastruktur aus den USA. Beckedahl sprach dabei von einer Monopolbildung „auf Steroiden“, bei der wenige Konzerne durch Daten, Rechenleistung und Kapital ihre Macht kontinuierlich ausbauen.
„Your digital future is made in Europe“:
Europas Plan gegen Tech-Abhängigkeit

Eine europäische Office-Suite für digitale Unabhängigkeit
Während Microsoft, Google und OpenAI derzeit vor allem mit neuen KI-Funktionen um Aufmerksamkeit konkurrieren, setzt Office EU einen anderen Schwerpunkt. Die Office-Suite wirbt vor allem mit europäischer Infrastruktur, Open Source und dem Versprechen, Daten außerhalb außereuropäischer Rechtsräume zu halten.

Sämtliche Dienste werden auf europäischer Infrastruktur betrieben. Office EU setzt auf Open Source, DSGVO-Konformität und verspricht, Daten vor potenziellen Zugriffen durch außereuropäische Behörden zu schützen. Hintergrund ist unter anderem der US CLOUD Act, der US-Behörden unter bestimmten Voraussetzungen Zugriff auf Daten amerikanischer Unternehmen ermöglichen kann. Funktional orientiert sich Office EU an den etablierten Office-Lösungen aus den USA. Zum Angebot gehören:
- Dokumente (EU Docs)
- Tabellen (EU Spreadsheet)
- Präsentationen (EU Presentation)
- Cloud-Speicher (EU Drive)
- E-Mail (EU Email)
- Kalender (EU Calendar)
- Videokonferenzen (EU Talk)



Wer von Microsoft 365 oder Google Workspace wechseln möchte, kann bestehende Konten anbinden und E-Mails, Kalender sowie Dateien importieren. Die Suite lässt sich zunächst parallel zu bestehenden Lösungen nutzen, sodass kein sofortiger Komplettumstieg notwendig ist. Office EU richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen, NGOs sowie Privatpersonen und Familien, die nach einer europäischen Alternative zu Microsoft 365 oder Google Workspace suchen.
Vollständig ausgereift sind viele europäische Office-Lösungen allerdings noch nicht. So fehlen teilweise noch native Desktop- und Mobilanwendungen. Auch die Unterstützung offener Standards wie ODF wird in einigen Projekten noch erweitert.
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Bis zu 4 Euro mehr: YouTube erhöht die Premium-Preise
YouTube Premium wird in Deutschland teurer. Einige Abonnements kosten künftig bis zu vier Euro mehr pro Monat. Zudem bringt die Plattform ihre Direktnachrichten in weitere Märkte weltweit.
YouTube Premium wird in Deutschland teurer. Wie heise online berichtet, erhöht Google die Preise für sämtliche Premiumtarife. Besonders Familien müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Ganz überraschend kommt die Entwicklung allerdings nicht. Bereits im April erhöhte Google die Preise für YouTube-Abos zunächst in den USA.
Darüber hinaus bringt YouTube Direktnachrichten für mehr Nutzer:innen weltweit. Wie 9to5Google berichtet, rollt die Streaming-Plattform die Chats zum Teilen und Diskutieren von Videos aktuell in den USA, Großbritannien, Brasilien und Singapur aus. Über den Deutschland-Start der YouTube DMs hatten wir bereits im März berichtet.
YouTube DMs kommen in Deutschland zurück

Mehr Werbung oder mehr zahlen? YouTube erhöht die Preise
Nach Netflix, Disney+ und Spotify erhöht nun auch YouTube die Preise für die Premiumtarife in Deutschland. Vor allem Familien und Nutzer:innen von Premium Lite zahlen deutlich mehr. Künftig gelten folgende Preise:
- YouTube Premium: 14,99 statt 12,99 Euro pro Monat
- YouTube Premium Familienabo: 27,99 statt 23,99 Euro pro Monat
- YouTube Premium Student:innenabo: 8,99 statt 7,49 Euro pro Monat
- YouTube Premium Lite: 7,99 statt 5,99 Euro pro Monat
Besonders Premium Lite verliert damit einen Teil des bisherigen Preisvorteils. Der günstigste Tarif bietet zwar keine Musikextras, dafür aber weniger Werbung bei vielen Videos.
Die höheren Preise gelten offenbar sowohl für Neu- als auch für Bestandskund:innen. Wie Caschys Blog berichtet, informiert YouTube derzeit auch bestehende Abonnent:innen per E-Mail über die Anpassungen.
Nach dem Aus 2019: YouTube bringt Direktnachrichten zurück
2017 führte YouTube Direktnachrichten in der App ein, damit Nutzer:innen Videos teilen und darüber chatten konnten. 2019 stellte die Streaming-Plattform die Funktion jedoch wieder ein, um öffentliche Konversationen stärker in den Fokus zu rücken. Da Direktnachrichten auf vielen Social-Media-Plattformen zu den meistgenutzten Kommunikationskanälen gehören, entschied sich YouTube dazu, die Funktion zurückzubringen.
Im Herbst 2025 startete die Plattform einen ersten, noch stark eingeschränkten Test. Im März weitete YouTube diesen auf mehrere europäische Länder aus und brachte die Chat-Funktion auch nach Deutschland. Jetzt folgt der Roll-out in weitere Märkte weltweit. Aktuell erhalten Nutzer:innen in den USA, Großbritannien, Brasilien und Singapur Zugriff auf die Chats.
Mit den neuen YouTube DMs können Nutzer:innen Videos, Shorts und Livestreams direkt in der App teilen und darüber in privaten 1:1-Chats diskutieren. Auch nicht gelistete Videos lassen sich per Nachricht verschicken. Kontakte können direkt über das Teilenmenü eines Videos angeschrieben werden. Zudem informiert YouTube per Benachrichtigung über neue Nachrichten. Wer möchte, kann Nachrichten zurückziehen, Nutzer:innen blockieren oder Gespräche melden. Die Funktion bringt allerdings auch einige Einschränkungen mit sich:
- Nur 1:1-Chats, keine Gruppenunterhaltungen
- Einladungen erfolgen über einen sieben Tage gültigen Link
- Der Link muss zunächst über einen anderen Messenger verschickt werden
- Verfügbar nur für Nutzer:innen ab 18 Jahren
- Private Videos lassen sich nicht teilen
YouTube will offenbar keine vollwertigen Messaging-Dienst aufbauen. Die zahlreichen Einschränkungen zeigen vielmehr, dass die Streaming-Plattform Chats vor allem als Werkzeug zum Teilen und Diskutieren von Videos versteht. Denn Nutzer:innen sollen ein Video nicht erst auf YouTube entdecken, um die Konversation anschließend auf WhatsApp, Instagram oder Telegram fortzusetzen. Stattdessen möchte YouTube dafür sorgen, dass Nutzer:innen Inhalte entdecken, teilen und diskutieren, ohne die Plattform verlassen zu müssen.
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