Connect with us

Künstliche Intelligenz

Halbleiter-Ökosystem: Studie beschreibt EU-Problemzonen | heise online


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach Corona-Chipkrise, Suez-Kanal-Krise um die Ever Given, KI-Nachfrage-Krise und zuletzt auch noch irankriegsbedingter Grundstoffkrise scheint eines nun allgemein akzeptiert zu sein: „Mikroelektronik ist auch Geopolitik“, sagte Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im BMWE und CDU-Politikerin beim ZVEI Summit in Berlin. Der fand am Mittwoch und Donnerstag statt. Und das bedingt eine strategische Aufstellung, wie sie die EU seit Jahren versucht. In Teilen der Halbleiterwertschöpfungskette sei die europäische Unabhängigkeit schon erreicht, sagt Connemann. Aber es gehe jetzt darum, die Lücken zu schließen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die wichtigste Frage für einen Business Case bleibe jedoch die Nachfrage, sagt Connemann – und dann gehe es darum, ob europäisch bestellt werden könne. „Ohne technologische Souveränität keine digitale Souveränität“, sagt Tanjeff Schadt vom Consultingunternehmen Strategy&. Ohne Mikroelektronik gebe es aber keine technologische Souveränität. Die Strategieberatung hat im gemeinsamen Auftrag von ZVEI, dem niederländischen Verband der Technologieindustrie FME und dem deutschen und dem niederländischen Wirtschaftsministerium zu ermitteln versucht, welche Halbleiterindustriepolitik in der EU sinnvoll sein könne. Und dafür wurde der Halbleiterbedarf für die Nutzung in der EU sowohl als Binnenmarkt als auch für den Export analysiert.

Bis 2040 würde sich die Nachfrage im Kern verdoppeln, so die Studie. Die Nachfrage durch die EU-Industrie steige dabei sogar stärker als die der Verbraucher, bei bestimmten Typen wie GPUs und CPUs etwa auf das siebenfache Niveau gegenüber 2025, bei Speicher das dreifache. Datacenter seien dabei das größte Wachstumsfeld mit einer Verelffachung auf das Niveau der Automobilindustrie, sagen die Consultants voraus. Doch die Abbildung von Geopolitik gehört zu den Faktoren, die laut der Studie die Nachfrage der kommenden Jahrzehnte ebenso mitprägen. Denn vor allem die Nutzung in kritischen Infrastrukturen und in sicherheitsrelevanten Anwendungsbereichen, etwa militärischen, sei ein großer Treiber der Nachfrage, was entsprechende Kapazitäten voraussetze.

Doch solange die Lieferketten funktionieren, fällt der Kostenfaktor derzeit zum Nachteil Europas aus. 15–30 Prozent sei der Kostennachteil bei einer Produktion in Europa, rechnet Berater Schadt beim ZVEI Summit in Berlin auf der Bühne vor. Beim Packaging sei die EU 20–30 Prozent teurer, etwa durch Lohn- und Baukosten. Das sei nicht zu weit weg, um diese Lücken schließen zu können, sagt Tanjeff Schadt. Die politische Stabilität sei dabei ein Faktor, der auch von Investoren positiv gesehen würde.

Die Studie sei ausdrücklich „kein Aufruf zur Planwirtschaft“, sagt der Strategy&-Berater. Konkret empfiehlt seine Untersuchung drei unterschiedliche Stufen: Erhalten, Stärken und neue Fähigkeiten zu schaffen oder neue Partnerschaften einzugehen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die Autoren gehen offenbar davon aus, dass Europa beim Equipment zur Halbleiterproduktion vergleichsweise gut dastehe – von ASML über Zeiss bis hin zu anderen Spezialisten. Doch bei den Designfähigkeiten sehen die Autoren bei Strom- und Kommunikationschips, bei Sensorik und Mikrocontroller-Units (MCU) weiteren Bedarf – den größten aber bei CPUs, GPUs und SoC-Designfähigkeiten. Bei der konkreten Produktion seien Größen unter 7 Nanometer, die Kategorie der 8-16 nm- sowie der 21-46 nm-Strukturen besonders dringlich, so das Ergebnis der Studie. Doch auch darüber – bis hin zur 350 nm-Kategorie – müsse mehr getan werden.

Beim Packaging sehen die Autoren vor allem bei neuen Verfahren wie dem Stapeln von Chiplets auf engstem Raum dringenden Handlungsbedarf. Bei allen Feldern, die sie als strategisch besonders dringlich erachten, heißt das für sie „Build or Partner“ – also selber machen oder einen verlässlichen Partner finden.

Damit markieren die Autoren solche Felder, in denen EU-Firmen weniger als 8 Prozent Marktanteil haben und zugleich ein wesentlicher Anstieg der Nachfrage erwartet wird. Photonen-, neuromorphe, Quanten und neue Speichertechnologiechips stehen nicht näher spezifiziert ebenfalls in dieser Kategorie.

Etwas abgetrennt betrachten die Autoren hingegen die notwendigen Leiterplatten, auf die Chips für Endprodukte aufgebracht werden. In der Vergangenheit wurde diese nicht als überkomplex geltende Technologie jedoch oft vergessen, wenn es um den Gesamtfertigungsprozess der industriell weiterverwertbaren Chipproduktion ging. Bis 2040 würde Automotive weiterhin die Hälfte des PCB-Bedarfs ausmachen. Doch diesem Löwenanteil stehe ein steigender Anteil Spezial-PCBs gegenüber, etwa für KI-Server oder militärische Nutzung, wo es primär um Resilienz gehe. Hier gebe es einen massiv steigenden Bedarf an Fähigkeiten, die nicht hauptsächlich ökonomisch, sondern strategisch getrieben seien.

Die niederländisch-deutsche Studie kommt nicht zufällig kurz vor dem sogenannten „Tech Sovereignty-Package“, in dem die Europäische Kommission in der übernächsten Woche nun ihre Pläne vorstellen will, wie die EU unabhängiger von Dritten werden soll. Dabei geht es auch um die zukünftige Strategie zur Förderung und Ansiedlung von Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten – etwa im Nachfolger des Chips Act, aber auch mit Blick auf KI-Infrastrukturen.

Dass die EU mit der ersten Iteration, die unter anderem zur Intel-Ansiedlung in Magdeburg (Chipfertigung) und Wrocław (Packaging) hätte führen sollen, nur Teilerfolge aufweisen konnte, soll als lehrreich adressiert werden – und große Schritte in Richtung „fabless“ unternommen werden. Dabei geht es um eine Unabhängigkeit von konkreten Chipunternehmen hin zur Auftragsfertigung bei entsprechenden Dienstleistern. Gegen Lieferkettenprobleme bei Grundstoffen wie zuletzt beim Helium kann das allerdings kaum Absicherung bieten.


(mho)



Source link

Künstliche Intelligenz

EU: Instagram und Facebook bergen zu große Suchtrisiken


Instagram und Facebook bergen nach vorläufigen Ergebnissen einer EU-Untersuchung zu große Suchtgefahren für Kinder und Jugendliche. Die Europäische Kommission sieht Risiken unter anderem durch stark personalisierte Empfehlungen sowie das automatische Abspielen immer neuer Videos und treibt ein Verfahren gegen den Mutterkonzern Meta voran.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der US-Konzern muss darauf nun reagieren. Wenn er die Vorwürfe nicht entkräften kann oder keine Änderungen vornimmt, könnte die EU-Kommission eine Milliardenstrafe in Höhe von bis zu sechs Prozent des Jahresumsatzes verhängen. Bei Meta könnten das mehr als 12 Milliarden Euro sein.

Inmitten der Debatte um ein Mindestalter für Social Media veröffentlicht die Brüsseler Behörde damit erneut Ermittlungsergebnisse, die den Druck auf die Online-Plattformen erhöhen und der EU Argumente für strengere Regeln geben. Auch gegen TikTok läuft ein Verfahren wegen der Suchtgefahr der App – seit Februar gibt es dazu ähnliche vorläufige Ermittlungsergebnisse. Eine von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eingesetzte Expertenkommission gibt am Montag ihre Empfehlungen dazu ab, wie es beim Thema Social-Media-Verbot weitergehen sollte.

Bei Instagram und Facebook kritisiert die EU-Kommission etwa die Funktion des automatischen Abspielens und des endlosen Scrollens. Mit dem endlosen Scrollen ist gemeint, dass beim Weiterwischen auf einer Plattform ständig neue Inhalte geladen werden, ohne dass der Nutzer zu Pausen gezwungen ist.

Zudem kritisiert die EU-Kommission, wie Inhalte per personalisiertem Algorithmus ausgewählt werden. Auch Benachrichtigungen, die Nutzerinnen und Nutzer immer wieder zurück auf die Plattformen holen, werden moniert.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die Versuche des Meta-Konzerns unter Leitung von Mark Zuckerberg, die Suchtgefahr für Minderjährige, aber auch vulnerable Erwachsene zu minimieren, sieht die EU-Kommission als nicht ausreichend an. Zeitmanagement-Tools für Kinder, wie etwa Tageslimits oder Pausenzeiten, lassen sich laut Brüsseler Behörde leicht ausschalten. Andere Funktionen der Kindersicherung von Instagram und Facebook sind demnach nur dann wirksam, wenn Eltern ausreichend technische Kenntnisse und sich die Mühe machen, sie wirklich zu verstehen.

Lesen Sie auch

Nach Ansicht der Brüsseler Behörde müssen Instagram und Facebook die Funktionsweisen ihrer Plattformen nun ändern. Beispielhaft schlägt die EU-Kommission etwa vor:

  • Standardmäßige Deaktivierung des endlosen Weiterwischens und des automatischen Abspielens von Videos
  • Einführung wirksamer Bildschirmpausen
  • Anpassung der Empfehlungen, um sie weniger auf Nutzerinteraktion auszurichten

Gegen Meta läuft parallel ein weiteres EU-Verfahren. Die Brüsseler Internetwächter verlangen von Instagram und Facebook auch, das in den Nutzungsbedingungen festgelegte Mindestalter von 13 Jahren durchzusetzen – ansonsten droht dem Mutterkonzern auch hier eine Strafe.

Zuletzt kündigte Meta an, seinen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) auszuweiten, um das Alter von Kindern und Jugendlichen auf Instagram, Facebook und Threads strenger zu kontrollieren.

Beide EU-Verfahren sind auch für die Empfehlungen der von Ursula von der Leyen eingesetzten Experten wichtig, da die Wissenschaftler auch die im Rahmen der Ermittlungen gefundenen Beweise berücksichtigen dürften.

Mehrere Mitgliedsländer, darunter Frankreich, Spanien, Griechenland und Österreich, wollen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen. Auch Bundesfamilienministerin Karin Prien kündigte an, ein solches Verbot in Deutschland einführen zu wollen.

Allerdings dürfte das ohne Rückendeckung aus Brüssel schwerer umsetzbar sein, wie das Beispiel Frankreich zeigt. Die EU-Kommission beanstandete den französischen Gesetzesvorschlag für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, weil er nicht mit EU-Regeln kompatibel sei. Da die Brüsseler Behörde in Teilen der Digitalpolitik ein Vorrecht hat und nur sie den großen Plattformen Vorschriften machen darf, muss Frankreich den Text nun ändern.

Für die Reaktion auf die Vorwürfe der EU gibt es für den Meta-Konzern keine Frist. Kritiker werfen der Europäischen Kommission immer wieder vor, die EU-Regeln für digitale Plattformen nicht konsequent genug durchzusetzen, zu lange für die Verfahren gegen die Online-Riesen zu brauchen und zu wenige Strafen auszusprechen. Das Verfahren gegen Meta wegen mangelnden Jugendschutzes dauert bereits über zwei Jahre.

In den USA verlor der Facebook-Konzern zusammen mit der Google-Videoplattform YouTube bereits einen viel beachteten Gerichtsprozess wegen des Suchtpotenzials seiner Angebote. Geschworene in Los Angeles sprachen der 20-jährigen Klägerin als Wiedergutmachung einen Betrag von drei Millionen Dollar zu, der zu 70 Prozent von Meta bezahlt werden solle.


(dahe)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Acht schnelle USB-SSDs mit 1 und 2 TByte Speicherplatz im Test


Die gute Nachricht: Die SSD-Preise sind in den vergangenen Monaten weniger stark gestiegen als die für DRAM. Die nicht ganz so gute: Wer heute kauft, muss trotzdem mit etwa dem doppelten Preis vom vergangenen Jahr rechnen. Das führt zu Kaufzurückhaltung – und das wiederum dazu, dass einige Hersteller sich still und heimlich aus dem Markt zurückziehen oder zumindest deutlich weniger neue Modelle auf den Markt bringen als früher.

Doch einige neue Modelle haben wir gefunden. Unsere Auswahl besteht aus maximal sechs Monate alten Flash-Speichern, die pro TByte maximal 200 Euro kosten. Damit fiel etwa die Emtec X210 Elite Pro zunächst heraus: Diese 1-TByte-SSD war bei nur einem Händler verfügbar und sollte dort wahnsinnige 500 Euro kosten. Doch im Lauf von nur zwei Wochen fiel der Preis der SSD erst auf 350 Euro, bis sie dann zum Redaktionsschluss bei 209 Euro lag – sie ist also im Test mit dabei. Fraglich ist, ob sich jemand die SSD zum ehemaligen Preis gekauft hat – und wenn ja, in welchen Händen dann der übermäßige Gewinn gelandet ist.




Doch einige neue Modelle haben wir gefunden. Unsere Auswahl besteht aus maximal sechs Monate alten Flash-Speichern, die pro TByte maximal 200 Euro kosten. Damit fiel etwa die Emtec X210 Elite Pro zunächst heraus: Diese 1-TByte-SSD war bei nur einem Händler verfügbar und sollte dort wahnsinnige 500 Euro kosten. Doch im Lauf von nur zwei Wochen fiel der Preis der SSD, erst auf 350, dann auf 209 Euro – sie ist also im Test mit dabei. Fraglich ist, ob sich jemand die SSD zum ehemaligen Preis gekauft hat – und wenn ja, in welchen Händen dann der übermäßige Gewinn gelandet ist.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Acht schnelle USB-SSDs mit 1 und 2 TByte Speicherplatz im Test“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Reflect Orbital: FCC genehmigt Test für umstrittene Spiegelsatelliten


Sonnenschein auf Bestellung: Das Versprechen des US-Start-up-Unternehmens Reflect Orbital klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Und vor allem Astronomen finden daran gar nichts schön. Doch das Ansinnen, riesige Spiegel als Satelliten ins All zu schicken, um künftig auf Bestellung in der Nacht Sonnenlicht punktgenau auf die Erde zu reflektieren, hat eine erste große Hürde genommen. Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat die Genehmigung für den Start eines ersten Testsatelliten namens Earendil-1 erteilt – der Name ist übrigens eine Anspielung auf eine Figur Tolkiens, die einen leuchtenden Stern am Himmel trägt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Vorhaben von Reflect Orbital ist hochumstritten. Bis zum Jahr 2035 will das Unternehmen nach eigenen Angaben Megakonstellationen von über 50.000 Satelliten ins All schießen. Sie sollen in der Nacht Licht auf die Erde spiegeln, damit Solarparks auch im Dunkeln Energie produzieren können, als Beleuchtung für Nachtbaustellen, in der Landwirtschaft oder als Tageslicht im Katastrophenfall. Auch von Nachtlicht bei Veranstaltungen und Hilfe im Verteidigungsfall schwärmt das Unternehmen, das sich selbst als „The Sunlight Company“ beschreibt. Oder Städte könnten das Licht einfach einsetzen, um Straßenlaternen zu ersetzen und das urbane Leben zu verbessern.

Kritiker des Vorhabens gingen im Zuge des Genehmigungsverfahrens auf die Barrikaden: Die FCC erhielt alleine 1800 öffentliche Stellungnahmen zum Testsatelliten, darunter eine „Petition to Deny“ der American Astronomical Society (AAS) – schon im Herbst 2025 hatten sich mehr als 1000 Forscher gegen die Reflect-Orbital-Pläne ausgesprochen. Die Spiegelsatelliten machten astronomische Beobachtungen schwierig bis unmöglich, heißt es. Hobbyastronomen könnten gar geblendet werden, ebenso Flugzeugpiloten und Autofahrer. Die Royal Astronomical Society nennt das Vorhaben „inakzeptabel“. Dem Start-up wird auch vorgeworfen, Umweltfolgen – etwa für Wildtiere – außer Acht zu lassen. Reflect Orbital hält entgegen, dass das Licht nur punktgenau eingesetzt werden soll und jederzeit abschaltbar ist.

Die FCC hat für sich einen eleganten Ausweg gefunden, über die Begleiterscheinungen gar nicht entscheiden zu müssen: Sie sei nur für die Nutzung der Funkfrequenzen zuständig und dass Weltraummüll vermieden wird, heißt es in dem Genehmigungsschreiben. Über die Auswirkungen des Spiegels müssen also andere entscheiden – wer, das bleibt aber unklar. Eine Umweltprüfung hält die Behörde mangels konkreter Belege auch nicht für angezeigt. Die Genehmigung betrifft aber nur den Einzelfall. Wenn Reflect Orbital später größere Konstellationen beantragt, würde dies gesondert geprüft werden, beteuert die FCC.

Damit kann der Satellit, der in einer Einsatzhöhe von 625 Kilometern die Erde umkreisen soll, also erstmal starten. Eigentlich wollte Reflect Orbital schon im April loslegen und dieses Jahr insgesamt zwei Satelliten ins All befördern. Jetzt wird es, wenn es gut läuft, einer. Mehr hat die FCC nicht genehmigt. Dieser soll mit einem steuerbaren Dünnfilm-Reflektor von 18 mal 18 Metern ausgestattet sein und auf der Erde eine Fläche von fünf Kilometern Durchmesser beleuchten können. Die genehmigte Lizenzzeit beträgt zwei Jahre, spätestens bis zum 9. Juli 2032 muss der Start erfolgt sein.

Das Sonnenlicht-Projekt reiht sich ein in eine Reihe umstrittener Satellitenvorhaben. Parallel läuft bei der FCC gerade das Genehmigungsverfahren für Satelliten-Rechenzentren von SpaceX. Astronomen sind schon seit Jahren verärgert über die wachsende Zahl von Starlink-Satelliten, zu denen sich zunehmend auch Mitbewerber wie Amazon gesellen. Bereits im März 2026 warnten die Royal Astronomical Society, die ESO und die Internationale Astronomische Union bei der FCC, dass eine Million SpaceX-Satelliten und Sonnenspiegel den Nachthimmel in einem bisher nicht dagewesenen Ausmaß beeinträchtigen würden.

Weiterlesen nach der Anzeige

Vom Erfolg oder Misserfolg des Tests hängt jetzt also ab, wie es mit dem Projekt weitergeht. Neben der technischen Machbarkeit gibt es noch viele offene Fragen: Reicht das reflektierte Sonnenlicht wirklich aus, um damit Solarenergie zu erzeugen? Einige bezweifeln dies. Und was wird so eine Sonnenlichtbestellung überhaupt kosten, damit so ein Satellitennetzwerk wirtschaftlich betrieben werden kann? Kritiker könnten die Erprobung nutzen, um konkrete Belege für ihre Vorbehalte zu sammeln. So oder so dürfte der Versuch also buchstäblich Licht ins Dunkel bringen.

Lesen Sie auch


(mki)



Source link

Weiterlesen

Beliebt