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Durchbruch im EU-Parlament: Einigung auf Kompromiss für den digitalen Euro


Die Pläne für den digitalen Euro nehmen im EU-Parlament Fahrt auf. Nach intensiven Verhandlungen im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) haben sich die Verhandlungsführer der Abgeordneten am Donnerstag auf eine gemeinsame Position geeinigt und Kompromisse für teils hochgradig technische Fragen gefunden. Damit zeichnet sich eine Kehrtwende ab, nachdem der Berichterstatter des Parlaments, Fernando Navarrete Rojas, zuvor das Vorhaben nur als nachgelagerte Option vorgeschlagen hatte.

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Nun steht fest: Die zuständigen Parlamentarier streben eine eigenständige und resiliente öffentliche Infrastruktur für das Prestigeprojekt an. Die wohl größte Hürde in den Verhandlungen war, ob das neue Zahlungsmittel ausschließlich online oder auch unabhängig von einer aktiven Internetverbindung funktionieren soll. Die jetzt vereinbarte Lösung sieht laut dem Volt-Abgeordneten Damian Boeselager, der als ECON-Vizevorsitzender maßgeblich an den Gesprächen beteiligt war, ein integriertes System vor. Darin sollen die Nutzer nicht zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln müssen, sondern nahtlos online sowie offline bezahlen können.

Um die Gefahr von Geldwäsche und finanziellem Betrug einzudämmen, soll die Offline-Funktion zunächst auf Transaktionen im unmittelbaren Nahbereich beschränkt werden – also von Smartphone zu Smartphone oder direkt an der Ladenkasse etwa per NFC (Near Field Communication). Distanzzahlungen im Offline-Modus sind zwar nicht vom Tisch. Sie sollen aber erst nach einer Risikobewertung durch die neue europäische Anti-Geldwäsche-Behörde in Betracht gezogen werden.

Ein weiterer kritischer Punkt betraf die Befürchtungen des Mittelstands vor unkalkulierbaren und überhöhten Transaktionsgebühren. Hier verständigte sich das Verhandlungsteam auf ein temporäres Gebührenmodell, das durch eine Durchschnittsobergrenze die Kosten für Händler spürbar drücken soll. Große Handelsketten werden demnach nicht mehr zahlen als heute. Kleinere Betriebe sollen sogar von teils deutlich niedrigeren Gebühren profitieren.

Alle Offline-Transaktionen werden zudem gebührenfrei abgewickelt. Boeselager und die Grünen-Fraktion, der er sich angeschlossen hat, drängten ursprünglich auf eine Pauschalgebühr von vier Cent. Sie sehen in dem Kompromiss nun einen Schritt nach vorn, kritisieren aber die Befristung des Modells: Die spätere Erarbeitung eines permanenten Kostenmodells könnte langjährige Rechtsunsicherheit schüren, die Inflation anheizen und Lobbykämpfe auslösen.

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Besonderes Augenmerk legen die Abgeordneten darauf, dass das neue Zahlungssystem von Tag eins an einheitlich ausgerollt wird. Eine Aufspaltung in verschiedene Teilprojekte oder das Knüpfen von Kernfunktionen an Bedingungen wehrten sie ab. Ferner wollen die Parlamentarier das Vertrauen der Bürger gewinnen. Daher haben sie die Datenschutzvorgaben verschärft. Durch die strikte Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Konzepts Privacy by Design sollen Europäer künftig nicht mehr zwischen moderner digitaler Zahlung und ihren Grundrechten auf Privatsphäre wählen müssen.

Die französische und die deutsche Datenschutzbehörde verlangten jüngst, der digitale Euro müsse die Anonymität von Münzen und Scheinen technisch imitieren. Auch sie warben dafür, die Privatsphäre direkt in der technischen Architektur zu verankern. Sie setzen vor allem auf den Offline-Modus, da dabei keine Zahlungshistorien bei zentralen Stellen anfielen. Digitale Tokens werden bei diesem Ansatz lokal auf einem Smartphone oder einer Karte gespeichert und können ohne Netzverbindung von Gerät zu Gerät fließen.

Bei den Obergrenzen für das Halten von Guthaben fordern die ECON-Verhandlungsführer ein Umdenken. Die Europäische Zentralbank (EZB) soll diese Limits zwar innerhalb eines gesetzlich vorgegebenen Rahmens festlegen. Sie dürfte dabei aber nicht nur die Finanzstabilität im Blick haben. Die Nutzbarkeit, der barrierefreie Zugang und die finanzielle Inklusion der Bürger müssten gleichberechtigte Faktoren sein. Für Freiberufler soll der Zugang zu den digitalen Basisdienstleistungen kostenlos bleiben, um flexible Formen des Unternehmertums nicht finanziell zu bestrafen.

Trotz der digitalen Transformation wird das Bargeld dem Plan nach nicht abgeschafft. Der digitale Euro versteht sich demnach als Ergänzung. Den Schutz von Münzen und Scheinen haben die Abgeordneten gestärkt, damit essenzielle Güter des täglichen Bedarfs weiterhin problemlos bar bezahlt werden können. Technologisch soll die Digitalwährung direkt mit der EUDI-Wallet verknüpft werden, um die Handhabe möglichst einfach und sicher zu machen.

Aus Boeselagers Sicht soll die Digitalwährung die geldpolitische Souveränität des Kontinents stärken und eine echte Alternative zu marktbeherrschenden außereuropäischen Zahlungsdienstleistern wie Visa und Mastercard etablieren. Der Abgeordnete zeigt sich mit dem erzielten Paket weitgehend zufrieden, auch wenn seine Fraktion sich an manchen Stellen ambitioniertere Ergebnisse gewünscht hätte.

Die Abstimmung im ECON ist für den 23. Juni angesetzt. Danach soll die Vorlage noch vor der parlamentarischen Sommerpause im Plenum in Straßburg behandelt werden. Mit dem Votum der Parlamentarier könnte das Projekt dann nach langer Blockade in die entscheidende Phase der Verhandlungen mit dem Ministerrat gehen.


(mki)



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Wemax S5 im Test: flüsterleiser Laser-Beamer mit Netflix & Full-HD für 359 Euro


Der kompakte Laser-Beamer Wemax S5 bietet Full-HD-Auflösung, 500 ISO-Lumen und Netflix. Dabei ist er günstiger als der baugleiche Loewe We Beam.

Laser-Mini-Beamer waren lange teuer. Der Wemax S5 ändert das. Hinter der Marke steckt Fengmi, eine Tochter des chinesischen Herstellers Formovie. Spannend ist das vor allem aus einem Grund: Der Wemax S5 nutzt die exakt gleiche Geräteplattform wie der deutlich teurere Loewe We Beam (Testbericht). Maße, Gewicht, Bildqualität und Betriebssystem sind nahezu identisch. Auch die Helligkeit liegt bei beiden Geräten bei rund 500 ISO-Lumen.

Der Preisunterschied ist dafür enorm. Während der Loewe We Beam zum Start rund 1000 Euro kostete und mittlerweile auf 499 Euro (Amazon) gefallen ist, verlangt Wemax für den S5 nur 359 Euro (Banggood, Code: BG24ac5a). Technisch bietet der Loewe keine erkennbaren Vorteile gegenüber dem günstigeren Konkurrenten – einzig der deutsche Service spricht für das deutsche Traditionsunternehmen. Wir schauen uns im Test den von Banggood zur Verfügung gestellten Wemax S5 ganz genau an.

Design und Verarbeitung

Der Wemax S5 passt in jeden Rucksack. Das flache, quadratische Gehäuse misst etwa 17 × 17 × 5 cm und wiegt nur 830 g. Damit ist er deutlich kompakter als klassische Heimkino-Beamer und problemlos transportabel.

Optisch setzt Wemax auf einen Stoffüberzug, der dem Beamer einen wohnlichen, gemütlichen Charakter verleiht. Die dunkelgrüne Gehäusevariante gefällt uns besser als das nüchterne Schwarz des Loewe We Beam. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, sichtbare Spaltmaße gibt es nicht und der Stoff fühlt sich angenehm an.

Die optische Einheit ist geschlossen, was den Staubeintritt reduziert. Eine offizielle IP-Zertifizierung fehlt jedoch. Auf der Unterseite sitzt ein Stativgewinde.

Direkt am Gerät lässt sich der Beamer nicht bedienen. Es gibt lediglich einen Ein-/Aus-Taster. Alle weiteren Einstellungen erfolgen über die mitgelieferte Fernbedienung, die Schnelltasten für YouTube und Netflix bietet.

Was kann die Hardware?

Im Inneren des Wemax S5 arbeitet ein DLP-Chip in Kombination mit einer ALPD-Laserlichtquelle. Die native Auflösung beträgt 1920 × 1080 px im 16:9-Format, HDR10 wird ebenfalls unterstützt. Die Helligkeit gibt der Hersteller mit 500 ISO-Lumen an, was etwa 600 Ansi-Lumen entspricht. Den Rec.709-Farbraum deckt der Beamer laut Wemax vollständig ab. Die Laserlebensdauer soll bis zu 30.000 h betragen.

Das Projektionsverhältnis liegt bei 1,2:1. Der minimale Wandabstand beträgt rund 30 cm, der maximale etwa 3,7 m. Ein Digitalzoom von 50 bis 100 % erlaubt zusätzliche Anpassungen.

Bei der internen Hardware setzt Wemax auf 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB eMMC-Speicher. Drahtlos verbindet sich der Beamer per WLAN auf 2,4 und 5 GHz sowie Bluetooth 5.x. An kabelgebundenen Anschlüssen stehen HDMI, USB-A, USB-C und eine 3,5-mm-Klinke bereit. Miracast und AirPlay ermöglichen kabellose Bildübertragung.

Wemax S5

Einen Akku gibt es nicht. Dafür lässt sich der Beamer über USB-C mit Power Delivery betreiben. Eine Powerbank (Bestenliste) mit mindestens 65 W macht den S5 unabhängig vom Stromnetz. Das mitgelieferte Netzteil liefert 20 V / 3,25 A, die maximale Leistungsaufnahme liegt bei etwa 65 W.

Wie gut ist das Bild?

Hier zeigt der Laser seine Stärken. Die native Full-HD-Darstellung ohne Pixelverschiebung liefert eine sehr gute Schärfe. Texte bleiben klar lesbar, feine Details kommen sauber heraus. Die Farbwiedergabe innerhalb des Rec.709-Farbraums wirkt natürlich und gefällt für die Geräteklasse durchweg gut.

Auch beim Schwarzwert macht der S5 für einen kompakten Single-DLP-Beamer eine ordentliche Figur. In abgedunkelten Räumen entsteht ein kontrastreiches Bild mit angenehmer Tiefe. Genau hier liegt aber auch die Grenze des Beamers: Sobald Tageslicht ins Spiel kommt, reduziert sich der Kontrast deutlich. Für ernsthaften Einsatz im hellen Wohnzimmer reichen die 500 ISO-Lumen nicht aus.

Wemax S5

Ähnliches gilt für große Leinwände. Ab einer Diagonale von etwa 100 Zoll verschlechtert sich die Bildwirkung sichtbar, weil die Helligkeit auf einer größeren Fläche verteilt wird. Wer den S5 als klassischen Heimkino-Beamer für große Projektionen nutzen will, wird enttäuscht. Sein natürliches Einsatzgebiet sind moderate Bilddiagonalen in abgedunkelten Räumen.

Lobenswert sind die automatischen Bildanpassungen. Der Autofokus arbeitet zuverlässig und stellt das Bild innerhalb von rund drei Sekunden scharf. Die automatische Trapezkorrektur funktioniert im Test ebenfalls einwandfrei und gleicht schräge Aufstellungen sauber aus. Einen optischen Zoom besitzt der Beamer nicht. Im Vergleich zum baugleichen Loewe We Beam liegt die Bildqualität auf identischem Niveau – beide nutzen schließlich dieselbe Plattform.

Wie gut ist die Software und ihre Bedienung?

Auf dem Wemax S5 läuft ein Linux-basiertes Betriebssystem. Die Bedienoberfläche ist schlicht aufgebaut und reagiert flüssig. Netflix, YouTube und Amazon Prime Video sind vorinstalliert. Eine offizielle Netflix-Lizenz ist vorhanden, sodass das Streaming in Full-HD-Qualität funktioniert. Ein Browser und Bildschirmspiegelung gehören ebenfalls zum Lieferumfang.

Die Plattform wirkt aber spürbar einfacher als Android TV oder Google TV. Das hat einen klaren Nachteil: Die App-Auswahl bleibt viel kleiner als bei etablierten Smart-TV-Systemen. Dienste wie Disney+, Apple TV+ oder DAZN fehlen. Auch die langfristige Updateversorgung bleibt unklar. Wer den Funktionsumfang erweitern will, greift zu einem Streaming-Stick. Empfehlungen liefert die Bestenliste Top 10: Der beste TV-Stick im Test.

Wie gut ist der Klang und wie laut ist der Lüfter?

Beim Sound setzt Wemax auf zwei Lautsprecher mit jeweils 5 W. Macht zusammen 10 W Gesamtleistung, Dolby Audio inklusive. Für Nachrichten, Serien und gelegentliche Filmabende reicht das aus. Stimmen sind klar, mittlere Frequenzen sauber. Die Basswiedergabe bleibt aufgrund des kleinen Gehäuses naturgemäß begrenzt.

Wer mehr Klangvolumen will, koppelt eine externe Bluetooth-Box (Bestenliste) oder schließt einen Lautsprecher per Klinke an. Das verbessert das Klangerlebnis deutlich.

Der Lüfter bleibt für einen Laser-Beamer angenehm zurückhaltend. In ruhigen Filmszenen ist er minimal hörbar, stört aber nicht.

Wie teuer ist der Beamer?

Bei Banggood kostet der Wemax S5 regulär 391 Euro. Mit dem Gutscheincode BG24ac5a sinkt der Preis auf 359 Euro. Damit liegt er rund 140 Euro unter dem nahezu baugleichen Loewe We Beam, der bei 499 Euro (Amazon) startet.

Fazit

Der Wemax S5 ist ein durchdachter Mini-Beamer mit Lasertechnik, der vor allem mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Wer auf den Service von Loewe verzichten kann, bekommt mit dem S5 praktisch dieselbe Hardware deutlich günstiger. Die Bildqualität gefällt in abgedunkelten Räumen mit guter Schärfe, natürlicher Farbwiedergabe und ordentlichem Schwarzwert. Auch die zuverlässigen Auto-Funktionen für Fokus und Trapezkorrektur, das kompakte Gehäuse mit hochwertigem Stoffbezug und der leise Betrieb sprechen für den Beamer. Per USB-C-Powerbank wird er zudem fast zum vollwertigen Akku-Beamer (Bestenliste).

Schwächen zeigt der S5 dort, wo es viele kompakte Laser-Modelle tun: bei der Helligkeit. Mit 500 ISO-Lumen reicht die Lichtleistung nicht für taghelle Räume oder Projektionen über 100 Zoll. Auch die Linux-Plattform wirkt weniger ausgereift als Google TV und bietet eine eingeschränkte App-Auswahl. Wer damit leben kann, findet im Wemax S5 einen empfehlenswerten Mini-Beamer für unter 360 Euro.



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Kosmonauten arbeiten an hartnäckigem Leck: ISS-Crew bringt sich in Sicherheit


Während zwei russische Kosmonauten zum wiederholten Mal versucht haben, ein Leck auf der Internationalen Raumstation ISS abzudichten, hat die NASA drei Raumfahrer und zwei Raumfahrerinnen aufgefordert, sich in einer Raumkapsel in Sicherheit zu bringen. Das hat eine Sprecherin der US-Weltraumagentur auf dem Kurznachrichtendienst X bekannt gegeben und versichert, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelt. Neben der ESA-Astronautin Sophie Adenot haben sich damit ihre NASA-Kollegin Jessica Meir sowie Jack Hathaway und Christopher Williams in die Raumkapsel Dragon zurückgezogen. Zu ihnen hat sich demnach aber auch der Kosmonaut Andrej Fedjajew gesellt, er ist mit der Kapsel von SpaceX zur ISS geflogen. Inzwischen durften die fünf zurück, die Arbeiten wurden pausiert.

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Die „umfangreichen Reparaturarbeiten“, zu denen sich die russische Raumfahrtagentur auf ihrem Modul Swesda jetzt entschlossen hat, bedeuten auch, dass das hartnäckige Leck dort offenbar doch nicht geschlossen wurde. Seit Jahren entweicht aus dem sogenannten PrK-Tunnel, der das Modul mit jener Luftschleuse verbindet, an der russische Raumkapseln andocken, Luft. Erst Anfang des Jahres hieß es dann aber von der NASA, dass der Druck im betroffenen PrK-Tunnel stabil sei. Das war wohl etwas verfrüht, laut Roskosmos wurde ab 1. Mai 2026 erneut ein langsamer Druckabfall in dem Tunnel festgestellt. Öffentlich ist nicht bekannt, wie viel Luft dadurch entwichen ist, aber das Vorgehen legt zumindest nahe, dass die Lage ernster sein könnte.

Erstmals entdeckt wurde ein Leck in dem russischen Teil der ISS bereits 2019, Anfang 2024 war die Menge der entweichenden Luft dann merklich größer geworden. Danach entwichen zwischenzeitlich etwa 900 Gramm der Kabinenluft pro Tag. Weil es sich aber hinter einer Schleuse befunden hat, die versiegelt werden konnte, passierte das nur, wenn sie offen war. Die NASA hat wiederholt versichert, dass das Problem „beherrschbar“ war und innerhalb der zulässigen Spezifikationen gelegen hat. Trotzdem wurde immer weiter daran gearbeitet, das Leck zu schließen. Zwischenzeitlich war sogar die Rede von einem „Flächenbrand“, den die Verantwortlichen in ihren Händen hätten, den sie aber nicht gelöscht bekämen. Was genau die beiden Kosmonauten jetzt versucht haben, ist nicht bekannt. Laut der NASA-Sprecherin sollen jetzt erst einmal weitere Daten gesammelt werden.


(mho)



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ING: Zahlungen mit Wero ab sofort auch in Onlineshops möglich


Kunden der Direktbank ING können in Onlineshops ab sofort über ihre Smartphones mit dem europäischen Bezahldienst Wero bezahlen. Bisher waren Nutzer der ING-App auf die P2P-Funktion von Wero beschränkt. Darüber können sie im privaten Rahmen mithilfe einer verknüpften Handynummer oder eine Mailadresse Geld an andere Wero-Nutzer schicken und von diesen empfangen. Das Geld fließt dabei über eine SEPA-Echtzeitüberweisung.

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Mit dem Schritt gesellt sich die ING zu weiteren Kreditinstituten wie den Sparkassen, den Volks- und Raiffeisenbanken und einer Reihe anderen Genossenschaftsbanken sowie der Postbank und der Deutschen Bank. Mit einem Girokonto bei diesen Geldhäusern ist es schon seit einigen Monaten möglich, Einkäufe über den Desktop- oder Mobilbrowser oder in Shopping-Apps per Smartphone zu bezahlen – vorausgesetzt, der Shop bietet Wero als Bezahlmethode an.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft European Payments Initiative (EPI), einem Konsortium aus deutschen, französischen, belgischen und niederländischen Banken und Sparkassen, tun das derzeit 600 Händler in Deutschland und Belgien. Dazu zählen der Veranstaltungskarten-Dienstleister Eventim oder der Globus-Baumarkt. Kunden sind bei Wero-Zahlungen grundsätzlich durch einen Käuferschutz abgesichert.

Weitere große Handelsketten wie Lidl, Mediamarkt, Rossmann, Cewe, Decathlon oder Hornbach bereiten den Start ebenso vor wie viele kleine Shops. Bis Ende 2026 soll der E-Commerce mit Wero außerdem bei vielen französischen und ersten niederländischen Händlern Einzug halten. Zudem ist Wero für Ladenkassen angekündigt, mit statischen QR-Codes schließt dies auch Hofläden oder gewerbliche Flohmarkthändler ein. Die Funktionalität von Wero soll dabei durch Zahlungen für Abos, die optionale Einbindung von Bonuspunkteprogrammen sowie „Später bezahlen“ erweitert werden.

In Deutschland wollen außerdem weitere Banken Wero anbieten, wie bisher teils in ihren eigenen Banking-Apps, teils in der eigenen Wero-App. Erstere nutzen neben der ING die Sparkassen, die Genossenschaftsbanken sowie Revolut, letztere die Postbank und die Deutsche Bank.



Im Browser am PC zahlt man in Onlineshops einfach über einen QR-Code, den man mit der Wero- oder Banking-App auf dem Smartphone abscannt und dann die Zahlung freigibt. Shoppt man auf dem Smartphone, wird man direkt zur Freigabe in die jeweilige App geleitet.

Bereits angekündigt haben sich die Smartphonebank N26, Commerzbank und Comdirect sowie die Consorsbank. Erwartet wird außerdem die Targobank, eine Tochter der französischen Crédit Mutuel, die zu den Gesellschaftern von EPI gehört. Überdies wollen erste österreichische Banken bei Wero einsteigen, offiziell bekannt ist das bislang von der Raiffeisen Bank.

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Parallel gab die EPI auf der Fachveranstaltung Money 20/20 in Amsterdam bekannt, gemeinsam mit den Betreibern mehrerer nationaler Mobilbezahlsysteme ein gemeinsames Unternehmen gründen zu wollen. Daran beteiligen sich neben der EPI mit Wero derzeit auch das portugiesische SIBS mit MB Way, das spanische Bizum, das italienische Bancomat Pay sowie das dänisch-norwegische Vipps-MobilePay, das auch in Schweden, Finnland und Grönland aktiv ist.

Kern der Vereinbarung ist der Aufbau eines Hubs, an das die einzelnen Bezahlarten angeschlossen werden. Darüber sollen die derzeit 135 Millionen Nutzer dieser Bezahldienste künftig bei allen Händlern bezahlen können, deren nationales System an das Hub angeschlossen ist. Polens Blik hat außerdem in Aussicht gestellt, sich an dem Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen. Über das Hub soll Geld wie bei Wero in Echtzeit direkt von Konto zu Konto fließen, Umwege wie bei PayPal oder Zeitverzögerungen wie bei Kartenzahlungen entfallen.

Ziel der hinter den beteiligten Diensten stehenden Banken ist es, eine möglichst große Nutzerzahl zu erreichen. Die Kreditinstitute versprechen sich sowohl einen besseren Wettbewerb und niedrigere Preise für Händler auf dem Bezahlmarkt als auch mehr Unabhängigkeit von außereuropäischen Bezahldiensten.


(mon)



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