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Acer bringt TravelMate P4 und P2 mit Core Ultra 300


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Acer spendiert seinen Business-Notebooks der Baureihen TravelMate P4 und TravelMate P2 ein frisches Innenleben: In Kürze wird es die Geräte mit Intel-Prozessoren der 2026er-Familie Core Ultra 300 alias Panther Lake geben. Bislang kamen darin noch Core Ultra 200H alias Arrow Lake zum Einsatz, doch diesen fehlte eine starke KI-Einheit (Neural Processing Unit, NPU), um KI-Anwendungen lokal laufen zu lassen.

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Acer ist stolz darauf, seinen Kunden nun in allen TravelMate-Serien Notebooks anzubieten, die das Logo Copilot+ tragen und damit starke NPUs für lokale KI-Anwendungen mitbringen. Mit Core Ultra 300 (Panther Lake) werden aber nur die neuen P2 und P4 bestückt; P6 und X4 verharren bei Core Ultra 200V (Lunar Lake).

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Das TravelMate gibt es als normalen 14-Zöller sowie in einer Variante mit stiftbedienbarem Touchscreen und 360-Grad-Scharnieren; letztere trägt den Namenszusatz Spin. Das TravelMate P2 ist immer ein herkömmliches Notebook, aber wahlweise mit 14 oder 16 Zoll großem Bildschirm und jeweils auf Wunsch auch mit integriertem Mobilfunkmodem erhältlich.

Admins können festlegen, dass das Notebook aus Sicherheitsgründen den Betrieb einstellt, wenn sein BIOS bemerkt, dass die Bodenplatte abgenommen wurde. Auch von den hauseigenen Gaming-Notebooks – Markennamen Nitro und Predator – wurde etwas übernommen, nämlich die Funktion DustDefender: Alle paar Stunden drehen sich die Lüfter kurzzeitig in die entgegengesetzte Richtung und pusten so Staub aus dem Gehäuse, der sonst die feinen Kühllamellen verstopfen könnte, was die Kühlung verschlechert.



Acer betont auf den Deckeln der neuen TravelMates deren Familiennamen. Den Schlitz in der Ecke gibt es nur bei Modellen mit Mobilfunkmodem, denn dahinter verbergen sich die zugehörigen Antennen.

(Bild: Florian Müssig / heise medien)

Während erste Chargen der neuen TravelMates je nach Modell und Vertriebsregion im Mai oder Juni aus Fernost ankommen sollen, bleibt Deutschland auf absehbare Zeit außen vor: Seit Mitte Februar setzt Nokia hierzulande ein Verkaufs- und Werbeverbot durch, nachdem das Landgericht München geurteilt hatte, dass Acer (und auch Asus) Patente rund um den Videostandard H.265 alias HEVC verletzt.

Das Verbot betrifft ausschließlich Deutschland; in anderen inner- wie außereuropäischen Länder läuft der Vertrieb wie gewohnt weiter. Im Zweifelsfall wäre ein Kauf im EU-Ausland möglich, allerdings dann mit den dortigen Tastaturlayouts. Österreich und die Schweiz sind aber insofern betroffen, als dass deutschsprachige Datenblätter, Werbematerialien und auch -veranstaltungen üblicherweise zentral für die gesamte sogenannte DACH-Region geplant werden. Das fällt derzeit flach. Die nun erfolgte Produktenthüllung der neuen TravelMates wurde allerdings von der europäischen (nicht der deutschen) Acer-Niederlassung organisiert und im italienischen Mailand durchgeführt.

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Zu hiesigen Preisen und Verfügbarkeiten gab es auf der Veranstaltung keinerlei Auskunft; generell wurden wie üblich auch keine Aussagen zur aktuellen Situation oder deren Dauer gemacht. Bei vergangenen Patenturteilen und damit verbundenen Verkaufsverboten hat es zuletzt mehrere Monate gedauert, bis es zu einer Einigung kam und der Verkauf wieder begann.

Hinweis: Acer hat den Autor zur Produktvorstellung nach Mailand eingeladen und die Reisekosten übernommen.


(mue)



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Technologie als Staatsräson: Was Palantir mit seinem Manifest bezweckt


„Silicon Valley ist vom Weg abgekommen“, sagte Palantir-CEO Alex Karp im vergangenen Jahr in mehreren Interviews – ein Vorgeschmack auf die Kritik, die er im Frühjahr 2025 in seinem Buch „The Technological Republic“ ausführlich verschriftlichte. Kürzlich postete Palantir dann eine zugespitzte Fassung in 22 Thesen mit der knappen Begründung: „Weil wir viel gefragt werden.“ Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Palantir steht unter wachsendem öffentlichen und politischen Druck – das Manifest ist die Antwort darauf.

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Dass Palantir sich vielen Fragen stellen muss, stimmt. Aus einem Unternehmen, das anfänglich nur im Sicherheitsbehördenbereich in den USA tätig war, ist über die Jahre ein globaler Player geworden, der um Kunden für seine Datenanalyse- und KI-Systeme in verschiedenen Bereichen wirbt. Militär, Polizei, Behörden (und damit der Staat) bleiben jedoch der zentrale Geschäftsbereich, auf dem Palantirs Erfolg basiert. Gleichzeitig stehen Palantir und seine Führung um Alex Karp sowie Investor und Mitgründer Peter Thiel zunehmend in der öffentlichen Kritik. Insbesondere in sicherheitspolitischen Debatten, auch außerhalb der USA, entzünden sich Kontroversen an der Frage, ob und unter welchen Bedingungen Palantir-Technologien eingesetzt werden sollten und welche Folgen dies für die Gesellschaft haben kann. Der Einsatz von Palantir ist politisch und rechtlich umstritten, es gibt wachsende Kritik zur Rolle von Palantir im NHS in England. Hinzu kommen die Frage nach der digitalen Souveränität und Zweifel an der Wirksamkeit des Systems im Einsatz bei der Polizei.

Die Kritik dominierte in den vergangenen Monaten die Schlagzeilen. Dabei ist Dominanz eigentlich ein Schlagwort, das Palantir und sein Chef nicht nur auf dem Schlachtfeld im Militärbereich, sondern auch in der Außendarstellung auf T-Shirts gerne verwendet sehen. Vor diesem Hintergrund wirkt das Timing des Posts weniger zufällig, sondern als strategisches Agenda-Setting im politischen Moment.




Das 22-Thesen-Manifest schlägt mit seiner sicherheitspolitischen Rhetorik viral in die öffentliche Debatte ein, zahlreiche Medien berichteten. Der X-Post ist dabei weniger als klassische Produktwerbung zu verstehen, sondern als strategisches Kommunikationsinstrument. Ein Unternehmen spricht hier wie ein politischer Akteur über Staat, Krieg und Gesellschaft.

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Die im Buch formulierten Thesen werden in ein zugespitztes, öffentlichkeitswirksames Narrativ übersetzt, das sicherheitspolitische Bedrohungsszenarien mit der Notwendigkeit technologischer Lösungen verknüpft. So heißt es: „Die Fähigkeit freier und demokratischer Gesellschaften, sich durchzusetzen, erfordert mehr als moralische Appelle. Sie erfordert Hard Power, und Hard Power wird in diesem Jahrhundert auf Software basieren.“ Dazu zählen laut dem Manifest auch KI-Waffen und eine Wehrpflicht. Zugleich wird argumentiert, nicht nur die „Ingenieurselite des Silicon Valley“ habe eine Verpflichtung zur Verteidigung der Nation, auch die Gesellschaft müsse Risiken und Kosten künftiger Konflikte stärker mittragen. Silicon Valley müsse auch „einen Beitrag zur Bekämpfung von Gewaltverbrechen leisten“. Für „ernsthafte Anstrengungen zur Lösung des Problems“ müssten Politiker auch „Risiken ihren Wählern oder Spendern gegenüber“ eingehen. Die Botschaft richtet sich damit gleichzeitig an politische Entscheidungsträger, Sicherheitsbehörden, Investoren und die Tech-Öffentlichkeit.

Der Post spiegelt das politische Selbstbild und die ideologische Positionierung Palantirs wider. Technologie wird hier nicht mehr nur als Werkzeug, sondern als strukturierendes Prinzip staatlicher Handlungsfähigkeit dargestellt.

In These 15 des Manifests heißt es, die Entmilitarisierung Deutschlands und Japans nach dem Zweiten Weltkrieg sei eine „Überkorrektur“, für die Europa heute einen hohen Preis zahle. Auf den ersten Blick mag es verblüffen, dass das Manifest Deutschland direkt adressiert. Doch der Fokus auf Deutschland ist kein Zufall – er ist für Karp auch ein persönliches Anliegen. Der Palantir-CEO promovierte an der Goethe-Universität Frankfurt, besuchte Seminare von Jürgen Habermas und lebte mehrere Jahre in Deutschland – er überlegte sogar, dauerhaft zu bleiben. Diese Prägung zieht sich auch durch „The Technological Republic“. Das Buch liest sich als politisches Manifest, das die Ideologie und die politische Agenda hinter dem Unternehmen Palantir und seinen Machern erklärt. Besonders deutlich wird das im Verhältnis zu Deutschland – einem Markt, der für Palantir strategisch wichtig, aber politisch umkämpft ist. Dass nicht nur er selbst ein enges Verhältnis zu Deutschland habe, sondern auch Palantir, erläuterte Karp im vergangenen Jahr in einem Livestream für Privatanleger:

„Wir sind eine Ingenieursorganisation. Das heißt, wenn du von Palantir lernst, lernst du aus Teilen davon – aus unserer germanisch geprägten industriellen und intellektuellen Kultur, so wie sie existierte, als Deutschland führend war, nicht so, wie sie heute ist. Und eines der Dinge, die ich an Deutschland tatsächlich ziemlich schmerzhaft finde – ich habe schließlich einen großen Teil meines Lebens dort verbracht, habe viele Freunde dort, mir liegt viel daran, ich sehe mich selbst gewissermaßen als germanisch geprägt: Von welchem Unternehmen sollte Deutschland lernen? Es ist offensichtlich: von Palantir! Aber stattdessen blockieren völlige Idioten unser Produkt.“

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In einem Livestream für Anleger im Februar 2025 äußerte sich Palantir-CEO Alex Karp zu Deutschlands Rolle und Palantirs Selbstverständnis.

Gegen Palantirs Einsatz bei der Polizei regt sich seit längerem Widerstand. Zuletzt gab es deswegen einen Koalitionsstreit in Baden-Württemberg, die SPD will Palantir auf Bundesebene blockieren und noch dazu steht das Unternehmen unter Druck, weil europäische Alternativen in den Fokus rücken.

Die Deutschland-Kritik steht dabei nicht isoliert, sondern fügt sich in eine längere publizistische Strategie ein. Die inhaltliche Linie lässt sich auch über mehrere Veröffentlichungen hinweg nachzeichnen. Bereits 2023 legte Alex Karp gemeinsam mit weiteren (Palantir-)Autoren in dem Buch „Von Artificial zu Augmented Intelligence“ den Wunsch nach größerer Offenheit gegenüber KI-Technologien in Deutschland und Europa dar – verbunden mit dem Appell, den technologischen Anschluss nicht zu verlieren. Auch in „The Technological Republic“ spart er nicht an Dramatik. Dort schreibt Karp: „Für den Westen ist der Moment der Wahrheit gekommen“, „in dem wir entscheiden müssen, wer wir sind und was wir als Gesellschaft und Zivilisation anstreben“. Es gehe um die Verteidigung der Nation und darum, „den beständigen, aber fragilen geopolitischen Vorteil zu wahren, den die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten in Europa und anderswo ihren Gegnern gegenüber bewahrt haben.“

Das von Palantir verbreitete Kurz-Manifest ist keine bloße Verdichtung des im Vorjahr erschienenen Buches, sondern ein eigenständiges, zeitlich eingebettetes Interventionspapier. Es greift zentrale politische Konfliktlinien in den USA auf – von militärischer Abschreckung (einschließlich KI-Systemen) über die Rolle des Silicon Valley bis zu kulturellen Auseinandersetzungen um Religion, Moral und Werte – und nimmt zugleich Bezug auf die „rücksichtslose Enthüllung des Privatlebens von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens“. Ferner fordert es von der Gesellschaft mehr Nachsicht gegenüber Personen, „die sich dem öffentlichen Leben verschrieben haben“. Außerdem kritisiert das Manifest eine übermäßige Moralisierung politischer Debatten und wirft Teilen gesellschaftlicher Eliten Intoleranz gegenüber religiösem Glauben vor.

Palantir verschiebt den Maßstab von der Frage, ob etwas moralisch richtig ist, hin zu der Frage, ob es funktional für Macht, Stabilität und Staat ist. Palantir positioniert sich mit seinen Veröffentlichungen nicht nur als Softwareanbieter, sondern als Akteur, der an der Neudefinition von Staatlichkeit, Sicherheit und gesellschaftlicher Ordnung mitwirkt. Dabei geht es um zentrale Fragen von Krieg, Aufrüstung und internationaler Machtbalance – Themen, die traditionell staatlicher Politik und Entscheidungsgewalt vorbehalten sind. Palantir macht damit deutlich, dass die Grenze zwischen Technologiekonzern und politischem Akteur längst durchlässig geworden ist. Genau das ist der Kern der Debatte: Staaten müssen sich fragen, ob und unter welcher Kontrolle sie einem Unternehmen mit klarer politischer Agenda Zugang zu höchst persönlichen Daten ihrer Bürger gewähren.

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(vza)



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Weiterer Schritt Richtung TI 2.0: D-Trust zeigt kartenlose Institutionsidentität


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Die Bundesdruckerei hat auf der DMEA 2026 mit ihrer Tochter D‑Trust als erster Vertrauensdiensteanbieter die SM‑B vorgestellt – eine kartenlose Institutionsidentität für die Telematikinfrastruktur (TI). Mit den virtuellen Identitäten geht es einen weiteren Schritt Richtung Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur, der TI 2.0.

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Statt wochenlanger Lieferzeiten kann die digitale Identität direkt online bereitgestellt werden. Künftig soll das beispielsweise nicht nur für Institutionskarten, sondern auch für elektronische Heilberufsausweise (eHBA) möglich sein. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme rund um den Austausch und die Lieferung der eHBA gegeben. Derzeit finden Tests unter Realbedingungen statt, eine Zulassung gibt es bisher nicht.

„Mit dem neuen Verfahren – der HSM-B-Lösung – entfällt diese physische Karte: Stattdessen wird die digitale Institutionsidentität direkt in ein besonders geschütztes Sicherheitsmodul innerhalb des Highspeed-Konnektors integriert. Dieses Hardware Security Module (HSM) übernimmt automatisch die sichere Identifikation der Einrichtung – ganz ohne zusätzliche Hardware oder PIN-Eingaben“, heißt es dazu von der Gematik. Die HSM‑B‑Infrastruktur kann über TI‑Gateways bereitgestellt werden.


Grafik zeigt komplizierten Weg, wie Leistungserbringer Zertifikate und Co. beantragen können, um sich gegenüber der Telematikinfrastruktur zu authentifizieren.

Grafik zeigt komplizierten Weg, wie Leistungserbringer Zertifikate und Co. beantragen können, um sich gegenüber der Telematikinfrastruktur zu authentifizieren.

Wie Leistungserbringer Zertifikate und Co. beantragen können, um sich gegenüber der Telematikinfrastruktur zu authentifizieren.

(Bild: Bundesdruckerei)

Für die aktuelle physische Institutionskarte von Typ SMC-B (Secure Module Card Typ B) mussten sich Leistungserbringer wie Ärzte oder Apotheker bisher durch einen komplexen Bestell- und Zustellprozess arbeiten. Dieser Ablauf dauerte oft sechs Wochen oder länger und führte häufig zu Verzögerungen bei der TI-Anbindung. Besonders kritisch war das etwa bei auslaufenden Kartenlaufzeiten. HSM steht für „Hardware Security Module“, das Schlüsselmaterial erzeugt, speichert und verarbeitet. Die Identität selbst liegt weiterhin als Zertifikat (SM‑B) vor, während das HSM‑B die sichere Betriebsumgebung dafür bereitstellt.

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Anlässlich der DMEA hat auch der Anbieter ehex angekündigt, die HSM‑B bereits im produktiven Betrieb mit ausgewählten Partnern zu erproben und erste Einrichtungen über ein TI‑Gateway anzubinden. Damit wird ein Prozess, der früher Wochen dauerte, auf wenige Minuten reduziert. D‑Trust nennt darüber hinaus weitere TI‑Gateway-Anbieter wie Worldline, Akquinet sowie Rise und Telekom als mögliche Infrastrukturpartner.


(mack)



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Top 5: Die beste NVMe-SSD im Test – Kingston ist Testsieger vor Corsair & Lexar


Kompakt, schnell und sparsam: NVMe-SSDs liefern bis zu 14.000 MB/s, lange Lebensdauer und passen in PC, Laptop und PS5.

Eine NVMe-SSD ist 2026 der Standard für jeden modernen Computer – schneller als jede Festplatte, deutlich flotter als eine SATA-SSD und in Sekundenschnelle eingebaut. Doch der Markt ist durch den KI-Boom und die enorme Nachfrage nach NAND-Speicher in Bewegung: Die Preise sind zuletzt spürbar gestiegen, die Auswahl reicht vom Einsteigermodell für 60 Euro bis zur PCIe-5.0-Spitzen-SSD für 900 Euro. Wir zeigen, welche NVMe-SSD sich für welchen Einsatz lohnt, worauf beim Kauf zu achten ist und wo die Unterschiede zwischen den vielen Solid-State-Drives liegen.

Im Ratgeber klären wir die wichtigsten Fragen: Was bedeutet NVMe überhaupt, warum gibt es M.2-SSDs mit PCIe und mit SATA, welche Kapazität passt zu welchem Einsatz und wie lange hält eine solche SSD eigentlich? Grundlage aller Empfehlungen sind die Messungen der c’t-Redaktion, die wir hier zusammenfassen und einordnen.

Welche ist die beste NVMe-SSD?

Unser Testsieger ist die Kingston Fury Renegade G5: Sie liefert Spitzentempo auf PCIe-5.0-Niveau, bleibt unter 7 Watt Leistungsaufnahme und kostet in der 2-TB-Version rund 311 Euro, mit 1 TB 219 Euro – deutlich weniger als die direkte Konkurrenz.

Als Technologiesieger empfehlen wir die Corsair MP700 Pro XT mit Phisons neuem E28-Controller und sequenziellen Raten bis 14,8 GB/s, die jedoch mit 1 TB 296 Euro und mit 2 TB rund 580 Euro kostet.

Preis-Leistungs-Sieger ist die Lexar NM790 ab 112 Euro mit 512 GB oder 149 Euro mit 1 TB – eine schnelle PCIe-4.0-SSD für Gamer und Alltagsnutzer zu einem fairen Preis pro Terabyte.

KURZÜBERSICHT

Die Kingston Fury Renegade G5 liefert Spitzentempo bei deutlich niedrigerem Stromverbrauch als viele Konkurrenten – und das zu einem fairen Preis: Bereits ab rund 219 Euro für 1 TB ist sie zu haben, die 2-TB-Variante kostet rund 311 Euro. Damit ist sie unser Testsieger in der PCIe-5.0-Spitzenklasse: Die rein technisch leicht überlegene Corsair MP700 Pro XT kostet bei 2 TB fast das Doppelte – ein Aufpreis, den die Renegade G5 für die meisten Käufer überflüssig macht.

VORTEILE

  • Spitzentempo auf PCIe-5.0-Niveau
  • niedriger Stromverbrauch unter 7 W
  • faire Preise bei hoher Endurance

NACHTEILE

  • Lastverhalten schwächer als bei MP700 Pro XT, P51 oder PV593
  • Tempo beim Dauerschreiben fällt deutlich
  • 8-TB-Variante sehr teuer

Wer eine schnelle PCIe-5.0-SSD für aktuelle Spiele-, Workstation- oder Content-Creation-Systeme sucht, bekommt mit der MP700 Pro XT ab rund 296 Euro (1 TB) eines der derzeit besten Pakete am Markt. Sie kombiniert Spitzentempo mit überraschend genügsamer Leistungsaufnahme – damit ist sie auch für Mainboards ohne dicken M.2-Kühler interessant.

VORTEILE

  • Top-Tempo bei sequenziellen Transfers und IOPS
  • beim Verbrauch genügsamer als bisherige PCIe-5.0-Modelle
  • stabile Performance auch unter Dauerlast

NACHTEILE

  • sehr hoher Preis durch KI-bedingte Marktlage
  • kein 2230-Format für Handhelds
  • maximaler Tempo-Vorteil nur an PCIe-5.0-Mainboards spürbar

Wer eine sparsame, schnelle NVMe-SSD für den Alltag im PC sucht und dabei nicht das letzte Quäntchen Spitzenleistung braucht, bekommt mit der NM790 ein rundes Paket. Besonders Notebook-Aufrüster profitieren vom geringen Stromhunger – ohne große Abstriche bei der Performance. Preislich beginnt sie bei 112 Euro (512 GB) oder 149 Euro für 1 TB.

VORTEILE

  • niedriger Stromverbrauch
  • gutes Dauerschreibverhalten bis ca. 80 Prozent Füllstand
  • im Vergleich zur Konkurrenz weiterhin attraktiv positioniert
  • breite Auswahl an Kapazitäten von 512 GB bis 8 TB

NACHTEILE

  • Schreibrate bricht bei vollem Laufwerk stark ein
  • kein eigener DRAM-Cache
  • absolut betrachtet durch die Speicherkrise spürbar teurer

Ratgeber

Was bedeutet NVMe bei einer SSD?

NVMe steht für „Non-Volatile Memory Express“ und ist ein Protokoll, das speziell für Flash-Speicher entwickelt wurde. Eine NVMe-SSD kommuniziert direkt über die PCIe-Schnittstelle mit dem Prozessor, statt den langsameren SATA-Standard zu nutzen. Das verkürzt die Wege, reduziert die Latenz und bringt spürbar mehr Tempo.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Parallelverarbeitung: NVMe kann bis zu 65.535 Warteschlangen gleichzeitig bearbeiten, SATA dagegen nur eine einzige. Für moderne Mehrkern-CPUs ist das NVMe-Protokoll daher ideal, weil mehrere Kerne parallel auf die SSD zugreifen können. Ältere Protokolle wie AHCI bremsen hier aus. NVMe-SSDs kommen meist im M.2-Format, das direkt auf dem Mainboard verbaut wird – ohne Kabel und ohne Rahmen. Das Betriebssystem startet so in Sekunden, Spiele und Programme laden deutlich schneller als von klassischen Festplatten.

M.2-SSD mit NVMe oder SATA – der wichtige Unterschied

Hier sorgt die Bauform regelmäßig für Verwirrung: M.2 ist nur ein physischer Steckplatz, kein Tempo-Versprechen. Es gibt M.2-SSDs mit PCIe-Anbindung (das sind die echten NVMe-SSDs) und M.2-SSDs mit SATA-Anbindung. Beide stecken im selben Slot und sehen nahezu identisch aus – die Geschwindigkeiten unterscheiden sich aber massiv.

Eine M.2-SATA-SSD erreicht maximal rund 560 MB/s, also dasselbe Tempo wie eine klassische 2,5″-SATA-SSD. Eine M.2-NVMe mit PCIe 4.0 kommt auf 7.000 MB/s, Gen5-Modelle auf über 14.000 MB/s. Warum es M.2-SATA überhaupt noch gibt: Viele ältere Notebooks und Mini-PCs haben zwar einen M.2-Slot, aber nur mit SATA-Anbindung.

Acemagic V1 – M.2-SATA-SSD mit B+M-Key

Wer auf Kompatibilität achten muss, prüft im Mainboard-Handbuch oder Notebook-Datenblatt, welches Protokoll der Slot unterstützt. Auf der Verpackung sollte klar „NVMe“ oder „PCIe“ stehen – sonst droht beim Einbau einer falschen Art von SSD eine böse Überraschung: Eine PCIe-NVMe läuft nicht in einem reinen SATA-M.2-Slot und umgekehrt.

Eine NVMe-SSD ist in praktisch jeder Disziplin schneller als eine SATA-SSD. Während SATA bei rund 560 MB/s an die Grenze der Schnittstelle stößt, erreichen moderne NVMe-SSDs Geschwindigkeiten von 7.000 MB/s bis über 14.000 MB/s. Das sind Faktor 10 bis 25.

Im Alltag spürt man den Unterschied vor allem beim Kopieren großer Dateien, beim Starten von Programmen und bei Spielen mit kurzen Ladezeiten. NVMe-SSDs bieten durch die PCIe-Schnittstelle deutlich höhere Übertragungsraten als vergleichbare SATA-Modelle, was sie besonders für Gaming und professionelle Anwendungen geeignet macht. Eine SATA-SSD bleibt nur dann sinnvoll, wenn das Mainboard keinen NVMe-fähigen M.2-Slot bietet.

SSD oder HDD: Was ist besser?

Eine SSD schlägt jede HDD in Geschwindigkeit, Geräuschentwicklung und Stoßfestigkeit. Eine moderne Festplatte erreicht rund 300 MB/s in den Außenzonen, NVMe-SSDs sind um ein Vielfaches schneller. Der einzige Vorteil der HDD ist der Preis pro Terabyte: Große Kapazitäten sind deutlich billiger.

Eine Festplatte speichert Daten magnetisch auf rotierenden Scheiben, eine SSD nutzt Flash ohne bewegliche Teile. Daraus ergeben sich die bekannten Vorteile der SSD: kürzere Zugriffszeiten, weniger Energieverbrauch, lautloser Betrieb. Für Betriebssystem und Programme gehört heute zwingend eine SSD in den Computer. Im NAS bleibt das Hard-Disk-Drive die sinnvollere Lösung – die nötigen Kapazitäten von 8, 12 oder 24 TB sind mit SSDs noch immer zu teuer.

Alternative Speichermöglichkeiten

Neben der NVMe-SSD gibt es weitere Möglichkeiten zur Datenspeicherung, die je nach Einsatz sinnvoll sein können:

  • 2,5″-SATA-SSDs: klassische Bauform für ältere PCs und Laptops ohne M.2-Slot. Maximal 560 MB/s, aber günstig und weit verbreitet.
  • HDDs: klassische Festplatten mit hoher Speicherkapazität zum kleinen Preis. Erste Wahl für Datenarchive und NAS-Systeme, nicht mehr für Betriebssystem oder Programme.
  • USB-Sticks: für den schnellen Transport kleinerer Datenmengen praktisch. Moderne USB-Sticks nutzen teils M.2-SSD-Technik, liegen im Tempo aber meist deutlich unter internen Laufwerken.
  • Speicherkarten (SD und microSD): vor allem in Kameras, Smartphones und Handhelds wie dem Steam Deck als Erweiterung sinnvoll. Als Haupt-Laufwerk im Computer aber zu langsam und zu unzuverlässig.
Die USB-Sticks gibt es mit unterschiedlichen Anschlüssen und in stark abweichenden Designs.

Für den modernen Desktop-PC oder Gaming-Rechner ist die NVMe-SSD konkurrenzlos. Als Zweit-Laufwerk im selben System oder als Backup-Lösung machen HDDs und externe Datenträger weiterhin Sinn.

Externe NVMe im SSD-Gehäuse

Wer eine interne SSD zusätzlich oder alternativ extern nutzen will, greift zu einem SSD-Gehäuse. Darin steckt eine M.2-NVMe, das Gehäuse verbindet die SSD per USB mit dem Computer. Die erreichbare Geschwindigkeit hängt vom USB-Standard ab:

  • USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s): bis rund 1.000 MB/s – Standard bei günstigen Gehäusen
  • USB 3.2 Gen 2 × 2 (20 Gbit/s): bis rund 2.000 MB/s – nur mit kompatiblem Host
  • USB4 / Thunderbolt 3⁄4 (40 Gbit/s): bis rund 3.800 MB/s – aktuell das Maximum
  • USB4 v2 (80 Gbit/s): theoretisch bis 8.000 MB/s – noch selten am Markt
Icybox-Gehäuse für NVMe-SSD

Für Backups und den Transport großer Videos reicht ein USB-3.2-Gen-2-Gehäuse. Wer eine schnelle externe Arbeitsplatte für Videoschnitt sucht, greift zu USB4 oder Thunderbolt – entsprechende Gehäuse kosten allerdings ein Vielfaches. Wichtig: Der schnellste Gehäuse-Standard nützt nichts, wenn der Computer ihn nicht unterstützt. Vor dem Kauf lohnt sich der Blick auf die Schnittstelle am eigenen Gerät.

PCIe-Generationen: Gen3, Gen4 oder Gen5?

Die Generation der PCIe-Schnittstelle bestimmt die maximale Geschwindigkeit. Gen3 erreicht bis zu 3.500 MB/s, Gen4 bis zu 7.500 MB/s und Gen5 über 14.000 MB/s. Jede Generation verdoppelt grob die Bandbreite.

Für die meisten Nutzer ist PCIe 4.0 heute die beste Wahl. Die Preise sind gefallen, die Kompatibilität ist auf aktuellen Mainboards gegeben, die Leistung reicht für alle Spiele und fast alle professionellen Applikationen. PCIe 5.0 lohnt sich nur für Benutzer mit speziellen Anforderungen – etwa im Videoschnitt mit 8K-Material oder bei großen Datenbanken. PCI Express ist abwärtskompatibel: Eine Gen-4-SSD läuft auch in einem Gen3-Slot, allerdings nur mit Gen-3-Geschwindigkeit. Umgekehrt bringt eine Gen5-SSD im Gen4-Slot keinen Vorteil. Wer Geld sparen will, prüft die Schnittstelle seines Mainboards, bevor er zur teuersten Generation greift.

Welche Kapazität braucht eine NVMe-SSD?

Unter 500 GB lohnt sich eine neue NVMe kaum noch. Allein Windows belegt rund 30 GB, moderne Spiele schnell 100 GB pro Titel. 1 TB ist heute der vernünftige Einstieg, 2 TB der Sweetspot für Gamer und Anwender mit größeren Projekten.

  • 500 GB: nur noch für Zweitgeräte oder als reine System-SSD
  • 1 TB: aktueller Standard, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • 2 TB: Sweetspot für die meisten Anwender
  • 4 TB und mehr: für Videoschnitt, Steam-Bibliotheken, professionelle Programme

Je größer die Kapazität, desto niedriger oft der Preis pro Gigabyte. Der Aufpreis von 1 auf 2 TB ist meist moderat, bei 4 TB wird es deutlich teurer. Alle Solid-State-Drives verlieren etwas an Geschwindigkeit, wenn sie sich dem Füllstand-Limit nähern. Der Grund liegt im SLC-Cache: Die SSD nutzt einen Teil ihres Speichers als schnellen Pseudo-SLC-Cache, der bei voller interner SSD schrumpft. Ergebnisse aus den c’t-Messungen zeigen, dass manche SSDs ab 90 Prozent Befüllung dramatisch einbrechen, andere halten ihre Schreibgeschwindigkeiten länger. Faustregel: 10 bis 20 Prozent Speicherplatz sollten immer frei bleiben.

Einbau und Kühlung einer NVMe-SSD

Die Installation einer M.2-NVMe ist in wenigen Minuten erledigt. SSD schräg in den Slot stecken, herunterdrücken, mit einer kleinen Schraube fixieren – fertig. Das Betriebssystem wird anschließend wie gewohnt von einem USB-Stick installiert. Das System erkennt die neue interne SSD nach dem Einschalten automatisch.

Lexar NM790 – Bilderstrecke

Bei Gen4- und Gen5-Modellen ist ein Kühlkörper nahezu Pflicht. Schnelle NVMe-SSDs werden unter Last heiß und drosseln bei Überhitzung ihre Leistung – viele Mainboards liefern daher passende Kühlbleche mit. Moderne Controller wie der SM2508 oder Phison E28 bleiben zwar deutlich kühler als ältere Designs, profitieren aber ebenfalls von passiver Kühlung.

Wer ein Notebook aufrüstet, sollte auf die Bauhöhe achten: Hier passen oft nur flache Kühlkörper, andernfalls bleibt die SSD ohne zusätzliche Kühlung. Vor dem Kauf lohnt sich zudem ein Blick auf die unterstützten M.2-Längen des Mainboards. Standard ist M.2 2280 (80 mm), für Handhelds wie das Steam Deck kommen aber auch kürzere Formate zum Einsatz.

Wie lange hält eine NVMe-SSD?

Moderne NVMe-SSDs halten typischerweise 5 bis 10 Jahre bei normaler Nutzung. Die Zuverlässigkeit hängt vom verwendeten Flash-Typ ab: TLC-Speicher ist haltbarer und schneller als QLC-Speicher. Ältere MLC-SSDs sind noch robuster, werden aber kaum noch hergestellt.

Hersteller geben die Haltbarkeit in TBW an (Terabytes Written). Eine 1-TB-SSD kommt je nach Modell auf 600 bis 1.200 TBW – das entspricht mehreren hundert Jahren typischer Heimnutzung. Die Kingston Fury Renegade G5 liegt bei der TBW-Angabe im oberen Bereich, die Sandisk WD Black SN8100 kommt auf 1.200 TB über fünf Jahre Garantie, die Corsair MP700 Pro XT auf 1.400 TB. Die meisten SSDs halten deutlich länger als ihre Garantiezeit.

Wichtiger für die Lebensdauer als die reine Anzahl der Schreibvorgänge ist oft die Temperatur: Eine gut gekühlte SSD altert deutlich langsamer als eine, die dauerhaft am Temperaturlimit arbeitet.

Preisklassen und aktuelle Angebote

Der Markt ist durch den KI-Boom in Bewegung: Hyperscaler kaufen NAND-Speicher in gewaltigen Mengen, die Straßenpreise sind spürbar gestiegen. Für 1 TB Speicherplatz muss man aktuell folgende Preise einkalkulieren:

  • PCIe 3.0 ab rund 122 Euro: Einstiegsklasse, etwa die PNY CS1030. Reicht für Office-PCs, ältere Systeme und als Zweit-SSD. Sequenzielle Raten bis rund 2.400 MB/s.
  • PCIe 4.0 ab rund 129 Euro: Der Sweetspot für die meisten Nutzer, etwa die Patriot P400 Lite. Solide Alltagsleistung, oft ohne DRAM-Cache, aber mit HMB. Für Gaming und die meisten professionellen Programme mehr als ausreichend.
  • PCIe 5.0 ab rund 146 Euro: Der Einstieg in die aktuelle Spitzenklasse beginnt mit der Kioxia Exceria G3. Für volle Geschwindigkeiten jenseits der 14.000 MB/s führt an Modellen wie der Kingston Fury Renegade G5 oder der Corsair MP700 Pro XT aber kein Weg vorbei – hier liegen die Preise für 1 TB bei 219 bis knapp 300 Euro.

Der Aufpreis von PCIe 4.0 auf 5.0 ist bei den Einstiegsmodellen überschaubar, bei den echten High-End-NVMes aber deutlich. Wer den Sprung auf Gen5 macht, sollte sicherstellen, dass das Mainboard den Standard auch unterstützt – sonst verpufft der Mehrpreis. Professionelle Anwendungen profitieren von High-End-NVMe-Modellen mit DRAM-Cache, für den typischen Heim-PC reicht die PCIe-4.0-Klasse völlig aus.

Wer nicht sofort kaufen muss, sortiert Preisvergleichsseiten nach Preis pro Terabyte und wartet auf Neuheiten-Rabatte. Zum Black Friday fallen die Preise erfahrungsgemäß um 20 bis 30 Prozent – angesichts der aktuellen Marktlage allerdings von hohem Ausgangsniveau. Kurzfristig ist eher mit weiter steigenden als mit fallenden Preisen zu rechnen.

Testverfahren: So wurden die NVMe-SSDs getestet

Die Messergebnisse stammen aus dem Testparcours der c’t-Kollegen, die SSDs seit Jahren konsistent vermessen. Die Einordnung als Testsieger, Technologie- oder Preis-Leistungs-Sieger ist unsere eigene redaktionelle Bewertung auf Basis dieser Daten – sie spiegelt nicht zwangsläufig die Wertung der c’t wider.

Jede NVMe prüft die c’t-Redaktion mit mehreren Benchmarks: Crystaldiskmark dient der ersten Geschwindigkeitskontrolle, mit Iometer messen die Kollegen der c’t sequenzielle und zufällige Zugriffe bei verschiedenen Anfragetiefen (QD=1 bis QD=256) und ermitteln so auch die IOPS-Werte. Der PCMark-10-System-Drive-Test bewertet die Eignung als Startlaufwerk, der Drive Performance Consistency Test prüft die Ausdauer unter Dauerlast über viele Stunden.

Zusätzlich füllt H2testw die SSD komplett, um die durchschnittliche Schreibrate und die Größe des SLC-Caches zu ermitteln. Aktiv gekühlte Modelle landen in der schallarmen Kammer, dort misst die c’t den Geräuschpegel aus 25 cm Abstand. Auch die Leistungsaufnahme im Leerlauf fließt in die Bewertung ein – ein wichtiger Wert für Notebooks.

Fazit

Eine NVMe-SSD ist 2026 der Standard für jeden modernen Computer. Der Sweetspot liegt bei einer 2-TB-Gen4-SSD mit DRAM-Cache – hier bekommt man dauerhaft hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, gute Zuverlässigkeit und genug Speicherplatz für Spiele und Videos. Unser Testsieger Kingston Fury Renegade G5 liefert in der PCIe-5.0-Spitzenklasse das beste Gesamtpaket aus Tempo, Effizienz und Preis. Die Lexar NM790 ist der klare Preis-Tipp, die Corsair MP700 Pro XT das Technologie-Flaggschiff für alle, die das Maximum wollen.

PCIe 5.0 lohnt sich aktuell nur für professionelle Anwender mit hohem Datenaufkommen. Für den typischen Heim-PC reicht eine gute Gen-4-NVMe-SSD völlig aus. Wer ein älteres System ohne NVMe-fähigen M.2-Slot aufrüstet, greift zur SATA-SSD – der Unterschied zur NVMe ist dort nicht nutzbar.

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VORTEILE

  • Spitzentempo auf PCIe-5.0-Niveau
  • niedriger Stromverbrauch unter 7 W
  • faire Preise bei hoher Endurance

NACHTEILE

  • Lastverhalten schwächer als bei MP700 Pro XT, P51 oder PV593
  • Tempo beim Dauerschreiben fällt deutlich
  • 8-TB-Variante sehr teuer

Schnell, sparsam, ausdauernd – und deutlich günstiger als die Topkonkurrenz: Die Kingston Fury Renegade G5 ist unser Testsieger unter den aktuellen PCIe-5.0-SSDs.

Mit der Fury Renegade G5 hat Kingston seit rund einem Jahr ein etabliertes Topmodell für PCIe 5.0 im Programm, das sich an Gamer und Power-User richtet, die maximale Bandbreite suchen, ohne ihr System unnötig aufzuheizen. Im Inneren steckt mit dem Silicon Motion SM2508 ein moderner Controller, der bei PCIe-5.0-SSDs den Ton angibt. Die zentrale Frage: Wie schlägt sich die Renegade G5 ein Jahr nach Marktstart gegen die neue Phison-E28-Generation – etwa die Corsair MP700 Pro XT – sowie gegen Schwergewichte wie die Samsung 9100 Pro?

Technik & Aufbau

Kingston kombiniert den SM2508-Controller von Silicon Motion mit TLC-NAND von Kioxia – eine Paarung, die sich seit dem Marktstart der SSD als Effizienz-Standard im PCIe-5.0-Segment durchgesetzt hat. Der SM2508 gilt als kühlerer Gegenspieler zu den heißeren Phison-E26-Designs der ersten Stunde und erlaubt damit auch Builds ohne überdimensionierte Kühlkörper. Beim Random Access mit hoher Warteschlangentiefe spielt die Renegade G5 ihre Stärken aus und liegt teils sogar leicht vor Samsungs 9100 Pro.

Tempo & Schreibverhalten

Die folgenden Messergebnisse stammen aus dem standardisierten c’t-Testparcours. Sequenziell nutzt die Renegade G5 den PCIe-5.0-Bus weitgehend aus: Mit knapp 14.800 MB/s beim Lesen liegt sie an der Spitze des Testfelds, knapp vor der Crucial T710. Auch bei zufälligen Zugriffen mit hoher Last spielt sie ganz vorne mit. Im PCMark 10 Full System Drive landet sie mit einer soliden Wertung im oberen Drittel.

Bei stundenlanger Dauerschreiblast und im anspruchsvollen Consistency Test fällt sie hinter die neue Corsair MP700 Pro XT mit Phison E28 sowie hinter SK Hynix P51 oder Patriot Viper PV593 zurück. Für klassische Gaming- und Alltagsnutzung spielt das aber kaum eine Rolle.

Stromverbrauch & Haltbarkeit

Hier liegt einer der entscheidenden Vorteile: Trotz Spitzentempo bleibt die Renegade G5 unter 7 W beim Lesen und Schreiben. Konkurrenten wie die Samsung 9100 Pro oder die Lexar NM990 überschreiten 8 W deutlich. Nur die neue Corsair MP700 Pro XT mit Phison-E28-Controller ist mit rund 5,5 W noch einen Hauch sparsamer. Dazu kommt eine hohe Endurance, die die SSD auch für hohe Schreiblasten qualifiziert.

Preis

Die Fury Renegade G5 ist in vier Kapazitäten erhältlich. Stand April 2026 kostet das 1-TB-Modell rund 219 Euro auf, die von den Kollegen getestete 2-TB-Variante liegt bei etwa 311 Euro. Wer mehr Platz braucht, zahlt für 4 TB rund 510 Euro – die 8-TB-Version schlägt mit happigen 1689 Euro zu Buche.

Anmerkung: Die SSD-Preise haben in den vergangenen Monaten infolge des KI-Booms und der stark gestiegenen Nachfrage nach NAND- und DRAM-Speicher deutlich angezogen. Selbst Mittelklasse-NVMe-SSDs kosten heute teils doppelt so viel wie noch vor einem Jahr. Wer ein gutes Angebot findet, sollte zugreifen – kurzfristig ist eher mit weiter steigenden als mit fallenden Preisen zu rechnen.

Fazit

Die Kingston Fury Renegade G5 ist auch ein Jahr nach dem Marktstart unser Testsieger der aktuellen PCIe-5.0-SSDs. Sie landet zwar nicht in jeder Einzeldisziplin auf Platz 1, überzeugt aber im Gesamtpaket: Tempo, Lastverhalten, Effizienz, Endurance und Preis sind hier am besten austariert.

Sequenziell und beim Random Access spielt sie in der Spitzengruppe mit. Mit knapp 7 W bleibt sie zudem deutlich genügsamer als Samsung 9100 Pro, SanDisk SN8100 oder SK Hynix P51 – und kostet dabei spürbar weniger.

Technisch liegt die Corsair MP700 Pro XT mit Phisons neuem E28-Controller je nach Disziplin zwar einen Hauch weiter vorn. Bei fast doppeltem Preis für die 2-TB-Version siegt am Ende aber die Vernunft: Das rundere Gesamtpaket liefert klar Kingston. Wer maximale Bandbreite sucht, ohne gleich die Gesetze der Thermodynamik im eigenen PC-Gehäuse auszureizen, fährt mit der Renegade G5 im Alltag besser.

Angesichts der KI-bedingt stark gestiegenen Speicherpreise lohnt es sich, Angebote genau zu vergleichen. Die Renegade G5 dürfte in den nächsten Monaten eher teurer werden statt günstiger.

Hinweis: Die hier zusammengefassten Messergebnisse stammen aus dem ausführlichen Testparcours der c’t-Kollegen, die das Testfeld seit Jahren konsistent vermessen – die Wertung als Testsieger ist unsere redaktionelle Einordnung von Heise Bestenlisten.

Corsair MP700 Pro XT im Test: Eine der schnellsten NVMe-SSDs ist auch effizient

Die Corsair MP700 Pro XT zeigt im Test, was Phisons neuer E28-Controller leistet: hohes Tempo, viele IOPS – und endlich eine vernünftige Leistungsaufnahme.

VORTEILE

  • Top-Tempo bei sequenziellen Transfers und IOPS
  • beim Verbrauch genügsamer als bisherige PCIe-5.0-Modelle
  • stabile Performance auch unter Dauerlast

NACHTEILE

  • sehr hoher Preis durch KI-bedingte Marktlage
  • kein 2230-Format für Handhelds
  • maximaler Tempo-Vorteil nur an PCIe-5.0-Mainboards spürbar

Die Corsair MP700 Pro XT zeigt im Test, was Phisons neuer E28-Controller leistet: hohes Tempo, viele IOPS – und endlich eine vernünftige Leistungsaufnahme.

Corsair hat sich im Markt für High-End-SSDs als verlässliche Größe etabliert und positioniert die MP700 Pro XT klar im Enthusiasten-Segment. Sie ist eines der ersten Modelle mit Phisons neuem PCIe-5.0-Controller E28, der den thermisch berüchtigten Vorgänger E26 ablösen soll. Die zentrale Frage des Tests: Liefert der neue Chip endlich Spitzenwerte, ohne thermisch aus dem Ruder zu laufen und ins Thermal Throttling zu rutschen?

Wir fassen hier die wichtigsten Ergebnisse der Kollegen aus der c’t zusammen, die seit vielen Jahren Dutzende SSDs gegeneinander antreten lassen, und ergänzen sie um eigene Eindrücke. Der vollständige Test und weitere Alternativen finden sich im Artikel: 19 M.2-SSDs mit PCIe 4.0 und 5.0 im Test (Heise+).

Technik & Aufbau

Im Inneren arbeitet Phisons aktueller E28 – ein in 6 nm gefertigter Controller mit acht NAND-Kanälen, dediziertem DRAM-Cache und Anbindung an Sandisks 218-Layer-TLC-Flash (BiCS8). Damit tritt Phison direkt gegen den gängigen Silicon Motion SM2508 an, der etwa in der Transcend MTE260S oder der Patriot Viper PV593 steckt.

Auf dem Papier setzt sich der E28 durch schnellere NAND-Anbindung und etwas höhere IOPS leicht ab, in der Praxis liegen beide Controller-Lager nahe beieinander. Das Modul ist zwar einseitig bestückt, mit dem Format M.2 2280 aber zu lang für Handhelds wie das Steam Deck. In Desktops und ITX-Builds ist das unkritisch.

Tempo & Schreibverhalten

Die c’t-Kollegen haben die MP700 Pro XT durch ihren bewährten Benchmark-Parcours geschickt – mit beeindruckenden Resultaten: Beim sequenziellen Lesen erreicht die SSD rund 14,8 GB/s, beim Schreiben 14,0 GB/s und führt damit das gesamte PCIe-5.0-Feld an. Auch in praxisnahen Anwendungstests und bei zufälligen Zugriffen mit hoher Warteschlangentiefe liegt sie an der Spitze des aktuellen Testfelds, vor Samsung 9100 Pro und Kingston Fury Renegade G5.

Im Dauerlast-Test reichen andere Modelle allerdings noch etwas weiter – wer überwiegend riesige Datenmengen am Stück schreibt, sollte das berücksichtigen. Auch im Consistency Test bleibt das Tempo stabil – das spricht für einen robust dimensionierten Pseudo-SLC-Cache und ein gutes Thermomanagement.

Stromverbrauch & Haltbarkeit

Der größte Sprung gegenüber der vorherigen Controller-Generation: Mit 5,6 W beim Lesen und 5,4 W beim Schreiben bleibt die MP700 Pro XT klar unter den Werten vergleichbarer Topmodelle wie der Samsung 9100 Pro (rund 8 W) und liegt sogar minimal unter SM2508-Modellen. Damit kommt sie auch ohne klobigen Zusatzkühler aus. Die garantierte Schreibleistung liegt mit 1400 TB (TBW) auf solidem Niveau für eine 2-TB-TLC-SSD; Corsair gibt fünf Jahre Garantie.

Preis

Aktuell kostet die MP700 Pro XT rund 296 Euro (1-TB-Variante), etwa 580 Euro (2 TB) und rund 900 Euro (4 TB). Das ist deutlich mehr als noch vor wenigen Monaten und macht den Kauf einer aktuellen Top-SSD zur teuren Angelegenheit – betrifft aber das gesamte Marktsegment, nicht nur Corsair.

Hintergrund: Die Preisentwicklung bei NAND-Flash hat sich infolge des KI-Booms massiv verschärft – Hyperscaler kaufen Speicher in nie gesehenen Mengen, was sich direkt im Endkundenpreis niederschlägt.

Fazit

Die Corsair MP700 Pro XT ist nach den Messungen der c’t-Kollegen eine der überzeugendsten PCIe-5.0-SSDs im aktuellen Testfeld. Sie liefert Spitzenwerte bei sequenziellen Transfers und zufälligen Zugriffen, ohne die Hitze- und Verbrauchsprobleme des E26-Vorgängers zu erben.

Gegen die starke SM2508-Konkurrenz von Transcend, Patriot oder WD setzt sich der neue Phison-Controller bei IOPS und Effizienz leicht ab. Im Alltagstempo bewegen sich beide Lager auf ähnlichem Niveau. Empfehlenswert ist die SSD für alle, die ein modernes Mainboard mit PCIe-5.0-M.2-Slot besitzen und maximale Performance ohne thermische Probleme suchen. Technisch wäre damit eine noch bessere Wertung im c’t-Test drin gewesen – der deutliche Aufpreis gegenüber WD Black SN8100 und Kingston Fury Renegade G5, die jeweils nur etwa die Hälfte kosten, kostet im Verhältnis aber einen Stern.

Generell sollte man die aktuelle Preisentwicklung im Blick behalten: Durch die KI-bedingt hohe Nachfrage nach NAND-Speicher sind die Straßenpreise zuletzt deutlich gestiegen – wer warten kann, sollte das auch tun.

NVMe-SSD Lexar NM790 im Test: Bis zu 8 TB, ohne DRAM-Cache & 5 Jahre Garantie

Die Lexar NM790 mit 8 TB verzichtet auf DRAM-Cache, bleibt sparsam und liefert solide Leistung. Eine spannende Alternative im High-End-Segment.

VORTEILE

  • niedriger Stromverbrauch
  • gutes Dauerschreibverhalten bis ca. 80 Prozent Füllstand
  • im Vergleich zur Konkurrenz weiterhin attraktiv positioniert
  • breite Auswahl an Kapazitäten von 512 GB bis 8 TB

NACHTEILE

  • Schreibrate bricht bei vollem Laufwerk stark ein
  • kein eigener DRAM-Cache
  • absolut betrachtet durch die Speicherkrise spürbar teurer

Die Lexar NM790 mit 8 TB verzichtet auf DRAM-Cache, bleibt sparsam und liefert solide Leistung. Eine spannende Alternative im High-End-Segment.

Lexar gehört zu den Speicherspezialisten, die im hart umkämpften SSD-Markt vor allem über das Preis-Leistungs-Verhältnis punkten wollen. Mit der NM790 hat der Hersteller ein modernes M.2-Modell im Rennen um die Gunst der Käufer großer NVMe-SSDs. Die spannende Frage: Kann eine SSD ohne eigenen DRAM-Cache mit etablierten High-End-Konkurrenten wie der WD Black SN850X oder Adatas XPG Gammix S70 Blade mithalten? Die c’t-Kollegen, die seit Jahren regelmäßig SSDs durch ihren bewährten Testparcours schicken, sind dieser Frage in einem Vergleichstest nachgegangen.

Technik & Aufbau

Im Inneren arbeitet ein moderner Maxiotek MAP1602A, der mit nur vier NAND-Kanälen auskommt – ungewöhnlich im High-End-Umfeld, wo meist Acht-Kanal-Controller stecken. Auf einen DRAM-Baustein verzichtet Lexar komplett: Stattdessen nutzt der Controller per HMB (Host Memory Buffer) einen kleinen Bereich des PC-Arbeitsspeichers, um die Verwaltungstabellen des Flash-Speichers zu pflegen.

Als Speicher kommt moderner 3D-TLC-NAND mit 232 Layern zum Einsatz – also drei Bit pro Zelle, ein guter Kompromiss aus Geschwindigkeit, Haltbarkeit und Kapazität. Die Platine ist beidseitig bestückt, bleibt mit 4 mm Bauhöhe aber flach genug für die meisten Notebook-Schächte. Wer die SSD im Desktop oder in der Playstation 5 betreiben möchte, kann optional zur Variante mit vormontiertem Kühlkörper greifen – im Notebook bleibt dagegen nur die flache Ausführung. Lexar gibt eine Haltbarkeit von 6.000 TBW über fünf Jahre Garantie an.

Tempo & Schreibverhalten

In den Messungen der Kollegen landet die NM790 im Mittelfeld des Testumfelds: Sequenziell schreibt sie mit gut 6.200 MB/s, beim Lesen sind es knapp 7.000 MB/s – die schnellsten Konkurrenten liegen hier zwar etwas darüber, doch im Alltag ist der Unterschied kaum spürbar. Bei Crystaldiskmark messen wir 7121 MB/s (Lesen) und 6483 MB/s (Schreiben). Wirklich auffällig ist im Test der c’t das Dauerschreibverhalten: Über lange Strecken hält die SSD ein hohes Tempo durch, unterbrochen nur von kurzen Pausen. Erst ab rund 80 Prozent Füllstand bricht die Rate deutlich auf etwa 70 MB/s ein. Damit ist die NM790 für längere Schreiblasten besser gerüstet, als es die DRAM-lose Bauweise vermuten lässt.

Stromverbrauch & Haltbarkeit

Hier spielt die NM790 ihren größten Trumpf aus: Mit Leerlaufwerten im einstelligen Milliwatt-Bereich gehört sie zu den sparsamsten Kandidaten im Test – nur die WD_Black SN850X erreicht ähnlich niedrige Werte. Das macht sie besonders attraktiv für mobile Geräte. Die Garantie von fünf Jahren entspricht dem Branchenstandard.

Preis

Lexar bietet die NM790 in fünf Größen an: 512 GB für rund 112 Euro, 1 TB für 149 Euro, 2 TB für 219 Euro, 4 TB für 370 Euro und das getestete 8-TB-Modell für etwa 900 Euro. Optional gibt es Varianten mit vormontiertem Kühlkörper. Im Vergleich zu anderen High-End-NVMe-SSDs ist die NM790 damit weiterhin konkurrenzfähig positioniert.

Hinweis zur Preislage: Durch die anhaltende RAM- und Flash-Knappheit infolge des KI-Booms sind die SSD-Preise branchenweit deutlich gestiegen. Zum Vergleich: Im Sommer und Herbst 2025 war die 8-TB-Variante zeitweise für rund 580 Euro erhältlich, das 1-TB-Modell kostete im Juli 2025 noch 65 bis 69 Euro. Wer nicht dringend aufrüsten muss, sollte die Preisentwicklung im Auge behalten.

Fazit

Im Test der c’t überzeugte die Lexar NM790 mit ihrer sparsamen Auslegung, einem für DRAM-less-SSDs erstaunlich stabilen Dauerschreibverhalten und einem zum Testzeitpunkt fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die krisenbedingt gestiegenen SSD-Preise relativieren diesen Vorteil zwar in absoluten Zahlen – im Vergleich zur Konkurrenz, die ähnliche Aufschläge verzeichnet, bleibt die NM790 aber auch aktuell eine attraktiv positionierte Highend-NVMe-SSD. Käufer sollten dennoch Tagespreise im Auge behalten. Wer konstant maximale Schreibraten auch bei nahezu vollem Laufwerk braucht, etwa für Videoproduktion mit großen Dateien, sollte zu einem Modell mit eigenem DRAM-Cache greifen. Für Gaming, Foto-Archive und den allgemeinen PC-Einsatz reicht die NM790 völlig aus und ist eine sparsamere Alternative zur WD Black SN850X.

Sandisk WD Black SN8100 im Test: NVMe-SSD mit PCIe 5.0 schafft fast 15 GB/s

Die Sandisk WD Black SN8100 gehört zu den Top-NVMe-SSDs für PCIe 5.0. Im Test zeigt sich, was sie leistet und für wen sie sich lohnt.

VORTEILE

  • sehr hohe sequenzielle Lese- und Schreibraten
  • hervorragende Praxisleistung im Benchmark
  • moderate Leistungsaufnahme für PCIe-5.0-SSD

NACHTEILE

  • hoher Preis pro TB, durch KI-Boom weiter gestiegen
  • TBW niedriger als bei einigen Konkurrenten
  • Schwächen bei langem Dauerschreiben

Die Sandisk WD Black SN8100 gehört zu den Top-NVMe-SSDs für PCIe 5.0. Im Test zeigt sich, was sie leistet und für wen sie sich lohnt.

Sandisk, seit Frühjahr 2025 wieder ein eigenständiges Unternehmen getrennt von Western Digital, schickt mit der WD Black SN8100 sein Spitzenmodell für Gaming und kreative Workloads ins Rennen. Die M.2-NVMe-SSD nutzt PCIe 5.0 und tritt gegen ein zwölfköpfiges Feld aktueller High-End-Modelle an. Die Frage: Wie gut ist sie im Alltag wirklich – und rechtfertigt sie den deutlichen Preisaufschlag gegenüber günstigeren PCIe-5.0-Konkurrenten?

Wir fassen hier die wichtigsten Ergebnisse der Kollegen aus der c’t-Redaktion zusammen, die SSDs seit Jahren in einem etablierten Testparcours systematisch vermisst. Den vollständigen Test gibt es im Artikel: 22 M.2-SSDs mit PCIe 4.0 und 5.0 im Test (Heise+).

Technik & Aufbau

Im Inneren arbeitet der weit verbreitete Silicon-Motion-SM2508-Controller mit acht NAND-Kanälen, kombiniert mit Kioxias aktuellem TLC-Flash der BiCS8-Generation und 2 GB DDR4 als DRAM-Cache. Die Hardware-Basis teilt sich die SN8100 mit mehreren Konkurrenten im Test – den Unterschied macht hier der gut abgestimmte Flash. Die Platine ist einseitig bestückt und passt damit auch in flache Notebooks oder die PS5. Verschlüsselung nach TCG Opal 2.02 ist an Bord.

Tempo & Schreibverhalten

Im c’t-Testparcours zeigt die SN8100 ihre Stärken vor allem beim Tempo: Sequenziell schreibt sie mit rund 14,9 GB/s und liest mit knapp 13,9 GB/s. Zum Vergleich: Die ersten PCIe-5.0-SSDs vor wenigen Jahren kamen nur auf etwa 10 GB/s.

Auch bei wahlfreien Lesezugriffen mit niedriger Warteschlangentiefe spielt sie ganz vorn mit. In der Praxis zeigt sich das im PCMark-10-Drive-Benchmark, in dem sie das beste Ergebnis im Testfeld erzielt. Schwächer fällt sie beim langen Dauerschreiben und im Konsistenztest aus – hier liegen andere Modelle vor ihr.

Stromverbrauch & Haltbarkeit

Der Energiebedarf bewegt sich im Mittelfeld der PCIe-5.0-Riege: rund 6,3 W beim Lesen, 6,7 W beim Schreiben. Damit bleibt die SN8100 deutlich unter den Spitzenwerten von SK Hynix oder Teamgroup. Im Leerlauf genehmigt sie sich 1,4 W. Die TBW von 1.200 TB über fünf Jahre Garantie ist solide, fällt im Vergleich zu Modellen wie der Kingston Fury Renegade G5 mit deutlich höherer Schreibhaltbarkeit aber zurück.

Preis

Die SN8100 ist in vier Kapazitäten erhältlich. Aktuell kostet die 1-TB-Version rund 229 Euro, die 2-TB-Variante etwa 307 Euro und die 4-TB-Ausführung 659 Euro. Ganz oben rangiert das 8-TB-Modell mit rund 1922 Euro. Wer auf die Versionen mit vormontiertem Kühlkörper setzt, zahlt deutlich mehr: 365 Euro (1 TB), 730 Euro (2 TB), 862 Euro (4 TB) bis zu 1922 Euro (8 TB).

Zu beachten ist die aktuelle Marktlage: Infolge des KI-Booms und der damit verbundenen enormen Nachfrage nach NAND- und DRAM-Speicher sind die Preise für SSDs in den vergangenen Monaten spürbar gestiegen – auch die SN8100 ist deutlich teurer als noch zum Testzeitpunkt. Die Straßenpreise können sich kurzfristig weiter verändern; ein Preisvergleich vor dem Kauf lohnt sich umso mehr.

Fazit

Die WD Black SN8100 ist nach den Messungen der c’t-Kollegen eine der schnellsten PCIe-5.0-SSDs und damit prädestiniert für Gaming-PCs, Content-Workstations und alle, die häufig große Anwendungen oder Spielwelten laden.

Im direkten Vergleich macht ihr vor allem die Corsair MP700 Pro XT mit dem neuen Phison-E28-Controller Konkurrenz – sie spielt in derselben Tempo-Liga und liegt aktuell preislich teils noch darüber. Bei der Schreibhaltbarkeit punktet die Kingston Fury Renegade G5 mit deutlich höherer TBW, beim Tempo schenken sich beide kaum etwas. Wer den Aufpreis akzeptiert und keine extremen Schreiblasten fährt, bekommt mit der SN8100 ein rundes High-End-Paket.

Hinzu kommt: Die durch den KI-Boom angeheizten Speicherpreise machen High-End-SSDs derzeit zu einer teuren Anschaffung. Sparfüchse greifen zu etwas langsameren PCIe-5.0-Modellen oder warten auf eine Entspannung am Speichermarkt.

Samsung 990 Pro im Test: Eine der schnellsten NVMe-SSDs mit PCIe 4.0

Die Samsung 990 Pro zählt zu den schnellsten PCIe-4.0-SSDs – mit ausdauerndem Schreibverhalten und optional einem schickem Kühlkörper.

VORTEILE

  • Eine der schnellsten und ausdauerndsten PCIe-4.0-SSDs
  • Spitzenwert bei zufälligen Schreibzugriffen unter hoher Last
  • Heatsink-Variante passt direkt in die Playstation 5

NACHTEILE

  • hoher Leistungsbedarf
  • vergleichsweise niedrige zulässige Schreibmenge pro Tag
  • Kühlkörper bringt am PC kaum messbaren Performance-Vorteil

Die Samsung 990 Pro zählt zu den schnellsten PCIe-4.0-SSDs – mit ausdauerndem Schreibverhalten und optional einem schickem Kühlkörper.

Samsung gehört zu den wenigen Herstellern, die Controller, NAND-Flash und SSD aus einer Hand fertigen. Mit der 990 Pro positioniert der Konzern sein Topmodell für die PCIe-4.0-Generation – also für all jene, die noch kein Mainboard mit PCIe 5.0 besitzen oder den Aufpreis dafür scheuen. Die Kolleginnen und Kollegen der c’t haben die SSD im Rahmen eines großen Vergleichstests auf den Prüfstand gestellt – und prüfen mit ihrer langjährigen Test-Erfahrung, ob der etablierte Klassiker weiterhin mithalten kann.

Technik & Aufbau

Im Inneren arbeiten Samsungs eigener Pascal-Controller mit acht NAND-Kanälen und hauseigener TLC-Flash – eine seit Jahren bewährte Kombination aus einer Hand. Die 990 Pro ist in zwei Varianten erhältlich: mit und ohne Heatsink. Die c’t-Kollegen haben die Version mit Kühlkörper getestet – ein schmaler, edel verarbeiteter Streifen, der laut c’t-Labor der schönste ist, der ihnen bisher untergekommen ist. Technisch bringt der Kühler allerdings kaum messbaren Vorteil – mit und ohne liegen die Ergebnisse der c’t-Messungen nahezu gleichauf. Wer bereits einen Mainboard-Kühler nutzt, kann sich den Aufpreis also sparen.

Tempo & Schreibverhalten

In den Messungen der c’t reizt die 990 Pro die PCIe-4.0-Schnittstelle beim Lesen praktisch komplett aus – mehr ist über diese Generation physisch nicht drin. Auch im realitätsnahen Schreibtest und im praxisnahen PCMark 10 schlägt sie vergleichbare PCIe-4.0-Konkurrenten wie die WD Black SN770M deutlich. Die eigentliche Überraschung steckt aber in den Detailmessungen: Bei zufälligen Schreibzugriffen unter hoher Last hängt die 990 Pro sogar manche aktuelle PCIe-5.0-SSD ab – ein Szenario, das vor allem bei Datenbanken, Videoschnitt-Cache und parallelen Workloads zählt. Gegen die Top-Modelle der PCIe-5.0-Klasse kommt sie bei den reinen Sequenzwerten naturgemäß trotzdem nicht an.

Stromverbrauch & Haltbarkeit

Beim Stromverbrauch liefert die c’t für die 990 Pro keine eigenen Messwerte; Samsung selbst nennt unter Last bis zu 9,39 W – das ist mehr, als viele PCIe-4.0-Konkurrenten brauchen. Die zulässige tägliche Schreibmenge liegt mit 329 GB unter der vieler aktueller Modelle. Die Garantie beträgt branchenübliche fünf Jahre.

Preis

Die 990 Pro gibt es in zwei Ausführungen: mit oder ohne Heatsink und in beiden Fällen in den Kapazitäten 1, 2 und 4 TB. Die von den Kollegen getestete Variante mit Kühlkörper kostet in der 1-TB-Version rund 197 Euro. Die anderen Speichergrößen schlagen hier bei der Heatsink-Variante mit 269 Euro (2 TB) und 485 Euro (4 TB) zu Buche.

Ohne Kühlkörper liegen die Straßenpreise aktuell bei rund 190 Euro für die 1-TB-Version, 290 Euro für 2 TB und 490 Euro für 4 TB. Auffällig: Bei 2 und 4 TB ist die Version mit Kühlkörper damit derzeit sogar günstiger als die ohne – ein Blick auf beide Preisschilder lohnt sich also.

Einordnen muss man die Preise allerdings im Kontext der durch den KI-Boom ausgelösten Speicherpreis-Rallye: Gegenüber dem Sommer 2025 haben sich die Straßenpreise teilweise mehr als verdoppelt. DRAM und NAND-Flash gehen in riesigen Mengen in KI-Rechenzentren – das treibt die Preise im gesamten Markt hoch. Die 2-TB-Variante der 990 Pro kostete im August 2025 noch rund 140 Euro, mittlerweile sind es 290 Euro – mehr als eine Verdoppelung in wenigen Monaten. Wer jetzt nicht zwingend nachrüsten muss, sollte die Marktentwicklung beobachten und auf eine Entspannung warten.

Fazit

Die Samsung 990 Pro bleibt nach den Messungen der c’t-Kolleginnen und Kollegen eine Top-Wahl für PCIe-4.0-Systeme. Sie zählt zu den schnellsten Vertretern ihrer Generation, glänzt mit ausdauerndem Schreibverhalten und überrascht mit einer hohen Schreibleistung bei zufälligen Zugriffen unter Last. Die optionale Heatsink-Variante macht zudem optisch einiges her und passt direkt in die Playstation 5. Wer kein Mainboard mit PCIe 5.0 hat oder den Aufpreis scheut, bekommt hier ein rundes Paket. Gegen Modelle wie die WD Black SN850X oder die SN770M setzt sich die 990 Pro vor allem über das Dauerschreibverhalten ab.

Für PCIe-5.0-Käufer ist sie hingegen kein Thema – dafür gibt es in der Samsung-9100-Pro-Klasse deutlich schnellere, allerdings auch deutlich teurere Alternativen. Wer tiefer in die Messwerte einsteigen will, findet im alle Details zu Konkurrenz und Methodik im ausführlichen Artikel der c’t-Kollegen: 22 M.2-SSDs mit PCIe 4.0 und 5.0 im Test.

Der größte Wermutstropfen sind die gegenwärtig durch den KI-Boom enorm angestiegenen Preise.



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