Künstliche Intelligenz
Adobe-Aktie im Sinkflug: CFO verlässt das Unternehmen
Adobe gerät an der Börse trotz Rekordzahlen unter Druck. Eine weiterer Abgang aus dem Top-Management sorgt angesichts der Herausforderungen für die Branche für Unsicherheit bei den Anlegern. Wie Adobe am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte, wird Finanzchef Dan Durn das Unternehmen schon in der kommenden Woche verlassen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Durn wechselt als Finanzchef zum Chipdesigner Marvell Technology. Für ihn wird vorübergehend Steve Day als Adobes Chief Financial Officer (CFO) einspringen, der diese Rolle bereits für den Unternehmensbereich Customer Experience Orchestration (CXO) ausfüllte. CEO Shantanu Narayen dankte Durn für seine gute Arbeit und hob die langjährige Erfahrung von Day im Unternehmen hervor. Narayen selbst hatte im März angekündigt, den CEO-Posten aufzugeben, sobald ein Nachfolger gefunden sei.
Adobe CXO entwickelt KI-gestützte Lösungen für das Kundenmanagement in Unternehmen. Der für Adobe in Zukunft von großer Bedeutung sein könnte – die Nachfrage von Unternehmen nach Dienstleistungen dieser Art, auch von kleineren Anbietern, wird als großer Zukunftsmarkt gesehen. Für diesen Bereich dürfte auch Adobes milliardenschwere Übernahme des KI-Spezialisten Semrush eine Rolle spielen. Damit will Adobe sein Geschäft mit KI-gestützten Marketing-Programmen ausbauen.
Durns Weggang gab Adobe am Donnerstag zusammen mit den Geschäftszahlen fürs zweite Jahresquartal 2026 bekannt. Das bescherte Adobe einen Rekordumsatz von 6,62 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 13 Prozent zum Vorjahresquartal entspricht (inflationsbereinigt sind es 11 Prozent). CEO Narayen schrieb die Ergebnisse einer „stark KI-getrieben Nachfrage über alle Kundensegmente hinweg“ zu.
Als Beleg nennt Adobe einen stark angestiegenen Annualized Recurring Revenue (ARR) bei KI-Produkten, der mit 500 Millionen Dollar etwa dreimal so hoch wie im Vorjahresquartal ist. Mit dem ARR sagen insbesondere Saas-Unternehmen gerne ihre Jahresumsätze voraus, die Kennzahl berechnet sich aus zu erwartenden wiederkehrenden Einnahmen, etwa durch verkaufte Software-Abos.
Adobe hebt Jahresprognose an
Adobe schraubt auch die Prognose für das laufende Geschäftsjahr hoch. 26,5 Milliarden Dollar bis 26,6 Milliarden Dollar erwartet das Unternehmen nun an Jahresumsatz – statt 25,9 Milliarden Dollar bis 26,1 Milliarden Dollar wie noch Ende 2025. Die neue Prognose bezieht auch die Übernahme des KI-Spezialisten Semrush mit ein, die in den kommenden Wochen abgeschlossen sein dürfte. Mit der milliardenschweren Übernahme baut Adobe sein Geschäft mit KI-gestützten Marketing-Programmen aus.
Weiterlesen nach der Anzeige
Derweil schreibt die Adobe-Aktie wieder massive Kursverluste. Rund fünf Prozent waren es am Donnerstag, am Freitagnachmittag bereits 7,72 Prozent (Stand: 12. Juni, 16:26). Zwar erfüllen die Zahlen die Erwartungen der Wall Street, doch über allgemeine Herausforderungen für die Software-as-a-Service-Branche (SaaS-Branche) kann das nicht hinwegtäuschen.
Mit dem SaaS-Modell feierte das Unternehmen große finanzielle Erfolge, doch Künstliche Intelligenz und die damit verbundenen Automatisierung stellen es vor eine ungewisse Zukunft und Adobe vor wichtige strategische Weichenstellungen. Denn die SaaS-Branche ist auf Lizenzen pro Nutzer ausgelegt – wenn Nutzer aber künftig zunehmend KI-Agenten wie ChatGPT oder Copilot die Arbeit machen lassen, wackelt dieses Geschäftsmodell. „AI eats software“ lautet der Tenor an der Wall Street, sie strafte die großen Player der Branche bereits mit massiven Kurseinbrüchen ab, allein Adobe verlor dieses Jahr 37 Prozent.
AI eats software
Die Antwort darauf muss Narayens noch nicht auserkorener Nachfolger finden. Narayen ist der Mann, der Adobe in die SaaS-Ära führte. Lizenzen für Photoshop und Co. können schon seit einigen Jahren nicht mehr einmalig und dauerhaft, sondern nur noch als Abonnement erworben werden. Narayen selbst will seinen Posten noch übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist und auch danach im Adobe Vorstand bleiben.
Das Unternehmen dürfte angesichts der Trends auf dem SaaS-Markt dringend neue Visionen brauchen. Adobe kann im KI-Bereich mit seiner guten ARR-Entwicklung zwar gewisses Wachstum vorweisen. Aber nahezu der gesamte Umsatz – in diesem Quartal 6,39 Milliarden Dollar von 6,62 Milliarden US-Dollar insgesamt – hängt vom SaaS-Markt ab. Und Player wie Canva oder Figma setzen auch zunehmend auf KI-Produkte und sind für Adobe eine massive Konkurrenz.
Beobachter erwarten, dass der oder die neue Adobe-CEO auch alle oder sehr viele Vorstandsressorts neu besetzen wird. Entsprechend könnte Durn nicht der letzte Abgang bleiben, wenn sich weitere aktuelle Adobe-Vorstände provisorisch neue Jobs suchen.
(nen)
Künstliche Intelligenz
Saily: Nord-Tochter liefert Reise-eSIM samt US-Telefonnummer
Einst war es recht einfach, an eine amerikanische Telefonnummer zu gelangen: Skype, seit 2011 zu Microsoft gehörig, bot diese als sogenannte Skype-Number für einen vergleichsweise günstigen Jahresbetrag an. Wer in den USA unterwegs war oder mit Amerikanern telefonisch kommunizieren oder SMS versenden wollte, profitierte davon. Seit der Einstellung von Skype können Privatpersonen nur noch zu mehr oder weniger dubiosen Anbietern greifen, von denen etwa Apples App Store voll ist. Die populären Reise-eSIMs gibt es zwar für nahezu jedes Land der Welt, doch inkludieren diese üblicherweise nur Datenvolumen, aber weder SMS noch Telefonie. Der zur Nord-Gruppe gehörende eSIM-Anbieter Saily ändert das jetzt und verkauft eSIMs mit US-Nummer zum Mindestpreis von nicht ganz 12 US-Dollar im Jahr. Hinzu kommen noch Gebühren für die Telefonie und das Versenden von SMS.
Weiterlesen nach der Anzeige
Verifikation ist zwingend
Laut Bestätigung des Anbieters gegenüber heise Mac & i sind diese Nummern neben Telefonie auch für Registrierungsvorgänge via SMS zu verwenden, darunter auch für Zwei-Faktor-Authentifizierungen (2FA). Daneben sind ganz normal aus- und eingehende Telefonate möglich. Die US-Telefonnummer lässt sich in der App von Saily bestellen. In seiner Ankündigung nennt der Anbieter explizit das iPhone als Plattform, bei dem man die eSIM dann als zweite Hauptnummer nutzen kann. Auf der Website heißt es jedoch, dass auch Android-Geräte kompatibel sind.
Der Kauf der Nummer setzt eine Verifikation voraus („Know Your Customer“, KYC). Das ist bei Erwerb reiner eSIMs hingegen nicht so. Laut Angaben von Saily dient dies dazu, eine missbräuchliche Nutzung zu verhindern. „Bei Telefonnummern verringert die Verifizierung das Missbrauchsrisiko und trägt dazu bei, die Zuverlässigkeit und den Ruf des Nummernbereichs zu wahren“, so eine Sprecherin. Die Verifikation sei über amtliche Ausweisdokumente inklusive Aufenthaltsgenehmigung und ein eigenes Foto möglich.
Telefonie wird schnell teuer
Die 11,88 Dollar im Jahr, also 0,99 US-Cent pro Monat, sind der Mietpreis für die Nummer. Hinzu kommen noch Kosten für Telefonie und verschickte SMS, die es zum Paketpreis gibt, gültig jeweils für 30 Tage. Befindet man sich in den USA, sind ab 1,99 Dollar fünf Minuten Telefonie sowie fünf ausgehende SMS verfügbar. Das größte verfügbare Paket kostet 13,99 Dollar und bietet 200 Minuten Telefonie und 200 SMS. Eingehende SMS kosten nichts.
Will man die Nummer innerhalb von Deutschland nutzen, wird es bei größeren Paketen teurer: Hier geht es zwar auch bei 1,99 Dollar los (5 Minuten, 5 SMS), das größte Paket kostet aber 15,99 Dollar (200 Minuten, 200 SMS). Andere Weltregionen können auch teurer sein. Möchte man die Nummer global nutzen (121 Länder), werden 5,99 Dollar im kleinsten Paket (5 Minuten Telefonie, 5 SMS) und 21,99 Dollar im größten Paket (200 Minuten Telefonie, 200 SMS) fällig. Die Nummer ist monatlich kündbar. Außerhalb der Verwendung des globalen Pakets muss man auf Reisen ins Ausland die Nutzung im jeweiligen Zielland hinzubuchen. SMS können laut Saily weltweit empfangen werden. Sind Minuten / gesendete SMS verbraucht, muss das Paket nachgebucht werden.
Weiterlesen nach der Anzeige
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Digitale Souveränität in der EU: Workflow für sicherheitskritische Chips
Mit Unterstützung des European Chips Act hat der Chip-Auftragsfertiger Globalfoundries (GF) ein Verfahren umgesetzt, bei dem jeder Schritt vollständig in der EU bleibt. Als Pilotkunde für dieses „European Sovereign Manufacturing“ dient die niederländische Firma Qualinx. Sie lässt ihre besonders sparsamen GNSS-Empfangschips der Baureihe QLX3xx bei GF in Dresden produzieren.
Weiterlesen nach der Anzeige
Beim European Sovereign Manufacturing von GF verlassen weder die Daten des Chip-Designs noch physische Materialien Europa. Auch ein Secure Mask Service ist den Prozess eingebunden.
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom arbeitet GF daran, dass künftig auch alle Daten rein über europäische Netze und Cloud-Infrastrukturen verarbeitet und gespeichert werden.
Das Verfahren soll auch für kleinere Unternehmen nutzbar werden, beispielsweise über Multi-Projekt-Wafer-Shuttles, bei denen Chips unterschiedlicher Firmen auf derselben Silziumscheibe durch die Fab laufen.
Ziel: sicherheitkritische Chips
Das European Sovereign Manufacturing ist vor allem für sicherheitkritische Chips wichtig, die etwa für Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastrukturen verwendet werden. Bis Ende 2026 will GF in Dresden einen vollständig automatisierten „Trusted European Flow“ etablieren. Auch Test und Packaging der Dies sollen in der EU ansässige Dienstleister (Outsourced Semiconductor Assembly and Test, OSAT) übernehmen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der Qualinx QLX3Gx ist ein System-on-Chip (SoC) mit einem ARM-Kern und einem digitalen Hochfrequenz-Frontend für unterschiedliche Navigationssatellitensysteme wie GPS. Der Chip soll im Mittel mit 1 Milliwatt Leistungsaufnahme auskommen.
(ciw)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Der beste Ventilator im Test – Switchbot Standventilator ist Testsieger
Wir zeigen die zehn besten Ventilatoren aus unseren Tests. Der Switchbot Standventilator ist unser Testsieger der Bestenliste.
Ventilatoren sind eine einfache und vergleichsweise günstige Methode, um an heißen Tagen für Erfrischung zu sorgen. Sie senken zwar nicht die tatsächliche Raumtemperatur, doch der Luftzug lässt den Schweiß auf der Haut verdunsten und erzeugt so einen spürbaren Kühleffekt. Im Vergleich zu Klimaanlagen verbrauchen sie nur einen Bruchteil an Strom.
Bei der Wahl des richtigen Geräts kommt es vor allem auf die Bauform an. Vier Kategorien dominieren den Markt: Tischventilatoren für die gezielte Kühlung am Schreibtisch oder Nachttisch, Standventilatoren als kräftige Allrounder für größere Räume, platzsparende Turmventilatoren mit platzsparendem Design sowie Deckenventilatoren für eine gleichmäßige Luftzirkulation im ganzen Raum. Für diese Bestenliste haben wir uns vor allem Standventilatoren (teilweise umbaubar zu Tischventilatoren) und Turmventilatoren angeschaut.
Achtung: Gerade in den sehr warmen Sommerwochen sind die Preise der Ventilatoren teilweise deutlich höher als bei kühlerem Wetter. Zudem können sie fast schon täglich schwanken. Wir empfehlen regelmäßig die tatsächlichen Preise zu überprüfen und bei einem guten Angebot schnell zuzuschlagen.
Welcher ist der beste Ventilator?
Testsieger ist der Switchbot Standventilator mit Akku für 100 Euro. Er glänzt mit extremer Sparsamkeit, drei Höhenkonfigurationen, umfangreicher App-Steuerung und Smart-Home-Integration.
Der Dreo Turbocool 765S für 205 Euro (15-Euro-Coupon anklicken) ist unser Technologiesieger. Die Windleistung überzeugt, es gibt eine Home-Assistant-Integration und die gelungene Sprühnebelfunktion sucht ihresgleichen.
Der Xiaomi Mi Smart Standing Fan 2 für 92 Euro behauptet seit letztem Jahr den Titel als Preis-Leistungs-Sieger. Die 100 Geschwindigkeitsstufen, der energieeffiziente und leise DC-Motor und die anpassbare Höhe rechtfertigen den Aufpreis gegenüber dem Lite-Modell.
Welche Ventilatoren gibt es?
Ventilatoren sind vielfältig, hier die vier wichtigsten Kategorien: Tischventilatoren eignen sich hervorragend für gezielte Kühlung auf Schreibtischen oder Nachttischen, wo sie einen direkten Luftstrom erzeugen. Standventilatoren verteilen frische Luft in größeren Räumen und sind für Wohnzimmer oder Büros ideal. Turmventilatoren passen in enge Ecken und bieten teilweise Zusatzfunktionen wie Luftreinigung. Deckenventilatoren sorgen für gleichmäßige Luftzirkulation und setzen zugleich stilvolle Akzente in der Einrichtung. Auch Luftreiniger gehören streng genommen zu den Ventilatoren. Dazu empfehlen wir unsere Bestenliste Top 10: Der beste Luftreiniger im Test.
Turmventilator oder Standventilator?
Turmventilatoren bieten ein platzsparendes, modernes Design, das sich unauffällig in jedes Interieur einfügt, und sind wie der Dreo Pilot Max S zuweilen sehr leise, was sie für Schlafzimmer oder Büros prädestiniert. Häufig ist ihr Luftstrom nicht in der Höhe variabel. Standventilatoren hingegen sind wahre Kraftpakete, die mit starkem Luftstrom auch große Räume kühlen. Der Levoit LPF-R432 erreicht eine beeindruckende Reichweite von zehn Metern, benötigt dafür aber mehr Platz und erzeugt auf höchster Stufe nicht nur viel Wind, sondern auch Geräusche. Wer Wert auf ein platzsparendes Design legt, findet im Turmventilator den idealen Begleiter. Wer hingegen maximale Kühlleistung für geräumige Wohnbereiche sucht, setzt auf einen Standventilator.
Gibt es Kombinationen aus Tisch- und Standventilator?
Es gibt Ventilatoren, die sowohl als Tisch- als auch als Standventilator funktionieren. So wechselt etwa der Meaco Fan Sefte 10 mühelos zwischen Tisch- und Standfunktion, um gezielte oder großflächige Kühlung zu bieten. Ähnlich verhält es sich mit dem Levoit LPF-R432, dem Shark Flexbreeze Pro Mist und dem Philips CX3550/01.
Wie sicher sind Ventilatoren für Kinder und Haustiere?
In Haushalten mit Kindern oder Haustieren ist die Sicherheit eines Ventilators von zentraler Bedeutung, da neugierige Finger oder Pfoten schnell in Gefahr geraten können. Engmaschige Gitter, die Rotorblätter zuverlässig abschirmen, sind ein Muss. Alle von uns getesteten Ventilatoren erfüllen dieses Kriterium. Ein stabiler Standfuß verhindert, dass das Gerät bei einem versehentlichen Stoß umkippt, was beim Levoit LPF-R432 mit seinem soliden 7,5-kg-Gewicht vorbildlich gelingt, während der Meaco Fan Sefte 10 dazu neigt, nach hinten umzukippen. Rotorlose Ventilatoren, wie der Shark Turboblade, bieten die höchste Sicherheit, da sie ohne sichtbare Blätter auskommen und somit das Verletzungsrisiko minimieren. Manche Modelle verfügen über zusätzliche Sicherheitsfunktionen, etwa eine automatische Abschaltung beim Umkippen.
Wie leise sollte ein Ventilator sein?
Die Lautstärke eines Ventilators, gemessen in Dezibel, entscheidet darüber, ob er in sensiblen Umgebungen wie Schlafzimmern eingesetzt werden kann. Der Xiaomi Mi Smart Standing Fan 2 erweist sich als im Test nahezu unhörbar. Der Dreo Pilot Max S gehört mit 22,5 dB(A) zu den leisesten Turmventilatoren. Trotz 23,5 dB(A) auf niedrigster Stufe fällt der Shark Turboblade hingegen durch eine hohe Geräuschfrequenz auf, die subjektiv als störend empfunden wird. Ziemlich laut ist mit 27,5 dB(A) der Philips CX5535/11 Turmventilator.
Wie wichtig ist die Wurfweite eines Ventilators?
Die Wurfweite, also die Entfernung, über die ein Ventilator spürbare Luftbewegung erzeugt, ist ein entscheidendes Kriterium für seine Effektivität. Tischventilatoren erreichen in der Regel drei bis fünf Meter, während Standventilatoren mit fünf bis acht Metern eine größere Fläche abdecken. Turmventilatoren liegen meist bei vier bis sechs Metern, und Deckenventilatoren verteilen die Luft sanft im gesamten Raum. Eine freie Platzierung, fern von Möbeln oder Wänden, maximiert die Wurfweite.
Der Levoit LPF-R432 ist einer der stärksten Ventilatoren, da er selbst in zehn Metern Entfernung noch einen deutlichen Luftzug liefert. Der Meaco Fan Sefte 10 und der Philips CX3550/01 Standventilator sind ebenfalls hervorragend. Beim Shark Turboblade enttäuscht der Luftstrom hingegen, da er bereits nach fünf Metern verpufft.
Wie viel Strom verbraucht ein Ventilator?
Der Stromverbrauch eines Ventilators hängt vom Modell und der Leistung ab, liegt jedoch generell deutlich unter dem von Klimaanlagen. Besonders sparsam zeigen sich der Levoit LPF-R432 mit 1,5 W auf niedrigster und 21,7 W auf höchster Stufe sowie der Shark Flexbreeze Pro Mist, der nur 1,2 W im Minimalbetrieb und 13,9 W auf der höchsten Stufe benötigt.
Auch der Xiaomi Mi Smart Standing Fan 2 überzeugt mit einem Verbrauch von 2 bis 13 W – dank seines effizienten DC-Motors ein echtes Vorbild im Hinblick auf Energieeffizienz. Der Meaco Fan Sefte 10 liegt mit 2,4 bis 19,6 W ebenfalls im sparsamen Bereich.
Deutlich mehr Energie benötigt der Shark Turboblade, der auf höchster Stufe 55,3 W verbraucht. Noch auffälliger ist der Philips CX3550/01 Standventilator, der mit 25,1 bis 41,1 W zu den stromhungrigeren Modellen zählt.
Modelle mit Eco-Modi, wie der Levoit oder Meaco, passen die Leistung automatisch an, um den Verbrauch zu senken. DC-Motoren sind AC-Motoren in puncto Effizienz (und Lautstärke) klar überlegen, was sich bei Dauerbetrieb finanziell bemerkbar macht.
Was kostet ein guter Ventilator?
Tischventilatoren sind bereits für 20 bis 100 Euro erhältlich, während Standventilatoren in einer Preisspanne von 30 bis 200 Euro liegen. Turmventilatoren kosten zwischen 50 und 300 Euro, und Deckenventilatoren können je nach Design und Funktionen 100 bis 500 Euro verlangen. Der Xiaomi Mi Smart Standing Fan 2 ist mit 92 Euro ein echter Preis-Leistungs-Sieger, der smarte Funktionen mit Sparsamkeit verbindet. Der Levoit LPF-R432 kostet 130 Euro.
Was ist ein rotorloser Ventilator?
Ein rotorloser Ventilator, auch als „bladeless fan“ bezeichnet, versteckt seine Lüftereinheit häufig im Standfuß, um einen Luftstrom ohne sichtbare Rotorblätter zu erzeugen, wie der Shark Turboblade im Test demonstriert. Sein futuristisches Design, das an eine Hightech-Windmühle erinnert, macht ihn zum Blickfang in jedem Raum und bietet höchste Sicherheit, da keine Blätter zugänglich sind – ideal für Haushalte mit Kindern oder Haustieren.
Doch der Shark Turboblade ist teuer. Dabei ist seine Luftleistung schwach, da der Luftstrom im Test nach fünf Metern kaum noch spürbar ist. Der Stromverbrauch von 55,3 Watt auf höchster Stufe ist zudem happig, und die fehlende App-Steuerung wirkt in dieser Preisklasse überholt. Rotorlose Ventilatoren sind perfekt für designbewusste Nutzer, die Sicherheit und Ästhetik priorisieren, doch für maximale Kühlleistung bleiben Standventilatoren wie der Levoit LPF-R432 die bessere Wahl.
Fazit
Ventilatoren sind eine günstige und energiesparende Lösung, um an heißen Tagen für Erfrischung zu sorgen. Anders als eine Klimaanlage senken sie zwar nicht die tatsächliche Raumtemperatur, schaffen durch den Luftzug aber einen spürbaren Kühleffekt bei minimalem Stromverbrauch.
Welches Modell das richtige ist, hängt vom Einsatzzweck ab: Standventilatoren mit hoher Wurfweite kühlen große Räume kraftvoll, während für Schlafzimmer und Büro eine niedrige Lautstärke und ein effizienter DC-Motor entscheidend sind. Turmventilatoren punkten zudem mit platzsparendem Design. Ferner lohnt ein Blick auf Extras wie App- oder Sprachsteuerung, Akku und Sprühnebelfunktion sowie auf einen stabilen Stand in Haushalten mit Kindern und Haustieren.
Mehr zum Thema Erfrischung für zu Hause zeigen wir in diesen Ratgebern und Bestenlisten:
Hinweis: Preise können sich täglich ändern. Im Zweifel hilft ein Blick in unseren Preisvergleich.
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenOscars 2026: Was die heise‑Leser anders entschieden hätten
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenEmpfehlungsalgorithmen bei TikTok erklärt: Die Maschine hinter dem Endlos‑Feed
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Die besten Wireless‑Adapter für Carplay im Test – iPhone kabellos nutzen
-
Social Mediavor 3 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
