Digital Business & Startups
23 Startup-Bücher für den Sommer
Der Sommer bietet die perfekte Gelegenheit, abseits des Tagesgeschäfts neue Impulse zu sammeln. Ob Gründung, Wachstum, Vertrieb, Führung oder Künstliche Intelligenz – die folgenden Bücher liefern praxisnahe Einblicke, Denkanstöße und Erfahrungen von Gründer, Investor und Unternehmer. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Founders‘ Stories 2.0
In „Founders‘ Stories 2: Was wir von Deutschlands spannendsten Gründern lernen können“ stellt Axel Täubert, Business Angel, Mentor und Head of Start-ups bei Google, wieder Persönlichkeiten aus der großen und weiten Startups-Welt und deren Geschichten vor. Der erfahrene Manager verspricht dabei „keine Hochglanz-Märchen, sondern ehrliche Lektionen über Resilienz, kluge Strategien und den Mut zur Verantwortung“. commercetools-Gründer Dirk Hörig beschreibt im Buch etwa, wie ein radikaler Pivot das Startup in letzter Sekunde rettete. Céline Flores Willers (The People Branding Company) zeigt, wie man mit knappen Ressourcen skaliert. Und Viktor Wingert (Enpal) erklärt, wie man Engpässe wie den Fachkräftemangel durch „First Principles Thinking“ radikal selbst löst. Jetzt bei amazon bestellen


Finanzmanagement
Finanzmanagement gehört zu den wichtigsten – und oft unterschätzten – Aufgaben in Startups. Wer als Gründer:in oder CFO ein Startup finanziell auf Wachstumskurs bringen möchte, sollte einen Blick in das Buch „Finanzmanagement in Start-ups und Scale-ups“ von everphone-CFO Veronika von Heise-Rotenburg werfen. Das Buch liefert praxisnahe Einblicke – von Accounting und Controlling über Fundraising und Treasury bis hin zur Rolle des CFO. Ein spannender Leitfaden für Gründer:innen und Finanzverantwortliche in Wachstumsunternehmen. Jetzt bei amazon bestellen

Von Konzernkindern zu Marktmeistern
Eva Friese und Markus Mayr, Gründer:innen der PR-Agentur Storypark, liefern in ihrem Buch „Von Konzernkindern zu Marktmeistern: Positionierungs- und Kommunikationsstrategien für aufstrebende Corporate Start-ups“ Antworten darauf, wie junge Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Mutterkonzern oder VC und Markt erfolgreich wachsen und kulturelle Barrieren überwinden. Im Vorwort heißt es: „Dieses Buch ist kein nettes Beiwerk, sondern ganz entscheidend für den Erfolg eines jeden Unternehmens, besonders aber für Corporate Start-ups“. Es bietet sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Tipps, um die Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Jetzt bei amazon bestellen

Mach keinen Quatsch
Eine Startup-Karriere wie aus dem Bilderbuch: Die drei Studenten und Freunde Janosch Kühn, Daniel Stammler und Oliver Löffler haben das geschafft, wovon so viele träumen: Mit einer einfachen Idee und viel Herzblut ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. In „Mach keinen Quatsch“ teilen sie ihre unglaubliche Geschichte und wertvolle Erfahrungen. In ihrer Studenten-WG entstehen die ersten Ideen für ihr Startup. Von der Gaming-Szene werden sie zunächst belächelt, Investor:innen blocken ab, ihr erstes Spiel floppt. Jetzt bei amazon.de bestellen

21 Work Hacks
Lesestoff für alle, die New Work nicht nostalgisch, sondern praktisch denken: sipgate-Gründer Tim Mois teilt im Buch „21 Work Hacks… für eine erfolgreiche Agentic Transformation“ seine Erfahrungen aus sechs Jahren KI im Arbeitsalltag. Entstanden sind 21 konkrete Hacks aus der Praxis eines mittelständischen Unternehmens, das seit 2020 ausprobiert, verwirft, nachschärft und weiterlernt. Im Buch geht es unter anderem darum, wie Teams KI-Tools eigenständig testen dürfen und wie sipgate Lernen und Austausch über Formate wie „Open Friday“ und eine regelmäßige Demo strukturiert. Außerdem erklärt Mois, warum bewusst unverplante Zeit zum festen Bestandteil der Organisation wird, wenn Routinearbeit an KI geht. „Die ehrlichste Aussage, die wir nach sechs Jahren KI-Transformation treffen können, lautet: Es gibt kein Fertig“, so Mois. Jetzt bei amazon bestellen

mymuesli- und Jokolade-Gründer Max Wittrock gibt in „Von Null auf Welt: Dein Einstieg ins Start-up-Marketing“ Tipps, wie jungen Unternehmen der Einstieg ins Marketing gelingt. Es geht somit quasi um die „Grundlagen des Startup-Marketings“. „Es ist ein Crashkurs und der ideale Einstieg ins Thema: Egal, ob du selbst Gründerin oder Gründer, noch in der Ausbildung oder im Studium bist. Oder ob du bei einem Startup arbeitest“, heißt es im Infotext. Jetzt bei amazon.de bestellen

Radikal besser
„Radikal besser“ – vom Googles erstem Chief Innovation Evangelist – gehört quasi zur Pflichtlektüre jeder Gründerin und jedes Gründers. Pferdt zeigt nachvollziehbar, wie radikaler Optimismus, Neugier und ein bewusst kultivierter Zukunftsblick helfen, Unsicherheit produktiv zu nutzen – genau das Mindset, das wir im Munich Innovation Ecosystem auch täglich fördern. Die praxisnahen Übungen und Beispiele machen sofort Lust, neue Experimente anzustoßen und auch in Regulierungsdebatten mutig voranzugehen. Wer verstehen will, warum eine klar formulierte positive Zukunftsvision heute zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Tech-Startups wird, findet hier das passende Werkzeug. Jetzt bei amazon bestellen

The War of Art
Widerstand ist auch nur ein Zustand. Steven Pressfields Buch „The War of Art“ zeigt, dass Prokrastination und Selbstzweifel unsichtbare Kräfte sind, die Kreative und Kreativität bremst. Ein Learning aus dem Buch ist: Disziplin ist wichtig, tägliche Praxis trägt dazu bei, zum Ziel zu kommen. Wo das Ziel liegt, zeigt uns oft unser eigenes Unbehagen. Je größer das ist, desto wichtiger ist die Aufgabe. Kluge Perspektiven aufs Machen auch für Nicht-Künstler:innen. Jetzt bei amazon bestellen

Signavio: Together As One
Vor wenigen Jahren ging das 2009 gegründete Unternehmen Signavio (Anbieter einer Business Process Management-Software) für rund 1 Milliarde an SAP. Signavio-Gründer Gero Decker erzählt in seinem Buch „Signavio: Together As One“(hier ein Auszug) nun die spannende Geschichte des Unternehmens – von den Anfängen an der Uni, über krasse Wachstumsphasen, aber auch Nahtoderfahrungen. In der Beschreibung heißt es: „This book is perfect for anyone interested in the details of technological innovation, scaling a company, and strategic mergers and acquisitions. It’s especially useful for current and future tech leaders, offering lessons on building a united team and achieving long-term growth in a competitive market.“ Jetzt bei amazon.de bestellen

(Ge)Gründet! Startup-Szene Uncovered
In „(Ge)Gründet! Startup-Szene Uncovered“ blickt Anastasia Barner, Gründerin von FeMentor, einer Reverse-Mentorinnen-Plattform von Frauen und für Frauen, auf ihr Leben als Gründerin. Die Jungunternehmerin möchte dabei ein „ehrliches Bild der Szene“ vermitteln. Abseits von Hypes, Jubelmeldungen und Scheinwelten. Deswegen geht es im Buch auch um schwierige Themen wie Insolvenzen, Burnout, FOMO und das Impostor-Syndrom. Jetzt bei amazon.de bestellen

Helden werden in der Krise geboren
Seriengründer Holger G. Weiss, zuletzt mit German Autolabs unterwegs, liefert mit seinem Buch „Helden werden in der Krise geboren“ einen wichtigen Grund gegen den allgemeinem Krisentrend. Inhaltlich geht es darum, wie „man über sich hinauswächst und sein Startup durch schwierige Zeiten bringt“. Das Motto dabei lautet: „Superheld*innen geben niemals auf!“ Jetzt bei amazon bestellen

Dein Weg zum eigenen Zebra
espero-Gründer Tim Weinel, Macher eines nachhaltigen Modelabels, legte zuletzt mit „

Marketing und Vertrieb für Startups
Das Buch „Marketing und Vertrieb für Startups – Praxiserprobte Strategien zur Kundengewinnung“ bietet einen spannenden Einstieg in die wichtige Welt des Marketings und Vertriebs. Eine von zahlreichen Leserstimmen am Anfang des Buches stammt von Moritz Kreppel, Co-Founder & CEO von Urban Sports Club: „Die vielen Geschichten sind eine unschätzbare Inspirationsquelle. Hätte ich das Buch damals gelesen, wäre ich sicher schneller vorangekommen.“ Jetzt bei amazon bestellen


KI-Nation
KI-Experte, Investor und Rise of AI-Macher Fabian Westerheide wirft in seinem Buch „Die KI-Nation: Zwischen Dystopie und Utopie“ einen umfassenden Blick auf das Megathema Künstliche Intelligenz. Das Werk soll dabei ein „umfassender Leitfaden für alle, die die Zukunft mitgestalten wollen“ sein. Westerheide sorgt sich dabei insbesondere um die Rolle von Deutschland: „In diesem Wettlauf haben Länder wie die USA und China die Nase vorn, während Deutschland weiter zurückfällt. Das Land der Erfinder und Forscher muss jetzt handeln, um nicht den Anschluss zu verlieren.“ Jetzt bei amazon bestellen

Start-up Venture
Mit „Start-up Venture“ hat Seriengründer und Business Angel Tom Röthlisberger eine Art Leitfaden für die ersten drei Jahre nach Gründung eines Startups geschrieben. Thematisch deckt das Buch Themen wie Zusammenstellung des Gründerteams, Entwicklung des Business Models und Gewinnung zahlender Kundinnen und Kunden ab. Und auch alles rund um Investmentrunden und die Vorbereitungen darauf finden ausführlich Platz. Alles in allem geht es somit darum, angehenden Gründerinnen und Gründern das passende Basiswissen für die Gründung eines Unternehmens an die Hand zu geben. Jetzt bei amazon.de bestellen

weiblich. selbstständig. ERFOLGREICH.
„weiblich. selbstständig. ERFOLGREICH.“ stellt über 28 erfolgreiche Selbstständige und Unternehmerinnen vor. Sie gründeten in den verschiedensten Branchen, aus den unterschiedlichsten Motivationen und Lebenssituationen heraus. Leser:innen erhalten einen echten Einblick in die persönlichen Geschichten, Herausforderungen und Erfolge der Unternehmerinnen und Selbstständigen. Zudem beinhaltet das Buch viele wertvolle Tipps für alle, die selbst ein Unternehmen gründen wollen oder sich bereits selbstständig gemacht haben. Jetzt bei amazon.de bestellen

Die Höhle der Löwen – Vom Pitch zum Deal
Startup-Expertin Ruth Cremer (die für uns regelmäßig über die Gründer-Show schreibt) berät in „Die Höhle der Löwen“, Gründer*innen bei der Vorbereitung auf ihren großen Auftritt. In ihrem Buch nimmt sie alle, die sich für die faszinierende Welt der Startups interessieren, selbst gründen wollen oder überlegen, erstmals zu investieren, mit hinter die Kulissen der erfolgreichen TV-Show. Sie zeigt, worauf es bei einem Pitch ankommt, entschlüsselt die Codes von Investoren und verrät, wie man vor ihnen besteht. Jetzt bei amazon.de bestellen

Das Unternehmen bist du
Das Buch „Das Unternehmen bist du“ von Jimdo-Gründer Matthias Henze richtet sich an „alle Selbständigen und die, die es werden wollen“. Es geht somit insbesondere um alle die Menschen, die den Mut haben, etwa als Solo-Selbständige oder Kleinunternehmer durchzustarten. „In seinem Buch blickt er hinter die Kulissen. Was treibt den Kioskbesitzer, den Gastronomen oder die Inhaberin des Second-Hand-Shops an? Ihre Haltung, ihre Veränderungsbereitschaft und ihr Wille, auch gegen Widerstände Ideen umzusetzen, inspirieren“, heißt es in der Beschreibung.

Ein Jahr im schlimmsten Startup der Welt
Im Sommer 2014 kommt Max Meer, ein Pseudonym, nach Berlin. Kurze Zeit später lernt er einen typischen – leicht überdrehten – Berliner Startupper kennen. Der Autor nennt ihn nur Napoleon. Der Berliner will ein Startup gründen und Meer macht mit – ob wohl er von Anfang an Bedenken hatte. Das Konzept hinter dem Startup ist simpel und in der Szene inzwischen bestens bekannt – es geht um Miet-Commerce. Meer schreibt: „Elektronik-Produkte sollten in Zukunft nicht mehr online verkauft, sondern vermietet werden.“ Wer jetzt über Namen spekuliert, landet sicherlich schnell bei Grover. Auf 140 Seiten liefert Meer, CTO des Unternehmens, ein Sittengemälde der deutschen Startup-Szene. Mit ganz viel Größenwahn, Unfähigkeit und Egomanie aber auch mit ganz viel Euphorie, Schaffenskraft und Aufbruchstimmung. „Trotz aller Differenzen, die Napoleon und ich hatten, wünsche ich dem Unternehmen nur das Beste. Dann würde auch ich mit einem gewissen Stolz zurückblicken können und wissen, an dessen Erfolg beteiligt gewesen zu sein“, fasst Meer das Geschehen am Ende des Buches zusammen. Jetzt bei amazon.de bestellen

Von Nerds, Einhörnern und Disruption
Der 54-Jährige Dan Lyons landet als gestandener Journalist bei einem Startup. Sein Leben als „Marketingtyp“ bei HubSpot ist aber ein ganz großes Missverständnis. Er muss plötzlich zwischen Menschen arbeiten, die seine Kinder sein könnten und auf Sitzbällen sitzen. Das lesenswerte Buch handelt aber vor allem von Intrigen, Lügen, absurden Ereignissen und dem ganz normalem Start-up-Alltag. Da wundert es nicht, dass Lyons das Gefühl hat auf einem ganzjährigen Kindergeburtstag zu sein. Zumal der „Marketingtyp“ sich auch damit auseinander setzen muss, dass alle um ihn herum Spam als „liebenswerten Marketingcontent“ bezeichnen. Es wundert auch nicht, dass Lyons auch schon als Autor für die grandiose HBO-Serie „Silicon Valley“ tätig war. Sein Buch kann man genüsslich in einem Stück weglesen. Jetzt bei amazon.de bestellen

Die StartUp-Lüge
Der Münchner Journalist Jochen Kalka, unter anderem Chefredakteur von w&v – Werben & Verkaufen, liefert mit „Die StartUp-Lüge: Wie die Existenzgründungseuphorie missbraucht wird – und wer davon profitiert“ einen ernüchternden Einblick in die Welt der Startups. Seine These: „Coole Loungesessel und Gratis-Drinks gibt es nur, damit durchgearbeitet wird. Frauen? Spielen in den meisten StartUps nur untergeordnete Rollen. Viel heiße Luft, Klick-Dummies, Prototypen und BetaPhasen wetteifern um vermeintliches Investitionskapital. Und trotzdem wollen viele Chefs, dass in ihrem Unternehmen aus so gearbeitet wird und viele Angestellte wünschten sich auch in einem StartUp zu arbeiten Warum? Weil es cool ist.“ Aber man muss ja bekanntlich nicht alles mitmachen – und nicht überall in der Szene wird so vorgegangen oder gearbeitet. Fazit: Die viel gepriesene StartUp-Philosophie taugt nicht immer als Vorbild. Jetzt bei amazon.de bestellen
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Warum die meisten im Vertrieb viel zu früh aufgeben
Im Gründerszene-Fellowship fanden sich drei Fremde zusammen. Die erste Woche brachte nicht nur eine gemeinsame Idee, sondern auch den ersten Realitätscheck.
Drei Fremde, eine Woche, ein Startup: Im Gründerszene-Fellowship „Gründerszene sucht die Supergründer“ haben sich Theodora Both, Minh Vu Ngo und Garry Lazovskis als Gründerteam gefunden. Gemeinsam arbeiten sie jetzt an einer App für Restaurant-Empfehlungen.
Ihre Idee: Statt anonymen Google-Bewertungen sollen Freunde ihren Freunden die besten (oder schlechtesten) Bars und Restaurants empfehlen. Während Garry von Anfang an in diese Richtung dachten, wollte Vu und Theodora zunächst noch eine Dating-App für digitale Zwillinge entwickeln. Am Ende überzeugte ihn die gemeinsame Vision.
„Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Startup-Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln in Berlin mit Künstlicher Intelligenz Consumer-Startups – von der Idee bis zum ersten Produkt. Während des Programms arbeiten die Fellows gemeinsam im Axel-Springer-Hochhaus und werden von erfahrenen Unternehmern, Investoren und Experten begleitet. Partner wie OpenAI, Vercel, Dash0 und DHL unterstützen sie mit Technologie, Know-how und Mentoring. Gründerszene dokumentiert die gesamte Reise mit Artikeln, Videos und Social-Media-Inhalten – und zeigt hautnah, wie heute die nächste Generation von Startups entsteht.
Eine Idee, mehrere Ansätze
Auf die Grundidee hatte sich das Team schnell geeinigt. Wie die App am Ende aussehen soll, dagegen noch nicht. Statt sich früh auf ein einziges Konzept festzulegen, testen die drei bewusst verschiedene Varianten ihrer Idee.
„Wir haben gemerkt, dass wir uns nicht auf ein festes Konzept versteifen sollten“, sagen sie. „Stattdessen müssen wir mehrere Ansätze parallel ausprobieren.“ Erst wenn sich zeige, welche Version bei Nutzern wirklich funktioniere, wolle sich das Team vollständig darauf konzentrieren. Bis dahin gelte: testen statt diskutieren.
Die Realität ist härter als gedacht
Schon in der ersten Woche folgte der erste Realitätscheck. Um ihre Idee zu validieren, sprach das Team Passanten auf der Straße an und sammelte Feedback.
Das Ergebnis fiel ernüchternd aus. „Wir haben ungefähr 30 Leute angesprochen. Nur ein paar fanden die Idee wirklich gut“, erzählt Garry.
Für die drei war das trotzdem ein Erfolg. Sie hätten gelernt, dass gute Ideen allein nicht reichen – entscheidend sei, wie echte Nutzer darauf reagieren. Genau dafür sei das Fellowship da: möglichst schnell herausfinden, ob ein Product-Market-Fit entstehen kann oder eben nicht.
Als Nächstes wollen die Gründer deshalb einen ersten Prototyp veröffentlichen, Nutzer gewinnen und noch deutlich mehr Feedback einsammeln.
Vertrieb heißt vor allem Durchhalten
Besonders hängen geblieben ist dem Team ein Workshop mit Philipp Strack, Sales-Verantwortlicher bei Dash0. Seine wichtigste Botschaft: Im Vertrieb gewinnt oft nicht die beste Idee, sondern die größte Hartnäckigkeit.
Im Schnitt brauche es 16 Kontaktpunkte, bis aus einem Interessenten ein Kundentermin werde, erklärte Strack. Die meisten gäben allerdings schon nach fünf Versuchen auf.
Diese Denkweise wollen die Gründer nun auch auf ihr eigenes Startup übertragen. Gerade am Anfang sei Erfolg oft ein Numbers Game, nicht das Ergebnis des perfekten Pitches.
Begegnung mit Capital Bra und Samra
Einen eher unerwarteten Moment gab es während ihrer Straßenumfrage ebenfalls: Plötzlich standen Capital Bra und Samra vor ihnen. Die Chance auf ein spontanes Video ließen sie allerdings verstreichen „Wir haben uns nicht ganz getraut“, sagen sie.
Für die zweite Woche ist das Ziel dafür umso klarer: weniger diskutieren, mehr bauen. Der erste Prototyp soll möglichst schnell online gehen. Danach sollen nicht mehr die Gründer entscheiden, welche Version der App die beste ist, sondern die Nutzer.
„Gründerszene sucht die Supergründer“ powered by Dash0, DHL, OpenAI & Vercel.
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21-Jähriger will das „Idealo für Secondhand“ bauen
Tagelang coden, kaum Schlaf und ein erster Prototyp: So verlief die erste Woche von Amerigo Velletti im Sommer-Camp „Gründerszene sucht die Supergründer“. Seine Idee: ein „Idealo für Secondhand“ zu bauen.
Schlaf? Eher Mangelware. Motivation? 100 Prozent. So beschreibt Amerigo Velletti seine ersten Tage bei unserem Startup-Camp „Gründerszene sucht die Supergründer“. Acht ausgewählte Fellows haben zehn Wochen Zeit, mithilfe von Künstlicher Intelligenz Consumer-Apps zu entwickeln.
Amerigo ist damit voll in das Gründerleben gestartet. Extra für das Camp ist der 21-Jährige von München nach Berlin gezogen – und verbringt aktuell fast jede wache Stunde mit seiner Idee. „Meine Mitbewohner habe ich immer noch nicht kennengelernt, weil ich immer erst frühestens um 1 Uhr heimkomme. Und ich gehe immer, bevor die überhaupt wach sind. Also, ich sehe deren Schuhe immer in der Früh, aber keine Ahnung, wer das eigentlich ist.“ Auch am Wochenende hat er keine Pause gemacht, erzählt er. Stattdessen hat er weiter an seiner Idee gearbeitet.
„Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Startup-Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln in Berlin mit Künstlicher Intelligenz Consumer-Startups – von der Idee bis zum ersten Produkt. Während des Programms arbeiten die Fellows gemeinsam im Axel-Springer-Hochhaus und werden von erfahrenen Unternehmern, Investoren und Experten begleitet. Partner wie OpenAI, Vercel, Dash0 und DHL unterstützen sie mit Technologie, Know-how und Mentoring. Gründerszene dokumentiert die gesamte Reise mit Artikeln, Videos und Social-Media-Inhalten – und zeigt hautnah, wie heute die nächste Generation von Startups entsteht.
Idealo für Secondhand-Produkte
Seine Idee: eine KI-gestützte Suchmaschine für Secondhand-Produkte – plattformübergreifend.„Quasi Idealo für Secondhand. Das ist so mein Slogan, mit dem ich mich auch beworben habe“, erzählt er im Gespräch mit Gründerszene. Seine App soll Angebote von Plattformen wie Kleinanzeigen, Vinted, Back Market oder Refurbed bündeln. Nutzer geben einfach an, wonach sie suchen, die KI durchsucht verschiedene Marktplätze und liefert die passendsten Treffer.
Dabei geht es Amerigo nicht nur um den günstigsten Preis. Gerade bei gebrauchten Produkten spiele auch der Zustand eine entscheidende Rolle. „Wenn ich irgendwas Secondhand kaufe, schaue ich immer auf den Zustand.“ Zum Start konzentriert er sich deshalb auf Elektronikgeräte.
Seine Zielgruppe sind Menschen, die nachhaltig einkaufen möchten. Langfristig wolle er den gesamten Kaufprozess vereinfachen: „Das wäre eigentlich mein Traum, dass ich halt so ein End-to-End-Funnel baue, dass der User sozusagen weniger Zeit im Shopping benutzen muss.“
So will Amerigo die Suchfunktionen optimieren
Die Idee entstand aus einem alltäglichen Problem. „Wenn ich auf der eBay Kleinanzeigen-App beispielsweise nach einer bestimmten Lampe suche, kriege ich 18 verschiedene Lampen angeboten, bevor ich die Lampe angezeigt kriege, die ich eigentlich suche.“ Genau hier soll KI helfen. „Ich denke, so ein Categorizer, vor allem ein Image-Categorizer mit Embedding-Models, wie man sie jetzt bauen kann, ist ein sehr aktueller Fit, den man auch technisch sehr easy umsetzen kann.“
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Die ersten Schritte zur Vergleichs-Plattform
Technische Unterstützung brauchte Amerigo bisher kaum. „Ich habe schon einige Jahre programmiert.“ Er bringt einen starken technischen Hintergrund mit. Neben seiner Tätigkeit als Gründungsmitglied von Vakanzio, wo er an KI-Agenten, agentenbasierten RAG-Pipelines und Full-Stack-Automatisierung mit Python, LangChain und React arbeitete, absolvierte er seinen Bachelor in Wirtschaftsinformatik an der Technischen Universität München mit der Note 1,0.
Die ersten Tage des Sommer-Camps verbrachte er deshalb vor allem mit dem Aufbau seines Produkts. „Ich habe drei Tage gecodet. Also bisher ist wirklich noch nicht so viel passiert.“
Sein wichtigstes Werkzeug ist dabei Codex (Hinweis: OpenAI ist Partner bei unserem Fellowship). Zusätzlich nutzt er Superset als Orchestrierungs-Framework, um mehrere KI-Agenten parallel laufen zu lassen, ohne dass sie einander behindern. Für das Frontend setzt er unter anderem auf Google Stitch, das aus Textprompts, Sprache oder Skizzen Benutzeroberflächen und produktionsreifen Frontend-Code generiert.
Neben der technischen Umsetzung holte er sich früh Feedback ein. Er sprach mit Freunden über seine Idee und kontaktierte Menschen, die an ähnlichen Produkten arbeiten. Parallel analysierte er die bestehenden Anbieter wie eBay, Rebuy oder andere Secondhand-Plattformen.
Jetzt geht es vor allem ums Testen. Auch dafür ist Amerigo bereits aktiv geworden: Er hat die Plattformen kontaktiert, auf deren Angebote seine Nutzer später weitergeleitet werden sollen.
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Die größte Herausforderung: an die richtigen Datensätze kommen
Genau dabei stößt er auf ein Problem. „Eigentlich will ich vor allem deren Daten haben. Also für den Beginn brauche ich am besten einen hochwertigen Datenauszug, damit ich anfangen kann, mit Echtbeispielen zu testen.“
Langfristig soll seine App deutlich mehr können, als Angebote verschiedener Plattformen zusammenzuführen und Nutzer weiterzuleiten. Seine Vision sind sogenannte Autonomous Buying Recommendations: KI-Agenten, die passende Produkte nicht nur empfehlen, sondern den Kaufprozess bis kurz vor den Abschluss eigenständig begleiten.
Doch genau dafür braucht er hochwertige Datensätze – und die sind schwer zu bekommen. „Bisher kam da wenig zurück,“ sagt er. Von Refurbed habe er einen kleinen Datenauszug erhalten. Über eBay konnte er sich ebenfalls Datensätze organisieren. Schwieriger gestaltet sich der Austausch mit Vinted: „Vinted hat mir auf Französisch geantwortet, obwohl ich englische Anfragen gestellt habe. Da bin ich ein bisschen stuck.“
Trotzdem arbeitet er weiter daran, zusätzliche Plattformen an seine Anwendung anzubinden. Einen ersten Prototyp gibt es bereits. Er läuft derzeit unter dem Namen Remtio – auch wenn Amerigo mit dem Branding noch nicht glücklich ist. Mit dem aktuellen Entwicklungsstand geht er hart ins Gericht: „Also ich bin jetzt auch nicht so happy, wo der Stand aktuell ist, aber vielleicht habe ich auch einfach mal sehr hohe Ansprüche.“
Gerade die Abhängigkeit von externen Partnern koste ihn Zeit. „Wenn man weiß, wie schnell es eigentlich gehen kann, aber man an solchen Sachen hängt, dann frustriert das schon.“ Außerdem steht er in Kontakt mit Idealo aus dem Springer-Netzwerk, verrät er. Wie dort eine mögliche Zusammenarbeit aussehen könnte, soll sich in Woche Zwei des Camps herausstellen. Obendrein will er den Prototypen weiter verbessern. Sein Ziel für Woche Zwei: Seine KI soll den Kaufprozess einen entscheidenden Schritt weiter begleiten. Bislang könne der Agent passende Produkte empfehlen und sie in einen Warenkorb legen. Künftig soll er Nutzer jedoch nahtlos bis zum eigentlichen Kauf führen.
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„Bei den Basics bleiben.“
Das prägendste Gespräch der ersten Woche führte Amerigo mit Dash0-Mitgründer und CEO Mirko Novakovic. „Das war wirklich wahnsinnig beeindruckend.“
Vor allem eine Erkenntnis nimmt er aus dem Austausch mit: Erfolg entsteht nicht durch den einen genialen Einfall, sondern durch konsequente Arbeit am Produkt. „Key-Learning, was ich aus der Woche mitgenommen habe, war auf jeden Fall, bei den Basics bleiben und einfach weitermachen.“ Für ihn bedeutet das: jeden Morgen pünktlich anfangen und stundenlang coden.„Eben so lange an dem Produkt arbeiten, bis es den eigenen Qualitätsstandards genügt. Und dann ein bisschen proud über sich selbst sein.“
„Gründerszene sucht die Supergründer“ powered by Dash0, DHL, OpenAI & Vercel.
Digital Business & Startups
Project Q erhält 15 Millionen – Skalar bekommt 12 Millionen – MAIA sammelt 4 Millionen ein
#DealMonitor
+++ #DealMonitor +++ DefenseTech Project Q erhält 15 Millionen +++ Steuerkanzlei-Startup Skalar bekommt 12 Millionen +++ KI-Startup MAIA sammelt 4 Millionen ein +++ NextGO Epi erhält 2 Millionen +++ FairCap kauft New Work InterNations ab +++

Im #DealMonitor für den 14. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
Project Q
+++ Der Warschauer Early Stage-Investor Expeditions, der Rüstungskonzern Hensoldt, der Frankfurt Geldgeber Heliad sowie Altinvestoren wie Project A investieren 15 Millionen Euro (Series A) in Project Q. Das DefenseTech, 2024 von Leonard Wessendorff und Frank Christian Sprengel in München gegründet, entwickelt „intelligente, interoperable Systeme, die in Echtzeit ein umfassendes Lagebild liefern, operative Entscheidungen unterstützen und damit Europas technologische Souveränität im Verteidigungsbereich stärken“. Erst im Juli 2025 sammelte das Unternehmen 7,5 Millionen Euro ein. Das frische Kapital soll vor allem „in die Weiterentwicklung von HYDRIS, einer europäischen Open-Source Integrations- und Orchestrierungsplattform“ fließen. Project A hält derzeit rund 20 % am Unternehmen. Auf Hensoldt entfallen rund 5 %. Expeditions ist mit 8 % an Bord. Mehr über Project Q
Skalar
+++ Der Berliner Investor Headline, der junge KI-Investor futurepresent, QED Investors, Repeat, MS&AD und Foreword sowie Business Angels investieren 12 Millionen Euro (Pre-Seed-, Seed) in Skalar. Das Münchner Startup, 2025 vom Stocard-Gründer Björn Goß (100 Millionen-Exit an Klarna), Niklas Wagener, Florian Lang, Martin Gugel und Christian Pötter gegründet, positioniert sich als „AI-first Steuer- und Buchhaltungskanzlei“. Das Team verbindet dabei „einen eigens entwickelten Technologie-Stack mit menschlichen Steuerexperten“. Das Ziel sind „schnellere, proaktivere und besser skalierbare Leistungen in Steuer, Buchhaltung und Lohn“. Das frische Kapital soll unter anderem in die Weiterentwicklung des „KI-Systems“ fließen. Mehr über Skalar
MAIA
+++ TGFS Technologiegründerfonds Sachsen und die SBG – Sächsische Beteiligungsgesellschaft investieren 4 Millionen Euro in MAIA. Das Startup aus Leipzig, 2021 von Carolin Maier, Mathias Jakob und Moritz von Hammerstein gegründet, kümmert sich um industrielle Produktentwicklung. „Das wertvolle Know-how technischer Unternehmen wächst über Jahre, verteilt sich aber über unzählige Dokumente und Systeme. Genau dieses Wissen führt die KI-Software zusammen und macht es datenschutzkonform und in Sekunden für die Mitarbeitenden verfügbar“, heißt es zum Konzept. TGFS Technologiegründerfonds Sachsen, ein Schweizer Family Office und Business Angels investieren zuvor bereits eine siebenstellige Summe in MAIA. TGFS hielt zuletzt rund 20 % am Unternehmen. Mehr über MAIA
NextGO Epi
+++ Der Berliner Frühphasengeldgeber Vireo Ventures, der amerikanische Geldgeber Ultratech Capital Partners und der Berliner Investor IBB Ventures investieren 2 Millionen Euro in NextGO Epi. Das Startup aus Berlin, 2025 von Ta-Shun Chou, Andreas Popp und Andreas Fiedler als Spin-off des Leibniz-Institut für Kristallzüchtung gegründet, produziert Galliumoxid-Epitaxiewafer für Leistungshalbleiter. Die Materialien bilden die Grundlage für energieeffizientere Leistungselektronik in Bereichen wie Elektromobilität, Energietechnik und KI-Infrastruktur. Vireo hält nun rund 11 % am Unternehmen. Mehr über NextGO Epi
MERGERS & ACQUISITIONS
FairCap – InterNations
+++ Die Münchner Beteiligungsgesellschaft FairCap übernimmt von New Work das Unternehmen InterNations, ein Netzwerk für Menschen, die im Ausland leben und arbeiten. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. „Die Transaktion steht für eine konsequente Fokussierung der New Work SE auf das Geschäft mit Recruiting- und Employer-Branding-Lösungen“, heißt es zum Deal. InterNations gehörte seit 2017 zu New Work. Damals legte das Unternehmen rund 30 Millionen für InterNations auf den Tisch. Mehr über InterNations
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): azrael74
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