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Blue Origins Mondlandefahrzeug Blue Moon MK1 besteht wichtigen Test der NASA


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Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) testet die Mondlandefähre Blue Moon Mark 1 (MK1) des US-Raumfahrtunternehmens Blue Origin. Das Endurance genannte Raumfahrzeug soll in diesem Jahr zum Mond fliegen.

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Die NASA hat Endurance nach eigenen Angaben intensiv im Chamber A des Johnson Space Center in Houston getestet. Das sei „eine der größten thermischen Vakuumtestanlagen der Welt“, in der das Vakuum sowie die extremen Temperaturen simuliert werden können, denen ein Raumfahrzeug im Weltall ausgesetzt ist.

Dabei testet die NASA die strukturelle und thermische Integrität des Raumfahrzeugs. Diese wichtigen Tests hat Blue Moon MK1 bestanden. Anschließend sei Endurance nach Florida gebracht worden, wo die NASA die Kommunikationssysteme des Landers teste, teilte Blue Origin über den Kurznachrichtendienst X mit.

Endurance ist ein unbemannter Lander, der in diesem Jahr zum Mond fliegen soll. Ziel der Mission ist laut NASA, eine präzise Landung sowie die Funktion wichtiger Systeme wie Antrieb oder autonome Navigation und Steuerung zu demonstrieren.

Daneben soll Endurance zwei wissenschaftliche Nutzlasten zum Mond bringen: ein Kamerasystem, das beim Abstieg und der Landung des Landers die Wechselwirkung zwischen dem Triebwerksstrahl und der Mondoberfläche erfasst, und einen Laser, der Raumfahrzeugen im Mondorbit eine bessere Positionsbestimmung ermöglicht.

Endurance dient auch der Vorbereitung der kommenden bemannten Mondlandung: Blue Origin und Konkurrent SpaceX sollen Landfahrzeuge für die Mission Artemis 4 bauen. Diese soll erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen auf den Mond bringen – nach dem Willen des US-Präsidenten Donald Trump im Jahr 2028.

2027 soll die Mission Artemis 3 starten, bei der die vierköpfige Crew Rendezvous- und Andockmanöver mit einer Mondfähre trainieren soll. Laut NASA werden die Manöver mit dem Raumschiff durchgeführt, das dann zur Verfügung steht – dem von Blue Origin, dem von SpaceX oder beiden.

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(wpl)



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KI-Update: Verstörende Chatbots, Neue Audio-Modelle, Mythos, Cloudflare


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Generative Sprachmodelle werden genutzt, um KI-Kinder-Charaktere für virtuelle Missbrauchsszenarien zu erstellen. Eine Recherche der Süddeutschen Zeitung beschreibt die Figur „Karin“, ein fiktives 13-jähriges Mädchen, programmiert auf Hilflosigkeit und sexuelle Verfügbarkeit. Knapp 17.000 Chats wurden mit ihr geführt. Plattformen wie „Chub AI“ bieten solche Inhalte ohne Altersprüfung an.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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Die „Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter“ (deutsche Kontrollorganisation für den Jugendschutz in Online-Medien) verzeichnete 2025 über 28.000 Hinweise, 58 Prozent betrafen Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Rein textbasierte Beschreibungen sind bislang nur beim Verbreiten oder öffentlichen Zugänglichmachen strafbar. Bis Juni 2027 muss Deutschland eine EU-Richtlinie umsetzen, die das Erstellen KI-generierter sexualisierter Inhalte explizit unter Strafe stellt.

OpenAI führt eine Schutzfunktion für erwachsene Nutzer ein. Sie können freiwillig eine Vertrauensperson benennen, die bei Hinweisen auf eine ernsthafte psychische Gefährdung informiert wird. Die benannte Person erhält zunächst eine Einladung und kann ablehnen oder zustimmen.

Erkennt das System Hinweise auf Selbstgefährdung, warnt ChatGPT zuerst den Chatpartner. Ein geschultes Team prüft den Fall, bei akuter Gefahr geht eine Mitteilung an die Vertrauensperson, allerdings ohne Chatinhalte. Die Benachrichtigung soll binnen einer Stunde möglich sein. Für Minderjährige gibt es die Funktion bereits.

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OpenAI hat drei neue Audiomodelle vorgestellt. GPT Realtime 2 ist für direkte Gespräche zwischen Mensch und Maschine gedacht, etwa im KI‑Kundensupport. GPT Realtime Translate übersetzt live zwischen zwei Sprachen, GPT Realtime Whisper transkribiert Sprache in Echtzeit, etwa für Untertitel oder medizinische Dokumentation.

GPT Realtime 2 baut als erstes Echtzeit-Sprachmodell auf dem Reasoning-Ansatz von GPT-5 auf. Sein Kontextfenster wurde vervierfacht, gleichzeitige Abfragen externer Dienste sind möglich. Die Realtime-API unterstützt EU‑Data-Residency, das Debugging-Protokoll ist allerdings bisher nicht vollständig DSGVO‑konform. Die Deutsche Telekom testet das System bereits für ihren mehrsprachigen Kundensupport.

KI zur Emotionserkennung breitet sich am Arbeitsplatz aus. Eine Reportage des US‑Magazins „The Atlantic“ beschreibt, wie Firmen Mimik, Stimmen und Chats ihrer Beschäftigten auswerten. Ein US-Versicherer überwacht die Tonlage von Callcenter-Mitarbeitenden, Burger King testet einen Chatbot, der Freundlichkeit bewertet. Andere Anbieter analysieren Bewerbungsvideos oder interne Slack-Nachrichten.

Die EU hat solche Systeme am Arbeitsplatz mit dem AI Act weitgehend verboten. Trotzdem soll der globale Markt bis 2030 auf neun Milliarden Dollar wachsen.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

In einem Familienrechtsstreit am Amtsgericht Berlin-Kreuzberg zitierte eine Kanzlei in einer Beschwerde ein angebliches Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2007. Die Recherche des Kammergerichts ergab, dass die Entscheidung weder in juristischen Datenbanken noch beim BGH existierte. Die Richter werteten das Zitat als KI-halluziniertes Urteil und nutzten ihren Beschluss für eine Grundsatzrüge: Anwälte müssen Schriftsätze gründlich prüfen, gerade beim Einsatz von KI-Werkzeugen.

Der Rechtswissenschaftler Damien Charlotin sammelt entsprechende Verfahren in einer Online-Datenbank. Stand April 2026 sind dort über 1300 Fälle erfasst, in denen Personen wegen KI-Fehlern sanktioniert wurden. Gerichte müssen nun Quellen verifizieren, die früher als gesichert galten.

Mozilla hat mit dem unveröffentlichten Anthropic-Modell „Mythos“ 271 bislang unbekannte Schwachstellen in Firefox aufgespürt. Im April behob der Browser-Hersteller insgesamt über 400 Sicherheitsprobleme, im bisherigen Rekordmonat März waren es 76. Den Fortschritt brachten agentische Systeme, die nicht nur verdächtige Stellen melden, sondern auch eigene Testprogramme schreiben und ausführen. Diese Selbstkontrolle filtert falsche Alarme heraus. Mozilla will die Pipeline künftig direkt in den Entwicklungsprozess einbauen.

Der britische Fields-Medaillist Timothy Gowers ließ OpenAIs Modell ChatGPT 5.5 Pro an offenen Problemen der Zahlentheorie arbeiten. Bei einer schwierigen Variante verbesserte das Modell in mehreren Schritten eine bestehende Abschätzung erheblich. Der fertige Vorabdruck stand nach rund 31 Minuten. Der MIT-Student Isaac Rajagopal nannte die Schlüsselidee „vollkommen originell“ und eine Leistung, auf die er nach ein bis zwei Wochen Nachdenken stolz gewesen wäre.

Gowers folgert, die Untergrenze für einen mathematischen Beitrag bestehe nun darin, etwas zu beweisen, das Sprachmodelle nicht beweisen können. Zur Vorsicht mahnt Google DeepMinds KI-Agent Aletheia: Er lieferte bei 700 offenen Mathematikproblemen nur in 6,5 Prozent der Fälle brauchbare Antworten.

Cloudflare, ein globaler Dienst zum Beschleunigen und Schützen von Webseiten, kündigt mehr als 1.100 Entlassungen an. Ende 2025 hatte das Unternehmen rund 5.100 Vollzeitangestellte. CEO Matthew Prince und Operativchefin Michelle Zatlyn sprechen weder von einem Sparprogramm noch von einer Leistungsbewertung. Die KI-Nutzung im Unternehmen sei in drei Monaten um mehr als das Sechsfache gestiegen, sämtliche Prozesse und Rollen würden neu gedacht. Die Kosten des Umbaus liegen bei 140 bis 150 Millionen Dollar, vorwiegend für Abfindungen.

Vergangene Woche kündigte das Kölner KI-Unternehmen DeepL bereits den Abbau von 250 Stellen an, etwa ein Viertel der Belegschaft. Trotz steigender Umsätze schreibt Cloudflare weiter rote Zahlen. Der Ökonom Chen Zhao nennt das Phänomen, dass viele US-Firmen trotz wachsender Gewinne Stellen streichen, einen „Jobless Boom“, angetrieben durch die schnelle Einführung von KI.

Der britische Hedgefonds TCI hat seine Microsoft-Beteiligung von rund zehn auf ein Prozent des Portfolios reduziert. Seit dem Einstieg 2017 hatte die Aktie fast 400 Prozent zugelegt. TCI-Gründer Chris Hohn begründet den Schritt mit Unsicherheit über Microsofts künftige Wettbewerbsposition durch KI. Gefährdet sieht er besonders das Office-Geschäft, aber auch im Cloud-Geschäft Azure vermutet er Risiken.

An der Wall Street kursiert dafür das Schlagwort „AI eats Software“. Die Sorge: KI-Agenten übernehmen Aufgaben, für die Firmen bisher Nutzerlizenzen zahlen. Microsoft notiert deutlich unter dem Vorjahresstand, andere Softwareaktien wie Oracle, Adobe und Salesforce haben noch stärker verloren.

Eine breite Allianz Schweizer Verbände und Medienunternehmen hat in Luzern einen verbindlichen Verhaltenskodex zum Umgang mit KI vorgestellt. Mitarbeiter, die KI-Systeme nutzen oder deren Ergebnisse verarbeiten, sollen geschult werden. Redaktionelle Inhalte und vertrauliche Daten sind besonders zu schützen. Medienhäuser müssen offenlegen, wo und in welchem Maße sie KI einsetzen. Für Chatbots, die mit Menschen verwechselt werden könnten, gilt eine Kennzeichnungspflicht. Umsetzung bis Jahresende.

In Deutschland fehlt ein branchenweiter Kodex bislang, öffentlich-rechtliche Sender haben sich aber eigene Regeln gegeben. Eine europaweite Kennzeichnungspflicht greift mit dem EU AI Act ab August 2026.


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(mali)



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„Directive 8020“ angespielt: Tod im All


In „Directive 8020“ kämpft eine Astronautencrew gegen ein Alien. Das Spiel von Supermassive Games setzt auf interaktive Entscheidungen statt auf Action.



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Schweizer Gesundheitsdaten: Eidgenossen gegen US-Cloud-Dominanz


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Zum Polit-Krimi entwickelt sich ein Großauftrag für die IT-Branche in der Schweiz. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) treibt mit dem Projekt „Swiss Health Data Space“ (SwissHDS) die digitale Entwicklung des Gesundheitswesens voran. Ziel ist ein vernetzter Datenraum für den Austausch von Patientendaten zwischen Ärzten und Spitälern. Es geht um ein zweistelliges Millionenbudget – und eine Grundsatzentscheidung für digitale Souveränität.

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Die Brisanz liegt laut NZZ im Anforderungskatalog : Die Infrastruktur müsse ausschließlich Schweizer Recht unterliegen und dürfe keine Abhängigkeit von äußeren Jurisdiktionen aufweisen. Explizit nennt das BAG demnach den US Cloud Act. Damit stünden US-Konzerne wie Microsoft, Google oder AWS faktisch vor verschlossenen Türen. Da diese Konzerne – unabhängig vom Serverstandort – US-Behörden Zugriff gewähren müssen, könnten sie die Schweizer Bedingungen kaum erfüllen.

Intern ist die Sprache beim BAG noch deutlicher. Die NZZ zitiert aus E-Mails, wonach vor allem Abhängigkeit von Staaten als riskant gilt, die im Ernstfall „den Stecker ziehen könnten“. Das Vertrauen der Bevölkerung hänge maßgeblich daran, dass der Staat den Schutz hochsensibler Gesundheitsdaten vor fremdem Zugriff garantieren könne. Das deckt sich mit Resolutionen von Datenschützern, die öffentliche Verwaltungen in der Pflicht sehen.

Der Vorstoß zu SwissHDS bringt Bern in eine missliche Lage. Das für Beschaffungen zuständige Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) rudert bereits vorsichtig zurück und bezeichnet die Formulierungen als „ungeschickt“. Grund: Die Schweiz ist an WTO-Regeln gebunden, die Gleichbehandlung aller Bieter vorschreiben. Ein pauschaler Ausschluss von US-Firmen könnte als völkerrechtswidriger Protektionismus gewertet werden. Das Thema gleicht einem diplomatischen Minenfeld, da die Schweiz über Handelsabkommen mit der Trump-Regierung verhandelt.

Befürworter der Initiative sehen digitale Souveränität als zwingende technische Sicherheitsanforderung. Marc Wilczek, CEO des deutschen Anbieters Plusserver, lobt das wachsende Souveränitätsbewusstsein. Der Schutz kritischer Daten sei kein optionales Extra mehr. Kritiker warnen indes vor einer „ideologischen Abschottung“. Der Verzicht auf US-Technik könnte IT-Projekte verteuern und Innovation bremsen. Generell ist die Schweiz eng mit dem US-Tech-Sektor verwoben: Google betreibt in Zürich seinen größten Entwicklungsstandort außerhalb der USA.

Ob die strikten Vorgaben bis zur finalen Ausschreibung Bestand haben, ist eine Nagelprobe für die politische Standhaftigkeit der Eidgenossen gegenüber Washington.

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(nie)



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