Künstliche Intelligenz
Forscher nutzen Vakuumprozess zur Herstellung von effizienten Tandemsolarzellen
Ein Forschungsteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Valencia hat es erreicht, mittels eines Vakuumprozesses dünne Perowskit-Schichten zur Herstellung von Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen großflächig, gleichmäßig und schnell aufzubringen. Der Herstellungsprozess von solchen Solarzellen, die einen Wirkungsgrad von bis zu 24,3 Prozent erzielen, kann für die industrielle Fertigung so nahezu beliebig skaliert werden.
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In Tandem-Solarzellen werden die Halbleiter Perowskit und Silizium dazu genutzt, um verschiedene Wellenbereiche des Sonnenlichts bei der Photovoltaik zu nutzen. Die obere Perowskit-Schicht nimmt kurzwelliges Licht auf, die untere Siliziumschicht langwelliges. Durch diese Kombination können Tandemsolarzellen einen höheren Wirkungsgrad erreichen. Die Herstellung ist jedoch nicht ganz einfach. Die Perowskit-Schicht muss bei der Produktion sehr dünn, gleichmäßig und großflächig aufgebracht werden. Zugleich muss das schnell und zuverlässig funktionieren, um den Herstellungsprozess skalieren zu können.
Die Forscher des KIT und der Universität Valencia nutzen ein schnelles Vakuumverfahren auf Basis der Close-Space-Sublimation (CSS), um dies zu erreichen. Zusammengefasst haben sie die Forschungsergebnisse in der Studie „Close-space sublimation as a versatile deposition process for efficient perovskite silicon tandem solar cells“, die in Nature Energy erschienen ist. Dabei werden Ausgangsstoffe verdampft, die auf die Siliziumzelle in nur wenigen Millimetern Entfernung von der Materialquelle treffen. Sie reagieren dort zu einer Perowskit-Schicht. Pro Beschichtung werden nur geringe Mengen des Ausgangsmaterials benötigt, betonen die Wissenschaftler. Das Quellmaterial kann auch weiterverwendet werden.
„Mit der Close-Space-Sublimation konnten wir auch die anspruchsvollen organischen Ausgangsmaterialien ohne Lösungsmittel und in kurzer Zeit auf Silizium aufbringen“, erläutert Sofia Chozas-Barrientos, eine der beteiligten Wissenschaftlerinnen von der Universität Valencia. „Im Experiment war die Umwandlung nach zehn Minuten abgeschlossen – für ein Vakuumverfahren ist das ein wichtiger Fortschritt.“
Damit die Perowskit-Schicht auch die gewünschten Wellenlängen aufnehmen kann, muss die Bandlücke in der oberen Teilzelle größer sein, um die richtigen Lichtanteile absorbieren und transmittieren zu können. Dadurch können die Perowskit- und die Siliziumschicht optimal aufeinander abgestimmt werden. Um das zu erreichen, nutzten die Forscher als organische Ausgangsquelle Methylammoniumiodid und Methylammoniumbromid. Über das Verhältnis dieser beiden Stoffe kann der Bromanteil im fertigen Material gesteuert werden, der das Erreichen der benötigten Bandlücke von 1,64 Elektronenvolt garantiert. Zuvor waren Versuche mit einer bromhaltigen anorganischen Vorläuferschicht gescheitert, da bei der Umwandlung in Perowskit der notwendige Anteil im Material nicht erreicht werden konnte.
Haftung auf unterschiedlich strukturierten Siliziumschichten
Die Wissenschaftler erprobten das CSS-Verfahren auf Siliziumoberflächen unterschiedlicher Struktur von glatter über nano- bis zu mikrostrukturierter Oberfläche. Denn bei einem industriellen Fertigungsprozess muss die Perowskit-Schicht auf unterschiedlichen Oberflächenstrukturen haften können. Die Forscher stellten fest, dass das auf allen drei Strukturarten gleichmäßig funktionierte, ohne dass Anpassungen nötig waren. Die so gefertigten Tandemsolarzellen aus Perowskit und Silizium erzielten Wirkungsgrade von 23,5 Prozent auf glatten Oberflächen, 23,7 Prozent auf nano- und 24,3 Prozent auf mikrostrukturierten Siliziumzellen.
Wichtig für den industriellen Prozess ist die gleichmäßige Haftung auf nano- und mikrostrukturierten Siliziumzellen. Erst dadurch sei ein industrieller Fertigungsprozess in der Praxis möglich.
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(olb)
Künstliche Intelligenz
Apple: HFS+ mit Verschlüsselung ab nächstes Jahr nicht mehr nutzbar
Apple macht weiter beim Abschneiden alter Zöpfe. Nachdem macOS 27 das erste Mac-Betriebssystem seit 2006 sein wird, das nicht mehr auf x86-basierten Apple-Maschinen läuft, wird macOS 28 das Ende von Intel-Apps auf Apple-Silicon-Maschinen bringen. Auch der AFP-Support ist eingestellt. Nun kommt noch eine weitere Änderung hinzu: bei den Dateisystemen. Wie sich einem bislang nur in englischer Sprache verfügbarem Supportdokument entnehmen lässt, kann macOS 28, das im Herbst 2027 erwartet wird, nicht mehr mit verschlüsselten HFS+-Volumes (alias Mac OS Extended) umgehen.
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Kommt auch das Ende von HFS+?
Laut Apple kann das System dann nur noch solche SSDs oder Festplatten mit HFS+ mounten, die nicht geschützt sind. Nutzer werden somit gezwungen, die Medien entweder vorab auf einem noch unterstützten Mac zu entschlüsseln oder sie dort umzuformatieren. Letzteres geht mit Datenverlust einher, wenn man von HFS+ Encrypted auf APFS Encrypted wechseln will, nicht jedoch, wenn ein zunächst entschlüsseltes HFS+ zu APFS migriert wird (danach müsste es erneut verschlüsselt werden – beides braucht oft viel Zeit). Apple läutet mit dem Ende von verschlüsseltem HFS+ vermutlich auch das Ende von HFS+ an sich ein, das seit 2017 Schritt für Schritt durch das neuere Format APFS ersetzt wurde. Wann HFS+ nicht mehr läuft, hat Apple aber noch nicht mitgeteilt.
Viele User dürften HFS+-Volumes mit Verschlüsselung in Form von Backups oder Dateiarchiven vorhalten, also in Form externer Medien, die sie rechtzeitig ändern müssen, falls sie ihren Mac-Park auf macOS 28 umstellen möchten. APFS lässt sich auch für Festplatten nutzen, auch wenn das moderne Dateisystem besonders bei SSD-Verwendung Vorteile hat. APFS lässt sich als APFS Encrypted auf Wunsch auch verschlüsseln, was auf modernen Macs Standard ist und FileVault integriert.
Migrationsstrategie für Datenarchive
Es ist sinnvoll, bei einer Umformatierung gleich auf APFS zu setzen, also ein verschlüsseltes HFS+-Volume nicht einfach nur zu entschlüsseln, um nicht mit HFS+ später in das gleiche Problem zu laufen. Vor der Umformatierung sollte man dringend ein Backup anlegen. Alternativ kann man vorhandene Dateien auch gleich auf ein in APFS (gegebenenfalls mit Verschlüsselung) formatiertes Medium kopieren. Das ist wesentlich schneller als Backup plus Entschlüsselung, Umformatierung und erneuter Verschlüsselung.
So kann man auch mehrere alte Festplatten zu einer zusammenfassen, wenn man sich gleich ein Medium mit mehr Platz besorgt. Allerdings sind die Festplatten- und SSD-Preise derzeit alles andere als günstig, wie Sie in unserer aktuellen Speicher- und Festplatten-FAQ nachlesen können. Weitere Möglichkeiten der Vorgehensweise erläutert Apple in seinem Supportdokument.
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(bsc)
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Consul für macOS im Test: Der Formatwandler
Wer häufig mit Fotos arbeitet oder an Webseiten bastelt, kennt das Problem: Nicht jedes Format eignet sich fürs Zielmedium. Der übliche Ansatz erfordert eine oder mehrere spezialisierte Apps, die Dateien per Drag & Drop ins gewünschte Format umwandeln.
Consul geht einen anderen, besonders intuitiven Weg: Man ändert im Finder einfach das Suffix einer Datei – etwa von „.tiff“ in „.jpg“ – und das Tool startet automatisch die Konvertierung.
Unterstützung vieler Dateitypen
Auch RAW-Formate wie „.cr2“, „.dng“ oder „.nef“ unterstützt die App. Sie beschränkt sich aber nicht auf Bilder, sondern konvertiert etwa Audiodateien von „.wav“ nach „.aac“ oder „.mp3“. Benötigt man nur die Tonspur eines Videos, benennt man es einfach in ein Audioformat um. Aus Textdateien wird im Handumdrehen ein Word-Dokument oder ein PDF.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Consul für macOS im Test: Der Formatwandler“.
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Künstliche Intelligenz
Cybercab: Tesla baut ein Auto, das aktuell nirgends fahren darf
Im April 2026 hatte Tesla die Serienproduktion seines im Oktober 2024 vorgestellten Cybercabs in der Gigafactory in Texas gestartet. Jetzt hat der E-Autokonzern die Produktion des lenkrad- und strompedallosen Robotaxis noch einmal hochgefahren.
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Tesla produziert, aber fährt noch nicht
Wie Electrek schreibt, sollen über 100 der zweisitzigen Fahrzeuge auf den Parkplätzen vor dem Fabrikgebäude herumstehen. Das Problem ist, dass Tesla das Cybercab noch gar nicht an private Interessenten verkaufen darf. Und auch der Einsatz in den Robotaxi-Testzonen in Texas und Florida ist nur begrenzt möglich.
Tesla zufolge sollen Ende Juni 2026 die ersten Cybercab-Testfahrten in Austin begonnen haben – allerdings wohl mit menschlicher Begleitung an Bord, wie in einem entsprechenden Video zu sehen ist. Wie diese Person angesichts des Fehlens von Lenkrad und Strompedal eingreifen können soll, ist aber unklar.
Robotaxi-Tests mit angezogener Handbremse
Apropos Austin: Hier hatte Tesla im Juni 2025 den Startschuss für seine Robotaxi-Flotte gegeben. Bisher dürften die Testfahrten aber noch nicht den großen Durchbruch gebracht haben. Von den aktuell rund 50 Fahrzeugen sollen Electrek zufolge nur 14 ohne Begleitperson unterwegs sein.
Auch in Dallas und Houston sowie in Miami, wo die Robotaxis seit Kurzem unterwegs sind, fährt Tesla mit angezogener Handbremse. Wie Tesla-Chef Elon Musk Investoren im Zusammenhang mit der Vorstellung der Quartalszahlen im April 2026 erklärte, liege das an Sicherheitsrisiken. Demnach warte Tesla, bis das aktuell in Entwicklung befindliche große Update der FSD-Software auf v15 vorliege.
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FSD v15: Großes Update erst ab Ende 2026
Damit wird derzeit für Ende 2026 oder Anfang 2027 gerechnet. Auch erst für 2027 rechnet Musk mit nennenswerten Umsätzen aus dem Betrieb der Robotaxi-Flotte, wie er laut Electrek gegenüber den Investoren sagte.
Tesla setzt also offensichtlich darauf, dass mit FSD v15 zunächst ein sicherer Betrieb in den abgegrenzten Robotaxi-Testzonen in Texas und Florida möglich wird. Bis tatsächlich private Käufer sich in einem der Cybercabs durch die Gegend kutschieren lassen können, dürfte also noch viel Zeit vergehen.
Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)
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