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Ubiquiti UniFi OS: Kritische Schadcode-Lücken und mehr


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In Ubiquitis UniFi OS und im UID Enterprise Agent klaffen fünf Sicherheitslücken, die Angreifern etwa das Einschmuggeln von Code, das Umgehen von Sicherheitsmaßnahmen oder unbefugten Zugriff auf Informationen ermöglichen. Der Hersteller hat aktualisierte Software veröffentlicht, die die Schwachstellen behebt.

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In einer Sicherheitsmitteilung listet Ubiquiti die einzelnen Lücken auf. Drei Sicherheitslücken gelten demnach als kritisch. Angreifer mit Zugang zum Netzwerk und niedrigen Berechtigungen können eine unzureichende Eingabeprüfung in UID Enterprise Agent missbrauchen, um Befehle auf anfälligen Hosts auszuführen (CVE-2026-47367, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). Dieselbe Beschreibung und Auswirkung betrifft UniFi OS auf UniFi-OS-Geräten und -Instanzen (CVE-2026-47370, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“). Noch unkonkreter ist eine Schwachstelle vom gleichen Typ in UniFi-OS-Geräten und Instanzen, die Angreifer zur Rechteausweitung nutzen können (CVE-2026-47369, CVSS 9.9, Risiko „kritisch“).

Eine Path-Traversal-Schwachstelle können bösartige Akteure mit Netzwerkzugang ausnutzen, um sich auf diversen UniFi-OS-Geräten und -Instanzen unbefugt Zugang zu Daten zu verschaffen (CVE-2026-47368, CVSS 8.6, Risiko „hoch“). Zudem können Angreifer mit Zugriff auf das Netzwerk in bestimmten, nicht genannten Konfigurationen eine unzureichende Rechteprüfung missbrauchen, um unbefugt Änderungen an anfälligen UniFi-OS-Geräten vorzunehmen (CVE-2026-48610, CVSS 8.1, Risiko „hoch“).

Die Sicherheitslücken behebt Ubiquiti im UID Enterprise Agent 1.61.4 aus. Außerdem korrigieren UniFi OS Server, UDM, UDM-Beast, UDM-Pro, UDM-SE, UDM-Pro-Max, EFG, UDW, UDR, UDR7, UDR-5G, Express 7, UCK, UCKP, UCK-Enterprise, UNVR, UNVR-Pro, UNVR-Instant, ENVR, ENVR-Core, UNVR-G2, UNVR-G2-Pro, UCG-Ultra, UCG-Max, UCG-Industrial und UCG-Fiber 5.1.15 sowie UNAS-2, UNAS-4, UNAS-Pro, UNAS-Pro-4 und UNAS-Pro-8 5.1.16 sowie Express 4.0.15 die sicherheitsrelevanten Fehler.

Erst vor rund zwei Wochen hatte Ubiquiti Sicherheitslücken in UniFi OS zu schließen. Dort kamen drei sogar auf die höchstmögliche Risikoeinstufung CVSS 10.0, mithin „kritisch“.


(dmk)



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Missing Link: Warum Deutschlands Behörden bei der Digitalisierung stagnieren


Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas haben mit dem Expertengremium „Digitalisierung Sozialstaatsreform“ ein wichtiges Ziel formuliert: Der Sozialstaat soll einfacher, schneller und verlässlicher werden. Der politische Anspruch ist richtig – und überfällig. Doch die Bilanz der vergangenen Jahre ist ernüchternd: 70 Prozent der Bundesbürger finden, dass Verwaltungsangebote genauso bequem und einfach online nutzbar sein sollten wie die der Wirtschaft. Aber nur 19 Prozent halten Ämter und Behörden aktuell für genauso effizient wie Unternehmen. Dass der Staat ihr Leben leichter macht, sagen nur 16 Prozent. Und das, obwohl allein das Bundesinnenministerium 2023 noch 377 Millionen Euro für die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) bereitstellte – bevor der Haushalt diese Mittel auf 3,3 Millionen Euro zusammenstrich, ein Minus von mehr als 99 Prozent.

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Der Rückstand Deutschlands bei der Digitalisierung beruht dabei oftmals weniger auf fehlenden finanziellen Mitteln oder Marktversagen, sondern auf verschiedenen Formen von Organisationsversagen. Das Problem liegt längst nicht mehr in der Erkenntnis, sondern in der konsequenten Umsetzung. Damit die angekündigte Reform nicht bei neuer Technologie und alten Strukturen stehen bleibt, benötigt Verwaltungsmodernisierung vorwiegend drei Dinge: Architektur, Governance und klare Verantwortlichkeiten.




Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.

Unklare Governance zwischen Bund, Ländern und Kommunen gehört zu den zentralen Ursachen für die stockende Verwaltungsdigitalisierung. Das Ergebnis ist ein digitaler Flickenteppich: In manchen der insgesamt 11.000 Kommunen kann man bereits vieles oder fast alles digital erledigen, in anderen muss man noch mühsam persönlich ins Amt kommen und Papierdokumente vorlegen. Datenmodelle, Schnittstellen und Fachverfahren entwickeln sich nebeneinander statt miteinander – leistungsfähige Einzellösungen, die sich verhalten wie moderne Bahnhöfe ohne Schienenverbindung.

Die Wurzel dieses Problems liegt tiefer als in schlechtem Projektmanagement – sie liegt im Verfassungsrecht. Der Großteil der Leistungen liegt in der Zuständigkeit der über 11.000 Kommunen. Die meisten von ihnen sind chronisch klamm und haben dringendere Probleme, als Behördenleistungen digital aufzubereiten. Der IT-Planungsrat, das zentrale Koordinierungsgremium, formuliert lediglich, dass Bund, Länder und Kommunen die Nutzung gemeinsamer Standards „anstreben“ sollen – nicht: umsetzen, nicht: verpflichtend einführen. Anstreben. Der Beschluss selbst nennt keine Sanktionen, keine Audits, keine Berichtspflichten. Ein verbindlicher Standard ohne Durchsetzungsinstrument ist am Ende eine Empfehlung im Anzug.

Deutschland leistet sich in Schulen, Hochschulen, Landes- und Bundesministerien, kommunalen Verwaltungseinheiten und Gerichten „Strukturen, Prozesse und Denkweisen, die teilweise archaisch anmuten“. Nachhaltige Digitalisierung benötigt deshalb klare Governance, gemeinsame Standards und einen verbindlichen Steuerungsrahmen – einen gemeinsamen Bauplan für die digitale Verwaltung, der Doppelentwicklungen reduziert, Nachnutzung stärkt und Innovation beschleunigt.

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Gerade in Zeiten, in denen Daten als strategischer Rohstoff gelten, wird das Fehlen einer übergreifenden Zielarchitektur zum Bremsklotz. Bund, Länder, Kommunen und Fachbereiche entwickeln digitale Lösungen entlang eigener Anforderungen, doch es fehlt an einheitlichen Datenstandards, offenen Schnittstellen und gemeinsamen Referenzmodellen. Das Ergebnis sind Insellösungen: Systeme funktionieren lokal, lassen sich aber nur umständlich verbinden.

Was das im Behördenalltag bedeutet, zeigt das Beispiel des digitalen BAföG-Antrags: Die BAföG-Ämter müssen jeden digital eingereichten Antrag ausdrucken und abheften, da noch kein Bundesland sie mit einer E-Akte-Software ausgestattet hat. Die unvollständige Digitalisierung der BAföG-Abwicklung führt zu „Medienbrüchen, Mehrarbeit und Frust“ – auf beiden Seiten des Schalters. Das nervt nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Mitarbeitenden selbst, denn auch sie leben privat in einer digitalen Welt.

Besonders symptomatisch für das strukturelle Scheitern ist das Ende des Datenatlas Bund: Während die Bundesdruckerei und das Finanzministerium jede weitere Verantwortung von sich weisen, steht die deutsche Verwaltungsdigitalisierung vor den Trümmern eines Millionenprojekts. Übrig bleiben hohe Kosten und politische Ratlosigkeit. Ein unabhängiges Gutachten enthüllte: Das Portal entspreche in weiten Teilen nicht einmal dem Stand der Technik von 1986.

Nachhaltige Digitalisierung erfordert eine verwaltungsübergreifend abgestimmte Zielarchitektur mit verbindlichen Daten- und Schnittstellenstandards. Offene Standards und moderne API-Konzepte sollten die technische Grundlage bilden, unterstützt durch eine Architektur-Governance, die Kompatibilität und Nachnutzbarkeit sicherstellt. Digitalisierung entfaltet ihren Nutzen nicht dort, wo gute Einzellösungen entstehen, sondern dort, wo sie miteinander arbeiten können.

Wichtige Entscheidungen werden oft ohne ausreichende digitale Fachkompetenz getroffen. Digitalisierung wird hierzulande nicht als ganz normale und nützliche Weiterentwicklung der Verwaltung gesehen, sondern vielmehr als ein Produkt, das man schnell einkaufen muss, um im internationalen Vergleich nicht schlecht dazustehen. Mit der „New Public Management“-Bewegung hat sich in Deutschland schleichend etabliert, dass die Verwaltung sehr schlank sein muss und alles, was über das reine Verwalten hinausgeht, an externe Akteure abgibt. Die Folgen davon sehen wir heute bei der Verwaltungsdigitalisierung: Sie funktioniert nicht.

Besonders schmerzhaft spüren das die Menschen, die täglich in den Behörden arbeiten. Fachanwendungen werden häufig nur als Datenbank genutzt, wie eine komplexe Excel-Tabelle. Funktionen wie automatisierte Dokumentenerstellung bleiben ungenutzt oder unbekannt. Prozessänderungen stoßen auf Widerstand, ein Dokumentenmanagementsystem gilt als Zumutung. Oft fehlen Zeit und Know-how, sodass Systeme stagnieren und als „digitale Papierakte“ dienen. Es fehlt an langfristiger Planung, klaren Meilensteinen und Erfolgsmessung. Prioritäten wechseln nach Dringlichkeit, am Ende hat alles Priorität.

Dieser Fachkräftemangel ist kein vorübergehendes Problem, sondern eine strukturelle Zeitbombe: Bis 2030 wird mehr als jeder Dritte der rund 4,7 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Rente gehen. Da es den Behörden zugleich an Nachwuchs mangelt, klafft eine Personallücke von über 730.000 Mitarbeitern – davon entfallen ungefähr 400.000 auf die mittlere Führungsebene, die für die Umsetzung von Zukunftsinitiativen von besonderer Bedeutung ist. Notwendig sind daher verbindliche Digitalkompetenzen in Führungsqualifizierungen, attraktivere Tarifmodelle für IT-Experten im öffentlichen Dienst und feste Produktteams, die dauerhaft für die Weiterentwicklung zentraler Fachverfahren zuständig sind.



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„FIFA World Cup: Launch Edition“ ist ein einziges Trauerspiel


Ausgerechnet das Land, das Fußball seit jeher mit den Händen spielt und deshalb extra einen neuen Namen für die eigentlich selbsterklärende Sportart erfinden musste, sollte 1994 die 15. Fußball-Weltmeisterschaft austragen. Die Menschen in den USA waren zwar neugierig, dass das Runde in das Eckige musste, war den meisten aber neu. Fußballbegeisterte Videospieler dürften sich an diese Zeit aber noch sehr wohlig erinnern, fühlte sich die Auswahl an verschiedenen Fußballspielen doch im Vergleich zu heute wie ein Schlaraffenland an.

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EAs damals wegweisendes „FIFA International Soccer“ war gerade ein paar Monate alt, der Fanliebling „Sensible Soccer“ bekam eine World-Cup-Edition und US Gold veröffentlichte mit „World Cup USA 94“ das letzte offiziell lizenzierte Spiel zu einer WM, bevor sich EA die Rechte auf Jahrzehnte sicherte. 32 Jahre nach diesem kuriosen Turnier und Jordan Letschkows Kopfball mitten ins deutsche Fußballherz kehrt der „Soccer“ zurück nach Nordamerika und macht neben den USA auch in Mexiko und Kanada Halt.

Das Spiel zur WM hat die FIFA nach dem Bruch mit EA dieses Mal selbst mitgebracht, und es ist bezeichnend für Gianni Infantinos Unkenntnis des Marktes.




Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.

Zugegeben – was EA mit der FIFA-Lizenz im Nacken über Jahre hinweg betrieben hat, war beileibe kein Fest für Fußballfeinschmecker. Der mittlerweile vom Saudischen Staatsfonds getragene US-Spielepublisher ließ seine durch Exklusivlizenzen gestärkten Muskeln spielen und dünnte die Konkurrenz allmählich aus. EA war (oder ist) selten innovativ, implementierte die unsägliche und als Glücksspiel verrufene Cash Cow „Ultimate Team“ und kopierte so lange von Konami, bis die FIFA-Reihe doch noch eine ordentliche Fußballsimulation wurde. Schließlich trug sich auch das permanent unter Lizenzmangel leidende, aber lange Zeit auf dem Platz als deutlich stärker geltende „Pro Evolution Soccer“ nicht mehr, und auch der letzte ernstzunehmende Mitbewerber für EA schied aus.

Konami wandelte die traditionsreiche Reihe in das Free-to-Play-Modell „eFootball“ um und fristet seitdem ein Schattendasein. Als die FIFA dann 2023 wiedermal zu gierig wurde und EA den aufgerufenen Lizenzpreis von einer Milliarde US-Dollar für vier Jahre nicht mehr zahlen wollte, gab es keinen lukrativen Partner für das FIFA-Namensschild mehr. Gianni Infantino kündigte noch großspurig an, dass es bald eine Vielzahl großartiger Spiele unter dem FIFA-Banner geben werde, denn schließlich sei „nur das authentische, realistische Spiel, das den FIFA-Namen trägt, die beste Wahl für Spieler und Fußballfans“.

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Bis jetzt gleicht der bestellte Premiumrasen aber eher einer kargen Steppe. Daran ändert auch das peinliche „FIFA World Cup: Launch Edition“ nichts, das die FIFA in Zusammenarbeit mit dem US-Studio Delphi Interactive bei Netflix Games untergebracht hat. Stattdessen wünscht man sich beinahe die lieblos gestalteten WM-DLCs von EA zurück.

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„FIFA World Cup: Launch Edition“ passt perfekt zur FIFA: Die Verpackung glänzt, das Regal ist gut ausgeleuchtet, das potenzielle Publikum enorm, nur der Inhalt schmeckt wie die offene Chipstüte vom letzten Bundesligaspieltag. Zwar erstrahlt das Spiel unter der offiziellen FIFA-Lizenz mit allen 48 Teilnehmerländern, 1248 lizenzierten Spielern und 16 Stadien in Mexiko, Kanada und den USA. Was Delphi aber hier grafisch und spielerisch abliefert, dürfte ausschließlich EA-Funktionäre begeistern.


Erkennen Sie die Helden, die hier gerade Frankreich mit 8:2 aus dem Stadion gefegt haben? (Bild:

Delphi Interactive (Screenshots: joe)

)

Gespielt wird Netflix-typisch mit dem Smartphone, das per QR-Code mit dem Smart-TV verbunden wird. Auf dem Touchdisplay sind links eine selbsterklärende Richtungsanzeige und rechts ein rechteckiges Feld zu sehen. Darauf erfolgen die Eingaben für Schüsse, Pässe, Grätschen, Flanken, Tacklings und mehr. Für den Pass reicht ein einfaches Tippen, wer jedoch schießen möchte, muss in die gewünschte Richtung über das Touchfeld wischen. Das macht es beinahe unmöglich, schnell oder direkt abzuschließen, um beispielsweise einen Abpraller zu versenken. Richtig problematisch wird es allerdings bei Flanken oder Lupfern in den Lauf. Letztere werden in der Anleitung folgendermaßen beschrieben: „Touchpad nach rechts schnippen, wischen und halten.“ Viel Spaß beim Reinfummeln.

Aber wirklich nötig ist es ohnehin nicht, sich die verschiedenen Aktionen genauer anzusehen. Es reicht in der Regel, das Touchpad so lange gedrückt zu halten, bis man sich den Ball erkämpft hat. Mit der Pille am Bein wird dann in die Nähe des Strafraums gesprintet und ein kurzer Wischer genügt, damit der Stürmer das Ding unter den Giebel jagt. So etwas wie Gegnerverhalten gibt es praktisch nicht. Dadurch kommt schnell ein Spielgefühl auf, das an das Halbfinale von 2014 zwischen Brasilien und Deutschland erinnert: jeder Schuss ein Treffer.

Egal, welcher Spieler die Kugel führt, alles gelingt. Es gibt keine Unterschiede. Delphi versucht zwar durch ein Belohnungssystem, bei dem Spieler per Münzen aufgewertet werden, so etwas wie Langzeitmotivation zu schüren. Warum sollte man ein Team aber noch aufwerten, das gerade im WM-Finale England mit einem 12:0 aus dem Stadion gefegt hat? „FIFA World Cup: Launch Edition“ gibt sich zwar nach außen wie eine waschechte Fußballsimulation, liefert aber gerade mal das absolute Minimum an taktischen Möglichkeiten.

Es gibt mit Ausnahme von unnötigen Formationswechseln keine einstellbare Taktik. Ein Ausdauersystem fehlt ebenso wie jegliche Kontrolle über den Ball. Die Spiele verlaufen alle gleichförmig und sind sehr ermüdend. Während unseres gesamten Turniers kam es zu einem Foul, einer Abseitsentscheidung und einer Ecke.

Schlimm sind auch die seelenlos aneinandergereihten und maximal unsinnigen Floskeln des Kommentatoren-Duos Ulli Hebel und Patrick Owomoyela: „So ein guter Reflex! Ich wertschätze alles daran – agil und autoritär!“, „Seite war zuletzt dran“ oder „Trifft!“, um hier nur ein paar der Höhepunkte zu nennen. Warum Hebel die beiden deutschen Englandlegionäre Kai Havertz und Nick Woltemade mit amerikanischem Akzent ausspricht, traut man sich schon gar nicht mehr zu fragen.

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FIFA World Cup Launch Edition is here!

Natürlich sollte man sich nicht allzu viel von einem Netflix-Spiel erwarten, schon gar nicht, wenn es den Zusatz „Launch Edition“ trägt. Doch wenn eine der weltweit größten Sportorganisationen mit Hang zum Größenwahn Historisches ankündigt und das Ergebnis spielt sich wie billige Shareware aus den frühen Neunzigern, ist das schon eine Warnung wert.

Gianni Infantinos Ankündigung aus der Pressemitteilung, man werde den Begriff der Simulationsspiele neu definieren, beweist einmal mehr, wie entkoppelt der FIFA-Boss von der Realität ist und wie wenig Ahnung er von seinem Sport hat – ganz zu schweigen von Videospielen.

Die geplante Erweiterung auf Konsolen, PC und Mobilgeräte wirkt nach dieser „Launch Edition“ eher wie eine Drohung. Unser Rat: Verschwenden Sie keine Sekunde Ihrer Lebenszeit mit diesem Spiel und zeigen Sie der FIFA, dass es mehr braucht als Prunk, Lizenzen und vier Buchstaben, um Fußballfans für ein Videospiel zu begeistern.


(joe)



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Apple Wallet: Diese neuen Features kommen in iOS 27 und watchOS 27


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Alles in einer App: Apple Wallet soll mit iOS 27 und watchOS 27 endlich wirklich zur Zentrale für Tickets, Eintrittskarten, Ausweise und Treuekarten werden – auch für solche, die in anderen Formaten beziehungsweise in Papierform vorliegen. Entsprechende Prognosen, dass Apple an einem solchen Feature arbeitet, gab es schon länger. Der Konzern orientiert sich dabei an einem Ansatz, für den man bislang Tools wie NeatPass benötigt hatte.

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Wie üblich erfolgt die Kartenerstellung auf dem iPhone, die Apple Watch dient als zweites Anzeigegerät. Um zu beginnen, klickt man auf den Plus-Knopf, den man normalerweise auch zum Einstellen neuer Kreditkarten verwendet. Kartenquellen können sowohl eine physische Karte mit Bar- oder QR-Code als auch ein Bildschirmfoto einer digitalen Karte sein. Dabei nutzt Apple auch seine KI-Bilderkennung Visual Intelligence. Alternativ kann man Karten auch von Hand erstellen.

Hier gibt es drei Varianten: „Standard“ (für jegliche Art von Karten), „Mitgliedschaft“ (Membership, für Treuekarten) sowie „Veranstaltung“ (Event, etwa für Tickets). Bei der Erstellung kann man zwischen verschiedenen Gestaltungsformen und Kartendetails wählen, es gibt zur jeweiligen Kartenart passende Vorlagen. Der Funktionsreichtum ist geringer als der von NeatPass, dürfte aber für viele Nutzer ausreichend sein. Die Bilderkennung scheint soweit gut zu funktionieren, kann etwa Kartenarten korrekt zuordnen. Dennoch sollte man die erfassten Daten prüfen.

Zunächst nur in den USA verfügbar ist die Möglichkeit, mit Apple Wallet Restaurantrechnungen zu teilen. Dabei erkennt Visual Intelligence, was auf einer Rechnung steht und ermöglicht die Zuordnung zu unterschiedlichen Personen. Die erhalten dann später eine Zahlungsaufforderung via Apple Cash (das wiederum nicht in der EU verfügbar ist).

Apple hat auch Änderungen bei Apple Pay vorgenommen. So ist der Zahlungsdialog übersichtlicher und ermöglicht einen vereinfachten Wechsel zwischen den verwendeten Karten, sollten mehrere vorhanden sein. Dafür reicht nun eine Swipe-Geste. iOS 27 und watchOS 27 erscheinen im Herbst, wir tippen auf September.

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(bsc)



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