Apps & Mobile Entwicklung
Linux Mint 23: Nächste Version mit mehr Tempo und modernen Alltagsfunktionen
Linux Mint gehört seit Jahren zu den Linux-Distributionen, die sich besonders an Nutzer richten, die ein unkompliziertes Desktop-System suchen. Genau in diese Richtung gehen auch die jetzt vorgestellten Änderungen für die nächste Linux-Mint-Version, die laut Projektteam für Weihnachten 2026 geplant ist.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht große Schlagworte, sondern viele praktische Detailverbesserungen, die gerade Nutzern zugutekommen sollen, die das Betriebssystem nicht jeden Tag bis ins letzte Detail ausreizen.
Nemo wird schneller und intuitiver
Eine der wichtigsten Änderungen betrifft den Dateimanager Nemo. Für viele Nutzer ist er das Linux-Pendant zum Windows-Explorer: Hier werden Ordner geöffnet, Dateien kopiert, Dokumente gesucht oder Downloads sortiert. Bisher setzte Nemo in Cinnamon 6.6 beim Öffnen von Ordnern auf eine kurze Verzögerung von 200 Millisekunden, damit Inhalte möglichst gleichmäßig dargestellt werden. Das klingt nach wenig, kann sich im Alltag aber dennoch träge anfühlen, vor allem wenn schnell durch mehrere Ordner navigiert werden soll. Künftig soll Nemo je nach Situation unterschiedlich rendern und manche Ordner sofort anzeigen. Das Ergebnis soll ein Dateimanager sein, der direkter auf Eingaben reagiert und dadurch moderner wirkt.
Auch die interaktive Suche in Nemo wird überarbeitet. Bislang erschien beim Tippen in einem geöffneten Ordner ein kleines Eingabefeld am unteren rechten Rand. Der Dateimanager sprang dann zum ersten passenden Treffer, weitere Treffer ließen sich mit den Pfeiltasten durchgehen. Funktional war dies zwar bereits, besonders einsteigerfreundlich wirkte es aber nicht. In der kommenden Version wird daraus eine deutlich sichtbarere Suchleiste. Während der Eingabe filtert Nemo die Ansicht und zeigt nur noch passende Dateien und Ordner an. Wer etwa in einem vollen Ordner nach einer bestimmten PDF-Datei, einem Bild oder einem Installationspaket sucht, muss sich damit nicht mehr Treffer für Treffer durchhangeln, sondern sieht die passenden Ergebnisse direkt gesammelt.
Die Screenshot-Funktion wird deutlich aufgewertet
Eine weitere Neuerung betrifft Screenshots. Cinnamon erhält ein eigenes Screenshot-Werkzeug, das mehr Kontrolle bieten soll. Fensteraufnahmen lassen sich künftig mit oder ohne Schatten erstellen, Bildschirmfotos können alle Monitore oder nur einen einzelnen Bildschirm erfassen, außerdem können Screenshots vor dem Speichern oder Kopieren zugeschnitten werden. Statt erst ein komplettes Bildschirmfoto zu erstellen und anschließend ein weiteres Bildbearbeitungsprogramm zu öffnen, lassen sich viele Arbeitsschritte dann direkt im Screenshot-Werkzeug erledigen.
Verfeinertes Erscheinungsbild mit Detailverbesserungen
Das Projekt arbeitet außerdem an Dialogfenstern innerhalb der Cinnamon-Oberfläche. System-Dialoge können jetzt verschoben werden, bleiben im Vordergrund, blockieren aber nicht mehr den gesamten Bildschirm. Das klingt unscheinbar, kann im Alltag aber helfen: Wenn ein Hinweisfenster erscheint und noch kurz etwas in einer anderen Anwendung nachgesehen werden muss, lässt sich der Dialog zur Seite schieben, ohne ihn sofort beantworten zu müssen. Zusätzlich sollen Dialoge optisch aufgeräumter und verständlicher werden, etwa durch klarere Titel, bessere Symbolik und sauberer getrennte Schaltflächen.
Auch das Erscheinungsbild wird weiter verfeinert. Beim dunklen Mint-Y-Theme wurden Farben und Kontraste verbessert. Rahmen, Scroll-Bereiche, Listen und Baumansichten erhalten stärker abgerundete Formen, was die Oberfläche etwas geschlossener und moderner wirken lässt. Zudem verwenden die Mint-Y-, Mint-L- und Mint-X-Themes künftig einheitliche Symbole aus der XSI-Bibliothek in Dialogen. Dadurch sollen Dateiauswahldialoge besser zum restlichen System passen.
WPA3 kommt
Für WLAN-Nutzer gibt es ebenfalls eine wichtige Verbesserung: Cinnamon bekommt Unterstützung für WPA3 und OWE. WPA3 ist der modernere Sicherheitsstandard für WLAN-Netze, während OWE offene Netzwerke verschlüsseln kann, ohne dass dafür ein klassisches Passwort nötig ist. Gerade auf aktuellen Routern oder in öffentlichen Netzen kann das dafür sorgen, dass Linux Mint besser mit modernen WLAN-Konfigurationen harmoniert.
Kleine Erinnerung am Rande
In Xreader, dem Dokumentenbetrachter von Linux Mint, wurde eine schwere Sicherheitslücke behoben. Eine manipulierte PDF-Datei konnte demnach schadhaften Code ausführen, wenn der Nutzer sie öffnete und darin einen Link anklickte. Geschlossen wurde die Schwachstelle in Xreader 4.6.4 sowie für ältere Versionen in 3.6.7. Das Mint-Team nutzt den Fall als Erinnerung, Sicherheitsupdates zeitnah einzuspielen und Software möglichst aus vertrauenswürdigen Quellen zu installieren.
Downloads
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4,7 Sterne
Linux Mint ist eine auf Ubuntu LTS basierende Linux-Distribution mit dem eigenen Cinnamon-Desktop.
- Version 22.3 „Zena“ Deutsch
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Quantencomputer: KI soll im Betrieb aus Fehlern lernen

Qubits reagieren deutlich empfindlicher auf ihre Umgebung als klassische Bits. Schon kleine Störungen können ihren Zustand verändern und damit das Ergebnis einer Berechnung verfälschen. Um das zu verhindern, werden mehrere physikalische Qubits zu einem logischen Qubit zusammengefasst.
Fehler einzelner Bausteine lassen sich so bis zu einem gewissen Grad erkennen und korrigieren. Das allein reicht jedoch nicht, die Steuerung eines Quantenprozessors muss laufend sehr präzise eingestellt werden. Verändern sich Umgebungsbedingungen oder einzelne Parameter, steigt die Fehlerrate. Bislang wird der Rechenvorgang für eine Neukalibrierung in der Regel unterbrochen. Für künftige Quantenalgorithmen, die möglicherweise Tage oder sogar Monate laufen müssen, wäre das ein erhebliches Problem.
Das Team um Google Quantum AI verfolgt deshalb einen neuen Ansatz. Die bei der Quantenfehlerkorrektur ohnehin anfallenden Fehlersignale dienen zusätzlich als Lernsignal für einen KI-Agenten. Dieser basiert auf Reinforcement Learning und passt die Kontrollparameter des Quantenprozessors während der Berechnung fortlaufend an. Mit großen Sprachmodellen wie ChatGPT hat der eingesetzte Agent allerdings nichts zu tun.
Willow wird während des Betriebs nachjustiert
Getestet wurde das Verfahren auf Googles supraleitendem Quantenprozessor Willow. Der KI-Agent verwaltete dabei mehr als 1.000 Kontrollparameter. Um seine Reaktion bewerten zu können, erzeugten die Forscher gezielt Veränderungen im System. Gegen diese künstlich hervorgerufene Drift verbesserte der Ansatz die Stabilität der logischen Fehlerrate zunächst um das 2,4-Fache, zusammen mit einer zusätzlichen Anpassung des Decoders stieg der Faktor auf 3,5.
Auch bei einem bereits gut kalibrierten Prozessor brachte das Reinforcement Learning noch einen Vorteil. Laut der in Nature, eine der weltweit ältesten, renommiertesten und meistzitierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften, veröffentlichten Studie sank die logische Fehlerrate durch die weitere Feinabstimmung um 20 Prozent.
Simulationen deuten zudem darauf hin, dass sich der Ansatz auf größere Systeme übertragen lässt. Die Forscher simulierten Fehlerkorrektur-Codes mit Zehntausenden Kontrollparametern. Die Geschwindigkeit der Optimierung soll dabei nicht von der Größe des Systems abhängig gewesen sein.
Noch kein Durchbruch zum praktischen Quantencomputer
Trotz der Ergebnisse handelt es sich zunächst nur um eine technische Demonstration. Die Versuche konzentrierten sich darauf, einen logischen Quantenzustand über längere Zeit stabil zu halten. Gegenüber dem Science Media Center (SMC) sagt Prof. Dr. Stefan Filipp von der Technischen Universität München, der nächste Schritt bestehe darin, die automatische Neukalibrierung auch bei tatsächlichen Quantenalgorithmen mit mehreren logischen Qubits zu erproben.
Auch grundlegende Hardwareprobleme verschwinden durch die KI-Unterstützung nicht. Quantenfehlerkorrektur funktioniert nur, wenn die physikalischen Qubits bereits eine ausreichend geringe Fehlerrate erreichen. Zudem kann der Agent langsame Veränderungen ausgleichen, bei plötzlich auftretenden Störungen aber an Grenzen stoßen.
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Führende Mitarbeiterin bei OpenAI: Fidji Simo tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

Die bisherige Leiterin der Produkt- und Geschäftsbereiche Fidji Simo tritt aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Posten bei OpenAI zurück. Mit ihr verliert das Unternehmen eine seiner wichtigsten Führungskräfte in der Vorbereitung auf einen möglichen Börsengang. Künftig will Simo OpenAI nur noch als Beraterin unterstützen.
Krankheit bereits seit April öffentlich
Bereits im April dieses Jahres hatte Fidji Simo die Belegschaft darüber informiert, sich aus gesundheitlichen Gründen für mehrere Wochen aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen. Gleichzeitig machte sie ihre Erkrankung am Posturalen Orthostatischen Tachykardiesyndrom (POTS) öffentlich. Dabei handelt es sich um eine chronische Fehlfunktion des autonomen Nervensystems, die durch einen ungewöhnlich starken Anstieg der Herzfrequenz beim Aufrichten oder Stehen gekennzeichnet ist. Die Erkrankung gilt zwar nicht als lebensbedrohlich und beeinflusst auch die Lebenserwartung nicht, geht jedoch mit erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität einher, da der Körper die Durchblutung gegen die Schwerkraft nicht mehr ausreichend regulieren kann.
Nach eigenen Angaben hat sich ihr Gesundheitszustand während der medizinischen Auszeit jedoch weiter verschlechtert, sodass ihre Genesung deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen werde als zunächst erwartet. Aus diesem Grund werde sie ihre Vollzeitfunktion bei OpenAI endgültig aufgeben und nicht mehr in ihre bisherige Position zurückkehren. Dem Unternehmen wolle sie allerdings weiterhin in einer beratenden Rolle zur Seite stehen.
In wenigen Monaten bereits Zahlreiches bewegt
Vor ihrem Wechsel zu OpenAI war Simo Vorstandsvorsitzende des Lieferdienstes Instacart und führte das Unternehmen 2023 erfolgreich an die Börse. Zuvor war sie mehr als zehn Jahre für Meta tätig und verantwortete dort unter anderem die Facebook-App. 2024 trat sie zunächst dem Verwaltungsrat von OpenAI bei, bevor sie im Mai 2025 auf Wunsch von CEO Sam Altman die Leitung der Produkt- und Geschäftsbereiche übernahm und damit zur zweitwichtigsten Führungskraft des Unternehmens aufstieg. Sie entlastete Altman bei zahlreichen operativen Aufgaben und verantwortete unter anderem die Bereiche Finanzen und Vertrieb.
Während ihrer vergleichsweise kurzen Zeit bei OpenAI stieß Simo mehrere wichtige Initiativen an. So war sie maßgeblich an der Einführung von Werbeanzeigen innerhalb von ChatGPT sowie neuer Funktionen wie der KI-gestützten Gesundheitsberatung beteiligt. Zudem leitete sie die Entwicklung einer auf Programmierung ausgerichteten KI-Plattform für Unternehmen. Gleichzeitig zeichnete Simo aber auch für die Einstellung der KI-Videoplattform Sora verantwortlich.
Mit ihrem Weggang entsteht bei OpenAI eine bedeutende Lücke in der Führungsebene. Branchenbeobachter gingen zudem davon aus, dass Simo nach einem möglichen Börsengang eine noch wichtigere Rolle innerhalb des Unternehmens übernehmen werde.
Position soll zunächst nicht neu besetzt werden
Nach Simos Ausscheiden sollen ihre bisherigen Aufgaben auf mehrere Führungskräfte verteilt werden. Präsident Greg Brockman soll einen wesentlichen Teil ihrer Zuständigkeiten übernehmen. Finanzchefin Sarah Friar und Strategiechef Jason Kwon erhalten ebenfalls zusätzliche Verantwortungsbereiche. Vertriebschefin Denise Dresser wird künftig direkt an Brockman berichten.
Entscheidung ist Simo schwer gefallen
In einer Mitteilung an die Belegschaft beschreibt Simo ihre Entscheidung als eine der schwierigsten ihrer Laufbahn. Letztlich habe ihr Gesundheitszustand ihr jedoch keine andere Wahl gelassen. In einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X erklärte sie zudem, viele Menschen hätten ihre Auszeit als mutige Entscheidung bezeichnet. Tatsächlich habe sie diesen Schritt nach eigener Aussage jedoch viel zu lange hinausgezögert und ihre Gesundheit nicht früh genug an erste Stelle gesetzt.
Rückzug erfolgt für OpenAI zu einem ungünstigen Zeitpunkt
Der Rückzug von Fidji Simo markiert den jüngsten Wechsel auf der Führungsebene von OpenAI und kommt für das Unternehmen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der KI-Spezialist befindet sich nicht nur in einer wichtigen Wachstumsphase, sondern bereitet sich zugleich auf einen möglichen Börsengang vor. Gleichzeitig versucht OpenAI, seine Position im Geschäftskundensegment gegenüber dem Konkurrenten Anthropic weiter auszubauen.
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MSI MEG Maestro 900R: Mainboard, Lüfter und GPU neigen sich im Gehäuse

Das Maestro 900R ist ein großes Flaggschiff-Gehäuse mit ungewöhnlichen Features. Unter anderem kann es das Mainboard in vier Positionen drehen. Geschicktes Design sorgt dafür, dass das Show-Gehäuse von MSI zu schweben scheint.
Beim Maestro 900R denkt MSI die Schaukasten-Funktion schon beim Layout und nicht erst bei der Verkleidung eines Tower-Chassis mit. Das Mainboard setzt der Hersteller auf eine rotierbare Halterung zentriert in die Mitte des Gehäuses, das von drei Seiten mit Glas versehen wird. Ein Blickfang soll das Modell so werden.
Die Halterung der Hauptplatine kann zudem entnommen werden. Komponenten lassen sich dadurch außerhalb des Gehäuses montieren oder testen. Nicht alle Designelemente haben eine Funktion: Ein 75-Grad-Winkel für Zierblenden soll „kalte Rationalität“ aufbrechen, verspricht der Hersteller, und mit „Eleganz“ versehen. Sichtbarer ist jedoch der Sockel, der den 33 Kilogramm schweren Tower visuell schweben lässt.
Die Kühlung passt sich diesem Konzept an. Luft wird durch drei 160-mm-Lüfter mit invertierten Rotorblättern am Boden des Towers eingeblasen. Sie können entweder leicht angewinkelt parallel zu den Linien des Gehäuses oder parallel zum Boden montiert werden. Weitere Lüfter passen unter den Deckel sowie links und rechts neben das Mainboard. Dort besteht die Möglichkeit, maximal 420-mm-Radiatoren zu verbauen. Alternativ findet dort ein Display Raum. Die zugehörigen Halterungen können ebenfalls bis zu 90 Grad angewinkelt werden.
Darüber hinaus fasst das Maestro 900R eine große Anzahl Festplatten. Diese hebt MSI aber künstlich in die Höhe. Gemäß des Handbuchs sollen sie hinter dem Mainboard oder als Alternative zu Lüftern an den seitlichen Halterungen eingebaut werden. Das dürfte für viele Nutzer eine unrealistische Option sein.
Anwinkeln lässt sich darüber hinaus die Grafikkarte. Ihre Neigung kann bei vertikaler Montage in 10-Grad-Schritten gewählt werden. Das dazu nötige PCIe-5.0-Riserkabel gehört zum Lieferumfang. Größeneinschränkungen macht MSI vor allem theoretisch, entsprechende Angaben sind im Handbuch hinterlegt.
Preis und Verfügbarkeit
Wann und zu welchem Kurs das Gehäuse in den Handel kommt, ist unklar. Angesichts der umfangreichen und ungewöhnlichen Features wird sich das Modell wahrscheinlich in der Klasse zwischen 300 und 500 Euro ansiedeln.
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