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Künstliche Intelligenz

Meta Ray-Ban Display: Erste Entwickler-Apps zeigen breites Spektrum


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Meta hat seine ersten Smart Glasses mit Display Mitte Mai für Entwickler geöffnet. Sogenannte Web Apps haben sich seither als besonders beliebt bei Entwicklern erwiesen. Das sind Mini-Anwendungen auf Basis von HTML, CSS und JavaScript, die sich im Browser entwickeln, testen und anschließend per URL auf der Brille starten lassen. Die Steuerung erfolgt über das Meta Neural Band und Touchflächen an der Brille.

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Derzeit sind diese Werkzeuge auf eine Developer Preview beschränkt. Einen App Store oder offiziellen Vertriebsweg für Anwendungen gibt es noch nicht. Entwickler teilen ihre Experimente in einem von Meta eingerichteten Entwickler-Subreddit, auf LinkedIn und in sozialen Medien.

Dort zeigt sich bereits die Vielfalt der Web Apps, die seit der Veröffentlichung der Entwicklerwerkzeuge entstanden sind. Die Anwendungen reichen von einfachen Spielen über praktischen Alltagshelfern bis zu experimentellen Apps für Tiktok, Reddit und YouTube.

Zu den ersten, entwicklerseitigen Videospieladaptierungen gehören Klassiker wie „Snake“, „Breakout“ und „Tetris“, aber auch eine Portierung des Ego-Shooters „Doom“. Andere Entwickler experimentieren mit Spielkonzepten, die speziell auf die Möglichkeiten der Brille zugeschnitten sind. So steuern Nutzer in „Arrow Beats“ ein Rhythmusspiel per Wischgeste, während sie in „Head Dodge“ durch Kopfbewegungen Hindernissen ausweichen.

Ein Entwickler hat eine gamifizierte Lauf-App entwickelt, mit der Nutzer auf Basis früherer Strava-Läufe gegen sich selbst antreten können (siehe LinkedIn). Die Idee erinnert an sogenannte Ghost Runs, wie sie von Fitness-Apps und Sportuhren bekannt sind, aber verlagert den Streckenverlauf und Gegneranzeige direkt ins Sichtfeld. Ebenfalls im Fitness-Kontext angesiedelt ist eine Tachometer-App, die in Echtzeit Geschwindigkeit, Strecke und Lauf- oder Fahrzeit anzeigt.

Auch Steuerungs-Apps gehören zu den ersten Experimenten: Eine Anwendung erlaubt das Steuern von Smart-Home-Geräten direkt über die Brille, eine weitere kann kompatible Fahrzeuge entriegeln sowie Informationen wie Batteriestand oder Innenraumtemperatur anzeigen. Einem Entwickler ist es zudem gelungen, den Open-Source-Roboter Reachy Mini über die Brille zu steuern (siehe X).

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Neben naheliegenden Alltagshelfern wie einer Rezept-App mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und einer To-do-Liste für Erinnerungen finden sich auch reine Informations-Apps. Dazu zählen Anwendungen, die Sportergebnisse oder Kryptowährungskurse direkt im Sichtfeld anzeigen. Auch erste inoffizielle Apps für YouTube, Tiktok, Reddit, Twitch und Discord gibt es bereits. Der Funktionsumfang ist teils noch eingeschränkt, zeigt aber, dass sich auch komplexere Online-Dienste auf das kleine Display der Brille übertragen lassen.

Die Beispiele unterstreichen, dass ein Display die Einsatzmöglichkeiten smarter Brillen deutlich erweitern kann. Auch wenn die Anzeige, wie im Falle der Meta Ray-Ban Display, nur ein Sichtfeld von rund 20 Grad abdeckt und ausschließlich für das rechte Auge sichtbar ist.

Smart Glasses mit integrierter Anzeige stecken in einer frühen Entwicklungsphase, sind deutlich teurer als displaylose Modelle und entsprechend weit vom Massenmarkt entfernt. Dennoch wird bei Meta und anderen Unternehmen bereits an der nächsten Ausbaustufe gearbeitet: vollwertigen AR-Brillen mit weitem Sichtfeld, 3D-Darstellung und räumlichem Verständnis der Umgebung, die über die bloße Einblendung von Informationen hinausgehen könnten.

Meta Ray-Ban Display ist wegen Lieferengpässe derzeit nur in den USA erhältlich. Einer Einführung in Europa stehen zudem EU-Vorgaben für Batterien und KI-Funktionen entgegen. Noch ist unklar, wann die Smart Glasses hier erscheinen werden.


(tobe)



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UN will Elektro-Umbau von Verbrennern bis 2027 international standardisieren


Die UNECE, die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, arbeitet an einem weltweit gültigen Regelwerk für den Umbau von Verbrennern auf Elektroantrieb. Eine Arbeitsgruppe unter dem Weltforum für Fahrzeugvorschriften soll bis 2027 harmonisierte Vorschriften entwickeln, die Mindestanforderungen für Umrüstkits festlegen, Leistungsanforderungen für umgebaute Fahrzeuge definieren und den Einsatz standardisierter Kits ermöglichen, die in allen teilnehmenden Ländern anerkannt werden.

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Ob auch Tüftler und Selbstumrüster von einem künftigen Regelwerk profitieren werden, ist noch offen. Der aktuelle Entwurf sieht vor, dass nur autorisierte Installateure Umbauten durchführen dürfen. Wer in der eigenen Garage schraubt, bliebe damit vorerst weiterhin auf die nationale Einzelabnahme angewiesen. Das nächste Treffen der Gruppe findet am 11. Juni statt.

Bisher steht, wer seinen Verbrenner auf Elektroantrieb umrüsten will, in Deutschland vor einer teuren Einzelabnahme — und in den meisten anderen Ländern fehlt jeglicher regulatorischer Rahmen. Einzig Frankreich hat 2020 ein eigenes, standardisiertes Zulassungsverfahren für Umrüstkits eingeführt, doch in der Praxis blieb der Durchbruch bisher aus.

Auch in Deutschland sind Unternehmen, die den serienmäßigen Umbau versucht haben, gescheitert. Es gibt aber eine lebendige Tüftlerszene und eine Handvoll kleinerer Werkstätten, die Verbrenner auf Elektroantrieb umrüsten. Make beleuchtet die Hürden und Herausforderungen, vor denen Bastler stehen, die ihren Verbrenner in Eigenregie auf Elektroantrieb umrüsten und durch den TÜV bringen wollen.



Beim E-Umbau wird in der Regel das originale Getriebe beibehalten und über eine Adapterplatte mit einem Elektromotor verbunden.

Die UNECE ist im Hinblick auf Fahrzeugvorschriften kein Papiertiger: Ihre Regelungen werden von 64 Vertragsstaaten anerkannt, darunter die gesamte EU, Großbritannien, Japan und Südkorea. Die Typgenehmigungen und Prüfnormen, nach denen Fahrzeuge und ihre Bauteile in Europa zugelassen werden, stammen größtenteils von dort. Wenn die Arbeitsgruppe eine UN-Regulation für Retrofit verabschiedet, könnten EU-Mitgliedstaaten sie direkt in nationales Recht übernehmen und die bisherige teure Einzelabnahme durch eine standardisierte Zulassung ersetzen. Die Arbeitsgruppe deckt alle Fahrzeugkategorien ab, vom Zweirad bis zum Lkw. Geleitet wird sie von Frankreich und Spanien, unterstützt von Schweden, Deutschland, Großbritannien, Japan und der Europäischen Kommission.

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Der Bedarf ist groß. Weltweit sind rund 1,4 Milliarden Pkw unterwegs, die allermeisten davon mit Verbrennungsmotor. Selbst wenn ab morgen nur noch Elektroautos verkauft würden, bliebe der bestehende Fuhrpark über Jahrzehnte auf der Straße. Retrofit könnte helfen, diesen Bestand schneller zu dekarbonisieren — und zwar mit besserer Klimabilanz als ein Neuwagenkauf. Die französische Umweltbehörde ADEME hat 2021 errechnet, dass ein umgerüsteter Kleinwagen über seine Restlebensdauer 66 Prozent weniger CO₂ verursacht als ein weiter betriebener Diesel und sogar 47 Prozent weniger als ein fabrikneuer Stromer, weil die Produktion einer neuen Karosserie entfällt.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung im Auftrag des SWR zeigt zudem, dass sich ein Umbau auch wirtschaftlich lohnen kann: Bei Kosten von 12.000 bis 15.000 Euro und einer Jahresfahrleistung von 14.000 km amortisiert sich die Investition nach etwa sieben Jahren.


(mch)



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Schmaler Gaming-PC Asus ROG NUC 16 Edition 20 mit GeForce RTX 5090


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Der taiwanische Hersteller Asus packt die Mobilversion der leistungsstärksten Gaming-Grafikkarte GeForce RTX 5090 in den Spiele-PC ROG NUC 16 Edition 20. Hinzu kommt Intels 24-Kern-Prozessor Core Ultra 9 290HX Plus. Der gesamte PC ist lediglich 5,6 Zentimeter schmal. Anlass für die Sonderedition ist das 20-jährige Jubiläum der Marke Republic of Gamers (ROG) auf der IT-Messe Computex. 2006 startete der Hersteller sie mit dem AM2-Mainboard Crosshair samt nForce-590-SLI-Chipsatz für Athlon-64-Prozessoren.

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Im ROG NUC 16 steckte bis dato maximal eine GeForce RTX 5080, nun gibt es ihn auch mit der RTX 5090 und 24 statt 16 GByte Grafikspeicher und 10.496 anstelle von 7680 Shader-Kernen. Wegen des kompakten Gehäuses ist der Platz für den Kühler begrenzt, weshalb Asus die mobile Variante mit geringerem thermischen Budget einbaut.


Zerlegter Asus ROG NUC mit Lüftern, Hauptplatine und Gehäuse auf einem Display

Zerlegter Asus ROG NUC mit Lüftern, Hauptplatine und Gehäuse auf einem Display

Im ROG NUC 16 verteilen sich die Komponenten wegen der geringen Abmessungen auf beiden Seiten der Hauptplatine.

(Bild: Christian Hirsch / heise medien)

Auch bei der CPU setzt Asus auf Mobiltechnik: Im ROG NUC 16 Edition 20 ist der Arrow-Lake-Chip Core Ultra 9 290HX Plus mit 24 Kernen eingelötet, davon sind acht Performance- und 16 Effizienzkerne. Zur weiteren Ausstattung zählen zwei DDR5-6400-CSODIMMs mit je 32 GByte Speicherkapazität, eine M.2-SSD mit 2 TByte und PCI-Express-5.0-Schnittstelle, Wi-Fi 7 sowie Windows 11. Der Preis des kompakten Gaming-PCs wird vermutlich deutlich über 5000 Euro liegen. In Deutschland wird er wegen des laufenden Patentstreits mit Nokia vorerst nicht erhältlich sein. Bei großem Interesse wäre aber ein Kauf im EU-Ausland möglich.


(chh)



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G7-Gipfel in Paris: Gemeinsame Front für den Jugendschutz im Internet


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Die Digitalminister der G7-Staaten haben sich bei ihrem Treffen in Paris am Freitag auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt, um Kinder und Jugendliche im digitalen Raum besser zu schützen. Die Vereinbarung umfasst sieben Kernprinzipien. Es ist das erste Mal, dass sich die G7-Gruppe auf einen derart konkreten, kollektiven Ansatz für die Online-Sicherheit von Minderjährigen geeinigt hat. Ziel ist es, Betreiber von Online-Plattformen und digitalen Diensten weltweit stärker in die Pflicht zu nehmen und den Jugendschutz direkt in die Technik sowie die Dienste einzubauen.

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Im Zentrum der Pariser Vereinbarung steht die Abkehr von der Praxis, die Verantwortung für die Sicherheit im Netz Eltern und Lehrkräften zu überlassen. Stattdessen fordern die Minister einen „Safety by Design“-Ansatz. Digitale Angebote müssen demnach von vornherein so konzipiert sein, dass sie die Privatsphäre und die psychische Gesundheit von Minderjährigen wahren.

Das soll auch robuste und datenschutzfreundliche Lösungen zur Altersüberprüfung einschließen, um den Zugriff auf jugendgefährdende Inhalte effektiv zu unterbinden. Die Industriestaaten müssten hier aber einen ziemlichen Spagat bewältigen: Laut einer Studie für das EU-Parlament ist Altersverifikation im Internet zwar nötig, in Demokratien aber gar nicht machbar.

Zudem sollen Empfehlungsalgorithmen so angepasst werden, dass sie eine übermäßige und potenziell süchtig machende Nutzung der Plattformen minimieren. Ein weiterer Fokus liegt auf der Bekämpfung von KI-generiertem sexuellem Missbrauchsmaterial und der unbefugten Verbreitung intimer Bilder.

Die EU-Kommission sieht mit der Übereinkunft ihren Kurs bestätigt. Die G7-Prinzipien spiegeln ihr zufolge in weiten Teilen bestehende europäische Regelwerke wie den Digital Services Act (DSA) und die KI-Verordnung wider. Um den Jugendschutz auch international konsequent durchzusetzen, arbeitet die EU bereits an einer App und kooperiert mit außereuropäischen Aufsichtsbehörden wie der britischen Ofcom und dem australischen E-Safety-Beauftragten.

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Trotz der Einigkeit beim Jugendschutz offenbarten die Verhandlungen Differenzen. Keine gemeinsame Linie fanden die G7-Staaten beim immensen Energie- und Ressourcenverbrauch durch KI. Die Minister räumten in ihrer Abschlusserklärung zwar ein, dass der Boom von KI-Anwendungen und der damit verknüpfte Ausbau von Rechenzentren die Stromnetze massiv belasteten. Gegenmaßnahmen scheiterten indes vor allem an der Haltung der USA, wo die größten KI-Konzerne ansässig sind.

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk mahnte anlässlich des G7-Treffens, dass pauschale Social-Media-Verbote oder reine Altersbarrieren zu kurz griffen. Sie seien technisch leicht zu umgehen. Er forderte stattdessen ein striktes Verbot von kommerziellem Microtargeting, das auf den Datenprofilen von Kindern basiert. Die Minister verständigten sich in Paris ferner auf eine Initiative zur Unterstützung kleinerer Unternehmen beim Einführen von KI-Systemen. Sie wollen zudem die Erkennbarkeit von KI-generierten Falschinformationen im Netz verbessern.


(vbr)



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