Künstliche Intelligenz
Acer bringt TravelMate P4 und P2 mit Core Ultra 300
Acer spendiert seinen Business-Notebooks der Baureihen TravelMate P4 und TravelMate P2 ein frisches Innenleben: In Kürze wird es die Geräte mit Intel-Prozessoren der 2026er-Familie Core Ultra 300 alias Panther Lake geben. Bislang kamen darin noch Core Ultra 200H alias Arrow Lake zum Einsatz, doch diesen fehlte eine starke KI-Einheit (Neural Processing Unit, NPU), um KI-Anwendungen lokal laufen zu lassen.
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Acer ist stolz darauf, seinen Kunden nun in allen TravelMate-Serien Notebooks anzubieten, die das Logo Copilot+ tragen und damit starke NPUs für lokale KI-Anwendungen mitbringen. Mit Core Ultra 300 (Panther Lake) werden aber nur die neuen P2 und P4 bestückt; P6 und X4 verharren bei Core Ultra 200V (Lunar Lake).
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Das TravelMate gibt es als normalen 14-Zöller sowie in einer Variante mit stiftbedienbarem Touchscreen und 360-Grad-Scharnieren; letztere trägt den Namenszusatz Spin. Das TravelMate P2 ist immer ein herkömmliches Notebook, aber wahlweise mit 14 oder 16 Zoll großem Bildschirm und jeweils auf Wunsch auch mit integriertem Mobilfunkmodem erhältlich.
Admins können festlegen, dass das Notebook aus Sicherheitsgründen den Betrieb einstellt, wenn sein BIOS bemerkt, dass die Bodenplatte abgenommen wurde. Auch von den hauseigenen Gaming-Notebooks – Markennamen Nitro und Predator – wurde etwas übernommen, nämlich die Funktion DustDefender: Alle paar Stunden drehen sich die Lüfter kurzzeitig in die entgegengesetzte Richtung und pusten so Staub aus dem Gehäuse, der sonst die feinen Kühllamellen verstopfen könnte, was die Kühlung verschlechert.

Acer betont auf den Deckeln der neuen TravelMates deren Familiennamen. Den Schlitz in der Ecke gibt es nur bei Modellen mit Mobilfunkmodem, denn dahinter verbergen sich die zugehörigen Antennen.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Weiterhin Verkaufsverbot in Deutschland
Während erste Chargen der neuen TravelMates je nach Modell und Vertriebsregion im Mai oder Juni aus Fernost ankommen sollen, bleibt Deutschland auf absehbare Zeit außen vor: Seit Mitte Februar setzt Nokia hierzulande ein Verkaufs- und Werbeverbot durch, nachdem das Landgericht München geurteilt hatte, dass Acer (und auch Asus) Patente rund um den Videostandard H.265 alias HEVC verletzt.
Das Verbot betrifft ausschließlich Deutschland; in anderen inner- wie außereuropäischen Länder läuft der Vertrieb wie gewohnt weiter. Im Zweifelsfall wäre ein Kauf im EU-Ausland möglich, allerdings dann mit den dortigen Tastaturlayouts. Österreich und die Schweiz sind aber insofern betroffen, als dass deutschsprachige Datenblätter, Werbematerialien und auch -veranstaltungen üblicherweise zentral für die gesamte sogenannte DACH-Region geplant werden. Das fällt derzeit flach. Die nun erfolgte Produktenthüllung der neuen TravelMates wurde allerdings von der europäischen (nicht der deutschen) Acer-Niederlassung organisiert und im italienischen Mailand durchgeführt.
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Zu hiesigen Preisen und Verfügbarkeiten gab es auf der Veranstaltung keinerlei Auskunft; generell wurden wie üblich auch keine Aussagen zur aktuellen Situation oder deren Dauer gemacht. Bei vergangenen Patenturteilen und damit verbundenen Verkaufsverboten hat es zuletzt mehrere Monate gedauert, bis es zu einer Einigung kam und der Verkauf wieder begann.
Hinweis: Acer hat den Autor zur Produktvorstellung nach Mailand eingeladen und die Reisekosten übernommen.
(mue)
Künstliche Intelligenz
Donnerstag: Alpha-Version neuer Xbox erst 2027, Elon Musks KI-Projekt Marcohard
Auf der Game Developers Conference verrät Microsoft Details der nächsten Xbox. Zwar wurde zuvor bereits bekannt, dass die kommende Spielkonsole auch PC-Spiele spielt, aber das gilt auch umgekehrt für Xbox-Spiele am PC. Denn Xbox und Windows-PC nähern sich immer mehr an. Allerdings nicht sofort: Entwickler können die neue Xbox erst ab 2027 testen. Macrohard wurde ebenfalls erst angekündigt, sollte aber früher nutzbar sein. Die neue Lösung von Elon Musk soll xAIs früheres Macrohard-Projekt und Teslas KI-Agent „Digital Optimus“ zu einem intelligenten KI-System in Echtzeit verschmelzen, mit Grok als zentralem Navigator. Der Name ist eine augenzwinkernde Anspielung auf Microsoft. Derweil zeigt sich Zensur heute selten als Verbot. Sie wirkt über Filter, Geschäftsmodelle und Regulierung – oft im Namen des Schutzes, heißt es in unserem Kommentar zur Macht der Plattformen. Dabei ist Informationskontrolle vielschichtig, aber derzeit wird vieles von Unternehmen ohne Legitimation herausgefiltert – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Microsoft verspricht „einen Quantensprung in Leistung und Möglichkeiten des Raytracing“ für die nächste Generation seiner Spielkonsole. Damit soll die neue Xbox „realistischere, immersivere und dynamischere Welten für die Spieler“ bieten. Das erklärte Jason Ronald, Vizepräsident der nächsten Xbox-Generation, gestern auf der Game Developers Conference 2026. Grundlage soll eine neue Version von AMDs KI-Upscaler namens „FSR Diamond“ sein. Allerdings müssen sich selbst Entwickler von Xbox-Spielen gedulden. Alpha-Versionen der nächsten Xbox sollen erst 2027 zur Verfügung stehen. Parallel arbeitet Microsoft daran, Xbox-Spiele auf Windows-PCs zu bringen. Der entsprechende Konsolenmodus für Windows kommt in Kürze, so Microsoft: Entwicklerversion der nächsten Xbox kommt nicht vor 2027.
Auf „Macrohard“ müssen wir hingegen nicht mehr derart lange warten, nachdem Elon Musk am Mittwoch das gemeinsame Projekt seines Elektroautobauers Tesla und des KI-Startups xAI angekündigt hat. Das System, das die Funktionen von Softwareunternehmen nachbilden könnte, baut auf dem „Macrohard“-Projekt von xAI und Teslas KI-Agenten „Digital Optimus“ auf, wobei das KI-Sprachmodell Grok von xAI als übergeordneter „Navigator“ fungiert. Die KI steuert Digital Optimus, welches die letzten fünf Sekunden der Bildschirmanzeige und Maus-/Tastatureingaben in Echtzeit verarbeitet und ausführt. Musk vergleicht dies „mit einer deutlich fortschrittlicheren und ausgefeilteren Version von Navigationssystemen“: Elon Musk kündigt gemeinsames Projekt „Macrohard“ von xAI und Tesla an.
Grok wurde bekannt durch X, Musks Twitter-Version, und diese Social-Media-Plattform gehört laut unseres Kommentars zu einer der Ebenen heutiger Informationskontrolle. Denn die wirkungsvollste Zensur unserer Zeit kommt nicht von Diktatoren – sie kommt von Algorithmen, Geschäftsmodellen und gut gemeinten Gesetzen. Sie ist unsichtbar, und genau das macht sie so gefährlich. Denn (KI-gesteuerte) Algorithmen von Internet-Plattformen löschen Videos und Beiträge oder stufen sie herab, sodass Nutzer sie kaum mehr zu sehen bekommen – ohne demokratische Legitimation, ohne Rechenschaftspflicht. Die Macht der Plattformen ist daher das am meisten unterschätzte Problem, meint Hartmut Gieselmann in seinem Kommentar zu heutiger Internet-Zensur: Wie Algorithmen die Wahrheit filtern.
Google bietet für seine Pixel-Smartphones eine Akkuschonfunktion an. Mit der Einstellung wird das Laden des Akkus auf 80 Prozent der maximalen Kapazität begrenzt, um die langfristige Leistungsfähigkeit des Akkus möglichst lange zu erhalten. Nach dem Einspielen des Pixel Drops (Android 16 QPR3) berichten Nutzer, dass es mit dieser Einstellung viel länger dauert, bis der Akku 80 Prozent seiner Kapazität erreicht hat. Das ist Absicht, erklärt Google. Es handelt sich um eine bewusste Änderung und „dient der Verwaltung der Batteriegesundheit“. Zwar sollte es die normale Nutzung des Geräts nicht beeinträchtigen, aber Google arbeitet nach eigenen Angaben trotzdem „daran, diese Benutzererfahrung zu optimieren“ für Pixel: Google drosselt Laden bei 80-Prozent-Limit massiv.
In der heutigen Ausgabe der #heiseshow sprechen wir unter anderem darüber, dass Anthropics KI-Modell in kurzer Zeit über 100 Schwachstellen in Firefox fand. Doch dieselben Werkzeuge stehen auch Angreifern offen. Verbessert KI-gestütztes Bug-Finding die IT-Sicherheit insgesamt oder beschleunigt es vor allem das Wettrüsten? Zudem diskutieren wir die Rückkehr der Atomkraft, denn Small Modular Reactors sollen Anfang der 2030er-Jahre als flexible Ergänzung zum Stromnetz verfügbar sein. Ist das eine realistische Perspektive oder politisches Wunschdenken? Eine Rückkehr feiert auch das Homeoffice in einigen Ländern, in denen Firmen Mitarbeiter als Energiesparmaßnahme nach Hause schicken. Doch spart Homeoffice wirklich Energie oder verlagert es den Verbrauch nur von der Firma in den Privathaushalt? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: KI auf Bug-Suche, Kernkraft-Comeback, Homeoffice in der Energiekrise.
Auch noch wichtig:
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(fds)
Künstliche Intelligenz
Microsoft: Entwicklerversion der nächsten Xbox kommt nicht vor 2027
Microsoft verspricht „einen Quantensprung in Leistung und Möglichkeiten des Raytracing“ für die nächste Generation seiner Spielkonsole. Damit soll die neue Xbox „realistischere, immersivere und dynamischere Welten für die Spieler“ bieten. Das erklärte Jason Ronald, Vizepräsident der nächsten Xbox-Generation, gestern auf der Game Developers Conference 2026 (GDC). Grundlage soll eine neue Version von AMDs KI-Upscaler namens „FSR Diamond“ sein. Allerdings müssen sich selbst Entwickler von Xbox-Spielen gedulden. Alpha-Versionen der nächsten Xbox sollen erst 2027 zur Verfügung stehen.
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Dass die neue Xbox nicht vor 2027 präsentiert wird, ist bereits seit mindestens letztem Monat bekannt. Anfang Februar sagte AMD-Chefin Lisa Su, dass AMD den nächsten Xbox-Prozessor 2027 fertigstellt. Microsofts nächste Spielkonsole basiert erneut auf einem Semi-Custom-Prozessor von AMD, der demnach aber erst nächstes Jahr fertig ist. Aus AMD-Sicht steht einer Markteinführung 2027 damit wohl nichts im Wege. Microsoft könnte sie aber auch ins Jahr 2028 schieben, wenn die aktuelle Speicherkrise die Konsole deutlich verteuern würde.
AMDs neuer KI-Upscaler FSR Diamond
Zu den Spezifikationen des neuen AMD-Prozessors ist nichts bekannt, aber jetzt schreibt Jack Huynh, Leiter von AMDs Computing and Graphics Group, dass der neue KI-Upscaler „FSR Diamond“ heißen wird. AMDs künstliche Frame-Generierung basiert auf maschinellem Lernen und soll für ein flüssiges Gameplay sorgen, indem Zwischenbilder auf Basis vorheriger und folgender Bilder erzeugt werden. FSR Diamond wurde laut Huynh „entwickelt für die native Optimierung für Project Helix und tief integriert in das GDK“, Microsofts Game-Development-Kit für Entwickler.
Den Codenamen der nächsten Xbox, „Project Helix“, hat die neue Xbox-CEO Asha Sharma erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben. Bei einem Teaser der neuen Konsolengeneration bestätigte Microsoft, dass Project Helix PC-Spiele spielt. Das hat auch Jason Ronald auf der GDC jetzt bekräftigt. „Der PC wird ein immer wichtigerer Bestandteil von Xbox“, sagte er laut The Verge auf der GDC. „Wir bringen das Beste von Xbox direkt auf Windows.“
Xbox-Spiele auch auf Windows-PCs
Dafür soll der Konsolenmodus für Windows sorgen, der Xbox-Spiele auch auf dem Windows-PC nutzbar macht. Das hatte sich bereits letztes Jahr abgezeichnet, als die Handheld-Konsole ROG Xbox Ally mit Windows 11 und einer angepassten Oberfläche erschien. Die zugrundeliegenden Grafik-APIs für die Spielentwicklung hat Microsoft mit DirectX 12 schon lange angeglichen. Jetzt verspricht Ronald, dass dieser Xbox-Modus für Windows 11 „für ausgewählte Märkte ab April“ zur Verfügung stehen wird.
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Damit sollen Entwickler Spiele nur einmal programmieren müssen, um sie auf Windows-PC und Xbox zu bringen, statt sie entsprechend anzupassen oder umzuschreiben. Unklar bleibt, ob dies alle kommenden Xbox-Spiele einschließen wird und ob es genügt, einmal für ein Spiel zu zahlen, man es aber sowohl am PC als auch auf der Xbox spielen zu können. Ronald deutete dies immerhin an. Im Rahmen des Programms „Xbox Play Anywhere“ sei es möglich, „Spiele nahtlos über verschiedene Bildschirme hinweg mitzunehmen“.
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(fds)
Künstliche Intelligenz
Hannover Messe verspricht mehr künstliche Intelligenz und KI-gesteuerte Roboter
Wie künstliche Intelligenz die Fähigkeiten von Robotern und die industrielle Fertigung verbessern kann, soll die kommende Hannover Messe zeigen. Ob es dabei bereits um humanoide Roboter gehen wird, die sich in der Produktionshalle frei bewegen, Teile sortieren und autonom das passende Werkzeug und Material besorgen, ist fraglich. Aber: „Die KI ist an einem Wendepunkt und steht vor dem Einzug in die Werkhalle. Und mit ihr kommt die physische KI, flexibel reagierende Roboter mit zunehmend autonomen Funktionen“, sagte Messechef Jochen Köckler auf der Hannover-Messe-Preview.
Der weitaus überwiegende Teil der Messehallen sei daher dem Thema „Automation & Digitalisierung“ zugeordnet. Industrielle KI biete die Chance, Produktionsdaten in Echtzeit zu analysieren, beispielsweise in Form von Bild- oder Geräuschanalysen. Dadurch ist es möglich, Herstellungsabläufe flexibel an Störungen anzupassen. Zudem schaffen die gesammelten Produktionsdaten und steigende Automation die Voraussetzungen dafür, Herstellungszyklen zu verkürzen, also Produkte schneller zu verändern, zu variieren, und neue Funktionen einzuführen.
KI beschleunigt darüber hinaus viele weitere Prozesse. Eine Roboterküche kann Gerichte frisch zubereiten, auch wenn kein Personal zugegen ist. Ein Roboter an einer Fräsmaschine kann auf überraschend auftretende Schwingungen reagieren. Und der Firmenchef „höchstselbst“ kann künftig zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Besuchern online reden und sogar diskutieren, wenn er einen KI-Avatar mit seinem Aussehen, seinen Eigenheiten und seiner Art zu sprechen aufbauen lässt.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Hannover Messe verspricht mehr künstliche Intelligenz und KI-gesteuerte Roboter“.
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